Artikel mit Schlagwort ‘Buch’
Freitag, Dezember 16th, 2011
Lebkuchen ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Für die Herstellung zentral ist die Gewürzmischung, welche sich hauptsächlich wie folgt zusammensetzt:
Anis, Sternanis, Zimt, Gewürznelke, Kardamom und Muskat. In Lebkuchen-Rezepten können auch noch Ingwer, Koriander, Piment oder auch schwarzer Pfeffer enthalten sein.
Der Pharmavista-Newsletter veröffentlichte ein einfaches Lebkuchen-Rezept zum Ausprobieren:
Lebkuchen-Teig:
- 150g Honig
- 75g brauner Zucker
- 25g Butter
- Je 1 Prise gemahlener Ingwer, Zimt, gemahlene Gewürznelken, gemahlener schwarzer Pfeffer, ½ TL Kardamom (oder eine fertige Lebkuchenmischung)
- 375 g Mehl
- 1 Eigelb
- 1 TL Ammoniumbicarbonat oder Natriumbicarbonat (Natron)
- 50g Puderzucker gesiebt
- 1 TL Zitronensaft
Zubereitung des Lebkuchens:
- Honig, Zucker und Butter in einer Pfanne erhitzen und dabei die Masse glattrühren.
- Gewürze hineinrühren, abkühlen lassen.
- Zwei Drittel des Mehls in eine Schüssel sieben, das Eigelb und die Honigmasse dazugeben.
- Das Ammoniumbicarbonat in einem Löffel voll heissem Wasser auflösen und dazufügen.
- Die Masse kneten und dabei das übrige Mehl einarbeiten.
- Dann den Teig 1cm dick auswallen, Guetzli ausstechen und auf ein bemehltes Backblech legen.
- Im vorgeheizten Backofen bei 160°C während 10-12 Minuten backen.
- Zum Schluss Puderzucker und Zitronensaft mischen und die abgekühlten Guetzli damit bestreichen.
Quellen:
_Epices, aromates et condiments; M.-P. Arvy/F. Gallouin ; Belin
_Das grosse Buch der Gewürze; J.Normann ; AT Verlag, Aarau
_Gewürzdrogen; E. Teuscher; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart
Quelle:
http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=4480&NMID=2316&LANGID=2
Kommentar & Ergänzung:
Der Lebkuchen hat auch eine interessante Geschichte:
„ Erste schriftliche Zeugnisse von kleinen gewürzten Honigkuchen entstanden um 350 v. Chr., doch bereits die alten Ägypter haben honiggesüßte Kuchen gekannt, wie man aus Grabbeigaben weiß. Die Römer kannten den panus mellitus: Honig wurde auf einen Kuchen gestrichen, dann mit dem Kuchen mitgebacken. Anders als heute wurde der Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit verzehrt, sondern auch zu Ostern oder anderen Zeiten. Die Lebkuchen waren ein Bestandteil der Fastenküche und wurden z. B. zu starkem Bier serviert.
Der Lebkuchen in der heute noch bekannten Form wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden, dann von den Aachenern übernommen und abgewandelt (siehe Aachener Printen) und schließlich von den fränkischen Klöstern übernommen und nochmals leicht abgewandelt. Die Nonnen stellten das Gebäck als Nachtisch her. Als „Pfefferkuchen“ wird es bereits 1296 in Ulm erwähnt, und im 14. Jahrhundert ist der Lebkuchen in und um Nürnberg bekannt, wo er in Männerklöstern gebacken wurde. Der Nürnberger Lebkuchen hat seinen Ursprung im nahen Kloster in Heilsbronn. Lebkuchen war wegen seiner langen Haltbarkeit beliebt, denn er konnte gelagert werden und wurde in schlechten Zeiten von den Mönchen verteilt.
Da für die Herstellung seltene Gewürze aus fernen Ländern benötigt wurden, haben vor allem Städte an bedeutenden Handelsknotenpunkten eine lange Lebkuchentradition. Außer Nürnberg und Pulsnitz gehörten dazu Augsburg, Ulm, Köln und Basel. In München wird bereits 1370 im Steuerverzeichnis ein „Lebzelter“ aufgeführt, also ein Lebkuchenbäcker. Während in München das Gebäck mit Formen ausgestochen und mit buntem Zucker verziert wurde, dekorierte man die Nürnberger Kuchen mit Mandeln oder Zitronat.
Bekannt waren auch die Thorner Lebkuchen, auch als Thorner Pflastersteine bekannt, aus der westpreußischen Stadt Thorn (seit 1919 Toruń, Polen), die nach dem Kloster der heiligen Katharina von Alexandrien den Beinamen Kathrinchen trugen.
Lebkuchen (mittelhochdeutsch Lebkuoche) wurden in Klosterbäckereien, wo man schon Hostien anfertigte, ebenfalls auf Oblaten gebacken. In Süddeutschland und Österreich nannte man die flachen Kuchen Zelte(n) und somit die Bäcker Lebzelter. Die Lebküchler oder Lebzelter waren in Zünften vereinigt.
