Artikel mit Schlagwort ‘Buchtipp’
Donnerstag, September 30th, 2010
Verlagsbeschreibung
Bert Hellinger gilt mit seiner besonderen Form der “systemischen Familienaufstellung” als absoluter “Superstar” der Therapieszene – jedenfalls sofern die Anzahl seiner Veröffentlichungen sowie die Zahl der nach seiner Methode arbeitenden “TherapeutInnen” zugrunde gelegt wird. Für die PatientInnen birgt die Behandlung “nach Hellinger” jedoch unwägbare Risiken: der ehemalige Missionar hat (ebenso wie die meisten seiner praktizierenden Anhänger) keine solide therapeutische Ausbildung und verstößt gegen einfachste Regeln der Psychotherapie. Stattdessen propagiert er ein erzreaktionäres Familienbild, in dem die Frau dem Mann untergeordnet ist, Konflikte nicht ausgesprochen werden dürfen und die eigene Situation als Schicksal “angenommen” werden muß. Selbst sexueller Mißbrauch und Vergewaltigung werden auf diese Weise als “Schicksalsereignis” dargestellt, für das der Täter letztlich nicht selbst verantwortlich sei. Seine “Erkenntnisse”, zu denen er nicht aufgrund wissenschaftlichen Studiums gelangt, sondern durch “höhere Eingebungen”, wendet Hellinger nicht nur auf zwischenmenschliche Beziehungen an. Auch die Geschichte interpretiert er nach diesem Strickmuster neu. Insbesondere dienen seine “Erkenntnisse” zur Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus.
Der Band stellt die zentralen Kritikpunkte an Hellingers Menschen- und Geschichtsbild kompakt dar, unterzieht seine Vorstellung von systemischer Therapie einer kritischen Betrachtung und wirft einen Blick auf das Netzwerk seiner Anhänger.
Die dritte, um drei Beiträge erweiterte und stark überarbeitete Auflage stellt die aktuelle Entwicklung bis November 2004 dar: den Prozeß Ruppert/Weber et al., Hellingers vorübergehenden Aufenthalt in Hitlers “Kleiner Reichskanzlei”, die zunehmende Distanzierung bekannter Aufsteller aus dem akademischen Bereich von Bert Hellinger usw. Mit Beiträgen von Claudia Barth, Colin Goldner, Ingo Heinemann, Heiner Keupp, Sabine Pankofer, Wolfram Pfreundschuh, Klaus Weber u.a. Zum Shop

Kommentar:
Niemand kann seinem Schicksal entgehen
In den letzten Jahren hat sich die „Familienaufstellung“ nach Hellinger rasant verbreitet, auch in der Naturheilkunde-Szene. So gibt es zum Beispiel Homöopathinnen und Homöopathen, die mittels Aufstellungen das passende Mittel für ihre Patientinnen und Patienten herausfinden wollen.
Das hinter dieser Methode steckende Weltbild des Bert Hellingen wird in diesen Kreisen kaum in Frage gestellt. Dabei gibt es hier eine ganze Menge von Fragwürdigkeiten.
Hellinger vertritt ein erzkonservativ-patriarchalisches Familienbild, in dem der Mann wieder an der Spitze steht. Und er weiss, wie es richtig zu und her gehen muss in der Familie. Das nimmt vielen verunsicherten Menschen Verantwortung ab. Doch der ehemalige katholische Missionar rechtfertigt in seinen Schriften auch Hitler. Die von den Nazis wegen ihres Widerstandes hingerichteten Geschwister Scholl stellt er moralisch auf die gleiche Stufe wie Hitler. Dass seine AnhängerInnen solche Ungeheuerlichkeiten fraglos schlucken, ist erschütternd und lässt tief blicken. Dass Hellinger mit seinem dogmatischen Anspruch alle Grundregeln einer partnerschaftlichen und dialogischen Psychotherapie verletzt, scheint nicht gross zu stören. Dass weiblichen Opfern von Inzest eine Heilung versprochen wird wenn sie einem Stellvertreter ihres Vaters sagen: „Papi, für dich habe ich es gern getan“, scheint mit zutiefst verantwortungslos. Deshalb ist fundierte Kritik am System Hellinger meines Erachtens sehr nötig.
