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Auf Kräuterwanderung angetroffen: Das Barbarakraut (Barbarea vulgaris)

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Auf der Kräuterwanderung im Dättnauertal bei Winterthur angetroffen:

Echtes Barbarakraut (Winterkresse).

Foto auf Wikipedia hier.

 

Barbarakraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Es enthält viel Vitamin C und Glukosinolate (Senfölglykoside), eine Wirkstoffgruppe, die für diese Pflanzenfamilie charakteristisch ist.

Barbarakraut kann als Salat oder Gemüse verwendet werden (in Butter gedünstet spinatähnlich). Fischgerichte bekommen dadurch eine scharfe und würzige Note.

Im 16. Jahrhundert wurde Barbarakraut in den Bauerngärten als Salatpflanze kultiviert.

Schon damals war die Pflanze der Heiligen Barbara gewidmet. Die Blattrosetten des Barbarakrauts überwintern und können daher auch um den Barbaratag (4. Dezember) sowie im zeitigen Frühling geerntet werden.

Es gab Versuche, das Samenöl des Barbarakrauts zu nutzen. Früher wurde die Pflanze auch zu Heilzwecken genutzt – als Wundbalsam. Das ist nicht unplausibel, weil Senfölglykoside für antimikrobielle Wirkungen bekannt sind. Allerdings gibt es keine sicheren Erkenntnisse über therapeutische Wirkungen des Barbarakrauts, weil kein Untersuchungen und Studien dazu vorhanden sind.

Von den Senfölglykosiden ist aber bekannt, dass sie nach der Einnahme durch eine Reizwirkung auf die Magenschleimhaut die Magensaftproduktion anregen und vielleicht auch die Magenperistaltik beschleunigen, wodurch verdauungsfördernde und appetitsteigernde Effekte zu erwarten sind.

Senfölglykoside sind auch charakteristische Inhaltsstoffe in vielen Gemüsen wie beispielsweise Radieschen, Rettich, Meerrettich, Brunnenkresse, Gartenkresse, Rucola und alle Kohl-Arten. In Laborexperimenten zeigen Senfölglykoside Eigenschaften, die auf die auf eine Hemmung der Krebsentstehung hindeuten. Ob das beim Menschen auch so läuft wie im Reagenzglas, wieviel von diesen Gemüsen täglich gegessen werden müsste und wie realistisch das ist, lässt sich aber noch nicht konkret aussagen. Senfölglykoside sind aber gewiss ein wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung.

Siehe auch:

Wirkstoffkunde: Was sind Senfölglykoside und welche Wirkung haben sie?

Eine weitere Wildpflanze mit Senfölglykosiden, die sich als Zugabe in Salat eignet, ist das Wiesen-Schaumkraut:

Naturkunde: Was blüht gerade? Wiesen-Schaumkraut

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Kräuterwanderungen – Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

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Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die zu meinen Kräuterwanderungen oft gestellt werden. also die sogenannten „Frequently Asked Questions“ (FAQ):

Werden die Kräuterwanderungen bei jedem Wetter durchgeführt?

Ja. Ich behalte mir aber vor, die Route der Witterung anzupassen, insbesondere wenn die Sicherheit es erfordert. Nehmen Sie daher wetterfeste Kleidung mit.

Es wäre organisatorisch kaum möglich, kurzfristig eine solche Veranstaltung abzusagen und längerfristig sind die Prognosen zu ungenau.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass das Wetter zur Natur gehört. Uns heutigen Menschen ist die Auseinandersetzung mit dem Wetter grossenteils abhanden gekommen. Ich selber bin natürlich gerne bei schönem Wetter unterwegs. Die Stimmungen in der Natur sind bei wechselhaftem Wetter aber oft eindrücklicher. Zudem kommt es nur selten vor, dass ein Tag durchgängig nass ist und oft ist das Wetter vor Ort besser, als es vom Wetterbericht her zu erwarten war. Nur weil die Wetterprognose ein Wölkchen zeigt, muss der Tag noch nicht schlecht werden – so ist jedenfalls meine Erfahrung.

Wie fit muss ich körperlich sein?

Das ist unterschiedlich bei den verschiedenen Touren. Klar ist, das wir in der Regel den ganzen Tag wandernd unterwegs sind, allerdings mit Unterbrüchen, weil wir ja immer wieder Pflanzen anschauen.

Es gibt flachere Touren und solche mit Auf- und/oder Abstiegen. Wenn Ihnen das aus der Kursbeschreibung zu wenig klar wird und sie unsicher sind, ob Sie der Tour körperlich gewachsen sind, dann rufen Sie mich am besten vor der Anmeldung an. Am Telefon lassen sich diese Fragen am besten klären (052 202 20 29).

