Artikel mit Schlagwort ‘gegen’
Montag, Mai 7th, 2012
Im Phyto-Forum der Aerztezeitung wurde die Frage aufgeworfen, wie ist es um die Wirksamkeit von Allium sativum (Knoblauch) bei viralen und bakteriellen Infekten bestellt ist.
Professor Jürgen Reichling gab dazu folgende Antwort:
„Zubereitungen aus der Knoblauchzwiebel (Allii sativi bulbus) werden adjuvant bei Erhöhung der Blutfettwerte und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen angewendet. Verschiedentlich werden Zubereitungen aus der Droge auch zur Behandlung von Infektionen und Entzündungen des oberen Respirationstraktes empfohlen.
Diese Empfehlung stützt sich auf die Tatsache, dass Lauchöle in vitro sowohl gegen Gram-positive und Gram-negative Bakterien als auch gegen Candida-Arten (Hefepilze) und Influenzaviren wirksam sind. In Tierexperimenten am Meerschweinchen hemmten sie zudem das Wachstum verschiedener Hautpilze.“
„Droge“ meint hier „Heilpflanze“, also Knoblauch, nicht wie im heutigen Sprachgebrauch „Rauschmittel“.
Die Wirkung von Knoblauch gegen verschiedene Bakterien, Hautpilze und Viren ist verhältnismässig gut untersucht. Allerdings stellt sich bei diesen Experimenten in-vitro (= im Labor, im Reagenzglas) immer die Frage, ob und in wie weit sich solche Resultate auf Erkrankungssituationen beim Menschen übertragen lassen.
Bei lokalen Wirkungen auf der Haut beispielsweise ist eine solche Wirkung plausibel, ob sie aber auch systemisch nach Aufnahme in den Organismus aus dem Verdauungstrakt zu erwarten ist, bleibt oft fraglich. Prof. Reichling erwähnt in dieser Hinsicht folgende Studie:
„Laut einer Studie in England soll es bei einer täglichen Einnahme von 1 Knoblauchkapsel über einen Zeitraum von 4 Monaten zu weniger Erkältungskrankheiten im Vergleich zur Placebogruppe gekommen sein (24 versus 65 Prozent).“
Leider fehlen hier genauere Angaben zu dieser Studie, wodurch ihre Aussagekraft nicht beurteilt werden kann. Falls Knoblauchkapseln nämlich tatsächlich eine vorbeugende Wirkung gegen Erkältungskrankheiten haben sollten, wäre das sehr bemerkenswert.
Einen entsprechenden Ruf als Schutzmittel gegen Infektionen hat Knoblauch in der traditionellen Pflanzenheilkunde schon lange.
Quelle der Zitate:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/phytotherapie/article/811558/knoblauch-ingwer-infektionen.html?sh=8&h=-1673844218
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Allii sativi bulbus, Allium, Allium sativum, bakterielle Infekte, Bakterien, Behandlung, Blutfett, Blutfettwerte, Candida, Candida-Arten, Droge, England, Entzündungen, Erkältungskrankheiten, Gefässveränderungen, gegen, Gesundheitsberufe, Gram-negativ, Gram-positiv, Haut, Hautpilze, hefepilze, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, In-vitro, Infekte, Infektionen, Influenzaviren, Jürgen Reichling, Klinik, Knoblauch, Knoblauchkapsel, Knoblauchkapseln, Knoblauchzwiebel, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Labor, Lauchöl, Lauchöle, Meerschweinchen, Naturheilkunde, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Rauschmittel, Reagenzglas, Respirationstrakt, Schmerzen, Schutzmittel, Schweiz, Spital, Spitex, Studie, Tierexperimente, Verdauungstrakt, Viren, Vorbeugung, Weiterbildung, wie, Winterthur, Wirksamkeit, Wirkung, Wirkungen, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Montag, Mai 7th, 2012
Frauen, die rund um die Wechseljahre (Klimakterium) zweimal pro Tag Soja konsumieren, können damit offenbar die Häufigkeit und das Ausmaß der Hitzewallungen lindern. Zumindest um ein Viertel gehe das charakteristische Menopause-Symptom auf diese Weise zurück, berichten Wissenschaftler der University of Delaware in der Fachzeitschrift “Menopause”.
Die Wissenschaftler um Melissa Melby werteten 19 Studien mit total 1.200 Frauen aus, die bisher zur Auswirkung von Soja auf die Wechseljahre durchgeführt wurden. Kombiniere man alle bisherigen Untersuchungen, ergebe sich ein positiver Effekt, resümiert die Studienleiterin. Ein spezielles Augenmerk wurde auf die im Soja enthaltenen Isoflavone gelegt. Diese Pflanzenstoffe sollen eine milde, Östrogen-ähnliche Wirkung entfalten. In jedem Gramm Sojaprotein von Sojabohnen sowie auch zahlreicher Sojaprodukte sind 3,5 Milligramm Isoflavone enthalten. Daneben gibt es auch Nahrungsergänzungsmittel speziell mit dieser Substanz.
Bei Frauen, die über sechs Wochen oder länger täglich 54 Milligramm davon zu sich nahmen, zeigten sich um 20 Prozent weniger Hitzewallungen und ein Rückgang des Schweregrades um 26 Prozent. Da diese Resultate stets im Vergleich zu einem Placebo-Präparat gemessen wurde, dürfte der endgültige Effekt noch höher liegen.
Bei längerfristiger Einnahme zeigten die Soja-Isoflavone in den Studien noch eine deutlich stärkere Wirkung. Aufmerksam auf das Thema Soja und Isoflavone wurde die Forschung, weil Japanerinnen im Klimakterium kaum Hitzewallungen entwickeln: Sojaprodukte begleiten in Japan bereits im Mutterleib und über die gesamte Lebensspanne den Alltag. Wenn man mit 50 Jahren nie Soja gegessen habe, sei es jedoch noch nicht zu spät. Zwar steige die Wirkung der Isoflavone mit der Dauer ihrer Einnahme. Die Forscher sind aber überzeugt, dass sie auch bei spätem Beginn noch helfen.
Quelle:
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=37190
http://www.udel.edu/udaily/2012/apr/melby-soy-menopause-040412.html
Kommentar & Ergänzung:
Zur Frage der Wirksamkeit von Sojaprodukten gegen Wallungen in den Wechseljahren gibt es verwirrend gegensätzliche Resultate und Stellungsnahmen.