Das kleine Buch aus dem Alibri-Verlag vereinigt kritische Stellungnahmen verschiedener Autorinnen und Autoren. Passend ist dazu noch, dass es ausgerechnet vom Studentischen Sprecherrat der Geschwister-Scholl-Universität in München herausgegeben wird.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzenkurse & Heilkräuter-Exkursionen
Ausbildungen in Gestaltpsychotherapie, Beziehungstherapie und Gruppendynamik
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Bert Hellinger, Beziehungstherapie, Buch, Buchshop, Buchtipp, Claudia Barth, Colin Goldner, erzkonservativ-patriarchalisches Familienbild, Erzkreaktionär, erzreaktionäres Familienbild, Familie, Familienaufstellung, Familienbild, Frau, Geschwister Scholl, Gestaltpsychotherapie, Gesundheitsberufe, Gruppendynamik, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Heilung, Heiner Keupp, Homöopathen, Homöopathinnen, Ingo Heinemann, Inzest, katholische Missionar, Klaus Weber, Klinik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kritik, Kritik an Weltbild und Methode des Bert Hellinger. Hrsg. v. Student, Mann, Menschen- und Geschichtsbild, Missbrauch, Missionar, Nationalsozialismus, Naturheilkunde, Naturheilkunde-Szene, Naturkurse, Nazis, Niemand kann seinem Schicksal entgehen, Palliative Care, Patientinnen, Patriarch, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Psychotherapie, Sabine Pankofer, Schicksal, Schicksalsereignis, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Sprecherrat d. Univ. München, systemischen Familienaufstellung, Therapeutinnen, Therapie, Therapieszene, Verbrechen, Vergewaltigung, Weiterbildung, Weltbild, Winterthur, Wolfram Pfreundschuh, Zürich
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Donnerstag, September 30th, 2010
Verlagsbeschreibung
Nach Lebenskunst fragen diejenigen, für die sich das Leben nicht mehr von selbst versteht. Der Autor versucht vor allem die grundlegenden Aspekte der Lebenskunst herauszuarbeiten. Die Lebenskunst soll nicht inhaltlich festgelegt, sondern ihre Grundbestandteile thematisiert werden, die im jeweiligen historischen und kulturellen Kontext die Bedingungen ihrer Möglichkeit darstellen und deren konkrete Ausgestaltung den Individuen überlassen bleiben muss.
Portraits Wilhelm Schmid:
Wilhelm Schmid, freier Philosoph, außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt und Gastdozent an der Staatlichen Universität Tiflis (Georgien). Lebt seit 1980 in Berlin. Geboren 1953 in Billenhausen (Bayerisch-Schwaben). Studium von Philosophie und Geschichte in Berlin (FU), Paris (Sorbonne) und Tübingen. Regelmäßige Tätigkeit als “philosophischer Seelsorger” am Spital Affoltern am Albis bei Zürich. Wöchentliche Kolumne “Lebenskunst” in der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag. Monatliche Kolumne “Lebenskunst” im Filosofie Magazine, Amsterdam
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Kommentar:
Philosophie der Lebenskunst
Dieses Buch von Wilhelm Schmid hat mich sehr angesprochen. Schmid schreibt gut und es ist nicht abgehobene Philosophie, die er ausbreitet. Schmid hat uns heutigen Menschen etwas zu sagen. Das Buch ist dicht geschrieben und ohne BlaBla. Für philosophieferne Menschen ist es vielleicht nicht in allen Passagen leicht verständlich, aber die Lektüre lohnt sich trotzdem. Schwerer verständliche Passagen kann man auch überspringen und von anderen Stellen wieder profitieren. Am einfachsten zu lesen und zu nutzen ist meines Erachtens das Kapitel „Asketik: Übungen und Techniken der Lebenskunst“. Hier geht es zum Beispiel um Themen wie: Das Netz der Gewohnheiten knüpfen. Die Lüste geniessen. Vom Sinn der Schmerzen. Vom Leben mit dem Tod. Die Zeit gebrauchen. Auf den Versuch hin leben. Kunst des Zorns. Kunst der Ironie. Negativ denken. Melancholie. Gelassenheit.
Ein weiteres spannendes Kapitel stellt „Die Frage der Wahl“ ins Zentrum. Es geht um Themen wie:
Haben wir eine Wahl? Vorbereitung der Wahl. Heranreifen der Wahl. Die verschiedenen Arten der Wahl.
