Beiträge

Pfefferminzöl bei Muskelkater?

Diesen Artikel teilen:
FacebookTwitterGoogle+ Share

T-online gibt in einem Beitrag Tipps zum Umgang mit Muskelkater und hat eine interessante Empfehlung: Pfefferminzöl.

Hier eine Zusammenfassung mit anschliessendem Kommentar:

Muskelkater entwickelt sich, wenn die Muskeln beim Training zu stark strapaziert werden und dadurch kleine Risse im Gewebe entstehen. Die verletzten Muskelfasern schwellen an und es kommt zu einer Entzündung, die sich durch den charakteristischen ziehenden und stechenden Schmerz zeigt.

Wer ungewohnt intensive Belastungen oder für den Muskel ungewohnte Bewegungsabläufe durchführt, muss mit Muskelkater rechnen. Verhindern lässt er sich nur mit einem auf die vorhandene Muskelkraft abgestimmten Training.

Aufwärmübungen und Dehneinheiten vor dem Sport reduzieren zwar das Verletzungsrisiko von Sehnen und Bändern, können aber einem Muskekater nicht vorbeugen. Und Schmerzmittel lindern nur das Symptom Schmerz, helfen jedoch den verletzten Muskelfasern nicht. Sportmedizinern zufolge können die in den Schmerzmitteln eingesetzten Wirkstoffe sogar den Muskelaufbau stören.

Gegen ein sanftes Sportprogramm ist Fachleuten zufolge auch mit Muskelkater nichts einzuwenden. Das Training sollte aber deutlich weniger intensiv ausfallen, weil der Muskel Zeit braucht um sich zu regenerieren. Walken, langsames Radfahren und entspanntes Schwimmen sind gute Trainingsmöglichkeiten in dieser Phase. Bei starkem Muskelkater ist aber eine Auszeit zu empfehlen oder eine Verlagerung des Trainings auf andere Muskelgruppen unter Schonung der beanspruchten.

Zahlreiche Sportler setzen auf Wärme nach der Trainingseinheit, weil sie die Muskeln entspannt und durch Erweiterung der Gefässe die Durchblutung fördert. Dadurch wird der Muskel besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Von Massagen raten Fachleute bei Muskelkater allerdings ab, da der Druck, der dabei auf die Muskelpartien ausgeübt wird, diesen zusätzlich reizt.

Als Geheimtipp gegen Muskelkater stellt T-online in dem Beitrag Pfefferminzöl vor:

„Die ätherischen Öle, darunter Menthol, Menthon und Menthofuran wirken krampflösend, entspannend, kühlend und durchblutungsfördernd. So werden die Muskeln bei der Regeneration unterstützt und das Ziehen im Muskel gelindert. Am besten trägt man das Öl direkt nach der sportlichen Belastung auf die beanspruchten Bereiche auf.

Ein wenig verdünnt ist das Öl für die Haut besser verträglich. Einfach einige Tropfen auf ein angefeuchtetes Tuch oder Wattepad geben und die gewünschte Hautstelle damit einreiben.“

Wichtig sei zudem, nach der Anwendung die Hände gründlich zu waschen und den Kontakt mit den Augen zu vermeiden.

Der Muskelkater erreicht meist am zweiten oder dritten Tag nach dem intensiven Training seinen Höhepunkt und bis er wieder vollständig abgeklungen ist, kann es bis zu sieben Tage dauern.

Schädlich sei Muskelkater nicht, schreibt T-online. Sehr ausgeprägter und schmerzhafter Muskelkater sei allerdings ein sicheres Zeichen dafür, dass man es übertrieben hat.

Das Gute an Muskelkater sei zudem, „dass der Muskel angeregt wird, sich auf intensivere Trainingseinheiten vorzubereiten, zu wachsen beginnt und an Stärke gewinnt.“

Sei der Schmerz kaum auszuhalten oder lasse er nach einigen Tagen nicht nach, solle man einen Arzt aufsuchen. Dann könne es sein, dass eine Sportverletzung vorliegt, die behandelt werden muss.

Quelle:

http://www.t-online.de/gesundheit/fitness/id_81171044/muskelkater-weitertrainieren-oder-pausieren-.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Pfefferminzöl bei Muskelkater – diese Empfehlung ist mir bisher noch nie über den Weg gelaufen.

Pfefferminzöl wird äusserlich oft verwendet als juckreizstillendes Mittel zum Beispiel bei Insektenstichen (ca. 1%ig) und als Gegenstimulation zur Linderung von Spannungskopfschmerzen (ca. 10%ig).

Bei akuten Prellungen auf den Sportplatz kann Pfefferminzöl Schmerzen ebenfalls lindern durch Gegenstimulation (Counterirritation). Menthol als Hauptbestandteil des Pfefferminzöls reizt die Kältesensoren in der Haut und die Kühlempfindung überlagert die Schmerzempfindung, lindert sie dadurch auf ähnliche Art wie ein Eisspray, aber ohne physikalisch zu kühlen.

Dass Pfefferminzöl auf der Basis einer Gegenstimulation auch Schmerzen bei Muskelkater lindert ist deshalb denkbar. Ich würde dazu allerdings Pfefferminzöl 10%ig in alkoholischer Lösung nehmen, so wie es als Roller oder Tupfer in Apotheken und Drogerien gegen Spannungskopfschmerzen empfohlen wird.

Dass sich mit Pfefferminzöl die Durchblutung (des Muskels) anregen lässt, scheint mir nicht sehr überzeugend. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Naturstoffen mit durchblutungssteigernder Wirkung – zum Beispiel Capsaicin aus Paprika, Rosmarinöl, Kampfer und Wacholderöl. Sie wirken aber eher wärmend und werden in Sportsalben und Rheumasalben eingesetzt. Ob sie auch die Durchblutung der Muskeln fördern ist eher zweifelhaft. Es spricht mehr dafür, dass sich die durchblutungsfördernde Wirkung vor allem auf die Haut beschränkt. Eine schmerzlindernde Wirkung des Pfefferminzöls bei Muskelkater kann ich mir aber gut vorstellen.

