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Phytotherapie bei Erkrankungen im Vedauungstrakt

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Beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming sprach Professor Dr. Robert Fürst von der Goethe-Universität Frankfurt am Main über pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka) bei Erkrankungen im Verdauungstrakt.

Bei der Indikation Übelkeit und Erbrechen empfahl Robert Fürst den Ingwerwurzelstock. Die Studienlage sei zwar heterogen, doch bei Reiseübelkeit sei die Wirksamkeit gut belegt. Eine Besonderheit sei hier, dass kein Extrakt zum Einsatz kommt, sondern der gepulverte Ingwerwurzelstock (zum Beispiel Zintona®). Bei Reizmagen oder auch funktioneller Dyspepsie gibt es laut Fürst Wirksamkeitsbelege für ein Kombipräparat aus Kümmelöl und Pfefferminzöl (Carmenthin®) und für STW-5 (Iberogast®). Zur Unterstützung der Leberfunktion könne der Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt Legalon® empfohlen werden, jedoch nur bei alkoholischem Leberschaden. Bei viralen Hepatitiden gebe es keine Evidenz für die Wirksamkeit.

Dyspepsie beziehungsweise funktionelle Störungen der ableitenden Gallenwege lassen sich laut Fürst mit dem Artischockenblätter-Trockenextrakt Hepar-SL® günstig beeinflussen. Vorsicht sei dabei jedoch geboten, denn bei einem Verschluss der Gallenwege seien Artischockenblätter aufgrund ihrer choleretischen Wirkung kontraindiziert.

Bei Reizdarmsyndrom gebe es evidenzbasierte Empfehlungen für Flohsamenschalen (zum Beispiel Mucofalk®), Iberogast und hoch dosiertes Pfefferminzöl in magensaftresistenten Kapseln (zum Beispiel Medacalm®).

Für Flohsamenschalen sieht der Experte auch Anwendungsmöglichkeiten bei Colitis ulcerosa. Für diese Indikation eigne sich auch Myrrhinil®, eine Kombination aus Myrrhepulver, Kaffeekohlepulver und Kamillenblüten-Trockenextrakt. Beide Phytopharmaka haben laut Fürst in Studien gezeigt, dass sie bei Patienten mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung zum Remissionserhalt ebenso wirksam sind wie der chemisch definierte Wirkstoff Mesalazin.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=61686

Kommentar & Ergänzung:

Verdauungsbeschwerden sind ein bewährtes Anwendungsfeld für Heilpflanzen-Präparate.

Der Artischockenblätter-Trockenextrakt Hepar-SL®   heisst in der Schweiz Hepa-S®.

Pfefferminzölkapseln sind in der Schweiz als Colpermin®  im Handel, Flohsamenschalen unter den Namen Laxiplant und Metamucil.

Ein weiteres interessantes Anwendungsgebiet für Flohsamenschalen und für Pfefferminzölkapseln ist der Reizdarm (Colon irritabile).

Siehe dazu hier:

Phytotherapie bewährt bei Reizdarmsyndrom (Colon irritabile)

Phyto-Kombi mit Pfefferminzöl und Kümmelöl bei Reizdarm

Pfefferminzöl bei Reizdarmsyndrom

STW-5 (Iberogast®) setzt sich zusammen aus neun Komponenten:

Bittere Schleifenblume (Iberis amara), Angelikawurzel (Engelwurz), Kamillenblüten, Kümmelfrüchte, Mariendistelfrüchte, Melissenblätter, Pfefferminzblätter, Schöllkraut und Süßholzwurzel.

Siehe dazu:

Phytotherapie bei Reizmagensyndrom

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Was ist Gerstengras?

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Der Name „Gerstengras“ tönt geheimnisvoller als das, was es ist. Gemeint ist damit ganz einfach die junge Gerstenpflanze.

Für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln werden meist die Blätter der jungen Pflanze gefriergetrocknet und gemahlen.

Gerstengras ist reich an Nährstoffen und wird daher in der Tiermast eingesetzt.

Und darüber hinaus wird Gerstengras im Internet über allen Klee gelobt und als „Superfood“ vermarktet. Wenn ein Produkt derart als Wundermittel gegen alles und jedes angepriesen wird, ist immer eine gehörige Portion Skepsis angebracht.

Ich habe mich auf den entsprechenden Internetseiten ein wenig umgeschaut. Da wird Gerstengras nicht gerade bescheiden als eines der kostbarsten Lebensmittel unseres Planeten bezeichnet. Irgendwie muss man den Preis ja rechtfertigen.

Und wie es bei fragwürdigen Produkten oft der Fall ist:

Gerstengras hilft gegen Brustkrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs, Colitis ulcerosa, Diabetes, zu hohem Cholesterinspiegel, Candida-Infektionen, Depressionen – und es beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Wer ein solches Mittel nicht kauft und einnimmt, ist selber schuld.

Für alle diese Behauptungen gibt es nicht den Hauch eines fundierten Belegs. Zwar wird auf einigen Internetseiten zum Thema Gerstengras eine ganze Reihe von Studien aufgeführt. Es wird also mit Studien argumentiert.

Schaut man sich allerdings die Studien genauer an, wird rasch deutlich, wie absurd die darauf begründeten Versprechungen sind.

Bei den Studien, die sich Prostatakrebs, Hautkrebs und Brustkrebs beziehen, handelt es sich um Laborstudien im Reagenzglas mit Krebszellen. Eine Frau mit Brustkrebs ist aber komplexer als ein Reagenzglas. Es gibt unzählige Naturstoffe, die im Reagenzglas an isolierten Krebszellen tolle Wirkungen zeigen. Solche Laborexperimente sagen nichts aus über eine Wirksamkeit im Organismus einer krebskranken Person. Es ist nicht klar, ob allfällige Wirkstoffe aus dem Verdauungstrakt überhaupt in den Organismus gelangen, ob sie – wenn das der Fall ist – dort eine ausreichende Konzentration erreichen und ob sie in dieser Konzentration wirklich nur die Krebszellen schädigen und nicht auch noch gesunde Zellen.