Siehe auch:
Wechseljahre: keine Linderung von Hitzewallungen durch Soja
Soja: Keine Wirkung gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren
Allerdings hat eine Metaanalyse, also die Auswertung aller geeigneten Studien zu einem bestimmten Thema, wie sie offenbar das Team der Universität Delaware gemacht hat, mehr Gewicht als eine Einzelstudie. Sofern sie gut gemacht wurde und die Studien, auf die sie sich stützt, von guter Qualität sind.
Interessant ist die Bemerkung, dass Japanerinnen, die von Kindheit an regelmässig Soja konsumieren, möglicherweise mehr profitieren als Frauen in Europa und Amerika, die erst in den Wechseljahren mit der Sojaeinnahme beginnen.
Ein Erklärungsversuch für dieses Phänomen würde mich interessieren.
Eine ähnliche Frage stellt sich bei der Brustkrebs-Prävention.
Japanerinnen erkranken offenbar seltener an Brustkrebs, wofür häufig der höhere Sojakonsum verantwortlich gemacht wird (Japanerinnen unterscheiden sich aber noch an vielen weiteren Punkten ihres Lebensstils von Europäerinnen!).
Falls Soja tatsächlich kausal für die tieferen Brustkrebsraten in Japan verantwortlich eine sollte, könnte es auch sein, dass dieser Schutzeffekt schon und vor allem in jungen Jahren relevant ist. Dann wäre es nicht mehr sinnvoll, wenn eine 50 jährige Sojaprodukte isst mit der Erwartung einer Brustkrebs-präventiven Wirkung.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Amerika, bei, Brustkrebs, Brustkrebs-Prävention, Brustkrebsraten, Delaware, Europa, Fachzeitschrift, Forschung, gegen, Gesundheitsberufe, Gewicht, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Hitzewallungen, im, in, Isoflavone, Japan, keine, Kindheit, Klimakterium, Klinik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Menopause, Metaanalyse, mit, Mutterleib, Nahrungsergänzungsmittel, Naturheilkunde, Östrogen, Palliative Care, Pflanzenstoffe, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Placebo, Placebo-Präparat, Prävention, Psychiatrische Klinik, Schmerzen, Schweiz, Soja, Soja-Isoflavone, Sojabohnen, Sojaeinnahme, Sojakonsum, Sojaprodukte, Sojaprotein, Spital, Spitex, Studien, Universität, Wallungen, Wechseljahre, Weiterbildung, Winterthur, Wirksamkeit, Wirkung, Zürich
Posted in Gesundheitliches | No Comments »
Samstag, April 14th, 2012
Phytotherapie eignet sich gut auch für die Tierheilkunde. Viele Heilpflanzen wirken bei Mensch und Tier sehr ähnlich, doch sind die Dosierungen bei den verschiedenen Tierarten natürlich sehr unterschiedlich. Ob man Baldriantinktur bei einem schlaflosen Goldfisch oder bei einem Zirkuselefanten mit Lampenfieber einsetzt, macht mengenmässig schon etwas aus. Was raten Sie als Dosierungsrichtlinie?
Im Ernst, lassen Sie das mit dem Goldfisch bitte.
Als Beispiel für die Anwendung von Heilpflanzen in der Tiermedizin hier ein paar Angaben zum Leinsamen.
Leinsamen werden beim Menschen vor allem als mildes Abführmittel gegen Verstopfung angewendet.
Auch in der Tiermedizin kommen Leinsamen zum Einsatz, vor allem bei Magenschleimhautentzündung, Darmschleimhautentzündung, Magen-Darm-Störungen.
Innerlich verwendet man die Leinsamen in Form ganzer Samen oder einer Schleimzubereitung. Die Schleimzubereitung wird aus 1 Esslöffel voll geschrotetem oder zerkleinertem Leinsamen und 150ml Flüssigkeit durch Einweichen hergestellt. Diese Zubereitung sollte noch am selben Tag aufgebraucht werden.
Hier die Dosierungsangaben:
Ganze Leinsamen
Mittlere Tagsdosis:
Grosser Wiederkäuer, Pferd 50 – 100 g
Kleiner Wiederkäuer 25 – 50 g
Schwein 10 – 25 g
Hund 2 – 5 g
Katze 1 – 3 g
Huhn 1 - 2 g
Schleim aus Leinsamen
Grosser Wiederkäuer 50 – 200 g
Pferd 50 – 100 g
Kleiner Wiederkäuer 25 – 50 g
Schwein 10 – 30 g
Hund 2 – 5 g
Katze 1 – 3 g
Huhn 1 – 2 g
Quelle: Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Abführmittel, als, Baldriantinktur, Darmschleimhautentzündung, Dosierungen, Dosierungsangaben, Dosierungsrichtlinie, Für, gegen, Gesundheitsberufe, Goldfisch Zirkuselefanten, Grosse Wiederkäuer, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Heilpflanzenkunde, Huhn, Hund, Katze, Kleine Wiederkäuer, Klinik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Lampenfieber, Leinsamen, Magen-Darm-Störungen, Magenschleimhautentzündung, Mensch, mit, Naturheilkunde, Palliative Care, Pferd, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Schleim, Schleimzubereitung, Schmerzen, Schwein, Schweiz, Spital, Spitex, Tier, Tierarten, Tiere, Tierheilkunde, Tiermedizin, Verstopfung, Veterinärpraxis, von, Weiterbildung, Wiederkäuer, Winterthur, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Samstag, April 7th, 2012
Im Flugzeug verbrauchen Übergewichtige mehr Platz und Treibstoff als dünne Reisende und es wäre daher nur fair, sie dafür zur Kasse zu bitten. Das schreibt der Bioethiker Peter Singer:
„Ist das Gewicht einer Person deren Privatangelegenheit? Sollten wir einfach toleranter sein in Bezug auf unterschiedliche Körperformen? Meiner Meinung nach nicht. Fettleibigkeit ist ein ethisches Thema, denn die Gewichtszunahme der einen bedeutet höhere Kosten für andere.“
Singer beschreibt dann verschiedene Varianten, wie man Übergewichtigen ihre zusätzlichen Kilos auf Flugreisen verrechnen könnte.
Freunde, mit denen er diesen Vorschlag diskutiere, würden oft sagen, dass viele übergewichtige Menschen keinen Einfluss auf ihr Gewicht hätten – sie hätten einfach einen anderen Stoffwechsel als die anderen, schreibt Singer Aber der Zweck einer Gebühr für Übergewicht sei ja nicht, eine Sünde zu bestrafen, sei es wegen zu viel Gepäck oder zu viel Körpergewicht. Es gehe darum, dass jeder Einzelne das zahle, was es koste, ihn oder sie ans Ziel zu fliegen. Fliegen sei etwas anderes als zum Beispiel das Gesundheitswesen. Fliegen sei kein Menschenrecht.
