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Ausbildung zum Geistheiler mit Diplom

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Vor kurzem bin ich auf eine Ausbildung zum Geistheiler mit Diplom gestossen.

Den Markennamen lasse ich weg, weil ich für diesen Schwachsinn nicht noch Werbung machen möchte. Jedenfalls handelt es sich um ein geschütztes, eingetragenes Markenzeichen ®, nennen wir die Methode Mystery®.

Diese Ausbildung „diplomierter Geistheiler Mystery®“ scheint mir sehr fragwürdig.

Erstens:

Diplomierter Geistheiler Mystery® können Sie werden in nur 18 Tagen. Ein Grundkurs von fünf Tagen, zwei Aufbaublöcke von acht und fünf Tagen. Fix geht das. In dieser Zeit haben Sie nicht nur Ihre eigenen Blockierungen und Charakterschwächen gelöscht – so steht es in der Ausschreibung. Sie sind nun auch in der Lage, diese tiefgreifenden Heilungsprozesse bei Ihren Kundinnen und Kunden durchzuführen.

Ich gehe nicht davon aus, dass diese grandiosen Versprechungen wahr sind. Aber nehmen wir mal quasi übungshalber an, das wäre tatsächlich der Fall. Dann würden Sie innert sehr kurzer Zeit einen radikalen Umbau Ihrer Persönlichkeit durchmachen – dank Löschung von Blockierungen und Charakterschwächen. Da stellen sich einige Fragen:

– Wer entscheidet aufgrund welcher Kriterien, welche „Blockierungen“ und „Charakterschwächen“ zu löschen sind?

– Was als „Blockierung“ oder „Charakterschwäche“ bezeichnet wird, hat oftmals nicht nur negative Auswirkungen, sondern nicht selten zugleich in gewissen Bereichen eine positive Funktion. Kann eine solche Löschung nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen führen?

–  Was bedeutet es für Ihre langjährigen Beziehungen, Ihre Freundschaften und Ihr Arbeitsumfeld, wenn Sie sich in so kurzer Zeit derart fundamental verändern? Kommen Ihre Mitmenschen da noch mit oder kommt es zum Bruch?

Zweitens:

Wer von Geistheilung redet, müsste zuerst einmal auf den Tisch legen, was er oder sie unter „Geist“ versteht, weil wir es hier mit einem sehr vieldeutigen Begriff zu tun haben.

Gemäss dem „Lexikon der philosophischen Begriffe“ (Alexander Ulfig, Fourier Verlag 1999) kann der Begriff „Geist“ bedeuten:

„  1.) Gegensatz zu Materie und Körper (ähnlich wie Seele);

2.) Vernunft, Verstand als Erkenntnisvermögen;

3.) Göttliches Prinzip („Heiliger Geist“);

4.) Geistige Lebenseinstellung (geistiger Mensch, geistige Entfaltung; Gegensatz: Banause);

5.) Inbegriff der in einer Epoche bzw. Zeit oder einer Gruppe bzw. Gemeinschaft herrschenden Ideen, Gesinnungen, Wertmassstäbe usw. („Zeitgeist“);

6.) Geistige Begabung, Intelligenz („geistreich“);

7.) Numinoses Wesen in primitiven Religionen und im Volksglauben.“

Die Punkte 2, 4, 5, 6 und 7 scheinen mir für „Geistheilung“ nicht zu passen.

Bleiben also die Punkte 1 und 3.

Punkt 1: Geist als Gegensatz zu Materie und Körper (ähnlich wie Seele).

Da sind wir also im Leib-Seele-Geist-Problem gelandet, eine philosophisch hoch komplexe Diskussion seit mehreren tausend Jahren.

Da stellt sich grundsätzlich die Frage, ob man das monistisch, dualistisch oder gar trialistisch sieht. Also ob das alles ein Bereich, zwei oder gar drei getrennte Bereiche sind. Geist – Seele – Körper.

Schon der Begriff „Geistheilung“ isoliert Geist als Methode des Heilens. Das legt ein dualistische oder trialistisches  Verständnis nahe. Geist / Seele steht Körper / Materie gegenüber.

Dann stellt sich sehr zentral die Frage, wie genau „Geist“ auf „Körper“ wirkt, wenn es um Heilung geht. Oder wird der Körper ganz ausgeklammert und hat gar keine Bedeutung?

Fragen Sie doch Ihren Geistheiler, Ihre Geistheilerin vor der nächsten Behandlung. Es geht schliesslich um den Informed Consent, die informierte Einwilligung vor einem Eingriff.

Vielleicht geht es bei der Ausbildung zum diplomierten Geistheiler Mystery® (oder bei der praktizierten Geistheilerei Mystery®) eher um

Punkt 3: Geist als göttliches Prinzip („Heiliger Geist“);

Dann handelt es sich bei dieser 18-Tage-Geistheiler-mit-Diplom-Ausbildung® vielleicht um so etwas wie eine stark abgekürzte Priesterausbildung – ein Turbo-Priesterseminar quasi? In unserer Fast-Food- und Instant-Epoche allerdings sehr zeitgemäss.

Auch in diesem Fall müsste nun genauer geklärt werden, welche Vorstellung von „Geist“ und welche Vorstellung von „Heilen“ dem „Geistheilen“ zugrunde liegen. Nur schon die Vorstellungen von „Geist“ unterscheiden sich doch erheblich in Christentum, Islam und Buddhismus. Und in jeder dieser Religionen gibt es darüber hinaus noch einige Dutzend Varianten von „Geist-Vorstellungen“.

Wenn Ihr Geistheiler oder Ihre Geistheilerin zu diesem religiösen Konzept neigt, dann fragen Sie ihn oder sie doch nach den zugrundeliegenden Überzeugungen.

Drittens:

Wenn Sie ein Medikament einnehmen, lesen Sie ja hoffentlich auch den Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkung. Wie bei jedem angepriesenen Heilmittel, müsste eigentlich auch bei der Geistheilung ein Beipackzettel vorliegen:

„Zu Risiken und Nebenwirkungen:

Geistheilung kann zu psychischer Abhängigkeit führen. Es besteht die Gefahr, dass notwendige psychotherapeutische oder medizinische Abklärungen und Behandlungen verpasst werden. Wiederholte Inanspruchnahme von Geistheilung kann zudem den Kontostand negativ beeinflussen.“

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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Zur Diskussionskultur bei Elefanten…….

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Wenn sich eine Elefantenherde in Bewegung setzt, dann geschieht das nicht spontan, wie Verhaltensforscher nun herausgefunden haben. Die dominanten Elefanten aus der Herde bilden ein Komitee – und beraten die Entscheidung.

Ein entsprechendes Tondokument haben nun Wissenschaftler um Caitlin O’Connell-Rodwell präsentiert. Wie die Forscher im Fachblatt „Bioacoustics“ berichten, produzieren Afrikanische Elefanten im Debattenmodus tiefe, gurgelnde Töne, die in anderen Situationen nicht vorkommen.

Den Auftakt macht das dominante Tier, dann stimmen die nächsten ein bis zwei Ranghöchsten in die minutenlange Konversation ein.

Auf der Website von „Science Now“ können Sie nun einen Ausschnitt aus einer solchen Debatte hören. Sie kreise um die Frage, ob nun die Wasserstelle verlassen werden soll oder nicht – und ende mit dem einstimmigen Beschluss: Wir gehen!

Quelle:

http://science.orf.at/stories/1706097/

„Antiphonal vocal bouts associated with departures in free-ranging African elephant family groups“, Bioacoustics (DOI:10.1080/09524622.2012.686166).

Kommentar & Ergänzung:

Naja, so einfach wird die Übersetzung aus der Elefantensprache in die Menschensprache wohl nicht sein.

Ob es wohl bei den Elefanten auch – nach Friedemann Schulz von Thun – in jeder Kommunikation eine Beziehungsebene, eine Sachebene, eine Appellebene und eine Selbstoffenbarungsebene gibt?

Und entsprechend ein Sachohr, Beziehungsohr, Appellohr und Selbstoffenbarungsohr?

Gewiss ist allerdings auch aus anderen Studien, dass Elefanten eine differenzierte Kommunikation und ein faszinierendes Sozialleben haben.

Hier noch ein paar interessante Informationen über Elefanten:

Die Bedeutung der Elefanten in Mythologie und Symbolik

„Der Elefant gilt als weise, stark und keusch, aber auch als nachtragend. Er ist das Wappentier mehrerer asiatischer und afrikanischer Staaten sowie das politische Wappentier der Republikaner in den USA. Der höchste dänische Orden heißt Elefantenorden. Die Seekriegsflagge Thailands ziert ein weißer Elefant, der dort als Zeichen von Macht verehrt wird.

In der indischen Mythologie ist Airavata der erste Elefant. Gott Ganesha erscheint mit dem Kopf eines Elefanten. Er ist eine der beliebtesten Gottheiten des Hinduismus und gilt als Verkörperung von Weisheit und Wohlstand und als Helfer in schwierigen Lebenssituationen. Die buddhistische Überlieferung kennt eine Legende, nach der Mahamaya, der Mutter Siddhartha Gautamas, vor dessen Geburt ein weißer Elefant erschien.

Im Gleichnis ‚Die blinden Männer und der Elefant‘, das im Sufismus, Jainismus, Buddhismus und Hinduismus erzählt wird, geht es um die begrenzte Fähigkeit des Menschen, die Realität – symbolisch durch den Elefanten dargestellt – so zu erkennen und zu verstehen, wie sie wirklich ist.

In China erscheint ein weißer elefantenköpfiger Gott, der eine jungfräuliche Göttin, Moye, schwängert. Moye gebiert den Helden Fu-Hi. In China gelten Elefanten noch heute als Symbol für männliche Potenz. Im Judentum bzw. Christentum taucht der elefantenköpfige Dämon Behemoth auf, und auch er symbolisiert die „Fleischlichkeit“, d. h. die sexuelle Energie. Die Verbindung zwischen Elefanten und sexueller Energie existierte auch in Heldenepen des europäischen Mittelalters, in denen „Hörner aus Elfenbein“ eine wichtige Rolle spielten (z. B. das Horn Olifant im Rolandslied). Gemahlenes Elfenbein gilt noch heute bei einigen asiatischen Völkern als Potenzmittel. In eine andere Richtung deutet dagegen die Legende vom Elefantenfriedhof.

Seit dem indischen Chaturanga bestand in vielen historischen Schachformen eine Elefantenfigur.

Schließlich ist der Begriff des Elefanten teilweise auch negativ besetzt. So knüpft die Redensart „wie ein Elefant im Porzellanladen“ an die Vorstellung an, Elefanten seien ungeschickt.“

(Quelle: Wikipedia)

Zum Amboseli Elephant Research Project

„Das Amboseli Elephant Research Project ist ein Projekt der Non-Profit-Organisation Amboseli Trust for Elephants. Es ist das detaillierteste und langfristigste Projekt zur Erforschung der Afrikanischen Elefanten. Ziel des Forschungsprojekts ist das Studium des Sozialverhaltens, der Altersstruktur und der Populationsdynamik Afrikanischer Elefanten.

Das Forschungsprojekt wurde 1972 von Cynthia Moss und Harvey Croze in dem im Süden Kenias liegenden Amboseli-Nationalpark initiiert. Der Amboseli-Park zeichnet sich dadurch aus, dass in dem rund 390 Quadratkilometer großen Park nur wenig Wilderer aktiv waren. Das ist insbesondere dem Volk der Massai, den Besitzern des umliegenden Landes, sowie der ständigen Anwesenheit von Touristen und Forschern zu verdanken. Damit gehört Amboseli zu den wenigen Regionen in Afrika, in denen die Altersstruktur der Elefanten unverzerrt geblieben ist. In dem Areal, das von Wildhütern und Wissenschaftern ganzjährig überwacht wird, werden vor allem die Interaktionen der Elefanten und ihr Netzwerk von Familien, Familiengruppen, Sippen und Populationen beobachtet.

Zwischen September 2007 und Mai 2008 wurde von Animal Planet eine 13-teilige Dokumentation über die Elefanten im Amboseli-Nationalpark und die Arbeit des Amboseli Trust for Elephants gefilmt.“

(Quelle: Wikipedia)

Website (englisch): http://www.elephanttrust.org/node/268

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Kindsmissbrauch durch fundamentalistische Christen in den USA

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Der Fernsehsender „Arte“ strahlte gestern den Dokumentationsfilm  „Jesus Camp“ (2006) aus. Der Film zeigt ein evangelikales Sommerlager in Amerika. Dabei wird aufgezeigt, wie die evangelikale Kirche in den USA durch ideologische Gehirnwäsche  bei der jungen Generation Weichen für die Zukunft der Vereinigten Staaten stellt.

Der Film ist absolut erschütternd und ein solches Mass an Indoktrination, Manipulation und Gehirnwäsche an Kindern hätte ich in den USA nicht für möglich gehalten.

Und eine so fanatische Überzeugung, im alleinigen Besitze der göttlichen Wahrheit zu sein auch nicht – und zwar bei den erwachsenen Indoktrinierern  und bei den indoktrinierten Kindern.

Im folgenden Infos zum Filminhalt aus Wikipedia und anschliessend Links zur Sendung auf Youtube, falls Sie einen eigenen Eindruck gewinnen wollen.

Jesus Camp

„Jesus Camp ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Rachel Grady und Heidi Ewing über ein evangelikales Sommerlager für Kinder. Dort werden die Kinder aufgerufen, sich dafür einzusetzen, die Vereinigten Staaten für Christus zurückzugewinnen.

