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Alternativmedizin: Smoothies statt Notarzt

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Als ihr 19 Monate alter Sohn schwer krank war, wollte ein kanadisches Paar ihn mit Alternativmedizin kurieren, statt zum Arzt zu gehen. Der Sohn starb. Die Elten mussten wegen Verletzung der Fürsogepflicht vor Gericht.

Der Fall zeigt exemplarisch, wo das Hauptrisiko der Alternativmedizin liegt. Gefährlich wird es immer dann, wenn Allmachtsvorstellungen und Fundamentalismus ins Spiel kommen und Menschen deswegen bei schweren Krankheiten auf wirksame Medizin verzichten. Oder wenn sie eine solche Entscheidung für ihre Kinder treffen.

Der Sohn Namens Ezekiel war im März 2012 infolge einer Hirnhautentzündung gestorben. David und Collet Stephan hatten bis zuletzt keinen Arzt konsultiert. Stattdessen versuchten sie das Kind zweieinhalb Wochen lang mit alternativmedizinischen Mitteln zu behandeln. Erst als die Atmung des Kindes aussetzte, riefen die Eltern einen Rettungswagen.

Die Rechtsmedizin kam zum Schluss, dass Ezekiel an einer von Bakterien ausgelösten Meningitis starb, also einer Hirnhautentzündung. Diese gefährliche Erkrankung lässt sich mit Antibiotika behandeln. Gegen einen häufigen auftretenden Meningitis-Auslöser bei Kindern, Haemophilus influenzae b, gibt es eine Schutzimpfung. Das Kind war allerdings nicht geimpft. Eine andere Expertin erklärte, Ezekiel sei an einer viralen Meningitis gestorben und dass er noch leben könnte, wenn der damals eingesetzte Notarztwagen über die Ausstattung verfügt hätte, ein Kleinkind mit aussetzender Atmung zu versorgen. Allerdings befindet sie sich diese Expertin selbst in einem Rechtsstreit mit dem Staat.

Laut Berichten von Medien sagten David und Collet Stephan aus, dass sie dachten, ihr Sohn habe die Grippe oder Pseudokrupp. Sie hätten ihm unter anderen Smoothies und Mittel wie scharfem Pfeffer, Meerrettich, Knoblauch sowie Olivenölextrakt verabreicht.

Das Kind habe am 27. Februar 2012 erste Symptome gezeigt, am 5. März verbesserte sich sein Zustand leicht. Am Tag darauf sei es aber ungewöhnlich lethargisch gewesen, habe nichts getrunken oder gegessen, nur gestöhnt. Die Eltern beschreiben daraufhin wieder eine gewisse Besserung, dann wieder eine Verschlechterung des Gesundheitszustands.

Am 12. März sei der Körper des Kindes so steif gewesen, dass sich sein Rücken durchgebogen habe und die Eltern flößten ihrem Sohn Flüssigkeit mithilfe einer Pipette ein, weil er von allein nicht mehr aß oder trank. Am 13. März suchten die Eltern einen Heilpraktiker auf, von dem sie ein Echinacea-Präparat bekamen, ein pflanzliches Präparat aus dem Sonnenhut, das die Immunabwehr stärken soll. Laut verschiedenen Berichten wurde das Kind in der Heilpraktikerpraxis nicht untersucht. Das Kind soll so steif gewesen sein, dass es im Auto nicht habe sitzen können, sondern hingelegt werden musste.

Als am Abend die Atmung des Kindes aussetzte, rief David Stephan zuerst seinen Vater an, bevor er die Ambulanz alarmierte. Da hatte sich Ezekiels Gesicht schon blau verfärbt. Im Spital stellten die Mediziner fest, dass bei Ezekiel kaum noch Hirnaktivität vorhanden war. Am 16. März starb das Kind.

David Stephan ist Vizepräsident in der Firma seines Vaters in der Provinz Alberta, die Nahrungsergänzungsmittel vertreibt und erklärt, diese seien unter anderem gegen ADHS, Depressionen oder Autismus wirksam.

Vor Gericht wurde das Paar schuldig gesprochen. Ezekiels Vater wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, die Mutter zu drei Monaten Hausarrest.

Sie zeigten aber keinerlei Einsicht.

Auf einer eigens zu diesem zweck eingerichteten Facebook-Seite

«Prayers for Ezekiel» (Gebete für Ezekiel) erinnern sie nicht nur an den Tod ihres Sohnes. Die Stephans kämpfen mit Polemik gegen den kanadischen Richter Rodney Jerke, der die beiden wegen unterlassener Hilfe für ihr an bakterieller Hirnhautentzündung erkranktes Kind verurteilte. Über die sozialen Medien unterstellen die Eltern eine angebliche Verschwörung der Behörden gegen die Anhänger alternativer Medizin und gegen Impfungsverweigerer. Der Richter hat deshalb bei der Urteilsverkündung angeordnet, dass die Stephans auf derselben Facebook-Seite das Urteil gegen sie und die Begründung des Richters in voller Länge veröffentlichen müssen.

Dieser Schritt hat Juristen und andere Experten in Nordamerika überrascht, weil es sich hier um einen Strafprozess und nicht ein Zivilverfahren handelte, wo Täter in Verleumdungsfällen manchmal gezwungen werden, ihre falschen Behauptungen öffentlich zu widerrufen. Der Fall zeige aber, in welchem Zeitalter wir leben, sagte die Rechtsprofessorin Carissima Mathen von der Universität Ottawa. «Viele Leute beziehen ihre Informationen aus den sozialen Medien. Sie glauben, was sie dort lesen.»

Die Zeitung «National Post» sieht die Anordnung zur Publikation des Ureils auf der Facebook-Seite als «klares Zeichen, dass die Gerichte auf die zunehmende Macht der sozialen Medien reagieren und auf die Weise, wie dort Kriminelle Unterstützung und Publizität gewinnen können, die den Glauben an das Rechtssystem unterhöhlen».