Mir persönlich erscheint dieses frühe Buch von Wilhelm Schmid ergiebiger als seine später publizierten Werke. Und wenn Sie mich fragen würden, was ein solches Buch mit dem Thema „Heilpflanzen“ zu tun hat, dann würde ich antworten: Es gibt sehr viele unterschiedliche Aussagen, Ansichten und Behauptungen über Heilpflanzen. Philosophie hilft dabei, sie einzuordnen und zu bewerten, sich eine fundierte Meinung zu bilden, seine eigene Position und Interpretation zu reflektieren, um nicht blind und naiv im grossen Strom mitzuschwimmen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Freitag, September 24th, 2010

Verlagsbeschreibung
Was unterscheidet Esoterik von Spiritualität und was hat das mit Religiosität und Mystik zu tun? Warum importieren Europäer Weisheit lieber aus dem Osten? Mit profunder Sachkenntnis und unerschütterlichem Humor erklärt Wolf Schneider Geheimnisse, Irrtümer und Wahrheiten der Esoterik. Ein unentbehrlicher Ratgeber für alle, die sich auf der Suche nach Sinn verirrt haben. Zum Shop

Kommentar:
Kleines Lexikon esoterischer Irrtümer
Wolf Schneider war 23 Jahre lang Redakteur der esoterischen Monatszeitschrift „connection“. Er kennt sich in dieser Szene also bestens aus. Zu seiner Motivation, ein Lexikon über esoterische Irrtümer zu schreiben, sagt er im Vorwort:
„Hintergrund meines Hochmutes, über einen solch delikaten Bereich zu schreiben, sind 23 Jahre Redaktion einer Zeitschrift, die die esoterische Szene Monat für Monat beobachtet und beschreibt. Diese 23 Jahre sind auch Jahre der Übersättigung mit spirituellen Phrasen und Halbwahrheiten, mit Unverdautem und Missverstandenem. Der typische Esoteriker ist nett, mitfühlend, optimistisch, neugierig und aufgeschlossen, aber leider auch sehr leichtgläubig. Vertrauen, Herzlichkeit und Hingabe werden in dieser Szene so hoch gehandelt, dass sie oft in Leichtsinn und Blauäugigkeit kippen. Währenddessen werden Intellekt und Unterscheidungsvermögen diskreditiert, so dass Phrasendrescher und somit die Verkäufer des Halbwahren bei ihren Anhängern allzu oft ein leichtes Spiel haben.“
Schneider kommentiert knapp 300 esoterische Begriffe von A – Z, die „leicht noch um weitere 100 und mehr ergänzt werden können. Irrtümer gibt es genug. Doch ich wollte hier nur die gängigsten und typischsten aufführen – und die, die mir am meisten auf die Nerven gehen.“
Einer dieser Eso-Begriffe ist das Wort „Energie“. Schneider schreibt dazu:
„ So schwammig und diffus das Wort ‚Energie’ unter Esoterikern ist, so beliebt ist es. Dass alles Energie ist, hat man bei Einstein gelernt. Man ist damit also sehr modern und eng mit der Wissenschaft verbunden. Das wendet man nun an auf Ahnungen, Gefühle, Spekulationen, die Verquickung von Traum und Wirklichkeit und das Einschmelzen aller Grenzen, mit dem Ergebnis, dass kaum ein Satz, in dem das Wort ‚Energie’ vorkommt, wirklich richtig, aber auch keiner völlig falsch ist. Deshalb kann man sich solche Sätze auch sparen.“
Natürlich ist nicht jeder der 300 Kommentare gleich ergiebig. Schneider trifft aber meines Erachtens mit seiner Kritik oft einen zentralen Punkt und er bringt kluge Argumente. Dass er dazu noch mit einer Prise Humor schreibt, macht das kleine Buch angenehm lesbar.