Das Aufkommen des Backpulvers Ende des 19. Jahrhunderts hatte auch einen Einfluss auf die Entwicklung des Lebkuchens. Das Backpulver ließ den würzigen Teig in die Höhe treiben. Hierdurch entstanden viele Gebäckvarianten, die in Geschmack und Konsistenz zum Teil dicht, zum Teil weiter vom ursprünglichen Lebkuchen entfernt sind, wie zum Beispiel zahlreiche Honig- oder Gewürzkuchenvarianten.“
(Quelle: Wikipedia)
Ausserdem gibt es beim Thema Lebkuchen noch einen spezifischen Bezug in die Schweiz zu den „Basler Leckerli“ und „Appenzeller Biberli“:
„In der Schweiz sind auch Lebkuchen-Weihnachtsmänner weit verbreitet. Auf ein Lebkuchenstück wird ein Papierweihnachtsmann mit Gummi arabicum aufgeklebt. Diese Tradition reicht zurück bis Mitte des 19. Jahrhunderts. International bekannt sind Basler Leckerli und Biberli.“
(Quelle: Wikipedia)
Alle in den Lebkuchen verwendeten Gewürze gehören auch zu den Heilpflanzen, wobei ich aber nicht soweit gehen wurde, Lebkuchen, Basler Leckerli und Appenzeller Biberli als Naturheilmittel zu propagieren. Das ginge dann doch zu weit.
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:
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Montag, Oktober 18th, 2010
Verlagsbeschreibung
Die Alternativmedizin boomt. Immer mehr Menschen verlassen sich auf die Kräfte sanfter Therapien: sei es klassische Homöopathie oder Traditionelle Chinesische Medizin, seien es heilkräftige Steine oder Sauerstofftherapien. Mit diesem Standardwerk, das Bestsellerautor Simon Singh gemeinsam mit dem weltweit ersten Professor für Alternativmedizin, Edzard Ernst, geschrieben hat, können sich endlich auch Laien ein Urteil über die verschiedenen Wege der Naturheilkunde bilden. Singh und Ernst zeigen auf, welche Behandlungsmethoden helfen, welche nicht helfen und welche schaden. Ein Serviceteil am Ende des Buches präsentiert alle wichtigen Informationen über 37 alternative Heilverfahren. Zum Shop

Gesund ohne Pillen – Was kann die Alternativmedizin?
Kommentar:
Edzard Ernst ist Professor für Alternativmedizin an der Universität Exeter und für viele Leute aus der Komplementärmedizin ein rotes Tuch. Aber mir scheint, dass eine offenere Auseinandersetzung mit Kritik der Komplementärmedizin gut tun würde.
Im Buch „Gesund ohne Pillen – was kann die Alternativmedizin“ befasst sich Edzard Ernst vor allem mit Akupunktur, Homöopathie, Chiropraktik und Phytotherapie. Ernst hat vorliegende Studien zu diesen Bereichen ausgewertet und kommentiert sie. Unangemessen finde ich die Kapitelüberschriften „Die Wahrheit über Akupunktur“, „Die Wahrheit über Homöopathie“ etc.
Die endgültige und ewiggültige Wahrheit können auch Studien und Metastudien nicht bieten. Der Wissenschaftsphilosoph Karl Popper (1902 – 1994) hat zum Stichwort Wahrheit immer wieder auf den Ausspruch von Xenophanes (etwa 570 v. u. Z. bis etwa 470 v .u. Z) hingewiesen:
“Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch und wird keiner erkennen
Über die Götter und alle die Dinge, von denen ich spreche.
Sollte einer auch einst die vollkommenste Wahrheit verkünden,
Wissen könnt’ er das nicht: Es ist alles durchwebt von Vermutung.”
Das gilt meines Erachtens auch für das Buch von Edzard Ernst und Simon Singh. Aber wie schon erwähnt, halte ich es für empfehlenswert, sich mit dieser Kritik und den vorgebrachten Argumenten ernsthaft auseinanderzusetzen. Ernst wurde vor allem von Exponenten der Homöopathie, die er sehr kritisch beurteilt hat, ziemlich bös persönlich diffamiert. Diese Reaktion findet man leider in der Komplementärmedizin immer wieder: Statt sich mit kritischen Argumenten auseinanderzusetzen wird der Kritiker als Person attackiert.
Als Dozent für Phytotherapie habe ich es mit dem Buch von Ernst und Singh aber wohl auch einfacher. Der Phytotherapie nämlich gesteht Ernst bei aller Kritik durchaus Wirkungen zu.
Jenseits aller Methodenstreitereien interessant sind das erst und das letzte Kapitel dieses Buches:
Wie findet man die Wahrheit heraus?
Warum nach der Wahrheit fragen?