Siehe auch:

Menthol / Pfefferminzöl gegen Juckreiz

DGS-Praxisleitlinien Schmerzmedizin: Pfefferminzöl gegen Spannungskopfschmerzen

 

Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerzen

Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Unterschätzt wird nicht selten die recht gute Wirksamkeit von Pfefferminzöl gegen viele Bakterien, Viren (z. B. Herpes) und Hefepilze (z. B. Candida albicans). Untersuchungen dazu wurden im Zusammenhang mit Olbas-Tropfen gemacht – ein Gemisch aus Pfefferminzöl, Cajeputöl, Eukalyptusöl, Wacholderbeeröl und Wintergrünöl.

Siehe dazu:

Olbas-Tropfen: Ein Gemisch von ätherischen Ölen getestet auf antimikrobielle Wirkung

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Teebaumöl bei Akne

Diesen Artikel teilen:

Das ätherische Öl aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gilt als Geheimtipp gegen Pickel / Akne.

Das Portal „Medizin transparent“ hat recherchiert, ob die Studienlage die Wirksamkeit von Teebaumöl gegen Akne bestätigt.

Ein chinesisch-australisches Wissenschaftsteam konnte in einer umfangreichen Recherche nur eine einzige Studie zu diesem Thema finden.

Diese allerdings kleine Studie liefert zwar vorsichtige Hinweise, dass Teebaumöl gegen Pickel helfen könnte. Für wissenschaftliche Gewissheit wären jedoch weitere, gutgemachte Studien mit positivem Resultat nötig.

In dieser Untersuchung hatten die Versuchspersonen per Losentscheid entweder ein Gel mit Teebaumöl in einer 5-prozentigen Konzentration oder aber ein vergleichbares Gel ohne Wirkstoff ( = Scheinpräparat, Placebo) zugeteilt bekommen, das sie sich zweimal täglich auf die betroffenen Stellen im Gesicht auftragen sollten.

Welche der insgesamt 60 Versuchspersonen das Teebaumöl-Präparat und welche das Placebo bekamen, wurde vor den Probanden und dem Studienpersonal geheim gehalten. Durch diese „doppelte Verblindung“, wie das Geheimhalten der Zuteilung vor sowohl Teilnehmern als auch Studienpersonal genannt wird, wird sichergestellt, dass Erwartungen der an der Studie beteiligten Personen das Resultat nicht beeinflussen können. Allerdings ist nicht sicher, dass bei dieser Studie die Verblindung auch bis zum Ende der Studie aufrecht blieb, da die Wirkstoff-freien Salben eine andere Beschriftung hatten als jene mit Teebaumöl.

Nach sechs Wochen zeigten sich bei den Versuchpersonen, welche das Gel mit Teebaumöl verwendeten, durchschnittlich sieben bis acht Hautunreinheiten wie Pickel, Mitesser oder Pusteln weniger als bei jenen, die das wirkstofflose Gel aufgetragen hatten. Mit nur 60 Probanden sind diese Resultate dieser Studie allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig. Finanziert wurde die Untersuchung durch ein Unternehmen, das Kosmetika mit Teebaumöl produziert.

Aus den Resultaten ihrer Untersuchung schlussfolgern die Studienautoren, dass ihr Teebaumöl-Präparat kaum mehr Nebenwirkungen hat als das Gel ohne Wirkstoff. „Medizin transparent“ weißt jedoch darauf hin, dass Teebaumöl nicht immer harmlos ist, und bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen und allergischen Hautausschlägen führen kann. Das Scientific Commitee on Consumer Safety (SCCS), das auf EU-Ebene berät, warne daher vor Produkten, die über fünf Prozent Teebaumöl enthalten, und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung rate bei Kosmetika überhaupt zu einer Begrenzung auf eine Konzentration von einem Prozent.

Quelle:

https://www.medizin-transparent.at/teebaumoel-gegen-pickel

Kommentar & Ergänzung:

Teebaumöl hat eine gute antibakterielle Wirkung und da Bakterien bei Akne eine Rolle spielen, erscheint eine Wirksamkeit plausibel.

Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gewonnen.

Es besteht aus einem Gemisch von etwa 100 Substanzen, insbesondere (+)-Terpinen-4-ol (rund 40 %), α-Terpinen (rund 20 %), Terpinolen, Terpineol (jeweils 3 bis 4 %), Pinen, Myrcen, Phellandren, p-Cymen, Limonen, 1,8-Cineol.

Während die chinesisch-australische Forschergruppe nur eine einzige Studie fand, die ihren Qualitätsansprüchen genügte, geht Dr. Rainer C. Görne in der ÄrzteZeitung von fünf randomisierten Studien aus, welche die Wirksamkeit von Teebaumöl bei der Behandlung von Akne belegen sollen. Allerdings fehlen dort Quellenangaben zu diesen Studien.

Siehe: Teebaumöl gegen Akne

 

Die Verträglichkeit des Teebaumöls hängt wesentlich von den Aufbewahrungsbedingungen ab, die möglischst geschützt vor Sauerstoff sein sollten:

Teebaumöl: Korrekte Aufbewahrung reduziert Nebenwirkungen

Grundsätzlich stellt sich jedoch die Frage, ob es unbedingt Teebaumöl sein muss.

Viele ätherische Öle wirken antibakteriell. Und viele ätherische Öle sind besser hautverträglich als Teebaumöl und geruchlich angenehmer.

Besser verträgliche und geruchlich angenehmere ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung sind zum Beispiel Korianderöl und Lavendelöl.

Siehe dazu:

Korianderöl bekämpft gefährliche Bakterien

Zur Wirkung von Korianderöl

Phytotherapie: Zur Wirkung von Koriander / Korianderöl

 

 

 

Wer typverwandte ätherische Öle als geruchliche Alternativen zu Teebaumöl sucht probiert es manchmal mit Manukaöl, Kanukaöl, Niaouliöl, Cajeputöl oder Eukalyptusöl.

Manukaöl ( aus der Südseemyrte, Leptospermum scoparium) wirkt ähnlich antibakteriell wie Teebaumöl, ist aber ebenfalls haut- und augenreizend.

