Artikel mit Schlagwort ‘Ausbildungen’
Dienstag, Februar 7th, 2012
Sie suchen eine fundierte Weiterbildung im Bereich „komplementäre Pflege“?
In Winterthur am Seminar für Integrative Phytotherapie gibt es einen Speziallehrgang für professionelle Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege. Phytotherapie verbindet die traditionelle Pflanzenheilkunde mit den Erkenntnissen moderner Arzneipflanzenforschung.
Phytotherapie ist kompatibel mit medizinischem Denken und Handeln, was eine Voraussetzung ist für eine Integration in Pflegeheime, Spitex-Dienste, Palliative Care, Klinik / Spital.
Komplementäre Pflege bzw. komplementärmedizinische Pflege ist ein Thema, das zunehmend auf Interesse stösst, doch genau wie beim Begriff „Komplementärmedizin“ ist nirgendwo verbindlich definiert, was genau damit gemeint ist. Das hat zur Folge, dass in Ausbildungen und Weiterbildungen in „Komplementärer Pflege“ meistens eine ganze Reihe von Methoden vermittelt werden, die zum grossen Teil einfach zu „exotisch“ sind, um in „normalen“ Pflegeinstitutionen umgesetzt zu werden. Sie eignen sich allenfalls für komplementärmedizinisch orientierte Spezialkliniken (werden dort aber dann hautsächlich von Ärzten angewendet).
Heilpflanzen-Anwendungen sind dagegen so breit in der Bevölkerung verankert, dass sie auch in vielen „normalen“ Pflegeheimen, Spitex-Diensten und Kliniken akzeptiert werden, wenn sie in einem professioneller Rahmen angeboten werden.
Phytotherapie auf der Grundlage professioneller Krankenpflege ist eine ideale Brücke zwischen Medizin und Naturheilkunde. Pflegende als medizinische Fachpersonen bringen zudem ausgezeichnete Voraussetzungen mit, um im Sinne der Gesundheitsförderung fundiertes Heilpflanzenwissen an die Bevölkerung weiterzugeben.
Informationen zum Thema „Phytotherapie in der Pflege“:
Phytotherapie-Ausbildung für Pflegepersonen
(medizinkompatibler, pflegekompatibler Lehrgang)
Argumente für Phytotherapie in der Pflege
(zum Beispiel für Gespräche mit Pflegedienstleitungen)
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege
(Presse-Berichte zu Beispielen erfolgreicher Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in Spitex, Pflegeheime und Kliniken, Angebot für Teamweiterbildung)
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Montag, Dezember 26th, 2011
Das Magazin „focus“ publizierte eine Reihe von Beiträgen zur Behandlung von Erkältungen mit Hausmitteln:
„Schwarzer Rettich ist ein altbewährtes, hilfreiches Hustenmittel. Der Saft enthält Schwefelöle die desinfizierend wirken und die gereizten Atemwege beruhigen.
Anwendung: Den Rettich aushöhlen und mit Honig füllen. Nach drei bis fünf Stunden kopfüber in eine Schüssel stellen und den „Hustensaft“ auffangen. Zweimal täglich nach dem Essen ein Gläschen trinken.“
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-das-immunsystem-mobilisieren_aid_348252.html
Kommentar & Ergänzung:
Rettich enthält Senfölglykoside (Glucosinolate) mit antimikrobieller Wirkung. Rettichsaft löst den Schleim bei produktivem Husten.
„Ein normaler Rettich deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C, er liefert etwas Eiweiß, Carotin, einige B-Vitamine, reichlich Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Enzyme, vor allem aber ein schwefelhaltiges Öl, das Raphanol, sowie mehrere Senfölglykoside und Bitterstoffe, die eine antibiotische Wirkung haben, gallentreibend sind und in den Atemwegen Schleim lösen. Allerdings empfinden manche Menschen den Geruch von Rettich als unangenehm. Außerdem kann Rettich Mundgeruch verursachen.“
(Quelle: Wikipedia)
Der Schwarze Winter-Rettich, oder auch nur Schwarzer Rettich, soll der wirksamste Rettich gegen Husten sein:
„Zu medizinischen Zwecken wird der Rübe mit Zucker der Saft entzogen. Dieser Sirup hat deutlich antioxidative Wirkung. Der Rettichsaft der schwarzen Sorten ist der am besten wirksame.“
(Quelle: Wikipedia)
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Dienstag, Dezember 20th, 2011
Mich erstaunt immer wieder, wie weit verbreitet in den Bereichen Pflanzenheilkunde, Komplementärmedizin und Naturheilkunde eine fraglose Gläubigkeit ist, die keinerlei Zweifel kennt. Auch völlig absurde Behauptungen und Heilungsversprechungen werden dankbar aufgesogen, ohne dass auch nur schon ansatzweise kritisch nachgehakt wird. Mehr Zweifel würde dieser Szene zweifellos gut tun.