Das tönt so, als wolle Singer diese „Übergewichts-Kompensationszahlungen“ auf die Flugpreise begrenzen und nicht auf alle Bereiche ausweiten. Doch dann erweitert er die Thematik genau auf heikle Gebiete wie das Gesundheitswesen:
„Wenn die Menschen größer und schwerer werden, passen weniger in einen Bus oder einen Zug, was die Kosten für den öffentlichen Transport in die Höhe treibt. Krankenhäuser müssen jetzt stärkere Betten und OP-Tische bestellen, extra große Toiletten bauen und sogar extra große Kühlfächer in ihren Leichenhallen installieren – all dies sind zusätzliche Kosten für sie. Das bedeutet für Steuerzahler und privat Versicherte zusätzliche Gesundheitsausgaben….“
Diese Tatsachen reichen nach Ansicht von Peter Singer, um eine Politik zu rechtfertigen, die einer Gewichtszunahme entgegenwirkt: „Helfen würde eine Besteuerung von Lebensmitteln, die disproportional für Fettleibigkeit indiziert sind – besonders Lebensmittel ohne Nährwert, wie süße Getränke.
Diese Mittel könnten dann dazu verwendet werden, die zusätzlichen Kosten auszugleichen, die fettleibige Menschen anderen verursachen. Die Verteuerung dieser Lebensmittel würde auch ihren Konsum durch Menschen, die das Risiko der Fettleibigkeit haben, verringern.“
Quelle:
http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article13927646/Die-Dicken-sollten-fuer-ihre-Extrakilos-zahlen.html
Kommentar & Ergänzung:
Das Verursacherprinzip ist mir in manchen Bereichen durchaus sympathisch.
Die Forderungen Peter Singer’s werfen aber einige Fragen auf:
Adipositas ist nicht immer selbstverschuldet.
Es gibt zum Beispiel deutliche Hinweise dafür, dass Adipositas teilweise genetisch bedingt ist:
„ Zwillingsstudien deuten darauf hin, dass Übergewicht auch eine genetische Komponente hat. Sie wird in dieser Betrachtung mit 70 % angegeben. Außerdem fand man bei Adoptivkindern einen starken Zusammenhang zwischen ihrem BMI und dem ihrer leiblichen Eltern, aber keinen Zusammenhang zwischen ihrem Gewicht und dem ihrer Adoptiveltern.“
(Quelle: Wikipedia)
Nicht direkt mit Genetik erklären lässt sich allerdings die Zunahme der Adipositas in den letzen Jahrzehnten. Indirekt besteht möglicherweise aber ein Zusammenhang: Unsere genetische Ausstattung ist wohl nicht eingestellt auf einen solchen Überfluss an Nahrung kombiniert mit so wenig Bewegung. Das gab es im Verlaufe der menschlichen Evolution nur ausnahmsweise.
Es gibt auch Stoffwechselerkrankungen, die Adipositas verursachen können, beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis), Störungen des Kortisolhaushaltes (Cushing-Syndrom) oder Glucosestoffwechselstörungen mit Hyperinsulinismus.
Und es gibt sozio-kulturelle Einflüsse:
Je niedriger der soziale Status (bestimmt durch die drei Faktoren Höhe der Ausbildung, Haushaltseinkommen und berufliche Stellung), desto häufiger trifft man auf das Problem Übergewicht: Je höher der Schulabschluss, desto tiefer – und damit günstiger – liegt der Body-Mass-Index.
Ausgehend von diesen verschiedenen Einflüssen dürfte klar werden, dass das Mass an Eigenverantwortung für eine Adipositas von Mensch zu Mensch durchaus unterschiedlich ist. Peter Singer macht aber nicht den Eindruck, dass er bei seinen „Übergewichts-Kompensationszahlungen“ einen Unterschied macht zwischen selbstverschuldeter und unverschuldeter Adipositas (abgesehen davon, dass diese Differenzierung sehr schwierig sein dürfte).
Es würde also auch eine wesentlich genetisch oder durch eine Stoffwechselkrankheit bedingte Adipositas mit einer Strafzahlung belegt.
Dann fragt sich allerdings, weshalb ausgerechnet und nur die Übergewichtigen zur Kasse gebeten werden sollen. Wenn das Verursacherprinzip auf die Genetik ausgeweitet wird – wenn ich also für Kosten, die aus meiner Genetik entstehen, haftbar gemacht werde, dann stehen wir vor einer brisanten Entwicklung.
Wikipedia führt als Krankheiten mit genetisch bedingter Disposition auf:
Adipositas
Allergien, diverse
Alzheimer-Krankheit
Autoimmunerkrankungen
Bluthochdruck
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
Depression
Diabetes mellitus
Großzehenabweichung (Hallux valgus)
Haarausfall
Herzfehler
Herzinfarkt
Krebserkrankungen diverse
Laktoseintoleranz
maligne Hyperthermie
Migräne
Multiple Sklerose (MS)
Osteoporose
Parkinson-Krankheit
Psoriasis
Rheuma
Schizophrenie
Schlaganfall
Taubheit
Formen der Trisomie
Vitiligo
Machen wir diese Patienten auch verantwortlich für Kosten, die der Allgemeinheit aufgrund ihrer genetischen Disposition entstehen? So wie es Peter Singer für Übergewichtige (auch) mit genetischer Disposition fordert?
Wo hört das auf?
Und auch wenn man kontrafaktisch davon ausgeht, dass Übergewicht in jedem Fall zu 100% selbstverschuldet ist, stellen sich brisante Fragen:
Herz-Kreislauferkrankungen verursachen viele Gesundheitskosten. Wer sich wenig bewegt, leidet eher an Herz-Kreislauferkrankungen. Warum nicht ein Strafzuschlag für Leute, die sich zuwenig bewegen? Das wäre doch motivierend….
Zuviel oder falsche Bewegung ist aber auch nicht optimal. Sportunfälle sind schliesslich oft sehr kostspielig.
Wenn wir also das Verursacherprinzip generell anwenden, und nicht nur bei den Übergewichtigen, dann sehe ich nicht ein, weshalb ich für die tausenden von Beinbrüchen, die jeden Winter beim Skifahren passieren, mit bezahlen soll. Skifahren ist schliesslich genauso wie Fliegen kein Menschenrecht. Entsprechend dem Vorschlag von Peter Singer zur Besteuerung von Adipositas-fördernden Nahrungsmitteln könnte man ja die Kosten der Skiunfälle auf die Tickets der Bergbahnen und Skilifte draufschlagen. Allerdings bestraft man dann auch die sorgfältigen Skifahrer, die keine Unfälle bauen.
