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Vitamin C gegen Erkältungen nutzlos

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Das Magazin „focus“ gibt uns wie jeden Herbst gute Ratschläge zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen.

Da kann auch der alte Klassiker nicht fehlen:

„Rechtzeitig zur Erkältungssaison sollten Sie sich ein paar Medikamente für die Hausapotheke zulegen. Wichtig sind Vitamin-C-Tabletten.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/videos/schnell-wieder-gesund-werden-die-erkaeltungszeit-beginnt-fuenf-mittel-sollten-sie-jetzt-zuhause-haben_id_7684238.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Empfehlung von Vitamin C gegen Erkältungen geistert schon seit Jahrzehnten herum, obwohl sie schon lange widerlegt ist. Studien zeigen nur an einem sehr eingeschränkten Punkt einen gewissen Nutzen. In der Regel profitieren nur die Hersteller und Verkäufer der Vitamin-C-Präparate, und das auf ihrem Kontostand.

Die Plattform Medizin transparent hat den Wissensstand zusammengestellt.

– Die angebliche Wirksamkeit der Vitamin-C-Präparate wird durch die bisherigen Studien ins Reich der Mythen verwiesen: Die tägliche, vorbeugenden Einnahme selbst hoher Dosen kann eine Erkältung nicht verhindern, doch lässt sich damit die Krankheitsdauer geringfügig verkürzen. Der erreichbare Effekt ist jedoch nicht sehr groß. Eine Erkältung würde demnach bei Erwachsenen, die Tag für Tag über lange Zeit Vitamin C eingenommen haben, sechseinhalb statt sieben Tage dauern. Bei Kindern würde sich die Erkältung um einen ganzen Tag verkürzen, statt sieben Tage wären sie somit nur sechs krank. Für diese Wirkung mussten die Studien-Teilnehmenden die Vitaminpräparate teilweise jedoch mehrere Jahre lang regelmäßig einnehmen.

– Extremsportler scheinen eine Ausnahme zu sein. Bei dieser Gruppe könnte die vorbeugende Einnahme von Vitamin C tatsächlich vor Erkältungen schützen. Solche Effekte zeigten sich jedenfalls in einzelnen Studien an Marathonläufern oder Soldaten, die Winterübungen im Gebirge machten. Hatten Versuchspersonen zwei bis drei Wochen vor Beginn der körperlichen Extrembelastung mit der Vitamineinnahme begonnen, erkrankten sie nur halb so häufig an einer Erkältung.

– Die Kurzfristige Behandlung bei beginnender Erkältung blieb ohne Effekt. Die Empfehlung, Vitamin C in hochdosierter Form einzunehmen, sobald man die ersten Anzeichen einer Erkältung spürt, kann durch Studien jedenfalls nicht bestätigt werden. Sind Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen einmal ausgebrochen, scheint die Einnahme von Vitamin C gar keinen nachweisbaren Effekt zu haben. Die zusammengefassten Resultate bisheriger Studien geben jedenfalls keinen Hinweis darauf, dass Präparate mit Vitamin C Erkältungssymptome lindern können. Auch die Dauer der Erkrankung scheinen sie bei kurzfristiger Behandlung nicht zu verkürzen.

Tagesbedarf und Tagesdosen

Den Tagesbedarf für Vitamin C setzt die Ernährungswissenschaft bei rund 100 Miligramm an, wobei die Empfehlungen leicht schwanken. In Mitteleuropa sind die Menschen über die Ernährung mit Vitamin C in der Regel ausreichend versorgt.

In den meisten Studien zu Erkältung schluckten die teilnehmende Männer, Frauen und Kinder hohe Dosen von 1000 Miligramm Vitamin C und mehr pro Tag ein, also mindestens zehnmal so viel, wie Ernährungswissenschaftler empfehlen.

Da Vitamin C wasserlöslich ist, scheidet der Körper überschüssige Mengen über den Urin aus, so dass schwerwiegende Nebenwirkungen selbst bei hohen Dosen selten sind. Bei großen Mengen könnten als Nebenwirkungen Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit auftreten. Die Einnahme hoher Dosen über viele Jahre könnte möglicherweise die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Nierensteinen erhöhen.

Quelle: https://www.medizin-transparent.at/vitamin-c-beinahe-nutzlos-gegen-erkaltungen

Die Geschichte des synthetisierten Vitamin C ist im übrigen sehr interessant und eng mit der Geschichte des Pharmakonzerns Roche verknüpft:

„Die industrielle Herstellung von Vitamin C begann 1934 durch Roche in der Schweiz. Die Nachfrage danach blieb anfangs gering……..

In der Zeit des Nationalsozialismus (1933–45) förderten die Machthaber in Deutschland die Versorgung der Bevölkerung mit den damals gerade erst entdeckten Vitaminen sehr aktiv. Sie wollten so den „Volkskörper von innen stärken“, weil sie davon überzeugt waren, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg auch als Folge von Mangelernährung verloren hatte. In Vitamin-Aktionen wurden Kinder, Mütter, Schwerstarbeiter und Soldaten mit Vitaminen versorgt, insbesondere mit Vitamin C. Nationalsozialistische Massenorganisationen wie die Deutsche Arbeitsfront und die Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung organisierten die Produktion und Verteilung von Vitamin-C-Präparaten. Hausfrauen wurden dazu aufgerufen, Hagebutten und Sanddorn zu sammeln, aus denen Brotaufstriche und andere Vitaminpräparate für die Wehrmacht hergestellt wurden. Noch 1944 bestellte die Wehrmacht 200 Tonnen Vitamin C, unter anderem bei Roche.“

Quelle: Wikipedia

Dem Vitamin C kam insbesondere im Nationalsozialismus eine zentrale Funktion bei der Leistungssteigerung und bevölkerungspolitischen Regulierung des „Volkskörpers“ zu.

Für Roche war das ein Glücksfall:

„Noch 1936 berichteten Roche-Mitarbeiter, dass die Spezialisten unter den Ärzten die Vitamin-Therapie schlicht ablehnten, 80 Prozent würden über den ‚Vitamin-Fimmel’ sogar lachen. In einem firmeninternen Schreiben hieß es damals, dass zunächst ‚überhaupt erst das Bedürfnis’ nach Vitaminen geschaffen werden müsse. Regelmäßig werde Vitamin C nur eingenommen, ‚wenn etwas Hokuspokus gemacht’ werde. Zum Glück für Roche waren in Deutschland die Nazis an der Macht – die auf genau diesen Hokuspokus abfuhren.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/nationalsozialismus-vitaminschub-fuer-den-volkskoerper-a-809998.html

Vitamin C wirkt gut gegen die Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut – aber das ist kein Geschäft!