Ob den Betreibern dieser Websites die sehr begrenzte Aussagekraft solcher Studien einfach nicht verstehen oder ob sie es zwar wissen, aber in ihren Texten unter den Tisch fallen lassen, lässt sich kaum beurteilen.

Ein Schwimmtest mit Mäusen wird flugs zum Wirksamkeitsbeleg gegen Depressionen. Und die Wirkung gegen den zu hohen Cholesterinspiegel? – Da wird eine kleine Studie aufgeführt, bei der die Probanden aber zusätzlich zum Gerstengras auch Olivenöl einnehmen mussten. Offenbar verschwenden die Gerstengras-Propagandisten keinen Gedanken daran, dass die gemessene Reduktion des Cholesterinspiegels auch vom Olivenöl bewirkt sein könnte.

Die einzige, zwar ebenfalls kleine, aber qualitativ offenbar akzeptable Studie zum Einfluss von Gerstengras auf den Cholesterinspiegel aus Korea finde ich dagegen auf keiner Gerstengras-Website. Kein Wunder: Die Resultate waren enttäuschend. Selbst nach drei Monaten Einnahme von Gerstengras-Extrakt zeigten sich keine Unterschiede zu jenen Personen, die Kapseln mit einem wirkungslosen Scheinpräparat bekommen hatten. Wegen der geringen Teilnehmerzahl und der kurzen Studiendauer sind die Resultate auch dieser Studie nur bedingt aussagekräftig. Genauer beschrieben wird die Studie im Portal medizin-transparent.at.

Die Wissenschaftler dort haben weltweit nach Studien zur Wirksamkeit von Gerstengras gesucht und nur diese eine bewertbare klinische Studie gefunden.

Spricht das gegen Gerstengras? Nein. Es spricht nur gegen die überzogenen Versprechungen.

Wer gerne Gerstengras hat und sich die Präparate leisten kann und will, soll sie doch nehmen.

Gerstengras enthält Vitamin B , Vitamin C , Kalzium, Kalium und Eisen in größeren Konzentrationen. Das ist ja schon mal was. Diese Stoffe kann man sich allerdings in der Regel auch gut mit einer normalen Ernährung in ausreichender Menge zuführen.

Solche mit Gesundheitshoffnungen aufgeladenen Präparate werden jedoch sowieso eher aus psychologischen Gründen gekauft.

Sie lindern zum Beispiel das schlechte Gewissen, das uns die Hersteller und Verkäufer zuvor einreden, weil wir nicht in allen Facetten so gesund leben, wie wir das angeblich sollten.

Oder sie reduzieren diffuse Besorgtheit und Ängstlichkeit um unsere Gesundheit, die manchmal eine reale Basis haben, oft aber auch von den Medien geschürt werden.

Wer sich nicht 24 Stunden mal 7 Tage die Woche um seine Gesundheit sorgt, ist schliesslich ein schlechter Konsument.

Seiner Gesundheit sorge tragen, das ist ja nicht falsch. Nur kann man das quasi auf eine eher gesunde Art tun oder auf eine eher kranke Art.

Eher krank scheint mir die Sorge um die Gesundheit, wenn sie zum hauptsächlichen Lebensinhalt wird, ohne dass dafür konkrete Gründe zu erkennen sind.

Und wenn das Gesundbleiben vor allem erreicht werden soll durch den wahllosen Konsum von Gesundheitsprodukten wie Nahrungsergänzungsmittel, Schüssler Salzen, Pflanzentinkturen, Globuli etc. – dann stimmt da für etwas nicht mehr so ganz. Man unterminiert nämlich das Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte und Regulierungsfähigkeiten, wenn man permanent irgendein Mittelchen einwirft, das Gesundheit und Wohlbefinden stabilisieren und garantieren soll.

Niemand kann seine Gesundheit vollkommen im Griff haben, auch nicht mit einem vollkommen gesunden Lebensstil. Aber soweit wir etwas zu unserer Gesundheit beitragen können, sind es in der Regel ziemlich unspektakuläre Sachen: Genug Bewegung, ausreichende Erholung, nur soviel Kalorien zuführen, wie man wieder verbraucht, intaktes soziales Umfeld…..Das lässt sich jedenfalls nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln ersetzten.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Phytopharmaka bei Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt

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Beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming sprach Professor Dr. Robert Fürst von der Goethe-Universität Frankfurt am Main auch über die Anwendung von Phytopharmaka bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts.

Der Pharmazeutische Biologe sprach sich zum Beispiel für Ingwerwurzelstock in der Indikation Übelkeit und Erbrechen aus. Die Studienlage sei zwar heterogen, doch bei Reiseübelkeit sei die Wirksamkeit gut belegt, erklärte Fürst. Eine Besonderheit sei, dass hier kein Extrakt zum Einsatz komme, sondern gepulverter Ingwerwurzelstock (zum Beispiel als Zintona®). Bei Reizmagen oder auch funktioneller Dyspepsie gebe es Wirksamkeitsbelege für die Pfefferminzöl-Kümmelöl-Kombination Carmenthin® (früher Enteroplant®) und für STW-5 (Iberogast®). Zur Unterstützung der Leberfunktion sprach sich der Referent für den Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt Legalon® aus, allerdings nur bei alkoholischem Leberschaden. Bei viralen Hepatitiden gebe es keine Evidenz für die Wirksamkeit.

Dyspepsie beziehungsweise funktionelle Störungen der ableitenden Gallenwege können laut Fürst mit dem Artischockenblätter-Trockenextrakt Hepar-SL® günstig beeinflusst werden. Vorsicht sei dabei jedoch geboten, denn bei einem Verschluss der Gallenwege ist der Artischockenbätter-Extrakt aufgrund seiner gallenflussanregenden Wirkung kontraindiziert.