Diese Themen werden informativ dargestellt und sind lohnenswert. Denn solche Fragen stellen sich auch für die Bereiche Naturheilkunde & Komplementärmedizin.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Akupunktur, Alternativmedizin, Buch, Buchshop, Buchtipp, Chiropraktik, Die Wahrheit über Akupunktur, Die Wahrheit über Homöopathie, Edzard Ernst, gesund, Gesund ohne Pillen - was kann die Alternativmedizin? Simon Singh, Gesundheit, Gesundheitsberufe, Heilkräuter, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen, Heilpflanzen-Seminar, Heilverfahren, Homöopathie, Karl Popper, Klinik, Komplementärmedizin, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kritik, Medizin, Metastudien, Naturheilkunde, Palliative Care, Pflanzenheilkunde, Pflege, Pflegeheim, Philosophie, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Pillen, Psychiatrische Klinik, Sauerstofftherapien, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Therapien, Traditionelle Chinesische medizin, Universität Exeter, Wahrheit, Weiterbildung, Winterthur, Wissenschaftsphilosoph, Zürich
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Montag, Oktober 18th, 2010
Verlagsbeschreibung:
Der große Sachbuch-Bestseller aus Großbritannien: Endlich wird entlarvt, wie uns Pseudo-Wissenschaftler belügen, um uns Medizin- und Kosmetikprodukte zu verkaufen “Von Zahnärzten empfohlen”.”Von Dermatologen getestet”. Doch mit welchem Ergebnis? Woher wissen wir, ob uns eine medizinische Behandlung hilft? Wie können wir überprüfen, was uns alternative Heilmethoden wie zum Beispiel die Homöopathie versprechen? Und warum glauben kluge, kritische Menschen hanebüchene Dinge, nur weil “die Wissenschaft” sie angeblich bewiesen hat? Ben Goldacre entlarvt mit so viel Witz wie Wissen die zweifelhafte Wissenschaft hinter vermeintlich geprüften und bewiesenen Fakten und zeigt uns, wie wir mit eigenen Mitteln schlechte von guter Wissenschaft unterscheiden können. Zum Shop

Die Wissenschaftslüge
Kommentar:
Keine Frage: Wir werden nach Strich und Faden durch „Pseudowissenschaft“ über’s Ohr gehauen. „Von Wissenschaftlern bewiesen“, das ist ein Verkaufsslogan, der fast immer zieht, auch wenn er oft nicht wahr ist.
Wie unterscheidet man seriöse von schlechter Wissenschaft? Und wie merkt man, wenn angeblich bewiesene und geprüfte Fakten nicht halten, was sie versprechen?
Ben Goldacre zeigt die Tricks mit den pseudowissenschaftlichen Versprechen an Beispielen aus Medizin, Kosmetik, Pharmaindustrie, aber auch aus Methoden und Verfahren der Komplementärmedizin wie Brain Gym und Homöopathie. Er beschreibt, wie die Medien Ergebnisse aus der Wissenschaft oft verzerrt darstellen und wie Umfragen und Statistiken so durchgeführt werden, dass erwünschte Resultate heraus kommen.
Selbstverständlich wird auch wer dieses Buch gelesen hat nicht jeden Trick durchschauen. Aber eine Sensibilisierung für pseudowissenschaftliche Täuschung kann das Buch bewirken und das ist schon etwas wert.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Ben Goldacre, Buch, Buchshop, Buchtipp, Dermatologen, Die pseudo-wissenschaftlichen Versprechungen von Medizin, Die Wissenschaftslüge, Gesundheitsberufe, Heilkräuterkurse, Heilmethoden, Heilpflanzen, Heilpflanzen-Seminar, Homöopathie, Klinik, Komplementärmedizin, Kosmetik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kurse, Medizin, Medizin- und Kosmetikprodukte, Naturheilkunde, Palliative Care, Pflanzenheilkunde, Pflege, Pflegeheim, Pharma- und Kosmetikindustrie, Pharmaindustrie, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Pseudo-Wissenschaftler, Psychiatrische Klinik, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Versprechenungen, Weiterbildung, Winterthur, Wissenschaft, Wissenschaftslüge, Zahnärzten, Zürich
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Montag, Oktober 18th, 2010
Verlagsbeschreibung:
Würden Sie Ihren Körper bei jemandem unters Messer legen, der nicht Medizin studiert hat, sondern aus spiritueller Eingebung zu wissen glaubt, wo er schneiden muss? Wohl kaum. Aber viele Menschen tun dies mit ihrer Seele: Sie suchen Hilfe bei selbsternannten Psychoheilern. Heike Dierbach hat neun populäre “Pseudo-Therapien”, die die Patienten schwer schädigen können, genauer untersucht: die Atemtechnik Rebirthing, das Familienstellen nach Hellinger, die Festhaltetherapie, das Channeln/Engeltherapie, die Reinkarnationstherapie, den Hoffman-Quadrinity-Prozess, Fernheilung sowie die Techniken “The Work” und “The Secret”. Sie warnt vor den Risiken dieser Methoden und zeigt auch, wie sinnvolle therapeutische Hilfe aussehen kann und wo man sie findet. Zum Shop

Die Seelenpfuscher
Kommentar:
Im weiten Feld zwischen Psychotherapie, Esoterik / Spiritualität und Naturheilkunde / Komplementärmedizin gibt es eine grosse Vielfalt von angebotenen Verfahren. Darunter sind auch viele ausgesprochen fragwürdige Methoden. Für Interessentinnen und Interessenten ist es oftmals sehr schwierig, sich über die Qualität und Seriosität der Angebote ein fundiertes Urteil zu bilden. Das Buch von Heike Dierbach kann hier eine wertvolle Hilfe sein.