Der Historiker Beat Bächli geht in seinem Buch „Vitamin C für alle!“ der Frage nach, wie Vitamin C schon in den 30er-Jahren zu einer regelrechten „Volksdroge“ wurde, wie es der Roche-Propaganda gelang, den Grenzbereich zwischen Krankheit und Gesundheit mit ihrem Vitaminprodukt zu besetzen und eine neue Medizinische Indikation zu schaffen, die C-Hypovitaminose.

Quelle: http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-12646

Es gibt natürlich auch sehr viele gute natürliche Vitamin-C-Quelle wie Sanddorn (450mg Vitamin C pro 100g Sanddornbeeren) und Schwarze Johannisbeere (177mg Vitamin C pro 100g Schwarze Johannisbeeren, Cassis). Überragend im Gehalt ist aber die Hagebutte mit 1250mg Vitamin C pro 100g Hagebutten.

Siehe:

Die Zehn Früchte mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Koffein während der Schwangerschaft?

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Studienresultate halten einen Verzehr von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft als unbedenklich.

Vom Konsum von Energydrinks während der Schwangerschaft wird aber abgeraten.

Während der Schwangerschaft komplett auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten ist unnötig.

Bis zu drei Tassen Kaffee täglich gelten als unbedenklich, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben.

So zeigten Studienresultate beim Konsum von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf Gestationsdauer und Geburtsgewicht. Im Sinne eines präventiven Gesundheitsschutzes wird allerdings vorsorglich von hohen Koffeinmengen abgeraten. Deshalb sollten Schwangere auf Energydrinks verzichten, die hohe Koffeinmengen pro Portion enthalten.

Quelle:

https://www.bzfe.de/inhalt/koffein-in-der-schwangerschaft-30742.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Gemäss European Food Safety Authority (EFSA) gilt für schwangere und stillende Frauen, dass eine über den gesamten Tag verteilte Koffein-Aufnahme aus allen Quellen von bis zu 200 mg pro Tag für den Fötus unbedenklich ist.

(Quelle: Wikipedia)

Eine Tasse Kaffee (150 ml) enthält etwa 30 bis 100 mg Koffein, eine Tasse Schwarztee je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg. Das im Tee vorkommende Koffein wurde früher Thein (von französisch thé) genannt, ist chemisch jedoch exakt der gleiche Stoff wie im Kaffee. Energy-Drinks wie „Red Bull“ enthalten ca. 80 mg Koffein pro Dose.

(Quelle: http://www.chemie.de/lexikon/Koffein.html).

Fundierte Angaben finden sich im Standardwerk „Biogene Arzneimittel“:

„Bei einem durchschnittlichen Coffeingehalt von 60 – 100mg /Tasse (150ml)kann der Genuss von bis zu fünf Tassen Kaffee durch einen Erwachsenen als toxikologisch unbedenklich angesehen werden. Vorsicht ist geboten bei Personen mit labilem Herz-Kreislauf-System, Nierenkrankheiten, Magengeschwüren, Überfunktion der Schilddrüse, erhöhter Krampfbereitschaft oder bestimmten psychischen Störungen (panische Angstzustände). Schwangere sollten möglichst auf den Kaffeekonsum verzichten, zumindest aber eine Dosis von 300 mg /d nicht überschreiten (3 Tassen Kaffee, 9 Tassen Tee oder 7 kleine Gläser Colagetränk). Säuglinge, deren stillende Mütter viel Kaffee trinken, können Schlafstörungen zeigen.“

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Lavendelöl-Präparat (Lasea®) bei Ängstlichkeit und Unruhe – jetzt auch in der Schweiz zugelassen

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Lasea® ist ein Phytopharmakon auf der Grundlage von Lavendelöl, welches bei Ängstlichkeit und Unruhe zur Behandlung von Erwachsenen angewendet wird.

Lasea® ist schon seit mehreren Jahren in Deutschland als Arzneimittel auf dem Markt und nun auch in der Schweiz zugelassen.

Angstlösende und beruhigende Eigenschaften konnten für das Lavendelöl-Präparat in zwei placebokontrollierten Studien nachgewiesen werden: Patienten, die Lasea® eingenommen hatten, erzielten im Vergleich zur Placebogruppe bessere Resultate in der Hamilton Anxiety Scale (HAMA) bezüglich Ängstlichkeit und Unruhe.

Lasea® löst keine Sedierung aus, ist gut verträglich und frei von Missbrauchspotential.

Literatur:

– Fachinformation Lasea®

– Deutsche Apotheker Zeitung, 2/2010

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=5416&NMID=5417&LANGID=2

 

Kommentar & Ergänzung:

Bei leichten generalisierten Angststörungen ist Lasea® eine gute Option. Hilft vielleicht nicht in jedem Fall, ist aber viel sicherer als Tranquillizer, die bei den Indikationen Ängstlichkeit und Unruhe zu häufig verschrieben werden und oft zu Abhängigkeit führen.

Siehe auch:

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln Lasea® bei Angststörungen

BfArM wehrt sich gegen Kritik an der Zulassung des Lavendelöl-Präparats Lasea®

Arznei-Telegramm kritisiert Lavendelöl-Präparat Lasea®

Lavendelöl-Kapseln gegen Angst und Depressionen

Lavendelöl-Präparat bei Angststörungen

Lavendelöl: Keine Interaktionen mir der „Pille“

 

Lavendelöl-Kapseln reduzieren Angst bei Depressionen (Fallstudie)

Studie: Lavendelöl lindert Angststörungen

Lavendelöl reduziert Angst und bessert den Schlaf

Phytotherapie: Lavendelöl als Angstlöser

 

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Dosierungen für Phytopharmaka bei Kindern und Jugendlichen

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Immer wieder für Nachfragen und Diskussionen sorgen in der Phytotherapie Dosierungsangaben für Kinder und Jugendliche.