Esoterische Theorien sind in den letzten Jahren zunehmend auch in die Bereiche Naturheilkunde & Pflanzenheilkunde eingedrungen. Sie beeinflussen damit auch die Vorstellungen über Heilpflanzen. Erschütternd ist dabei allerdings, wieviel Leichtgläubigkeit und Naivität sich damit auch ausbreitet. Deshalb finde ich es sehr wichtig, dass mit dem „Kleinen Lexikon esoterischer Irrtümer“ ein Insider der Esoterik-Szene kritische Fragen stellt.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Freitag, September 24th, 2010
Verlagsbeschreibung
Christoph Bördlein führt uns anhand vieler Beispiele aus Wissenschaft und Alltag ins skeptische, wissenschaftliche Denken ein. Allgemeinverständlich und unterhaltsam erklärt er, wie Wissenschaft als Methode, Thesen zu überprüfen, funktioniert. Ausführlich werden Möglichkeiten, sich zu täuschen, vorgestellt und Strategien, nicht in solche Fallen zu tappen, aufgezeigt. Auch die (relativistische) Kritik an Wissenschaft wird erörtert; letztlich plädiert der Autor jedoch für skeptisches Denken als brauchbare Grundlage, um richtige Entscheidungen zu treffen. Zum Shop

Kommentar
Das sockenfressende Monster aus der Waschmaschine
Wir werden überschwemmt mit Behauptungen und Versprechungen, auch in den Bereichen Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde / Komplementärmedizin. In dieser Situation ist es ausserordentlich wichtig zu wissen, wie man Behauptungen und Versprechungen auf ihre Richtigkeit überprüfen kann. Nur: Wo lernen wir eigentlich so etwas? Es scheint, als ob die wichtigsten Instanzen in unserer Sozialisation mehr Interesse daran haben, dass wir fraglos glauben, was uns aufgetischt wird, als dass wir es kritisch hinterfragen. Christoph Bördlein zeigt, an welchen Punkten wir anfällig sind für Täuschungen und wie man Vermutungen, Versprechungen und Behauptungen prüft – auch solche über Heilpflanzen. Ein sehr nützliches und empfehlenswertes Buch.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
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Freitag, September 24th, 2010
Verlagsbeschreibung
Unsere Haut ist ein faszinierendes Phänomen. Robert Musil nannte sie im „Mann ohne Eigenschaften“ den „Reisesack des Lebens“. In diesem kleinen Werk zum Thema „Phänomen Haut“ stehen nicht die anatomischen und physiologischen Aspekte der Haut im Zentrum. Dazu gibt es eine grosse Fülle exzellenter Fachliteratur. Viel weniger bekannt, aber mindestens so faszinierend, sind die geschichtlichen, philosophischen und psychologischen Facetten der Haut.
Anregend und nützlich ist die Auseinandersetzung mit diesen weniger bekannten Seiten unserer Haut für alle Heil- und Pflegeberufe, sei es aus Medizin oder Naturheilkunde.
Menschen mit Hauterkrankungen ergibt sich dadurch vielleicht die Gelegenheit, ihre Haut aus ganz anderer Perspektive zu betrachten.
Aber schlussendlich tragen wir ja alle unsere Haut mit uns – oder sind unsere Haut, wie Sie im Teil A von „Phänomen Haut“ erfahren können.
Lernen Sie Ihre Haut kennen!
Teil A beschreibt die lange Geschichte der Haut als Grenze.
Teil B stellt Zusammenhänge zwischen Haut und Psyche vor.
Teil C ist ganz dem faszinierenden Thema „Berührung“ gewidmet.
Martin Koradi leitet in Winterthur am „Seminar für Integrative Phytotherapie“ Lehrgänge für Berufsleute aus Krankenpflege, Naturheilkunde, Medizin, Pharmazie und Drogerie.
Er führt offene Exkursionen und Kurse für alle am Thema „Heilpflanzenkunde“ interessierten Personen durch und leitet das „Forum Naturheilkunde und Philosophie“. Zum Shop

Tags: Berührung, Buchshop, Buchtipp, Die Haut im Wandel der Zeit, Drogerie, Erkrankungen, Forum, Forum Naturheilkunde und Philosophie, Geschichte, Haut, Haut und Psyche, Hauterkrankungen, Heil- und Pflegeberufe, Heilen, Heilpflanzen, Heilpflanzenkunde, Krankenpflege, Martin Koradi, Medizin, Naturheilkunde, Phänomen Haut, Pharmazie, Philosophie, Phytotherapie, Psyche
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Freitag, September 24th, 2010
Verlagsbeschreibung
„Phänomen Frau“ im Wandel der Zeit bietet faszinierende, oft überraschende, an manchen Stellen auch ungemütliche oder gar ärgerliche Einblicke. Erzählt wird hier die Geschichte der Deutung des „Phänomens Frau“ durch die abendländliche Heilkunde und Philosophie. Vor allem am Beispiel der Menstruation lässt sich zeigen, wie natürliche Körpervorgänge dazu dienten, Frauen generell als krank oder gar defekt hinzustellen. Das geschah über die Jahrhunderte hinweg auf sehr unterschiedliche Weise – immer aber schön passend zum jeweiligen „Zeitgeist“. Martin Koradi schildert diese Zusammenhänge von der Antike bis in die Gegenwart. Medikalisierung als Krankerklärung der normalen Frau ist auch heute noch (und wieder zunehmend) ein wichtiges Thema.