In eigenen Abschnitten werden vorgestellt:
Rebirthing, Festhaltetherapie nach Jirina Prekop, Familienaufstellung nach Bert Hellinger, The Secret, Hoffman-Quadrinity-Prozess, Reinkarnationstherapie, The Work, Channeln / Engeltherapie, Fernheilung.
Wichtig sind aber auch die Kapitel über „Typische Eigenschaften von Pseudo-Therapien“ und „Die häufigsten Argumente der Anhänger von Pseudotherapien“. Aus diesen Kapiteln kann man nämlich Schlüsse ziehen, die sich auch auf andere Pseudo-Therapien übertragen lassen.
Ich habe mich selber einige Jahre im „Psychokuchen“ bewegt und auch Psychotherapie-Ausbildungen absolviert. In dieser Zeit habe ich Wertvolles gesehen und erlebt, aber auch viel „Schrott“ und grandiose Selbstüberschätzung. von Trainern und Therapeuten.
Darum kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Schau genau hin, worauf du dich einlässt.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Montag, Oktober 18th, 2010
Verlagsbeschreibung:
Viele Überzeugungen der alternativen Medizin und Esoterik stellen eine extreme Herausforderung der heutigen Wissenschaft dar. Wenn ihre zentralen Aussagen, insbesondere die der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin, zutreffen, muß die heutige Physik in wichtigen Aspekten falsch oder doch zumindest grob unvollständig sein. Dies gilt um so mehr für streng esoterische Verfahren, wie z.B. die der Geistfernheilung oder des Pendelns.
Martin Lambeck erläutert die wichtigsten Aspekte und Phänomene, aus denen sich das besondere Spannungsverhältnis von moderner Physik einerseits und alternativer Medizin und Esoterik andererseits speist, und beschreibt Möglichkeiten, wie der Streit vernünftig ausgetragen und entschieden werden könnte. Ein spannend-provokatives Buch über eine ebenso lange wie heftige Kontroverse, in der es keineswegs nur um wissenschaftliche Wahrheit, sondern auch um die Gültigkeit von Weltbildern geht. Zum Shop

Kommentar:
Irrt die Physik? – Über alternative Medizin und Esoterik
Martin Lambeck sieht sich als Physiker herausgefordert durch Verfahren wie Homöopathie oder Anthroposophische Medizin, die in vielen Bereichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zuwider laufen. Stimmen die Theorien von Homöopathie und Anthroposophischer Medizin, muss die heutige Physik in wesentlichen Teilen falsch sein. Lambeck ortet hier eine Spannung, die nach einer Klärung ruft, denn beide Seiten können nicht recht haben. Er lehnt die im Buch beschriebenen Verfahren nun aber nicht einfach ab, sondern sinnt nach Möglichkeiten, wie sich die offenen Fragen klären liessen. Dabei vermittelt er auf gut verständliche Art grundlegende Informationen über Homöopathie, Anthroposophische Medizin, die Kosmologie von Rudolf Steiner, aber auch über Parapsychologie, Erdstrahlen, Wünschelruten, Pendel, Feng Shui usw. Das Wissen um die grundlegenden Theorien von Verfahren der Komplementärmedizin wie Homöopathie und Anthroposophischer Medizin ist auch bei den Anwendern dieser Methoden häufig sehr schwach. Aber aufgepasst, Lambeck ist ein kritischer Geist. Er schreibt jedoch mit Humor und ohne Verbissenheit. Für engdenkende Anhänger der beschriebenen Verfahren enthält das Buch aber wohl durchaus einen gewissen Provokationsfaktor.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Tags: Alternativen, alternativen Medizin, anthroposophischen Medizin, Band 1540, Beck Reihe, Buch, Buchshop, Buchtipp, Erdstrahlen, Esoterik, Exkursionen, Feng Shui, Geistfernheilung, Geistheilen, Gesundheitsberufe, Heilen, Heilkräuter, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Heilpflanzenkurse, Homöopathie, Humor, Irrt die Physik?, Klinik, Komplementärmedizin, Kosmologie, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Martin Lambeck, Medizin, Naturheilkunde, Palliative Care, Parapsychologie, Pendel, Pendelns, Pflanzenheilkunde, Pflege, Pflegeheim, Physik, Physiker, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Rudolf Steiner, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Über alternative Medizin und Esoterik, Weiterbildung, Winterthur, Wissenschaft, Wünschelruten, Zürich
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Montag, Oktober 18th, 2010
Verlagsbeschreibung