Der Film wurde im September 2006 in den USA veröffentlicht und für die Oscar-Verleihung 2007 als Bester Dokumentarfilm nominiert.“

Handlung:

„ Jesus Camp ist eine Dokumentation über das evangelikale Sommerlager Kids On Fire (deutsch: Entflammte Kinder) in North Dakota, das von der Pastorin Becky Fischer geleitet und von Kids in Ministry International organisiert wird. In diesem Ferienlager werden Kinder evangelikaler Christen im Grundschulalter dazu angeleitet ihre ‚prophetische Gabe’ zu entdecken und zu stärken. Von der Pastorin werden die Kinder in einer großen, schlichten Kirche dazu aufgefordert sich von ihren Sünden zu ‚reinigen’ und sich ganz der Mission und der Verbreitung evangelikaler Lehren, z. B. dem Intelligent Design und dem Verbot von Abtreibung, zu verschreiben. Die Kinder werden als ‚ausgewählte Generation’ bezeichnet, die Amerika wieder für Christus zurückerobern soll, und daher sollen sie sich der ‚army of God’ (dt.: Armee Gottes) anschließen. Durch die Rhetorik der Pastorin – außer ihr predigen vor den Kindern auch noch der ‚Prophet’ Lou Engle und der Prediger Ted Haggard – sowie den Einsatz von Musik, Tanz und PowerPoint-Präsentationen werden die Kinder animiert, mitzumachen. Diese beten und singen offensichtlich begeistert mit. Mehrmals ist zu sehen, wie eine Vielzahl der Kinder kollektiv in Tränen ausbricht oder in religiöser Ekstase ‚ betet.

Der Film begleitet schwerpunktmäßig drei Kinder, die am Lager teilnehmen. Alle drei sind fest von der Richtigkeit der Lehren überzeugt und engagieren sich dafür. Der Junge Levi wird, wie viele der Teilnehmer, von seinen Eltern zu Hause unterrichtet und lernt somit ausschließlich evangelikale Standpunkte. So wird ihm beispielsweise beigebracht, dass die Klimaerwärmung keine große Bedeutung haben kann, da sie nur wenige Grad beträgt, und andere Probleme wichtiger sind. Levi hat selbst schon mehrfach gepredigt und will daher Prediger werden. Rachael verteilt regelmäßig kleine Broschüren an fremde Menschen in ihrer Umgebung, wenn sie fühlt, dass diese einer Bekehrung bedürfen. Spott von anderen Kindern ignoriert sie in der Überzeugung, dass nicht die Meinung der Menschen, sondern das Urteil Gottes über sie im Jüngsten Gericht entscheidend ist. Victoria (Tory) ist Mitglied einer Kinder-Tanzgruppe, die mit martialisch anmutenden Auftritten in Pseudo-Militär-Uniformen für einen Kampf für den Evangelikalismus wirbt, und damit offensichtlich besonders Kinder derselben Altersgruppe anspricht. Sie genießt das Tanzen, hört aber nur christliche Musik und verachtet säkulare Künstler wie Britney Spears.

Die Produzenten des Dokumentarfilms verzichten völlig auf einen Kommentar oder Erzähler aus dem Off, lediglich kurze Angaben zu Personen oder Orten werden eingeblendet. Nur kurzzeitig wird einfache, bedrückende Filmmusik eingespielt und am Ende das Lied Spirit in the Sky. Die Handlung setzt sich aus Filmmaterial aus den Gottesdiensten, Szenen aus dem Alltagsleben der Porträtierten und vielen Stellungnahmen dieser zusammen. Einzige kritische Stimmen sind eingespielte Radiobeiträge, vor allem von Mike Papantonio, der auch in seinem Studio gefilmt wurde. Hintergrund der Radio-Diskussionen war der Streit um die geplante Berufung eines sehr konservativen Richters in den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten durch Präsident George W. Bush, die von Evangelikalen unterstützt wurde und wegen der Papantonio an die Trennung von Religion und Staat erinnert.“

Kontroverse

„ Die Bilder des Films legen Vergleiche mit der religiösen Erziehung von Kindern in Teilen der islamischen Welt nahe, wo diese zu Gotteskriegern erzogen werden. Diesen Vergleich stellt auch Becky Fisher im Film auf, allerdings als Rechtfertigung für ihre eigenen Methoden. Dass den Kindern eine Indoktrination zuteil wird, die ihnen kaum Raum zu freier Entscheidung lässt, wird von den Verantwortlichen nicht diskutiert.

Von den Produzenten wird der Anspruch erhoben, einen ehrlichen und vorurteilsfreien Film vorzulegen, der keinen vorgegebenen Standpunkt nahelegt. Von evangelikaler Seite wurde ihnen vorgeworfen, nur einen kleinen Aspekt des Evangelikalismus darzustellen und dadurch das Bild zu verzerren. Die Regisseure halten in einer Stellungnahme fest, dass lediglich Ted Haggard mit Art und Weise seiner Darstellung unzufrieden war, und beanspruchen alle Personen realistisch und wohlwollend dargestellt zu haben.

Michael Moore zeigte den Film auf seinem Traverse City Film Festival, obwohl die Filmverleiher Magnolia Pictures dies nicht wünschten. Sie befürchteten, dass der Film mit bestimmten Vorstellungen und Interessen assoziiert wird.“

(Quelle: Wikipedia)

Zum Film: Ich weiss natürlich, dass Eltern ein Recht haben, über die Erziehung ihrer Kinder zu bestimmen, und dass es heikel ist, dieses Recht in Frage zu stellen.

Wenn aber Erziehung so eklatant in Gehirnwäsche und Indoktrination übergehen, stelllt sich auch die Frage nach dem Punkt, an welchem eine Kinderschutzbehörde  Kinder vor ihren fanatisierten Eltern schützen müsste. Diese Grenze ist meines Erachtens in diesem Sommercamp überschritten.

Diese Form der Gehirnwäsche an Kindern ist auch nicht demokratiekompatibel und eine offene Gesellschaft (nach Karl Popper) müsste sich gegen solche Praktiken zur Wehr setzen.

Zum Glück sind wir in Europa (noch?) nicht mit derart extremistischen Formen des „Christentums“ konfrontiert. Aber Wachsamkeit gegenüber dieser Entwicklung ist absolut angezeigt.

Vorbeugend gegen die schleichende Talibanisierung der fundamentalistischen Christenheit wirken Institutionen wie die Giordano-Bruno-Stiftung.

Ted Haggard – ein interessanter Nebenschauplatz im Film

Ein interessanter und erhellender Nebenschauplatz in diesem Film ist der prominente Auftritt des Predigers Ted Haggard, der ein kaum zu überbietender Doppelmoralist ist: Öffentlich gegen Homosexualität wettern und ein „christliches“ Familienleben vorgaukeln – aber im Versteckten eine mehrjährige Callboy-Beziehung pflegen……..

„ Ted Arthur Haggard (* 27. Juni 1956) ist ein US-amerikanischer, evangelikaler ehemaliger Prediger.

In der von ihm gegründeten Kirchengemeinde, die evangelikale New Life Church in Colorado Springs, die zur Gruppe der in den USA so genannten Megachurches gehört, war Haggard als „Pastor Ted“ bekannt. Er hat ebenfalls die Association of Life-Giving Churches mit gegründet. Die US-amerikanische Zeitschrift Time Magazine zählte ihn im Jahr 2005 zu den 25 einflussreichsten evangelikalen Christen in den USA.“

Biografie von „Pastor Ted“:

„Ted Arthur Haggard wurde in Indiana geboren. 1972 hatte er ein Erweckungserlebnis und bezeichnet sich seitdem als wiedergeborener Christ. 1978 heiratete er Gayle Alcom. Das Ehepaar hat fünf Kinder. 1984 wurde Haggard Hilfspastor in Baton Rouge, Louisiana. Einige Jahre später zog Haggard nach Colorado Springs, Colorado, wo er eine eigene Kirche, die New Life Church, gründete.“

Positionen des Ted Arthur Haggard’s:

„ Haggard ist ein überzeugter Befürworter der Politik des 43. Präsidenten der USA George W. Bush. In einem Artikel des Wall Street Journal vom 21. Juni 2005 wird folgende Aussage von Haggard wiedergegeben: ‚Ted Haggard, the head of the 30-million strong National Association of Evangelicals, jokes that the only disagreement between himself and the leader of the Western world is automotive: Mr. Bush drives a Ford pickup, whereas he prefers a Chevy’.(Ted Haggard, der Kopf der Nationalen Vereinigung der Evangelikalen mit 30 Millionen Mitgliedern, scherzt, dass die einzige Unstimmigkeit zwischen ihm und dem Führer der westlichen Welt das Auto betrifft: Mr. Bush fährt einen Ford Pickup während er einen Chevy bevorzugt.) Allerdings gehört auch der Kampf gegen die globale Erwärmung zu Haggards Überzeugungen: Er unterstützte die Evangelical Climate Initiative in den Vereinigten Staaten, obwohl Präsident Bush lange der Ansicht war, dass eine Änderung des Klimas aufgrund menschlicher Handlungen nicht bewiesen sei.

Haggard verurteilt öffentlich die Praxis von Homosexualität und sagte: ‚We don’t have to debate about what we should think about homosexual activity, it’s written in the Bible.’ (Wir müssen nicht darüber diskutieren, was wir von homosexuellen Aktivitäten halten, es steht in der Bibel geschrieben.) Seine Ablehnung geht jedoch über Fragen des Geschlechtsverkehrs hinaus, und er lehnt ebenfalls eine staatlich-rechtliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften ab, obwohl diese hauptsächlich nichtsexuelle Lebensbereiche wie Vermögensrecht, Vertragsrecht oder im Fall von binationalen Partnerschaften auch Einwanderungsrecht betreffen würde.

Unter der Leitung von Haggard als Präsidenten setzte sich die evangelikale Organisation National Association of Evangelicals (NAE) in einem Dokument „For the Health of the Nation: An Evangelical Call to Civic Responsibility“ für einen Kulturkampf ein. Das Dokument der NAE richtet sich gegen Abtreibung, gegen die Homo-Ehe, aber auch gegen erhöhte Steuern und weitere Einwanderung in die Vereinigten Staaten und fordert eine Ausweitung der Bildung in der US-amerikanischen Bevölkerung. Haggard intensivierte seine Predigttätigkeit gegenüber Schwulen, indem er in Colorado Springs gelegentlich Bars besuchte, die ein schwules Publikum ansprechen, und die Männer dort einlud, zu seiner Kirche zu kommen.“

Rücktritt nach Sexskandal:

„ Nachdem der frühere Callboy und Masseur Mike Jones in den Medien verlauten ließ, Haggard habe ihn drei Jahre für Sex bezahlt, trat Haggard am 3. November 2006 von seinem Amt als Vorsitzender der National Association of Evangelicals (NAE) zurück. Am folgenden Tag wurde er auch vom Aufsichtsrat seiner Kirche des Pastorenamts entledigt. Nach Aussage von Jones habe Haggard (den Jones als ‚Art’ kannte; der zweite Vorname von Haggard ist Arthur) bei Treffen mit ihm Methamphetamin eingenommen.

Haggard behauptete zunächst, Jones nicht zu kennen. Am 5. November 2006 teilte er seiner Gemeinde in einem offenen Brief hingegen mit, dass er tatsächlich der ‚sexuellen Unmoral schuldig’ sei.

Jones habe sich zu diesem öffentlichen Outing von Haggard entschlossen, weil Haggard öffentlich in der Politik gegen die rechtliche Absicherung lesbischer und schwuler Partnerschaften aufgetreten war. Jones erklärte gegenüber ABC News: ‚Ich musste die Doppelmoral von Haggard veröffentlichen.’ Haggard habe die Möglichkeit, Tausende von Anhängern zu beeinflussen, und er predige gegen die Homo-Ehe. Aber im versteckten Privatleben lebe er das Gegenteil von dem, was er predige. Jones hoffe, dies würden Wähler begreifen. In Colorado wurde am 7. November 2006 über das Verbot von Homo-Ehen in der Verfassung des Bundesstaates Colorado abgestimmt; trotz des Outings von Haggard entschied sich die Mehrheit der Abstimmenden für eine entsprechende Verfassungsänderung.

Ted Haggard vertritt weiterhin in der Öffentlichkeit die Auffassung, Homosexualität sei sündhaft. Deswegen habe er sich auf Ratschlag seines Freundes James Dobson in eine christliche Ex-Gay-Therapie begeben. Nach einer nur drei Wochen dauernden Behandlung ist er nunmehr überzeugt, heterosexuell zu sein. Mit seiner Frau zusammen ist er im Jahr 2007 aus Colorado Springs weggezogen und lebt nun in Phoenix.“

(Quelle: Wikipedia)

Zu Ted Haggard:

Es ist genau diese Doppelmoral, die so übelkeitserregend ist.

Unerbittlich Moral predigen (oder was man dafür hält), aber im Versteckten genau das tun, was man ständig anprangert.

Ted Haggard unterscheidet sich dabei allerdings nicht grundsätzlich von anderen Moralisten, wie auch die vielen Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche zeigen (und die systematische Vertuschung dieser Verbrechen durch die kirchliche Hierarchie).

Auch hier kontrastiert das herumposaunte Moralgerede krass mit den praktischen Handlungen des „göttlichen Bodenpersonals“.

Die Links zum Film Jesus Camp:

Jesus Camp (deutsch) Teil 1/5: http://www.youtube.com/watch?v=1tmeRwhVwXI

Jesus Camp (deutsch) Teil 2/5:  http://www.youtube.com/watch?v=iUqgA1Wua6s

Jesus Camp (deutsch) Teil 3/5:  http://www.youtube.com/watch?v=__gmPgP8SLU

Jesus Camp (deutsch) Teil 4/5: http://www.youtube.com/watch?v=YOrRykqDo-A

Jesus Camp (deutsch) Teil 5/5: http://www.youtube.com/watch?v=knmMoEfr3_Y

Ausserdem:

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

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Inserat:

Martin Koradi

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Signaturenlehre – was ist das?

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Die Signaturenlehre ist ein bedeutendes Konzept in der Geschichte der Pflanzenheilkunde. Ihre grösste Bedeutung hatte sie in der Renaissance. Der wichtigste Vertreter der Signaturenlehre aus dieser Zeit war Paracelsus (1493 – 1541). Wer die traditionelle Pflanzenheilkunde verstehen möchte, sollte sich fundiert mit der Signaturenlehre auseinandersetzten.

Allerdings werden heute unter dem Schlagwort Signaturenlehre auch die verschiedensten Heilungsversprechungen propagiert, die im Wesentlichen auf den Assoziationen und Fantasien von einzelnen „Erleuchteten“ basieren.

Damit werden Patientinnen und Patienten ausgenommen und getäuscht.

Mit der historischen Signaturenlehre haben solche „Egotrips“ aber nichts zu tun.

Im folgenden nun eine kurze Einführung in die historische Signaturenlehre mit Ausschnitten aus Wikipedia und daran anschliessend einen ergänzenden Kommentar von mir.

„Die Signaturenlehre ist die Lehre von den Zeichen in der Natur, die als Merkmale auf Ähnlichkeiten, Verwandtschaften und innere Zusammenhänge hinweisen. Analogien bestehen demnach zwischen Form, Farbe, Charakter, Geruch, Geschmack, Standort, Entstehungszeit, Farben, humoralpathologischen und astrologischen Zuordnungen und vielen weiteren Aspekten. Am prominentesten ist jedoch die Beziehung zwischen visuellen Ähnlichkeiten; gemäß dieser Logik sprach man beispielsweise der Bohne eine Heilwirkung bei Nierenleiden bei. Die Form der Walnuss prädestinierte sie für Behandlungen des Gehirns. Die Signaturenlehre beruht damit auf einem kosmischen Denken in Entsprechungen (universale Symphatie bzw. Mikrokosmos-Makrokosmos-Lehre) und ist als typische Denkform nicht-naturwissenschaftlicher Welterklärungsmodelle weltweit zu finden. Als Prinzip herrscht sie in der Mehrzahl sogenannter „traditioneller Heillehren“, die solche Kosmologien als Rahmen voraussetzen.

Die Signaturenlehre fand bereits im Altertum weite Anwendung und war im späten Mittelalter in einer prototypischen Form als Denkungsart bereits stark verbreitet, geht aber in ihrer konkreten schriftlichen Formulierung in Europa auf Paracelsus und den neapolitanischen Arzt und Alchemisten Giambattista della Porta (1538-1615) zurück, der in seinem Buch Phytognomonica anhand von Signaturen ein System von Zusammenhängen zwischen Pflanzen, Tieren und Gestirnen aufzeigt. Sie bleibt eine der grundlegenden Theorien der modernen Homöopathie, die versucht, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen. Deren Gründer Samuel Hahnemann verwarf lediglich volkstümlich verkürzende Vorstellungen.“

(Quelle: Wikipedia)

Grundannahmen der Signaturenlehre

„Die Signaturenlehre beruht auf der Grundannahme, dass sämtliche Erscheinungen und Wesen miteinander in Beziehung stehen. Sie bilden quer zu der Einteilung in Gattungen und Arten Verwandtschaftssysteme mit gleichartigen Eigenschaften. Etwas modifiziert, aber mit gleichen Folgerungen, bestand die Signaturenlehre unter den Vorzeichen des Christentums: Die Welt war von Gott vollkommen und auf den Menschen hin geschaffen. Die Signaturen waren somit auch Werk dieses Schöpfers. Dem Menschen kam es zu, diese Zeichen zu erkennen und richtig zu deuten.

Als Signaturen gelten unter anderem: Geruch, Geschmack, Farbe, Gestalt, Struktur, Beschaffenheit, Standort, Wachstumsphase und Lebensdauer. Diese werden verschiedenen Kategorien wie Elementen, Planeten oder Eigenschaften zugeordnet. Demnach hat eine bitter schmeckende Pflanze eine Beziehung zum Element Feuer, das mit der Sonne in Verwandtschaft steht und – unter anderem – Umwandlung und Anregung von Stoffwechselprozessen bewirkt.

Die Signaturenlehre ist nicht nur der europäischen Medizin bekannt. In der chinesischen und auch der ayurvedischen Medizin existieren ausgearbeitete Systeme der Zuordnungen nach Signaturen. So werden etwa in der chinesischen Medizin Geschmack, Geruch, Farbe, Tages-und Jahreszeiten, Elemente, Organe, Sinnesorgane und Körperteile unter anderem zu einem diagnostischen Konzept verbunden. Dieses ermöglicht bei eindeutigen Krankheiten die Auswahl passender Heilmittel, die in einem ebenfalls komplexen Zuordnungsschema erfasst sind.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Auseinandersetzung um die Signaturenlehre

„Verteidiger verweisen auf eine Reihe von Fällen, bei denen moderne wissenschaftliche Untersuchungen die Anwendungsbereiche der Signaturenlehre bestätigten. Die Walnuss – wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem menschlichen Hirn ein traditionelles Heilmittel bei Krankheiten des Kopfes – enthält tatsächlich für das Gehirn wertvolle Fettsäuren. Die Herbstzeitlose – wegen der Ähnlichkeit der Zwiebel mit einer gichtkranken Zehe gemäß der Signaturenlehre ein Mittel gegen Gicht – liefert tatsächlich wirksame Heilstoffe gegen diese Krankheit. Kritiker weisen jedoch auf die Zufälligkeit dieser Funde hin und führen an, dass sich für jeden Erfolg auch mehrere Beispiele nicht wirksamer Zuordnungen nachweisen lassen. So konnte beim Frauenmantel keine der dieser Pflanze zugesprochenen Wirkungen bei Frauenkrankheiten nachgewiesen werden. Auch das Lungenkraut, das wegen seiner getupften Blätter bei Lungenkrankheiten Verwendung fand, hat sich nach wissenschaftlichen Untersuchungen bis jetzt als weitgehend wirkungslos erwiesen. Zu den Heilmitteln der Signaturenlehre gehören allerdings auch Mittel, die heute sehr seltsam anmuten. So empfahl Nicolas Lémery 1697 in einem damals aufsehenerregenden Arzneibuch, den getrockneten und pulverisierten Schädel eines gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen als Heilmittel gegen Hirnkrankheiten.“

(Quelle: Wikipedia)

Kommentar & Ergänzung:

Um die historische Signaturenlehre zu verstehen, muss man in erster Linie das Weltbild verstehen, in welches sie eingebettet ist.

Oder anders gesagt: Wer sich in der Pflanzenheilkunde auf historische Begriffe wie die „Signaturenlehre“ beruft, muss den kulturgeschichtlichen Kontext mitberücksichtigen.

Wer sich für dieses faszinierende Thema interessiert, bekommt dazu fundierte und gut verständliche Informationen im Seminar

Die Heilkräfte der Pflanzen im Wandel der Zeit – Beiträge zur Ideengeschichte der Pflanzenheilkunde

Vorgestellt werden an diesem Seminar Konzepte der Magisch-mythische Medizin, der Viersäftelehre (Humoralpathologie) der Antike, der Klostermedizin im Mittelalter (Hildegard von Bingen), der Signaturenlehre der Renaissance (Paracelsus), der Bach-Blütentherapie und der Phytotherapie.

Eine detaillierte Auseinandersetzung mit den gegenwärtig herumschwirrenden willkürlich konstruierten „Signaturen der Pflanzen“ finden Sie hier:

Pflanzenheilkunde: John Ray zur Signaturenlehre

Wilde Möhre, Leberblümchen und die Signaturen der Heilpflanzen

Von Schopenhauers Feldblume zu den Signaturen der Pflanzen

Signaturen der Pflanzen – fragwürdiger Neuaufguss der Signaturenlehre

Naturheilkunde: Hoch fragwürdige Theorie von der Signatur der Pflanzen

Die Pflanzenheilkunde muss historisch fundiert sein, wenn sie auf traditionelle Konzepte baut.

Das heisst aber auch, dass eine sorgfältige Auseinandersetzung mit traditionellen Konzepten nötig ist.

Tradition hat nämlich nicht immer einfach Recht. Siehe dazu:

Komplementärmedizin – hat Tradition Recht?

P.S.: Zum Hinweis im Wikipedia-Text  auf eine Wirkung der Herbstzeitlose bei Gicht ist noch eine Warnung angebracht: Herbstzeitlose gehört zu den stärksten Giftpflanzen. Sie enthält das Alkaloid Colchicin, welches präzis dosiert im Gichtanfall hilft, aber nur  noch selten eingesetzt wird. Rezeptpflichtig. Keine Selbstbehandlung !!!

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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