Ans Herz gelegt werden soll diese kleine Einführung in die Kulturgeschichte der Frauenheilkunde besonders Fachleuten aus Medizin, Krankenpflege und Naturheilkunde. Profitieren von der Auseinandersetzung mit diesem Thema werden aber auch alle Männer und Frauen, die am Verhältnis von Mann und Frau in Vergangenheit und Gegenwart interessiert sind. Und wer ist davon nicht schon in irgendeiner Form betroffen?
Martin Koradi leitet in Winterthur am „Seminar für Integrative Phytotherapie“ Lehrgänge für Berufsleute aus Krankenpflege, Naturheilkunde und Medizin. Er führt offene Exkursionen und Kurse für alle am Thema „Heilpflanzenkunde“ interessierten Personen durch und leitet das „Forum für Naturheilkunde und Philosophie“.
Kursinfo: www.phytotherapie-seminare.ch
Buch bestellen: Zum Shop
Tags: abendländliche Heilkunde, Buchshop, Buchtipp, Eine kleine Einführung in die Kulturgeschichte der Frauenheilkunde, Exkursionen, Frau, Frauen, Frauenheilkunde, Geschichte, Heilen, Heilkunde, Heilpflanzen, Heilpflanzenkunde, Krankenpflege, Kulturgeschichte, Kurse, Männer, Männer und Frauen, Martin Koradi, Medizin, Naturheilkunde, Phänomen Frau im Wandel der Zeit, Philosophie, Phytotherapie, Seminar für Integrative Phytotherapie
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Freitag, September 24th, 2010
Verlagsbeschreibung
Paul U. Unschuld bietet in diesem Buch erstmals eine vergleichende Darstellung der Grundideen europäischer und chinesischer Heilkunst von der Antike bisin die Gegenwart. Das Buch vertritt die provozierende These, daß die grundlegendenmedizinischen Theorien nicht aus der medizinischen Beobachtung des menschlichenKörpers erwachsen konnten und stellt die Frage, welche anderen Faktorenzur Entstehung dieser Theorien beigetragen haben könnten. Das Bild, dassich der Mensch von seinem Körper macht, bedurfte stets eines Vorbildsaußerhalb dieses Körpers. Die Anregungen zur Deutung des menschlichen Organismusentstammen immer der Lebensumwelt und den Lebenserfahrungen der Menschen.Eine medizinische Theorie gilt als “wahr”, wenn sie die Lebensumwelt unddie Lebenserfahrung der Menschen widerspiegelt und gleichzeitig die Kenntnissevon den realen Strukturen des Körpers mit einbezieht. Wenn die “Wahrheit”medizinischer Theorien eng mit den verschiedenen Lebenswelten zusammenhängt,in denen sie entworfen werden, stellen sich Fragen: Darf dann die Gesundheitspolitik der gesamten Bevölkerung ein einziges medizinisches Ideensystem vorschreiben? Wird die “chinesische Medizin” in China und in der westlichen Welt langfristigeine Bedeutung als eigenständige Therapieform erlangen können? Welche Auswirkungenhat die Globalisierung auf das medizinische Denken? Zum Shop

Kommentar:
Was ist Medizin? – Westliche und östliche Wege der Heilkunst
Der Medizinhistoriker und Sinologe Paul U. Unschuld ist ein profunder Kenner der alten westlichen und chinesischen Heilsysteme. Dieses Buch ist aber nicht einfach ein medizinhistorisches Nachschlagewerk mit Jahreszahlen und Namen berühmter Ärzte. Unschuld schildert detailliert, wie das medizinische Denken in China entstand und die antike Viersäftelehre in Griechenland als Ursprung der abendländischen Medizintheorie. Unschuld zeigt, dass sowohl die westliche als auch die chinesische Medizintheorie aus den gesellschaftlichen und ökonomischen Lebensbedingungen und den Lebensentwürfen der Menschen entstanden sind. Also nicht durch Beobachtungen am menschlichen Körper. Beide Theorien sind soziomorph. Das heisst, sie bilden gesellschaftliche Strukturen ab., nicht Körperstrukturen. Unschuld ist daran interessiert, was diesen Theorien den „Wahrschein“ verleiht, sie als wahr erscheinen lässt. Und er findet die Gründe dafür in den gesellschaftlichen Strukturen. Aus der griechischen Polis, dem Stadtstaat, stammt beispielsweise das Harmonieprinzip der Viersäftelehre. Die chinesische Medizintheorie ist abgeleitet aus den Hierarchien, Verkehrswegen und Güterströmen im Kaiserreich. Unschuld zeigt nicht nur die Unterschiede, sondern auch verblüffende Parallelen auf zwischen der westlichen und der chinesischen Medizintradition.