Evidenzbasierte Empfehlungen bei Reizdarmsyndrom seien Flohsamenschalen (zum Beispiel Mucofalk®), Iberogast® und hoch dosiertes Pfefferminzöl in magensaftresistenten Kapseln (zum Beispiel Medacalm® oder Colpermin®), so der Experte. Bei Colitis ulcerosa könne auch Flohsamenschalen zum Einsatz kommen, ebenso wie Myrrhinil®, eine Kombination aus Myrrhepulver, Kaffeekohlepulver und Kamillenblüten-Trockenextrakt. Beide Phytopharmaka hätten in Studien gezeigt, dass sie bei Patienten mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung zum Remissionserhalt ebenso wirksam seien wie der chemisch definierte Wirkstoff Mesalazin.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=61686

Kommentar & Ergänzung:

Phytopharmaka bieten eine grosse Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten für Beschwerden im Verdauungstrakt. Dieser Bericht vom Fortbildungskongress Pharmacon stellt Phytopharmaka vor, deren Wirksamkeit durch Studiendaten belegt sind.

Siehe auch:

Phytotherapie im Verdauungstrakt – ein Überblick

Kombination von Pfefferminzöl und Kümmelöl lindert Reizdarmsyndrom

Heilpflanzen-Anwendungen bei Reizdarmsyndrom

Phytotherapie: Pfefferminzöl bei Reizdarmsyndrom

 

 

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Weihrauch als Tee gegen Rheuma?

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Kürzlich wurde ich an einem Kurs gefragt, ob Weihrauch gegen Rheuma als Tee verwendet werden könne. Das geht nicht, aber Weihrauchharz lässt sich sehr unterschiedlich einsetzen. Daher hier ein Blick ins Weihrauch-Thema:

In der indischen Medizin (Ayurveda) wird Weihrauch als „Salai gugal“ seit langem bei vielen Beschwerden eingesetzt.

Die Phytotherapie-Forschung hat diese Tradition aufgenommen und im Labor und mit klinischen Studien überprüft.

Es gibt Studien mit positiven Ergebnissen bei Arthritis, Colitis ulcerosa, Asthma bronchiale, Morbus Crohn, Arthrose. Allerdings sind die Ergebnisse nicht eindeutig genug für eine abschliessende Beurteilung.

Am besten abgesichert ist offenbar, dass Weihrauchkapseln Bewegungseinschränkungen bei altersbedingter Abnützung (Arthrose) der Kniegelenke lindern können. Der Effekt ist nicht besonders groß, jedoch merkbar und gut abgesichert.

Quelle: http://www.medizin-transparent.at/weihrauch-heilig-und-heilsam

Dieser Hinweis von „Medizin Transparent“ auf eine Wirksamkeit von Weihrauch bei Arthrose ist vor allem deshalb interessant, weil die Phytotherapie-Fachliteratur bisher Weihrauch eher im Bereich Arthritis ansiedelt.

Alle diese Studien haben Weihrauch peroral untersucht – also die Einnahme von Weihrauchpulver oder Weihrauchextrakt. Inzwischen gibt es auch Weihrauchsalbe und Weihrauchbäder, doch gibt es keine plausiblen Hinweise darauf, dass die Wirkstoffe durch die Haut aufgenommen werden.

Weihrauchharz ist aber selbstverständlich auch seit Urzeiten ein Räuchermittel.

Weihrauchharz (in Tränenform) kann pur gekaut werden bei Schleimhautentzündungen des Mundes (Quelle: Teedrogen und Phytopharmaka, Max Wichtl, 2009, Seite 472, anzuschauen im Buchshop).

Dann gibt es noch das ätherische Weihrauchöl. Seine Zusammensetzung unterscheidet sich sehr von derjenigen des Weihrauchharzes. So muss auch von einer unterschiedlichen Wirkung ausgegangen werden.

Über die Wirkung von ätherischem Weihrauchöl zirkulieren sehr unterschiedliche und vor allem sehr spekulative Angaben.

So zählt zum Beispiel Christian Wabner im „Lexikon der Aromatherapie“ folgende „Körperliche Indikationen“ auf:

„Akne, Asthma, Blutungen, (chronische) Bronchitis, chronischer Durchfall, Geschwüre, Gonorrhoe, Grippe, Harnblasenentzündung, reife, trockene oder faltige Haut, Hautpflege, Husten, Immunschwäche, Karbunkel, Katarrh, Kehlkopfentzündung, Krampfadergeschwür, Menstruationsschmerzen, Narben, Nasennebenhöhlenentzündung, Pickel, Rachenentzündung, Rheumatismus, Schnupfen, Schwangerschaftsstreifen (auch vorbeugend), Skrofulose, Spermatorrhoe, Verdauungsstörungen, Verletzungen, Weissfluss, Wunden, Zwischenblutungen.“

Das ist eine sehr weitläufige Aufzählung. Wie kommt sie zustande?

In der Einleitung schreibt Wabner, dass die Indikationen „der zum Teil jahrhundertealten Literatur entnommen und um eigene Erfahrungen ergänzt“ wurden.

Nun sind Tradition und jahrhundertelange Anwendung noch keine Garanten für Wirksamkeit. Tradition kann sich auch jahrhundertelang täuschen und die Medizingeschichte zeigt, dass Irrtümer sich sehr zäh über lange Zeit halten können.

Siehe dazu:

Komplementärmedizin – hat Tradition Recht?

Auch die eigene Erfahrung, auf die sich Wabner beruft, ist täuschungsanfällig.

Siehe:

Pflanzenheilkunde -Erfahrung allein genügt nicht zur Begründung

In der Einleitung schreibt Wabner, dass die aufgeführten Eigenschaften und Indikationen „allgemeine Hinweise“ darstellen und „keinesfalls als Rezepturvorschläge zu verstehen“ sind.

Gut, aber was nützen denn „allgemeine Hinweise“, die offenbar nicht als Empfehlung aufgefasst werden sollen? Was fängt der Leser oder die Leserin damit an, vor allem wenn Fachkenntnisse fehlen, die eine eigene Einschätzung möglich machen würden?