Kanukaöl stammt von Leptospermum ericoides (= Kunzea ericoides) und fällt bezüglich antibakterieller Wirkung ab.

Niaouliöl wird mittels Wasserdampfdestillation gewonnen aus Melaleuca viridiflora (Myrtaceae) und gleicht in seiner Zusammensetzung dem Cajeputöl: Hauptbestandteil ist 1,8-Cineol (bis ca. 60 %), weiters Pinen und Limonen. Im Labor zeigte es antimikrobielle Wirkung.

Siehe: Was ist Niaouliöl?

Cajeputöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und kleineren Zweigen des Cajeputbaumes (Melaleuca leucadendra) gewonnen. Es hat einen an Eukalyptus erinnernden Duft, wirkt stark antimikrobiell, enthält in hohem Maße Terpene und ist ein Hauptbestandteil des Olbasöls.

Siehe:

Olbastropfen – ein Gemisch von ätherischen Ölen getestet auf antimikrobielle Wirkung

Eukalyptusöl stammt von Eucalyptus globulus und besteht hauptsächlich aus 1,8-Cineol (über 70 %), ausserdem 1-Pinen (Spuren bis maximal 9 %), 2-Pinen (0-1,5 %), Limonen (0-12 %), und Phellandren (0-1,5 %). Es zeigt breite antimikrobielle Aktivität, ist dabei aber in seiner Wirksamkeit dem Teebaumöl unterlegen.

Verglichen mit dem relativ giftigen Phenol ist das Teebaumöl 11 bis 13 Mal wirksamer und damit viel stärker bakterizid als Eukalyptusöl, das nur etwa 3,5mal stärker als Phenol wirkt. In der Phytotherapie wird Eukalyptusöl in Kapselform auch innerlich angwendet als schleimlösendes Mittel gegen Husten (Sibrovita N).

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Artikel teilen:

Olbas Tropfen – ein Gemisch von ätherischen Ölen – getestet auf antimikrobielle Wirkung

Diesen Artikel teilen:

Olbas Tropfen – ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel – enthalten ein Destillat aus einer Mischung von Pfefferminzöl, Cajeputöl, Eukalyptusöl, Wacholderbeeröl und Wintergrünöl im Verhältnis von 53 : 21 : 21 : 3 : 2.

Das Präparat wird traditionell zur Einnahme und Inhalation bei Erkältungskrankheiten (Husten, Schnupfen, Heiserkeit) empfohlen, zur Einnahme bei leichten Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, zur äußerlichen Anwendung bei leichten Kopfschmerzen, beispielsweise bei Verspannungszuständen, sowie zur äußerlichen Anwendung bei umschriebenen (lokalen) Muskelschmerzen nach Überanstrengung / Fehlbelastung. Darüber hinaus ist es auch bekannt für seine Anwendung bei diversen Sportverletzungen.

Die „Pharmazeutische Zeitung“ hat den Stand der Forschung zu Olbas zusammengestellt. Daraus lassen sich interessante Schlüsse ziehen. unter anderem auch bezüglich der antimikrobiellen Wirkungen der einzelnen ätherischen Öle, die Bestandteil der Olbas-Mischung sind.

Zahlreiche Laboruntersuchungen (in-vitro) belegen zweifelsfrei die antimikrobielle Wirkung von ätherischen Ölen. Viele Bakterien, Pilze und Viren reagieren äusserst sensibel auf ätherische Öle.

Solche positiven Resultate lassen den unterstützenden oder zum Teil alleinigen Einsatz von ätherischen Ölen in der Phytotherapie und Aromatherapie bei Haut- und Wundinfektionen sowie bei Erkältungskrankheiten plausibel erscheinen.

Eine In-vitro-Studie untersuchte das antimikrobielle Potenzial von Olbas im Vergleich zu seinen individuellen Basisölen (Cajeputöl, Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Wacholderbeeröl und Wintergrünöl). Die Ergebnisse zeigen, dass Olbas ein relativ breites Wirkungsspektrum mit insgesamt guter bis sehr guter antimikrobieller Wirkung gegen alle Testkeime besitzt, einschließlich Methicillin-resistenter (MRSA) Stämme und Vancomycin-resistenter Enterococcus (VRE) Stämme. Besonders hervorgehoben wird von den Autoren die relativ hohe Sensibilität der Bakterien Acinetobacter baumanii, Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa sowie des Hefepilzes Candida albicans gegen Olbas. Die genannten Bakterien bewirken Wundinfektionen sowie Spitalinfektionen und erweisen sich oft als multiresistent gegen verschiedene Antibiotika. Im Fall der erwähnten Untersuchung war Pseudomonas aeruginosa gegen die Antibiotika Ampicillin und Vancomycin resistent. Interessant ist die Wirksamkeit gegen Pseudomonas aeruginosa, weil dieser Keim gegen zahlreiche ätherische Öle eine stark verminderte Sensibilität aufweist. Dies hängt damit zusammen, dass Pseudomonas aeruginosa über sogenannte MDR-Effluxpumpen verfügt, die in der Lage sind, eingedrungene Monoterpene (= Bestandteile vieler ätherischer Öle) wieder aus der Zelle zu schleusen.

Vergleicht man die Wirksamkeit der einzelnen Basisöle mit derjenigen der Olbas-Kombination, dann sind nur die antimikrobiellen Aktivitäten von Pfefferminzöl und Cajeputöl erwähnenswert. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die antimikrobielle In-vitro-Wirkung von Olbas weitgehend auf derjenigen von Pfefferminzöl beruht.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=51283

Kommentar & Ergänzung:

Für mich sind vor allem die Vergleichswerte der verschiedenen ätherischen Öle interessant. Die detaillierten Werte sind im Artikel der „Pharmazeutischen Zeitung“ in einer Tabelle zusammengestellt.

Bemerkenswert ist für mich die klare Überlegenheit von Pfefferminzöl gegen Bakterien. Nur gegen Pseudomonas aeruginosa ist Cajeputöl sehr deutlich und Eukalyptusöl deutlich wirksamer. Und gegen Streptococcus pyogenes und Streptococcus oralis ist Pfefferminzöl gleichauf mit Cajeputöl an der Spitze. Auch gegen Hefepilze (Candida albicans) zeigt Pfefferminzöl von den untersuchten Einzelöle die beste Wirkung.

Cajeputöl (aus Melaleuca leucadendra) ist botanisch verwandt mit Teebaumöl (aus Melaleuca alternifolia).

Generell muss zu diesen Untersuchungsergebnissen gesagt werden:

Dass ätherische Öle zum Teil bemerkenswerte antimikrobielle Wirkungen haben und in dieser Hinsicht angesichts zunehmender Antibiotika-Resistenzen vermehrte Beachtung verdienen, steht ausser Frage.

Man muss aber wissen, dass solche eindrücklichen Ergebnisse wie in der beschriebenen Untersuchung im Labor stattfinden, in dem ätherische Öle in eine Bakterien- oder Pilzkultur appliziert werden. Das ist ein sehr direkter Kontakt mit hoher Konzentration.

Mir fällt einfach auf, dass in der Aromatherapie-Literatur solche In-vitro-Ergebnisse oft sehr schnell auf die Anwendung von Aromaölen im Alltag übertragen werden. Beispielsweise wird dann einem ätherischen Öl, das im Labor in einer Bakterienkultur einen Spitalkeim abtöten kann, auch zugetraut, dass es diesen Spitalkeim genauso hemmt, wenn man es im Spital als Duft einsetzt. Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Kontexte und es wird beim Verdunstenlassen im Raum einfach nicht annähernd die Konzentration erreicht, die in der Bakterienkultur direkt wirksam wird.

Der Kontext, in dem eine Erkenntnis gewonnen wurde, darf bei der Beurteilung nicht ausser acht gelassen werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

Diesen Artikel teilen:

Ätherische Öle bei Mykosen (Pilzinfektionen)

Diesen Artikel teilen:

Phytotherapie und Aromatherapie setzen verschiedenste ätherische Öle gegen Mykosen ein.

Viele ätherische Öle zeigen gute fungizide (pilztötende) oder fungistatische (pilzhemmende) Wirkung.

Ich stelle hier die Vorschläge aus dem Buch „Aromatherapie“ von Dietrich Wabner und Christiane Beier (Hrsg.) vor:

– Cajeputöl, Zitronenöl, Teebaumöl, Lemongrasöl (Zitronengras), Manukaöl, Vetiveröl: Sie sollen speziell bei Trichophytonarten angezeigt sein.

– Geranienöl: Soll gute Erfolge zeigen bei Candidosen, aber auch hilfreich sein gegen Dermatophyten und Onychomykosen.

– Kümmelöl, Petitgrainöl, Eucalyptusöl aus Eucalyptus citriodora, Sandelholzöl: Sollen besonders gut geeignet sein bei Microsporen.

– Palmarosaöl: Soll fungizide Eigenschaften zeigen vor allem bei Candidosen und zudem entzündungswidrig und schmerzstillend wirken.

– Patchouliöl: Soll gut gegen Candidosen wirken und die Hautregeneration fördern.

– Speiklavendelöl: Soll erfahrungsheilkundlich mit Erfolg bei Tinea pedis (Fusspilz) eingesetzt werden.

– Teebaumöl: Sei das wichtigste Öl in der Therapie bei allen Arten von Hautmykosen aufgrund seiner ausgeprägt fungiziden Wirkung. Da Teebaumöl die Haut stark austrocknet wird empfohlen, die Haut mit einem pflegenden Öl oder Sheabutter behandelt werden.

– Zedernholzöl, Sandelholzöl, Vetiveröl, Teebaumöl, Oreganumöl: Sollen insbesondere zum Einsatz kommen bei Malasseziaarten.

– Zitronenöl, Palmarosaöl, Patchouliöl, Lemongrasöl: Seien vor allem angezeigt bei der Epidermophytenarten.

Quelle:

Dietrich Wabner / Christiane Beier (Hrsg.); Aromatherapie, Urban & Fischer 2009

(Das Buch „Aromatherapie“ können Sie anschauen im Buchshop)

Kommentar & Ergänzung:

Diese Aufzählung krankt an einem Problem, welches in der Aromatherapie-Fachliteratur oft anzutreffen ist. Die Aussagen sind kaum überprüfbar, weil nicht offengelegt wird, wie sie zustande gekommen sind. Um mir eine eigene Meinung darüber zu bilden, ob zum Beispiel Patchuliöl wirklich überzeugend gegen Epidermophyten wirkt, müsste ich erfahren, auf welchen Erkenntnissen diese Aussage basiert.

Wer vertritt sie? Wie kam dieser Mensch zu seiner Aussage?

Eigene Erfahrungen? Dann stellt sich die Frage, wie sorgfältig die Person sich mit ihren Erfahrungen auseinandergesetzt hat.

Experimente? Studien mit Patienten? Dann wäre wichtig zu wissen, um welche Art von Experimenten oder Studien es sich handelt.

Nur wenn ich den Weg sehe, auf dem eine Aussage zustande gekommen ist, kann ich ihre Glaubwürdigkeit beurteilen. Diese Transparenz fehlt oft in der Aromatherapie-Fachliteratur.

In der Phytotherapie-Fachliteratur entstammen viele Aussagen über Heilwirkungen von Arzneipflanzen den Monografien der ESCOP.

In diesen Fällen lässt sich überprüfen, welche Fachleute für die Empfehlungen stehen und auf welcher Erkenntnisbasis sie ihre Schlussfolgerungen getroffen haben.

In diesem Sinne gut belegt sind zum Beispiel pilzhemmende Eigenschaften bei Teebaumöl, Lavendelöl (aus Lavandula angustifolia und Lavandula viridis), Korianderöl, Kümmelöl, Eukalyptusöl.

Aus Gründen der besseren Verträglichkeit ziehe ich selber Lavendelöl und Korianderöl dem Teebaumöl vor.

Siehe auch:

Phytotherapie bei Hautpilzen

Zur Wirkung von Korianderöl

Jasminöl, Teebaumöl und Minzöl gegen Scheidenpilz untersucht

Ätherische Öle gegen Hefepilze (Candida albicans)

Lavendelöl wirksam gegen Hautpilze

Heilpflanzen bei Pilzerkrankungen (Mykosen)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Aromatherapie / Phytotherapie: Zur Wirkung von Teebaumöl

Diesen Artikel teilen:

Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus verschiedenen Arten der Gattung Melaleuca gewonnen, die in Australien beheimatet sind. Von der Zusammensetzung her ist Teebaumöl nichts Spezielles. Es enthält ein Gemisch aus ca. 100 Substanzen. Hervorzuheben sind Terpinen-4-ol (etwa 40 %), α-Terpinen (etwa 20 %), Terpinolen, Terpineol (jeweils 3 bis 4 %), Pinen, Myrcen, Phellandren, p-Cymen, Limonen, 1,8-Cineol.

Typverwandte ätherische Öle sind: Manukaöl, Kanukaöl, Eukalyptusöl und Cajeputöl.

Teebaumöl hat eine starke antimikrobielle Wirkung, vor allem gegen Bakterien und Pilze. Diese Effekte kann man aber auch mit anderen ätherischen Ölen erreichen – auch aus einheimischen Pflanzen – beispielsweise mit Thymianöl.

Teebaumöl birgt zudem ein Risiko vor allem bei unsachgemässer Lagerung. Durch Einwirkung von Licht und Luftsauerstoff entstehen Umbauprodukte, die allergische Reaktionen auslösen können.

Weil die Wirkung von Teebaumöl auch durch andere ätherische Öle mit geringerem Risiko von Nebenwirkungen erreicht werden kann, lohnt es sich, jeweils über passende Alternativen nachzudenken.

Wenn es um eine antimikrobielle Wirkung geht, sind zum Beispiel Lavendelöl und Korianderöl oft verträglichere Varianten.

Siehe auch:

Phytotherapie: Zur Wirkung von Koriander / Korianderöl

Korianderöl bekämpft gefährliche Bakterien

Zur Wirkung von Korianderöl

Verbessert Korianderöl die Wirkung von Antibiotika?

Lavendelöl wirksam gegen Hautpilze

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Was ist Niaouliöl?

Diesen Artikel teilen:

Niaouliöl wird mittels Wasserdampfdestillation gewonnen aus Melaleuca viridiflora (Myrtaceae). Das ätherische Öl  gleicht in seiner Zusammensetzung dem Cajeputöl: Hauptbestandteil ist 1,8-Cineol (bis ca. 60 %), weiters Pinen und Limonen.

Wirkung von Niaouliöl:  antimikrobiell, hyperämisierend (durchblutungssteigernd), sekretolytisch und sekretomotorisch (auswurffördernd)

Anwendungsbereiche von Niaouliöl: Atemwegserkrankungen (Husten, Schnupfen,) Beschwerden bei Rheuma (Gelenkschmerzen).

Therapeutisch relevante Wirkungen von Niauliöl:

Hyperämisierende Wirkung: Die Einnahme des Öls löst nach dem Schlucken ein Gefühl der Wärme aus, der Puls wird schneller und es kann ein profuser Schweißausbruch auftreten. Bei äusserlicher Anwendung kommt es zu hyperämisierenden (wärmenden) Effekten zum Beispiel bei Gelenkschmerzen.

Auswurffördernde Wirkung: Die Wirksamkeit bei Katarrhen der oberen Atemwege gilt als belegt.

Weitere Wirkungen:
Eine antimikrobielle Wirkung ist in vitro (= im Reagenzglas, im Labor) nachgewiesen.

Unerwünschte Wirkungen von Niaouliöl:
In therapeutischen Dosen keine bekannt.

Indikationen von Niaouliöl:
Wissenschaftlich belegt:
Katarrhe der oberen Luftwege; als hyperämisierendes Mittel in Kombination mit anderen ätherischen Ölen zum Einreiben (zum Beispiel bei Gelenkschmerzen).

Quelle:

http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Niaulioel.html

Kommentar & Ergänzung:

Melaleuca viridiflora wächst in Australien, Tasmanien, Neukaledonien, Madagaskar und auf französischen Pazifikinseln. Die Pflanze ist verwandt mit Teebaum (Melaleuca alternifolia), der Stammpflanze von Teebaumöl,  und Cajeput (Melaleuca leucadendron).

Niauliöl gilt als gut verträgliches ätherisches Öl für Haut und (verdünnt) Schleimhaut.

Dietrich Wabner / Christine Beier empfehlen Niauliöl  im Fachbuch „Aromatherapie“ auch (nachvollziehbar) für die Behandlung von Abszessen und Furunkeln. Wie sehr häufig in der Aromatherapie-Literatur, sind plausible Empfehlungen gemischt mit spekulativen Aussagen. Sehr fragwürdig hier zum Beispiel die Angabe einer litholytischen (steinlösenden) Wirkung bei Gallensteinen und die Postulierung einer hormonell ausgleichenden Wirkung bei Impotenz. Dafür gibt es meines Erachtens nicht den Hauch einer plausiblen Begründung.

Das zeigt wie kritisch solche Bücher gelesen werden müssen, wenn man nicht wilden Spekulationen aufsitzen will.

Die Beschreibung von Niaouliöl auf der Phytotherapie-Site Phytokodex ist im Vergleich dazu bis in die Knochen seriös.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

Diesen Artikel teilen:

Wirkstoffe der Heilpflanzen: Ätherische Öle

Diesen Artikel teilen:

„Ätherische Öle sind Gemische aus leicht flüchtigen Pflanzeninhaltsstoffen, darunter Alkoholen, Aldehyden, Ketonen und Äthern. Sie sind es, die vielen Pflanzen ihren charakteristischen Geruch geben. Eucalyptus, Kamille, Pfefferminze, Lavendel, Fichte und Kiefer enthalten sie in größeren Mengen. Der Name Öle ist allerdings irreführend: Ein Tropfen, auf ein Filterpapier gebracht, verdunstet, ohne einen Fettfleck zu hinterlassen.