Quellen:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kanada-eltern-nach-tod-ihres-kindes-verurteilt-a-1089934.html

Tages-Anzeiger, 2016-07-01

Kommentar & Ergänzung:

Das ist zwar ein extremes Beispiel, aber leider kein Einzelfall. Es ist erschütternd, wie lange diese Eltern ihren Sohn leiden liessen, im Irrglauben, das beste für ihn zu tun.

Es gibt verblendeten Extremismus nicht nur in der Politik. Auch in der Alternativmedizin sind Menschen anzutreffen, die sich komplett in ihrer eigenen Welt abgeschottet haben.

Dem liegt oft eine radikale Spaltung der Welt in Schwarz und Weiss zugrunde. Hier die heile Alternativmedizin, dort die böse „Schulmedizin“. Dann füllt es sehr schwer, im Notfall oder generell bei schweren Erkrankungen Hilfe aus dem feindlichen Lager anzunehmen.

Schwarz-Weiss-Denken aber ist immer riskant, egal ob es um Politik geht oder um unsere Gesundheit.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Vitamin C gegen Erkältungen nutzlos

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Das Magazin „focus“ gibt uns wie jeden Herbst gute Ratschläge zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen.

Da kann auch der alte Klassiker nicht fehlen:

„Rechtzeitig zur Erkältungssaison sollten Sie sich ein paar Medikamente für die Hausapotheke zulegen. Wichtig sind Vitamin-C-Tabletten.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/videos/schnell-wieder-gesund-werden-die-erkaeltungszeit-beginnt-fuenf-mittel-sollten-sie-jetzt-zuhause-haben_id_7684238.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Empfehlung von Vitamin C gegen Erkältungen geistert schon seit Jahrzehnten herum, obwohl sie schon lange widerlegt ist. Studien zeigen nur an einem sehr eingeschränkten Punkt einen gewissen Nutzen. In der Regel profitieren nur die Hersteller und Verkäufer der Vitamin-C-Präparate, und das auf ihrem Kontostand.

Die Plattform Medizin transparent hat den Wissensstand zusammengestellt.

– Die angebliche Wirksamkeit der Vitamin-C-Präparate wird durch die bisherigen Studien ins Reich der Mythen verwiesen: Die tägliche, vorbeugenden Einnahme selbst hoher Dosen kann eine Erkältung nicht verhindern, doch lässt sich damit die Krankheitsdauer geringfügig verkürzen. Der erreichbare Effekt ist jedoch nicht sehr groß. Eine Erkältung würde demnach bei Erwachsenen, die Tag für Tag über lange Zeit Vitamin C eingenommen haben, sechseinhalb statt sieben Tage dauern. Bei Kindern würde sich die Erkältung um einen ganzen Tag verkürzen, statt sieben Tage wären sie somit nur sechs krank. Für diese Wirkung mussten die Studien-Teilnehmenden die Vitaminpräparate teilweise jedoch mehrere Jahre lang regelmäßig einnehmen.

– Extremsportler scheinen eine Ausnahme zu sein. Bei dieser Gruppe könnte die vorbeugende Einnahme von Vitamin C tatsächlich vor Erkältungen schützen. Solche Effekte zeigten sich jedenfalls in einzelnen Studien an Marathonläufern oder Soldaten, die Winterübungen im Gebirge machten. Hatten Versuchspersonen zwei bis drei Wochen vor Beginn der körperlichen Extrembelastung mit der Vitamineinnahme begonnen, erkrankten sie nur halb so häufig an einer Erkältung.

– Die Kurzfristige Behandlung bei beginnender Erkältung blieb ohne Effekt. Die Empfehlung, Vitamin C in hochdosierter Form einzunehmen, sobald man die ersten Anzeichen einer Erkältung spürt, kann durch Studien jedenfalls nicht bestätigt werden. Sind Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen einmal ausgebrochen, scheint die Einnahme von Vitamin C gar keinen nachweisbaren Effekt zu haben. Die zusammengefassten Resultate bisheriger Studien geben jedenfalls keinen Hinweis darauf, dass Präparate mit Vitamin C Erkältungssymptome lindern können. Auch die Dauer der Erkrankung scheinen sie bei kurzfristiger Behandlung nicht zu verkürzen.

Tagesbedarf und Tagesdosen

Den Tagesbedarf für Vitamin C setzt die Ernährungswissenschaft bei rund 100 Miligramm an, wobei die Empfehlungen leicht schwanken. In Mitteleuropa sind die Menschen über die Ernährung mit Vitamin C in der Regel ausreichend versorgt.

In den meisten Studien zu Erkältung schluckten die teilnehmende Männer, Frauen und Kinder hohe Dosen von 1000 Miligramm Vitamin C und mehr pro Tag ein, also mindestens zehnmal so viel, wie Ernährungswissenschaftler empfehlen.

Da Vitamin C wasserlöslich ist, scheidet der Körper überschüssige Mengen über den Urin aus, so dass schwerwiegende Nebenwirkungen selbst bei hohen Dosen selten sind. Bei großen Mengen könnten als Nebenwirkungen Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit auftreten. Die Einnahme hoher Dosen über viele Jahre könnte möglicherweise die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Nierensteinen erhöhen.

Quelle: https://www.medizin-transparent.at/vitamin-c-beinahe-nutzlos-gegen-erkaltungen

Die Geschichte des synthetisierten Vitamin C ist im übrigen sehr interessant und eng mit der Geschichte des Pharmakonzerns Roche verknüpft:

„Die industrielle Herstellung von Vitamin C begann 1934 durch Roche in der Schweiz. Die Nachfrage danach blieb anfangs gering……..

In der Zeit des Nationalsozialismus (1933–45) förderten die Machthaber in Deutschland die Versorgung der Bevölkerung mit den damals gerade erst entdeckten Vitaminen sehr aktiv. Sie wollten so den „Volkskörper von innen stärken“, weil sie davon überzeugt waren, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg auch als Folge von Mangelernährung verloren hatte. In Vitamin-Aktionen wurden Kinder, Mütter, Schwerstarbeiter und Soldaten mit Vitaminen versorgt, insbesondere mit Vitamin C. Nationalsozialistische Massenorganisationen wie die Deutsche Arbeitsfront und die Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung organisierten die Produktion und Verteilung von Vitamin-C-Präparaten. Hausfrauen wurden dazu aufgerufen, Hagebutten und Sanddorn zu sammeln, aus denen Brotaufstriche und andere Vitaminpräparate für die Wehrmacht hergestellt wurden. Noch 1944 bestellte die Wehrmacht 200 Tonnen Vitamin C, unter anderem bei Roche.“

Quelle: Wikipedia

Dem Vitamin C kam insbesondere im Nationalsozialismus eine zentrale Funktion bei der Leistungssteigerung und bevölkerungspolitischen Regulierung des „Volkskörpers“ zu.