Und die Aufzählung steht unter dem Titel „Körperliche Indikationen“.

„Indikationen“ sind aber nicht einfach „allgemeine Hinweise“!

Wikipedia definiert „Indikationen“ so:

„Der medizinische Begriff Indikation (von lateinisch indicare „anzeigen“), Synonym: Heilanzeige, steht grundsätzlich dafür, welche medizinische Maßnahme bei einem bestimmten Krankheitsbild angebracht ist und zum Einsatz kommen soll: Bei Krankheitsbild „X“ ist das Heilverfahren „Y“ indiziert, also angebracht.“

Stutzig macht auch ein weiterer Hinweis in der Einleitung:

„Es ist zu beachten, dass eine Anzahl von Eigenschaften und Indikationen aus der Phytotherapie übernommen wurden, wo sie meist für die Anwendung der ganzen Pflanze geschrieben sind.“

Das ist ein sehr problematischer Fehler, der in Aromatherapie-Büchern nicht selten anzutreffen ist. Indikationen (Anwendungsbereiche) oder Wirkungen aus der Phytotherapie, die sich auf die ganze Pflanze zum Beispiel als Tee oder Extrakt beziehen, auf die Anwendung von ätherischen Ölen in der Aromatherapie zu übertragen, führt meistens zu irreführenden Angaben.

Die ganze Pflanze – zum Beispiel als Kräutertee oder Pflanzenextrakt verwendet, enthält in der Regel eine ganze Reihe von Wirkstoffen, die nicht flüchtig und daher im ätherischen Öl nicht vorhanden sind – zum Beispiel Gerbstoffe, Schleimstoffe, Glykoside.

Daher kann man die Wirkungen und Indikationen nicht gleichsetzen!

Bei der oben aufgeführten Indikationsliste für Weihrauch sind also offenbar Angaben aus Phytotherapie (die sich in der Regel auf Weihrauchharz beziehen) und Angaben für Weihrauchöl vermischt. Es ist unklar, auf welche Anwendungsform sich die Angaben beziehen, doch werden die meisten Leserinnen und Leser wohl davon ausgehen, dass es sich um Angaben für das ätherische Öl handelt. Denn schliesslich stehen sie ja im „Taschenlexikon der Aromatherapie“.

Dazu kommt noch:

Keiner der Anwendungsbereiche in der Indikationsliste für Weihrauch ist auch nur einigermassen glaubwürdig belegt.

Und viele der Angaben sind vollkommen fragwürdig – zum Beispiel die Indikation (Heilanzeige!) Gonorrhoe (Tripper) für Weihrauch.

Wie genau soll ich mir das vorstellen? Ätherisches Weihrauchöl einatmen oder einreiben? Weichrauchharz einnehmen? Räuchern? – Auf keinem dieser Wege ist eine Wirksamkeit von Weihrauchöl gegen Tripper auch nur ansatzweise plausibel.

Und dann ist Gonorrhoe eine ernste Erkrankung, die antibiotische Behandlung genötigt. Meiner Ansicht nach müsste das erwähnt werden.

Solche Fragen könnte man fast zu jeder Indikation auf der Liste stellen.

Die Liste ist besonders deshalb irritierend, weil das Buch einen wissenschaftlichen Anspruch erhebt und der Autor einen Professorentitel führt.

Daraus kann man lernen, dass ein Professorentitel noch keine Qualitätsgarantie ist.

Auf dem Cover des „Taschenlexikons der Aromatherapie“ wird Aromatherapie als eigenständiger „Bereich der Phytotherapie“ bezeichnet. Aber die Qualitätssicherungssysteme der Phytotherapie (z. B. Monografien von Kommission E und ESCOP) spielen in dem Buch keine Rolle. Fundierte Phytotherapie würde sich auf die Indikationen Arthritis, Colitis ulcerosa, Asthma bronchiale, Morbus Crohn und Arthrose beschränken – Bereiche, für die es zu mindestens Hinweise auf eine Wirksamkeit gibt – wenn Weihrauchharz eingenommen wird.

Aber die Liste der Indikationen im „Taschenlexikon der Aromatherapie“ kommt sehr viel eindrücklicher daher (Gonorrhoe! Krampfadergeschwür!…).

Es braucht sehr viel mehr kritische Auseinandersetzung mit solchen Aussagen (was ich hiermit versucht habe…).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Myrtillin aus Heidelbeeren gegen Entzündungen und Freie Radikale

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Die „Süddeutsche“ veröffentlichte direkt aus dem dpa-Newskanal eine Meldung über Heidelbeeren:

„Das Myrtillin in den Heidelbeeren ist ein natürlicher Farbstoff und verleiht ihnen die dunkelblaue Farbe. Zudem neutralisiert er im Körper Freie Radikale.

Außerdem wirkt der Farbstoff entzündungshemmend und macht die Blutgefäße elastischer. So beugt er Herz- und Kreislaufkrankheiten vor.“

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/news/leben/ernaehrung-heidelbeeren-neutralisieren-freie-radikale-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150610-99-02161

Kommentar & Ergänzung:

Myrtillin gehört zur Stoffklasse der Anthocyane. Das sind Pflanzenfarbstoffe, welche für die rote, violette, blaue oder blauschwarze Färbung vieler Blüten und Früchte verantwortlich sind. Sie zeigen experimentell (im Reagenzglas) antioxidative Eigenschaften, die diejenigen von Vitamin C und Vitamin E um ein Vielfaches übersteigen können. Soweit decken sich die Angaben aus der Fachliteratur mit den Aussagen in der dpa-Meldung.

Allerdings gibt es Einschränkungen, die in der dpa-Meldung nicht erwähnt werden.

Die beeindruckenden Laborergebnisse lassen sich nicht 1 : 1 auf den menschlichen Organismus übertragen. Anthocyane werden nur zum geringen Teil in den Körper aufgenommen und dort rasch umgebaut und ausgeschieden. Die sogenannte Bioverfügbarkeit ist also gering.