Viele ätherische Öle wirken desinfizierend, sie töten Bakterien ab oder erschweren eine Ansiedlung von Mikroben. Auf die Haut aufgebracht, sorgen die meisten von ihnen zudem für eine vermehrte Durchblutung. Dies wird zum Beispiel in vielen „Rheumasalben“ genutzt.“

Quelle:

http://www.scinexx.de/dossier-detail-340-8.html

Kommentar & Ergänzung:

Das ist natürlich eine sehr kurz geratene Beschreibung der ätherischen Öle, eine Wirkstoffgruppe, über die es noch viel mehr zu sagen gibt.

Wichtig scheint mir in erster Linie festzuhalten, dass ätherische Öle und fette Öle (zum Beispiel Mandelöl, Olivenöl) von ihrem Aufbau her total unterschiedlich sind.

Ätherische Öle werden in der Aromatherapie und in der Phytotherapie eingesetzt, zum Teil mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

In der Phytotherapie kommen ätherische Öle nicht nur in isolierter Form zu Anwendung, sondern auch quasi eingebettet in Kräutertees, Pflanzentinkturen oder Pflanzenextrakten.

In der Phytotherapie auch in reiner, isolierter Form verwendete ätherische Öle sind beispielsweise:

Pfefferminzöl, Lavendelöl, Nelkenöl (= Gewürznelkenöl), Melissenöl, Teebaumöl, Kümmelöl, Fenchelöl, Thymianöl, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl, Rosmarinöl, Kamillenöl, Anisöl, Wacholderöl, Korianderöl, Cajeputöl, Niauliöl, Kiefernnadelöl, Minzöl, Zimtöl und Zimtblätteröl, Rosenöl (vor allem als Aromatikum), Citronellöl ( als Ersatz für Melissenöl), Zitronenöl ( vor allem als Aromatikum)

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

Diesen Artikel teilen:

Teebaumöl – ein Naturheilmittel macht Karriere

Diesen Artikel teilen:

Teebaumöl wird in Aromatherapie und Phytotherapie oft eingesetzt und ist immer wieder Thema in meinen Phytotherapie-Ausbildungen und Heilpflanzenkursen. Hier eine Zusammenfassung aus Wikipedia mit anschliessendem Kommentar:

Teebaumöl – was ist das?

„Teebaumöl ist eine flüssige, lipophile Substanz (siehe auch Ätherische Öle), die durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia), dann Australisches Teebaumöl, oder aus mehreren anderen Teebaum-Arten aus verschiedenen Gattungen in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) gewonnen wird. Der Hauptwirkstoff des Öls ist Terpinen-4-ol; für offizinelle Nutzung sollte ein Teebaumöl mindestens 30 % dieses Hauptwirkstoffs enthalten.“

Teebaumöl und seine Geschichte

„Die australischen Ureinwohner verwendeten einen Teebaumölextrakt bei offenen Wunden, Hautinfektionen, Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen und beim Läusebefall. Auch die europäischen Einwanderer benutzten Teebaumöl. Ebenso war es Bestandteil aller Erste-Hilfe-Ausrüstungen in den Tropen stationierter australischer Truppen während des Zweiten Weltkrieges. Jedoch geriet es nach dem Zweiten Weltkrieg, als Penicillin und sehr bald auch andere Antibiotika zur Verfügung standen, in Vergessenheit. Erst als man bemerkte, dass sich durch den häufigen Einsatz von Antibiotika Resistenzen bildeten, entdeckte man auf der Suche nach Alternativen Teebaumöl wieder.“

Zur Wirkung von Teebaumöl

„Neben der belegten antimikrobiellen Wirkung von Teebaumöl werden weitere Wirkungen behauptet, wie das Abfangen überschießender Immunreaktionen nach Insektenstichen. Teebaumöl angewendet in zu niedrigen Dosen kann die Widerstandsfähigkeit und Resistenzen von Bakterien gegenüber Antibiotika fördern. Teebaumöl ist nicht als Arzneimittel zugelassen und wird als Risikosubstanz für das Auftreten von Kontakt-Dermatitiden gewertet. Unverdünntes Teebaumöl ist daher als gesundheitsschädliche Substanz eingestuft.“

Zusammensetzung von Teebaumöl

„Unterzieht man Teebaumöl einer gaschromatografischen Analyse, so erkennt man, dass Teebaumöl ein Gemisch aus ca. 100 Substanzen ist. Hervorzuheben sind (+)-Terpinen-4-ol (etwa 40%), α-Terpinen (etwa 20 %), Terpinolen, Terpineol (jeweils 3 bis 4 %), Pinen, Myrcen, Phellandren, p-Cymen, Limonen, 1,8-Cineol. Teebaumöl hat eine sehr starke antimikrobielle Wirkung. Im Vergleich zum relativ giftigen Phenol ist das Teebaumöl 11 bis 13 Mal wirksamer und damit beispielsweise viel stärker bakterizid als Eukalyptusöl (Phenolkoeffizient etwa 3,5).“

Anwendung von Teebaumöl

„Teebaumöl findet aufgrund seiner antiseptischen, bakteriziden und fungiziden Wirkung Verwendung in der Dermatologie (z. B. in der Therapie von Akne, Schuppen und Schuppenflechte, Pilzerkrankungen, Dellwarzen) sowie bei Muskelschmerzen, offenen Wunden, Rheuma, Raucherhusten und Krampfadern. Es ist im Europäischen Arzneibuch aufgeführt, jedoch gibt es aufgrund von fehlenden Fertigarzneien keine gesicherte Indikation.

Teebaumöl wird in vielen dermatologischen Präparaten verwendet: in Shampoos, Hand- und Körpercremes (besonders bei unreiner Haut, wie Akne), in Deodorants, Badezusätzen, Seifen, Zahnpasta, Mundwässern. Bei Pilz- und Bakterienbefall der Haut (z.B. bei Akne, Fußpilz) werden zumeist Zubereitungen mit 5 bis 10% Teebaumöl verwendet. Bei Anwendungen im Mundraum muss Teebaumöl sehr stark verdünnt werden. Die Konservierung von vielen kosmetischen Produkten ist mit Teebaumöl möglich.