Genauso bestraft Peter Singer mit seinem Vorschlag, Adipositas-fördernde Nahrungmittel zu besteuern auch diejenigen, die solche Nahrungsmittel in vernünftigem Mass essen und damit nicht dick werden. Teurer wird dann auch mein Vermicelle (Foto auf Wikipedia), womit ich meines Erachtens unverdienterweise eine „Busse“ bezahlen muss.
Und wenn das Vermicelle einen Franken teurer wird, tut das der Verkäuferin aus dem Supermarkt mehr weh als dem Rechtsanwalt oder dem Banker. Ist das gerecht?
Nicht ganz einfach wäre wohl auch die Entscheidung, welche Nahrungsmittel nun konkret als Dickmacher besteuert werden sollen. Schliesslich kann ich von fast allem dick werden, wenn ich genug davon esse.
Und wenn wir schon vom Verursacherprinzip reden: Gemäss US-Studien verlieren adipöse Personen 6-7 Lebensjahre, extrem Fettleibige (BMI ab 40) sogar 5 bis 20 Jahre. Sollte man also bei adipösen Menschen nicht die Rente erhöhen? Sie beziehen ja weniger lange Geld.
Bei Herz-Kreislauferkrankungen spielt zudem nicht nur das Gewicht, sondern auch die Fettverteilung im Körper eine wichtige Rolle („inneres Bauchfett“). Sollte man – wenn man gen Ansatz von Peter Singer verfolgt, dieses unterschiedliche Risiko nicht berücksichtigen?
Ich halte den Vorschlag von Peter Singer für populistisch. Er nutzt Ressentiments gegen die „Dicken“ aus, bietet einfache Scheinlösungen und unterschlägt die komplexen Fragen, die mit dem Verursacherprinzip im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit verbunden sind.
Damit will ich keineswegs negieren, dass die Zunahme der Adipositas in unserer Gesellschaft ein Problem darstellt.
Und die Gesundheitsbehörden sollen sich durchaus Gedanken machen, wie man dieser Entwicklung entgegen steuern kann.
Einfache Lösungen wird es für dieses Problem aber nicht geben.
Genauso wenig wie für die Zunahme der Kosten im Gesundheitswesen. Nur gerade auf die „Dicken“ einzuhacken, ist mir etwas zu billig.
Bezüglich Adipositas halte ich nichtdiskriminierendes Vorgehen für adäquater. Ein guter Beitrag zu einer sinnvollen Prävention wäre zum Beispiel fundierte Bildung im Bereich Ernährungslehre / Kochen. Damit läst sich eine allfällige genetische Disposition nicht wegzaubern, aber der Umgang mit ihr kann möglicherweise optimiert werden.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Adipositas, Adoptiveltern, Adoptivkinder, Allergien, Alzheimer, Alzheimer-Krankheit, auch, Autoimmunerkrankungen, Banker, Bauchfett, Beinbrüche, Bergbahnen, Bewegung, Bildung, Bluthochdruck, BMI, Body Mass Index, Bus, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Cushing-Syndrom, Depression, Diabetes mellitus, Dicke, Dickmacher, Entscheidung, Ernährunglehre, Evolution, Fettleibigkeit, Fettverteilung, Fliegen, Flugpreise, Flugreisen, Flugzeug, Für, gegen, genetik, Gepäck, Gesundheitsausgaben, Gesundheitsbehörden, Gesundheitsberufe, Gesundheitskosten, Gesundheitswesen, Getränke, Gewicht, Gewichtszunahme, Glucose, Glucosestoffwechsel, Glucosestoffwechselstörungen, Grosszehenabweichung, Haarausfall, Hallux valgus, Hashimoto-Thyreoiditis, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Herz-Kreislauferkrankungen, Herzfehler, Herzinfarkt, Hyperinsulinismus, Hyperthermie, in, inneres Bauchfett, Klinik, Kochen, Körperformen, Körpergewicht, Kortisol, Kortisolhaushalt, Krankenhäuser, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Krebserkrankungen, Laktoseintoleranz, lebensmittel, Leichenhallen, maligne Hyperthermie, Menschenrecht, menschliche Evolution, Migräne, MS, Multiple Sklerose, Nahrungsmittel, Naturheilkunde, OP-Tisch, Osteoporose, Palliative Care, Parkinson-Krankheit, Peter Singer, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Politik, Psoriasis, Psychiatrische Klinik, Rechtsanwalt, Rheuma, Risiko, Schilddrüse, Schilddrüsenunterfunktion, Schizophrenie, Schlaganfall, Schmerzen, Schulabschluss, Schweiz, Skifahren, Skifahrer, Skipifte, Skiunfälle, Spital, Spitex, Sportunfälle, Steuerzahler, Stoffwechsel, Stoffwechselerkrankungen, Störungen, Studien, Sünde, Supermarkt, Taubheit, Tickets, Toiletten, Transport, Treibstoff, Trisomie, Übergewicht, Übergewichtige, und, Unfälle, Vermicelle, Verursacherprinzip, Vitiligo, Weiterbildung, wie, Wikipedia, Winter, Winterthur, Zug, Zürich, Zwillingsstudien
Posted in Gesellschaftliches, Gesundheitliches, Philosophisches | No Comments »
Donnerstag, April 5th, 2012
Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) berichteten zwei Forscherinnen über die Anwendung von Hyperforin bei Hauterkrankungen.
Dr. Ute Wölfle und Dr. Frederica Casetti, Freiburg, stellten neue experimentelle und klinische Daten zu Hyperforin als lipophilem Hauptwirkstoff von Johanniskraut (Hypericum perforatum L.) vor.
Hautpflegeprodukte mit Hyperforin werden zur Pflege der trockenen, juckenden, schuppenden Haut verwendet.
Aktuelle Untersuchungen bestätigen nun, dass der Naturstoff Hyperforin ausgeprägte entzündungshemmende, antioxidative, bakterizide und differenzierungsfördernde Eigenschaften besitzt. Hyperforin induziere in Keratinozyten direkt einen dosisabhängigen Calciumeinstrom, der zu einer Aufregulation epidermaler Differenzierungsmarker führe, sagte Wölfle. Die neuen Erkenntnisse, stellte die Dermatologin fest, »liefern eine Rationale für die Verwendung hyperforinreicher Johanniskrautextrakte bei der Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen wie der atopischen Dermatitis«.