Prof. Dr. med. André-Michael Beer schreibt dazu:

„Da Phytopharmaka bei akuten, schweren, lebensbedrohlichen Krankheiten nicht eingesetzt werden und über eine große therapeutische Breite verfügen, erübrigt sich die Berechnung nach Körperoberfläche und Gewicht; als Faustregel hat sich das Alter bewährt: 1.–2. Lebensjahr ein Viertel, 3.–6. Lebensjahr ein Drittel, 6.–9. Lebensjahr die Hälfte und 10.–16. Lebensjahr zwei Drittel der Erwachsenendosis.“

Quelle:

Zeitschrift MMW – Fortschritte der Medizin 2015 / 19

http://www.springermedizin.de/alkohol-in-phytopharmaka-ist-das-nicht-riskant/6020580.html

Kommentar & Ergänzung:

Das lässt sich gut so vertreten. Vor allem bei Heilpflanzen-Anwendungen für den Hausgebrauch gründet in der Regel schon die Erwachsenendosierung auf Faustregeln wie: 1- 2 Teelöffel pro Tasse.

Wenn man dann ausgehend von solchen Angaben für Erwachsene eine Kinderdosierung berechnet ausgehend von der Körperoberfläche, bekommt man zwar eine genaue Prozentangabe wie zum Beispiel: 47 % der Erwachsenendosis. Das ist aber eine Pseudo-Genauigkeit. Es kann am Schluss nicht eine wirklich präzise Angabe herauskommen, wenn am Anfang eine recht grobe Faustregel steht.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kräuterwanderungen – Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

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Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die zu meinen Kräuterwanderungen oft gestellt werden. also die sogenannten „Frequently Asked Questions“ (FAQ):

Werden die Kräuterwanderungen bei jedem Wetter durchgeführt?

Ja. Ich behalte mir aber vor, die Route der Witterung anzupassen, insbesondere wenn die Sicherheit es erfordert. Nehmen Sie daher wetterfeste Kleidung mit.

Es wäre organisatorisch kaum möglich, kurzfristig eine solche Veranstaltung abzusagen und längerfristig sind die Prognosen zu ungenau.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass das Wetter zur Natur gehört. Uns heutigen Menschen ist die Auseinandersetzung mit dem Wetter grossenteils abhanden gekommen. Ich selber bin natürlich gerne bei schönem Wetter unterwegs. Die Stimmungen in der Natur sind bei wechselhaftem Wetter aber oft eindrücklicher. Zudem kommt es nur selten vor, dass ein Tag durchgängig nass ist und oft ist das Wetter vor Ort besser, als es vom Wetterbericht her zu erwarten war. Nur weil die Wetterprognose ein Wölkchen zeigt, muss der Tag noch nicht schlecht werden – so ist jedenfalls meine Erfahrung.

Wie fit muss ich körperlich sein?

Das ist unterschiedlich bei den verschiedenen Touren. Klar ist, das wir in der Regel den ganzen Tag wandernd unterwegs sind, allerdings mit Unterbrüchen, weil wir ja immer wieder Pflanzen anschauen.

Es gibt flachere Touren und solche mit Auf- und/oder Abstiegen. Wenn Ihnen das aus der Kursbeschreibung zu wenig klar wird und sie unsicher sind, ob Sie der Tour körperlich gewachsen sind, dann rufen Sie mich am besten vor der Anmeldung an. Am Telefon lassen sich diese Fragen am besten klären (052 202 20 29).

Als grobe Richtlinie könnte man noch sagen: Wenn in der Kursausschreibung „Wanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in derjenigen Zeit zu wandern, die auf den gelben Wanderwegweisern angegeben ist. Wenn in der Kursausschreibung „Bergwanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in der Zeit zu wandern, die auf den weiss-rot-weiss markierten Wanderwegweisern angegeben ist. Bergwanderfähigkeit setzt zudem eine normale Trittsicherheit voraus,

Braucht es botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse?

Nein, botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber auch kein Hindernis.

Sammeln wir auch Pflanzen auf den Kräuterwanderungen?

Nein, wir sammeln keine Pflanzen. Ich halte es für unsinnig, mit einer ganzen Gruppe Heilkräuter zu sammeln. Dadurch wird an einem Ort oft viel zu viel gepflückt, was den Beständen schaden könnte. Sie können auf meinen Kräuterwanderungen Erkennungsmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten kennenlernen – und danach selber mit dem nötigen Respekt sammeln, was Sie brauchen können.

Was kann ich genau lernen auf den Kräuterwanderungen?

Im Zentrum der Kräuterwanderungen stehen natürlich die Heilpflanzen und da geht es in erster Linie um das genaue Wahrnehmen. Wir laufen ja oft ziemlich blind durch die Welt, auch wenn unsere Augen vollkommen intakt sind. Nicht selten sagen mir Teilnehmende nach dem Kurs, dass sie nun viel mehr Blumen sehen. Dann ist ein Ziel erreicht, denn die (wahrgenommene) Welt wird so bunter, lebendiger und reichhaltiger. Ich erzähle auf den Kräuterwanderungen aber auch gerne Geschichten zu den Heilpflanzen, über ihre Wirkungen, Erkennungsmerkmale, Lebensweisen und über ihre frühere Bedeutung im Volks- und Aberglauben.

Ich finde es allerdings nicht sehr sinnvoll, auf einer Kräuterwanderung nur Pflanzen zu beachten, die uns unmittelbaren Nutzen bringen, also als Heilpflanzen oder als Wildgemüse gebraucht werden können. Wir werden darum auch Pflanzen anschauen und kennenlernen, die „nur“ das Auge oder das Herz erfreuen. Und ich werde gerne vielleicht auch einmal etwas sagen, wenn ein interessanter Vogel zu hören ist oder ein schöner Schmetterling vorbeigaukelt. Wir versuchen also, neben den Heilkräutern auch die Natur als Ganzes wahrzunehmen und ich habe mir seit den ersten geleiteten Exkursionen im Jahr 1986 ein vielfältiges Wissen erwerben können.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Nein, ich habe entschieden, keine Hunde mitlaufen zu lassen. Wir machen nicht einfach eine Wanderung. Es gibt dazwischen immer wieder Unterrichtssequenzen. Und im Unterricht – so meine Erfahrung – hat auch ein ganz netter Hund durchaus Störungspotential. Das ist nicht hundefeindlich gemeint.

Ab welchem Alter können Kinder mitkommen?

Meine Kurse richten sich von Stil und Inhalt her an Erwachsene. Kindern müsste man didaktisch etwas ganz anderes anbieten. Für Kinder sind meine Kräuterwanderungen daher ungeeignet. Gute Erfahrungen habe ich aber schon mit Jugendlichen gemacht, falls sie speziell an Biologie und Botanik interessiert sind. Fragen Sie mich im Zweifelsfall.