Als grobe Richtlinie könnte man noch sagen: Wenn in der Kursausschreibung „Wanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in derjenigen Zeit zu wandern, die auf den gelben Wanderwegweisern angegeben ist. Wenn in der Kursausschreibung „Bergwanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in der Zeit zu wandern, die auf den weiss-rot-weiss markierten Wanderwegweisern angegeben ist. Bergwanderfähigkeit setzt zudem eine normale Trittsicherheit voraus,

Braucht es botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse?

Nein, botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber auch kein Hindernis.

Sammeln wir auch Pflanzen auf den Kräuterwanderungen?

Nein, wir sammeln keine Pflanzen. Ich halte es für unsinnig, mit einer ganzen Gruppe Heilkräuter zu sammeln. Dadurch wird an einem Ort oft viel zu viel gepflückt, was den Beständen schaden könnte. Sie können auf meinen Kräuterwanderungen Erkennungsmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten kennenlernen – und danach selber mit dem nötigen Respekt sammeln, was Sie brauchen können.

Was kann ich genau lernen auf den Kräuterwanderungen?

Im Zentrum der Kräuterwanderungen stehen natürlich die Heilpflanzen und da geht es in erster Linie um das genaue Wahrnehmen. Wir laufen ja oft ziemlich blind durch die Welt, auch wenn unsere Augen vollkommen intakt sind. Nicht selten sagen mir Teilnehmende nach dem Kurs, dass sie nun viel mehr Blumen sehen. Dann ist ein Ziel erreicht, denn die (wahrgenommene) Welt wird so bunter, lebendiger und reichhaltiger. Ich erzähle auf den Kräuterwanderungen aber auch gerne Geschichten zu den Heilpflanzen, über ihre Wirkungen, Erkennungsmerkmale, Lebensweisen und über ihre frühere Bedeutung im Volks- und Aberglauben.

Ich finde es allerdings nicht sehr sinnvoll, auf einer Kräuterwanderung nur Pflanzen zu beachten, die uns unmittelbaren Nutzen bringen, also als Heilpflanzen oder als Wildgemüse gebraucht werden können. Wir werden darum auch Pflanzen anschauen und kennenlernen, die „nur“ das Auge oder das Herz erfreuen. Und ich werde gerne vielleicht auch einmal etwas sagen, wenn ein interessanter Vogel zu hören ist oder ein schöner Schmetterling vorbeigaukelt. Wir versuchen also, neben den Heilkräutern auch die Natur als Ganzes wahrzunehmen und ich habe mir seit den ersten geleiteten Exkursionen im Jahr 1986 ein vielfältiges Wissen erwerben können.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Nein, ich habe entschieden, keine Hunde mitlaufen zu lassen. Wir machen nicht einfach eine Wanderung. Es gibt dazwischen immer wieder Unterrichtssequenzen. Und im Unterricht – so meine Erfahrung – hat auch ein ganz netter Hund durchaus Störungspotential. Das ist nicht hundefeindlich gemeint.

Ab welchem Alter können Kinder mitkommen?

Meine Kurse richten sich von Stil und Inhalt her an Erwachsene. Kindern müsste man didaktisch etwas ganz anderes anbieten. Für Kinder sind meine Kräuterwanderungen daher ungeeignet. Gute Erfahrungen habe ich aber schon mit Jugendlichen gemacht, falls sie speziell an Biologie und Botanik interessiert sind. Fragen Sie mich im Zweifelsfall.

Gibt es Geschenkgutscheine?

Wir haben keine vorgedruckten Geschenkgutscheine, finden es aber eine gute Idee, Kräuterwanderungen zu verschenken an Leute, die an Pflanzen interessiert sind und sich gerne in der Natur bewegen. Ich würde allerdings empfehlen, ein solches Geschenk nicht „blind“ zu machen, sondern mit der beschenkten Person zusammen entscheiden, für welche Tour und welches Datum sie sich am meisten interessiert.

Es ist auch unumgänglich, dass die beschenkte Person vor der Anmeldung die Kursausschreibung gelesen, hat, damit sie die körperlichen Voraussetzungen kennt und einschätzen kann, ob die Tour für sie geeignet ist.

Bei der Anmeldung können Sie meiner Mitarbeiterin mitteilen, wem die Rechnung und wem die Kursinformationen zu schicken sind.

Habe ich Zeit zum Fotografieren auf den Kräuterwanderungen?

Grundsätzlich schon. Ich habe immer wieder Teilnehmende auf Kräuterwanderungen, die tolle Fotos machen (und sie mir manchmal für die Flickr-Fotoplattform zur Verfügung stellen). Sie müssen sich beim Fotografieren allerdings dem Tempo der Gruppe anpassen. Die Wanderungen sind in der Regel zeitlich so berechnet, dass wir zu einer bestimmten Zeit zum Beispiel an einer Busstation sein müssen. Wir können also nur sehr ausnahmsweise warten, bis die Sonne optimal steht……

Was heisst „hohe Wanderschuhe“?

Bei manchen Kräuterwanderungen steht unter „Mitnehmen“: Hohe Wanderschuhe.