Voodo-Medizin und Junk-Pharmazie sind im Vormarsch. Alle ihre Vertreter, aber auch deren Anhänger sind “so gut” und wollen nur “das Beste”. Aber: Sind und wollen sie das auch wirklich? Nun haben auch der vielgepriesene Markt und der demokratische Staat diese “vielversprechenden” Bereiche entdeckt. Der Markt treibt via offizieller Gesundheitspolitik die Behörden vor sich her. Diese geben den schwarzen Peter des Unwissenschaftlichen dem ahnungslosen Wähler (und Käufer) weiter, und der darf nun über Qualität von Mitteln und Therapien abstimmen, von denen er keine Ahnung hat. Ein skeptischer Blick hinter die Kulissen zeigt, daß dieses Spiel ein Uraltrenner ist und der Spruch “Wer heilt, hat recht” ein ebenso oft bemühter Kalauer, der mit Wissenschaftlichkeit aber auch gar nichts am Hut hat. Der Geschädigte ist nämlich immer der Nicht-Geheilte, weil nach wie vor Kranke … Denn: Glaube mag vielleicht Berge zu versetzen, aber nicht Kranke – klinisch – gesund zu machen! Wem allerdings der bloße Glaube an seine “Gesundheit” genügt, soll sich ruhig weiterhin in eingebildeter Sicherheit wiegen und sich das Geld aus der Tasche ziehen lassen … Zum Shop

Kommentar:
Der Pillendreh
Dass Naturheilmittel, die via Internet gekauft werden, oft von sehr fragwürdiger Qualität sind, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Wie sieht es aber aus, wenn Naturheilmittel oder Präparate der Komplementärmedizin in Apotheken und Drogerien erstanden werden?
Viele Konsumentinnen und Konsumenten glauben, dass diese Fachgeschäfte nur Naturheilmittel von geprüfter Qualität anbieten.
Das aber ist eine grosse Täuschung. Ein grosser Teil der Naturheilmittel in Apotheken und Drogerien wird verkauft, ohne dass dafür auch nur ansatzweise Belege für ihre Wirksamkeit vorliegen. Konsumentinnen und Konsumenten müssen dies wissen und Transparenz an diesem Punkt wäre sehr wünschenswert. Es sollte klar deklariert werden, welche Naturheilmittel in ihrer Wirksamkeit belegt sind und welche nur von rein spekulativen Versprechungen getragen werden. Aber leider sind wir von einer solchen Transparenz meilenweit entfernt.
Konsumentinnen und Konsumenten, welche sich nicht durch leere Versprechungen an der Nase herum führen lassen wollen, kommen daher nicht darum herum, sich selber schlau zu machen.
Das Buch von Apotheker Edmund Berndt schärft die Wahrnehmung für diese Fragen und ist deshalb wertvoll, auch wenn es von dogmatischen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Lager der Komplementärmedizin zweifellos als Provokation empfunden werden wird.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
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Tags: "Wer heilt hat recht", Apotheken, Buch, Buchshop, Buchtipp, Der Pillendreh, Drogerien, Edmund Berndt, Eine Apotheker packt aus, gesund, Gesundheit, Gesundheitsberufe, Gesundheitspolitik, Heilkräuter, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Kurse, Heilpflanzen-Seminar, Junk-Pharmazie, Klinik, Komplementärmedizin, Konsumenten, Konsumentinnen, Kranke, Krankenpflege, Krankheit, Kräuterexkursionen, Medikamente, Medizin, Naturheilkunde, Naturheilmittel, Palliative Care, Pflanzenheilkunde, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Pillen, Präparate, Psychiatrische Klinik, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Täuschung, Therapien, Versprechungen, Voodo-Medizin, Weiterbildung, Winterthur, Zürich
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Freitag, Oktober 1st, 2010
Verlagsbeschreibung
Prof. Dr. Heinz Schilcher ist der führende Fachmann und -autor im Bereich der Pflanzenheilkunde in Europa. Das von ihm bei Hädecke erschienene »Kleine Heilkräuter-Lexikon« ist seit Jahren für Fachleute und Laien ein wichtiges Referenzbuch der Pflanzenheilkunde.
Ralf Hiener entstammt einer Schwarzwälder Gastronomenfamilie, erlernte den Beruf des Kochs von der Pike auf und sammelte während seiner Wanderjahre Erfahrungen in der Verwendung besonderer Kräuter und Gewürze. Sein Talent, aus zunächst ungewöhnlich erscheinenden Zutaten kreative Rezepte zu entwickeln, stellt er mit seinen Büchern über das Kochen mit Hanf oder mit Wildkräutern unter Beweis. Zum Shop

Kommentar:
Ingwer – Gesundheit & Genuss
Dieses schön gestaltete Buch enthält zahlreiche Rezepte für Ingwer-Gerichte.
Aus Sicht der Phytotherapie interessant ist das Kapitel von Prof. Heinz Schilcher über Ingwer als Heilpflanze.
Schilcher streift die Geschichte des Ingwers als Heilpflanze, beschreibt die Botanik und die Inhaltsstoffe, vor allem ätherisches Öl und Scharfstoffe (Gingerole). Anschliessend führt er die verschiedenen Ingwerzubereitungen auf:
- Geriebener, frischer Ingwerwurzelstock
- Frischpflanzen-Presssaft aus Ingwer
- Ingwerpulver
- Ingwertee
- Ingwertinktur
- Ingwer-Kompressen
- Ätherisches Ingweröl
Es gibt auch einen Abschnitt über Ingwer als Lebensmittel, doch ist Heinz Schilcher als einer der profiliertesten Vertreter der universitären Phytotherapie vor allem sehr fundiert im Kapitel über Ingwer als Arzneimittel. Im Abschnitt „Traditionelle Anwendung“ geht es um Ingwer in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), zum Beispiel bei Migräne, Durchfall, Asthma und Menstruationsbeschwerden, in der Ayurveda-Medizin (z. B. Rheuma, Entzündungen, Gliederschmerzen, Wunden) und in der europäischen Volksmedizin (z. B. bei Verdauungsstörungen). Im Abschnitt „Wissenschaftlich erwiesene Wirkungen“ beschreibt Schilcher die Wirkung des Ingwers gegen Brechreiz, bei Magenbeschwerden und gegen Entzündungen.
Interessant ist der Hinweis auf eine Wirkung des Ingwers bei Herpes (Fieberbläschen): „ Ätherisches Ingweröl wirkt gegen Herpesviren, was in einer im Jahre 2007 publizierten mikrobiologischen Untersuchung eindrucksvoll festgestellt wurde. Hier war ätherisches Ingweröl gegenüber Acyclovir-resistenten Herpes-simplex-Viren vom Typ I (HSV I) wirksam.“
Diese Buchbesprechung ist wohl aus meinem eigenen Hintergrund ziemlich „Phytotherapie-lastig“. Die kulinarischen Ingwerrezepte sehen aber auch sehr verlockend aus.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Tags: Arzneimittel, Asthma, Ätherisches Ingweröl, ätherisches Öl, Ayurveda-Medizin, Brechreiz, Buch, Buchshop, Buchtipp, Durchfall, Entzündungen, Exkursionen, Fieberbläschen, frischer Ingwerwurzelstock, Frischpflanzen-Presssaft aus Ingwer, Genuss, Geriebener, Gesundheit, Gesundheit und Genuss von Ralf Hiener, Gesundheitsberufe, Gewürze, Gingerole, Gliederschmerzen, Hanf, Heilkräuterkurse, Heilpflanze, Heilpflanzen-Seminar, Heinz Schilcher, Herpes, Herpesviren, Ingwer, Ingwer-Gerichte, Ingwer-Kompressen, Ingwerpulver, Ingwertee, Ingwertinktur, Ingwerwurzelstock, Ingwerzubereitungen, Inhaltsstoffe, Kleine Heilkräuter-Lexikon, Klinik, Kochen, Krankenpflege, Kräuter, Kräuterexkursionen, lebensmittel, Magenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Naturheilkunde, Palliative Care, Pflanzenheilkunde, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Prof. Dr. Heinz Schilcher, Psychiatrische Klinik, Referenzbuch, Rezepte, Rheuma, Scharfstoffe, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, TCM, Traditionellen Chinesischen Medizin, Verdauungsstörungen, Weiterbildung, Wildkräutern, Winterthur, Wunden, Zürich
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Freitag, Oktober 1st, 2010
Verlagsbeschreibung
Arzneidrogen bewährt und brandaktuell
Die Erkenntnisse über arzneilich verwendete Pflanzen und Drogen nehmen rasant zu und zwar sowohl hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe als auch ihrer Wirkungen. Herausgeber und Autoren tragen diesem Umstand Rechnung und haben ihr weltweit bekanntes Nachschlagewerk vollständig überarbeitet. 22 der insgesamt 234 Arzneidrogen sind neu hinzu gekommen, darunter Traubensilberkerzen-Wurzelstock, Sägepalmenfrüchte und Pelargoniumwurzel. Die Angaben zu den Indikationen werden nunmehr in Wirkungen, Wirksamkeit, Anwendungsgebiete sowie Neben- und Wechselwirkungen untergliedert. 700 neu ausgewertete Literaturstellen zeugen vom Wissenszuwachs bei den Arzneipflanzen.