Quelle:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41439&type=0
Kommentar & Ergänzung:
Da Hyperforin lipophil ist – also fettliebend – löst es sich auch gut im Johannisöl
Johanniskrautöl ist ein Auszug auf der Basis von fettem Öl (Sonnenblumenöl, Olivenöl). Vielleicht könnten also diese Forschungsresultate auch zur Erklärung der Wirkungen des Johannisöls beitragen. Allerdings ist Hyperforin im Johannisöl ziemlich instabil und zerfällt bis spätestens drei Monate nach der Herstellung, wobei aber nicht ausgeschlossen ist, dass die Umwandlungsprodukte ähnlich wirken.
Hyperforin ist auch luft- und lichtempfindlich. Wenn das Johanniskrautöl bei der Herstellung nach traditioneller Empfehlung an die Sonne gestellt wird, dürfte das dem Hyperforin nicht gut bekommen (es sei denn, man benützt dazu ein braunes Glas).
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Atopische Dermatitis, Behandlung, Calciumeinstrom, Dermatitis, Dermopharmazie, fettes Öl, gegen, Gesundheitsberufe, Hauptpflegeprodukte, Hauptwirkstoff, Haut, Hautentzündungen, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Herstellung, Hyperforin, Hypericum perforatum, Johanniskraut, Johanniskrautextrakt, Johanniskrautextrakte, Johanniskrautöl, Johannisöl, Keratinozyten, Klinik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Naturheilkunde, Naturstoff, Olivenöl, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Schmerzen, Schweiz, Sonne, Sonnenblumenöl, Spital, Spitex, und, Weiterbildung, Winterthur, Wirkungen, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Freitag, März 9th, 2012
Sie sollen verkalkte Adern freiputzen und das Herz nachhaltig stärken. So oder ähnlich werden im Internet Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von „Taigabeeren“ propagiert. Taigabeeren – das tönt nach Wildnis mit einem Hauch von Exotik. Vor allem Esoterikerinnen und Esoteriker fliegen auf dieses Image und stellen sowieso kaum je kritische Fragen, wenn es um Naturheilmittel geht. Sie sind ja so froh um alles, was nicht „chemisch“ ist und aus dem uralten Wissen von Naturvölkern stammt. Damit hat man sie schon in der Tasche – eine einträglichere Kundschaft gibt es wahrlich nicht……
Verblüffend nur, dass die Taigabeeren (auch: Essigbeeren) von der Gemeinen Berberitze (Berberis vulgaris) stammen, dem Sauerdorn. Und dieser Strauch kommt ja bei uns häufig vor. Wie der Name schon sagt, sind die Berberitzenfrüchte sehr sauer. Konfitüre hat man aus den Berberitzenfrüchten schon seit langem hergestellt.
Berberitze enthält das giftige Alkaloid Berberin, die reifen Früchte sind aber fast alkaloidfrei.
Zur Verwendung schreibt Wikipedia:
„Die roten Früchte der Berberitze sind weitgehend frei von Berberin und Berbamin und daher essbar. Sie sind sehr vitaminreich und schmecken säuerlich. Traditionell werden sie in Europa zur Konfitürenbereitung genutzt. Getrocknet werden sie wie Rosinen z. B. in Müsli gegessen. Die Beeren der Berberitze werden in orientalischen Ländern, vor allem im Iran zum Kochen verwendet. Dort werden sie vor allem zum süß-sauren Würzen von Reis (z. B. Sereschk Polo „Berberitzenreis“), aber auch von Fisch und Braten verwendet. Allein in der Region Chorasan, dem Zentrum des Anbaugebietes im Nordosten des Iran, werden pro Jahr etwa 4.500 Tonnen Früchte geerntet.“
Das ist ja sehr verwirrend: Die Taigabeere ist sowohl exotisch (Taiga, Iran) als auch einheimisch (Riehen, Trin, Feldis….). Ein einheimischer Exot sozusagen.
Also: Die nächste Gelegenheit, um der wunderbaren Taigabeeren-Pflanze in der Natur in ihrem kraftvollen Lebensraum zu begegnen, ist meine Frühlingsexkursion in die Rheinschlucht. Dort wimmelt es nämlich von Taigabeeren-Pflanzen (äh: Berberitzen).
P.S.: Der leichte Hauch von Eso-Bissigkeit, der in diesem Beitrag aufschimmert, stammt daher, dass meiner Erfahrung nach sehr viele Esoterikerinnen und Esoteriker zwar kritiklos auf Heilmitteln oder Heilmethoden abfahren, die als natürlich propagiert werden, dass sie aber mit der konkreten, gewöhnlichen Natur, selbst wenn sie mitten in der Natur stehen, kaum Kontakt haben, weil sie nur mit ihren esoterisch aufgeladenen Vorstellungen von der Natur in Kontakt sind (sorry für diesen Bandwurmsatz…).
Und so kommt es eben, dass man auf die wundersame Taigabeere fliegt und sie teuer im Internetshop kauft, aber an der banalen Berberitzenbeere vielleicht täglich achtlos vorbei geht……
Teure Placebos waren übrigens schon immer wirksamer als billige Placebos.
Siehe:
Überraschender Placebo-Erfolg bei der Schmerztherapie
Und zum Schluss: Im Expertenrat der „Pharmazeutischen Zeitung“ hat vor kurzem Prof. Theo Dingermann Stellung genommen zur Frage, ob Taigabeeren wirksam seien zur Arteriosklerose-Prophylaxe:
„Ich würde dringend von dem Einsatz von Taigabeeren, in welcher Zubereitung auch immer, als Mittel gegen Arteriosklerose abraten. Für diesen Einsatz gibt es keinerlei Evidenz. Es handelt sich hier um eine Modeerscheinung, die durch alle möglichen Blogs und Medien geistert.