Das bedeutet: Über den Knöchel reichend und mit Profilgummisohle.

Wenn ich schreibe „Mitnehmen: Hohe Wanderschuhe“, dann ist das nicht nur eine Empfehlung – dann meine ich das auch so – und behalte mir vor, Leute mit ungenügendem Schuhwerk nicht mitzunehmen. Das ist eine Sicherheits- und Haftungsfrage, die nicht verhandelbar ist. Steht nur „Wanderschuhe“, dann empfehle ich zwar ebenfalls hohe Wanderschuhe, doch können sie auch mit anderen wandertauglichen Schuhen teilnehmen.

Trifft man auf den verschiedenen Kräuterwanderungen unterschiedliche Pflanzen oder dieselben?

Es gibt Pflanzen, die kommen sehr weit verbreitet vor, und die trifft man daher fast auf jeder Kräuterwanderung. Dann gibt es aber immer auch Unterschiede zwischen den einzelnen Kräuterwanderungen. Das hängt vom Boden ab (trocken oder feucht, sauer oder basisch), von der Lage (schattig oder sonnig), von der Höhe über Meer (Flachland oder Alpenregion) und von der Jahreszeit (Frühling oder Sommer).

Wenn Sie möglichst verschiedene Pflanzen kennenlernen möchten, empfehle ich die Exkursionen zu variieren bezüglich Jahreszeit, Region und Höhenlage. Manchmal lassen sich auch aus der Ausschreibung Unterschiede herauslesen. Eine Exkursion im Auenwald im Flachland (zum Beispiel „Petite Camargue“) bietet andere Pflanzen als eine Exkursion an einem trockenen Südhang in höheren Lagen (z, B. Rigi).

Unterstreichen möchte ich aber, dass es beim Kennenlernen von Pflanzen auch wichtig ist, dieselbe Pflanze mehrfach anzuschauen. Wiederholung macht auch hier den Meister oder die Meisterin. Sie können mit mir also quasi Lehr-Gänge machen, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum immer wieder einmal eine Kräuterwanderung mitmachen – und dabei Schritt für Schritt vertrauter werden mit der Pflanzenwelt und mit der Natur überhaupt.

Sind die Kräuterwanderungen EMR-anerkannt?

Keine Ausbildungsinstitution hat vom EMR eine schriftliche Anerkennung. Schon seit vielen Jahren reichen aber Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker Teilnahmebescheinigungen meiner Weiterbildungskurse und Lehrgänge beim EMR ein. Dass dabei Schwierigkeiten aufgetreten wären, ist mir nicht bekannt. So gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft klappen sollte. Für einen Tag Kräuterwanderung können Sie mit der Bescheinigung von 6 mal 60 Minuten rechnen.

(Erklärung für „Uneingeweihte“: Das EMR = Erfahrungsmedizinische Register ist einer Firma, die Entscheidet, wer als Naturheilpraktiker / Naturheilpraktikerin über Zusatzversicherungen abrechnen darf. Dazu zählt das EMR eingerechte Ausbildungsstunden und Weiterbildungsstunden zusammen).

Gibt es eine maximale Zahl an Teilnehmenden?

Ja, pro Kräuterwanderung hat es maximal 16 Plätze.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

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Kornelkirsche als Wildobst

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Die Kornelkirsche (Cornus mas) ist als Wildobst wenig bekannt.

Abbildungen auf Wikipedia hier und hier.

Die roten kirschähnlichen Kornelkirschen haben einen feinherb-säuerlichen Geschmack und werden deshalb meist verarbeitet gegessen. Sie sind schmackhaft im Kompott und Gebäck, im Saft und Likör. Für eine Konfitüre kann die Kornelkirsche mit säurearmen Früchten wie Birne, Apfel und Holunder kombiniert werden, Kornelkirsche passt als Wildobst süßsauer eingelegt auch zu Wild. Aus noch unreifen orangefarbenen Kornelkirschen können „falsche Oliven“ hergestellt werden: Sie verlieren ihre Bitterstoffe und werden weich, wenn sie in Salzwasser eingelegt und mit Lorbeerblättern und Fenchelsamen gewürzt werden.
Die Kornelkirsche wird auch Herlitze oder Gelber Hartriegel genannt. Sie ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien beheimatet, ist ein Hartriegelgewächs und nicht mit der Kirsche verwandt.

Für Insekten ist der Baum als Nahrungsquelle wichtig, weil er sehr früh im Jahr blüht. Die roten ovalen Früchte reifen ab September und werden gerne von Vögeln gefressen, die ihre Steinkerne so auch weiter verbreiten.

Das Fruchtfleisch der Kornelkirsche enthält zahlreiche günstige Inhaltsstoffe – darunter reichlich Kalium und Vitamin C, aber auch B-Vitamine, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen.

Die Früchte der Kornelkirsche reifen in der Regel über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen. Darum wird empfohlen, den Baum in regelmäßigen Abständen zu schütteln und die reifen Früchte aufzulesen.

Noch nicht ganz reif gepflückte Früchte kann man ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Rohe Kornelkirschen lassen sich nur schwer entsteinen. Kocht man die Kerne mit, lassen sie sich leichter ablösen.

Quelle:

http://www.aid.de/presse/aktuell.php?mode=beitrag&id=6627

Kommentar & Ergänzung:

Aus ökologischen Gründen ist die Anpflanzung der Kornelkirsche empfehlenswert, weil sie im Gegensatz zu der aus China stammenden und als Vorfrühlingsblüher oft angepflanzten Forsythie wertvolle Nahrung für Insekten bietet. Die Kornelkirsche ist eine gute Bienentrachtpflanze im Frühling.

Die Kornelkirsche wird immer wieder als Heilpflanze in Büchern der Hildegard-Medizin empfohlen. Keine der Empfehlungen ist aber nachvollziehbar oder gar belegt.

Das Holz der Kornelkirsche war früher wegen seiner Festigkeit und Zähigkeit begehrt.

Beispiel:

„Im Altertum erhielt das Holz der Kornelkirsche militärtechnische und letztlich historische Bedeutung, als König Philipp II. die Phalanx als neue Schlachtordnung der makedonischen Infanterie etablierte. Deren bis zu sechs Meter lange Lanzen (Sarissen) konnten nur aus diesem speziellen Holz gefertigt werden; der erfolgreiche Einsatz der Phalangen gegen die persische Kavallerie wurde zu einem wesentlichen Faktor, der Philipps Sohn, Alexander dem Großen, seine Eroberungen ermöglichte.

Wegen seiner Festigkeit und Zähigkeit war das Holz des Kornelbaums wie kaum ein anderes (Eibe) zur Herstellung von Speeren und Lanzen geeignet.“

(Quelle: Wikipedia)

„Große Popularität hat das Holz der Kornelkirsche in Deutschland durch einen Spazierstock gefunden, den sogenannten Ziegenhainer. Da ihr Holz so fest ist, stellten die Bauern des Dorfes Ziegenhain südöstlich der Universitätsstadt Jena aus den geschälten Ästen besonders haltbare Knotenstöcke her. Sie wurden zunächst von den Jenaer Studenten getragen, kamen dann sehr in Mode und wurden etwa zum Ausgang des 19. Jahrhunderts in ganz Deutschland bekannt. Daneben gab es noch andere, preisgünstigere, die aus dem weniger harten und weit häufigeren Weißdorn gefertigt wurden. Der von den Studenten getragene Stock, damals Stenz genannt, hatte eine zweifache Verwendung: Einmal als Spazier- und Wanderstock, dann als Bestandteil der damals häufigen studentischen Duelle, und zwar in Händen der Sekundanten.“

(Quelle: Wikipedia)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Knoblauchrauke / Knoblauchhederich vor über 6000 Jahren als Gewürz eingesetzt

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Die Menschen im Ostseeraum haben offenbar bereits vor über 6000 Jahren ihre Speisen mit einer Art Knoblauchsenf gewürzt. Ein internationales Wissenschaftlerteam fand in Keramikgefäßen, die hauptsächlich von der Küste bei Neustadt in Holstein stammen, Spuren der Knoblauchrauke (Alliaria petiolata, Knoblauchhederich).

Dies sei der älteste direkte Beleg für den Einsatz von Gewürzen in der prähistorischen europäischen Küche, berichten die Wissenschaftler um Hayley Saul von der englischen Universität York in der Zeitschrift „Plos one“.

Sie halten die Entdeckung für einen Meilenstein: Lange Zeit ging man davon aus, dass die Kulturen der Jäger und Sammler beim Übergang zum Ackerbau in diesen Breiten Pflanzen nur als Kalorienlieferanten nutzten. Weil die Knoblauchrauke nur einen geringen Nährwert aufweist und in den Gefäßen auch Rückstände von Tieren und anderen Pflanzen gefunden wurden, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Menschen den pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack zm Verfeinern von Speisen nutzten.

Die Keramikscherben, die in Schleswig-Holstein und Dänemark gefunden wurden, sind mindestens 6100 Jahre alt. Die Forscher analysierten die an verkohlten Speiseresten gefundenen sogenannten Phytolithen und entdeckten dabei, dass sie denen von Samen der Knoblauchrauke ähnelten. Phytolithen sind Silikatablagerungen, die von Pflanzen hergestellt werden und auch dann nicht zerstört werden, wenn die Pflanze verrottet oder verbrannt wird.

Die Samen der mit Senfpflanzen verwandten Knoblauchrauke dienten nach Ansicht der Forscher offenbar dazu, die in den Keramikgefäßen gekochten Fleisch- und Fischspeisen geschmacklich zu verfeinern.

Quelle:

http://www.welt.de/gesundheit/article119283602/Vor-6000-Jahren-wurde-schon-mit-Knoblauch-gewuerzt.html

Kommentar & Ergänzung:

Schön, dass wieder einmal die Knoblauchrauke in den Medien erwähnt wird. Für den scharfen Geschmack der Knoblauchrauke ist vor allem das Senfölglykosid Sinigrin verantwortlich, das für viele Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) charakteristisch ist. Die scharfen schwarzen Samen des Knoblauchhederich können wie Pfefferkörner verwendet werden.

Knoblauchhederich ist neben dem Wiesenschaumkraut die Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter. Das Männchen des Aurorafalters ist auf der Flügeloberseite orange-weiss und ist sehr auffällig und unverwechselbar im Frühling herumflatternd.

Foto der Knoblauchrauke auf Wikipedia

Der Artikel in der „Welt“ steht übrigens unter dem Titel „Vor 6000 Jahren wurde schon mit Knoblauch gewürzt“. Da ist offenbar jemandem nicht klar gewesen, dass Knoblauch und Knoblauchhederich nicht das Selbe ist. Die Verwendung von Knoblauch als Heilmittel und Nahrungspflanze ist aber auch schon sehr alt  und beispielsweise bereits aus dem Alten Ägypten bekannt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Welt-Elefanten-Tag: „Traffic“ verlangt von Thailand Verbot von Elfenbein-Handel

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Dem Elfenbein ist nicht anzusehen, ob es von einem Elefanten aus Afrika oder von einem aus Thailand stammt.

Dieses Schlupfloch nutzen Schmuggler aus, stellt die Tierschutz-Organisation „Traffic“ fest. Denn der internationale Elfenbein-Handel ist zwar untersagt, in Thailand darf jedoch einheimisches Elfenbein verkauft werden, solange es nicht von Wildtieren stammt. Dadurch werde Thailand zur Drehscheibe des weltweiten illegalen Handels, indem die Schmuggler afrikanisches Elfenbein umdeklarieren, warnt „Traffic“. Die Organisation verlangt von der thailändischen Regierung zum heutigen Welt-Elefanten-Tag, dass sie dieses Schlupfloch stopft. Das hatte Regierungschefin Yingluck Shinawatra auch im Frühling bei einer Artenschutz-Tagung angekündigt. Details zur Umsetzung lassen jedoch noch auf sich warten.
„Traffic“ erklärt, dass jedes Jahr Tausende Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet werden.

Quelle:

http://www.dradiowissen.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=252876

Kommentar & Ergänzung:

Der illegale Elfenbein-Handel boomt vor allem in China, wo Elfenbein zum Teil als Wertanlage betrachtet und gekauft wird. Inzwischen gibt es allerdings auch gross angelegte Medienkampagnen in China, die sich gegen den Elfenbein-Handel stellen.

Auch Vietnam trägt zur Steigerung im Elfenbein-Handel bei.

Es braucht internationalen Druck, damit Elefanten gegen Wilderei besser geschützt werden.

Was ist „Traffic“?

„ TRAFFIC ist eine internationale Artenschutzorganisation, die den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aus der Wildnis überwacht und sich dafür einsetzt, dass der Erhalt der Natur davon nicht bedroht wird. Der Name steht für „Trade Records Analysis of Flora and Fauna in Commerce“.

TRAFFIC ist ein gemeinsames Programm des World Wide Fund For Nature (WWF) und der Weltnaturschutzunion (IUCN). Außerdem arbeitet TRAFFIC eng mit dem Sekretariat der Artenschutzkonferenz (CITES) zusammen. Das 1976 gegründete Artenschutzprogramm hat seinen Hauptsitz in Cambridge, Großbritannien und Büros in Afrika, Asien, Nord-, Süd- und Mittelamerika, sowie Europa und Ozeanien.

Seit der Gründung hat TRAFFIC einen Ruf als verlässliche und unabhängige Organisation im Artenschutz aufbauen können. Das weltweite Netzwerk beruht auf Erforschung des Handels mit wilden Tier- und Pflanzenarten und sucht innovative und praktikable Lösungen, die mithilfe der neusten Information geeignete Regelungen für Mensch und Arten anbieten.“

(Quelle: Wikipedia)

Was ist Elfenbein?

Fundierte Informationen auf www.materialarchiv.ch

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Kräuter kennenlernen in der Schweiz 2013

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Wer Heilkräuter, Wildblumen und Alpenblumen kennenlernen möchte, kann bei mir eine kürzere oder längere „Lehrzeit“ machen in der Natur.

Dabei gibt es viele kleine Wunder am Wegrand zu entdecken. Kräuter kennenlernen, das ist nicht nur nützlich zur Behandlung von verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden und für Wildsalate.

Es ist auch ein ästhetisches Erlebnis und es bereichert damit unsere Wahrnehmung der Welt, in der wir leben.

Tagesexkursionen:

– Sonntag 5. Mai 2013: Heilpflanzen und Wildblumen entdecken in Quinten am Walensee am Fusse der Churfirsten. Ein Ausflug mitten in den Frühling.

– Sonntag 12. Mai 2013: Von Trin nach Versam in die imposante Rheinschlucht.

Die Rheinschlucht im Kanton Graubünden ist eine der faszinierendsten Landschaften der Schweiz und bietet für unsere Kräuterexkursion eine vielfältige Pflanzenwelt.

– Pfingstsamstag 18. Mai 2013: Heilpflanzenexkursion in die Petite Camargue bei Basel. Auenwald und Trockenstandorte mit seltenen Orchideen. Und mit etwas Glück wird uns die Nachtigall mit ihrem Gesang begleiten.

– Pfingstmontag 20. Mai 2013: Heilpflanzen, Wildblumen und seltene Orchideen im Schaffhauser Randen. Eine blumenreiche Wanderung von Hemmental nach Merishausen. Auf dem Randen wachsen farbenprächtige Magerwiesen mit einer Pflanzenvielfalt, wie man sie im Flachland nur noch selten antrifft.

– Sonntag 26. Mai 2013: Heilpflanzen, Wildblumen, Schmetterlinge in Jeizinen (Wallis) oberhalb von Gampel. Die intensive Sonneneinstrahlung begünstigt wärmeliebende Pflanzen und bietet ein südländisches Ambiente.

– Sonntag 2. Juni 2013: Naturentdeckungen im Eriztal (bei Thun, Kanton Bern). Das Eriztal ist ein botanischer Geheimtipp.

Wir besuchen ein Hochmoor und treffen dort unter anderem den Sonnentau, eine insektenfressende Hustenpflanze.

– Sonntag 23. Juni 2013: Alpenpflanzen, Orchideen und Heilkräuter in Feldis (Domleschg, Graubünden). Wanderung auf der Mutta-Hochebene. Das Bergdorf Feldis liegt inmitten von blumenreichen Matten und auf dem Mutta gibt es eine tolle Aussicht und eine vielfältige Alpenflora.

– Samstag 13. Juli 2013: Alpenblumen und Heilkräuter auf Sunnbüel ob Kandersteg (Berner Oberland). Das eindrückliche Hochtal Sunnbüel ist der Zugang zum Gemmipass, welcher ins Wallis führt.

Kräuterwanderwochen:

Wer sich ein paar Tage auf Bergwanderungen intensiver mit der Pflanzenwelt auseinandersetzen möchte, kann das auf meinen Kräuterwanderwochen im Berner Oberland.

Und zwar in:

Lenk im Simmental vom 29. Juni bis 4. Juli 2013,

und in

Mürren vom 6. bis 11. Juli 2013.

Kräuter kennenlernen – das lohnt sich in vielerlei Hinsicht.

Genauere Informationen zu diesen Ausflügen in die Natur finden Sie in den Ausschreibungen, die via Kurskalender zu finden sind.

Beachten Sie dort auch die Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende aus Spitex, Palliative Care, Spital, Pflegeheim und Psychiatrie und das Heilpflanzen-Seminar für Menschen, die sich vertieft mit einer Weiterbildung in Pflanzenheilkunde befassen möchten.

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Pflanzenkunde: Was blüht gerade – Buschwindröschen

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Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist ein typischer Frühblüher in Laubwäldern und Mischwäldern, aber auch in Nadelwäldern, Gebüschen und auf Bergwiesen bis in Höhen von 1900 m ü. M. Es nutzt die günstige Zeitperiode vor dem Laubaustrieb der Laubbäume, später sind die Lichtverhältnisse in der Krautschicht zu schlecht. Der gesamte Lebenszyklus des Buschwindröschens findet daher im Frühling statt. Die Blüten produzieren einen Überschuss an Pollen, der den Insekten als wichtige Nahrungsquelle dient. In waldreichen Gegenden kann das Buschwindröschen deshalb wesentlich zur Pollenversorgung der Bienen beitragen. Vor allen Honigbienen, Mauerbienen und Fliegen besuchen die Blüten.

Buschwindröschen eignet sich daher gut für Wildpflanzengärten.

Die Pflanze trägt ihren Namen zu Recht. Erstens sieht die Blüte aus wie ein Röschen und zweitens schüttelt auch schon ein leichteres Lüftchen das Buschwindröschen ziemlich durch.

Buschwindröschen ist in allen Teilen giftig. Es enthält den für Hahnenfussgewächse charakteristischen Giftstoff Protoanemonin. Diese Substanz entsteht erst bei der Verletzung der frischen Pflanzen oder bei deren Welken – und in der getrockneten Pflanze ist sie nicht mehr vorhanden.

Beim Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kann es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis) kommen. Bei der inneren Aufnahme beeinflusst Protoanemonin das Nervensystem: Es kann Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen auslösen, aber auch Krämpfe und Lähmungserscheinungen.

Vergiftungen durch protoanemoninbildende Pflanzen sind beim Menschen allerdings sehr selten. Am ehesten können sie auftreten  bei Anwendungen von Pflanzen wie Pulsatilla vulgaris (Küchenschelle) oder Buschwindröschen zur Hautreiztherapie oder bei der Verwendung von protoanemoninhaltigen Pflanzen als Kapernersatz oder als Wildsalat.

Für einen Erwachsenen soll die Einnahme von etwa 30 Exemplaren des Buschwindröschen tödlich wirken, doch wer isst schon freiwillig solche Mengen davon.

Falls Sie mehr über Pflanzen und Tiere in der Natur lernen und viele kleine Wunder am Wegrand entdecken möchten, dann schauen Sie sich einmal die Daten und Orte meiner Exkursionen im Kurskalender an.

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Wildbienen unerwartet wichtig für die Bestäubung

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Die Honigbienen sind durch verschiedene Einflüsse gefährdet, vor allem durch Pestizide und Parasiten wie die Varroa-Milbe. Der Honigbienen-Bestand schrumpft daher. Ein internationales Wissenschaftlerteam konnte nun zeigen, dass die Honigbienen nicht alle Arbeit allein machen müssen. Es gibt nämlich noch andere wichtige Bestäuber in der Natur. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Science“ schreiben, scheinen wild lebende Bienen und andere Insekten bei der Bestäubung von Pflanzen eine weitaus größere Bedeutung zu haben als bisher vermutet wurde. Den Forschern zufolge sichern viele verschiedene Bestäuberarten eine höhere Ernte. Außerdem arbeiteten die Wildbienen erfolgreicher, da sie für die Bestäubung effizienter seien.

Ihr Lebensraum sei allerdings nicht mehr genügend vorhanden – er sollte darum besser geschützt werden. Wildbienen nisten vor allem in Totholz in Hecken, Waldrändern oder auch im Boden.

Die Forscher hatten weltweit etwa 600 Anbauflächen entweder selbst untersucht oder bereits vorliegende Studien darüber ausgewertet.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=196217

http://www.sciencemag.org/content/early/2013/02/27/science.1230200

Kommentar & Ergänzung:

Dass die Honigbienen bedroht sind, hat der Film „More than Honey“ von Markus Imhoof eindrücklich gezeigt.

Dass es neben den Honigbienen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber auch noch rund 730 Wildbienenarten gibt, es den meisten Menschen in Mitteleuropa gar nicht bekannt. Sie sterben natürlich ebenfalls oft beim Einsatz von Pestiziden und werden von Parasiten befallen, beispielsweise von den Goldwespen, die zu den „beauties“ in der Insektenwelt gehören (Foto auf Wikipedia).

Die meisten Wildbienen bilden allerdings keine Staaten, sondern leben einzeln. Das dürfte den Parasiten ihre Verbreitung erschweren.

Da Wildbienen so wenig bekannt sind,  braucht es immer wieder mal ein bisschen „Wildbienen–Lobbying“.

Im Frühling kann man Wildbienen übrigens oft ganz einfach auf Löwenzahn entdecken.

Siehe:

Naturkunde: Löwenzahn und Wildbienen

Ausserdem zum Thema Wildbienen:

Klimaerwärmung bedroht Wildbienen im Hochgebirge

Buchtipp: Nisthilfen für Wildbienen / Das Insektenhotel

Buchtipp: Bienen – Wespen – Ameisen, Kosmos Naturführer Hautflügler Mitteleuropas von Heiko Bellmann

Lust auf Naturerlebnisse? Daten und Orte für Kräuterwanderungen unter „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Fastenmythen: Entschlacken durch Fasten?

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Jeden Frühling kommt sie wieder – die dringliche Empfehlung, dass nun die Zeit gekommen sei, um mit einer Fastenkur Körper, Geist und Seele zu entschlacken.

Den weitverbreiteten Entschlackungs-Irrtum kann man in einem Satz zusammenfassen:

„Giftstoffe und Ablagerungen, welche sich über das Jahr hinweg im Körper angesammelt haben, können beim „Entschlacken“ entfernt werden.“

Tatsache ist jedoch: Beim Stoffwechsel fallen zwar in der Tat als Teil eines natürlichen Vorganges nicht verwertbare chemische Endprodukte an. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) speichert ein gesunder Organismus diese überflüssigen Stoffe jedoch nicht etwa ab, sondern scheidet sie bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über Nieren und Darm wieder aus.

Diese „Kläranlagen-Funktion“ des Organismus kann durch Fasten nicht effizienter werden, als sie ohnehin schon ist. Wissenschaftliche Belege für günstige Wirkungen des „Entschlackens“ gibt es übrigens kaum. „Der im Zusammenhang mit dem Heilfasten immer wieder genannte Begriff ‚Entschlacken‘ ist wissenschaftlich nicht begründbar“, erklärt die DGE.

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/blogs/in-form/fasten-kein-zuckerschlecken-für-die-gesundheit-145934893.html

Kommentar & Ergänzung:

Man muss unseren Organismus vor den „Entschlackungsaposteln“ quasi in Schutz nehmen. Sie sprechen ihm nämlich ziemlich grundlegend die Kompetenz ab, mit Stoffwechselprodukten angemessen und „professionell“ umzugehen. Und dann verkaufen sie uns Fastenkuren, Entschlackungstees, Detox-Fussbäder und andere Fragwürdigkeiten. Die Entschlackungsbranche lebt von einem Phantom. Um welche Stoffe es sich bei diesen „Schlacken“ und „Giftstoffen“ genau handeln soll – diese Angabe bleibt sie nämlich in der Regel schuldig.

Am heikelsten finde ich aber, dass durch die ständige Rede von Schlacken und Entschlackungskuren das Vertrauen in die Fähigkeiten unseres Organismus untergraben wird. Und wer an diesem Punkt genug verunsichert ist, wird ein guter Konsument für Mittelchen aller Art, die dieses Kompetenzdefizit beheben sollen. Davon lebt neben der Entschlackungsbranche auch die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie.

Wer Ihnen einredet, Sie seien verschlackt, unterstellt Ihnen Problem und will Ihnen möglicherweise eine Lösung für das eingeredete Problem verkaufen.

Sparen Sie sich das Geld dafür und tun Sie sich damit sonst etwas Gutes.

Siehe auch:

Entgiftungsdiäten / Detox-Diäten – bodenlose Versprechungen

Unsinnig und irreführend: Sidroga® Wellness Entschlackungstee

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

Entgiften und Entschlacken – höchst fragwürdige Versprechungen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Phytotherapie / Pflanzenheilkunde: Kursprogramm 2013 Frühling / Sommer

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Ich freue mich, Ihnen für die erste Jahreshälfte 2013 wieder ein vielfältiges Programm rund um Heilpflanzen und Naturerlebnisse anbieten zu können.  Alle Detailinformationen finden Sie via Kurskalender.

Phytotherapie-Ausbildung

Am 27. / 28. Mai 2013 startet der nächste Lehrgang der Phytotherapie-Ausbildung. Sie lernen hier alles Wesentliche über fundierte Heilpflanzen-Anwendungen. Die Ausbildung richtet sich in erster Linie an Pflegende, doch sind auch andere Gesundheitsberufe willkommen und eine beschränkte Platzzahl  steht unter bestimmten Voraussetzungen  Interessierten ohne medizinische Grundlagen offen.

Tagesseminare in Winterthur

Kompaktes und aktuelles Phytotherapie-Wissen zu einem bestimmten Themenbereich. Für Pflegende und andere Interessierte.

28. 2. Heilpflanzen bei Schlafstörungen, Angst, Depression

23. 4. Heilpflanzen bei Hauterkrankungen und Wunden

07. 5. Heilpflanzen-Anwendungen in Onkologiepflege und Palliative Care

Kräuterwanderwochen im Berner Oberland

29. 6. – 04. 7. Heilpflanzen und Alpenblumen an der Lenk im Simmental

06. 7. – 11. 7. Heilpflanzen und Alpenblumen in Mürren

Tagesexkursionen

Wählen Sie aus dem breiten Angebot und tauchen Sie in eine kürzere oder längere Lehrzeit ein, in welcher Ihnen Heilkräuter, Wildblumen, Alpenpflanzen, aber vielleicht auch manche Tiere wie Schmetterlinge oder Vögel vertraut werden.

05. 5. Heilpflanzen und Wildblumen in Quinten am Walensee

12. 5. Von Trin durch blumenreiche Landschaften in die imposante Rheinschlucht

18. 5. Naturschutzgebiet „Petite Camargue“ bei Basel – wunderschöne Auenlandschaft

20. 5. Heilpflanzen, Orchideen und einmalige Magerwiesen im Schaffhauser Randen

26. 5. Heilpflanzen, Wildblumen, Schmetterlinge und südliches Ambiente in Jeizinen (Wallis)

02. 6. Entdeckungen im wunderschönen Eriztal bei Thun

23. 6. Blumenparadies Feldis (Domleschg) und Mutta-Hochebene

13. 7. Alpenlandschaft Sunnbüel ob Kandersteg – Heilpflanzen & Alpenblumen

28. 7. Flimserstein: Alpenflora, Heilpflanzen und geologische Ausblicke

….und als Vorankündigung:

Das Heilpflanzen-Seminar über 6 Wochenenden startet wieder ab Dezember 2013.

Wenn Sie am surfen sind, besuchen Sie doch auch

www.info-phytotherapie.ch (hier können Sie den Newsletter abonnieren),

www.phytotherapie-seminare.ch und

www.patientenseminare.ch.

Freundliche Grüsse

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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