Auch in der Tierpflege sind äußere Anwendungen von Teebaumöl bekannt, wobei wie beim Menschen Überdosierungen oder sehr häufige Behandlungen vermieden werden sollten. Will man Teebaumöl an Tieren anwenden, ist unbedingt der Tierarzt zu Rate zu ziehen. Durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen ist das Teebaumöl genau wie andere ätherischen Öle zum Beispiel für Haustiere toxisch. Die Anwendung endet nicht selten tödlich für das Tier. Typische Symptome der ‚Teebaumöl-Vergiftungen’ sind Zittern, Taumeln, Unruhe und allgemeine Schwäche.“

Risiken von Teebaumöl

„Als kritisch wird das Risiko der Entwicklung von Kontaktallergien angesehen. Auslöser sind dabei unterschiedliche Anteile des Öls (d-Limonen und α-Terpinen) und deren Oxidationsprodukte Ascaridol und 1,2,4-Trihydroxymenthan. Je älter das Öl ist, desto größer wird das Risiko. Bereits nach vier Tagen beginnt der Oxidationsprozess des Öls. Teebaumöl sollte lichtgeschützt bei Temperaturen unter 25°C aufbewahrt werden. Die Allergenmenge steigt an und besonders auf vorerkrankter Haut kann es zu Kontaktekzemen kommen. Bis zu drei Prozent der getesteten Personen waren 2003 auf Teebaumöl sensibilisiert. Kontaktekzeme entwickeln sich sehr häufig, wenn Teebaumöl unverdünnt und über einen längeren Zeitraum (etwa 3 Jahre) auf die Haut aufgetragen wird.

Bei Jungen, die sich noch nicht in der Pubertät befinden, kann die Anwendung von Teebaum- und Lavendelöl zum Wachstum der Brustdrüsen (Gynäkomastie) führen. Dies wird auf eine östrogene und anti-androgene Aktivität des Teebaumöls zurückgeführt.“

Artverwandte ätherische Öle

„Artverwandte Öle mit pilztötender Wirkung von verwandten Arten sind neben Teebaumöl mit absteigender Wirksamkeit:

Manukaöl, Kanukaöl, Eukalyptusöl, Cajeputöl“

(Quelle: Wikipedia)

Kommentar & Ergänzung:

– Teebaumöl ist einerseits von seiner Geschichte und seiner Wirkung her ein interessantes ätherisches Öl. Andererseits wird es sehr stark propagiert und dabei geht dann ein wenig unter, dass es in vielen Anwendungsbereichen auch andere ätherische Öle mit gleichwertiger oder gar besserer Wirkung gibt. Daher ist meine Empfehlung, sich nicht auf Teebaumöl zu versteifen und eine breitere Palette an ätherischen Ölen in Betracht zu ziehen.

– Teebaumöl kann sehr leicht oxidieren, das heisst, es verändert sich bei Kontakt mit Sauerstoff und auch unter Lichteinfluss. Dadurch steigt das Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen. Teebaumöl soll daher so gut wie möglich vor Licht und Sauerstoff geschützt aufbewahrt werden. Beginnt das Teebaumöl sich grünlich-bräunlich zu verfärben und nach Terpentin zu riechen, sollten Sie es rasch entsorgen.

– Teebaumöl wird für eine sehr grosse Zahl von Beschwerden und Erkrankungen propagiert. Das ist ein typisches Beispiel für „Indikationslyrik“. In solchen Fällen ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen, also zu prüfen, welche Empfehlungen sinnvoll sind und welche nicht.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Spannungskopfschmerzen lindern mit Pfefferminzöl oder Tigerbalsam

Diesen Artikel teilen:

Bis zu 70 Prozent aller Deutschen leiden zwei- bis dreimal im Monat unter Spannungskopfschmerz, meldet die Zeitung “Die Welt” und fragt, was man dagegen tun könne.

Neben Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (Aspirin), Paracetamol, Ibuprofen und Ketoprofen finden dabei zwei Naturheilmittel Erwähnung:
“ Auch Pfefferminzöl oder Tigerbalsam, vorsichtig auf die Schläfen gestrichen, können Linderung bringen.”

Für vorübergehende Spannungskopfschmerzen sei eine kurzfristige, kontrollierte Selbstbehandlung völlig in Ordnung.
Problematisch werde es, wenn der Spannungskopfschmerz chronisch wird. Dies sei der Fall, wenn die Schmerzen mindestens drei Monate lang hintereinander mehr als 15 Tage im Monat auftreten.

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirksamkeit von Pfefferminzöl ist in der Phytotherapie gut etabliert und dokumentiert. Menthol als Hauptbestandteil des Pfefferminzöls erregt die Kälterezeptoren in der Haut. Offenbar wird durch die “Kältemeldung” die “Schmerzmeldung” in den Hintergrund gedrängt.
Tigerbalsam dürfte wohl ähnlich wirken. Ausserdem hat er eine interessante Geschichte. Tigerbalsam (Engl. Tiger balm) wurde in den 1870ern von dem Drogisten Aw Chu Kin in Rangun entwickelt und nach dem Tod des Erfinders vom Pharmaunternehmen Haw Par Healthcare mit Sitz in Singapur industriell produziert, das seine Söhne Aw Boon Haw und Aw Boon Par gründeten und dessen bekanntestes Produkt Tiger Balm ist.