Für Roche war das ein Glücksfall:

„Noch 1936 berichteten Roche-Mitarbeiter, dass die Spezialisten unter den Ärzten die Vitamin-Therapie schlicht ablehnten, 80 Prozent würden über den ‚Vitamin-Fimmel’ sogar lachen. In einem firmeninternen Schreiben hieß es damals, dass zunächst ‚überhaupt erst das Bedürfnis’ nach Vitaminen geschaffen werden müsse. Regelmäßig werde Vitamin C nur eingenommen, ‚wenn etwas Hokuspokus gemacht’ werde. Zum Glück für Roche waren in Deutschland die Nazis an der Macht – die auf genau diesen Hokuspokus abfuhren.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/nationalsozialismus-vitaminschub-fuer-den-volkskoerper-a-809998.html

Vitamin C wirkt gut gegen die Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut – aber das ist kein Geschäft!

Der Historiker Beat Bächli geht in seinem Buch „Vitamin C für alle!“ der Frage nach, wie Vitamin C schon in den 30er-Jahren zu einer regelrechten „Volksdroge“ wurde, wie es der Roche-Propaganda gelang, den Grenzbereich zwischen Krankheit und Gesundheit mit ihrem Vitaminprodukt zu besetzen und eine neue Medizinische Indikation zu schaffen, die C-Hypovitaminose.

Quelle: http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-12646

Es gibt natürlich auch sehr viele gute natürliche Vitamin-C-Quelle wie Sanddorn (450mg Vitamin C pro 100g Sanddornbeeren) und Schwarze Johannisbeere (177mg Vitamin C pro 100g Schwarze Johannisbeeren, Cassis). Überragend im Gehalt ist aber die Hagebutte mit 1250mg Vitamin C pro 100g Hagebutten.

Siehe:

Die Zehn Früchte mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Inhaltsstoff Spermidin aus Weizenkeimen gegen Demenz?

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Der Inhaltsstoff Spermidin aus Weizenkeimen verbessert in einer Pilotstudie deutscher Neurologen das Gedächtnis von Senioren und kann so möglicherweise einer Demenzerkrankung vorbeugen.

Spermidin fördert die zelluläre Müllabfuhr und gaukelt den Zellen zudem ein Fasten vor – beides wirkt günstig auf die Gesundheit von Gehirnzellen. Die positiven Wirkungen des Spermidins sollen nun in einer weitern, längeren Studie überprüft werden.

Im menschlichen Organismus spielt Spermidin eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung von Zellprozessen und aktiviert insbesondere die Beseitigung von zellulärem Abfall mittels Autophagie.

Weil sich bei der Alzheimer-Demenz solcher „Müll“ in Form fehlgefalteter Proteine in den Hirnzellen sammelt, vermuten Wissenschaftler schon länger, dass die zelluläre Müllabfuhr dem entgegenwirken könnte.

In Tierversuchen verlängerte Spermidin die Lebensdauer von Würmern und Insekten und stoppte den altersbedingten Gedächtnisverlust bei Fruchtfliegen.

In ihrer Pilotstudie untersuchten die Forscher, wie sich aus Weizenkeimen gewonnenes und in Kapseln verabreichtes Spermidin auf Lernen und Gedächtnis von Probanden auswirkte. Das Resultat: „Wir konnten zeigen, dass sich Gedächtnisleistungen bereits nach dreimonatiger Einnahme tendenziell verbessern, bei sehr guter Verträglichkeit der Kapseln.“

Nun soll eine größere Studie diese Resultate überprüfen und vertiefen. Dabei untersuchen die Wissenschaftler die Wirkung einer zwölfmonatigen Gabe von natürlichem Spermidin aus Weizenkeimen auf Lernen und Gedächtnis sowie auf die Struktur des Gehirns. An dieser „Smart Age“-Studie beteiligen sich ältere, noch gesunde Personen, deren Gedächtnis sich nach eigener Einschätzung verschlechtert hat.

Zwar lässt sich eine Demenz nicht einfach durch Nahrungsergänzungsmittel wegessen oder eine vorbeugende Pille dagegen schlucken. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen nie eine ausgewogene Ernährung. Eine gesunde Ernährung kann jedoch zur Prävention beitragen.

So wirkt es sich günstig aus, viel Obst, Gemüse und ungesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen und beim Zucker zu sparen. Und es spielt eine Rolle, wie viel man isst: In Studien führte eine Kalorieneinschränkung, insbesondere der Reiz des Fastens, zu besseren Gedächtnisleistungen.

Damit lässt sich möglicherweise die Wirkung des Spermidins erklären, denn dieses zählt zu den sogenannten Kalorienreduktions-Mimetika. Dabei handelt es sich um Substanzen, die Effekte des Fastens immitieren. Der Organismus produziert diese Substanzen beim Abnehmen, man kann sie jedoch auch mit der Nahrung aufnehmen. Auch einige weitere Vertreter dieser Kalorienreduktiions-Mimetika könnten möglicherweise vorbeugend gegen Demenz wirken, darunter eine Substanz aus Grüntee (Epigallocatechingallat, EGCG) und das in roten Trauben enthaltene Resveratrol.

Für Resveratrol konnten positive Effekte auf die Gedächtnisleistung und auf die Durchblutung des Gehirns nachgewiesen werden berichtet.

Sehr viel eindeutiger und einfacher sind jedoch Präventions-Maßnahmen, die jeder Mensch in seinem Alltag berücksichtigen kann: Ausreichend Bewegung, ein aktives soziales Leben und die Vermeidung von Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht können helfen, das Risiko für eine Demenz zu reduzieren.

Quelle:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21916-2017-09-21.html

Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V., 21.09.2017 – NPO)

Kommentar & Ergänzung:

Ein sicheres, unschädliches Mittel zur Vorbeugung von Demenz – wer möchte das nicht haben?

Diese Forschungen zum Weizenkeim-Inhaltsstoff Spermidin sind interessant, doch bleibt festzuhalten, dass Laborexperimente und eine kleine Pilotstudie noch keine Wirksamkeit beim Menschen belegen können. Das gilt auch für EGCG aus Grüntee und Resveratrol aus den roten Trauben.

In der Phytotherapie wird Ginkgo-Extrakt eingesetzt zur Verbesserung von Gehirnfunktionen und Gedächtnisleistung. Eine ganze Reihe von Untersuchungen deutet auf solche Wirkungen hin. Eine vorbeugende Wirkung gegen Demenz konnte bisher nicht belegt werden, günstige Effekte im Frühstadium von Demenz aber schon.

„Besonderes bei milden Demenzformen werden das Lernvermögen sowie die Gedächstnisleistung verbessert……..Bei Alzheimer-Patienten wurde für eine Tagesdosis von 240mg Extrakt ein positiver Einfluss auf den Parameter ‚Aktivitäten des täglichen Lebens’ nachgewiesen. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf einen Nutzen bei der Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit und hinsichtlich des klinischen Gesamteindrucks.“

(Quelle: Biogene Arzneimittel)

„Die Wirksamkeit ist in Einzelstudien und Metaanalysen für die symptomatische Behandlung von Alzheimer und vaskulärer Demenz belegt.“

(Quelle: Teedrogen und Phytopharmaka)

Der Beitrag im Fachmagazin „scinexx“ weißt aber sehr zurecht darau hin, dass die wichtigsten Massnahmen zur Vorbeugung von Demenz (soweit das möglich ist), im nichtmedikamentösen Bereich liegen:

„Ausreichend Bewegung, ein aktives soziales Leben und die Vermeidung von Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht können helfen, das Risiko für eine Demenz zu reduzieren.“

 

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Koffein während der Schwangerschaft?

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Studienresultate halten einen Verzehr von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft als unbedenklich.

Vom Konsum von Energydrinks während der Schwangerschaft wird aber abgeraten.

Während der Schwangerschaft komplett auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten ist unnötig.

Bis zu drei Tassen Kaffee täglich gelten als unbedenklich, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben.

So zeigten Studienresultate beim Konsum von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf Gestationsdauer und Geburtsgewicht. Im Sinne eines präventiven Gesundheitsschutzes wird allerdings vorsorglich von hohen Koffeinmengen abgeraten. Deshalb sollten Schwangere auf Energydrinks verzichten, die hohe Koffeinmengen pro Portion enthalten.

Quelle:

https://www.bzfe.de/inhalt/koffein-in-der-schwangerschaft-30742.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Gemäss European Food Safety Authority (EFSA) gilt für schwangere und stillende Frauen, dass eine über den gesamten Tag verteilte Koffein-Aufnahme aus allen Quellen von bis zu 200 mg pro Tag für den Fötus unbedenklich ist.

(Quelle: Wikipedia)

Eine Tasse Kaffee (150 ml) enthält etwa 30 bis 100 mg Koffein, eine Tasse Schwarztee je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg. Das im Tee vorkommende Koffein wurde früher Thein (von französisch thé) genannt, ist chemisch jedoch exakt der gleiche Stoff wie im Kaffee. Energy-Drinks wie „Red Bull“ enthalten ca. 80 mg Koffein pro Dose.

(Quelle: http://www.chemie.de/lexikon/Koffein.html).

Fundierte Angaben finden sich im Standardwerk „Biogene Arzneimittel“:

„Bei einem durchschnittlichen Coffeingehalt von 60 – 100mg /Tasse (150ml)kann der Genuss von bis zu fünf Tassen Kaffee durch einen Erwachsenen als toxikologisch unbedenklich angesehen werden. Vorsicht ist geboten bei Personen mit labilem Herz-Kreislauf-System, Nierenkrankheiten, Magengeschwüren, Überfunktion der Schilddrüse, erhöhter Krampfbereitschaft oder bestimmten psychischen Störungen (panische Angstzustände). Schwangere sollten möglichst auf den Kaffeekonsum verzichten, zumindest aber eine Dosis von 300 mg /d nicht überschreiten (3 Tassen Kaffee, 9 Tassen Tee oder 7 kleine Gläser Colagetränk). Säuglinge, deren stillende Mütter viel Kaffee trinken, können Schlafstörungen zeigen.“

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Probiotika: Ist Kefir gesund?

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Kefir soll lebensverlängernd wirken und im Darm krankmachende Mikroorganismen unterdrücken. Ein Beitrag auf sience.orf.at geht der Frage nach, was an diesen Versprechungen dran ist.

Doch zuerst: Was ist Kefir überhaupt?

Wikipedia schreibt dazu:

„Kefir……ist ein dickflüssiges, kohlensäure- und leicht alkoholhaltiges Milchgetränk, das ursprünglich aus Russlands Nordkaukasus-Region stammt. Ähnlich wie Sauerteig entsteht Kefir durch einen Gärungsprozess, typischerweise durch Milchsäurebakterien wie Lactococcus lactis und Lactobacillus acidophilus, Hefen wie Candida utilis, Kluyveromyces marxianus (alias Candida kefyr) und Kluyveromyces lactis, und wenig Essigsäurebakterien. Daneben gibt es noch den Wasserkefir, der auf der Vergärung von Zucker in wässriger Lösung basiert.“

Aufgrund dieser mikrobiellen Zusammensetzung kann Kefir zu den Probiotika gerechnet werden. Probiotika enthalten lebensfähige Mikroorganismen, sollen die Darmflora günstig beeinflussen und zum Teil auch das Immunsystem.

Eine erste wichtige Frage ist in diesem Zusammenhang, ob die probiotischen Mikroorganismen die Magensäure überstehen und sich im Darm etablieren können. Das gelingt nämlich nicht allen.

Der Mikrobiologe Paul Cotter vom University College in Cork konnte aber zeigen, dass die Mikroorganismen des Kefirs das schaffen.

Probanden einer kleinen Studie tranken dabei einen Monat lang täglich einen Becher Kefir Dabei gelangten die Kefir-Mikroben in den Darm und konnten dort die Zusammensetzung der Darmflora bis zu einem gewissen Grad verändern.

Ob diese Veränderungen in der Darmflora gesundheitsfördernd waren, wurde allerdings nicht untersucht, und davon kann auch nicht automatisch ausgegangen werden. Zwar waren in dem verwendeten Kefir-Getränk mit Lactobacillus kefiranofaciens und Lactobacillus kimchi unter anderem Bakterien vom Stamm der Laktobazillen enthalten – das sind Milchsäurebakterien, denen allgemein eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Allerdings wirken die verschiedenen Laktobacillus-Unterarten nicht alle gleich, unterstreicht Cotter. Für einige Unterarten konnte bislang noch gar keine Wirkung nachgewiesen werden. Dem Mikrobiologen ist es wichtig, dass die Menschen wissen, dass die gesundheitsfördernde Wirkung im Detail sehr vom einzelnen Stamm abhängt.

Zur Frage, ob Kefir-Mikroorganismen die Gesundheit fördern, gibt es noch allgemein Forschungslücken. Kefir sei viel zu wenig untersucht, um zu sagen, ob er etwas bewirken kann oder nicht, sagt Bernd Kerschner von Medizin Transparent, einer Plattform der Universität Krems, die Studien hinsichtlich ihrer Aussagekraft untersucht.

Im Labor konnte zwar gezeigt werden, dass Kefir verschiedene krankmachende Mikroorganismen wie zum Beispiel Listerien unterdrücken kann. Was im Reagenzglas funktioniert, sagt aber noch kaum etwas aus betreffend Wirksamkeit beim Menschen.

Quelle:

http://science.orf.at/stories/2865357/

https://de.wikipedia.org/wiki/Kefir

 

Kommentar & Ergänzung:

Wieder einmal mehr offene Fragen als sichere Antworten. Das ist ja in vielen Bereichen so und heutzutage eine grosse Herausforderung. Wir müssen als Individuen und als Gesellschaften lernen, mit offenen Fragen und Widersprüchen umzugehen. Sich festkrallen an vorschnellen Antworten, grossartigen Versprechungen und absoluten Behauptungen ist jedenfalls keine empfehlenswerte Lösung.

Beim Thema Kefir lohnt sich noch ein Blick auf den Ursprung des Mythos.

Die verbreiteten Aussagen über angeblich lebensverlängernde Wirkungen von Kefir gehen auf eine Schrift des russischen Bakteriologen und Nobelpreisträgers Ilja Iljitsch Metschnikow aus dem Jahre 1908 zurück. Metschnikow hatte darin einen Zusammenhang zwischen dem relativ hohen Lebensalter von Rumänen und Bulgaren und deren regelmäßigen Verzehr von saurer Milch hergestellt.

Aus solchen epidemiologischen Beobachtungen lassen sich aber nie eindeutige Zusammenhänge ableiten. Die angeführten langlebigen Bulgaren und Rumänen werden sich mit grosser Wahrscheinlichkeit auch in vielen anderen Punkten von weniger langlebigen Bevölkerungsgruppen unterscheiden. Für die Langlebigkeit wird es daher eine ganze Reihe von möglichen Erklärungen geben.

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Grüntee vorbeugend gegen Krebs?

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Hier ein “Fundstück” zur oft diskutierten Frage, ob Grüntee vorbeugend gegen Krebs wirksam ist:

“Die Polyphenole, die besonders im Grünen Tee reichlich enthalten sind, haben antimutagene und antioxidative Wirkung und hemmen im Tierversuch die Entstehung und das Wachstum von Tumoren. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass auch beim Menschen das Risiko, an Tumoren zu erkranken, durch regelmässigen Teegenuss verringert wird, allerdings in für einen Mitteleuropaer ungewöhnlich hohen Dosen (10 Tassen/Tag und mehr). Kritiker weisen darauf hin, dass die scheinbaren Wirkungen des Teegenusses auf die Häufigkeit des Auftretens von Tumoren möglicherweise auch auf die unterschiedlichen Essgewohnheiten von Teetrinkern und Menschen, die keinen Tee trinken, zurückzuführen sind.”

Dieses Zitat stammt aus dem Fachbuch “Biogene Arzneimittel” von Teuscher, Melzig und Lindequist.

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2012.

Details zu diesem Buch und eine Bestellmöglichkeit finden Sie im Buchshop. Es handelt sich um ein Fachbuch, das sich fundiert mit der Wirkstoffkunde befasst, die der Phytotherapie zugrunde liegt.

 

Kommentar & Ergänzung:

Das wichtigste der Polyphenole, die für die Wirkung von Grüntee verantwortlich gemacht werden, heisst Epigallocatechingallat (EGCG).

Siehe dazu:

Grüntee-Inhaltsstoff EGCG als Therapieoption gegen Krebs erforscht

 

Experimente im Reagenzglas und Tierversuche können allerdings niemals die Wirksamkeit bei krebskranken Menschen belegen. Auch epidemiologische Studien verschaffen keine Gewissheit. Sie vergleichen Bevölkerungsgruppen. Dabei lässt sich zeigen, dass in den Gruppen mit hohem Grüntee-Konsum weniger Tumorerkrankungen auftreten als in Gruppen mit tiefem oder fehlendem Grüntee-Konsum.

Aber – das Zitat weist darauf hin, ein relevanter Unterschied zeigt sich bei sehr hohen Dosen von etwa 10 Tassen pro Tag. Ausserdem ist bei epidemiologischen Studien nie auszuschliessen, dass für die Unterschiede andere, noch unbekannte Faktoren verantwortliche sind. Grüntee-Trinker unterscheiden sich möglicherweise an mehreren entscheidenden Punkten von Nicht-Grüntee-Trinkern (Lebensstil, Ernährungsweise).

Es spricht viel dafür, dass Grüntee gesund ist und wer ihn gerne trinkt, kann das auch gerne weiter tun. Allerdings werden oft Gesundheitsversprechungen mit dem Grüntee-Konsum verbunden, die sich so nicht belegen lassen. Ein Wundermittel zum Beispiel gegen Krebs ist leider auch der Grüntee nicht.

 

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Kult des Positiven Denkens

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Als Schüler haben mich die Bücher des New Yorker Pastors Norman Vincent Peale zur „Kraft des Positiven Denkens“ sehr angesprochen. Erst viel später habe ich realisiert, wie verlogen dieses zwangshafte „Positive Thinking“ ist und wie ungesund.

Im Portal „Geschichte der Gegenwart“ gibt die Historikerin Brigitta Bernet einen interessanten Einblick in die Geschichte dieser Bewegung. Wie stark Peale auch eine politische Mission verfolgte und mit seinen Schriften rechtskonservative Normen verbreitete, war mir bisher nicht klar.

Bernet schreibt, dass Peales politische Mission ihn zum Freund von Richard Nixon und Ronald Reagan machte, aber auch von Bill Clinton und Donald Trump. Trump, habe als Kind mit seiner Familie regelmässig an den Gottesdiensten von Peale teilgenommen und sich 1978 (mit seiner ersten Frau Ivana) von diesem trauen lassen. Er habe seine Prägung durch Peale stets hervorgehoben und sich auch jüngst wieder als „firm believer in the power of being positive“ bezeichnet.

Bernet verweisst auf Carl Cederström, der im Guardian schrieb, dass Trumps Begriff von Wahrheit und alternativen Fakten direkt auf Peales Glaube an die Macht des positiven Denkens zurückzuführen sei. Dieses Denken laufe darauf hinaus, sich eine eigene Wirklichkeit zu konstruieren, über die man die vollständige Verfügungsgewalt hat. Bei Trump sei das absichtliche Ausblenden der äusseren Umstände zur politischen Kerntugend geworden. Daran knüpfe eine Moral an, die von den Einzelnen verlangt, die Verantwortung für ihr Handeln auch dort zu übernehmen, wo die Rahmenbedingungen längst zu ihren Ungunsten festgelegt sind.

Bernet geht aber auch auf den Boom des „Positiven Denkens“ in Managment- und Motivationskursen ein:

„Der gegenwärtige Kult des positiven Denkens mag Vorgesetzten und Arbeitgebern entgegenkommen, denen vorgetäuschter Frohsinn lieber ist als Klagen und Kritik. Für die Betroffenen aber ist er alles andere als leicht. Anstatt die Menschen ernst zu nehmen und ihnen zu einer realistischen Sicht zu verhelfen, übt die Glückspsychologie das Schönreden des Status quo ein. Ihre Techniken zielen darauf, Gefühle wie Angst und Auflehnung zu verleugnen und hinter einer kosmetischen Schicht von Munterkeit zu verbergen.“

Bernet verweisst auch auf den dänischen Psychologen Svend Brinkmann, der in seinem Anti-Ratgeber Stand Firm. Resisting the Self-Improvement Craze von 2017 betonte, dass der aktuelle Kult des Optimismus für viele Menschen zu einer Belastung geworden ist. Wer Unsicherheit, Angst oder Enttäuschung zeige, stehe im positiven Unternehmen schnell einmal als Losertyp da, von dem sich auch KollegInnen fernhalten, um nicht in den Strudel der „Abwärtsspirale“ zu geraten.

Die Folgen der neuen Happiness-Kultur seien nicht nur Egozentrik und Verblödung, sondern auch ein Verlust an Empathie, Toleranz und Solidarität:

„Die Gefahren des Self-Made-Man wie auch der Self-Made-Nation liegen darin, dass durch die positive Selbstmanipulation der Sinn für die Realität verloren geht. Denn offensichtlich ist die neue Glückspsychologie kein Mittel, das auf die Erhöhung des allgemeinen Wohlstands oder des individuellen Glücks zielt. Viel eher ist sie ein Schmiermittel für den Umbau der Subjekte nach Massgabe der globalen Marktwirtschaft und eine Ideologie, die soziale Ungleichheiten zu legitimieren und zu verschleiern hilft.“

Quelle:

http://geschichtedergegenwart.ch/smile-or-die-der-kreuzzug-des-gluecks-gegen-die-vernunft/

Kommentar & Ergänzung:

Der „Kult des Positiven Denkens“ kann auch im Bereich von Gesundheit und Krankheit zu ausgesprochen fragwürdigen Auswüchsen führen.

Dann heisst es zum Beispiel: Wer gesund werden will, wird gesund – und wer krank bleibt, will nicht wirklich gesundwerden.

Die Vorstellung, Gesundheit könne zu 100% beeinflusst werden, wenn man nur genug stark wolle, ist eine Allmachtsphantasie. Damit werden oft Ohnmachtsgefühle vermieden, die mit Krankheiten verbunden sein können. Konstruktiver wäre es, mit Ohnmachtsgefühlen umgehen zu lernen. Dazu gehört auch zwischenmenschliche Solidarität.

Besonders abstosssend wird es, wenn chronisch kranken Menschen unterstellt wird, dass sie einfach nicht gesund werden wollen. Das ist nur noch pure Arroganz.

Wer derart radikal ausblendet, dass wir Menschen unsere Gesundheit niemals vollständig in der eigenen Hand haben können, kann sich auch sehr einfach von jeglicher zwischenmenschlichen Solidarität absetzen. Wer krank ist, ist dann selber schuld.

Wir sind nicht ohne Einfluss auf unsere Gesundheit und stehen in dieser Hinsicht auch in einer Verantwortung. Dieser Einfluss und diese Verantwortung sind aber limitiert. Sie sind nicht immer vorhanden und nicht an jedem Punkt. Krankheit kann jeden Menschen treffen, zufällig, schicksalshaft, oder wie auch immer man das benennen will.

Nur wenn wir akzeptieren, dass Krankheit jeden und jede treffen kann, entsteht ein solider Boden für zwischenmenschliche Solidarität. Denn wenn ich mir einrede, dass ein Kranker gar nicht gesund werden will und folglich an seinem Zustand selber schuld ist, dann kann ich mir auch einreden, dass wir uns als Gesellschaft nicht an entstehenden Pflegekosten zu beteiligen brauchen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Teufelskrallen-Gel in der Migros – Wirksamkeit mehr als fragwürdig

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Der Grossverteiler Migros expandiert stark im Bereich Gesundheit & Arzneimittel, worüber man geteilter Meinung sein kann. Die verkauften Präparate sollten aber mindestens einigermassen seriös sein.

Kürzlich stiess ich im Migros-Sortiment erneut auf einen Teufelskrallen-Gel.

Teufelskrallenwurzel wird in der Phytotherapie eingesetzt zur Schmerzlinderung bei Osteoarthritis und Rückenschmerzen. Für die Wirksamkeit sprechen mehrer Studien, deren Aussagekraft allerdings wegen geringer Qualität und kleinen Probandenzahlen eingeschränkt ist. Untersucht wurde dabei ausschliesslich Teufelskrallenextrakt zur innerlichen Anwendung.

Wenn nun die Migros einen Teufelskrallen-Gel verkauft, bleibt die Frage vollkomen offen, ob eine Wirksamkeit auch über die Haut zu erwarten ist.

Als Hauptwirkstoffe gelten Iridoidglykoside (vor allem Harpagosid). Dass sie über die Haut aufgenommen werden und eine Wirksamkeit entfalten ist meines Erachtens ausserordentlich unwahrscheinlich und wird durch keine Studien oder andere Belege gestützt.

Die Migros profitiert mit ihrem Teufelskrallen-Gel einfach vom Ruf, welchen die Pflanze von ihrer innerlichen Anwendung her hat. Marketingmässig ist das geschickt, seriös aber wohl nicht. Im übrigen verkaufen auch Apotheken und Drogerien Teufelskrallen-Gel, was noch fragwürdiger ist, weil man von diesen Fachgeschäften eine fundierte Beratung erwarten würde.

Offenbar spielt es keine Rolle, ob die Präparate auch wirksam sind. Wirksamkeit scheint jedenfalls keine relevante Frage zu sein – weder für die Migros noch für viele Apotheken und Drogerien. Hauptsache der Verkauf läuft….

Konsumentinnen und Konsumenten müssen sich selber schlau machen, wenn sie nicht abgezockt werden wollen.

Die Arzneipflanze Teufelskralle ( Harpagophytum procumbens) stammt übrigens aus den Sandfeldern der Savannen im südlichen Afrika (Namibia, Südafrika, Botswana). Sie hat botanisch und bezüglich der Wirksamkeit nichts zu tun mit den Teufelskrallen der einheimischen Pflanzenwelt. Unsere Teufelskrallen, die auch als Rapunzeln bezeichnet werden, gehören zur Gattung Phyteuma aus der Pflanzenfamilie der Glockenblumengewächse (Campanulaceen).

Die afrikanische Teufelskralle Harpagophytum procumbens gehört dagegen zu den Sesamgewächsen (Pedaliaceae).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Mehr Zusammenarbeit zwischen Schulmedizin und Alternativer Medizin – was heisst das genau?

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In einer Diskussion in den Kommentarspalten der Seite „DocCheck“ bin ich auf folgendes Statement gestossen:

„Ich finde es sehr schade und traurig und auch arm, dass man nicht beide Ansätze (Schulmedizin und Alternative Medizin) nebeneinander stehen lassen kann und dass diese nicht endlich mal zusammenarbeiten können zum Wohle des Patienten. Jedes hat was Gutes und auch was negatives – nehmen wir doch von beiden Ansätzen das Gute! :-)“

Quelle:

http://news.doccheck.com/de/blog/post/6569-als-globuli-gegner-wird-man-nicht-reich/

Kommentar & Ergänzung:

Im ersten Moment hat mich dieses Statement angesprochen. Sympathisch, oder nicht? Kurz danach hat es mich aber eher irritiert und ich habe mich gefragt, was diese Sätze eigentlich aussagen.

Mehr Zusammenarbeit zwischen Schulmedizin und Alternativer Medizin zum Wohle des Patienten – das ist auf den ersten Blick eine nachvollziehbare Forderung. „Zusammenarbeit“ und „Wohl des Patienten“ – wer könnte da schon ernsthaft etwas dagegen einwenden.

Schaut man genauer hin, stellen sich allerdings eine ganze Reihe von Fragen.

Das fängt schon damit an, dass der Begriff „Schulmedizin“ ausgesprochen problematisch ist.

Siehe dazu:

Schulmedizin – ein fragwürdiger Ausdruck

Mit dem Ausdruck „Alternative Medizin“ steht es aber auch nicht besser. Wer möchte nicht Alternativen haben, vor allem, wenn es um die eigene Gesundheit geht.

Aber was ist denn genau gemeint mit „Alternativer Medizin“?

Darunter kann man sich alles und jedes vorstellen. Da es hier keinerlei Einschränkungen gibt, kann jede Methode und jedes Präparat, das Heilung verspricht und nicht der „Schulmedizin“ entstammt, als „Alternative Medizin“ etikettiert werden.

Pauschal eine Zusammenarbeit zwischen „Schulmedizin“ und „Alternativer Medizin“ zu fordern, läuft daher ziemlich ins Leere.

Der Begriff „Alternative Medizin“ ist eine inhaltslose Worthülse. Reden wir doch stattdessen von konkreten Methoden. Nur dann lässt sich fundiert darüber diskutieren, ob eine bestimmte Methode für die geforderte Zusammenarbeit geeignet ist oder nicht.

Zu klären wäre dann aber ausserdem noch, was mit „zusammenarbeiten“ genau gemeint ist. Auch „zusammenarbeiten“ tönt ja immer gut und erstrebenswert.

Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen soll, müsste auf den Tisch gelegt und diskutiert werden. Während es ganz einfach ist, pauschal und vage Zusammenarbeit zu fordern, zeigen sich die Tücken erst im Detail. Ein Widerspruch taucht bereits im erwähnten Kommentar auf, wenn gleichzeitig gefordert wird, dass die beiden Ansätze „Schulmedizin“ und „Alternative Medizin“ nebeneinander stehen gelassen werden sollten. Neben einander stehen lassen – das ist jedoch weit entfernt von Zusammenarbeiten.

.Auch wenn von „Schulmedizin“ und „Alternativer Medizin“ gesagt wird, jedes habe „was Gutes und auch was Negatives“, und man solle doch von beiden Ansätzen das Gute nehmen, dann ist das für sich genommen nur ein wohlfeiler Spruch.

Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir genau benennen, was wir jeweils als das Gute und das Negative betrachten auf beiden Seiten. Nur auf der Basis konkreter Aussagen kann eine produktive Diskussions- und Kritikkultur entwickelt werden. Hier hat die „Alternative Medizin“ allerdings noch viel zu lernen. Aus dieser „Szene“ ist viel pauschale Diffamierung der Medizin zu hören, während präzise Kritik auf der Basis von Argumenten kaum vorkommt. Präzise Kritik an Missständen in der Medizin ist durchaus nötig. Sie muss allfällige Missstände aber genau benennen (wer, was, wo, wie, wann?) und nicht einfach pauschale Feindbilder kultivieren.

Zudem fehlt der „Alternativen Medizin“ weitgehend die präzise Kritik im eigenen Lager, die genauso nötig wäre.

Siehe dazu:

Naturheilkunde braucht kritische Auseinandersetzung

Naturheilkunde  kritische Fragen unerwünscht?

Mehr Kontroverse in Komplementärmedizin / Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde

Auch die Forderung nach Zusammenarbeit zum „Wohl des Patienten“ klingt gut, sagt aber noch kaum etwas aus. Was ist gemeint mit dem „Wohl des Patienten“?

Umfasst das „Wohl des Patienten“ mehr als „Gesundheit“? Schon der Begriff „Gesundheit“ ist komplex und alles andere als einfach zu erfassen. Und das „Wohl des Patienten“? Ist damit gemeint, dass alle Bedürfnisse des Patienten erfüllt werden? Können und sollen „Schulmedizin“ und „Alternative Medizin“ das zusammen leisten?

Meiner Ansicht nach bringen uns wohlklingende, aber vage bis inhaltsleere Begriffe nicht weiter. Solchen Reden fehlt der Realitätsbezug. Die Arbeit, Begriffe zu klären so gut es geht und nach präziser Ausdrucksweise zu streben, lohnt sich auf jeden Fall.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Bern: Cannabis bald legal aus der Apotheke

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Bis zu 500 Kiffer in Bern sollen Cannabis bald ganz legal in der Apotheke erwerben können. Der Start des zunächst auf drei Jahre begrenzten Modellversuchs steht laut einem Bericht der SonntagsZeitung nun kurz bevor. Bewährt sich die kontrollierte Abgabe, könnte der Weg für eine Legalisierung von Verkauf und Konsum in der Schweiz frei werden.

Die Vorbereitungen für diese Studie laufen schon seit über einem Jahr. Verantwortlich dafür sind Wissenschaftler des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) und des klinischen Studienzentrums (CTU) der Universität Bern. Im März erteilte die Ethikkommission des Kantons grünes Licht und mit der Zustimmung des Bundesamts für Gesundheit wird bald gerechnet.

An der Studie können nur Kiffer ab 18 Jahren teilnehmen, die keine psychoaktiven Medikamente einnehmen und nicht in psychiatrischer Therapie sind. Sie müssen mit einer Haarprobe belegen, dass sie regelmäßig Cannabis konsumieren, einen Fragebogen ausfüllen und eine Schulung besuchen.

Der Modellversuch wird von Medizinern begleitet, die bei problematischem Konsum die Notbremse ziehen sollen.

Nach der Zulassung sollen die Studienteilnehmer in ausgewählten Berner Apotheken Cannabis mit einem THC-Gehalt von voraussichtlich 12 Prozent beziehen können. Pro Besuch sind 8 Gramm geststtet, maximal darf ein Konsument 24 Gramm im Monat erwerben.

Die Preise sollen laufend angepasst werden, damit der Stoff nicht zu höheren Preisen auf dem Schwarzmarkt landet. Der Konsum des Cannabis ist nur in privaten vier Wänden gestattet.

Die für den Modellversuch benötigten 600 Kilogramm Cannabis sollen in Bauernbetrieben oder Gärtnereien des Kantons Bern produziert werden.

Mit dem Experiment wollen die Forscher herausfinden, ob Konsumenten nach einer möglichen Freigabe mehr oder weniger Cannabis konsumieren, ob sie häufiger straffällig werden, weil sie den Verkehr gefährden oder wie sich ihre Einstellung zu Drogen verändert. Die Wissenschaftler gehen von keinen nennenswerten Folgen für Konsumenten und Gesellschaft aus. Stimmt diese Annahme, lässt sich nach Ansicht der Forscher die Kriminalisierung von Cannabisverkauf, Cannabisbesitz und Cannabiskonsum kaum mehr rechtfertigen.

Quelle:

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/internationales/nachricht-detail-internationales/bern-cannabis-legal-apotheker-schweiz/

 

Kommentar & Ergänzung:

Interessantes Experiment. Allerdings wäre es stossend, wenn Kiffern der legale Bezug von Cannabis ermöglicht würde, während er Patienten, die Cannabis zu medizinischen Zwecken brauchen, verwehrt bleibt.

Cannabis kann in manchen Situationen die Lebensqualität von Patienten entscheidend verbessern, zum Beispiel bei Spastik und Schmerzen, aber auch bei Übelkeit und Appetitlosigkeit als Begleiterscheinung einer Krebstherapie.

Siehe dazu auch:

Cannabis-Medikamente bereichern Schmerztherapie und Palliativmedizin / Palliative Care

Welche Bedeutung hat Cannabis für die Medizin?

Cannabis-Wirkstoffe: Neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

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