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Menthol / Pfefferminzöl gegen Juckreiz

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Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ bringt ein Gespräch mit dem Dermatologen Franz Legat, dem Leiter der Juckreizambulanz in Graz.

Dabei wird als Mittel gegen Juckreiz (Pruritus) unter anderem auch Menthol erwähnt.

Zitat:

„Auch Cremes mit speziellen Inhaltsstoffen, etwa mit Urea, also Harnstoff, oder Menthol können helfen. Eine Therapie in Kältekammern oder die Phototherapie, also die Therapie mit UV-Strahlen, kann juckreizlindernd wirken.“

Quelle:

http://derstandard.at/2000057056706/Pruritus-Im-Juck-Kratz-Zyklus-sein

Kommentar & Ergänzung:

Menthol ist ein Bestandteil des Pfefferminzöls und dort in einem Anteil von 35 – 70 % vorhanden. Man kann also grob davon ausgehen, dass Pfefferminzöl etwas zur Hälfte aus Menthol besteht.

Bei der Anwendung von Menthol ist die Konzentration wichtig.

Um Juckreiz zu lindern sind Konzentrationen von 0,1 – 1% Menthol wirksam. Rechnet man bei Pfefferminzöl mit einen Mentholgehalt von etwa 50%, könnte man deshalb 1 – 2 % Pfefferminzöl in einer Salbengrundlage oder in fettem Öl (z. B. Mandelöl) applizieren.

Als Counterirritant zum Beispiel gegen Spannungskopfschmerzen beträgt die empfohlene Konzentration 1,25 – 16% Menthol. Üblich ist hier eine 10%ige Pfefferminzöl-Lösung auf alkoholischer Basis.

Urea (Harnstoff) ist eine organische Verbindung und bei Säugetieren ein harnpflichtiges Stoffwechselprodukt, das mit dem Urin und dem Schweiß ausgeschieden wird. In Salben und Lotionen dient er als Feuchtigkeitsspender und wird zu diesem Zweck synthetisch hergestellt.

Wissenschaftsgeschichtlich gilt Harnstoff als die erste aus anorganischen Ausgangsstoffen synthetisierte organische Verbindung.

Das widersprach der damals verbreiteten Vorstellung, dass organische Substanzen grundsätzlich nur von Lebewesen durch die so genannte vis vitalis (Lebenskraft) hergestellt werden könnten. Die erste Synthese von Harnstoff im Jahr 1828 durch Friedrich Wöhler gilt daher als Geburtsstunde der Biochemie. Durch diese Entwicklung galt der vitalistische Ansatz in der Biologie zunehmend als überholt.

Der Vitalismus nahm als Grundlage aller Lebensvorgänge als eigenständiges Prinzip eine Lebenskraft an. Die Hernstoffsynthese zeigte, dass zur Herstellung organischer Substanzen die Annahme einer Lebenskraft nicht notwendig ist.

Erwähnen möchte ich noch einen anderen interessanten Aspekt, der im Gespräch mit Franz Legat zu Sprache kommt:

Ein Juckreiz kann chronisch werden und sich dann von der ursprünglichen Ursache lösen. Zitat:

„Es entsteht ein Juck-Kratz-Zyklus, und der wird zu einer eigenen Juckreizerkrankung, die dann oft mit speziellen juckenden Hautveränderungen in einer sogenannten chronischen Prurigo mündet. In diesem Stadium bringt dann auch die Behandlung der auslösenden Ursache keine Hilfe mehr.“

Das scheint mir ähnlich zu sein wie bei chronischen Schmerzen. Auch sie können sich von der ursprünglichen Ursache lösen und zur eigenständigen Schmerzkrankheit werden.

Starker Juckreiz kann genauso stark belasten wie chronischer Schmerz.

In der Medizin kommen gegen Juckreiz oft Arzneimittel zur Anwendung, die eigentlich gegen andere Erkrankungen entwickelt wurden. Im Interview erwähnt werden als Optionen die Wirkstoffe Gabapentin und Pregabalin, die die Wahrnehmung und Weiterleitung von Juckreiz hemmen und bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz oder mit Nervenschäden meist gut wirken sollen.

Auch der Neurokinin-1-(NK1)-Antagonist Aprepitant habe sich als gutes Mittel gegen schweren chronischen Pruritus erwiesen, sei aber eigentlich zugelassen, um die Übelkeit bei stark wirksamen Chemotherapien zu lindern. Das Mittel sei teuer, und die Erfahrungen mit Langzeitbehandlungen seien derzeit noch gering.

Es gebe derzeit noch kein Medikament, das gegen Juckreiz zugelassen sei, sagt Legat.

In der Phytotherapie wird als Option bei Juckreiz noch der Paprika-Wirkstoff Capsaicin äusserlich angewendet. Siehe dazu:

Capsaicin-Creme hilft gegen Juckreiz

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

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Ingwertee als „Energiebooster“?

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Ingwer scheint gerade sehr im Trend zu liegen. Laufend treffe ich auf Empfehlungen, wozu Ingwer alles gut sein soll. Tatsächlich ist Ingwer ein interessantes Gewürz und eine wirksame Heilpflanze. Aber wie so oft bei derartigen Hypes kommen die Empfehlungen manchmal etwas schwammig und übertrieben daher.

Auf Focus online hat gerade ein Gesundheitsexperte Ingwer empfohlen. Schauen wir uns das etwas genauer an:

„Mit Ingwertee können Sie ganz ohne Koffein fit in den Tag starten……

Die Wurzel verfeinert nicht nicht nur Ihr Essen, sondern kurbelt Ihren Stoffwechsel an, lindert Halsschmerzen und hilft bei Magen und Darmbeschwerden. Probieren Sie doch mal Ingwertee. Schneiden Sie dazu den Ingwer in dünne Scheiben und geben diese anschließend in heißes Wasser…….