Dabei muss immer wieder einmal klargestellt werden, dass keines der Produkte Inhaltsstoffe enthält, die von Tigern stammen. Tiger Balm ist nach dem chinesischen Heilkundigen benannt, der vor 100 Jahren anfing, die Salbe serienmäßig herzustellen. Sein Vorname „Haw“ bedeutet übersetzt „Tiger“.
(Quelle: Wikipedia)

Tiger-Balsam weiss (mild) enthält Menthol, Kampfer, Minzöl, Nelkenöl, Cajeputöl.
Tiger-Balsam rot (stark) enthält dazu noch Cassiaöl (durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und jungen Zweigen von Cinnamomum cassia Blume (= Cinnamumum aromaticum Nees, = Zimtkassie) gewonnen). Cassiaöl (Synomym: Kassiaöl, Kassiazimtöl).
Cassiaöl kann Hautreizungen bewirken, vor der Anwendung ist ein Allergie- und Reiztest am Innenarm empfehlenswert. Cassiaöl nicht anwenden bei Babys und Kleinkinder.
Wegen dem Menthol und dem Kampfer sind aber sowieso beide Tigerbalsam-Varianten ungeeignet für Babys und Kleinkinder.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Aromatherapie: Ätherische Öle helfen Schmerzmittel sparen

Diesen Artikel teilen:

Die Medical Tribune berichtete kürzlich über eine Studie, bei welcher der Einfluss von ätherischen Ölen als Einreibung gegen Schmerzen untersucht wurde.
Hier eine bearbeitete Zusammenfassung:

Am Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn wurde die Wirkung der Aromatherapie jetzt in einer Studie untersucht. 50 Patienten mit multilokulärem Schmerzsyndrom (Ausdehnung des Schmerzes auf benachbarte Körpergebiete), die ihre Schmerzmitteldosis in der Klinik vermindern sollten, durften sich begleitend mit Öl einreiben lassen. Dieses Angebot war voller Erfolg, denn 75 % der Kranken erreichten so eine Schmerzreduktion. Als speziell erfolgreich zeigte sich die Kombination von Lavendelöl, Eisenhut und Kampfer. Zweimal pro Tag auf die peinigenden Areale aufgetragen, erreichte das aromatische Öl eine mittlere Schmerzverminderung um 4-6 Punkte auf der numerischen Rang-Skala (NRS), während die Mischung von Johanniskrautöl, Cajeputöl, Rosmarinöl, Cineol und Lavendelöl 2-3 Punkte erzielte. Die Patienten standen der Behandlung durchweg positiv gegenüber, berichteten das Team um Eveline Löseke vom Schmerzzentrum der Klinik auf dem Deutschen Schmerzkongress.

Quelle:
http://www.medical-tribune.de

Kommentar & Ergänzung:

In dieser Studie werden natürlich nicht nur Wirkungen von ätherischen Ölen gemessen, sondern auch die Wirkung des Einreiben-lassens. Das mindert nicht den Wert dieser Massnahme. Im Gegenteil: Es ist eine Stärke mancher Heilpflanzen-Anwendungen, dass mit ihnen auch Zuwendung “verabreicht” wird.

Bei den Bestandteilen der verwendeten Einreibemitteln fällt vor allem der Eisenhut aus dem Rahmen. Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) gehört zu den stärksten Giftpflanzen Mitteleuropas. Er enthält das Alkaloid Aconitin. Dietrich Frohne schreibt dazu in seinem Heilpflanzenlexikon (2006):

“Auf der Haut appliziert, erzeugt Aconitin vorübergehende Erregung mit Wärme, Brennen und Jucken, dann Lähmungen der sensiblen Nervenendigungen, wirkt also lokalanästhetisch. Die analgetische Wirkung, insbesondere bei Trigeminusneuralgie, ist schon bei niedriger Dosierung gegeben; trotzdem ist wegen geringer therapeutischer Breite die Verwendung von Aconitin nicht mehr zu vertreten.”
(mehr Infos zum „Heilpflanzenlexikon“ von Dietrich Frohne im Buchshop)

Mit “therapeutischer Breite” ist der Abstand zwischen therapeutischer und toxischer Dosis gemeint, der beim Aconitin also klein ist. Therapeutische und toxische Dosis liegen nahe beieinander. Stoffe mit geringer therapeutischer Breite sind daher nicht einfach zu handhaben. Darum wäre es bei diesem Bericht aus der Medical Tribune wichtig zu wissen, in welcher Form und Dosierung Eisenhut zur Anwendung kam. In einer phytotherapeutischen Form würde ich – wie Dietrich Frohne es empfiehlt – von Eisenhut bzw. Aconitin die Finger lassen. Handelt es sich um eine homöopathisch verdünnte Zubereitung, kommt es auf den Grad der Verdünnung an. Bei hohen Verdünnungsgraden wird Aconitin nur noch in Spuren oder gar nicht mehr vorhanden sein, so dass mit stofflichen Wirkungen nicht mehr gerechnet werden muss. In diesen Bereichen ist aber auch die analgetische (= schmerzstillende) Wirkung nicht dokumentiert. Bei tiefen homöopathischen Verdünnungsgraden kann es dagegen zu Aconitin-Wirkungen kommen, was infolge kleiner therapeutischer Breite wiederum nicht unproblematisch ist….

Klarer fassbar sind die verwendeten ätherischen Öle:

Lavendelöl wirkt beruhigend, Rosmarinöl und Kampfer dagegen eher anregend, belebend (= analeptisch). Somit könnte man ein solches Einreibemittel je nach Bedarf eher mit beruhigendem oder eher mit belebend-anregendem Effekt komponieren.

Cineol ist unter anderem Hauptbestandteil von Eukalyptusöl, zudem aber auch in anderen ätherischen Ölen enthalten wie Teebaumöl, Cardamomöl, Campherbaumöl.
Cineol wirkt antiseptisch sowie auswurffördernd und schleimverflüssigend bei Husten. Wegen seiner schwach hautreizenden Wirkung wird es als Bestandteil von Einreibemitteln bei rheumatischen Beschwerden verwendet.

Cajeputöl (von Melaleuca leucadendra, Kajeputbaum) enthält als Hauptkomponente mehr als 50% Cineol und wirkt hyperämisierend (durchblutungsfördernd).

Johannisöl als fettes Öl dürfte in diesem Einreibemittel vor allem als Träger für die ätherischen Öle fungieren. Eigenartigerweise ist für die erste Kombination kein solches Trägeröl erwähnt.

Alles in allem werden für diese Einreibungen durchaus sinnvolle ätherische Öle verwendet. Es scheint mir aber auch klar, dass punkto Zusammensetzung verschiedenste ätherische Öle in Frage kommen und dass dabei innerhalb eines gewissen Rahmens die Wünsche, Vorlieben und Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten berücksichtigt werden können.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen: