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Phytopharmaka in der Europäischen Leitlinie zur Behandlung von Rhinosinusitis

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Die europäische Leitlinie zur Behandlung der Rhinosinusitis ist gegenwärtig die aktuellste Therapieempfehlung von HNO-Ärzten für die Behandlung viraler Atemwegsinfektionen (»Erkältung«). Sie enthält auch Empfehlungen für pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka), die in einem Artikel der „Pharmazeutischen Zeitung“ beschrieben werden:

„Cineol und Myrtol, aber auch Pelargonium-Extrakte kommen zur Therapie viraler Atemwegsinfekte infrage….. In klinischen Studien konnten im Vergleich zu Placebo die Symptome bei einer akuten viralen Rhinosinusitis ab dem vierten Tag gelindert werden Auch die Kombination aus fünf Pflanzenextrakten (Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunder und Eisenkraut) konnte in einer neueren, Placebo-kontrollierten klinischen Studie positive Effekte auf die Symptome einer akuten Rhinosinusitis zeigen. Die Effektstärke war vergleichbar mit der Stärke der Wirkstoffe, die in der europäischen Leitlinie bereits diskutiert wurden (Cineol, Myrtol, Pelargonium)“

Die Effektstärke der genannten Therapeutika sei in den Studien nicht sehr groß gewesen und die Wirkung sei erst mit Verzögerung (vier bis sieben Tage) eingetreten.

„Dennoch gelten diese ausgewählten pflanzlichen Arzneimittel als angemessene und wirksame Apothekenempfehlung, auch ergänzend zur akut symptomatischen Therapie.“

Für die traditionelle chinesische Medizin spricht die Europäische Leitlinie aufgrund unzureichender Daten explizit keine Empfehlung aus.

Für Echinacea-haltige Präparate schätzt sie die Datenlage als widersprüchlich ein und empfiehlt sie aus diesem Grund ebenfalls nicht.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=59826

Kommentar & Ergänzung:

In die Leitlinien aufgenommen zu werden ist so etwas wie eine Auszeichnung, weil es dazu positive Ergebnisse aus klinischen Studien braucht.

Und damit solche Ergebnisse zustande kommen, braucht es Firmen, die Geld in die Forschung stecken. Das ist nicht ganz einfach für Phytopharmaka, weil grosse Investitionen in die Forschung sich nur lohnen für patentierte Produkte. Die Mehrzahl der Heilpflanzen-Präparate ist aber nicht patentiert.

Leitlinien sind für die Phytotherapie meines Erachtens nicht das einzige oder letzte Mass. Sie bieten aber trotzdem eine wichtige Orientierung.

Bei der in den Leitlinien erwähnten Kombination aus fünf Pflanzenextrakten (Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunder und Eisenkraut) handelt es sich im „Sinupret®“. Die Zusammensetzung dieses Präparats ist nicht sehr plausibel, doch gibt es dafür positive klinische Studien. Myrtol ist als „Gelomyrtol®“-Kapseln im Handel, Pelargonium als „Umckaloabo®“ und „Kaloabo®.

Siehe auch:

Phytopharmaka gehören in die Leitlinien

S3-Leitlinie bestätigt Empfehlung für Johanniskraut als Erstlinientherapie der unipolaren Depression

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Medikamentencheck für Erkältungsmittel: Sinupret

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Spiegel online veröffentlichte eine Beurteilung von „chemischen“, pflanzlichen und homöopathischen Erkältungsmitteln. Als Experte fungierte dabei Peter Sawicki. Der Internist und Diabetologe war von 2004 bis 2010 Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln.

Eines der beurteilten Erkältungsmittel ist Sinupret. Das Präparat enthält Eisenkraut, Enzianwurzel, Gartensauerampferkraut, Holunderblüten und Schlüsselblumenblüten. Sinupret forte wird bei akuter Nasennebenhöhlenentzündung eingesetzt und ist das am meisten verkaufte pflanzliche Arzneimittel in Deutschland.

Zu Sinupret schreibt Peter Sawicki:

„Das Präparat ist eine Mischung aus verschiedenen Pflanzenextrakten ohne nachgewiesenen Nutzen bei Virusinfekten und Infekten der oberen Atemwege. Grundsätzlich ist das Medikament (mit Ausnahme des Sirups) nur zur Behandlung der Infektion der Nasennebenhöhlen zugelassen – also nicht bei grippalen Symptomen“

Quelle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/erkaeltung-was-hilft-gelomyrtol-umckaloabo-echinacea-im-test-a-954781.html

Kommentar & Ergänzung:

Ein hartes Urteil zu einem Präparat, das so häufig gekauft wird. Man könnte argumentieren, dass ein so häufig gekauftes Präparat auch wirksam sein müsse. Aber so einfach ist die Wirksamkeit nicht beurteilbar, weil eine akute Nebenhöhlenentzündung in der Regel nach ein paar Tagen auch von selbst abklingt.

Es gibt eine ganze Anzahl klinischer Studien zu Sinupret, die dem Präparat eine Wirksamkeit zuschreiben. Allerdings ist die Qualität der meisten dieser Studien nicht gerade hoch. Wikipedia führt eine neuere Studie an, die ein positives Resultat zeigte:

„Das 2012 zugelassene Sinupret extract wurde in einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studie an 386 Patienten untersucht. Das Hauptzielkriterium (ein Symptomwert, der nasale Sekretion, retronasale Sekretion, Verstopfung der Nase, Kopfschmerz und Gesichtsdruck berücksichtigt) war nach Behandlung mit Verum signifikant verbessert gegenüber der Behandlung mit Placebo.“

Die Studie wurde hier veröffentlicht.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23193534?dopt=Abstract

Die „Medical-Tribune“ beschrieb 2012 die Studie so:

„Prof. Bachert berichtete über eine multizentrische Phase-III-Studie mit der Prüfsubstanz BNO 1016 (seit 1. Oktober als Sinupret® extract im Handel), die doppelblind, randomisiert und placebokontrolliert (DBRPC) mit 380 Patienten durchgeführt wurde. Sie erhielten über rund 15 Tage täglich entweder Placebo oder 480 mg BNO 1016 (3 x 2 Drg.).
Die Wirksamkeit wurde anhand des Major Symptom Score (MSS) bewertet, der fünf Symptome umfasst (anteriore bzw. posteriore Rhinorrhö, nasale Verstopfung, Kopfschmerz, Gesichtsschmerz). Ab dem dritten Behandlungstag zeigte sich ein deutlicher Unterschied zugunsten des Verums.

In dieser laut Prof. Bachert ersten DBRPC-Studie mit einem Phytopräparat bei akuter Rhinosinusitis waren Patienten unter der Phytotherapie 3,8 Tage früher geheilt als Angehörige der Placebogruppe. Der MSS zeigte sich am Tag 15 signifikant reduziert, was durch Sonographie der Nasennebenhöhlen bestätigt wurde.“

Quelle:

http://www.medical-tribune.ch/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/rhinosinusitis-antibiotikum-oft-unnoetig.html

So wie eine einzelne Schwalbe noch keinen Frühling macht, macht eine einzelne gute Studie allerdings noch keine eindeutig belegte Wirksamkeit.

Leider. Auf diesem Hintergrund ist das harte Urteil des Experten nachvollziehbar, wenn die Kriterien der evidenzbasierten Medizin als massgeblich betrachtet werden.

Die Studie wurde mit „Sinupret extract“ durchgeführt, während im Spiegel von Sinupret oder Sinupret forte die Rede ist.

Das ist aber ein grosser Unterschied, der vielleicht bei dieser Beurteilung im Spiegel nicht oder zuwenig berücksichtigt wurde:

Sinupret Drg.:

Enzianwurzel (6 mg), Primelblüten (18 mg), Sauerampferkraut (18 mg), Holunderblüten (18 mg), Eisenkraut (18 mg)

Sinupret Forte Drg:

Enzianwurzel (12 mg), Primelblüten (36 mg), Sauerampferkraut (36 mg), Holunderblüten (36 mg), Eisenkraut (36 mg)

Sinupret und Sinupret forte enthalten getrocknete, pulvierisierte Heilpflanzen in einem Dragees und das in eher geringer Menge, wobei der Gehalt in Sinupret forte doppelt so hoch ist.

Sinupret extract enthält dagegen laut Beipackzettel pro Tablette 160,00 mg Trockenextrakt  aus Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten, Ampferkraut, Holunderblüten, Eisenkraut. Durch die Verwendung eines Trockenextraktes kann eine etwa vierfach höhere Konzentration an Wirkstoffen erreicht werden. Sinupret extract ist in Deutschland auf dem Markt, leider aber nicht in der Schweiz. Sinupret extract ist überzeugender und ich würde es vorziehen – jedenfalls für Erwachsene. Das Präparat kann in der Schweiz via Apotheke auch aus Deutschland besorgt werden.

Eigenartig finde ich die Verwendung von Schlüsselblumenblüten, weil Schlüsselblumenwurzel etwa 4mal mehr wirksamkeitsbestimmende Saponine enthält. Für Schlüsselblumenwurzel ist ein schleimlösender Effekt relativ gut dokumentiert. Auch sonst habe ich einige Fragezeichen zur Zusammensetzung von Sinupret. Für Enzianwurzel, Holunderblüten und Ampferkraut postuliert der Hersteller schleimlösende und antivirale Wirkungen, die jedoch hauptsächlich durch Tierversuche und Experimente mit Zellkulturen belegt werden. Solche Ergebnisse lassen sich nicht einfach auf die Anwendung am Menschen übertragen.

Mein eigenes Fazit: Sinupret und Sinupret forte überzeugen mich nicht (Sinupret, Sinupret forte) oder mässig (Sinupret Extrakt).

Sehr positiv bewerte ich, dass Bionorica als Hersteller von Sinupret ein mittelständischer Betrieb ist, der viel in Forschung und Entwicklung zugunsten von Phytopharmaka investiert. Ich schätze das auch bei anderen Herstellern (z. B. Schwabe, Zeller). Trittbrettfahrer haben wir genug. Wer in Forschung und Entwicklung investiert, sollte auch von Konsumentinnen und Konsumenten unterstützt werden.

P. S.

Ich selber bevorzuge im Übrigen bei Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis eher Gelomyrtol®.

Siehe:

Myrtol / Gelomyrtol bei Husten und Bronchitis

Phytopharmaka: Gelomyrtol / Gelodurant / Sibrovita – was ist der Unterschied?

Myrtol bei Bronchitis und Sinusitis

Neu in der Schweiz: Gelomyrtol gegen Bronchitis und Sinusitis

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Lavendel und Melisse als „Stresskiller“

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Der NHV Theoprastus, ein Verein zur Förderung traditioneller Heilkunde, empfiehlt uns:

„Wer bei den Weihnachtsvorbereitungen einen Stresskiller braucht, kann es mit einem Tee aus Lavendel oder Melisse versuchen. Die beiden Heilpflanzen gelten als beruhigend für gereizte Nerven.“

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/tee-aus-melisse-oder-lavendel-als-stresskiller-081300427.html

Kommentar & Ergänzung:

Lavendel (Lavandula angustifolia) und Melisse (Melissa officinalis) sind beides Heilpflanzen, die zur Entspannung beitragen können.

Die Bezeichnung Stresskiller ist im zweiten Teil des Wortes allerdings schon ein bisschen gar hart .

Beide Pflanzen verdanken ihre beruhigende Wirkung dem ätherischen Öl, also dem Lavendelöl bzw. dem Melissenöl.

Lavendelblüten werden eher selten als Tee verwendet. Bewährt haben sie sich als Lavendelsäckchen, das man unters Kopfkissen legt. Häufiger wird das Lavendelöl genutzt:

– Als Lavendelduft eingeatmet,

– gemischt mit Mandelöl oder Bodylotion eingerieben oder

– als Lavendelbad (8 Tropfen in etwas Kaffeerahm gemischt ins Badewasser).