Am plausibelsten scheint mir daher eine Wirksamkeit gegen Entzündungen im Verdauungstrakt, zum Beispiel bei Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Allerdings fehlen dazu überzeugende Belege aus Patientenstudien.

Heidelbeeren-Anthocyane im Verdauungstrakt 

Farbstoffe aus Heidelbeeren hemmen Entzündungen

Zur Wirkung von Anthocyanen aus Heidelbeeren

Ob Myrtillin eine vorbeugende Wirkung gegen Herz- und Kreislaufkrankheiten hat, ist gänzlich ungeklärt.

Dass Heidelbeeren – so wie auch andere Anthocyan-Quellen – wertvolle Bestandteile einer abwechslungsreichen Ernährung sind, liegt aber auf der Hand.

Anthocyane aus Heidelbeeren sind zudem als Wirkstoff im rezeptpflichtigen Präparat Myrtaven® enthalten, das zur Anwendung kommt bei Schädigung der Blutgefässe infolge von Diabetes oder Bluthochdruck, bei Venenstauungen, Hämorrhoiden und Krampfaderleiden, sowie in der Augenheilkunde bei Netzhauterkrankungen.

In der Phytotherapie werden getrocknete Heidelbeeren vor allem gegen Durchfall angewendet, aber auch zur Linderung von Mundschleimhautentzündungen.

 

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Studie zu Weihrauch bei Multipler Sklerose (MS)

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Auf einem Kongress von europäischen und amerikamischen MS-Gesellschaften in Boston stellte die deutsche Neurologin Dr. Klarissa Hanja Stürner die Resultate ihrer Forschungsgruppe am Institut für Neuroimmunologie und Klinische Multiple-Sklerose-Forschung in Hamburg vor. Dort erhielten 37 Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose acht Monate lang kein Kortison oder Interferon, sondern Kapseln mit Weihrauch verabreicht.

Die im Weihrauch-Extrakt enthaltenen Boswelliasäuren wirken entzündungshemmend und haben im Vergleich zu synthetischen Medikamenten weit weniger Nebenwirkungen. Deshalb ist die Forschung schon seit längerem damit befasst, die Wirksamkeit zu klären, zum Beispiel bei Polyarthritis, Asthma und Colitis ulcerosa.

Bei Multipler Sklerose zeigte die Studie aus Hamburg folgende Ergebnisse:

Die Zahl der Nervenschäden bei den bisher ausgewerteten 25 Patienten verminderte sich um knapp 60 Prozent, die jährliche Rate von neuen Schüben ging von 0,94 auf 0,32 zurück. Weihrauch sei gut verträglich und die Ergebnisse lieferten gute Gründe für weitere Studien, erklärte Dr. Stürner auf dem Kongress in Boston.

Finanziert wurde die Forschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Quelle:

http://www.welt.de/gesundheit/article135378026/Gegen-welche-Krankheiten-Weihrauch-hilft.html

Kommentar & Ergänzung:

Hauptanwendungsgebiete von Weihrauchextrakt in der Phytotherapie sind bisher rheumatische Entzündungen (vor allem Polyarthritis) und chronische Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa.

Wichtiger Nachsatz: Es geht dabei um die Einnahme von Weihrauchextrakt, nicht um Räucherungen.

Dass eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern dem Thema Weihrauch und Multiple Sklerose nachgeht, ist sehr interessant.

Allerdings ist diese Studie von der Patientenzahl her sehr klein und es fehlt eine Placebogruppe zur Kontrolle. Offenbar wurden die Resultate auch noch nicht von einer Fachzeitschrift publiziert, denn es fehlen dazu Quellenangaben – auch in der „Ärztezeitung“, die ebenfalls vom Kongress in Boston berichtete. Eine Publikation in einer guten Fachzeitschrift wäre jedenfalls als Qualitätszeichen höher zu bewerten als eine Präsentation auf einem Kongress.

Die Studie gibt offenbar positive Hinweise auf eine Wirksamkeit, belegt aber noch nichts.

Die „Welt“ stellt die Resultate etwas allzu fraglos dar.

 

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Palliative Care: Myrrhentinktur bei Mucositis (Mundschleimhautentzündung)

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Prof. Karin Kraft vom Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Rostock hat in der Zeitschrift für Phytotherapie (Nr. 4 / 2013) einen informativen Beitrag publiziert zur Anwendung von Phytotherapie in der Palliative Care. Ein Abschnitt in diesem Beitrag ist der Mucositis gewidmet. Darin wird auch die Myrrhentinktur erwähnt:

„Myrrhe (Commiphora myrrha) wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und analgetisch. Studien zur Anwendung bei Mucositis liegen nicht vor. Empirisch wird die unverdünnte Tinktur mit einem Wattestäbchen oder einer Fingerkuppe auf die entzündete Stelle aufgetragen. Für eine Mundspülung werden 5-10 Tropfen, bei guter Verträglichkeit 20-30 Tropfen Myrrhentinktur mit ca. 200 ml lauwarmem Wasser verdünnt.“

Kommentar & Ergänzung:

Myrrhentinktur eignet sich selbstverständlich auch für Mundschleimhautentzündungen ausserhalb der Palliative Care.

Mir selber ist bei Mucositis die Tormentilltinktur näher. Sie enthält adstringierende Gerbstoffe (nur kurzzeitige Anwendung). Man kann aber auch Myrrhentinktur und Tormentilltinktur 1 : 1 mischen.