Ein sehr spannendes, interessantes und gehaltvolles Buch.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
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Freitag, September 24th, 2010
Verlagsbeschreibung
Die Beiträge dieses Bandes fokussieren in historischer Perspektive auf Geschlechterverhältnisse im Umgang mit Arzneimitteln. In den Fallstudien, die zeitlich vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reichen, wird das schöne Geschlecht” zum einen repräsentiert durch aktiv handelnde und behandelnde Frauen: Subjekte einer durch die Gesetze nicht immer so vorgesehenen pharmazeutischen Praxis, wie sie durch die hier versammelten Studien sichtbar werden, sind z.B. Leserinnen eines mittelalterlichen Kräuterbuchs, Leserinnen und Autorinnen von gedruckten pharmazeutischen Informationen in der Frühen Neuzeit, adelige Laborantinnen sowie Pfuscherinnen”, die entgegen den Bestimmungen Arzneien herstellten und anwendeten.
Zum anderen richtet sich der Blick auf Frauen mit ihren spezifischen Krankheiten und therapeutischen Bedürfnissen: Beleuchtet werden etwa die Therapie der Unfruchtbarkeit, die Geschichte des Salbeis, des Hirtentäschels und anderer pflanzlicher Drogen sowie geschlechtsspezifische Therapien in der frühen Homöopathie. Insgesamt bestätigt sich die These einer bis weit ins 19. Jahrhundert reichenden Vielfalt des therapeutischen Handelns und der therapeutischen Ansätze.
Es zeigt sich auch, dass Versuche, Frauen aus dem pharmazeutischen und medizinischen Handeln auszuschließen, nie vollständig gelungen sind, auch wenn im 19. Jahrhundert mit der Vereinheitlichung des Medizinalwesens und der pharmazeutisch-medizinischen Wissenschaften die Ausschluss- und Normalisierungsverfahren effektiver wurden. Zum Shop

Kommentar:
Arzneien für das „schöne Geschlecht“Geschlechterverhältnisse in Phytotherapie und Pharmazie vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert
Wer sich für die Geschichte der Pflanzenheilkunde und/oder der Gynäkologie interessiert, wird an diesem Buch wohl Interesse haben. Es versammelt 11 Aufsätze rund um das Thema Heilpflanzen für Frauen. Einige Beispiele aus dem Inhaltsverzeichnis dürften den spannenden Inhalt gut illustrieren:
- Heilpflanzen in der Gynäkologie. Darstellung und Indikation einiger exemplarischer Frauenkräuter in einer spätmittelalterlichen Handschrift.
– Der Kampf gegen die Unfruchtbarkeit. Zeugungs-Theorien und therapeutische Massnahmen von den Anfängen bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts.
– „Es mehret die Milch“ – Zum Kräuterwissen in Hebammenbüchern.
– Das Hirtentäschel 1550 – 1850 und die Pharmacia selecta.
– Geschichte pflanzlicher Arzneimittel für Frauen am Beispiel Salbei.
– Pflanzliche Drogen in Gynäkologie und Geburtshilfe („Drogen“ hier im ursprünglichen Sinne von „Heilpflanzen“, M.K.). Wirkstoffbezogene Untersuchung traditioneller Heilpflanzen der Gynäkologie und Geburtshilfe.
– Pharmazeutische Literatur für Frauen von Brunfels bis zu den Damen-Konversationslexika.
– ….(adelige) Frauen als Laboranten und ihre Rezeptbücher.
– Geschlechtsspezifische Therapie bei Samuel Hahnemann in der Frühzeit der Homöopathie.
– Frauenmedizin im Visier der medizinischen Polizei.