Gibt es Geschenkgutscheine?

Wir haben keine vorgedruckten Geschenkgutscheine, finden es aber eine gute Idee, Kräuterwanderungen zu verschenken an Leute, die an Pflanzen interessiert sind und sich gerne in der Natur bewegen. Ich würde allerdings empfehlen, ein solches Geschenk nicht „blind“ zu machen, sondern mit der beschenkten Person zusammen entscheiden, für welche Tour und welches Datum sie sich am meisten interessiert.

Es ist auch unumgänglich, dass die beschenkte Person vor der Anmeldung die Kursausschreibung gelesen, hat, damit sie die körperlichen Voraussetzungen kennt und einschätzen kann, ob die Tour für sie geeignet ist.

Bei der Anmeldung können Sie meiner Mitarbeiterin mitteilen, wem die Rechnung und wem die Kursinformationen zu schicken sind.

Habe ich Zeit zum Fotografieren auf den Kräuterwanderungen?

Grundsätzlich schon. Ich habe immer wieder Teilnehmende auf Kräuterwanderungen, die tolle Fotos machen (und sie mir manchmal für die Flickr-Fotoplattform zur Verfügung stellen). Sie müssen sich beim Fotografieren allerdings dem Tempo der Gruppe anpassen. Die Wanderungen sind in der Regel zeitlich so berechnet, dass wir zu einer bestimmten Zeit zum Beispiel an einer Busstation sein müssen. Wir können also nur sehr ausnahmsweise warten, bis die Sonne optimal steht……

Was heisst „hohe Wanderschuhe“?

Bei manchen Kräuterwanderungen steht unter „Mitnehmen“: Hohe Wanderschuhe.

Das bedeutet: Über den Knöchel reichend und mit Profilgummisohle.

Wenn ich schreibe „Mitnehmen: Hohe Wanderschuhe“, dann ist das nicht nur eine Empfehlung – dann meine ich das auch so – und behalte mir vor, Leute mit ungenügendem Schuhwerk nicht mitzunehmen. Das ist eine Sicherheits- und Haftungsfrage, die nicht verhandelbar ist. Steht nur „Wanderschuhe“, dann empfehle ich zwar ebenfalls hohe Wanderschuhe, doch können sie auch mit anderen wandertauglichen Schuhen teilnehmen.

Trifft man auf den verschiedenen Kräuterwanderungen unterschiedliche Pflanzen oder dieselben?

Es gibt Pflanzen, die kommen sehr weit verbreitet vor, und die trifft man daher fast auf jeder Kräuterwanderung. Dann gibt es aber immer auch Unterschiede zwischen den einzelnen Kräuterwanderungen. Das hängt vom Boden ab (trocken oder feucht, sauer oder basisch), von der Lage (schattig oder sonnig), von der Höhe über Meer (Flachland oder Alpenregion) und von der Jahreszeit (Frühling oder Sommer).

Wenn Sie möglichst verschiedene Pflanzen kennenlernen möchten, empfehle ich die Exkursionen zu variieren bezüglich Jahreszeit, Region und Höhenlage. Manchmal lassen sich auch aus der Ausschreibung Unterschiede herauslesen. Eine Exkursion im Auenwald im Flachland (zum Beispiel „Petite Camargue“) bietet andere Pflanzen als eine Exkursion an einem trockenen Südhang in höheren Lagen (z, B. Rigi).

Unterstreichen möchte ich aber, dass es beim Kennenlernen von Pflanzen auch wichtig ist, dieselbe Pflanze mehrfach anzuschauen. Wiederholung macht auch hier den Meister oder die Meisterin. Sie können mit mir also quasi Lehr-Gänge machen, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum immer wieder einmal eine Kräuterwanderung mitmachen – und dabei Schritt für Schritt vertrauter werden mit der Pflanzenwelt und mit der Natur überhaupt.

Sind die Kräuterwanderungen EMR-anerkannt?

Keine Ausbildungsinstitution hat vom EMR eine schriftliche Anerkennung. Schon seit vielen Jahren reichen aber Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker Teilnahmebescheinigungen meiner Weiterbildungskurse und Lehrgänge beim EMR ein. Dass dabei Schwierigkeiten aufgetreten wären, ist mir nicht bekannt. So gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft klappen sollte. Für einen Tag Kräuterwanderung können Sie mit der Bescheinigung von 6 mal 60 Minuten rechnen.

(Erklärung für „Uneingeweihte“: Das EMR = Erfahrungsmedizinische Register ist einer Firma, die Entscheidet, wer als Naturheilpraktiker / Naturheilpraktikerin über Zusatzversicherungen abrechnen darf. Dazu zählt das EMR eingerechte Ausbildungsstunden und Weiterbildungsstunden zusammen).

Gibt es eine maximale Zahl an Teilnehmenden?

Ja, pro Kräuterwanderung hat es maximal 16 Plätze.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Schwangerschaft: Cannabiskonsum gefährdet Hirnentwicklung von Babys