Interessant ist die Beschreibung der medizinischen Wirkung der Myrrhe auf Wikipedia:

„Als Myrrhentinktur hat die Myrrhe heute pharmazeutische Bedeutung bei Entzündungen der Mundschleimhaut. Sie wirkt auf der Haut desinfizierend, zusammenziehend und fördert die Narbenbildung. Sie besitzt eine blutstillende Wirkung. Myrrhe wirkt auch krampflösend und wird deshalb bei Darmerkrankungen eingesetzt. Die alte Heilpflanze setzt den Spannungszustand der glatten Darmmuskulatur herab. Dadurch verringert sich die Zahl der Darmkontraktionen und Darmkrämpfe werden gelindert. Innerlich angewendet wirkt sie bei Bronchitis und bei Darmentzündungen. Die Anwendung erfolgt durch Zerkauen (bitter) oder Einnahme von Myrrhepräparaten in Tablettenform. In Kombination mit Kaffeekohle und Kamille wird Myrrhe zum Beispiel bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn angewendet. Eine klinische Studie hat gezeigt, dass diese pflanzliche Therapie zur Erhaltung der schubfreien Phase bei Colitis ulcerosa vergleichbar wirksam ist wie die Standardtherapie mit Mesalazin.“

Bemerkenswert an dieser Beschreibung ist:

1. Der Hinweis auf entzündungswidrige Wirkungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

2. Der Hinweis auf krampflindernde Wirkungen bei Darmkrämpfen.

Da bei der auf Wikipedia erwähnten klinischen Studie ein Kombipräparat aus Kamille, Kaffeekohle und Myrrhe untersucht wurde, lässt sich daraus nicht auf die Wirksamkeit der Myrrhe allein schliessen.

Hier die Quellenangabe zur Studie:

Langhorst J, Varnhagen I, Schneider SB, Albrecht U, Rueffer A, Stange R, Michalsen A, Dobos GJ. Randomised clinical trial: a herbal preparation of myrrh, chamomile and coffee charcoal compared with mesalazine in maintaining remission in ulcerative colitis – a double-blind, double-dummy study. Aliment Pharmacol Ther. 2013 Jul 4

Myrrhentinktur wird üblicherweise im Mundraum eingesetzt und nicht eingenommen. So fehlen auch Angaben zur innerlichen Anwendung und zur Dosierung in der aktuellen Fachliteratur. Vor geht 20 Jahren bin ich allerdings auf einen Hinweis gestossen, in dem bei Dysmenorrhoe (Menstruationskrämpfe) empfiehlt: Tinctura myrrhae, alle 2 Stunden 10 Tropfen einnehmen. Quelle: Contactamed für Naturheilverfahren, 5. Auflage 1997).Das passt zur erwähnten krampflindernden Wirkung.

Siehe ausserdem:

Tipps für Krebskranke aus der komplementären Onkologie

Palliative Care / Onkologiepflege: Honig bei Mucositis / Mundschleimhautentzündung

Honig gegen Mundschleimhautentzündung (Mucositis) bei Chemotherapie / Bestrahlung

Vorbeugung gegen Mukositis bei Chemotherapie

Was ist Myrrhentinktur?

Heilpflanzen bei Mundschleimhautentzündung

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Kleine Studie untersucht Wirkung von Heidelbeeren bei Colitis ulcerosa

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Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) enthalten viele Polyphenole, hauptsächlich die für die blaue Färbung verantwortlichen Anthocyane. Wegen der antioxidativen und antientzündlichen Eigenschaften der Anthocyane entschieden Schweizer Forscher, den Effekt des Verzehrs von Heidelbeeren bei Patienten mit chronisch-entzündlichem Darm (Colitis ulcerosa) zu untersuchen.

In einer unkontrollierten Pilotstudie nahmen 13 an milder bzw. moderater chronischer Darmentzündung leidenden Testpersonen sechs Wochen lang eine tägliche Dosis von 160 g eines standardisierten Heidelbeer-Extrakts zu sich (vier Portionen à 40 g über den Tag verteilt). Die Tagesdosis an Anthocyanen entsprach dabei 840 mg. Zwischen der Einnahme und den Mahlzeiten sollten die Probanden jeweils mindestens eine Stunde verstreichen lassen. An die Behandlungsphase schloss sich noch eine dreiwöchige Nachbeobachtungsphase an.

Der für diese Studie eingesetzt Mayo Score ergab insgesamt eine signifikante Besserung der Symptome um mindestens zwei Punkte. Laut Fragebogen verbesserte sich auch die subjektive Befindlichkeit wesentlich: Rund 82 Prozent der Teilnehmenden berichteten von einer Steigerung ihrer Lebensqualität verglichen mit ihrer Situation zu Studienbeginn. Diese positive Tendenz näherte sich allerdings nach dem Abschluss der Einnahme des Heidelbeerextrakts wieder dem allgemeinen Wert an. Objektive Parameter, die Schleimhautentzündung betreffend, verbesserten sich ebenfalls.

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/blaue-beeren-besaenftigen-den-entzuendlichen-darm.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22883440

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/erloesung-von-den-ewigen-bauchschmerzen-1.9607345

Kommentar & Ergänzung:

Die Forscher an der Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsspital Zürich befassen sich offenbar schon längere Zeit mit dem allfälligen Potenzial von Heidelbeeren bei Colitis ulcerosa.

Die Studie ist sehr klein (Pilotstudie) und schon deshalb von beschränkter Aussagekraft.

Wenn bei einigen Probanden mittels Darmspiegelung eine nachlassende Entzündung der Darmschleimhaut festgestellt wurde, könnte dies auch auf normale Schwankungen im Krankheitsverlauf zurückzuführen sein.

Diese Möglichkeit könnte man nur ausschliessen durch eine Studie mit grösseren Probandenzahlen und mit einer Kontrollgruppe, die ein Scheinmedikament bekommt (Placebo-Gruppe).

In diesem Fall dürfte es aber schwierig zu erreichen sein, dass das Placebo sich vom Heidelbeerextrakt nicht unterscheidet (Verblindung).

Heidelbeerextrakt verfärbt Zunge und Stuhl. Selbst wenn man die entsprechende Menge Anthocyane in neutrale Kapseln abfüllt, würden sie vielleicht den Stuhl immer noch färben, denn es sind ja immer noch Farbstoffe. Vielleicht könnte man das Placebo mit einem blauen Lebensmittelfarbstoff versetzen, der ebenfalls den Stuhl färbt, aber pharmakologisch unwirksam ist. Und dann bleibt jedoch immer noch die Frage offen, ob Heidelbeerextrakt nicht vielleicht besser wirkt als isolierte Anthocyane, zum Beispiel weil er länger und intensiver auf die Darmschleimhaut einwirkt.

Dieses Beispiel zeigt auch, dass klinische Forschung mit Naturstoffen manchmal nicht ganz so einfach ist. Zu einer mehr oder weniger neutralen Laborsubstanz lässt sich leicht ein visuell, geruchlich und geschmacklich identisches Placebo herstellen. Aber machen Sie das mal mit Knoblauch, Baldrian oder Lavendelöl….

Nun aber nochmals zurück zu den Anthocyanen. Das sind Naturstoffe, die in den letzten Jahren intensiv erforscht wurden. Als blaue, violette und rote Farbstoffe sind sie im Pflanzenreich weit verbreitet, beispielsweise in Brombeeren, Himbeeren, Apfelbeeren (Aronia), schwarze Johannisbeere, Kirschen, Heidelbeeren, Aubergine (Schale), Holunderbeeren.

Es stimmt, dass Anthocyane interessante antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zeigen. Allerdings lassen sich solche meist im Labor festgestellte Wirkungen nicht einfach auf den menschlichen Organismus übertragen. Einer entsprechenden Wirksamkeit im ganzen menschlichen Organismus steht zum Beispiel entgegen, dass viele Anthocyane nur in geringer Menge aus dem Verdauungstrakt in den Körper aufgenommen werden. Die Anwendung bei Darmentzündungen ist interessant, weil dieses Resorptionsproblem hier keine Rolle spielt.

Siehe auch:

Heidelbeeren-Anthocyane im Verdauungstrakt

Zur Wirkung von Anthocyanen aus Heidelbeeren

Anthocyane als Entzündungshemmer

Naturheilkunde bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Farbstoffe: Auch Heidelbeeren hemmen Entzündungen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Heidelbeeren-Anthocyane im Verdauungstrakt

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Die „Österreichische Apothekerzeitung“ (17 / 2013) publizierte einen fundierten Artikel von Mag. Pharm. Arnold Achmüller zum Thema „Phytotherapie bei Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt“.

Hier als Zitat der Abschnitt über die Heidelbeere:

„Die in den getrockneten Heidelbeeren (Myrtilli fructus siccus) enthaltenen 5 bis 12 % Gerbstoffe, wobei es sich hier vor allem um Catechingerbstoffe handelt, wirken adstringierend, obstipierend und antiseptisch. Die ESCOP empfiehlt getrocknete Heidelbeeren daher bei unspezifischen akuten Durchfallerkrankungen. Die ebenfalls enthaltenen Anthocyanoside wirken gefäßprotektiv und antiulzerogen und unterstützen dadurch die Abheilung von Magen- und Darmgeschwüren. Im Gegensatz zu den getrockneten Heidelbeeren wirken frische Beeren leicht abführend.

Tagesdosis: 20 bis 60 g für Erwachsene, 5 bis 20 g für Kinder.“

Quelle:

http://www3.apoverlag.at/pdf/files/OAZ/OAZ-2013/OAZ-2013-17.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Die Anwendung von getrockneten Heidelbeeren gegen Durchfall ist schon lange bekannt.

Interessanter ist der Hinweis auf die Anthocyanoside (Anthocyane) – das sind die blauen Farbstoffe in der Heidelbeere.

Anthocyane sind als blaue und rote Farbstoffe im Pflanzenreich weit verbreitet. Neben den Heidelbeeren findet man sie beispielsweise auch in Brombeeren, Kirschen, Himbeeren, Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeeren.

Anthocyane zeigen experimentell sehr interessante Wirkungen, zum Beispiel gegen Entzündungen und als Gefässschutz.

Allerdings werden sie nur schlecht aus dem Verdauungstrakt in den Organismus aufgenommen, was „Fernwirkungen“ im Körper einschränkt. Einfacher vorstellbar sind lokale Wirkungen im Verdauungstrakt, wie die in Zitat erwähnte unterstützende Wirkung bei der Abheilung von Magengeschwüren und Darmgeschwüren.

Auch bei chronischen Entzündungen im Dickdarm (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) wird eine Wirkung der Anthocyane aus Heidelbeere diskutiert.

Wenig bekannt ist, dass es ein rezeptpflichtiges Fertigarzneimittel (Myrtaven®) gibt auf der Grundlage von Heidelbeer-Anthocyanen.

Es handelt sich dabei um ein Kapillarschutzmittel. Der Wirkstoff von Myrtaven ist ein Komplex von Anthocyanosiden / Anthocyanen, die aus der schwarzen Heidelbeere gewonnen werden. Myrtaven wird für die Therapie von verschiedenen Krankheiten der Blutgefässe angewendet: Kapillarbrüchigkeit, Blutgefässkrankheiten (Venenentzündung, Krampfadern, usw.), Mikroangiopathien (z.B. Diabetes mellitus, Venenleiden), Hämorrhoiden.

Siehe auch:

Anthocyane aus Traubensaft / Heidelbeersaft wirken positiv auf Fettstoffwechsel

Anthocyane aus Heidelbeeren und Erdbeeren: Günstige Wirkung auf Gehirnleistung im Alter

Phytotherapie: Zur Wirkung von Heidelbeeren

Schwarzer Holunder / Holundersaft bei Grippe und Erkältung

Zur Wirkung von Anthocyanen aus Heidelbeeren

Açai, Goji und Maqui – die neuen Wunderbeeren?

Aronia-Beeren – die neueste Antioxidantien-Welle?

Parkinson vorbeugen durch Holunderbeeren, Heidelbeeren, Kirschen Auberginen?

Açai-Beere als Schlankheitsmittel und Power-Frucht?

Polyphenole aus Beeren gegen degenerative Gehirnerkrankungen?

Polyphenole für Herz-Kreislauf – schwache Datenlage

Anthocyane als Entzündungshemmer

Anthocyane aus Beeren mit MAO-Hemmer-Effekt

Inhaltsstoff aus Heidelbeeren wirkt wie Cholesterinsenker

Farbstoffe aus Heidelbeeren hemmen Entzündungen

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Studie zeigt gutes Sättigungsgefühl mit Olivenöl

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Olivenöl ist nicht nur gesund und enthält zahlreiche ungesättigte Fettsäuren, es hat auch eine stark sättigende Wirkung. Zu diesem Resultat kommt ein deutsch-österreichisches Wissenschaftlerteam. Demnach sorgen gewisse Aromastoffe im Olivenöl dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit sich nur langsam wieder reduziert. Dadurch wird das Sättigungsgefühl verstärkt. Wie viele dieser günstig wirkenden Aromastoffe ein Olivenöl enthält, ist je nach Herkunft unterschiedlich, wie die Wissenschaftler berichten. In ihrer Untersuchung schnitten italienische Olivenöle am besten ab.

Fettreduzierte Lebensmittel liegen im Trend: Zahlreiche Menschen hoffen darauf, mit „Light“-Produkten ab- oder wenigstens nicht zuzunehmen. Deren Wirkung ist aber umstritten: Denn die Konsumenten nehmen mit „Light“-Produkten zwar weniger Energie auf, essen dafür jedoch häufig mehr, weil sie sich nicht satt fühlen. Ernährungsfachleute der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Wien untersuchten nun, wie verschiedene Öle und Fette das Sättigungsgefühl beeinflussen.

Dazu nahmen die Wissenschaftlerteams vier verschiedene Speisefette detaillierter unter die Lupe: Schweineschmalz, Milchfett, Rapsöl und Olivenöl. Sie ließen zu diesem Zweck Testpersonen über drei Monate hinweg täglich 500 Gramm Magerjoghurt essen. Das zusätzlich zur normalen Kost konsumierte Milchprodukt war dabei jeweils mit einem der vier Fette angereichert.

Das Resultat war eindeutig. Den größten Sättigungseffekt habe das Olivenöl, sagt Peter Schieberle, Direktor der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie. Bei den Testpersonen mit Olivenölzusatz stellten die Forscher eine erhöhte Konzentration des Sättigungshormons Serotonin im Blut fest. Zudem beurteilten die Probanden den Olivenöl-Joghurt subjektiv als sehr sättigend. Bei den Testpersonen der Olivenöl-Gruppe blieben zudem auch der Körperfettanteil und das Körpergewicht stabil.

Das Resultat überraschte die Forscher, da Rapsöl und Olivenöl ähnliche Fettsäuren enthalten. Deshalb nahmen sie in einem anderen Versuch eine völlig andere Stoffklasse unter die Lupe: Die ebenfalls im Olivenöl vorkommenden Aromen. So bekamen die Versuchspersonen im zweiten Teil der Studie entweder Joghurt mit Aroma-Extrakten aus Olivenöl oder reinen Joghurt.

Das Resultat: Die Olivenöl-Aroma-Gruppe blieb bei ihrer üblichen Energieaufnahme, während die Kontrollgruppe mit reinem Joghurt auf ein Plus von 176 Kilokalorien pro Tag kam. Die Aroma-Probanden passten ihr Essverhalten also an – was der Kontrollgruppe offensichtlich nicht gelang. Zudem hatten die Versuchspersonen der Olivenölgruppe auch einen höheren Blutspiegel des Sättigungshormons Serotonin.

Aromastoffe wirken auf Blutzuckerspiegel

Doch wie lässt sich diese Differenz erklären? Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Einfluss auf das Sättigungsgefühl entscheidend für die verminderte Energieaufnahme ist: Wie lange dieses Sättigungsgefühl nach dem Essen andauert, hängt neben anderen Faktoren vor allem vom Blutzuckerspiel ab. Je rascher er sinkt, das bedeutet, je schneller die Körperzellen Zucker aus dem Blut aufnehmen, desto schneller kommt das Hungergefühl zurück. Mit diesen Überlegungen im Hintergrund machten sich die Wissenschaftler an einen dritten Versuch, der klären sollte, welche Aromastoffe im Olivenöl die Zuckeraufnahme durch die Körperzellen am effektivsten verlangsamen.

Die Herkunft des Olivenöls scheint dabei wesentlich zu sein, denn je nach Ursprungsort finden sich unterschiedliche Zusammensetzungen der Aromen. So setzten die Wissenschaftler für ihre Tests Olivenöle aus Spanien, Griechenland, Italien und Australien ein. Dabei fanden sie zwei Inhaltstoffe, welche die Aufnahme von Glucose aus dem Blut in Leberzellen reduzierten: Hexanal und E2-Hexanal. Beide Aromastoffe sind hauptsächlich in italienischem Olivenöl zu finden. Die Wissenschaftler hoffen nun auf einen Nutzen ihrer Erkenntnisse für die Lebensmittelindustrie.

Sie haben nachgewiesen, dass Geschmackstoffe die Sättigung regulieren können und hoffen, dass die Resultate dazu beitragen, künftig wirkungsvollere fettreduzierte Lebensmittel mit unverändertem Sättigungseffekt zu entwickeln.

Quelle:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-15769-2013-03-15.html

Kommentar & Ergänzung:

Interessante Ergebnisse. Dass „Light-Produkten“  in ihrer Wirkung fragwürdig sind, ist schon längere Zeit klar.

Zu Olivenöl siehe auch:

Zum Frittieren Olivenöl vorziehen

Olivenöl als wertvolles Nahrungsmittel

Mit Olivenöl der Schwimmbad-Otitis vorbeugen

Olivenöl: Schutzstoff für Rote Blutkörperchen entdeckt

Mittelmeerdiät: Vorteile für Herz und Hirn

Olivenöl gegen Colitis ulcerosa

Kann Olivenöl Schlaganfällen vorbeugen?

Alternativmedizin: Fragwürdige Gallensteinkur mit Olivenöl

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