Melissenblätter eignen sich gut als beruhigender Tee. Allerdings verlieren sie beim Trocknen und Aufbewahren rasch ihr ätherisches Öl. Dem Melissentee fehlt dann sein charakteristisches Aroma. Tee aus frischen Melissenblätter wäre besser, ist aber im Winter nicht so einfach greifbar.

Melissenöl wirkt wie Lavendelöl entspannend und ist in gleicher Weise anwendbar (Einatmen, Einreiben in Bodylotion, als Melissenbad). Allerdings ist Melissenöl viel teurer als Lavendelöl.

Ganz abgesehen von der Wirksamkeit spricht für die Anwendung von Kräutertee gegen Stress auch das Teeritual, das schon für sich allein genommen einen entspannenden Effekt hat.  Wichtig wird dabei auch sein, welchen Tee man vom Geschmack her mag.

Verveine (Zitronenverbena, Wohlriechendes Eisenkraut) ist in dieser Hinsicht sehr beliebt und wirkt leicht beruhigend.

In manchen Ländern ist als Abendtee die Kamille Favorit. Bei uns allerdings hat Kamillentee ein „Imageproblem“. Wer als Kind im Krankheitsfall immer Kamillentee trinken musste, wird dieses Aroma lebenslänglich mit elenden Zuständen verbinden.

Tipp: Probieren Sie den Kamillentee mal mit etwas Zitronensaft. So lässt sich sein Aroma modifizieren.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytopharmaka reduzieren bei akuter Sinusitis den Sekretstau

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Im Phyto-Forum der Ärztezeitung wurde die Frage gestellt, welche Alternativen es gebe, wenn Patienten bei akuter Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) die eigentlich unverzichtbaren Nasentropfen oder Nasensprays mit α-Sympathomimetika ablehnen.

Beantwortet hat die Frage Professor Jürgen Reichling.

Er hält den Einsatz von Phytopharmaka bei akuter Sinusitis für äußerst sinnvoll.

„Sie können entweder mit α-Sympathomimetika kombiniert oder aber auch als alleinige Therapieoption eingesetzt werden.“  Es komme dabei zum Abschwellen der Schleimhaut, zur Sekretolyse und Förderung der Sekretomotorik. Durch diese Maßnahmen werde ein Sekretstau verhindert.

Klinische Studien zum Einsatz von Phytopharmaka bei akuter Sinusitis liegen gemäss Reichling für die Fertigpräparate GeloMyrtol® (Myrtol = Gemisch eines ätherischen Öls), Soledum® (isoliertes 1,8-Cineol) und Sinupret® (Kombinationspräparat aus Extrakten von Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten, Ampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut) vor.

Bei chronischer Sinusitis sollten Phytopharmaka allerdings nur als Begleittherapie zur Anwendung kommen.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/phytotherapie/article/814714/akute-sinusitis-phytopharmaka-verhindern-sekretstau.html?sh=14&h=-1654080400

Kommentar & Ergänzung:

Weitere Infos siehe:

Wirkstoffkunde: Was ist Cineol / 1,8-Cineol?

Myrtol / GeloMyrtol® bei Husten und Bronchitis

Phytopharmaka: Gelomyrtol / Gelodurant und Sibrovita – Unterschied?

Neu in der Schweiz: GeloMyrtol® gegen Bronchitis & Sinusitis

Soledum® ist in Deutschland im Handel, nicht aber in der Schweiz.

Sehr erfolgreich im Markt ist Sinupret®, obwohl die Kombination von Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten, Ampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut sehr ungewöhnlich und nicht so ohne weiteres nachzuvollziehen ist.

Enzianwurzel zum Beispiel wird wegen den Bitterstoffen bei Völlegefühl und Appetitlosigkeit eingesetzt. Die Belege für eine schleimlösende Wirkung sind ziemlich schwach.

Schlüsselblumenblüten sind wegen ihrem Gehalt an Saponinen in der Phytotherapie als schleimlösend anerkannt. In den Schlüsselblumenwurzeln wäre der Gehalt an Saponinen aber etwa viermal höher. Auch Holunderblüten wirken schleimlösend, doch würde ich dann eher Holunderblütentee empfehlen, weil so höchstwahrscheinlich eine wesentlich höhere Zufuhr an Inhaltsstoffen erreicht werden kann als mit den Sinupret-Dragées.

Auch bei Ampferkraut und Eisenkraut sind die Belege für einen Nutzen bei Sinusitis spärlich.

Prof. Reichling schreibt betreffend Sinupret von Extrakten aus Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten, Ampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut. Extrakte sind allerdings nur im Präparat „Sinupret extrakt“ enthalten, das punkto Inhaltsstoffe daher etwa 4mal konzentrierter ist als die Sinupret forte Dragées, welche nur getrocknete Heilpflanzen enthalten. „Sinupret extrakt“ ist in der Schweiz allerdings bisher nicht im Handel (in Deutschland jedoch schon).

Wikipedia fasst die Datenlage zur Wirksamkeit von Sinupret so zusammen:

„ Eine sekretolytische Wirkung wurde im klassischen Percy- und Boyd-Modell bestätigt. Positive Ergebnisse wurden aus verschiedenen Blindstudien gewonnen. Ein substanzspezifischer positiver Beitrag von Eisenkraut liegt für die Kombination der Pflanzenextrakte nicht vor. Der Arzneiverordnungs-Report kritisierte eine fehlende pharmakologische Zuordnung der fünf Wirkstoffe, die antiviral, antiinflammatorisch und sekretolytisch wirken sollen. Das Medikament habe 1997 die Nachzulassung erhalten, ohne dass die eingereichten Daten einer streng wissenschaftlichen Überprüfung standhalten konnten.

Das 2012 zugelassene Sinupret extract wurde in einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studie an 386 Patienten untersucht. Das Hauptzielkriterium (ein Symptomwert, der nasale Sekretion, retronasale Sekretion, Verstopfung der Nase, Kopfschmerz und Gesichtsdruck berücksichtigt) war nach Behandlung mit Verum siginifikant verbessert gegenüber der Behandlung mit Placebo.“

(Quelle: Wikipedia, Literaturangaben dort)

Ich nehme ein Präparat wie Sinupret durchaus ernst, doch bleiben eine ganze Reihe von Fragen zu diesem Phytopharmaka offen.

Markterfolg ist jedenfalls noch kein Beleg für Wirksamkeit. Markterfolge gibt es nämlich beispielsweise auch für Nashornpulver bei Potenzproblemen….

Siehe: Traditionelle Medizin gefährdet Nashörner

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Verveinetee gegen Nervosität – stimmt’s?

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„Die Pflanze ist auch unter dem Namen Zitronenverbene oder Zitronenstrauch bekannt. Die Blätter enthalten ein feines, frisch nach Zitrone duftendes ätherisches Öl, das beruhigend bei Nervosität und Schlaflosigkeit wirkt……Für einen Tee 1 TL getrocknete Verveine­blätter mit 200 ml kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen. Alternative: Frische Blätter mit kochendem Wasser übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen.“

Quelle:

http://madonna.oe24.at/gesund/Die-besten-Heilkraeuter-fuer-die-Seele/83718451

Kommentar & Ergänzung:

Verveine (Aloysia triphylla, Lippia citriodora) stammt aus Südamerika ( Argentinien und Chile) und ist eine beliebte Gartenpflanze, Zierpflanze und Teepflanze in warmen und gemässigten Klimaregionen. Vor allem in Frankreich wird Verveinetee gern als Genusstee verwendet.

Verveinetee gilt traditionell aber auch als Beruhigungsmittel und wird gegen Verdauungsbeschwerden empfohlen.

Das ätherische Öl aus den Blättern (Verveineöl) enthält als charakteristische Bestandteile Neral und Geranial (das Gemisch wird Citral genannt).

Citral entfaltet ein intensives Zitronenaroma und  ist auch Hauptbestandteil der ätherischen Öle von Melisse (Melissa officinalis) und Zitronengras (Cymbopogon citratus, syn. Andropogon citratus). Zusammen mit Citronellal ist es Hauptbestandteil des Melissengeists und Grundstoff zahlreicher Liköre. Im Melissentee und im Melissenöl ist Citral das beruhigende Wirkprinzip.

Mit dem Inhaltsstoff Citral lässt sich eine beruhigende Wirkung von Verveinetee begründen. Klinische Studien, die eine solche Wirkung belegen könnten, gibt es dazu allerdings nicht.

Die Bezeichnung Eisenkraut für Verveine und Eisenkrautöl für Verveineöl sind etwas irreführend. Mit Eisenkraut wird botanisch Verbena officinalis bezeichnet. Eisenkrauttee aus Verbena officinalis schmeckt sehr bitter und riecht eher streng. Kein Genusstee also.

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Heilpflanzen bei Schnupfen

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Die Zeitschrift „Die Apotheke“ (Nr. 1 / 2012) veröffentlichte einen Beitrag zum Thema Schnupfenbehandlung. Dabei kamen auch Heilpflanzen-Anwendungen zum Zug:

„Aus der Pflanzenheilkunde ergeben sich wirksame Möglichkeiten, den gewöhnlichen Schnupfen in den Griff zu bekommen. Beispielsweise ist die Verwendung ätherischer Öle in Form von Tropfen oder Sprays empfehlenswert. Um die Beweglichkeit der in den Atemwegen befindlichen Flimmerhärchen nicht einzuschränken, sollte auf eine hydrophile, d.h. wässrige Zusammensetzung – statt fettreicher Salben – geachtet werden. Durch den Einsatz ätherischer Öle in dieser Form kann eine Verbesserung der Nasenluft-Passage erzielt werden. Weiters bewirkt auch der aus Pflanzen gewonnene Wirkstoff Myrtol die Verflüssigung und den anschließenden Abtransport von Schleimansammlungen.  Auch die Kombination aus Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüte, Sauerampferkraut, Holunderblüte und Eisenkraut ist bei Erkrankungen der oberen Atemwege wirksam.“

Kommentar & Ergänzung:

Bei den ätherischen Ölen stehen für die Schnupfenbehandlung im Vordergrund Eukalyptusöl, Thymianöl und Pfefferminzöl. Man kann von einem dieser ätherischen Öle ein paar Tropfen auf ein Papiertaschentuch geben und dieses im Raum deponieren.

Oder man gibt einen Tropfen auf einen Topf mit heissem Wasser und atmet die Dämpfe direkt ein.

Ätherische Öle sollten bei Säuglingen und Kleinkindern nicht in der Nähe von Mund und Nase appliziert werden.

Wer keine isolierten ätherischen Öle anwenden will, kann auch Kamillenblüten und Thymiankraut mischen, kochendes Wasser darüber giessen und den Dampf inhalieren.

Kamille und Thymian eignen sich gut als Inhalationsmischung.

Der Hinweis auf den Wirkstoff Myrtol bezieht sich auf das Phytopharmakon Gelomyrtol®. Die magensaftresistenten Kaseln werden eingenommen und enthalten Myrtol, ein Destillat aus einer Mischung von Eukalyptusöl, Süssorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen die Monoterpene Limonen, Cineol und α-Pinen.

Gelomyrtol® wird angewendet bei akuter und chronischer Bronchitis und akuter und chronischer Sinusitis bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren.

Der Hinweis auf die Kombination aus Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüte, Sauerampferkraut, Holunderblüte und Eisenkraut bezieht sich auf das Präparat Sinupret®. Das pflanzliche Kombinationspräparat wird vor allem eingesetzt bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Der Schnupfen (Rhinitis) ist aber auch das klassische Anwendungsgebiet der Nasenspülung mit Kochsalzwasser. Einer Studie zufolge, bei der eine isotonische Salzlösung eingesetzt wurde, war bei Kindern in der Akutphase einer Rhinitis das Ausmaß der Nasenschleimhautschwellung und der Nasensekretion im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Nasenspülung signifikant vermindert. In der Präventionsphase zeigten sich weniger Sekretion, Halsschmerzen und Husten, es mussten weniger fiebersenkende oder abschwellende Medikamente eingesetzt werden und zudem fielen signifikant weniger Krankheitstage an. Eine Studie aus Deutschland kommt bei Erwachsenen zu einem vergleichbaren Resultat.

Nasenspülungen mit physiologischer Kochsalzlösung sind billig, unschädlich und wirksam.

Siehe auch:

Ätherische Öle bei Schnupfen

Menthol bei Schnupfen

Tägliche Inhalation mit Salzwasser beugt Erkältungen vor

Salzwasser-Inhalationen als Mittel gegen Erkältungen, Schweinegrippe & Co.

Akuter Schnupfen bei Kindern: Nasenspülungen sind wirksam

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Gelenkschmerzen lindern mit Zitronenverbene (Verveine) und Fischöl?

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Die Carstens-Stiftung berichtet über eine Studie zur Wirksamkeit von Verveine-Extrakt und Fischöl gegen Gelenkbeschwerden.

Oxidativer Stress spiele bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Arthritis oder der entzündlich aktivierten Arthrose eine primäre Rolle. Wie die Schädigung der Gelenke durch antioxidativ wirksame Stoffe aufgehalten werden könne, habe nun eine spanische Studie zu klären versucht.

In der Vergangenheit hätten verschiedene Studien gezeigt, dass eine an Omega-3-Fettsäuren reichhaltige Diät entzündliche Gelenkerkrankungen lindern kann. Zahlreiche dieser gesunden Fettsäuren seien zum Beispiel im Fischöl enthalten.

Zur Verveine schreibt die Stiftung:

„Zitronenverbene (Aloysia triphylla) dagegen gelangte im kulinarischen Bereich eher als Würzkraut zur Berühmtheit. Allerdings weisen die Verbascoside in der Zitronenverbene ein hohes antioxidatives und antientzündliches Potenzial auf.“

Im Rahmen einer Doppelblindstudie wurde nun eine Kombination aus Fischöl und Zitronenverbene in ihrer Wirkung auf die Gelenkfunktionen und den Gelenkschmerz bei Patienten mit Gelenkbeschwerden wie Arthritis oder Arthrose untersucht.

Innerhalb der ersten sechs Wochen Behandlungszeit schluckten die insgesamt 45 Studienteilnehmer entweder sechs Kapseln mit je 370 Milligramm Fischöl-Pulver und 230 Milligramm standardisierten Zitronenverbene-Extrakt pro Tag vor den Mahlzeiten, oder aber die gleiche Menge Placebo-Kapseln. In den letzten drei Wochen der insgesamt neun Behandlungswochen wurde die Dosis dann halbiert.

Mit Hilfe des WOMAC-Testverfahrens wurden sowohl die Schmerzintensität, das Ausmaß der Gelenksteifheit und der Gelenkfunktionalität erfasst. Verglichen mit der Placebo-Gruppe konnte der WOMAC-Wert in der Fischöl-Zitronenverbenen-Gruppe um über die Hälfte verbessert werden.

Quellen:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/schmerzfreie-gelenke-mit-zitronenverbene-und-fischoel.html

Literatur Caturla N, Funes L, Pérez-Fons L, Micol V. A randomized, double-blinded, placebo-controlled study of the effect of a combination of Lemon verbena extract and fish oil omega-3 fatty acid on joint management. J Altern Complement Med 2011; 17(1): 1051-1063

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22087615

Kommentar & Ergänzung:

Für mich ist an dieser Meldung nicht das Fischöl interessant, sondern die Zitronenverbena (Zitronenstrauch, Verveine).

Als Genusstee ist der Verveinetee sehr bekannt und beliebt. In der Phytotherapie-Fachliteratur fristet die Pflanze ein Mauerblümchen-Dasein, weil über ihre Wirkungen nur wenig fundierte Informationen vorliegen.

Ausserdem wird Verveine oft verwechselt mit dem einheimischen Eisenkraut (Verbena officinalis), das aber Bitterstoffe enthält und als Genusstee denkbar ungeeignet ist. Verveine stammt ursprünglich aus Mittelamerika und Südamerika (besonders Argentinien und Chile) und wird vor allem im Mittelmeergebiet kultiviert (vor allem in Spanien und Südfrankreich).

An Studien zur Wirkung der Verveine-Pflanze bin ich nur schon wegen dem eher mageren Stand des Wissens zu dieser Heilpflanze immer interessiert.

Schwierig an der beschriebenen Studie ist nun aber, dass Fischöl und Zitronenverbenen-Extrakt als Kombination angewendet wurden. So lässt sich nicht beurteilen, welcher Anteil an der Wirkung dem Fischöl zukommt und welcher der Zitronenverbene.

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Heilpflanzen bei Nasennebenhöhlenentzündung & Rachenentzündung

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In der Fachzeitschrift  MMW-Fortschritte der Medizin  (2010/43) erschien ein Beitrag von Dr. med. Andre-Michael Beer zum Thema  „Schulmedizin oder Naturheilverfahren beim sinubronchialen Syndrom.“

Und was ist ein sinubronchiales Syndrom?

„Eine chronische oder rezidivierende Nasennebenhöhlenentzündung in Kombination mit chronischer Entzündung des Rachens und Kehlkopfes sowie Lungenerkrankungen wird als sinubronchiales Syndrom bezeichnet.“

Zum Stellenwert der Naturheilverfahren schreibt Beer:

„Trotz zahlreicher medikamentöser, operativer und physiotherapeutischer Therapieansätze wird ein beträchtlicher Anteil der Patienten in der naturheilkundlichen Praxis und sogar der stationären Naturheilkunde vorstellig, da die konventionelle Therapie oft nur unzureichend wirkt oder Nebenwirkungen der Behandlung beklagt werden. Eine Therapieerweiterung durch klassische Naturheilverfahren kann die Behandlungsergebnisse verbessern. Einen besonderen Stellenwert besitzt dabei die Phytotherapie.“

Und welche Heilpflanzen empfiehlt der Autor konkret:

„Zur Abschwellung und Sekretlösung werden Myrtol, Menthol, Cineol, Pfefferminzöl, Eibisch, Huflattich, Spitzwegerich, Isländisch Moos, Lindenblüten, Malvenblätter, Primel, Wollblume, Haselwurz, Thymian, Pestwurz, Efeublätter und ein Kombinationspräparat aus Eisenkraut, Enzianwurzel, Gartensauerampferkraut, Holunderblüten und Schlüsselblumenblüten eingesetzt. Deutsche Kamillenblüten, angewendet als Kopfdampfbad oder Spüllösung, haben zusätzlich antibiotische, antimykotische und immunstimulierende Wirkungen.“

Kommentar & Ergänzung:

Das sind alles relevante Heilpflanzen für die Anwendungsbereiche Nasennebenhöhlenentzündung / Rachenentzündung / Husten.

Allerdings kommt die Aufzählung etwas gar unsortiert daher.

Sie enthält schleimhaltige Heilpflanzen, die vor allem den Hustenreiz lindern und als Kräutertee angewendet werden: Malvenblätter (ich würde Malvenblüten empfehlen von Malva silvestris), Lindenblüten, Isländisch Moos, Eibisch, Spitzwegerich, Huflattich.

Myrtol / Cineol werden vor allem in Form von dünndarmlöslichen Kapseln eingenommen, die gegen Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) und Bronchitis wirksam sind.

Pfefferminzöl und sein Hauptinhaltsstoff Menthol werden vor allem in Form von Inhalationen angewendet.

Thymian und Primel (Schlüsselblumenwurzel) sind Bestandteile schleimlösender Hustentees. Die schleimlösende Wirkung von Hustenpräparaten mit Extrakten aus Thymian und Primel ist gut belegt.

Efeublätter wirken krampflösend auf die Bronchien und schleimlösend, doch bleibt festzuhalten, dass Efeu nur als Extraktpräparat angewendet werden soll und nicht in Form von Kräutertee.

Eine ähnliche Wirkung wie Efeu besitzt Haselwurz, der ebenfalls nur in Form von Heilpflanzen-Präparaten auf Extraktbasis angewendet werden soll, wobei es in der Schweiz zurzeit kein Haselwurz-Präparat in Handel gibt.

Huflattich enthält Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden, die unter anderem lebertoxisch wirken können. Das hat Anwendungseinschränkungen zur Folge (keine Langzeitanwendung, nicht während Schwangerschaft und Stillzeit). Ich selber empfehle anstelle von Huflattich Malvenblüte.

Pestwurz enthält auch Pyrrolizidinalkaloide (PA). Nicht als Tee anwenden sondern nur in Form von PA-freien Extrakten. Die Anwendung von Pestwurz ist – jedenfalls in der Schweiz – sehr ungewöhnlich im Bereich Husten & Bronchitis. Wahrscheinlich wird Pestwurz hier als Bronchospasmolytikum aufgeführt, als Mittel mit krampflösender Wirkung auf die Bronchien.

Falls Sie sich Kompetenz im Bereich der Selbstbehandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen erwerben möchten:

Einen guten Überblick über die Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen bietet das Tagesseminar zu diesem Thema.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Phytotherapie bei Kindern mit Erkältungskrankheiten

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Pflanzliche Arzneimittel gelten als sicher und nebenwirkungsarm, was besonders wichtig ist für den Einsatz bei Kindern. „Phytotherapie bei Kindern“ war daher auch ein Thema bei den 24. Südtiroler Herbstgesprächen für Pharmazeuten.

Akute Infektionen der Atemwege sind die häufigsten Auslöser für einen Arztkontakt im Kindessalter – bis zu 60 Prozent aller Arztkontakte sind darauf zurückzuführen. Im Vorschulalter treten jährlich vier bis zwölf Infekte auf, bei Schulaustritt höchstens vier Infekte pro Jahr. 90 Prozent der unkomplizierten Atemwegsinfekte werden durch Viren verursacht. Univ.-Doz. DDr. Ulrike Kastner sagte dazu: „Die typische Symptomatik ist Erkältung mit Schnupfen, Halsweh und Husten oder der grippale Infekt – mit mäßig hohem Fieber Frösteln, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen.“

Wichtig bei der Behandlung mit Phytopharmaka ist, nicht die Gefahr einer Kinderkrankheit (Masern, Mumps, Varizellen oder Scharlach) bzw. den Beginn einer schweren viralen oder bakteriellen Infektion (Meningitis, Sepsis oder Pneumonie) zu übersehen. Zum Einsatz können traditionelle Hausmittel wie Wickel, Schwitzkuren oder Überwärmungsbäder ebenso gelangen wie Heilpflanzen-Präparate (Medizinaltee, ätherische Öle und Phytopharmaka), aber auch Synthetika und Produkte aus der Komplementärmedizin. „Ein Problem bei Phytopharmaka ist die Dosierung“, erklärte Doz. Kastner: „Es gibt meist keine klaren Richtlinien bei der Dosierung oder – auch im Austria Codex – Angaben mit großen Schwankungsbreiten.“ Als Möglichkeit sieht Doz. Kastner die Anwendung von Dosisberechnungen. Sie empfiehlt als eine Option die Faustregel fünf Prozent der Erwachsenendosis pro Lebensjahr.
Problem Alkohol?
Oftmals werden auch die alkoholischen Zubereitungen in der Kinderheilkunde kritisiert. Viele Mütter lehnen alkoholhältige Tropfen wie zum Beispiel Pflanzentinkturen ganz einfach ab. Doz. Kastner dazu: „Vorsichtig sollte man eigentlich nur bei Säuglingen und Neugeborenen bis zum 6. Monat sein. Denn bis dahin ist die Aktivität der Alkoholdehydrogenase sehr gering oder fehlt sogar noch ganz.“ Aber auch bei anderen Trägermitteln ist Vorsicht nötig. Bei Propylenglykol oder Sorbitol besteht das Risiko einer Intoxikation.

Welche Heilpflanzen bei Erkältungskrankheiten?

Wann sollen jedoch welche Phytopharmaka eingesetzt werden.? Doz. Kastner rät im trockenen Stadium einer Erkältung Immunmodulatoren (Echinacea, Pelargonium sidoides oder Bakterienlysate).
Im Akutstadium mit seröser und zäher Sekretion sind Rhinologika (ätherische Öle), Muzilaginosa (Schleimhaltige Heilpflanzen). Expektoranzien (= Auswurffördernde Mittel, ätherische Öle, Saponoine) und Antitussiva (Hustenreiz-Stiller) empfehlenswert. Als konkreten Tipp rät Doz. Kastner bei einer Rhinitis (Schnupfen) im Säuglingsalter Baby Luuf-Balsam, eine Mischung aus Eukalyptusöl, Kampfer, Terpentinöl und ätherischem Majoranöl, oder Babix-Inhalationslösung (Kajeputöl, Latschenkieferöl und Eukalyptusöl). Bei Husten im Säuglingsalter sei die Anwendung von Pilka-Tropfen sinnvoll, einer äthanolischen Lösung mit Drosera-Extrakt (Sonnentau) und Thymianextrakt. Für die adjuvante Behandlung einer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) bei Schulkindern und Jugendlichen empfiehlt Doz. Kastner Sinupret, eine Kombination aus Enzian, Primel, Sauerampfer, Holunder und Eisenkraut. Es wirkt sekretolytisch (schleimlösend), antiphlogistisch (entzündungshemmend) und antiviral.

Doz. Kastner hält jedoch auch fest: „Wichtig ist in jedem Fall der frühzeitige Einsatz der Phytotherapeutika, aber auch die Beachtung von gewissen Anwendungsbeschränkungen. Vor allem bei anhaltendem Fieber, Atemnot, Kopfschmerzen oder Nackensteifigkeit sollte der Arzt oder das Spital eingeschaltet werden.“

Quelle:

http://www.pharmaceutical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=100985&dspaid=833722

24. Südtiroler Herbstgespräche –
Wissenschaftliche Fortbildung zur
Phytotherapie; Bozen, Oktober 2009

Kommentar & Ergänzung:

Die erwähnten Fertigpräparate sind grösstenteils österreichischer Herkunft und daher in der Schweiz nicht erhältlich. Wobei es bei uns ähnliche Heilpflanzen-Präparate gibt.

Die erwähnten Heilpflanzen entsprechen etwa dem aktuellen Wissensstand in der Phytotherapie.

Zur Frage des Alkoholgehaltes in Pflanzentinkturen:

Pflanzentinkturen enthalten zwar etwa 60% Alkohol, doch fällt dies bei den wenigen Tropfen, die jeweils angewendet haben, tatsächlich nicht ins Gewicht. Ich schliesse mich hier aber dem „Schilcher“ an (Leitfaden Phytotherapie), der unterhalb von 8 Lebensmonaten den absoluten Verzicht auf alkoholhaltige Arzneiformen wie zum Beispiel Pflanzentinkturen fordert. Ich selber würde im ersten Lebensjahr nach alkoholfreien Alternativen suchen, zum Beispiel Frischpflanzenpresssäfte.

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kinderheilkunde: Heilpflanzen bei Erkältungskrankheiten

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Eltern verlangen heute vermehrt nach natürlichen Alternativen in der Behandlung ihrer Kinder. Heilpflanzen-Präparate kommen diesem Bedürfnis entgegen. Prof. Karin Kraft hat sich in der Zeitschrift „ Kinderärztliche Praxis“ zur Anwendung von Heilpflanzen-Präparaten aus der Phytotherapie bei Atemwegserkrankungen bzw. Erkältungskrankheiten geäussert. Hier eine kleine  Zusammenfassung:

Zum Therma „Fieberhafte Infekte“ schreibt Karin Kraft:

„Pflanzliche Medikamente sind für die symptomatische Therapie von akuten fieberhaften Infekten im Kindesalter hervorragend geeignet. Bei frühzeitigem Beginn und Beachtung der Anwendungsbeschränkungen lassen sich Komplikationen eines akuten grippalen Infektes bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit verhindern. Die Linderung der Beschwerden steht bei der Therapie im Vordergrund. Bei den ersten Infektzeichen kann eine Schwitzkur durchgeführt werden. Dazu gehören ein heißes Bad mit langsam steigender Temperatur und eine Nachruhe, bei der heiße Tees getrunken werden und das Kind in warme Decken eingehüllt wird. Holunderblüten und Lindenblüten sind die wichtigsten schweißtreibenden Drogen. Sie werden als heiße Tees beim banalen Infekt eingesetzt. Als Badeextrakte und für ansteigende Fuß- und Armbäder eignen sich ätherische Öle wie Thymianöl, Eukalyptusöl oder Nadelholzöle.“

Anmerkung: Die Bezeichnung „Drogen“ meint im Bereich der Phytotherapie „getrocknete Heilpflanzen“ und hat nichts mit der verbreiteten Bedeutung  im Sinne von Rauschmittel zu tun.

„Für Infekte der oberen Atemwege eignet sich besonders die Inhalation von ätherischen Ölen, für die unteren Hustentropfen oder -sirup.

Phytotherapeutika wirken bei Atemwegserkrankungen in erster Linie symptomatisch…“

In diesem symptomatischen Bereich empfiehlt Karin Kraft:

– schleimhautabdeckend und indirekt antitussiv (hustenreizstillend): Schleimdrogen wie zum Beispiel Eibischwurzel, Malvenblüten, Isländisch Moos.

– sekretolytisch, sekretomotorisch (auswurffördernd): Saponindorgen wie zum Beispiel Efeublätter, Primelwurzel, Schüsselblumenblüten.

– entzündungswidrig: zum Beispiel Eukalyptusöl, Kamillenblüten, Myrtol.

– bronchospasmolytisch (krampflösend auf die Bronchien): zum Beispiel Eukalyptusöl, Myrtol.

„…einige Pflanzen haben zudem spezifische kausale Wirkungen“.

Kraft nennt dazu folgende Beispiele:

– virustatisch: zum Beispiel Thymianöl.

– antibakteriell: zum Beispiel Anisöl, Kamillenöl, Pfefferminzöl, Thymianöl.

– immunmodulierend: zum Beispiel Kamillenöl, Kraut des roten Sonnenhutes.

Ausserdem empfiehlt sie eine ganze Anzahl von Heilpflanzen mit ätherischen Ölen:

„Anisfrüchte, Eukalyptusblätter, Fenchelfrüchte, Fichtennadeln, Kamillenblüten, Kiefernnadeln, Pfefferminzblätter und -öl, Salbeiblätter und Thymiankraut. Auch das Myrtol, eine Mischung aus ätherischen Ölen, ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Ätherische Öle wirken je nach ihrer Zusammensetzung antiphlogistisch, antibakteriell, antimykotisch, bronchospasmolytisch, expektorierend und sedativ. Sie haben eine reflektorische Wirkung direkt über den N. trigeminus und wirken über eine Reizung von afferenten Magennerven nach oraler Aufnahme indirekt expektorierend. Indikationen sind banale Infekte, Husten, Bronchitis, Sinusitis (Kamillenblüten) und virale Tonsillitis (Salbeiblätter).“

Karin Kraft beschreibt hier den sogenannten „gastropulmonalen Reflex“, der zu auswurffördernden, schleimlösenden Effekten führen soll.

(expektorierend= auswurffördernd; antimykotisch = pilzhemmend; antiphlogistisch = entzündungswidrig; Sinusitis = Nasennebenhöhlenentzündung; Tonsillitis = Mandelentzündung)

Ausserdem beschreibt Prof. Kraft die Wirkungsweise der verschiedenen Inhaltsstoffe:
– „Saponindrogen senken die Oberflächenspannung des Sputums und stimulieren die Flimmerzellen. Sie wirken sekretolytisch, sekretomotorisch, antiphlogistisch, bakteriostatisch und antimykotisch. Sie werden v. a. bei Husten und Bronchitis eingesetzt. Als pflanzliche Drogen werden unter anderem Efeublätter, Primelwurzel, Schlüsselblumenblüten und Süßholzwurzel verwendet.“

– „Schleimstoffdrogen enthalten Polysaccharide aus Monosaccharinen, Glukuron- und Galakturonsäuren und Arabinogalaktanen. Sie bilden bei Kontakt mit Wasser durch Aufquellen abdeckende, kolloidale Lösungen. Sie wirken schleimhautprotektiv, reizlindernd und antiphlogistisch. Indikationen sind trockener Husten, Bronchitis und Tonsillitis. Verwendete pflanzliche Drogen sind u. a.   Eibischblätter und –wurzel, Huflattichblätter, Isländisches Moos, Malvenblätter und –blüten und Spitzwegerichkraut. Sie werden in der Regel als Teegetränk, Extrakt, Sirup, Pastillen und Presssaft verabreicht.“

Ebenfalls erwähnt wird der Umckaloabo-Extrakt:

„Der Extrakt aus den Wurzeln von Pelargonium sidoides weist antimikrobielle und immunmodulierende Wirkungen auf und wird erfolgreich bei verschiedenen akuten und chronischen Infektionen des Hals-Nasen-Ohrenbereiches und der oberen Atemwege eingesetzt. Für Kinder unter 12 Jahren mit akuter oder akut exazerbierter Sinusitis liegt neuerdings auch eine multizentrische prospektive offene Studie vor, die bei nicht antibiotikapflichtigen Fällen eine gute Wirkung zeigte.“

Und abschliessend zum Thema Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung):

„Für die akute und chronische Sinusitis ist die Wirksamkeit einer Kombination aus Enzianwurzel, Primelwurzel, Sauerampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut seit langem in klinischen Studien belegt. Die Kombination wirkt sekretolytisch, antiphlogistisch und abschwellend auf die Schleimhäute und zudem antiviral.“

(antiphlogistisch = entzündungswidrig; sekretolytisch = schleimlösend, sekretlösend)

Quelle:

http://www.kinderaerztliche-praxis.de/index.php?id=5113&tx_n98kirchheimarchiv_pi1[search]=phytotherapie&tx_n98kirchheimarchiv_pi1[year]=-1&tx_n98kirchheimarchiv_pi1[page]=&tx_n98kirchheimarchiv_pi1[showDetail]=14413&tx_n98kirchheimarchiv_pi1[magazine][0]=Kinderärztliche%20Praxis

Kinderärztliche Praxis, Heft 05, 2008 Jahrgang 79

Rubrik: Fortbildung

Seite: 282-289

Autor: Prof. Dr. med. Karin Kraft

Kommentar & Ergänzung:

Das ist ein guter Überblick der wichtigsten Heilpflanzen-Anwendungen im Bereich Erkältungskrankheiten.

Prof. Dr. med. Karin Kraft ist Inhaberin des Lehrstuhles für Naturheilkunde an der Universität Rostock und eine wichtige Vertreterin der universitären Phytotherapie im deutschsprachigen Raum. Sie veröffentlicht immer wieder fundierte Texte zu Themen aus dem Bereich der Phytotherapie, was sehr zu begrüssen ist, da die Qualität vieler Medienberichte über Heilpflanzen und ihre Wirkungen sehr zu wünschen übrig lässt.

Ergänzend: Efeublätter nicht als Tee, nur als Fertigpräparat (Efeu-Extrakt); Huflattichblätter wegen dem Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden nicht länger als 6 Wochen im Jahr, nicht während Schwangerschaft und Stillzeit, meine Empfehlung: Huflattich generell ersetzen durch Malvenblüten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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