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Eine aktuelle Studie zeigt, dass Cannabiskonsum während der Schwangerschaft die Gehirnentwicklung des Fötus beeinträchtigen und nach der Geburt langfristige Schädigungen verursachen kann.
Geleitet wurde die Studie durch Tibor Harkany vom Zentrum für Hirnforschung an der MedUni Wien. Durchgeführt wurde sie gemeinsam mit ein Team von WissenschaftlerInnen des schwedischen Karolinska Institutet und der US-amerikanischen Mount Sinai School of Medicine.
Nach den Erkenntnissen der ForscherInnen beeinflusst Cannabis hauptsächlich die Art, wie sich Nervenzellen miteinander vernetzen. Das führt dazu, dass betroffene Kinder Informationen in weiterer Folge nur in einem eingeschränkten Ausmaß verarbeiten können.
Eine steigende Zahl von Kindern leiden unter den Folgen eines Drogenkonsums ihrer Mütter während der Schwangerschaft. Zu den am häufigsten verwendeten Substanzen gehört dabei Cannabis. Die AutorInnen einer soeben in der Fachzeitschrift „The EMBO Journal“ publizierten Studie versuchten darum, die molekulare Basis zu entschlüsseln, über welche die bedeutende psychoaktive Cannabis-Komponente D9-tetrahydrocannabinol (THC) die Gehirnentwicklung ungeborener Kinder beeinflusst.
In ihrer Studie haben die ForscherInnen mit Modellsystemen gearbeitet – basierend auf Studien mit Mäusen und Zellkulturen. Die Resultate haben sie mit dem Gewebe von Föten verglichen, die von Frauen stammten, die zuvor große Mengen an Cannabis konsumiert hatten.
Fehlerhafte Entwicklung der Gehirnrinde
 durch Cannabis
Die Studie kommt zum Schluss, dass Cannabiskonsum während der Schwangerschaft eine deutlich fehlerhafte Entwicklung von Nervenzellen in der Gehirnrinde bewirkt.
Dieser Gehirnteil ist beim Menschen für die Organisation der höheren kognitiven Funktionen zuständig und steuert die Bildung von Erinnerungen.
Verantwortlich für die Effekte ist der psychoaktive Wirkstoff von Cannabis, das Tetrahydrocannabinol (THC). Es wirkt sich v.a. in der Gehirnrinde aus, das beim Menschen die höheren kognitiven Funktionen organisiert und die Bildung von Erinnerungen steuert.
THC beeinflusst im Gehirn unter anderem die Entwicklung und Funktion der Kommunikationsleitungen zwischen den Nervenzellen – die sogenannten Synapsen und Axonen.
Eine wichtige Rolle dürfte dabei das Protein „Stathmin-2″ spielen, erklären die Wissenschaftler. Fehlt dieses Protein, kann es zu einem fehlerhaften Nervenwachstum und lebenslangen Veränderungen der Gehirnfunktion kommen.
Die WissenschaftlerInnen betonen, dass die Cannabisexposition in den experimentellen Modellen genau übereinstimmt mit der fetalen Entwicklungsperiode, während der Nervenzellen untereinander Verbindungen herstellen. Laut den Studienergebnissen können die durch Cannabiskonsum in der Schwangerschaft hervorgerufenen Entwicklungsdefizite bei den Betroffenen lebenslange Veränderungen der Gehirnfunktion hervorrufen.
Nach Aussagen der ForscherInnen leiden zwar nicht alle Kinder, die während einer Schwangerschaft dem Einfluss von Cannabis ausgesetzt waren, unter unmittelbaren und offensichtlichen Defiziten. Die durch die Studie gezeigten Gehirnveränderungen können aber selbst bei vergleichsweise kleinen Schädigungen das Risiko für spätere neuropsychiatrische Erkrankungen deutlich steigern. Selbst wenn THC nur zu kleinen Veränderungen führe, könne seine Wirkung ausreichen, um das Gehirn für Stressoren oder Krankheiten zu sensibilisieren, die bei den Betroffenen später neuropsychiatrische Erkrankungen hervorrufen.
Trotz dieser negativen Wirkungen während der Schwangerschaft betonen die ForscherInnen, dass zwischen der privaten Nutzung und der medizinischen Anwendung von Cannabis klar unterschieden werden muss. Die medizinische Verwendung von Cannabis sei sinnvoll, soweit es sich um die Behandlung von Krankheiten handele. Bei der Verwendung von Cannabis während einer Schwangerschaft sei es jedoch genau umgekehrt. Der Konsum während der Gehirnentwicklung beeinträchtige ein physiologisch intaktes und sehr sensibles System, mit weit reichenden Folgen für die betroffenen Babys und Kinder.
Ob schon ein Gelegenheitsjoint während der Schwangerschaft gefährlich ist, können die ForscherInnen nicht beantworten. Sie wissen nicht, ab wann die gehirnschädigende Wirkung einsetzt. Sicher sind sie sich jedoch darin,  dass kontinuierlicher Konsum über einen längeren Zeitraum gefährlich für das ungeborene Kind ist.
Quelle:
http://www.meduniwien.ac.at/homepage/news-und-topstories/?Fsize=0&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4381&cHash=cdd25cfc5b
http://science.orf.at/stories/1732429/
http://emboj.embopress.org/content/early/2014/01/27/embj.201386035
Kommentar & Ergänzung:
Hier wurden zwar nicht Babys oder Kinder oder Erwachsene untersucht, deren Mütter in der Schwangerschaft Cannabis konsumiert hatten. Es wurden also nicht direkt Schädigungen an lebenden Menschen festgestellt. Die Forschenden arbeiteten mit Modellsystemen, basierend auf Studien mit Mäusen und Zellkulturen, und sie stellten Vergleiche an mit dem Gewebe von Föten, deren Mütter zuvor große Mengen an Cannabis konsumiert hatten.
Offenbar sind die Forschenden überzeugt davon, dass sich ihre Resultate auf die Situation einer Schwangerschaft übertragen lassen.
Angesichts des potenziellen Risikos von Schädigungen empfiehlt aber wohl schon der gesunde Menschenverstand, Cannabis in der Schwangerschaft zu meiden.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Energydrinks: Harmlos oder riskant?

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Koffeinhaltige Energydrinks können die Herzgesundheit gefährden, exzessiver Konsum könne sogar zum Tod führen. Diese Meldung ging vor kurzem durch die Medien. Siehe dazu auch:

Energydrinks verstärken Kontraktionen der linken Herzkammer

Die Studienlage dazu ist allerdings nicht so eindeutig.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Energydrinks seien kaum erforscht, schreibt das Portal Medizin-Transparent. Für eine fundierte Einschätzung des Herzrisikos durch Energydrinks müssten größere Studien über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Wie riskant sind Energydrinks wirklich?

Der Herztod eines 14-jährigen US-amerikanischen Mädchens vor einem Jahr geriet weltweit in die Schlagzeilen. Schuld an der Tragödie sollen koffeinbedingte Herzrhythmusstörungen durch Energydrinks gewesen sein, die das Mädchen tags zuvor konsumiert hatte. Die Amerikanerin hatte allerdings am Ehlers Danlos Syndrom gelitten, einer seltenen Erkrankung, die das Herz beeinträchtigen kann.

Eine kürzlich publizierte Studie scheint weiter an der Unbedenklichkeit von Energydrinks zu rütteln. Demzufolge können die koffeinhaltigen Modegetränke den Herzschlag beeinflussen. So stellten Wissenschaftler bei 18 Versuchspersonen eine Stunde nach dem Konsum eines Energydrinks mit Koffein und Taurin fest, dass die Kontraktionen des Herzens stärker geworden waren. Das sei allerdings eine bekannte Wirkung von Koffein – schreiben die Autoren auf Medizin-Transparent – und sie weisen darauf hin, dass die Wissenschaftler keine nähere Informationen zu ihrer Untersuchung geben und nur eine Kurzzusammenfassung geben. Ob der veränderte Herzschlag jedoch gesundheitliche Auswirkungen hat, bleibe unklar.

Eine Zusammenfassung bisheriger Studienresultate lieferte ein widersprüchliches Bild, aber wenig konkrete Erkenntnisse. So könnten Energydrinks möglicherweise Herzschlagfrequenz und Blutdruck kurzfristig steigern, dies sei jedoch nicht in allen Studien der Fall. Zudem überprüften die meisten Untersuchungen Herzschlagfrequenz, Blutdruck und bestimmte Blutwerte höchstens drei Stunden nach Konsum eines einzigen Energy-Getränks.

Auswirkungen über einen längeren Zeitraum untersuchte nur ein Forscherteam:

Als Probanden dienten 38 Männer, die täglich vor sportlichem Training zehn Wochen lang Energydrinks tranken. Auch zehn Wochen seien allerdings zu kurz, um langfristige Auswirkungen auf die Herzgesundheit beurteilen zu können, schreibt Medizin-Transparent. Zudem sei die Anzahl der Teilnehmer zu klein, um zu aussagekräftigen Resultaten kommen zu können.

Was neben Studien noch bleibe, seien Fallberichte wie die der verstorbenen 14-jährigen US-Amerikanerin. Solche Fallberichte bis zum Jahr 2008 habe etwa das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) oder eine US-amerikanische Forschergruppe um Kevin Clauson zusammengetragen. Gemäss einer schwedischen Untersuchung von Krankenhausaufzeichnungen seien in drei Fällen junge Personen plötzlich verstorben, die zuvor Energydrinks, teilweise in Kombination mit Alkohol, getrunken hatten. Dass die Energydrinks den Tod verursacht hatten, sei allerdings nicht gesichert. Aus solchen Fallberichten lassen sich keine sicheren Schlussfolgerungen ziehen.

Koffein nur in Maßen genossen unbedenklich

Für die meisten Erwachsenen scheinen Dosierungen bis zu 400 Milligramm (mg) Koffein pro Tag unbedenklich, was je nach Stärke etwa zwei bis vier Tassen Kaffee entspricht. In der EU zugelassene Energydrinks dürfen nicht mehr als 80 Milligramm Koffein pro Viertelliter beinhalten. Für Jugendliche und Kinder wissen Fachleute aber nicht, wie groß die noch unbedenkliche Tagesdosis ist – sehr wahrscheinlich liegt sie jedoch deutlich tiefer.

In Maßen konsumiert scheint Koffein nicht schädlich für die Herzgesundheit zu sein. So existieren keine Hinweise darauf, dass Koffein in moderaten Dosen Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern verursachen kann. Auch den Blutdruck scheint gemäßigter, regelmäßiger Koffeinkonsum langfristig nicht oder höchstens geringfügig zu steigern. Das Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, dürfte dadurch vergrössert werden.

Koffein in grossen Mengen kann aber sehr wohl gesundheitliche Folgen haben und zum Beispiel Herzrasen, Zittern, Erregungszustände sowie Verdauungsprobleme auslösen. Hauptsächlich bei Menschen mit Herzerkrankungen könnten größere Koffeindosen Herzrhythmusstörungen oder andere Herzprobleme hervorrufen. Bei Epilepsie-Patienten könnte Koffein auch epileptische Anfälle mitauslösen.

Unbekannte Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen

Neben Koffein und Zucker sind in zahlreichen Energydrinks noch andere Inhaltsstoffe mit angeblich belebender Wirkung enthalten, darunter beispielsweise Taurin und Glucuronolacton. Inwieweit diese Stoffe die Wirkung von Koffein oder unerwünschte Nebenwirkungen steigern könnte, ist nur unzulänglich erforscht.

Taurin ist ein bedeutender Grundstoff für zahlreiche Stoffwechselprozesse, den der Körper im Normalfall selbst produzieren kann. Taurin und Glucuronolacton kommen als natürliche Bestandteile in Lebensmitteln vor, allerdings in weit geringeren Konzentrationen. In einer Beurteilung aus dem Jahr 2009 geht die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA von der Unbedenklichkeit von Taurin und Glucuronolacton als Zusätze in Energydrinks aus. Diese Einschätzung gründet auf Toxizitätsuntersuchungen an Ratten und Mäusen. Eine Sicherheitsbewertung von Energydrinks insgesamt durch die EFSA steht jedoch noch aus.

Eine europaweite Befragung zum Konsumverhalten zeigt, dass mehr als die Hälfte der Erwachsenen und Jugendlichen Energydrinks gemeinsam mit Alkohol konsumiert.  Allfällige Wechselwirkungen zwischen Alkohol und Koffein oder anderen Energydrink-Inhaltsstoffen sind jedoch ebenfalls unzureichend untersucht.

Das deutsche BfR rät jedenfalls zur Vorsicht, bis weitere Untersuchungsresultate am Menschen erschienen sind.

Quelle:

http://www.medizin-transparent.at/energydrinks-gefaehrlich-oder-harmlos

Kommentar & Ergänzung:

Wie üblich bei Medizin-Transparent eine differenzierte, fundierte, und trotzdem verständlich formulierte Darstellung einer komplexen Datenlage.

Das zeigt wieder einmal, wie viele Fragen im Bereich der Gesundheitsthemen noch offen sind und wie vereinfacht und einseitig sie in den Medien oft dargestellt werden.

Für Konsumentinnen und Konsumenten ist es allerdings eine grosse Herausforderung, mit so vielen offenen Fragen umzugehen.

Darum sind wir doch so empfänglich für einfache „Weltbeschreibungen“ verschiedenster Gattung.

(P.S:  „Komplexitätskompetenz“ – das heisst die Fähigkeit, mit komplexen, widersprüchlichen Situationen und offenen Fragen umzugehen, ist etwas, das ich in meinen Phytotherapie-Lehrgängen und Heilpflanzen-Seminaren zu vermitteln versuche).

Nun aber nochmals zum Energydrink:

Man soll meines Erachtens die Risiken nicht übertreiben, aber auch die täglich konsumierte Menge nicht.

Energydrinks – die ich selber nicht konsumiere – scheinen mit jedoch ziemlich wertlos. Falls zuckerhaltig eine Kalorienbombe – und weil der Zucker zack-zack ins Blut geht, jagen sie den Blutzuckerspiegel unsinnig in die Höhe.

Und wenn schon Koffein, dann sinnvoller in Form von Kaffee, Grüntee oder Schwarztee, die noch eine Reihe von gesunden Begleitstoffen mit sich führen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Heidelbeeren-Anthocyane im Verdauungstrakt

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Die „Österreichische Apothekerzeitung“ (17 / 2013) publizierte einen fundierten Artikel von Mag. Pharm. Arnold Achmüller zum Thema „Phytotherapie bei Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt“.

Hier als Zitat der Abschnitt über die Heidelbeere:

„Die in den getrockneten Heidelbeeren (Myrtilli fructus siccus) enthaltenen 5 bis 12 % Gerbstoffe, wobei es sich hier vor allem um Catechingerbstoffe handelt, wirken adstringierend, obstipierend und antiseptisch. Die ESCOP empfiehlt getrocknete Heidelbeeren daher bei unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen. Die ebenfalls enthaltenen Anthocyanoside wirken gefäßprotektiv und antiulzerogen und unterstützen dadurch die Abheilung von Magen- und Darmgeschwüren. Im Gegensatz zu den getrockneten Heidelbeeren wirken frische Beeren leicht abführend.

Tagesdosis: 20 bis 60 g für Erwachsene, 5 bis 20 g für Kinder.“

Quelle:

http://www3.apoverlag.at/pdf/files/OAZ/OAZ-2013/OAZ-2013-17.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Die Anwendung von getrockneten Heidelbeeren gegen Durchfall ist schon lange bekannt.

Interessanter ist der Hinweis auf die Anthocyanoside (Anthocyane) – das sind die blauen Farbstoffe in der Heidelbeere.

Anthocyane sind als blaue und rote Farbstoffe im Pflanzenreich weit verbreitet. Neben den Heidelbeeren findet man sie beispielsweise auch in Brombeeren, Kirschen, Himbeeren, Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeeren.

Anthocyane zeigen experimentell sehr interessante Wirkungen, zum Beispiel gegen Entzündungen und als Gefässschutz.

Allerdings werden sie nur schlecht aus dem Verdauungstrakt in den Organismus aufgenommen, was „Fernwirkungen“ im Körper einschränkt. Einfacher vorstellbar sind lokale Wirkungen im Verdauungstrakt, wie die in Zitat erwähnte unterstützende Wirkung bei der Abheilung von Magengeschwüren und Darmgeschwüren.

Auch bei chronischen Entzündungen im Dickdarm (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) wird eine Wirkung der Anthocyane aus Heidelbeere diskutiert.

Wenig bekannt ist, dass es ein rezeptpflichtiges Fertigarzneimittel (Myrtaven®) gibt auf der Grundlage von Heidelbeer-Anthocyanen.

Es handelt sich dabei um ein Kapillarschutzmittel. Der Wirkstoff von Myrtaven ist ein Komplex von Anthocyanosiden / Anthocyanen, die aus der schwarzen Heidelbeere gewonnen werden. Myrtaven wird für die Therapie von verschiedenen Krankheiten der Blutgefässe angewendet: Kapillarbrüchigkeit, Blutgefässkrankheiten (Venenentzündung, Krampfadern, usw.), Mikroangiopathien (z.B. Diabetes mellitus, Venenleiden), Hämorrhoiden.

Siehe auch:

Anthocyane aus Traubensaft / Heidelbeersaft wirken positiv auf Fettstoffwechsel

Anthocyane aus Heidelbeeren und Erdbeeren: Günstige Wirkung auf Gehirnleistung im Alter

Phytotherapie: Zur Wirkung von Heidelbeeren

Schwarzer Holunder / Holundersaft bei Grippe und Erkältung

Zur Wirkung von Anthocyanen aus Heidelbeeren

Açai, Goji und Maqui – die neuen Wunderbeeren?

Aronia-Beeren – die neueste Antioxidantien-Welle?

Parkinson vorbeugen durch Holunderbeeren, Heidelbeeren, Kirschen Auberginen?

Açai-Beere als Schlankheitsmittel und Power-Frucht?

Polyphenole aus Beeren gegen degenerative Gehirnerkrankungen?

Polyphenole für Herz-Kreislauf – schwache Datenlage

Anthocyane als Entzündungshemmer

Anthocyane aus Beeren mit MAO-Hemmer-Effekt

Inhaltsstoff aus Heidelbeeren wirkt wie Cholesterinsenker

Farbstoffe aus Heidelbeeren hemmen Entzündungen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Naturmuseum Winterthur – Führungen für Menschen mit Demenz

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Das Naturmuseum Winterthur bietet gut gestaltete Ausstellungen für Kinder und Erwachsene. Darüber hinaus speziell bemerkenswert sind aber die Führungen für Menschen mit Demenz. Die Führungen sind gedacht für einen Gruppe von sechs bis acht Personen mit Demenz oder anderen Beeinträchtigungen, maximal vier davon im Rollstuhl, sowie für die entsprechenden Betreuerinnen und Betreuer. Die Besucherinnen und Besucher mit Demenz begegnen im Naturmuseum Winterthur verschiedenen Tieren, ertasten Fell und Federn, diskutieren über Haustiere und lauschen Vogelkonzerten. Während der Pause kann längst Verschüttetes an die Oberfläche kommen und einzelnen gelingt es manchmal, von ihren Haustieren oder ihrer Kindheit auf dem Bauernhof zu berichten. Die Führung dauert im Ganzen zwei Stunden. Nach einem ersten Teil in der Dauerausstellung gibt es Kaffee und Kuchen und nach einem kürzeren zweiten Teil ist die Veranstaltung zu Ende.

Damit der Besuch möglichst ungestört verlaufen kann, finden die Führungen am Montag ausserhalb der Öffnungszeiten statt.

Info: http://natur.winterthur.ch/

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Paläo-Diät / Steinzeiternährung – ein Fantasieprodukt?

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Unsere Vorfahren aus der Urzeit seien für uns heutige Menschen bezüglich Ernährung das grosse Vorbild. Diese Ansicht vertreten heute manche Ernährungsratgeber.