Egal, ob Sie den Ingwertee am Morgen als Kaffeeersatz oder als Energie Booster unterm Tag trinken: Sie tun Ihrem Körper etwas Gutes. Die scharfe Wurzel beruhigt Ihren Bauch und hilft bei Durchfall und Magenbeschwerden.

Wenn das noch nicht genug wäre, wirkt Ingwer zudem noch antiseptisch. Kratzt es Ihnen im Hals, empfiehlt es sich deshalb auf einem kleinen Stück Ingwer zu kauen.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/videos/ingwertee-darum-sollten-sie-ihn-vor-dem-fruehstueck-trinken_id_6867281.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Energiebooster – das tönt wirklich stark. Energiebooster ist ein trendigerer Ausdruck für Energydrink. Das sind Getränke, die wach machen und dem Organismus Energie zuführen oder Energiereserven mobilisieren sollen. Das machen sie in der Regel mit viel Koffein und viel Kohlenhydraten (insbesondere Zucker). Ingwertee – sofern ungesüsst getrunken – führt kaum Kohlenhydrate zu und enthält weder Koffein noch koffeinähnlich wirkende Inhaltsstoffe.

Pharmakologisch ist von Ingwertee keine „Energiebooster“-Wirkung zu erwarten, wobei aber auch fraglich ist, ob all die vermarkteten Energie-Booster-Präparate ihre Versprechungen erfüllen können. In Vergleich zu diesen oft wenig glaubwürdig zusammengesetzten Energydrinks ist Ingwertee wohl immerhin die gesündere Variante.

Vorstellen kann ich mir beim Trinken von Ingwertee am Morgen einen sinnlich-psychologischen Wachmacher-Effekt. Ingwer enthält Scharfstoffe. Auf der sensorischen Ebene könnte dadurch ähnlich wie bei Kräutertees mit hohem Bitterstoffgehalt die Aufmerksamkeit geweckt werden im Sinne von „Was kommt denn da?“ – während der Organismus auf irgendeine fade Flüssigkeit kaum reagieren wird.

Sehr eigenartig ist die Vorstellung, dass Ingwertee den Stoffwechsel ankurbeln soll. Aber auch das tönt natürlich toll…

Der Stoffwechsel, das ist die Gesamtheit der chemischen Prozesse in einem Lebewesen.

Den Stoffwechsel kann man einteilen in katabole Reaktionen, welche durch den Abbau von chemisch komplexen Nahrungsstoffen zu einfacheren Stoffen Energie liefern (Katabolismus), und anabole Reaktionen, welche unter Energieverbrauch körpereigene Stoffe aus einfachen Bausteinen aufbauen (Anabolismus).

Wenn Ingwertee nun einfach generell den Stoffwechsel ankurbelt, werden alle chemischen Prozesse in Organismus beschleunigt. Wollen wir wetten, dass das nicht gut ausgeht?

Hier müsste nachgefragt werden, welche Prozesse genau durch Ingwer angekurbelt werden, doch ist eher unwahrscheinlich, dass auf diese Frage eine fundierte Antwort kommt. Solche wohlklingenden Ausdrücke wie „Energie Booster“ oder „kurbelt Ihren Stoffwechsel an“ leben davon, dass sie vage und dadurch kaum zu fassen sind.

Dass viele Menschen Ingwer bei Halsschmerzen oder anderen Erkältungskrankheiten als wohltuend empfinden, ist schon seit langem bekannt. Wie diese Wirkung zustande kommt, ist nicht wirklich geklärt. Im Labor wirken Ingwer-Wirkstoffe antibakteriell und antiviral, aber ob diese Wirkungen auch beim Trinken von Ingwertee im Mund-Rachenraum zustande kommen, kann daraus nicht mit Sicherheit geschlossen werden. Durch die Erregung der Wärmerezeptoren in der Mundschleimhaut wird ein Hitzegefühl ausgelöst und vermutlich reflektorisch die Speichelsekretion angeregt. Diese Wirkungen entstehen durch die Scharfstoffe und könnten zum wohltuenden Effekt eines Ingwertees bei Erkältungen beitragen.

Dass Ingwer gegen Durchfall helfen soll ist eine ungewöhnliche Empfehlung, die in der Phytotherapie-Fachliteratur nirgends vorkommt, und die Empfehlung bei Magenbeschwerden und Darmbeschwerden ist vage. Das kann fast alles umfassen, was im Verdauungstrakt schiefläuft. Hier wären präzisere Angaben wünschenswert.

Ingwer fördert den Speichelfluss, die Magensaftsekretion und den Gallenfluss. Daraus kann eine verdauungsfördernde Wirkung gegen Völlegefühl abgeleiteet werden, was gut zur Verwendung als Gewürz passt. In der Phytotherapie am besten untersucht und am häufigsten empfohlen ist allerdings die Anwendung von Ingwerwurzel-Pulver zur Vorbeugung von Reisekrankheit. Ob Ingwertee hier auch eine Wirkung zeigt, ist ungeklärt. In den Experimenten zeigten vor allem lipophile Inhaltsstoffe diese Wirkung, während ein wässriger Ingwer-Extrakt versagte.

Zu diskutieren wäre die Angabe, dass Ingwer den Bauch beruhigt. Immerhin steigert Ingwer den Tonus und die Peristaltik im Darm. Da könnte man eher daraus schliessen, dass Ingwer den Bauch „wach“ macht.

Wie vielfältig Ingwer als Heilpflanze ist, zeigt folgende Ausstellung:

Öko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als gut bewertet

Ingweröl gegen Erbrechen?

Ingwer – wie eine tolle Heilpflanze unseriös als Wundermittel gegen Krebs vermarktet wird

 

Metaanalyse: Ingwer reduziert Menstruationsschmerzen

Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

 

 

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

 

Schwangerschaftsübelkeit: Ingwer, Frischluft und Vitamin B6

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit

 

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen?

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

 

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Cannabis als Medizin: Unterschiedliche Wirkung von Cannabis sativa und Cannabis indica

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Professor Dr. Theo Dingermann, Seniorprofessor an der Universität Frankfurt, hat auf einer Fortbildungsveranstaltung die verschiedenen Cannabisarten mit ihren unterschiedlichen Wirkungen beschrieben.

Die Pflanzengattung Hanf (Cannabis) gehört in die Familie der Hanfgewächse und besteht aus drei verschiedenen Arten, auf die sich jede erhältliche Mischung oder Kreuzung zurückführen lässt: Cannabis sativa, Cannabis indica und Cannabis ruderalis.

Zu Cannabis sativa, der bekanntesten Art, sagt Dingermann:

„Das High, das solche Sorten erzeugen, wird meist als psychedelisch, verträumt und kreativitätsfördernd beschrieben. Der Effekt ist sowohl geistig als auch körperlich spürbar.“

Diese Cannabis-Sorten werden insbesondere zur Behandlung von Übelkeit und Brechreiz eingesetzt, beispielsweise verursacht durch eine Chemotherapie oder durch HIV/Aids-Medikamente, ausserdem bei Appetitlosigkeit, Migräne, Depression, chronischen Schmerzen und verwandten Symptomen.

Das High von Cannabis indica beschrieb Dingermann als schwer und stark und in der Regel wie ein Beruhigungsmittel wirkend. Diese Empfindung sei vor allem körperlicher Natur und wirke entspannend, da die Muskelspannung vermindert werde. Bevorzugte Anwendungsbereiche sind daher die Behandlung von Muskelspasmen und Tremor-Symptomen (beispielsweise bei Multiple Sklerose und Parkinson) sowie chronische Schmerzen, Schlaflosigkeit oder Ängste.

Cannabis ruderalis ist eine kleinwüchsige, struppige Pflanze, die nur äußerst wenig THC enthält und wegen ihrer frühen Blüte in der Züchtung eine Rolle spielt.

Quelle:

ptaforum 06/2016

http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=8597

Kommentar & Ergänzung:

Interessante Differenzierung, die auch für die medizinische Anwendung wichtig ist. Für die unterschiedliche Wirkung von Cannabis sativa und Cannabis indica dürfte unter anderem der höhere Gehalt an Cannabidiol (CBD) in Cannabis indica verantwortlich sein. Mit reinen THC-Präparaten wie Dronabinol ist jedenfalls nicht allen Patientinnen und Patienten optimal geholfen. CBD kann die Wirkung offenbar in manchen Fällen günstig modulieren.

Siehe dazu auch:

Cannabis-Wirkstoffe: Neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

Sativex-Spray mit Cannabisextrakt gegen Spastik bei Multipler Sklerose in der Schweiz zugelassen

Zu Möglichkeiten des legalen Bezug von Cannabis-Präparaten für Patientinnen und Patienten in der Schweiz:

Cannabis für Patienten in der Schweiz legal erhältlich

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Cannabis als alternatives Krebsheilmittel?

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Die Boulevard-Zeitung „Blick“ schafft es wieder einmal, Unfug über Heilpflanzen-Wirkungen zu verbreiten. Eine reisserische Schlagzeile ist wichtiger als seriöse Information.

„Cannabis soll Polo (71) heilen“, titelt die Zeitung. Der Mundartrocker Polo Hofer hatte vor zwei Monaten bekanntgegeben, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist. Er unterzieht sich einer Chemotherapie.

Hofer mache nun auch eine amtlich bewilligte Cannabis-Kur, meldet „Blick“:

„Doch Polo setzt nicht nur auf Chemotherapie, sondern auch auf ein alternatives Krebsheilmittel. «Ich mache eine Cannabis-Kur!», verrät Hofer. Er sei einer der Ersten, die diese Therapie erhielten, die Bewilligung sei deshalb voll bürokratischer Hürden gewesen.“

Der Ausdruck „alternatives Krebsheilmittel“ sagt aus, dass Cannabis den Krebs bekämpft. Dafür gibt es keinerlei glaubhafte Hinweise. Cannabis kann aber bei Krebserkrankungen Appetitlosigkeit und Übelkeit lindern, die während der Chemotherapie auftreten können. Das sind wertvolle Wirkungen. Aber es ist fundamental etwas anderes als ein „alternatives Krebsheilmittel“. Dieser Begriff und auch die Schlagzeile schüren Hoffnungen, die in keiner Weise belegt sind.

Polo Hofer ist auch nicht „einer der Ersten“, die eine solche Therapie erhalten, auch wenn er offenbar davon überzeugt ist. Hätte der Autor des Artikels die Aussage überprüft, wie das von einem Journalisten erwartet werden kann, dann hätte er gemerkt, dass Cannabis bei Krebspatienten gegen Übelkeit und Appetitlosigkeit und bei MS-Kranken gegen Spastik schon seit längerem über eine Bewilligung des BAG erhältlich ist.

Dazu muss der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin zwar ein Gesuch beim BAG einreichen. Es ist aber stark übertrieben zu sagen, dass eine solche Bewilligung „voll bürokratischer Hürden“ sei. Wenn der Arzt weiss, wie dieses Gesuch aussehen muss, dann geht das Verfahren in der Regel zügig vonstatten.

Es ist zwar sinnvoll, wenn „Blick“ über die medizinische Anwendung von Cannabis informiert. Der Artikel enthält aber klare Fehlinformationen und die Cannabis-Kur von Polo Hofer wird faktenwidrig als Pionieraktion dargestellt. Der Artikel verkauft sich so aber natürlich besser.

Die Bildlegenden im Artikel sind genauso irreführend:

„Cannabis-Öl soll Polo Hofer auch gegen seine Appetitlosigkeit helfen, eine Folge der Chemotherapie.“

Die Formulierung mit „auch“ suggeriert fälschlicherweise, dass es eigentlich um eine andere Wirkung geht – die Wirkung gegen Krebs.

„Der Musiker ist einer der ersten Schweizer, denen das BAG eine Hanf-Kur bewilligte.“

Diese Aussage wird auch nicht wahrer, wenn sie wiederholt wird.

Aber trotzdem natürlich gute Besserungswünsche an Polo Hofer.

Seriöse Informationen über die medizinischen Anwendungsbereiche von Cannabis und über das nötige Bewilligungsverfahren für Patientinnen und Patienten gibt es hier:

www.panakeia.ch

Quelle:

http://www.blick.ch/people-tv/schweiz/die-kur-ist-amtlich-bewilligt-cannabis-soll-polo-71-heilen-id5751617.html

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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www.info-phytotherapie.ch/index.php/phytotherapie-infothek/was-ist-phytotherapie

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=6

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=15

 

 

 

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Honig lässt Wunden rascher heilen

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Durch seinen hohen Zuckergehalt und andere Inhaltsstoffe wirkt Honig antibakteriell. In seiner Wirksamkeit übertrifft Honig sogar manche Antibiotika, kann sie aber nicht gänzlich ersetzen.

Elisabeth Presterl, Leiterin der Krankenhaushygiene an der Medizinischen Universität Wien, sagt in einem Gespräch mit science.ORF.at.:

„In der Wundpflege gibt es den sogenannten ‚medizinischen Honig‘. Man konnte bei chronischen Wunden und oberflächlichen Verbrennungen zeigen, dass er nicht nur einen anti-bakteriellen Effekt hat, sondern auch zur Verbesserung der Wundheilung und Verkleinerung der Wunde führt.“

An der Medizin-Uni Wien wird der medizinische Honig darum bei genau solchen schlecht heilenden Wunden eingesetzt, die etwa durch Gefäßstörungen ausgelöst werden.

Die Zusatzbezeichnung „medizinisch“ bekommt dieser in der Klinik verwendete Honig, weil er bezüglich Feuchtigkeit und Zuckergehalt ein genau genormtes Produkt ist und frei von Verunreinigungen sein muss. Medizinischer Honig wird also noch genauer kontrolliert als normaler Honig.

Für die positive Wirkung von Honig auf Wunden gibt es mehrere Gründe, erklärt Elisabeth Presterl, und verweist als Erstes auf den hohen Zuckergehalt:

„Zucker ist ein Konservierungsmittel und kann Bakterien abtöten. Darüber hinaus gibt es aber noch andere Inhaltsstoffe wie Polyphenole, Aminosäuren und Substanzen, die etwa Immunzellen stimulieren – das alles könnte in Kombination die Wirksamkeit von Honig ausmachen.“

Antibiotika könne man in der Wundpflege sicherlich nicht generell durch Honig ersetzen, erklärt die Ärztin. Gerade bei schweren Wundinfektionen hält sie es nicht für sinnvoll, wenn diese nur lokal behandelt werden. In solchen Fällen brauche es eine ergänzende Einnahme von Antibiotika.

Bei den leichteren Fällen sei es jedoch sinnvoll, eine Wunde zuerst einmal oberflächlich mit dem salbenähnlichen medizinischen Honig zu behandeln: „Wir verabreichen noch immer viel zu oft und zu rasch Antibiotika.“

Honig sei eine Möglichkeit, um den Antibiotikaverbrauch auf das unbedingt nötige Maß zu reduzieren, ist Presterl überzeugt.

Für den medizinischen Honig sieht sie auch eine Rolle im Kampf gegen gefährliche Krankenhaus: „Es gab Versuche im Reagenzglas, laut denen Honig auf multiresistente Keime wirken kann.“

Im Labor konnte Honig demnach Bakterien abtöten, bei denen Antibiotika versagt hatten.

Nicht zuletzt aus diesem Grund ist medizinischer Honig in der Hygienerichtlinie der Medizin-Uni Wien zum Thema MRSA aufgeführt – also jenen multiresistenten, potenziell tödlichen Bakterien, die zuletzt in deutschen Krankenhäusern für Probleme sorgen.

Dafür, dass eingenommener Honig auch gut für die Gesundheit ist, dafür gebe es keine harte Evidenz, sagt Presterl.

Studien haben zwar gezeigt, dass Honig nach Mandeloperationen bzw. bei Halsweh die Schmerzen vermindert, ein Placebo hatte jedoch die gleiche Wirkung – ebenso wie ein richtiges Schmerzmittel. Und auch bei Angina fehlen nach Presterl Belege, dass geschluckter Honig antibakteriell wirkt.

Quelle:

http://sciencev2.orf.at/stories/1759705//index.html

Studien:

„Evaluation of the antibacterial activity of selected Pakistani honeys against multi-drug resistant Salmonella typhi“, BMC Complementary and Alternative Medicine 2015;

http://www.biomedcentral.com/1472-6882/15/32

 

„Honey: an immunomodulator in wound healing“, Wound Repair and Regeneration 2014

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/wrr.12117/abstract

 

„Honey for acute cough in children“, Cochrane Database of Systematic Reviews 2014;

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22419319

 

Kommentar & Ergänzung:

Gerade weil Antibiotika in vielen Fällen lebenswichtige Medikamente sind, muss jede Möglichkeit genutzt werden, sie durch andere wirksame Behandlungsstrategien zu ersetzen, damit das rasant zunehmende Problem der Antibiotikaresistenzen sich nicht weiter verschärft. Honig zur Wundbehandlung ist eine prüfenswerte Alternative. Allerdings braucht es dafür noch deutlich mehr Forschung und weil Honig nicht patentierbar ist, gibt es nur wenige Firmen, die dafür viel Geld investieren. Als medizinischer Honig kommt meist ein Manuka-Honig aus Neuseeland zur Anwendung, der unter der Bezeichnung „Medihoney“ als eingetragene Warenmarke registriert und als Medizinprodukt zugelassen ist. Darum gibt es hier offensichtlich Geld für Forschung. Manuka-Honig enthält als wichtigen Inhaltsstoff neben den Zuckern des Honigs in wechselnden Mengen das antibakteriell wirksame Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal (MGO). Der Methylglyoxal-Gehalt von Manuka-Honig soll bis zu 100fach höher sein als in konventionellen Honigsorten. Allerdings soll das Methylglyoxal auch für die Schmerzentwicklung verantwortlich sein, einem Hauptproblem in der Wundbehandlung mit Manuka-Honig. Das ist ein Grund dafür, dass die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. in ihrer S3-Leitlinie zur Lokaltherapie chronischer Wunden von der Verwendung von Manuka-Honig abrät.

Honig ist ein sehr heterogen zusammengesetztes Produkt und es braucht wohl noch intensive Forschung, bis ein optimal zusammengesetztes Produkt gefunden ist.

Honig wurde als Wundheilmittel sowie für verschiedene andere Anwendungsbereiche allerdings schon verschiedentlich untersucht.

Siehe dazu auch:

Honig verhindert Mundschleimhautentzündung / Mukositis

Palliative Care & Onkologiepflege: Honig bei Mucositis / Mundschleimhautentzündung

Honig zeigt Wirkung gegen multiresistente Bakterien

Naturheilmittel: Wundbehandlung mit Manuka-Honig

Honig als Wundheilmittel

Honig gegen Mundschleimhautentzündung bei Chemotherapie

Wundheilmittel: Honig gegen resistente Bakterien

Honig – altes Wundheilmittel im Aufwind

Honig verkürzt Wundheilung bei Brandwunden

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ingwer: Wie eine tolle Heilpflanze unseriös als Wundermittel gegen Krebs vermarktet wird

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Angst vor Krebs, das kennen wohl die meisten Menschen mehr oder weniger ausgeprägt.

Toll also, wenn eine Website uns auf ein rein pflanzliches Krebsheilmittel hinweist, das 10 000 mal effektiver ist als Chemotherapie und das zudem noch ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Wie dankbar müssen wir dieser Website sein, die uns solch wertvolle Informationen aufdeckt, die von der bösen Pharmaindustrie natürlich unterdrückt werden.

Ingwer soll 10 000 mal effektiver gegen Krebs wirken als Chemotherapie. So verspricht es ein Webportal für Frauen, dessen Name ich lieber nicht erwähnen will, weil ich für diesen Schrott nicht noch Werbung machen möchte, und weil hunderte Websites im Netz zu finden sind, die solche oder ähnliche Versprechungen verbreiten.

Ingwer sei eine natürliche und schonende Therapie gegen bestimmte Krebsarten, vor allem gegen Brustkrebs. Wer regelmäßig Ingwer esse, könne Krebs sogar vorbeugen. Das bestätige unter anderem die Studie einer spanischen Universität.

Liest man dann, was über die erwähnte Studie geschrieben steht, wird rasch klar: Es geht dabei um Laborexperimente mit Krebszellen von Mäusen und Menschen.

Es ist einfach beelendend mit solchen Websites, die einerseits auf kritisch gegenüber der wissenschaftlichen Medizin machen, aber andererseits jedes wissenschaftliche Ergebnis aus dem Reagenzglas schamlos nutzen, um daraus ein neues Wundermittel gegen Krebs zu machen.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wenn ein pflanzlicher Wirkstoff in Reagenzglas eine Wirkung auf Krebszellen zeigt, heisst das noch lange nicht, dass man damit auch einen Tumor im menschlichen Organismus heilen kann. Die Situation im Körper eines Krebspatienten ist um ein vielfaches komplexer als die Situation im Reagenzglas. Und es ist in diesem Stadium der Forschung immer noch eine Vielzahl von Fragen ungeklärt.

Wie gelangen die Wirkstoffe in den Körper? Werden sie aus dem Darm in genügender Menge resorbiert oder müssen sie gespritzt werden? Gelingt es, im Organismus eine wirksame Konzentration aufzubauen über die nötige Zeit? Wieviel Ingwer müsste ich täglich dazu essen und ist das realistisch?  Und besteht dann, wenn es gelingt, eine wirksame Konzentration im Organismus aufzubauen, die Krebszellen tötet, nicht auch das Risiko von Schädigungen an gesunden Zellen?

Es gibt Tausende von Naturstoffen, die im Reagenzglas eindrückliche Effekte auf Krebszellen zeigen. Und die allermeisten dieser Substanzen scheitern dann, wenn es um den Nachweis von Wirkungen im lebenden Organismus von Krebspatienten geht. Das ist zugegebener massen jedesmal enttäuschend, aber es wäre ehrlich das so zu sagen.

Stattdessen blenden die Heilstrompeter im Internet diese Begrenzungen aus und machen ihre Geschäfte mit den Ängsten und Hoffnungen von gesunden Menschen und Krebskranken.

Darum kann man nur sagen: Lasst Euch nicht an der Nase herum führen und schaut genau hin.

Das ist nötig in jedem Bereich – unabhängig davon, ob die Aussagen und Versprechungen aus den Bereichen Medizin,

Komplementärmedizin, Alternativmedizin, Naturheilkunde oder woher auch sonst kommen.

Und es gilt sich immer wieder klar zu machen, dass es im Internet keine Qualitätskontrolle gibt. Jeder und jede kann dort (fast) alles publizieren. Das hat einerseits Vorteile, bringt aber auch massive Probleme mit sich.

Wer lernen will, wie sich Bullshit von Ernst zu nehmender Information unterscheiden lässt, kann das übrigens mindestens ein Stück weit in meinen Lehrgängen (Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar).

Und Ingwer ist im Übrigen durchaus eine interessante Heilpflanze.

 

Nur damit ich jetzt nicht wieder Vorwürfe bekomme, ich sei ein „Ingwerfeind“ und von der Pharmaindustrie oder der „Krebsmafia“ gekauft – hier ein paar „positivere“ Texte zur Wirkung von Ingwer:

Öko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als „gut“ bewertet

Metaanalyse: Ingwer reduziert Menstruationsschmerzen

Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Ingwer-Extrakt reduziert möglicherweise den Blutzucker

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegenÜbelkeit bei Chemotherapie

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen?

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

(aber eben: in Laborexperimenten an Zellen und in Tierversuchen; das tönt einfach nicht so heiss wie: Ingwer heilt Prostatakrebs)

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer lindert Muskalkater

 

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

 

Huch, das reicht jetzt als Beleg, dass ich kein Ingwerfeind bin…, oder? Solche Vorwürfe kommen nämlich regelmässig, wenn man etwas kritisches über Heilpflanzen schreibt. Es gibt dann immer Leserinnen und Leser, die meinen, sie müssten die angegriffene Heilpflanze verteidigen. Das ist aber ein Missverständnis. Ich kritisiere ja nicht die Heilpflanze Ingwer, sondern die fragwürdigen bis verantwortungslosen Versprechungen, die mit ihr in die Welt gesetzt werden.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Cannabis gegen Reisekrankheit?

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Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat vor kurzem Präparate gegen Reisekrankheit unter die Lupe genommen.

Hier habe ich die Ergebnisse zusammengefasst und kommentiert:

Oeko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als „gut“ bewertet

Über die beurteilten Präparate hinaus gibt es in diesem Heft aber noch ein interessantes Statement von Prof. Dr. Tomas Jelinek. Der Internist und Tropenmediziner ist wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Er schreibt unter dem Titel „Auch Cannabis wirkt gegen Kinetose“:

„Auch Cannabinoide werden als Wirkstoff beschrieben, der bei Reisekrankheit funktioniert. Durch das Rauchen von Cannabis nimmt man alles etwas langsamer wahr, das Bewusstsein ist verändert. Weil es die Reizübertragung bremst, ist es naheliegend, dass es auch bei Reiseübelkeit hilft. Deshalb wird es ja auch zur Schmerztherapie eingesetzt. Praktikabel ist das natürlich nicht, denn es handelt sich um eine illegale Substanz. Zudem sind weitere Effekte schwer kalkulierbar. Bekifft sind sie nicht voll reaktions- und zurechnungsfähig.“

 

Quelle:

https://media.arbeiterkammer.at/ooe/T_2016_Reisekrankheit_OekoTest.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Cannabis ist als Arzneimittel in der Schweiz nur eingeschränkt legal anwendbar, zum Beispiel als reines THC-Präparat (Dronabinol). Im Vordergrund stehen dabei Anwendungen gegen Spastik bei Multipler Sklerose oder Querschnittlähmung, sowie bei Krebserkrankungen zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie und gegen Appetitlosigkeit. Dafür ist eine Bewilligung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) nötig.

Siehe dazu:

Cannabis für Patienten in der Schweiz legal erhältlich

Neues Cannabis-Medikament in der Schweiz

Reisekrankheit wird aber als Indikation für Dronabinol oder ähnliche Cannabispräparate kaum eine BAG-Bewilligung bekommen.

Also ist Cannabis gegen Reisekrankheit wohl nur umsetzbar für Leute, die Erfahrung haben mit Cannabis und nicht am Steuer sitzen. Aber immerhin eine interessante Idee.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilpraktiker-Ausbildung in der Kritik

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Für die Ausbildung zum Heilpraktiker oder zur Heilpraktikerin gibt es weder Qualitätsstandards noch gesetzliche Regelungen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Schweiz, wo anstelle von „Heilpraktiker“ eher von „Naturheilpraktiker“ oder „Naturarzt“ die Rede ist. Entsprechend wird dann auch eher von „Naturheilkunde-Ausbildungen“ gesprochen. In der Schweiz gibt es aufgrund der Volksabstimmung 2009 inzwischen eine Höhere Fachprüfung Komplementärtherapie, die zwar gesetzlich geregelt ist, aber ebenfalls ohne auch nur annähernd fundierte Qualitätsstandards auskommt, und daher eine Qualitätssicherung vorspiegelt.

Wir haben es jedenfalls hier mit einem veritabler Begriffssalat und einem intransparenten Wirrwar zu tun.

Die Zeitschrift „Annabelle“ hat ein Interview veröffentlicht mit der deutschen Autorin Anousch Mueller. Sie wollte Heilpraktikerin werden, doch während der Ausbildung an der Berliner Paracelsus-Schule beschlichen sie immer grössere Zweifel. Über ihre Erfahrungen hat sie ein Buch geschrieben („Unheilpraktiker“, Riemann Verlag 2016)

Zum Interview geht’s hier.

Auch wenn die Kritik hart klingen mag. Sie trifft in einer ganzen Reihe von Punkten glasklar zu.

Zu Recht kritisiert wird meiner Erfahrung nach zum Beispiel:

– Die weit verbreitete, völlig unkritische Glorifizierung von allem, was als traditionelle Naturheilkunde gilt. Tradition hat dann einen Wert, wenn man sich sorgfältig, offen, aber auch kritisch mit ihr auseinandersetzt. Tradition hat jedoch nicht immer Recht. Siehe dazu:

Komplementärmedizin – hat Tradition Recht?

 

– Das weitgehende Fehlen einer auch nur einigermassen ernstzunehmenden Qualitätssicherung in Ausbildung und Praxis.

– Die nicht selten völlig überzogenen Versprechungen.

– Die Verwendung von Begriffen wie „Energie“, „Schwingungen“, „Ausleitung“ in völlig undefinierter Form, so dass sie willkürlich quasi als „Dienstmagd für alles“ zur Erklärung von x-Beliebigem eingesetzt werden können. Zu Recht sagt Anousch Mueller im Interview: „Wenn etwas nach Geschwurbel klingt, sollte man es kritisch hinterfragen. Das ist meine Botschaft.“

– Verbreitete Indoktrination mit irrationalen Theorien in der Ausbildung.

– Verbreitete pauschale Verteufelung von medizinischen Massnahmen, die in manchen Fällen richtig, wichtig oder gar lebensnotwendig sind (Kortison! Impfen! Chemotherapie!).

 

Ich will nicht generalisieren. Es gibt auch in diesem Bereich Leute, die ihre Arbeit sorgfältig machen, keine pauschalen Feindbilder gegen die böse „Schulmedizin“ und „Pharmaindustrie“ kultivieren und ihre Grenzen kennen. Aber das sind nach meiner Erfahrung eher die Ausnahmen als die Regel. Und das muss man klar benennen – vor allem, weil diese „Heilerszene“ meistens so sanft, ganzheitlich und menschenfreundlich daher kommt, was leider oft irreführend ist.

Im Interview wird Anousch Mueller gefragt:

„Sie halten die Naturheilkunde für rückständig?“

Antwort:

„Allerdings. Paradoxerweise wird der Schulmedizin ja immer vorgehalten, sie sei rückständig und orthodox. In Wahrheit ist es genau umgekehrt.“

Diese Aussage scheint mir zu pauschal. Sie mag ja vielleicht auf die Erfahrungen der Autorin mit der Paracelsus-Schule zutreffen….

Vor allem liegt dieser Aussage aber meinem Eindruck nach ein unklarer Begriff von „Naturheilkunde“ zugrunde, wie er heute leider weit verbreitet ist. Viele der Methoden, von denen Anousch Mueller im Interview spricht – zum Beispiel Bioresonanz, Kinesiologie, Homöopathie, Bachblüten, Schüsslersalze – gehören nicht zur Naturheilkunde, wenn man den Begriff genau verwendet.

Die Naturheilkunde hat, so wie dieser Begriff entstanden ist, ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. Die Idee der Naturheilkunde-Begründer war, Faktoren für die Gesundwerdung direkt aus der Natur zu nehmen. Im Kern bestand diese klassische Naturheilkunde aus dem, was später mit den 5-Säulen der Kneipptherapie umschrieben wurde:

Hydrotherapie (Wasseranwendungen)

Ernährungstherapie

Heilpflanzen-Anwendungen

Bewegung, Luft, Licht

Lebensordnung

Grundsätzlich sind diese fünf Verfahren kompatibel mit Medizin und Wissenschaft. Sie sind wissenschaftlicher Forschung zugänglich, lassen sich mit wissenschaftlichen Begriffen und Theorien beschreiben und allfällige Effekte im menschlichen Organismus sind messbar.

Wenn man nun diese Verfahren genau so anwendet, wie das vor allem im 19. Jahrhundert oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemacht wurde, dann sind sie tatsächlich veraltet. Zu diesem Blödsinn wird aber niemand gezwungen:

Hydrotherapie lässt sich auf neueren Erkenntnissen begründen und wird dann anschlussfähig an Physiotherapie.

Ernährungstherapie kann sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen (auch wenn Ernährungsstudien oft wenig fundiert sind, siehe dazu: Viele Ernährungsstudien mit wenig Aussagekraft.

Heilpflanzen-Anwendungen sind ein Spezialbereich der Pharmakologie. Pflanzliche Wirkstoffe lassen sich im Labor testen. Effekte von Heilpflanzen-Präparaten können in klinischen Studien an Patienten überprüft werden

Altes Wissen kann so durch neue Forschung bestätigt oder als Irrtum verworfen werden. Diese erneuerte Form der Heilpflanzen-Anwendung nennt sich dann Phytotherapie.

Die hohe Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit ist in den letzten Jahren durch zahlreiche Studien dokumentiert worden.

Lebensordnung als angejahrter Begriff kann mit neuen Inhalten gefüllt werden, nennt sich dann vielleicht psychosomatische Medizin oder „Lifestyle-Modifikation“ und gehört zur Psychologie.

Voilà. Wir kommen so vom Methodischen her schon ziemlich nah an eine keineswegs veraltete, sondern zeitgemässe Naturheilkunde.

Was es dann noch braucht für eine seriöse Anwendung sind vor allem Elemente, die mit einer bestimmten Grundhaltung verbunden sind. Zum Beispiel:

– Erkennen von Grenzen der eigenen Methoden.

– Vermeiden von pauschalen Feindbildern und Verschwörungstheorien gegen „Schulmedizin“ und „Pharmaindustrie“ (was nicht Kritiklosigkeit heisst, aber Kritik muss auf Argumenten basieren und konkrete Punkte in Frage stellen).

Siehe dazu auch:

Naturheilkunde-Ausbildung – was Sie wissen sollten (…wenn Sie sich für eine Naturheilkunde-Ausbildung interessieren)

http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2009/10/18/naturheilkunde-ausbildung-was-sie-wissen-sollten.html

Naturheilkunde: Sorgfältig prüfen lernen

Naturheilkunde-Ausbildung: Mehr kritisches Denken – weniger blinden Dogmatismus

Komplementärmedizin: Genauer Nachdenken, differenzierter argumentieren

Naturheilkunde – was ist das?

Pflanzenheilkunde: Kritische Reflexion statt Missionarismus

Komplementärmedizin: Mehr Argumente – weniger fraglose Gläubigkeit

 

Mehr Kontroverse in Komplementärmedizin, Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde

Komplementärmedizin / Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde: Nachfragen statt blind glauben

Naturheilkunde: Selber denken statt blind glauben

 

Pflanzenheilkunde / Komplementärmedizin: Vom Wert des Zweifels

Naturheilkunde und Medizin – kein Entweder-oder

…….huch, das ist ja ein ganz schöner Marathon, aber er zeigt, dass mir das Thema ernst und wichtig ist.

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Onkologie: Johanniskraut beim Chronischen Fatigue Syndrom?

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In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (Nr. 1 / 2015) schreibt Christian Thuile, Leiter der Abteilung für Komplementärmedizin am KH Meran, über Johanniskraut beim Chronische Fatigue Syndrom:

„Wir alle kennen Johanniskraut für den Einsatz bei depressiven Ver- stimmungen, leichten und mittelschweren Grades. Die Studienlage ist gut und es gilt als klinisch anerkannt. Es wäre sozusagen prädestiniert für den Einsatz beim krebskranken Menschen, Niedergeschlagenheit ist ja ein häufiges Problem, das den Erkrankten begleitet. Dazu gibt es noch Studien die zeigen, dass Johanniskraut absolut positive Effekte auf das Chronische Fatigue Syndrom hat, also geradezu ideal vom Profil her.“

Thuile geht aber auch auf die Wechselwirkungen ein, die Johanniskraut mit manchen Chemotherapeutika auslösen kann:

„Leider schaut es in der Realität aber wieder ganz anders aus. Es gibt Chemotherapeutika (z. B. Irinotecan, aber auch viele andere) die denselben Abbaumechanismus in der Leber verwenden wie das Johanniskraut. Das ausschlaggebende Enzym ist das Cytochrom P 450 (3A4); wie stark diese Interaktion sein kann, sieht man an der Tatsache, dass Irinotecan unter dem Einfluss von Johanniskraut bis zu 40 Prozent schneller abgebaut werden kann. Der schnellere Abbau klingt auf den ersten Blick vielleicht verlockend positiv in Hinblick auf Nebenwirkungen, bedeutet aber ganz klar einen deutlichen Wirkungsverlust der Chemotherapie.“

Quelle:

http://www.phytotherapie.co.at/pdf/PT0215.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Als „Fatigue“ wird eine besonders ausgeprägte Form der Erschöpfung bei Krebspatienten bezeichnet. Nicht alle Tumorpatienten sind davon gleichermassen betroffen: Bei vielen Krebspatienten tritt die Fatigue akut auf und steht in direktem Zusammenhang mit einer Behandlung. Die akute Fatigue verschwindet in den meisten Fällen rasch nach Abschluss der Krebsbehandlung. Wer noch Wochen oder Monate nach abgeschlossener Krebstherapie darunter leidet, obwohl die Krebserkrankung nicht fortschreitet oder sogar geheilt werden konnte, leidet an einer chronischen Fatigue. Sie kann die Lebensqualität Betroffener stark einschränken.

Der Hinweis auf eine positive Wirkung des Johanniskrauts beim Chronischen Fatigue Syndrom ist interessant. Die Studienlage zu diesem Thema ist zwar sehr schmal. Ich finde dazu nur eine kleine Pilotstudie aus dem Jahr 1998:

Hypericum for fatigue — a pilot study

  1. Stevinson, M. Dixon, E. Ernst

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0944711398800408

Zwanzig depressive Patienten wurden über sechs Wochen mit Johanniskraut behandelt, wobei sich die Müdigkeit verringerte. Es gab keine Placebo-Kontroll-Gruppe und es handelte sich nicht um Krebspatienten, sondern um depressive Personen.

„Studien die zeigen, dass Johanniskraut absolut positive Effekte auf das Chronische Fatigue Syndrom hat“, müssten anders aussehen.

Trotzdem scheint es mir sinnvoll, Johanniskraut beim Chronischen Fatigue Syndrom in Auge zu behalten, insbesondere natürlich für Situationen, in denen gleichzeitig eine depressive Thematik vorliegt.

Der Warnhinweis auf die Wechselwirkungen von Johanniskraut mit diversen Chemotherapeutika ist sehr berechtigt.

Allerdings treten solche Wechselwirkungen mit Wirkungseinbusse der Chemotherapie nur auf, wenn Johanniskraut parallel zur Chemo eingenommen wird. Das Chronische Fatigue Syndrom kann aber noch lange nach dem Therapieende anhalten und dann sind diese Wechselwirkungen hinfällig.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Salbei bei Mundschleimhautentzündung (Mukositis)

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Jeder fünfte Krebspatient leidet als Nebenwirkung der Krebstherapie an einer Entzündung der Mundschleimhaut (Mukositis). Abhängig von der Krebsart oder der Behandlungsform sind deutlich mehr, nämlich zum Teil bis zu 100 Prozent der Krebspatienten betroffen.

Die Mukositis werde manchmal auch als Sonnenbrand des Mundes bezeichnet, sagte Privatdozent Dr. Martin Hug von der Apotheke des Universitätsklinikums Freiburg beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming. Diese Bezeichnung verdeutliche, wie ungemein schmerzhaft die Erkrankung ist.

Hug informierte über vielfältige Möglichkeiten der Supportivtherapie bei Mukositis und kam dabei auch auf die Anwendung von Salbei zu sprechen:

«Salbei wirkt manchmal Wunder, kann aber bei einer beginnenden Mukositis schmerzhaft sein».

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=61751

Kommentar & Ergänzung:

Neben Salbei gibt es eine ganze Reihe von Heilpflanzen-Anwendungen bei Mukositis.

Siehe auch:

Honig verhindert Schleimhautentzündung bei Mukositis

Palliative Care: Myrrhentinktur bei Mucositis (Mundschleimhautentzündung)

Vorbeugung von Mukositis bei Chemotherapie

Heilpflanzen bei Mundschleimhautentzündung 

 

 

Palliative Care & Onkologiepflege: Honig bei Mucositis (Mundschleimhautentzündung)

Weiterbildung Palliative Care & Onkologiepflege: Gerbstoffe bei Mundschleimhautentzündung

 

Heilpflanzen bei Mundschleimhautentzündung

Eibischschleim als Schutz für die Schleimhaut

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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