Längst ist der Wichtl als Klassiker in Apotheken, Industrie, Behörden und Instituten und nicht zuletzt in Ausbildung und Studium ein unverzichtbarer Begleiter. Der Wichtl ist mehr als ein Standard-Nachschlagewerk, das … für alle, die mit Teedrogen und den daraus hergestellten Phytopharmaka befasst sind, unentbehrlich ist.
Arzneimittelforschung/Drug Research. Zum Shop

Kommentar:
Teedrogen und Phytopharmaka
Der „Wichtl“ ist ein Klassiker unter den Phytotherapie-Fachbüchern, ein umfangreiches und schwergewichtiges Nachschlagewerk auf wissenschaftlicher Grundlage. Es werden 234 Heilpflanzen detailliert und auf dem neusten Stand des Wissens beschrieben.
Weil der Begriff Teedrogen immer wieder zu Missverständnissen führt, sei hier festgehalten, dass damit einfach getrocknete Heilkräuter gemeint sind. Zu Drogen im Sinne von „Betäubungsmitteln“ besteht kein Zusammenhang. Der „Wichtl“ beschreibt Heilpflanzen, die als Kräutertee oder als Bestandteil von Teemischungen verwendet werden, oder als Bestandteil von Heilpflanzen-Präparaten (Phytopharmaka).
Beschrieben werden unter anderem die Inhaltsstoffe der Pflanzen, ihre Wirkungen und ihre Indikationen (Anwendungsbereiche), allfällige unerwünschte Nebenwirkungen, Angaben zur Teezubereitung und zur Aufbewahrung der Heilpflanzen.
Der „Wichtl“ stellt die Heilpflanzen in alphabetischer Reihenfolge als Monografien (Einzelpflanzenbeschreibung) vor. Das Buch enthält keinen Organsystemteil, also keine Kapitel, welche von den Krankheitsbereichen her zu den einzelnen Pflanzen kommt.
Das Werk enthält zu jeder besprochen Heilpflanze Fotos der lebenden Pflanze in „Natura“, der getrockneten Pflanzenteile sowie oft auch noch mikroskopische Aufnahmen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
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Donnerstag, September 30th, 2010
Verlagsbeschreibung
Bert Hellinger gilt mit seiner besonderen Form der “systemischen Familienaufstellung” als absoluter “Superstar” der Therapieszene – jedenfalls sofern die Anzahl seiner Veröffentlichungen sowie die Zahl der nach seiner Methode arbeitenden “TherapeutInnen” zugrunde gelegt wird. Für die PatientInnen birgt die Behandlung “nach Hellinger” jedoch unwägbare Risiken: der ehemalige Missionar hat (ebenso wie die meisten seiner praktizierenden Anhänger) keine solide therapeutische Ausbildung und verstößt gegen einfachste Regeln der Psychotherapie. Stattdessen propagiert er ein erzreaktionäres Familienbild, in dem die Frau dem Mann untergeordnet ist, Konflikte nicht ausgesprochen werden dürfen und die eigene Situation als Schicksal “angenommen” werden muß. Selbst sexueller Mißbrauch und Vergewaltigung werden auf diese Weise als “Schicksalsereignis” dargestellt, für das der Täter letztlich nicht selbst verantwortlich sei. Seine “Erkenntnisse”, zu denen er nicht aufgrund wissenschaftlichen Studiums gelangt, sondern durch “höhere Eingebungen”, wendet Hellinger nicht nur auf zwischenmenschliche Beziehungen an. Auch die Geschichte interpretiert er nach diesem Strickmuster neu. Insbesondere dienen seine “Erkenntnisse” zur Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus.
Der Band stellt die zentralen Kritikpunkte an Hellingers Menschen- und Geschichtsbild kompakt dar, unterzieht seine Vorstellung von systemischer Therapie einer kritischen Betrachtung und wirft einen Blick auf das Netzwerk seiner Anhänger.
Die dritte, um drei Beiträge erweiterte und stark überarbeitete Auflage stellt die aktuelle Entwicklung bis November 2004 dar: den Prozeß Ruppert/Weber et al., Hellingers vorübergehenden Aufenthalt in Hitlers “Kleiner Reichskanzlei”, die zunehmende Distanzierung bekannter Aufsteller aus dem akademischen Bereich von Bert Hellinger usw. Mit Beiträgen von Claudia Barth, Colin Goldner, Ingo Heinemann, Heiner Keupp, Sabine Pankofer, Wolfram Pfreundschuh, Klaus Weber u.a. Zum Shop

Kommentar:
Niemand kann seinem Schicksal entgehen
In den letzten Jahren hat sich die „Familienaufstellung“ nach Hellinger rasant verbreitet, auch in der Naturheilkunde-Szene. So gibt es zum Beispiel Homöopathinnen und Homöopathen, die mittels Aufstellungen das passende Mittel für ihre Patientinnen und Patienten herausfinden wollen.
Das hinter dieser Methode steckende Weltbild des Bert Hellingen wird in diesen Kreisen kaum in Frage gestellt. Dabei gibt es hier eine ganze Menge von Fragwürdigkeiten.
Hellinger vertritt ein erzkonservativ-patriarchalisches Familienbild, in dem der Mann wieder an der Spitze steht. Und er weiss, wie es richtig zu und her gehen muss in der Familie. Das nimmt vielen verunsicherten Menschen Verantwortung ab. Doch der ehemalige katholische Missionar rechtfertigt in seinen Schriften auch Hitler. Die von den Nazis wegen ihres Widerstandes hingerichteten Geschwister Scholl stellt er moralisch auf die gleiche Stufe wie Hitler. Dass seine AnhängerInnen solche Ungeheuerlichkeiten fraglos schlucken, ist erschütternd und lässt tief blicken. Dass Hellinger mit seinem dogmatischen Anspruch alle Grundregeln einer partnerschaftlichen und dialogischen Psychotherapie verletzt, scheint nicht gross zu stören. Dass weiblichen Opfern von Inzest eine Heilung versprochen wird wenn sie einem Stellvertreter ihres Vaters sagen: „Papi, für dich habe ich es gern getan“, scheint mit zutiefst verantwortungslos. Deshalb ist fundierte Kritik am System Hellinger meines Erachtens sehr nötig.
Das kleine Buch aus dem Alibri-Verlag vereinigt kritische Stellungnahmen verschiedener Autorinnen und Autoren. Passend ist dazu noch, dass es ausgerechnet vom Studentischen Sprecherrat der Geschwister-Scholl-Universität in München herausgegeben wird.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzenkurse & Heilkräuter-Exkursionen
Ausbildungen in Gestaltpsychotherapie, Beziehungstherapie und Gruppendynamik
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Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
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Donnerstag, September 30th, 2010
Verlagsbeschreibung
Nach Lebenskunst fragen diejenigen, für die sich das Leben nicht mehr von selbst versteht. Der Autor versucht vor allem die grundlegenden Aspekte der Lebenskunst herauszuarbeiten. Die Lebenskunst soll nicht inhaltlich festgelegt, sondern ihre Grundbestandteile thematisiert werden, die im jeweiligen historischen und kulturellen Kontext die Bedingungen ihrer Möglichkeit darstellen und deren konkrete Ausgestaltung den Individuen überlassen bleiben muss.
Portraits Wilhelm Schmid:
Wilhelm Schmid, freier Philosoph, außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt und Gastdozent an der Staatlichen Universität Tiflis (Georgien). Lebt seit 1980 in Berlin. Geboren 1953 in Billenhausen (Bayerisch-Schwaben). Studium von Philosophie und Geschichte in Berlin (FU), Paris (Sorbonne) und Tübingen. Regelmäßige Tätigkeit als “philosophischer Seelsorger” am Spital Affoltern am Albis bei Zürich. Wöchentliche Kolumne “Lebenskunst” in der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag. Monatliche Kolumne “Lebenskunst” im Filosofie Magazine, Amsterdam
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Kommentar:
Philosophie der Lebenskunst
Dieses Buch von Wilhelm Schmid hat mich sehr angesprochen. Schmid schreibt gut und es ist nicht abgehobene Philosophie, die er ausbreitet. Schmid hat uns heutigen Menschen etwas zu sagen. Das Buch ist dicht geschrieben und ohne BlaBla. Für philosophieferne Menschen ist es vielleicht nicht in allen Passagen leicht verständlich, aber die Lektüre lohnt sich trotzdem. Schwerer verständliche Passagen kann man auch überspringen und von anderen Stellen wieder profitieren. Am einfachsten zu lesen und zu nutzen ist meines Erachtens das Kapitel „Asketik: Übungen und Techniken der Lebenskunst“. Hier geht es zum Beispiel um Themen wie: Das Netz der Gewohnheiten knüpfen. Die Lüste geniessen. Vom Sinn der Schmerzen. Vom Leben mit dem Tod. Die Zeit gebrauchen. Auf den Versuch hin leben. Kunst des Zorns. Kunst der Ironie. Negativ denken. Melancholie. Gelassenheit.
Ein weiteres spannendes Kapitel stellt „Die Frage der Wahl“ ins Zentrum. Es geht um Themen wie:
Haben wir eine Wahl? Vorbereitung der Wahl. Heranreifen der Wahl. Die verschiedenen Arten der Wahl.
Mir persönlich erscheint dieses frühe Buch von Wilhelm Schmid ergiebiger als seine später publizierten Werke. Und wenn Sie mich fragen würden, was ein solches Buch mit dem Thema „Heilpflanzen“ zu tun hat, dann würde ich antworten: Es gibt sehr viele unterschiedliche Aussagen, Ansichten und Behauptungen über Heilpflanzen. Philosophie hilft dabei, sie einzuordnen und zu bewerten, sich eine fundierte Meinung zu bilden, seine eigene Position und Interpretation zu reflektieren, um nicht blind und naiv im grossen Strom mitzuschwimmen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
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