Unter Steinzeiternährung, Steinzeitdiät oder Paläo-Diät versteht man daher eine Ernährungsform des Menschen, die sich an der vermuteten Ernährung der Altsteinzeit orientiert. Gemeint ist die Zeit vor der neolithischen Revolution (beginnend vor ca. 20.000 bis 10.000 Jahren), also vor der Zeit, in der vermehrt Ackerbau und Viehzucht  betrieben wurden.

Darum beinhaltet die Steinzeit-Diät viel Fleisch, gesammelte Früchte und Nüsse, aber kein Getreide – nach dem Vorbild der Ernährungsweise von Jägern und Sammlern.

Anders als in der kohlenhydratreduzierten Ernährung sind in der Steinzeitdiät unbegrenzte Mengen hochglykämischer Anteile erlaubt, beispielsweise getrocknete Datteln oder Feigen. Falls natürlich gewachsene Früchte und Honig weniger Anteil haben, entspricht die Paläoernährung einer Diät nach dem Low-Carb-Prinzip.

Die Evolutionsbiologin Marlene Zuk hält diese Ideen allerdings für pseudowissenschaftliche Erfindungen – oder „Paläo-Phantasie“, wie sie in einem Interview sagt. Sie hält es zwar für keine schlechte Idee, auf die Frühmenschen zu schauen, um Tipps für ein gesünderes Leben zu finden. Es sei jedoch sehr schwierig herauszufinden, was unsere Vorfahren in der Steinzeit wirklich aßen. Und seitdem hätten sich unsere Gene zudem verändert. Wenn schon heute mehr Menschen als in der Urzeit Milchzucker vertragen, könnte das bei Getreide genauso sein, erklärt die Wissenschaftlerin.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=209200

http://www.slate.com/articles/health_and_science/new_scientist/2013/04/marlene_zuk_s_paleofantasy_book_diets_and_exercise_based_on_ancient_humans.html

Kommentar & Ergänzung:

Die Steinzeitdiät ist nur schon dadurch fragwürdig, dass die Ernährung in der Steinzeit wohl nicht zu allen Zeiten und in allen Regionen identisch gewesen sein dürfte. Wir sind zudem über die tatsächliche Ernährung der Menschen in der Steinzeit nur unzureichend im Bilde, so dass die Vorstellungen einer Steinzeiternährung ziemlich viel Spekulation enthält.

Aber selbst wenn wir genau wüssten, wie die Steinzeitmenschen sich ernährt haben. Es ist einfach nicht sinnvoll, eine Ernährungweise aus der Vergangenheit einfach quasi mit „Copy & Paste“ aus der Urzeit unverändert in die Gegenwart zu holen. Das gilt im übrigen auch für traditionelle Konzepte der Heilkunde. Alte Konzepte soll man interessiert unter die Lupe nehmen und sich damit auseinandersetzen. So kann sich herausstellen, was wir von ihren lernen können. Sie einfach 1: 1 zu kopieren, ist ganz bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss.

Nachfolgend eine detaillierte Kritik der Steinzeiternährung, basierend auf Wikipedia:

„Die Vertreter der Steinzeitdiät geben an, dass der Mensch genetisch nicht an die moderne ‚Zivilisationskost‘ angepasst sei, sondern nur an Lebensmittel, die bereits in der Steinzeit gegessen worden seien. Deshalb führe die heute in westlichen Industriestaaten übliche Kost zu verschiedenen Erkrankungen, die als Zivilisationskrankheiten bekannt sind. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass es sich bei den Aussagen zur Ernährung in der Steinzeit und ihren Nutzen für die Gesundheit um reine Hypothesen ohne jeden wissenschaftlichen Beleg handelt.“

Unterschiedliche Menschengattungen – unterschiedliche Ernährung:

„Die Steinzeit umfasst einen Zeitraum von rund zwei Millionen Jahren; in diesem Zeitraum lebten verschiedene Spezies der Gattung Homo in unterschiedlichen Lebensräumen. Es gab daher keine einheitliche ‚Steinzeiternährung’, der Fleischanteil war sehr unterschiedlich. Für Evolutionsbiologen und Paläoanthropologen beginnt die Entwicklung des modernen Menschen (Homo sapiens), die so genannte Hominisation, auch nicht erst in der Steinzeit, sondern deutlich früher. Übliche Kriterien sind der aufrechte Gang, der bereits beim Australopithecus vorhanden war (biologische Evolution) oder die Nutzung von Kulturtechniken (kulturelle Evolution) beim Homo erectus. Der Australopithecus ernährte sich von Früchten, Samen, Pilzen, Wurzeln, Blättern, Eiern und kleinen Tieren, aber überwiegend vegetarisch. Die Kost des folgenden Homo habilis war ähnlich, ebenfalls mit geringem Fleischanteil. Homo erectus war dann in der Lage, die Pflanzennahrung durch Jagdbeute zu ergänzen.“

Unterschiedliche Lebensräume – unterschiedliche Ernährung:

„Die Vertreter der Steinzeiternährung geben an, dass diese auch der Ernährungsweise der als Jäger und Sammler lebenden Völker entspricht. Tatsächlich differiert die Ernährung dieser Populationen erheblich, je nach Lebensraum, und reicht von überwiegend vegetarischer Kost bei den afrikanischen Gwi und ǃKung bis zur fast ausschließlichen Ernährung von Fleisch und Fisch bei den Inuit in Grönland. Bei den Massai und den Turkana – beides Nomadenvölker – ist Milch das Hauptnahrungsmittel.“

Das menschliche Erbgut hat sich seit der Steinzeit verändert:

„Die Aussage, dass sich das menschliche Erbgut seit der Steinzeit nicht verändert hat, ist nicht haltbar. Wissenschaftler haben rund 700 genetische Veränderungen gefunden, die in den letzten 10.000 Jahren aufgetreten sind. Zu diesen genetischen Veränderungen gehört die Entwicklung der Lactosetoleranz bei Erwachsenen, und zwar vor allem bei den Nachkommen der Stämme, die vor rund 10.000 Jahren die Viehzucht einführten und die heute in Europa, den USA und Australien leben. Hier verfügen 80 bis 90 Prozent der adulten Bevölkerung über das für die Verarbeitung des Milchzuckers nötige Enzym Lactase. Entgegen der These der Steinzeitdiät-Vertreter habe diese Anpassung an ein neues Nahrungsmittel in einem relativ kurzen Zeitraum längst stattgefunden.“

Quelle: Wikipedia

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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