Taigabeeren sind die Früchte von Berberis vulgaris. Das ist, wie Sie wissen, eine Alkaloid-Pflanze mit einem beachtlichen Vergiftungspotenzial. Zwar sind die Früchte fast alkaloidfrei und können daher verzehrt werden (man soll eine sehr schmackhafte Marmelade daraus machen können), aber das bedeutet auch, dass ihnen das eigentliche pharmakodynamische Prinzip (das hier allerdings im Wesentlichen ein toxikologisches Prinzip ist) fehlt. Vielleicht ist es das, was «reizt»: ein akzeptabel ungiftiger Pflanzenteil einer Giftpflanze!“
Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=40502
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Adern, Alkaloid, Alkaloid-Pflanze, Arterienverkalkung, Arteriosklerose, Arteriosklerose-Prophylaxe, Bandwurm, Beeren, Berbamin, Berberin, Berberis vulgaris, Berberitze, Berberitzenfrüchte, Berberitzenreis, Chorasan, Essigbeeren, Europa, Exotik, Feldis, Fisch, Früchte, Frühlingsexkursion, gegen, Gemeine Berberitze, Gesundheitsberufe, Giftpflanze, Heilkräuterkurse, Heilmethoden, Heilmittel, Heilpflanzen-Seminar, Herz, Internetshop, Iran, Klinik, Konfitäre, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Lebensraum, Marmelade, Modeerscheinung, Müsli, Nahrungsergänzungsmittel, Natur, Naturheilkunde, Naturheilmittel, Naturvölker, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Placebos, Psychiatrische Klinik, Reis, Rheinschlucht, Riehen, Rosinen, Sauerdorn, Schmerzen, Schmerztherapie, Schweiz, Sereschk Polo, Spital, Spitex, Taigabeeren, Theo Dingermann, Trin, Vergiftung, Vergiftungspotenzial, Weiterbildung, Wikipedia, Wildnis, Winterthur, Zürich
Posted in Gesundheitliches, Naturheilkunde-Debatte | No Comments »
Mittwoch, März 7th, 2012
Das empfiehlt die „Bild“-Zeitung. Gutgemeinte Idee, aber mit den konkreten Ratschlägen happert es noch ein bisschen:
„Gegen Muskelschmerzen können Sie eine Baldrian- oder Arnika-Tinktur auf verspannte oder gezerrte Muskeln auftragen und sanft einmassieren.“
Quelle: http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/schmerzmittel/gefahr-segen-was-sie-wissen-muessen-23018112.bild.html
Kommentar & Ergänzung:
Arnikatinktur, liebe Bild-Zeitung, darf nie unverdünnt aufgetragen werden, weil sie sonst zu aggressiv auf die Haut wirkt und Entzündungen auslösen kann. Das müsste man der Leserschaft sagen. 1:10 mit Wasser verdünnt wirkt Arnikatinktur aber gegen Blutergüsse, Verstauchungen, Quetschungen. Arnikagel oder Arnikasalbe sind allerdings üblichere Anwendungsformen.
Baldriantinktur wirkt bei ausreichender Dosierung als mildes Beruhigungsmittel, aber nur bei innerlicher Anwendung. Reibt man die Baldriantinktur ein, hat man eventuell einen Effekt durch den verdunstenden Alkohol. Dann könnte man aber jeden Schnaps nehmen oder besser noch Wacholdergeist, der ausserdem durchblutungsförderndes Wacholderöl enthält.
Heikel ist das Einreiben von Baldriantinktur, wenn man eine Katze im Haus hat. Sie wird an der eingeriebenen Stelle die Krallen wetzen und sich auch sonst ziemlich auffällig verhalten. Die Rechung für allfällige Schäden schicken Sie am besten der Bild-Zeitung……
Die schnellste schmerzlindernde Wirkung bei Muskelschmerzen, Prellungen etc. hat Pfefferminzöl (5 – 10 % Pfefferminzöl gemischt mit Mandelöl).
Prellung und Hämatom mit Heilpflanzen Behandlung
Hausmittel gegen Insektenstiche, Prellungen und Juckreiz
Alternativmedizin – was hilft bei Sportverletzungen
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Alkohol, Alternativmedizin, Arnika, Arnika-Tinktur, Arnikagel, Arnikasalbe, Arnikatinktur, Baldrian, bei, Bild-Zeitung, Blutergüsse, Dosierung, Entzündungen, gegen, Gesundheitsberufe, Hämatom, Hausmittel, Haut, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Insektenstiche, Juckreiz, Katze, Klinik, Krallen. Wirkung, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Mandelöl, Muskeln, Muskelschmerzen, Naturheilkunde, Palliative Care, Pfefferminzöl, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Prellung, Prellungen, Psychiatrische Klinik, Quetschung, Quetschungen, Schmerzen, Schmerztabletten, Schnaps, Schweiz, Spital, Spitex, sportverletzungen, Verstauchung, Verstauchungen, Wacholdergeist, Wacholderöl, Weiterbildung, Winterthur, Zürich
Posted in Uncategorized | No Comments »
Dienstag, Februar 28th, 2012
Glucosamin ist Bestandteil von Medikamenten gegen Arthrose und es wird auch verkauft als Nahrungsergänzung sowohl in den Gesundheitsabteilungen von Grossverteilern wie COOP und Migros als auch von einschlägigen Firmen wie Burgerstein.
Die Wirksamkeit von Glucosamin ist sehr fraglich und die Einnahme in manchen Fällen mit gewissen Risiken verbunden. Im Gegensatz zu den meisten Medikamenten müssen Nahrungsergänzungsmittel ihre Wirksamkeit nicht belegen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt nun, dass Glucosamin in Nahrungsergänzungsmitteln riskant sei für Patienten, die Cumarin-Antikoagulanzien einnehmen (z. B. Phenprocoumon, Präp. Marcoumar).
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigt die Risikobewertung des BfR.
Nahrungsergänzungsmittel mit dem Inhaltsstoff Glucosamin werden mit verschiedenen gesundheitsbezogenen Angaben („Health Claims“) propagiert. So sollen die Präparate nach Angaben der Hersteller zum Beispiel zur Erhaltung der Beweglichkeit der Gelenke beitragen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat darauf hingewiesen, dass Glucosamin-Präparate für Menschen, die Cumarin-Antikoagulanzien zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen müssen, gesundheitliche Risiken bergen.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigte diese Einschätzung des BfR nun. „Glucosamin-haltige Nahrungsergänzungsmittel bergen auch für Patienten, die Cumarin-Antikoagulanzien einnehmen, ein Gesundheitsrisiko“, erklärt der Präsident des BfR, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Glucosamin kann die blutgerinnungshemmende Wirkung der Medikamente verstärken und zu Blutungen führen.“
Glucosamin ist ein Aminozucker, der als Medikament bei Arthrosen im Knie verwendet wird. In Mengen, die unterhalb der pharmakologischen Wirkung liegen, wird Glucosamin zudem in Nahrungsergänzungsmitteln verkauft. Nahrungsergänzungsmittel sind gesehen Lebensmittel. Schon in den Jahren 2007 und 2010 hatte das BfR auf das gesundheitliche Risiko hingewiesen, das mit Glucosamin-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln verbunden ist. In seinen Stellungnahmen benannte das BfR Patienten, die Cumarin-Antikoagulanzien zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen als Risikogruppe.
Die EFSA hat sich erneut mit dem Risiko von Glucosamin als Lebensmittelinhaltsstoff befasst und kürzlich die Einschätzung des BfR bestätigt: Die Behörde gelangte übereinstimmend mit der Bewertung des BfR, zum Fazit, dass Belege für das Risiko von Wechselwirkungen zwischen Glucosamin und Cumarin-Antikoagulanzien vorliegen. Glucosamin kann zu einer Verstärkung der blutgerinnungshemmenden Wirkung der Cumarin-Antikoagulanzien führen, d.h. diese kann unversehens stärker als erwartet ausfallen. Eine mögliche Konsequenz aus dieser Wechselwirkung ist das Auftreten von Blutungen. In den meisten der berichteten Fälle handelte es sich um symptomlose Veränderungen von Laborwerten. In einigen Fällen kam es aber zu Blutungen in verschiedenen Organen. In einem Fall sogar mit der Folge einer schweren Hirnblutung.
Die EFSA hatte sich zudem in den vergangenen Jahren mit den Wirksamkeitsbehauptungen von Glucosamin nach der sogenannten Health-Claims-Verordnung der EU befasst. In den bisher publizierten Gutachten zu mehreren eingereichten gesundheitsbezogenen Angaben für Glucosamin als Lebensmittelinhaltsstoff hat die Behörde festgestellt, dass keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit im Hinblick auf die gesunde Allgemeinbevölkerung vorgelegt wurden. Mit irreführenden Angaben dürfen jedoch Lebensmittel gemäss den deutschen und europäischen Rechtsvorschriften nicht vertrieben werden.
Quelle:
http://idw-online.de/pages/de/news464773
Kommentar & Ergänzung:
Firmen wie COOP, Migros und Burgerstein machen gute Geschäfte mit Produkten, die höchstwahrscheinlich die damit verbundenen Versprechungen nicht halten und möglicherweise sogar ein Risiko bergen.
Als Hintergrund-Info hier ein paar Auszüge zum Glucosamin aus Wikipedia.
- Zur Verwendung von Glucosamin:
„Glucosamin ist ein Aminozucker, der im menschlichen Körper natürlich vorkommt. Er ist Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Es werden auf dem Markt zahlreiche Glucosaminpräparate als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Dem Nahrungsergänzungsmittel liegt die Vorstellung zugrunde, dass das zugeführte Glucosamin in den Knorpel „eingebaut“ wird. In vitro (d. h. außerhalb eines lebenden Organismus) weist Glucosamin eine antiinflammatorische Wirkung auf. Oral wird Glucosamin üblicherweise in Dosierungen von 700–1250 mg pro Tag eingesetzt. Häufig wird Glucosamin kombiniert mit Chondroitin. Chondroitin oral eingenommen ist aber nicht bioverfügbar, sondern wird im Verdauungsprozess größtenteils in Glucosamin und Glucoronsäure umgewandelt.“
(Quelle: Wikipedia)
- Zur Wirksamkeit von Glucosamin als Knorpelschutz bei Arthrose:
„Glucosaminpräparate werden mit dem Wirkungsversprechen angeboten, die Gelenke zu schützen und die Beweglichkeit zu erhalten. Weiter werden sie als Nahrungsergänzungsmittel empfohlen bei degenerativen Erkrankungen (Arthrosen), zur Verbesserung der Symptome bei Osteoarthritis, Gelenkschmerzen, eingeschränkter Gelenksfunktion oder z. B. zum Gelenksaufbau bzw. als Baustein für Knorpel und Gelenke.
Diverse Studien stellten einen knorpelschützenden Effekt fest. Eine schmerzlindernde Wirkung konnte nicht bewiesen werden: Eine von den National Institutes of Health (NIH) der USA initiierte multizentrische, placebokontrollierte, sechs Monate dauernde Blindstudie zur Wirksamkeit von Chondroitin und Glucosamin bei Arthrose des Knies ergab keinen statistisch signifikanten Effekt auf die Symptome der Arthrose bei Patienten mit leichteren Schmerzen. Gelenkschwellungen wurden gemindert. Behandlungseffekte wurden in einer Untergruppe der Patienten mit mittelschweren bis schweren Schmerzen festgestellt, jedoch war die Aussagekraft aufgrund der kleinen Patientenzahl in dieser Untergruppe nicht stichhaltig. Das Ergebnis jüngerer Metastudien war, dass Chondroitinsulfat in Kombination mit Glucosamin die schmerzhafte Symptomatik einer Knie- oder Hüftarthrose gegenüber Placebo nicht besserte und keinen Einfluss auf den Gelenkspalt hatte.“
(Quelle: Wikipedia)
- Zur Sicherheit von Glucosamin:
„ In den üblichen oralen Dosierungen bis 1250 mg pro Tag ist Glucosamin gut verträglich. In klinischen Studien wurden in diesem Dosisbereich keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt. Wegen fehlender Daten ist die gesundheitliche Bewertung der Zufuhr von Glucosamin bei schwangeren Frauen oder stillenden Frauen und bei Kindern oder Jugendlichen nicht möglich. Bei diesen Personengruppen besteht daher Anlass zur Vorsicht (BfR, 2007). Bei Personen, die Cumarin-Antikoagulantien als Blutgerinnungshemmer einnehmen, besteht durch die verstärkende Wirkung von Glucosamin auf das Medikament die Möglichkeit von auftretenden Blutungen (BfR, 2010). Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich mit dem Risiko von Glucosamin als Lebensmittelinhaltsstoff im Zusammenhang mit der Verwendung von Cumarin erneut beschäftigt und vor kurzem die Einschätzung des BfR bestätigt.“
(Quelle: Wikipedia)
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: 2007, 2010, Aminozucker, Andreas Hensel, Antikoagulanzien, Arthrose, Beindegewebe, Beweglichkeit, BfR, Blutgerinnung, Blutungen, Bundesinstitut für Risikobewertung, Burgerstein, Chondroitin, Chondroitinsulfat, COOP, Cumarin, Dosierung, EFSA, EU, gegen, Gelenke, Gelenkflüssigkeit, Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Gelenkspalt, Gesundheitsberufe, Gesundheitsrisiko, Glucoronsäure, Glucosamin, Glucosaminpräparate, Health claims, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Hirnblutung, Hüftarthrose, Inhaltsstoff, Jugendliche, Kinder, Klinik, klinische Studien, Knie, Knorpel, Knorpelschutz, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kritik, Marcoumar, Medikamente, Metastudien, Migros, Nahrungsergänzung, Nahrungsergänzungsmittel, National Institut of Health, Naturheilkunde, Nebenwirkungen, NIH, Osteoarthritis, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phenprocoumon, Phytotherapie-Ausbildung, Placebo, Psychiatrische Klinik, Risiken, Risiko, Risikogruppe, Schmerzen, Schweiz, Sicherheit, Spital, Spitex, Studien, USA, Verdauung, Verdauungsprozess, von, Wechselwirkungen, Weiterbildung, Wikipedia, Winterthur, Wirksamkeit, Wirkung, Zürich
Posted in Gesundheitliches | No Comments »
Samstag, Oktober 1st, 2011
Das Magazin „Focus“ veröffentlichte eine Serie von Beiträgen über Hausmittel gegen Beschwerden der Verdauungsorgane.
Hier ein Zitat zur Wirkung von Anis beziehungsweise Anistee:
„Anis löst Krämpfe und gilt deshalb traditionell als Heilmittel gegen Blähungen. Verwendet werden die Anisfrüchte, die wie Samen aussehen. Sie enthalten Anisöl mit dem Wirkstoff Anethol. Anis soll die Drüsen im Magen anregen, mehr Magensaft zu produzieren, und so die Verdauung fördern.
Für den Anistee einen halben Teelöffel getrocknete, zerstoßene Anisfrüchte mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. Dann zehn bis 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und anschließend abseihen. Täglich bis zu drei Tassen davon trinken. Säuglingen und Kleinkindern einen Teelöffel des Tees in die Milchflasche geben.“
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/tid-21554/hausmittel-blaehungen-hilfe-gegen-luft-im-bauch_aid_605251.html
Kommentar & Ergänzung:
Die Beiträge dieser Serie sind erfreulich fundiert, was bei Medienberichten zum Thema Komplementärmedizin / Naturheilkunde gar nicht selbstverständlich ist.
Über die erwähnten Anwendungsbereiche bei Verdauungsstörungen (Krämpfe, Blähungen) zeigt Anistee auch eine auswurffördernde Wirkung bei Husten.
Anis ist ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wird heute weltweit in Regionen mit gemäßigtem Klima kultivert. Hauptanbaugebiet ist Südrussland. Anis (Pimpinella anisum) kommt also bei uns nicht als Wildpflanze vor.
Anisfrüchte enthalten bis zu 5% Anisöl mit einem Anethol-Anteil von bis zu 90%.
In der westlichen Küche wird Anis heute hauptsächlich in Brot und Backwaren (in der Schweiz zum Beispiel “Anischräbeli”) verwendet. Anis wird aber vor allem Spirituosen und Likören beigemischt, wie etwa Sambuca, Raki, Ouzo, Absinth, Pastis, Aguardiente, Chinchon und Anisette . Anis wird hier jedoch zunehmend vom ertragreicheren Sternanis (Illicium verum) abgelöst, der aus China kommt. Sternanis hat aufgrund der ähnlichen Zusammensetzung des ätherischen Öls einen ähnlichen Geschmack, sieht aber anders aus und ist nicht näher mit dem echten Anis verwandt.
(Quelle: Wikipedia)
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:
Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch
Info-Treff Pflanzenheilkunde
Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen
Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:
moodle.heilpflanzen-info.ch/
Tags: Absinth, Aguardiente, Anethol, Anis, Anischräbeli, Anisette, Anisfrüchte, Anisöl, Anistee, ätherisches Öl, Ausbildungen, Backwaren, Blähungen, Brot, China, Chinchon, Exkursionen, gegen, Geschmack, Hausmittel, Heilkräuter, Heilpflanzen, Husten, Illicium verum, Kleinkinder, Kompelmentärmedizin, Krämpfe, Kräuterwanderungen, Küche, Kurse, Liköre, Magen, Magensaft, Milchflasche, Mittelmeerraum, Naturheilkunde, Ouzo, Pastis, Pflanzenheilkunde, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Pimpinella anisum, Raki, Sambuca, Samen, Säuglinge, Schweiz, Spirituosen, Sternanis, südrussland, und, Verdauung, Verdauungsorgane, Verdauungsstörungen, Weiterbildung, Wikipedia, Wildpflanze, Winterthur, Wirkstoff, Wirkung, Wissen, Zitat, Zürich, Zusammensetzung
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Freitag, September 30th, 2011
Das Magazin „Focus“ veröffentlichte eine Serie von Beiträgen über Hausmittel gegen Beschwerden der Verdauungsorgane.
Hier ein Zitat zur Wirkung der Pfefferminze:
„Tee aus Pfefferminzblättern ist eine der beliebtesten Sorten der Deutschen. Wichtigster Wirkstoff ist das Menthol. Es wirkt krampflösend und ist deshalb sehr nützlich bei Magenkrämpfen.
Für einen Aufguss einige frische Pfefferminzblätter waschen und klein zupfen. Mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann den Tee möglichst warm und in kleinen Schlucken trinken.
Achtung: Wer zu Sodbrennen und Übersäuerung neigt, sollte auf Pfefferminztee lieber verzichten. Denn er wirkt auch stark entkrampfend auf den Pförtner, sodass Magensäure in die Speiseröhre gelangen könnte.“
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/tid-21554/hausmittel-magenkraempfe-entspannung-fuer-den-magen_aid_605248.html
Kommentar & Ergänzung:
Die Beiträge dieser Serie in “Focus” sind erfreulich fundiert, was bei Medienberichten zu Themen aus den Bereichen Naturheilkunde / Komplementärmedizin gar nicht selbstverständlich ist.
Pfefferminztee fördert auch den Gallenfluss und lindert Übelkeit.
Menthol ist der wichtigste Inhaltsstoff im ätherischen Pfefferminzöl.
Zum Pfefferminzöl siehe auch:
Phytotherapie – Pfefferminzöl gegen Spannungskopfschmerzen
Pfefferminzöl bei Reizdarm schmerzlindernd
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:
Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch
Info-Treff Pflanzenheilkunde
Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen
Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:
moodle.heilpflanzen-info.ch/
Tags: Ausbildungen, Exkursionen, Gallenfluss, gegen, Hausmittel, Heilkräuter, Heilpflanzen, Komplementärmedizin, Kräuterwanderungen, Kurse, Magenkrämpfe, Magensäure, Menthol, Naturheilkunde, Pfefferminzblätter, Pfefferminze, Pfefferminzöl, Pfefferminztee, Pflanzenheilkunde, Pförtner, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Reizdarm, Schweiz, Sodbrennen, Spannungskopfschmerzen, Speiseröhre, Tee, Übelkeit, Übersäuerung, Verdauungsorgane, Weiterbildung, Winterthur, Wirkstoff, Wirkung, Zitat, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »