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Schwarztee hemmt Karies

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Das Magazin „Focus“ stellt 10 Irrtümer über Zahnpflege richtig.

Irrtum Nr. 10: „Teetrinken schadet den Zähnen“.

Zitat:

„Schwarzer Tee kann zwar zu unschönen Verfärbungen führen. In dem aromatischen Getränk stecken aber äußerst zahnfreundliche Stoffe. Dazu gehören neben Fluor auch die sogenannten Tannine. Diese Bitterstoffe hemmen das Enzym Amylase, das im Speichel vorhanden ist und Stärke zu kariesförderndem Zucker umwandelt.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/zaehne/vorbeugung/irrtuemer/teetrinken-ist-schlecht-fuer-die-zaehne_aid_15608.html

Kommentar & Ergänzung:

Stimmt wahrscheinlich, dass Schwarztee karieshemmend wirkt, jedenfalls wenn man ihn regelmässig trinkt. Allerdings lösen sich die Tannine nur langsam im Teewasser und man muss den Schwarztee daher lange ziehen lassen, um einen hohen Tannin-Gehalt zu bekommen (8 – 10 Minuten). Ein Genusstee ist das dadurch entstehende Getränk für die meisten Menschen dann aber wohl kaum mehr. Je bitterer der Schwarztee, desto höher der Tannin-Gehalt und desto höher die karieshemmende Wirkung.

Die karieshemmenden Tannine im Schwarztee bewirken zwar eine bittere Geschmacksempfindung, laufen phytotherapeutisch allerdings nicht unter der Wirkstoffgruppe „Bitterstoffe“, sondern unter „Gerbstoffe“. Sie verbinden sich mit Eiweiss. Und weil das Enzym Amylase auch zu den Eiweissen gehört, ist ein karieshemmender Effekt auf diesem Weg denkbar.

Gerbstoffe aus Schwarztee (und aus Grüntee) hemmen zudem die Gluconyltransferase. Mit diesem Enzym produziert das Kariesbakterium Streptococcus mutans Dextrane. Die klebrigen Dextrane helfen dem Bakterium, sich an der spiegelglatten Zahnoberfläche festzumachen. Mindestens ein Teil der Antikaries-Wirkung von Schwarztee und Grüntee dürfte also darauf zurückzuführen sein, dass die plaquebildenden Kariesbakterien weniger gut anhaften können.

Dass Teetrinker weniger unter Karies leiden, dafür sprechen mehrere epidemiologische Studien, wobei meines Wissens vor allem Grüntee erfasst wurde.

Solche Studien haben aber immer einen Haken:

Wenn bei Grüntee-Trinkern weniger Karies auftritt

( = Korrelation, gleichzeitiges Auftreten von zwei Faktoren: Hoher Grünteekonsum, wenig Karies),

…..dann heisst das noch nicht, dass weniger Karies wegen dem Grünteekonsum auftritt (Kausalität).

Es könnte sein, dass ein dritter, unbeachteter Faktor mitspielt, der für den verminderten Kariesbefall verantwortlich ist.

Beispiel: Grünteetrinker konsumieren vielleicht weniger zuckerhaltige Cola. Für den tieferen Kariesbefall könnte dann der Wegfall von Cola-Getränke auslösend sein, und nicht der Grünteekonsum.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Energy-Drinks verstärken Kontraktionen der linken Herzkammer

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Energy-Drinks, die viel Koffein enthalten, können die Art und Weise beeinflussen, wie das Herz schlägt. Zu diesem Resultat kommt eine Studie der Universität Bonn. Die Forscher untersuchten die Herzen von 17 Personen eine Stunde nach der Einnahme eines Energy-Drinks mit bildgebenden Verfahren.

Die Untersuchungen zeigten, dass die Kontraktionen des Herzens stärker geworden waren. Insbesondere Kinder und Herzkranke sollten die Energy-Drinks nicht konsumieren.

Insbesondere Kinder und Menschen mit einem unregelmäßigen Herzschlag sollten Energy-Drinks meiden, konstatiert Teamleiter Jonas Dorner.

Im Rahmen der Jahrestagung der Radiological Society of North America betont der Wissenschaftler, dass bisher noch nicht genau geklärt ist, welche Auswirkungen diese Getränke auf die Funktion des Herzens haben. Die Koffeinmenge sei bis zu drei Mal höher als bei anderen koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder Coca-Cola. Es gebe zahlreiche Nebenwirkungen, die mit dem Konsum hoher Koffeinmengen in Zusammenhang stehen. Dazu zählen ein erhöhter Herzschlag, Herzklopfen, ein Anstieg des Blutdrucks sowie Krämpfe oder der plötzliche Tod.

Die Forscher verabreichten den Probanden ein Getränk, das 32 Milligramm Koffein auf 100 Milliliter und 400 Milligramm Taurin enthielt. Die Wissenschaftler konnten aufzeigen, dass die linke Herzkammer eine Stunde nach der Einnahme stärker kontrahierte. Sie ist dafür verantwortlich, dass das Blut durch den Organismus gepumpt wird.

Damit sei belegt, dass Energy-Drinks eine kurzfristige Auswirkung auf die kardiale Kontraktilität haben. Ungeklärt ist bisher allerdings, welche Auswirkungen das auf Alltagsaktivitäten oder die Leistungsfähigkeit beim Sport hat. Auch über allfällige Auswirkungen bei Menschen mit Herzerkrankungen gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Quelle:

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=42016

Kommentar & Ergänzung.

Energy-Drinks werden als Stimulantien bei geistigen oder körperlichen Anstrengungen eingesetzt und sind vor allem bei Jugendlichen beliebt.

Der bekannteste Energy-Drink heisst Red Bull® und ist in der Schweiz seit 1994 zugelassen. Energy Drinks sind Kalorienbomben, abgesehen von den Varianten, die statt Zucker künstliche Süssstoffe enthalten. Eine Dose Red Bull® enthält mehr als 27 g Zucker (11%) – das sind mehr als 6 Stück Würfelzucker – und 80 mg Coffein, was einer leichten Tasse Kaffee entspricht.

Energy Drinks sollen nicht oder nur mit Mass zusammen mit anderen Getränken eingenommen werden, die ebenfalls Coffein enthalten, beispielsweise mit Cola, Kaffee, Guarana oder Schwarztee.

Populär ist die Kombination von Energy Drinks mit Alkohol, zum Beispiel mit Wodka, was aber problematisch ist.

Das stimulierende Coffein und der süsse Geschmack können bewirken, dass der Alkohol und seine toxischen Effekte weniger wahrgenommen werden. Dadurch wird mehr getrunken, was die Gefahr für Alkohol-verursachte Gesundheitsprobleme und Unfälle steigern kann.

In der Literatur sind einige Fälle beschrieben, in denen die Kombination mehrerer Energy Drinks mit Alkohol zum Tod führte.

(Quelle: Pharmawiki)

Darüber berichtete unter anderem das „Ärzteblatt“:

„Im November letzten Jahres schlug die Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA) Alarm. Nach eine Studie der Behörde, die dem US-Gesundheitsministerium unterstellt ist, hat sich die Zahl der Notfallaufnahmen, die von den Ärzten mit dem Konsum von Energydrinks in Verbindung gebracht wurden, zwischen 2005 und 2009 mehr als verzehnfacht (DAWN-Report).

Im Dezember 2011 starb dann im US-Staat Maryland ein 14-jähriges Mädchen. Es hatte über zwei Tage größere Mengen Monster Energy getrunken, das pro Dose 240 mg Koffein enthält. Die Gerichtsmediziner diagnostizierten als Todesursache eine kardiale Arrhythmie durch Koffeinintoxikation auf dem Boden eines vorbestehenden Herzleidens. Das Mädchen litt laut Medienberichten an einem Ehler-Danlos-Syndrom. Die autosomal-dominante vererbte Bindegewebserkrankung geht in einer „vaskulären“ Variante auch mit Herzklappenfehlern und anderen kardialen Komplikationen einher. Das Mädchen habe von der Erkrankung gewusst, hieß es. Die Ärzte hätten ihr aber den Genuss von Koffein nicht verboten.“

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52145/Tod-eines-US-Teenagers-Wie-sicher-sind-Energydrinks

Eine Koffeindosis von 240 mg pro Dose ist allerdings auch ein Hammer.

Der gelegentliche und moderate Konsum von Energy-Drinks scheint unproblematisch zu sein. Exzessiver Konsum, die Einnahme zusammen mit Alkohol und bei vorbestehenden Herzerkrankungen könnte aber Risiken mit sich bringen. Kinder unter 12 Jahren sollten keine Energy-Drinks konsumieren.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Metastudie: Kakao gegen Bluthochdruck

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Seit einiger Zeit erscheinen immer wieder Meldungen aus der Forschung über blutdrucksenkende Effekte von Kakao.

Am Anfang dieser Forschung stand die Beobachtung, dass die Kuna, ein Volk auf den Atlantikinseln vor Panama, auch im Alter nicht an einer Hypertonie erkranken, solange sie ihre Heimat nicht verlassen. Die Ursache wurde im hohen Kakao-Konsum vermutet. Die Inselbewohner, nicht jedoch ihre Verwandten auf dem Festland, trinken täglich mehrere Becher des bitteren Getränks, das speziell reichhaltig an Flavanolen wie Epicatechin, Catechin und Procyanidin ist. Flavanole sind auch in Bohnen, Aprikosen, Brombeeren, Äpfeln und Teeblättern enthalten, wenn auch in einer wesentlich tieferen Konzentration.

Dunkle Schokolade enthält ebenfalls Kakao, wenn auch in unterschiedlicher Konzentration. Am höchsten ist der Gehalt mit 50 bis 85 Prozent in Bitterschokolade, die jedoch nicht jedermanns Geschmack ist. Während die Indios ihren Kakao ungesüßt und kalt trinken, hat die europäische Küche, seit Columbus 1502 und Cortes 1519 das Getränk nach Europa einführten, alles unternommen, um den bitteren Geschmack zu eliminieren. Dazu zählt nicht nur der Zusatz von Zucker, auch die Röstung und das Dutching (eine in Holland erfundene Behandlung mit Alkalien) reduzieren den Gehalt an Flavanolen auf 2 bis 18 Prozent des frischen Kakaopulvers.

Unterschiedlichen Produktionsmethoden führen dazu, dass verschiedene Sorten von Bitterschokolade nicht unbedingt den gleichen Gehalt an Flavanolen enthalten.

Dass die Flavanole eine blutdrucksenkende Wirkung besitzen, kann nach der Meta-Analyse von Karin Ried vom National Institute of Integrative Medicine in Melbourne und Mitarbeitern jetzt als gesichert gelten, auch wenn die 20 Studien an 856 zumeist gesunden erwachsenen Hypertonikern starke Unterschiede aufwiesen. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss:

Wer regelmäßig Schokolade und Kakao konsumiert, reduziert damit geringfügig seinen Blutdruck. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kakao möglichst naturbelassen und dadurch reich an gewissen Pflanzeninhaltsstoffen ist. Die Blutdrucksenkung beruht auf Flavanolen wie Epicatechin, Catechin und Procyanidinen, an denen Kakao besonders reich ist. Der Genuss von Kakaoprodukten mit einem hohen Flavanolgehalt senkt den Blutdruck deshalb um 2 bis 3 mmHg. Das zeigte die aktuelle Metaanalyse der Cochrane-Collaboration aus Melbourne.

Bisherige Studien zum Einfluss von Kakao auf den Blutdruck hatten teilweise widersprüchliche Resultate ergeben.

Die Analyse der Daten gestaltete sich für die Cochrane-Wissenschaftler allerdings schwierig, da die in Form von Kakaoprodukten eingenommene Menge an Flavanolen mit 30 bis 1080 mg pro Tag stark schwankte. Ausserdem bekamen zum Teil auch Probanden in den Vergleichsgruppen geringe Mengen an Flavanolen. Dennoch war die von den Wissenschaftlern errechnete durchschnittliche Blutdrucksenkung um 2,77 mmHg systolisch und 2,2 mmHg diastolisch statistisch signifikant. Diese Wirkung war allerdings kurzfristig: Sie zeigte sich innerhalb von zwei Wochen, nicht aber in Studien von längerer Dauer.

Vor der Verarbeitung zu Schokolade wird Rohkakao in mehreren Schritten aufbereitet. Zu diesem sogenannten Prozessieren gehört unter anderem das Rösten und Alkalisieren der Kakaobohnen sowie den Zusatz von Zucker, Milch, Vanillin und Emulgatoren. Durch diese Verarbeitung wird nicht nur der Geschmack und die Konsistenz der Schokolade beeinflusst, sondern auch der Flavanol-Gehalt. Aus dem Resultat der vorliegenden Studie lässt sich deshalb keine Verzehrempfehlung ableiten. Allgemein sollten Gesundheitsbewusste jedoch dunkle Schokolade mit hohem Kakaogehalt und wenig Zuckerzusatz bevorzugen.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=43105&Nachricht_Title=Nachrichten_Kakao%3A+Naschen+gegen+hohen+Blutdruck&type=0

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD008893.pub2/abstract

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51285/Hypertonie-Cochrane-sieht-Kakao-als-effektiven-Blutdrucksenker

Kommentar & Ergänzung:

Den Hinweis, dass die Wirksamkeit des Kakaos als Blutdrucksenker in den Studien nur kurzfristig anhielt, lese ich hier zum ersten Mal. Das ist einschneidend, weil Bluthochdruck ein Langzeitthema ist. Hält die Wirkung nur ein paar Wochen an, ist damit nicht viel gewonnen. Zudem ist festzuhalten, dass die Wirkung – auch wenn sie statistisch signifikant war – insgesamt doch bescheiden ausfiel. Ein Wundermittel gegen Bluthochdruck ist Kakao also nicht.

Die intensive Forschung über potentielle gesundheitsfördernde Wirkungen von Kakao dient auch der Sicherung und Steigerung des Schokoladekonsums.

Schokolade wird oft mit schlechtem Gewissen konsumiert (viele Kalorien, hoher Zuckergehalt, hoher Fettanteil). Gelingt es, Schokolade als gesundes Nahrungsmittel zu positionieren, fällt das schlechte Gewissen weg und der Umsatz steigt.

Die Cochrane-Studie aus Melbourne stellt diese Marketingstrategie wohl eher in Frage.

Vielleicht sollte man Schokolade einfach wieder als Genussmittel betrachten und dementsprechend mit Mass konsumieren.

Zur Wirkung der Kakao-Flavanole siehe auch:

Kakao mit Flavanol – günstig für Herzkranzgefässe

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Schwarztee reduziert Blutdruck

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Forscher der University of Western Australia in Perth fanden in einer Studie heraus, dass Schwarztee den Blutdruck senkt.

In der Studie untersuchten die australischen Forscher den Blutdruck von 95 weiblichen und männlichen Teetrinkern. Zunächst erhielten alle Probanden drei Tassen Schwarztee pro Tag über vier Wochen. Anschliessend wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen bekamen über weitere 6 Monate weiterhin Schwarztee, die anderen ein koffeinhaltiges Getränk, das zwar wie Tee schmeckte, das jedoch nicht die für Schwarztee charakteristischen Inhaltsstoffe wie etwa Flavonoide enthielt.

Drei Tassen Schwarztee am Tag über sechs Monate reduzierten den Blutdruck um 2 bis 3 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Dieses Resultat hört sich zunächst erstmal nicht nach viel an. Den Forschern zufolge hat jedoch auch schon eine solch kleine Veränderung der Blutdruckwerte einen großen Einfluss auf die Gefäßgesundheit: Bereits bei einer Reduktion des Blutdrucks um 3 mmHg soll das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 7 bis 10 Prozent sinken.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Schwarztee hauptsächlich auf die Gefäßwände wirkt. Aus den Gefäßwänden werden Faktoren ausgeschüttet, welche die Muskeln erschlaffen lassen und dadurch die Blutgefäße weit stellen. Dadurch wird der Blutdruck reduziert. Schon in vorhergehenden Studien konnten die Forscher darlegen, dass Flavonoide aus dem Schwarztee diese Faktoren günstig beeinflussen.

Quelle:

http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/2012-01-schwarztee-gegen-bluthochdruck.html

Kommentar & Ergänzung:

Der Schwarztee wurde bezüglich „Gesundheitsimage“ in den letzten Jahren vom Grüntee in den Schatten gestellt. Offenbar wird viel mehr investiert in Forschung und Lobbying zugunsten des Grüntees. Es lohnt sich meiner Ansicht nach aber den gesundheitlichen Wert auch des Schwarztees im Auge zu behalten.

Hier ein paar zusätzliche Beiträge zum Thema Schwarztee / Grüntee:

Grüntee oder Schwarztee?

Schwarztee gegen Hautentzündung

Pflanzenheilkunde: Schwarztee bei 7minütigem Ziehenlassen am gesündesten

Eine leichte Blutdrucksenkung scheint auch der Karkadetee (Hibiscus sabdariffa) zu bewirken:

Karkade-Tee senkt systolischen Blutdruck

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Beugt Kaffee Depressionen vor?

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Ein erhöhter Kaffeekonsum könnte ältere Frauen vor Depressionen schützen, schreiben Forscher um Michel Lucas von der Harvard School of Public Health in Boston. In einer prospektiven Studie untersuchten die Wissenschaftler von 1980 bis 2004 über 50 000 US-amerikanische Frauen mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren, die zu Beginn nicht unter einer Depression litten.

Frauen, die täglich mindestens drei Tassen Kaffee konsumierten, hatten ein um 15 Prozent tieferes relatives Risiko an einer Depression zu erkranken als diejenigen, die nur maximal ein koffeinhaltiges Getränk pro Woche tranken (weniger als 100 Milligramm Coffein täglich). Bei vier oder mehr Tassen Kaffee am Tag, also mindestens 550 Milligramm Coffein täglich, verminderte sich das relative Risiko um 20 Prozent. Der Konsum von entkoffeiniertem Kaffee hatte auf das Erkrankungsrisiko keinen Einfluss. Das schreiben die Forscher im Fachjournal «Archives of Internal Medicine».

Coffein ist weltweit das am häufigsten angewandte zentralnervöse Stimulans. Etwa 80 % des Konsums erfolgt in Form von Kaffee. Die Autoren der Studie sehen in ihren Resultaten keinen eindeutigen Beweis dafür, dass Coffein tatsächlich das Depressionsrisiko reduziert. Es lassen sich aus ihrer Sicht jedoch protektive Eigenschaften vermuten. Weitere Untersuchungen müssten zeigen, ob der regelmäßige Konsum von coffeinhaltigem Kaffee einer Depression vorbeugen kann.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=39504&Nachricht_Title=Nachrichten_Kaffee+sch%FCtzt+im+Alter+vor+Depressionen&type=0

http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/short/171/17/1571

Kommentar & Ergänzung:

Epidemiologische Studien wie die vorliegende können einen Zusammenhang nahe legen, ihn aber nie zweifelsfrei belegen. Es kann jedenfalls nicht mit letzter Gewissheit ausgeschlossen werden, dass Kaffeetrinkerinnen einen anderen Faktor gemeinsam haben, der für den Schutzeffekt gegen Depressionen verantwortlich ist.

Es handelt sich bei dieser Untersuchung um die Nurses Health Study.

Je mehr Kaffee die Krankenschwestern konsumiert hatten, desto seltener wurde bei ihnen später eine Depression diagnostiziert.

Diese Dosis-Wirkungsbeziehung sowie die Feststellung, dass der Zusammenhang nur für koffeinhaltigen Kaffee gefunden wurde, sprechen dafür, dass koffeinhaltiger Kaffee tatsächlich das Depressionsrisiko beeinflusst. Entkoffeinisierte Getränke zeigten wie erwähnt keinerlei Schutzwirkung.
Die Effekte von Koffein waren allerdings nicht besonders stark, wie die Resultate der Multivariat-Analyse zeigen. Sie berücksichtigt andere potentielle Einflüsse, zum Beispiel, dass Kaffeetrinkerinnen häufiger rauchen und Alkohol trinken und seltener in kirchliche und andere Gemeinschaften eingebunden sind, die die Psyche stützen können.

Eine Therapieempfehlung lässt sich aus dieser Studie natürlich ablesen. Sie könnte jedoch das positive Image fördern, welches Kaffee bei Epidemiologen derzeit genießt. Anders als bei anderen „Drogen“ hat der maßvolle Kaffee-Konsum keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit: Wer Kaffee trinkt erkrankt und stirbt nicht häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.

Der Einfluss auf Entzündungsmarker, die bei der Pathogenese der Atherosklerose eine Rolle spielen, ist sogar positiv. Ebenso haben jüngere Studien ein reduziertes Typ-2-Diabetesrisiko aufgezeigt. Stets handelte es sich aber um prospektive Beobachtungsstudien oder Fall-Kontroll-Studien, deren Aussagekraft nicht überbewertet werden sollte.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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