Diese Publikation bietet kein vollständiges, geschlossenes Bild von der Pflanzenheilkunde im Bereich der Gynäkologie, aber eine Fülle an interessanten Einblicken. Teilweise werden die Angaben aus der alten Literatur verglichen mit dem gegenwärtigen Stand der Phytotherapie. Wertvoll ist vor allem die Einbettung der geschichtlichen Angaben in den historischen Kontext. Diese Einbettung fehlt heute oft, wenn Angaben aus alten Kräuterbüchern einfach isoliert und ohne näheres Verständnis der Zeitumstände in die Gegenwart übertragen werden.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Montag, September 20th, 2010
Verlagsbeschreibung
Bioethische Fragestellungen sind in der öffentlichen Diskussion stark präsent. Dazu zählen Fragen der Medizinethik – wie Geburtenkontrolle, Transplantationsmedizin oder Sterbehilfe -, der Tierethik und der Umweltethik. Der Band führt in die Argumentationsweise der Bioethik ein und bezieht zu den bestehenden Positionen fundiert Stellung. Für viele bioethische Probleme gibt es keine Patentlösungen – diese werden der Komplexität des Lebens nicht gerecht. Wuketits argumentiert im Geist einer kritischen Aufklärung und wendet sich gegen jeden moralischen Fundamentalismus. Seine kritische Einführung in die Bioethik ist ein Plädoyer für Offenheit und Skepsis bei schwierigen ethischen Fragen. Zum Shop

Kommentar:
Bioethik
Zur Bioethik zählen die Medizinethik (z.B. Geburtenkontrolle, Transplantationsmedizin, Sterbehilfe), die Tierethik und die Umweltethik). Franz M. Wuketits bietet eine solide kritische Einführung in diese Themen und er benutzt dazu eine verständliche Sprache. Es sind sehr aktuelle Themen die es brauchen, dass wir uns mit ihnen auseinandersetzen. Auch wenn es wie so oft in ethischen Fragen keine einfachen Lösungen gibt. Wichtig wäre also mehr Mut, sich komplexen und widersprüchlichen Situationen zu stellen, damit simple Schwarz-Weiss-Haltungen weniger Platz haben. Dazu kann auch dieses kleine Buch ein Stück beitragen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Montag, September 20th, 2010
Verlagsbeschreibung
In der traditionellen Ethik ging es um den Respekt, den Menschen Menschen schulden. Nun werfen aber Tierversuche, Massentierhaltung, Wald- und Artensterben, die Zerstörung von Landschaften und die Veränderung des Erdklimas die Frage auf, ob der Mensch wirklich nur anderen Menschen Respekt schuldet. Gebührt nicht auch der Natur Ehrfurcht? Muß der Anthropozentrismus der traditionellen Ethik nicht überwunden werden? Dieser Band stellt wichtige Texte der angelsächsischen und deutschen Kontroverse zu dieser Frage zusammen. Sowohl Fürsprecher als auch Gegner eines moralischen Status der Natur kommen zu Wort. Zum Shop

Kommentar:
Naturethik
Naturethik ist ein Teil der Naturphilosophie. Im Zentrum der Naturethik steht die Frage nach einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur. Das macht die Naturethik angesichts wiederkehrender Umweltprobleme und –krisen aktuell.
Angelika Krebs hat in diesem Buch Texte anderer Autoren zusammengestellt, welche die gegenwärtig wichtigsten Grundpositionen innerhalb der Naturethik vertreten. Eine der zentralsten Fragen ist dabei:
Soll der Mensch die Natur vor allem im eigenen Interesse schützen, weil er auf sie in verschiedenster Hinsicht angewiesen ist? Das ist ein anthropozentrisches Argument.
Oder muss die Natur um ihrer selbst willen geschützt werden, weil sie einen Wert an sich darstellt? Das ist ein physiozentrisches Argument.
Diese Frage ist komplexer als sie den manchen Vertretern der anthropozentrischen oder physiozentrischen Variante erscheint.
Die Texte sind für philosophieferne Personen oft keine leichte Kost. Meine Empfehlung: Beginnen Sie mit dem Kapitel „Naturethik im Überblick“ von Angelika Krebs selbst (Seite 337 – 379). Das scheint mir eine ausgezeichnete Zusammenfassung.
Wer mit Heilpflanzen zu tun hat wird sich wohl gelegentlich Gedanken machen zum Umgang mit der Natur. Insofern scheint mir das Thema „Naturethik“ spannend und bedeutsam für Menschen, die sich mit Pflanzenheilkunde / Phytotherapie befassen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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