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Kräuterwanderungen – Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

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Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die zu meinen Kräuterwanderungen oft gestellt werden. also die sogenannten „Frequently Asked Questions“ (FAQ):

Werden die Kräuterwanderungen bei jedem Wetter durchgeführt?

Ja. Ich behalte mir aber vor, die Route der Witterung anzupassen, insbesondere wenn die Sicherheit es erfordert. Nehmen Sie daher wetterfeste Kleidung mit.

Es wäre organisatorisch kaum möglich, kurzfristig eine solche Veranstaltung abzusagen und längerfristig sind die Prognosen zu ungenau.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass das Wetter zur Natur gehört. Uns heutigen Menschen ist die Auseinandersetzung mit dem Wetter grossenteils abhanden gekommen. Ich selber bin natürlich gerne bei schönem Wetter unterwegs. Die Stimmungen in der Natur sind bei wechselhaftem Wetter aber oft eindrücklicher. Zudem kommt es nur selten vor, dass ein Tag durchgängig nass ist und oft ist das Wetter vor Ort besser, als es vom Wetterbericht her zu erwarten war. Nur weil die Wetterprognose ein Wölkchen zeigt, muss der Tag noch nicht schlecht werden – so ist jedenfalls meine Erfahrung.

Wie fit muss ich körperlich sein?

Das ist unterschiedlich bei den verschiedenen Touren. Klar ist, das wir in der Regel den ganzen Tag wandernd unterwegs sind, allerdings mit Unterbrüchen, weil wir ja immer wieder Pflanzen anschauen.

Es gibt flachere Touren und solche mit Auf- und/oder Abstiegen. Wenn Ihnen das aus der Kursbeschreibung zu wenig klar wird und sie unsicher sind, ob Sie der Tour körperlich gewachsen sind, dann rufen Sie mich am besten vor der Anmeldung an. Am Telefon lassen sich diese Fragen am besten klären (052 202 20 29).

Als grobe Richtlinie könnte man noch sagen: Wenn in der Kursausschreibung „Wanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in derjenigen Zeit zu wandern, die auf den gelben Wanderwegweisern angegeben ist. Wenn in der Kursausschreibung „Bergwanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in der Zeit zu wandern, die auf den weiss-rot-weiss markierten Wanderwegweisern angegeben ist. Bergwanderfähigkeit setzt zudem eine normale Trittsicherheit voraus,

Braucht es botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse?

Nein, botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber auch kein Hindernis.

Sammeln wir auch Pflanzen auf den Kräuterwanderungen?

Nein, wir sammeln keine Pflanzen. Ich halte es für unsinnig, mit einer ganzen Gruppe Heilkräuter zu sammeln. Dadurch wird an einem Ort oft viel zu viel gepflückt, was den Beständen schaden könnte. Sie können auf meinen Kräuterwanderungen Erkennungsmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten kennenlernen – und danach selber mit dem nötigen Respekt sammeln, was Sie brauchen können.

Was kann ich genau lernen auf den Kräuterwanderungen?

Im Zentrum der Kräuterwanderungen stehen natürlich die Heilpflanzen und da geht es in erster Linie um das genaue Wahrnehmen. Wir laufen ja oft ziemlich blind durch die Welt, auch wenn unsere Augen vollkommen intakt sind. Nicht selten sagen mir Teilnehmende nach dem Kurs, dass sie nun viel mehr Blumen sehen. Dann ist ein Ziel erreicht, denn die (wahrgenommene) Welt wird so bunter, lebendiger und reichhaltiger. Ich erzähle auf den Kräuterwanderungen aber auch gerne Geschichten zu den Heilpflanzen, über ihre Wirkungen, Erkennungsmerkmale, Lebensweisen und über ihre frühere Bedeutung im Volks- und Aberglauben.

Ich finde es allerdings nicht sehr sinnvoll, auf einer Kräuterwanderung nur Pflanzen zu beachten, die uns unmittelbaren Nutzen bringen, also als Heilpflanzen oder als Wildgemüse gebraucht werden können. Wir werden darum auch Pflanzen anschauen und kennenlernen, die „nur“ das Auge oder das Herz erfreuen. Und ich werde gerne vielleicht auch einmal etwas sagen, wenn ein interessanter Vogel zu hören ist oder ein schöner Schmetterling vorbeigaukelt. Wir versuchen also, neben den Heilkräutern auch die Natur als Ganzes wahrzunehmen und ich habe mir seit den ersten geleiteten Exkursionen im Jahr 1986 ein vielfältiges Wissen erwerben können.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Nein, ich habe entschieden, keine Hunde mitlaufen zu lassen. Wir machen nicht einfach eine Wanderung. Es gibt dazwischen immer wieder Unterrichtssequenzen. Und im Unterricht – so meine Erfahrung – hat auch ein ganz netter Hund durchaus Störungspotential. Das ist nicht hundefeindlich gemeint.

Ab welchem Alter können Kinder mitkommen?

Meine Kurse richten sich von Stil und Inhalt her an Erwachsene. Kindern müsste man didaktisch etwas ganz anderes anbieten. Für Kinder sind meine Kräuterwanderungen daher ungeeignet. Gute Erfahrungen habe ich aber schon mit Jugendlichen gemacht, falls sie speziell an Biologie und Botanik interessiert sind. Fragen Sie mich im Zweifelsfall.

Gibt es Geschenkgutscheine?

Wir haben keine vorgedruckten Geschenkgutscheine, finden es aber eine gute Idee, Kräuterwanderungen zu verschenken an Leute, die an Pflanzen interessiert sind und sich gerne in der Natur bewegen. Ich würde allerdings empfehlen, ein solches Geschenk nicht „blind“ zu machen, sondern mit der beschenkten Person zusammen entscheiden, für welche Tour und welches Datum sie sich am meisten interessiert.

Es ist auch unumgänglich, dass die beschenkte Person vor der Anmeldung die Kursausschreibung gelesen, hat, damit sie die körperlichen Voraussetzungen kennt und einschätzen kann, ob die Tour für sie geeignet ist.

Bei der Anmeldung können Sie meiner Mitarbeiterin mitteilen, wem die Rechnung und wem die Kursinformationen zu schicken sind.

Habe ich Zeit zum Fotografieren auf den Kräuterwanderungen?

Grundsätzlich schon. Ich habe immer wieder Teilnehmende auf Kräuterwanderungen, die tolle Fotos machen (und sie mir manchmal für die Flickr-Fotoplattform zur Verfügung stellen). Sie müssen sich beim Fotografieren allerdings dem Tempo der Gruppe anpassen. Die Wanderungen sind in der Regel zeitlich so berechnet, dass wir zu einer bestimmten Zeit zum Beispiel an einer Busstation sein müssen. Wir können also nur sehr ausnahmsweise warten, bis die Sonne optimal steht……

Was heisst „hohe Wanderschuhe“?

Bei manchen Kräuterwanderungen steht unter „Mitnehmen“: Hohe Wanderschuhe.

Das bedeutet: Über den Knöchel reichend und mit Profilgummisohle.

Wenn ich schreibe „Mitnehmen: Hohe Wanderschuhe“, dann ist das nicht nur eine Empfehlung – dann meine ich das auch so – und behalte mir vor, Leute mit ungenügendem Schuhwerk nicht mitzunehmen. Das ist eine Sicherheits- und Haftungsfrage, die nicht verhandelbar ist. Steht nur „Wanderschuhe“, dann empfehle ich zwar ebenfalls hohe Wanderschuhe, doch können sie auch mit anderen wandertauglichen Schuhen teilnehmen.

Trifft man auf den verschiedenen Kräuterwanderungen unterschiedliche Pflanzen oder dieselben?

Es gibt Pflanzen, die kommen sehr weit verbreitet vor, und die trifft man daher fast auf jeder Kräuterwanderung. Dann gibt es aber immer auch Unterschiede zwischen den einzelnen Kräuterwanderungen. Das hängt vom Boden ab (trocken oder feucht, sauer oder basisch), von der Lage (schattig oder sonnig), von der Höhe über Meer (Flachland oder Alpenregion) und von der Jahreszeit (Frühling oder Sommer).

Wenn Sie möglichst verschiedene Pflanzen kennenlernen möchten, empfehle ich die Exkursionen zu variieren bezüglich Jahreszeit, Region und Höhenlage. Manchmal lassen sich auch aus der Ausschreibung Unterschiede herauslesen. Eine Exkursion im Auenwald im Flachland (zum Beispiel „Petite Camargue“) bietet andere Pflanzen als eine Exkursion an einem trockenen Südhang in höheren Lagen (z, B. Rigi).

Unterstreichen möchte ich aber, dass es beim Kennenlernen von Pflanzen auch wichtig ist, dieselbe Pflanze mehrfach anzuschauen. Wiederholung macht auch hier den Meister oder die Meisterin. Sie können mit mir also quasi Lehr-Gänge machen, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum immer wieder einmal eine Kräuterwanderung mitmachen – und dabei Schritt für Schritt vertrauter werden mit der Pflanzenwelt und mit der Natur überhaupt.

Sind die Kräuterwanderungen EMR-anerkannt?

Keine Ausbildungsinstitution hat vom EMR eine schriftliche Anerkennung. Schon seit vielen Jahren reichen aber Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker Teilnahmebescheinigungen meiner Weiterbildungskurse und Lehrgänge beim EMR ein. Dass dabei Schwierigkeiten aufgetreten wären, ist mir nicht bekannt. So gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft klappen sollte. Für einen Tag Kräuterwanderung können Sie mit der Bescheinigung von 6 mal 60 Minuten rechnen.

(Erklärung für „Uneingeweihte“: Das EMR = Erfahrungsmedizinische Register ist einer Firma, die Entscheidet, wer als Naturheilpraktiker / Naturheilpraktikerin über Zusatzversicherungen abrechnen darf. Dazu zählt das EMR eingerechte Ausbildungsstunden und Weiterbildungsstunden zusammen).

Gibt es eine maximale Zahl an Teilnehmenden?

Ja, pro Kräuterwanderung hat es maximal 16 Plätze.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

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Kräuterwanderung Sunnbüel bei Kandersteg (Berner Oberland) am 13. Juli 2014

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Am 14. Juli findet in Kandersteg (Kanton Bern, Schweiz) wieder die Kräuterwanderung auf Sunnbüel statt. Wir fahren mit der Luftseilbahn ins wunderschöne Hochtal Sunnbüel und können dort ohne grosse Höhendifferenzen überwinden zu müssen die Heilpflanzen und Alpenblumen kennenlernen. Die Luftseilbahn bringt und auch wieder zurück in den Talboden, wo wir die Kräuterexkursion eine Höhenstufe tiefer mit anderen Wildpflanzen fortsetzen. So entdecken wir am selben Tag eine grosse Vielfalt an Heilpflanzen und Alpenblumen.

Die Detailinfos dazu gibt es hier unter „Kurse“.

Für den Sommer 2014 stehen zudem noch die Exkursionen am 20. Juli in Braunwald (Glarus), am 26. Juli in den Thurauen (Kanton Zürich) und am 27. Juli in Engelberg (Kanton Obwalden) auf dem Programm.

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Kräuterwanderungen als Naturerlebnis

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Mir ist es wichtig, dass wir auf Kräuterwanderungen nicht nur fixiert sind auf Pflanzen, die essbar sind oder zu Heilzwecken genutzt werden können. Wer nur interessiert ist an dem, was nutzbar ist, wer also mit einem Nützlichkeitsfilter durch die Gegend läuft, der vermindert das ästhetische Erlebnis. Schön ist, was interesselos gefällt (nach Immanuel Kant). Also geht es auf Kräuterwanderungen immer auch darum, einen Lebensraum zu erleben, eine Landschaft, das Wetter, die Wege, Tiere und Pflanzen, denen wir begegnen.

Und selbstverständlich: Auf Kräuterwanderungen sind auch die Wirkungen und Erkennungsmerkmale der Heilpflanzen ein wichtiges Thema – aber nicht nur sie.

Wer sich ohne Nützlichkeitsfilter in der Natur bewegt, wird vielfältigere und vor allem ganz andere Entdeckungen machen. Kräuterwanderungen ohne Nützlichkeitsfilter verändern viel stärker die Wahrnehmung als „utilitaristische“ Exkursionen.

Teilnehmende berichten mir immer wieder, dass sie nun Pflanzen und Tiere bemerken, die sie vorher übersehen haben.  Zu einem guten Stück sieht man halt wirklich nur, was man schon kennt.

Gehört eine Pflanze zum „Bekanntenkreis“, trifft man sie plötzlich immer wieder an.

Die Erweiterung des „vegetabilen Bekanntenkreises“ und die damit verbundene Aktivierung der Aufmerksamkeit gehört zu den beabsichtigen Wirkungen meiner Kräuterwanderungen.

Schauen Sie sich einmal die Daten und Orte für den Sommer 2014 in meinem Kursprogramm an, falls Sie an solchen Entdeckungsreisen interessiert sind.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Pflanzenkunde: Was blüht gerade – Buschwindröschen

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Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist ein typischer Frühblüher in Laubwäldern und Mischwäldern, aber auch in Nadelwäldern, Gebüschen und auf Bergwiesen bis in Höhen von 1900 m ü. M. Es nutzt die günstige Zeitperiode vor dem Laubaustrieb der Laubbäume, später sind die Lichtverhältnisse in der Krautschicht zu schlecht. Der gesamte Lebenszyklus des Buschwindröschens findet daher im Frühling statt. Die Blüten produzieren einen Überschuss an Pollen, der den Insekten als wichtige Nahrungsquelle dient. In waldreichen Gegenden kann das Buschwindröschen deshalb wesentlich zur Pollenversorgung der Bienen beitragen. Vor allen Honigbienen, Mauerbienen und Fliegen besuchen die Blüten.

Buschwindröschen eignet sich daher gut für Wildpflanzengärten.

Die Pflanze trägt ihren Namen zu Recht. Erstens sieht die Blüte aus wie ein Röschen und zweitens schüttelt auch schon ein leichteres Lüftchen das Buschwindröschen ziemlich durch.

Buschwindröschen ist in allen Teilen giftig. Es enthält den für Hahnenfussgewächse charakteristischen Giftstoff Protoanemonin. Diese Substanz entsteht erst bei der Verletzung der frischen Pflanzen oder bei deren Welken – und in der getrockneten Pflanze ist sie nicht mehr vorhanden.

Beim Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kann es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis) kommen. Bei der inneren Aufnahme beeinflusst Protoanemonin das Nervensystem: Es kann Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen auslösen, aber auch Krämpfe und Lähmungserscheinungen.

Vergiftungen durch protoanemoninbildende Pflanzen sind beim Menschen allerdings sehr selten. Am ehesten können sie auftreten  bei Anwendungen von Pflanzen wie Pulsatilla vulgaris (Küchenschelle) oder Buschwindröschen zur Hautreiztherapie oder bei der Verwendung von protoanemoninhaltigen Pflanzen als Kapernersatz oder als Wildsalat.

Für einen Erwachsenen soll die Einnahme von etwa 30 Exemplaren des Buschwindröschen tödlich wirken, doch wer isst schon freiwillig solche Mengen davon.

Falls Sie mehr über Pflanzen und Tiere in der Natur lernen und viele kleine Wunder am Wegrand entdecken möchten, dann schauen Sie sich einmal die Daten und Orte meiner Exkursionen im Kurskalender an.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Schlaue Hummeln lernen von Artgenossen

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Hummeln können von ihren Artgenossen lernen, wo es ergiebige Blüten hat.
Diese Fähigkeit ist nützlich beim Nektar suchen. Biologen der Universität London haben ein Experiment mit Hummeln in einer Flugarena veranstaltet. Sie versahen künstliche Blüten mit einer Zuckerlösung und platzierten daneben Hummel-Attrappen. So sollten die Hummeln lernen, die Anwesenheit von Artgenossen mit Futter zu assoziieren.

Danach vertauschten die Biologen die Anordnung der Blumen und ließen die Hummeln erneut durch die Arena fliegen. Das Resultat: Die Tiere steuerten genau die Blüten an, auf denen vorher andere Hummeln – bzw. Hummel-Attrappen – saßen – egal, ob sich dort Zucker befand oder nicht.

Die Wissenschaftler berichten über ihre Resultate im Magazin Current Biology.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=208281

http://www.cell.com/current-biology/retrieve/pii/S0960982213003370

Kommentar & Ergänzung:

Hummeln sind in vielerlei Hinsicht faszinierende Insekten.

Hummeln spielen eine wichtige Rolle für die Bestäubung von mehreren hundert Pflanzenarten in Mitteleuropa (z. B. Rotklee, Taubnesseln, Salbei-, Eisenhut-, Storchschnabel- und Enzianarten, Akelei und zahlreiche mehr. Bedingt durch ihre Kältetoleranz sind hauptsächlich in Gebirgen viele Hummelarten zu finden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden bisher 48 Hummelarten nachgewiesen, 44 kommen aktuell vor. Da gibt es zum Beispiel Erdhummeln, Steinhummeln, Alpenhummeln, Wiesenhummeln, Baumhummeln, Waldhummeln, Ackerhummeln….

Siehe auch:

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

Hummeln sind Transportkünstlerinnen

Pestizide schaden Hummeln

Nicht nur in einer „Hummel-Flugarena“, auch direkt in der Natur gibt es unzählige spannende Geschichten und kleine Wunder zu entdecken.

Schauen Sie sich im Kurskalender mal die Daten und Orte meiner Exkursionen an, wenn Sie Pflanzen und Tiere besser kennenlernen möchten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

www.info-phytotherapie.ch/index.php/phytotherapie-infothek/was-ist-phytotherapie

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=6

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=15

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Heilpflanzen-Exkursionen als ästhetische Bildung

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Tönt vielleicht ein bisschen hochgestochen, dieser Titel. Aber eigentlich ist etwas einfaches damit gemeint.

Auf Heilpflanzen-Exkursionen lernt man, woran man die Pflanzen erkennen kann und wofür sie gut sind. Das ist ziemlich direkt Nutzen orientiert und drückt sich aus in der auf Exkursionen relativ häufigen Frage: „Und wofür kann man diese Heilpflanze brauchen?“ – Dagegen ist auch nichts einzuwenden.

Allerdings scheint mir, dass diese Nutzenorientierung nicht der einzige Aspekt sein sollte, um den sich auf einer Heilpflanzen-Exkursion alles dreht.

Genauso wichtig finde ich, was Rolf Göppel so formuliert hat:

„Ich möchte also unter „ästhetischer Bildung“ hier etwas sehr Grundlegendes verstehen: Die Erziehung zur Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Genussfähigkeit, die Pflege der Fähigkeit zu staunen, die Sensibilisierung der Aufmerksamkeit dafür, welche Umgebung „der eigenen Seele gut tut“, die Ausbildung eines liebevoll-achtsamen Verhältnisses zu den natürlichen Erscheinungen, die einem zum Beispiel den Duft einer Blume oder den Gesang eines Vogels wertvoll sein lassen, auch wenn diese ‚zu nichts nütze’ sind und die einem die Beobachtung der Fortbewegungsart einer Raupe oder des Baus eines Spinnennetzes zum spannenden Erlebnis werden lassen, auch wenn dabei herzlich wenig ‚action’ geschieht.“

Rolf Göppel, Umwelterziehung, in: Walter Sauer (Hrsg.); Verlassene Wege zur Natur, Die Graue Edition 1992

Dieses Zitat drückt ganz präzis aus, was mir bei Exkursionen in der Natur wichtig und wertvoll ist und über den direkten Nutzen hinausgeht.

Ein nutzenorientierter Umgang mit der Natur zeigt sich in verschiedenen Varianten, nicht nur in der direkten Frage, wofür eine bestimmte Heilpflanze gut ist. Viel subtiler ist eine weit heute weit verbreitete, esoterisch eingefärbte Nutzenorientierung gegenüber der Natur.

Im Zentrum steht dabei eine Haltung, die von der Natur Ratschläge und Hinweise aller Art erwartet. Die Natur soll uns mitteilen, was für uns gut ist, was uns gesund macht oder unsere Entwicklung fördert. Überall in der Natur sollen uns Pflanzendevas oder Pflanzensignaturen geheime Zeichen geben, die es nur zu erkennen gibt. Die Natur soll uns zudem Energie und Lebenssinn liefern.

Ich halte das – mit Verlaub gesagt – für eine ziemlich ausgeprägte Konsumhaltung. Und der Mensch stellt sich nach meinem Geschmack dabei viel zu stark in den Mittelpunkt.

Siehe auch:

Signaturen der Pflanzen – Bemerkungen zu Bedeutung und Hintergründen

Rolf Göppel beschreibt eine ganz andere Art des Kontaktes zur Natur. Hier wird nicht passiv Hilfe, Rat, Gesundheit und Energie erwartet. Die Entwicklung, welche wir in und mit der Natur machen können, entsteht aus dem Kontakt, aus der Begegnung mit Pflanzen und Tieren. Sie entsteht in uns selber, insofern wir uns auf die Natur einlassen. Mir scheint, dass diese Haltung reifer, konstruktiver und in einem guten Sinn bereichernd ist. Und ich begleite auf meinen Heilpflanzen-Exkursionen und Natur-Seminaren sehr gerne Menschen, die auf solche Art Kontakt und Begegnung mit  Pflanzen, Tieren und Landschaften suchen. Das ist für ein wichtigster Aspekt, den ich mit den Exkursionen vermitteln möchte.

Alle aktuellen Exkursionsdaten finden Sie im „Kurskalender“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Alpenblumen: Männertreu = Schwarzes Kohlröschen

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Auf Alpenblumen-Exkursionen werde ich immer wieder gefragt, weshalb „Männertreu“ in den Pflanzenbestimmungsbüchern nicht zu finden sei.

Die Antwort ist ganz einfach: Männertreu ist ein Volksname, der sich in der Schweiz durchgesetzt hat. Botanisch heisst die Orchideenart aber Schwarzes Kohlröschen (Nigritella nigra). Nur diese Bezeichnungen tauchen daher zuverlässig in den Bestimmungsbüchern auch.

Foto Schwarzes Kohlröschen auf Wikipedia

Die Blüten des Männertreus werden im übrigen von 53 Insektenarten besucht (darunter 48 Schmetterlingsarten). Ausfallend ist der intensive Vanilleduft der Blüten. Das Weidevieh meidet die stark duftende Orchideenart. Wird sie doch versehentlich gefressen, können Milch, Butter und Käse einen leichten Vanilleduft bekommen.

Das Schwarze Kohlröschen ist stark düngerempfindlich. Jauche oder Kunstdünger können ein Vorkommen rasch gefährden.

Wenn Sie Alpenblumen und Orchideen in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier die Daten für meine Exkursionen und Naturkurse.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Naturkurse für Kinder? Naturkurse für Eltern!

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Ich werde immer wieder einmal gefragt, ob ich auch Naturkurse für Kinder anbiete.

Und natürlich ist es mir ein Anliegen, dass Kinder schon von klein auf Gelegenheit haben, Pflanzen und Tiere kennen zu lernen.

Dafür gibt es auch spezielle Naturkurse für Kinder.

Ich selber ziehe einen anderen Ansatz vor. Mir scheint es wichtig, dass Kinder im Alltag vermehrt mit der Natur vertraut werden. Voraussetzung dafür ist, dass Eltern, Grosseltern, Tanten, Onkel, Lehrpersonen Pflanzen und Tiere kennen und Interessantes darüber zu erzählen wissen. So können sie auf einem Spaziergang, einem Ausflug oder beim Einkaufen zusammen mit ihren Kindern die Natur in der Nähe entdecken.

Das „Know-how“ dazu vermittle ich Eltern, Grosseltern, Onkel, Tanten und Lehrpersonen gerne auf meinen Exkursionen.

Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare finden Sie hier.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Lust auf eine Frühlingsexkursion in Quinten am Walensee?

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Das malerische Dörfchen „Quinten“ liegt am rechten Ufer des Walensees (430 m ü.M), gleich gegenüber von Murg. Der Ort ist nur mit dem Schiff oder zu Fuss erreichbar.

Die Südlage unter den steilen Südwänden der Churfirsten beschert Quinten ein derart mildes Klima, dass neben einem ausgezeichneten Wein auch Feigen und Kiwis reifen können. Es gibt darum kaum eine Region auf der Alpennordseite, an dem man so früh im Jahr den vollen Frühling erleben kann. Wir nutzen diese besondere Lage  für eine Tagesexkursion nach Quinten zum Entdecken und Kennenlernen von Heilkräutern und Wildblumen. Datum: 29. April 2012. Es hat noch wenige freie Plätze.

Die genaueren Angaben zu dieser und zu allen weiteren Exkursionen und Kräuterwanderungen finden Sie hier.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Weihrauch bei chronischen Darmerkrankungen

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Der „Schwarzwälder Bote“ veröffentlichte einen Artikel zum Thema Weihrauch bei Darmerkrankungen. Und zwar für eine Publikumszeitung einen erfreulich fundierten Artikel zudem. Hier ein paar Informationen daraus mit dazwischen geschaltetem Kommentar (kursiv):

„Ihr Revival verdankt die Dreikönigs-Gabe dem Tübinger Pharmakologen Hermann Ammon, der das Harz der indischen Boswellia serrata zu Beginn der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mit modernen Methoden analysierte und Triterpensäuren als wirksame Substanzen identifizierte. Seiner Forschung zufolge hemmen sie das Enzym 5-Lipoxygenase, das bei der Bildung von Leukotrienen eine entscheidende Rolle spielt, Stoffen, die an der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind. Seit neuestem untersucht an der Universität Jena Oliver Werz, Professor für Pharmazeutische Chemie, mittels des sogenannten Target-fishing, welche Enzyme sich an einen solchen „Köder“ aus Boswelliasäuren binden. Das ist moderne Grundlagenforschung im Labor, doch Werz arbeitet inzwischen auch mit einer Firma zusammen, die Weihrauchextrakte zum Cremen gegen Haut- und Gelenkbeschwerden anbietet.“

Kommentar M.K.: Die Hemmung von Leukotrienen (Entzündungsmediatoren) durch Boswelliasäuren stand lange im Zentrum der Weihrauch-Forschung. Die Wirkung lässt sich im Labor offenbar gut zeigen, doch ist ungewiss, ob Boswelliasäuren im menschlichen Organismus genügend hohe Konzentrationen erreichen, um diese Wirkung auszulösen.

Die Anwendung von Weihrauchextrakten in Form von Cremen bei Hauterkrankungen und Gelenkbeschwerden ist ein neueres Phänomen. Bei Hauterkrankungen (Schuppenflechte) könnte ich mir allenfalls eine Wirkung vorstellen, bei Gelenkerkrankungen zweifle ich stark daran, ob die Wirkstoffe in genügender Menge durch die Haut eindringen und bis ins Gelenk gelangen.

„In Weihrauchpräparate zum Einnehmen setzten in den vergangenen Jahren immer mehr Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen ihre Hoffnung. ‚Weihrauch gehört zu den Medikamenten, die viele unserer Patienten mit einer Colitis ulcerosa oder einem Morbus Crohn schon ausprobiert haben’, sagt die Magen-Darm-Spezialistin Britta Siegmund, die an der Berliner Charité eine Spezialsprechstunde für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen leitet.“ Allerdings sei die Datenlage zu diesem Phytotherapeutikum noch mager.

Zuletzt führte im Frühsommer dieses Jahres eine deutsche Multicenter-Studie, an der auch Patienten aus der Charité teilgenommen haben, zu eher ernüchternden Resultaten. Publiziert wurde sie im renommierten Fachblatt ‚Inflammatory Bowel Disease’. Die Studie, in der der Boswellia-serrata-Extrakt PS0201 Bo bei Patienten mit einem Morbus Crohn gegen ein Scheinmedikament getestet wurde, war zwar auf ein Jahr angelegt, wurde jedoch vorzeitig beendet, weil sich weder in der Krankheitsaktivität noch im subjektiven Befinden der Studienteilnehmer Unterschiede zwischen beiden Gruppen zeigten.

Quasi nebenbei ergab die Studie jedoch, dass das pflanzliche Mittel sicher ist, dass also keine schädlichen Nebenwirkungen zu befürchten sind. Bisher gebe es keine wissenschaftliche Grundlage dafür, Weihrauch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gezielt einzusetzen, erklärt Siegmund und fügt hinzu: „Es spricht aber nichts dagegen, dass Patienten, die gute Erfahrungen damit gemacht haben, es einnehmen.“

Der Internist Henning Gerhardt, langjähriger Leiter der Colitis-Crohn-Ambulanz am Klinikum Mannheim, hörte von Boswellia serrata zuerst Mitte der neunziger Jahre durch eine seiner Patientinnen mit Morbus Crohn. Sie hatte sich Tabletten mit dem Trockenextrakt H 15 beschafft, die eine indische Firma produziert, und berichtete bei einer Arzt-Patienten-Runde, sie sei lange nicht so frei von Bauchschmerzen und Bauchkrämpfen gewesen wie seit dem Zeitpunkt, seit dem sie dreimal täglich das Weihrauchpräparat einnehme.

In Zusammenarbeit mit Gastroenterologen der Uniklinik in Wien testete die Arbeitsgruppe von Gerhardt den Extrakt H 15 erstmals in einer Doppelblindstudie, in der 102 Crohn-Patienten entweder Weihrauchextrakt oder den Entzündungshemmer Mesalazin erhielten. Der achtwöchige Vergleich ergab, dass das pflanzliche Mittel dem Standardpräparat nicht unterlegen war. Das könne nach dem Stand der Wissenschaft als Wirksamkeitsnachweis gelten. Die Ergebnisse stimmen Gerhardt zudem optimistisch, was andere Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis betrifft. Durch die Studie ermutigt, deren Resultate im Jahr 2001 in der Zeitschrift für Gastroenterologie publiziert wurden, setzt der Internist den Weihrauchextrakt, der in Deutschland als Importpräparat verschrieben werden kann, seitdem bei zahlreichen seiner Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ein – zusätzlich zur Standardbehandlung, zu der auch Cortison-Präparate zählen. Seiner Erfahrung nach kann die Cortison-Dosis dadurch in vielen Fällen vermindert werden.

„Die Forschung zu ‚natürlichen’ Heilmitteln für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen konzentriert sich derzeit auf andere Naturprodukte. So liefern inzwischen mehrere solide Studien Hinweise auf die Wirksamkeit eines Gebräus aus dem Schweinepeitschenwurm (Trichuris suis). Dem Wurm wird zugetraut, das Immunsystem zu einer Gegenreaktion zu bewegen. Sie könnte das selbstzerstörerische Krankheitsgeschehen bremsen, das Autoimmunkrankheiten wie Crohn und Colitis ulzerosa bestimmt. Eine Arbeitsgruppe im Münchner Uniklinikum Großhadern untersucht zudem gerade den Einsatz von Cannabisextrakt in Tablettenform beim Morbus Crohn.“

Quelle:

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.medizin-weihrauch:-mehr-schall-als-rauch.4a9a2d87-d670-4af0-bf1e-56229353840e.html

Kommentar & Ergänzung:

Ein solcher Artikel ist in mancher Hinsicht nicht befriedigend, gerade weil er differenziert ist und widersprüchliche Fakten nicht ausblendet. Propagandabeiträge, die alles als super und eindeutig darstellen, sind demgegenüber im Vorteil.

Wir brauchen meines Erachtens in Bereichen wie Komplementärmedizin und Naturheilkunde, aber auch generell in unserer Gesellschaft, mehr Ambivalenztoleranz.

Damit ist gemeint, dass wir lernen müssen, mit Widersprüchlichkeiten und Uneindeutigkeiten umzugehen.

Es ist in allen Bereichen längst nicht so viel geklärt und eindeutig, wie uns das Propagandisten und Missionare aller Art weis machen möchten.

Der „Leitfaden Phytotherapie“ fasst die Datenlage zu Weihrauch & Colitis ulcerosa so zusammen:

„Bisher sind nur einige wenige Studien mit geringer Patientenfallzahl veröffentlicht worden, in denen Wirkungen mit hohen Dosen von Weihrauchextrakt erreicht wurden.  Eine Metaanalyse mit 7 qualitativ geeigneten von insgesamt 47 verfügbaren Studien (zumeist aus dem indischen Sprachraum) folgerte, dass die Datenlage ermutigend, aber noch nicht ausreichend ist (Ernst E. BM). 2008; 337: a2813.“

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

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