„Zweifel“ scheint aber in diesem Terrain einen üblen Ruf zu besitzen. Oft wird er fast schon in die Nähe von „Verrat“ gerückt.
Höchste Zeit also für ein Lob des Zweifels – an dieser Stelle mit den Worten von Alexander Varga von Kibéd (1902 – 1986):
„Den Wert des Zweifelns dürfen wir nicht unterschätzen. Ohne Zweifeln bleibt das Leben oberflächlich, weil problemlos. Nur durch das Zweifeln, ja durch die Verzweifelung erreichen wir die tieferen Schichten des Seins. Auch Kant lobt den Wert des Zweifelns als den des Anregers des menschlichen Denkens und Forschens. Der Zweifel lässt uns nicht bei den ersten, vorläufigen Ergebnissen der Forschung uns beruhigen, er zwingt uns zu einer immer eindringlicheren Vertiefung in die gegebene Problematik. Wer in die Tiefe will, muss den Weg des Zweifelns gehen……All dies müssen wir uns vergegenwärtigen, um die positive Bedeutung des Zweifels…….richtig einzuschätzen, wenn wir uns auch darüber im klaren sein müssen, dass der Zweifel allein keinen schöpferischen Wert bedeutet und kein neues Leben schaffen kann. Er ist als Auflockerer, als Zerstörer und als Aufräumer wichtig, wo es sich darum handelt, das Veraltete abzuschütteln, nicht mehr Lebendiges zu begraben und den Schutt fortzuräumen, um für neue Schöpfungen Platz zu schaffen.“
(aus: Einführung in die Erkenntnistheorie, Ernst Reinhard Verlag München, 1979, S. 63 / 64)
Kommentar & Ergänzung:
Patientinnen und Patienten werden in Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin oft zugemüllt mit grossen Heilungsversprechungen. Nur der Zweifel kann hier unsinnigen und zum Teil riskanten Schutt wegräumen. Ohne Zweifel herrscht die allumfassende Beliebigkeit. Das gilt natürlich nicht nur für Komplementärmedizin und Alternativmedizin. Es gilt zum Beispiel auch für grossartige Versprechungen in der Politik.
Wichtig dabei: Man muss lernen, die Grundhaltung des Zweifelns umzusetzen in möglichst präzise Fragen mit „Schutt-Aufräumer-Funktion“.
Welche Fragen man sinnvollerweise stellt, um Behauptungen und Versprechungen zu prüfen, können Sie lernen in meiner Phytotherapie-Ausbildung oder im Heilpflanzen-Seminar.
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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Mittwoch, Dezember 14th, 2011
Eine Initiative der „Gruppe für Transparenz und Demokratie (GTD)
In der Schweizer Politik spielt Geld eine immer stärkere Rolle. Bei den letzten drei Parlamentswahlen auf eidgenössischer Ebene verdoppelten sich die Wahlkampfausgaben jeweils. Auch für die Nationalratswahlen und Ständeratswahlen im Oktober 2011 werden die Parteien und Kandidaten nochmals deutlich mehr ausgeben als 2007, dem bisher teuersten Jahr.
Aus welchen Quellen die immer üppiger fliessenden Geldströme kommen, erfährt der Bürger nicht. Die Finanzierung der Politik spielt sich in der Schweiz noch immer im Dunkeln ab. Dieser Missstand untergräbt das Vertrauen der Stimmbürger in das politische System und schadet der Demokratie. In der Zwischenzeit sind auch die Behörden auf die Problematik dieser Situation aufmerksam geworden. Das Bundesamt für Justiz führte eine Studie zum Thema durch – und bestätigte, worauf Transparency Schweiz schon mehrfach hingewiesen hatte: Als einziges Land in Europa steht die Schweiz ohne eine gesetzliche Regulierung der Politikfinanzierung da.
Unter der Bezeichnung „Gruppe für Transparenz und Demokratie (GTD)“ hat sich nun eine Gruppe von Bürgern vorgenommen, diesen Missstand zu beenden. Mit einer Volksinitiative möchten sie erreichen, dass politische Spenden ab einem bestimmten Betrag in Zukunft offengelegt werden müssen. Der Anstoss dazu kam von den Nationalräten Andi Gross und Andy Tschümperlin (beide SP), die im April in einem Konzeptpapier zur Diskussion über die Idee einluden. Im Gespräch waren zu Beginn auch zusätzliche Bestimmungen, die eine Begrenzung der Spenden nach oben oder eine direkte Unterstützung der politischen Akteure mit staatlichen Mitteln vorsahen. Damit hätte eine fairere Verteilung der Mittel ermöglicht werden sollen. In der Diskussion innerhalb der GTD sah jedoch eine Mehrheit diese Zusätze als nicht zielführend an.
Am 17. September erfolgte die offizielle Vereinsgründung der GTD. Bevor mit der Unterschriftensammlung gestartet werden kann, müssen jedoch zunächst genügend Spenden gesammelt werden, um das Zustandekommen der Initiative zu ermöglichen. Ausserdem werden Veranstaltungen in verschiedenen Schweizer Städten organisiert, um die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam zu machen. Die meisten Politiker und Parteien sind dem Thema der Politikfinanzierung bisher ausgewichen und haben Forderungen nach einer Offenlegung von Spenden mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt. Dabei ist sich die Mehrzahl der Stimmbürger der Notwendigkeit von mehr Transparenz sehr wohl bewusst. Zu diesem Fazit kam auch eine Umfrage von Univox, in der sich nicht weniger als 87 Prozent der Befragten dafür aussprachen, dass die Herkunft der Gelder für Abstimmungskampagnen offengelegt werden muss.
Transparency Schweiz unterstützt das Anliegen der GTD, die Politikfinanzierung in der Schweiz transparenter zu machen. Dafür hat sich Transparency Schweiz in der Vergangenheit wiederholt eingesetzt.
Quelle:
http://www.transparency.ch/de/aktuelles_schweiz/meldungen/2011_10_17_NL_Initiative.php
Mehr Informationen zur Volksinitiative:
http://www.transparenzler.ch
Mehr Informationen zu Transparency Schweiz:
www.transparency.ch/
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Inserat:
Martin Koradi
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Info-Treff Pflanzenheilkunde
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Mittwoch, Dezember 14th, 2011
“Stets hat Christoph Blocher betont, nicht an der «Basler Zeitung» beteiligt zu sein. Am Tag nach dem Aktienverkauf an seine Tochter finden selbst SVPler Blochers Kommunikation fragwürdig.
Seit Montag ist die Katze aus dem Sack: Rahel Blocher ist Eigentümerin der «Basler Zeitung» (BaZ), ihr Vater Christoph Blocher der Strippenzieher und Geldgeber im Hintergrund. Brisant: Der Alt-Bundesrat behauptete während der letzten Monate mehrmals, dass er bei der «Basler Zeitung» in keiner Weise involviert sei. «Ich bin weder direkt, noch indirekt bei der Basler Zeitung beteiligt», sagte Blocher im April dieses Jahres in der Sendung Doppelpunkt auf «Radio 1». Auch gegenüber der «SonntagsZeitung» betonte er einen Monat später, dass er kein Geld für den Kauf der BaZ zur Verfügung gestellt habe. «Ich bin es nicht.»“
Quelle:
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/-Blocher-muss-als-Nationalrat-zuruecktreten–10955696
Kommentar & Ergänzung:
Christoph Blocher hat einen „Vertrag mit dem Volk“ geschlossen, ohne dass das „Volk“ gefragt wurde, ob es diesem Vertrag zustimmt. Da passt es auch gut, dass er dieses „Volk“ nun immer wieder über seine Rolle bei der BaZ als Strippenzieher, Besitzer, Geldorganisator und Chef im Hintergrund belogen hat. Das „Volk“ ist hier offenbar nur Staffage für Machtspiele.
Der Mann demontiert sich offensichtlich zunehmend selber.
Es scheint mir grundsätzlich problematisch, wenn sich Politiker Einfluss auf Medien kaufen. Bei Silvio Berlusconi ist das auch nicht gut gegangen, aber immerhin wusste man bei ihm, welche Fernsehkanäle und Printmedien er besitzt. Christoph Blocher aber versteckt sich hinter Strohmännern bzw. Strohfrauen. Das ist unverzeihlich.
Im übrigen ist es höchste Zeit, dass Transparenzregeln bezüglich der Parteienfinanzierung aufgestellt werden.
Demokratie darf keine käufliche Veranstaltung sein.
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Inserat:
Martin Koradi
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Freitag, Oktober 28th, 2011
Mehr als 100 klinische Studien prüfen die These, dass Grüntee günstig bei verschiedenen Krankheiten wirkt. Darauf haben Forscher heute auf einer Tagung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hingewiesen.
Heilende Wirkungen soll der Grüntee unter anderem haben bei Alzheimer und Parkinson, Chorea Huntington, multipler Sklerose, Duchenne Muskeldystrophie, Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Entzündungen wie Atherosklerose sowie Krebs.
“Wir erwarten nicht, dass Grüner Tee eine solche Erkrankung tatsächlich heilen kann. Aber es ist unter Umständen möglich, ihr Fortschreiten aufzuhalten oder der Krankheit vorzubeugen”, sagt der Neurologe Paul. Er rechnet für Ende 2012 mit ersten verlässlichen Resultaten aus einer MS-Studie, von denen derzeit drei an der Charité laufen.
Übergewichtigen könnte Grüner Tee möglicherweise ebenfalls helfen. “Menschen mit mäßigem Übergewicht und einer Störung im Energiestoffwechsel oder im Fettumsatz nahmen in einer Studie deutlich ab”, erklärt der Pharmakologe Michael Boschmann, der am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von MDC und Charité forscht.
Normalgewichtige oder Adipöse hingegen profitierten in dieser Hinsicht nicht von den Grüntee-Extrakten. “Hier ist die Datenlage bislang widersprüchlich. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird es aber konkrete Ergebnisse geben”, kündigt Boschmann an. Auch könnten die Resultate aus großen Untersuchungen etwa aus Japan nicht eins zu eins auf Europa übertragen werden. “Dort wird ja nicht nur Grüner Tee getrunken, sondern die Menschen haben auch eine andere genetische Disposition und ernähren sich anders – fast ohne Milch, dafür mit viel mehr Fisch”, ergänzt der Neurologe Paul.
Bis mehr Klarheit gewonnen ist, raten die Experten davon ab, ohne Absprache mit dem Arzt präventiv große Mengen Grüntee-Extrakt zu schlucken. “Da macht jemand einfach Kasse dran, und es kann immense Nebenwirkungen geben”, warnt Paul. Ein bis drei Liter Grüntee pro Tag hingegen könnten nicht Schaden.
Epigallocatechin-3-gallat (EGCG) – ein Hauptwirkstoff im Grüntee
Bei den klinischen Studien mit Grüntee geht es hauptsächlich um eine Substanz namens Epigallocatechin-3-gallat, kurz EGCG. Die Studien sind jedoch offenbar schwer miteinander vergleichenbar.
„Die dabei eingesetzten Präparate sind nicht standardisiert. Es gibt Teeaufgüsse und Kapseln, die unterschiedliche Konzentrationen von EGCG enthalten und zum Teil mit Zusatzstoffen, wie etwa Koffein, angereichert sind“, erklärte der Neurologe Friedemann Paul vom Exzellenzcluster NeuroCure an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Das erschwere eine Bewertung der Resultate. So gebe es keine klaren Aussagen über die Bioverfügbarkeit der Substanz EGCG und auch keine klaren Aussagen darüber, wie viel von der Substanz gegeben werden müsse, um eine günstige Wirkung zu erzielen, sagte er.
Die Forschungen mit EGCG aus Grüntee ins Rollen gebracht hatte der Neurowissenschaftler Erich Wanker vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Zusammen mit seinen Mitarbeitern hatte er 2006 in Laborversuchen die günstige Wirkung der Grüntee-Substanz EGCG bei Chorea Huntington entdeckt. Im Jahr 2008 konnten sie außerdem belegen, dass durch die Substanz die Protein-Fehlfaltungsprozesse bei Parkinson und Alzheimer beeinflusst werden.
Quelle:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/47843/Studienlage_zu_Nutzen_von_gruenem_Tee_verwirrend.htm
http://www.n-tv.de/wissen/Gruener-Tee-schadet-nicht-article4633256.html
Kommentar & Ergänzung:
Zu Grüntee gibt es tatsächlich sehr viele interessante Studien, aus denen aber oft vorschnell Schlüsse gezogen werden.
Betont werden müsste meines Erachtens auch, dass bei den meisten Grüntee-Studien Effekte mit relativ grossen Grüntee-Mengen erzielt wurden, die für europäische Verhältnisse nicht so selbstverständlich sind (z. B. 8 – 10 japanische Teetassen pro Tag).
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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Freitag, Oktober 28th, 2011
Die Körperflüssigkeit des Asiatischen Marienkäfers wirkt antimikrobiell und kann dadurch erfolgreich Malaria- und Tuberkuloseerreger abwehren. Ob sich aus der Käfer-Hämolymphe ein Heilmittel für den Menschen herstellen lässt, ist noch offen.
Eine Substanz aus der Körperflüssigkeit des Asiatischen Marienkäfers bekämpft erfolgreich Malariaparasiten und andere Krankheitserreger. Das haben Gießener Wissenschaftler bei der Untersuchung der Körperflüssigkeit des Marienkäfers entdeckt, der sogenannten Hämolymphe. Die Forscher um Jochen Wiesner und Andreas Vilcinskas von der Fraunhofer-Projektgruppe Bioressourcen stellen ihre Laborversuche in den britischen “Biology Letters” vor.
Weltweit stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria. Gemeinsam mit Tuberkulose und Aids zählt Malaria zu den häufigsten tödlichen Infektionen. Eine Malaria-Impfung steht nicht zur Verfügung und ist auch nicht in Sicht. Sehr problematisch ist, dass die Malariaparasiten gegen einst wirksame Medikamente mehr und mehr resistent geworden sind. Mediziner suchen deshalb dringend nach neuen Medikamenten gegen die Parasiten.
Bei dieser Suche stießen die Gießener Wissenschaftler auf den Asiatischen Marienkäfer, der in zahlreichen Gegenden der Erde als natürlicher Schädlingsbekämpfer eingeführt wurde und in Europa seither die einheimischen Siebenpunkt-Marienkäfer und Zweipunkt-Marienkäfer verdrängt. Der Erfolg des Einwanderers beruht nach Angaben der Wissenschaftler mindestens zum Teil darauf, dass seine Hämolymphe stark antimikrobiell wirkt und den Käfer so weniger anfällig für Krankheitskeime macht.
Die Forscher identifizierten die Verbindung Harmonin als zentralen antimikrobiellen Wirkstoff der Hämolymphe. In Laborversuchen tötete Harmonin sowohl den Tuberkuloseerreger Mycobacterium tuberculosis als auch den Malariaparasiten Plasmodium falciparum. Besonders überraschend sei dabei, dass auch die gegen gängige Malariamittel besonders widerstandsfähigen geschlechtlichen Stadien des Parasiten abgetötet worden seien, betonen die Forscher. Nur diese Stadien könnten im Darm der Anopheles-Mücke überleben und nach einem Stich die Infektion auslösen.
Sollte es gelingen, eine Arznei auf Harmonin-Basis zu entwickeln, könnten damit sowohl die ungeschlechtlichen Parasiten-Stadien aus dem Blut von Patienten entfernt, als auch durch das Abtöten der geschlechtlichen Stadien die Übertragung auf unifizierte Menschen verhindert werden, hoffen die Wissenschaftler. Allerdings sei Harmonin derzeit nur mit grossem Aufwand künstlich herzustellen – für die Produktion seien 30 komplizierte chemische Reaktionsschritte nötig. Die Forscher erhoffen sich eine einfachere Herstellung durch die gezielte genetische Umprogrammierung gewisser Bakterien. Zudem wirkte Harmonin in den Laborversuchen in antimikrobieller Konzentration auch toxisch für menschliche Zelllinien und bestimmte Zelllinien von Insekten. Wie der Marienkäfer dem Zellgift widersteht, ist noch ungeklärt.
Quelle:
http://www.n-tv.de/wissen/Marienkaefer-toetet-Malaria-article4386071.html
Kommentar & Ergänzung:
Na, dass die wirksame Verbindung ausgerechnet „Harmonin“ heissen muss. Das tönt ja eher nach Wellness als nach Malaria.
Von einem einsatzbereiten und zugelassenen Medikament ist dieses Forschungsprojekt allerdings noch sehr weit entfernt.
Zudem ist es ein häufiges Ereignis in der Naturstoff-Forschung, dass eine Substanz im Labor starke Wirkungen zeigt, dass sie aber in therapeutischen Konzentrationen im menschlichen Organismus toxisch wäre und daher nicht eingesetzt werden kann.
Marienkäfer gehören zu den beliebtesten Insekten. Aber wussten Sie, dass die Familie der Marienkäfer in Europa mehr als 250 Marienkäferarten und –unterarten umfasst? Dabei kommen Arten vor mit 2, 4, 5, 7, 10, 11, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 22 und 24 Punkten.
Inzwischen ist übrigens eine Malaria-Impfung zumindestens in Sicht:
„Impfstoff gegen Malaria in Reichweite. Hoffnung für Millionen Kinder: Ein Mittel gegen Malaria hat sich in einer Studie mit Schweizer Beteiligung als wirksam erwiesen. Es wäre der erste Impfstoff gegen die Tropenkrankheit. Der Wirkstoff namens RTS,S habe das Erkrankungsrisiko bei kleinen Kindern etwa halbiert, teilte das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (GSK)….mit. An RTS,S wird seit Jahren geforscht, er galt schon länger als aussichtsreicher Kandidat für eine erste Impfung gegen Malaria überhaupt. Von März 2009 bis Januar 2011 waren über 15 000 Kinder aus sieben afrikanischen Ländern südlich der Sahara in die Phase-III-Studie einbezogen worden – der letzten klinischen Versuchsreihe vor einer möglichen Zulassung als Arzneimittel.
Die Studienergebnisse wurden vom «New England Journal of Medicine» veröffentlicht. Daran beteiligt war ein Team um Marcel Tanner, den Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health Institut (Swiss TPH), das der Universität Basel assoziiert ist.“
Quelle: http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/27318024
Verlassen Sie sich übrigens nicht auf Malariaprophylaxe auf der Basis von Homöopathie, wie sie verantwortungsloserweise immer wieder propagiert wird Es gibt keinerlei auf nur einigermassen plausible Gründe dafür, dass eine solche Massnahme wirksam ist. Das gilt im übrigen auch für das angebliche Wundermittel Miracle Mineral Supplement (MMS).
Siehe:
Warnung: Miracle Mineral supplement (MMS)
Wenn Sie in ein Malariarisikogebiet reisen, machen Sie eine Malariaprophylaxe nach Stand des medizinischen Wissens.
Mit Malaria ist nicht zu spassen.
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Freitag, Oktober 28th, 2011
Menschen, die Vitamin-Pillen und andere Nahrungsergänzungsmittel konsumieren, führen ein ungesünderes Leben. Das haben der taiwanesische Psychologe Dr. Wen-Bin Chiou und sein Team in Experimenten herausgefunden.
In den Versuchen konnten die Probanden entscheiden, ob sie ein Scheinmedikament oder ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen wollten. Was die Teilnehmenden nicht wussten: Alle bekamen ein Placebo verabreicht. Im Anschluss neigte gerade diejenige Gruppe zu ungesundem Verhalten, die glaubte Vitamin-Pillen eingenommen zu haben. Psychologe Dr. Wen-Bin Chiou stellte fest, dass jene Gruppe sich für das ungesündere Essen entschied. Weiterhin zogen diejenigen Testpersonen, die im Glauben waren, dass sie Vitaminpillen einnehmen, ungesunde Aktivitäten wie Sonnenbaden und exzessives Feiern gesunden Tätigkeiten wie Yoga oder Radfahren vor.
Vitamine, Spurenelemente und andere Nahrungsergänzungsmittel werden im allgemeinen als gesundheitsfördernd angesehen. Anscheinend verbuchten die Probanden der Experimente die Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel zunächst als Guthaben auf ihrem Gesundheits-Konto. Mit dem Plus auf dem Konto empfanden sie ihre Gesundheit in robustem Zustand. In der Folge “gönnten” sie sich dann eine ungesunde Lebensweise. Die Resultat: Unterm Strich führten sie ein ungesünderes Leben als jene Menschen, die von vornherein keine Vitamin-Pillen eingenommen hatten.
Dieser psychologische Effekt könnte möglicherweise erklären, weshalb der wachsende Markt für Nahrungsergänzungsmittel nicht mit einem verbesserten Gesundheitszustandes der Bevölkerung einhergeht.
Quelle:
http://www.aponet.de/aktuelles/kurioses/ungesuender-leben-mit-vitamin-pillen.html
Kommentar & Ergänzung:
Ich bin schon seit langem der Ansicht, dass wir es beim grössten Teil der konsumierten Nahrungsergänzungsmittel mit einer Art Ablasshandel zu tun haben.
Siehe:
Anzeichen für Quacksalberei
US-Studie: Vitaminpräparate sind nutzlos in der 2. Lebenshälfte
Nicht nur Vitamine, Mineralsalze und Spurenelemente dienen oft der Kompensation eines „schlechten Gewissens“ (das uns nicht selten von Herstellern eingeredet wird). Auch Präparate aus der Pflanzenheilkunde und aus der Komplementärmedizin werden zu diesem Zweck propagiert und konsumiert.
Es handelt sich immer um Präparate, die stark mit Gesundheitserwartungen aufgeblasen sind.
Im Bereich der Pflanzenheilkunde ist das zum Beispiel der Fall bei:
Schwedenbitter / Schwedenkräuter, Aloe-vera-Produkte, Grüntee,
Das bedeutet nicht, dass solche Produkte nicht auch sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten haben könnten. Fragwürdig ist nur, wenn sie mit Heilungserwartungen und Gesundheitserwartungen vollgepumpt werden.
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Montag, Oktober 24th, 2011
Da sagt heute am Fernsehen eine neugewählte SVP-Nationalrätin, sie habe einen „Vertrag mit dem Volk“ unterschrieben. Das habe ich schon mehrere Male gehört, die SVP habe einen „Vertrag mit dem Volk“ unterschrieben. Kann man Verträge einseitig unterschreiben?
Was meint denn die SVP eigentlich genau, wenn sie sagt, sie habe einen „Vertrag mit dem Volk?“
Hat man denn das „Volk“ gefragt, ob es diesen Vertrag so möchte?
Und wer gehört denn nach Ansicht der SVP zum „Volk“? Ich jedenfalls offenbar nicht, denn ich kann mich nicht erinnern, dass ich gefragt worden wäre.
Ich staune einfach über diese Anmassung. Kann man so wirr Politik betreiben?
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Inserat:
Martin Koradi, Winterthur, Kanton Zürich, Schweiz
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Montag, Oktober 24th, 2011
Manche Organempfänger möchten ihren Operationstermin nach der Mond-Phase planen.
Offenbar kommen solche Wünsche hinsichtlich der Operationsplanung nicht so selten vor. Aus diesem Grund untersuchte das Team um Dr. Axel Kleespies vom Universitätsklinikum Großhadern, München, den Einfluss der Mondphase auf ihre Transplantationserfolge. Als Basis dienten die Daten von 278 Nierentransplantationen (Lebendspende) aus den Jahren 1994–2009.
Wie die Autoren in der „Zeitschrift für Gastroenterologie“ berichten, fanden 8 % der Eingriffe bei Vollmond und 6 % bei Neumond statt. 46 % der Transplantationen wurden bei zunehmendem, 40 % bei abnehmendem Mond durchgeführt.
Auf Operations-Komplikationsrate, Morbidität, Mortalität, Abstoßungsreaktionen und Transplantatüberleben hatte der Mond keinen Einfluss, stellten die Autoren fest.
Das Patientenüberleben nach einem und zehn Jahren (99 % und 92 %) sowie das Organüberleben (97,5 % und 86 %) erwies sich in allen Mondphasen als vergleichbar.
Im Umgang mit verunsicherten Organspendern und Organempfängern können diese Daten von großem Nutzen sein, schreiben die Autoren. Glaubt ein Patient allerdings unerschütterlich an Mondeinflüsse, empfehlen die Chirurgen pragmatisch. seine Terminwünsche – soweit machbar – zu berücksichtigen.
Quellen:
A. Kleespies et al., Z Gastroenterol 2011; 49: 1111
http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/niere-verpflanzen-nach-dem-mondkalender.html
Kommentar & Ergänzung:
Im Buchhandel finden sich eine ganze Reihe von „Mondkalendern“, mit denen man für alle möglichen Aktivitäten angeblich den richtigen Zeitpunkt bestimmen kann. „Vom richtigen Zeitpunkt“ heisst denn auch schon mal eines dieser Werke.
Damit kann man viele Entscheidungen an eine aussenstehende, scheinbar unfehlbare Instanz delegieren, was sehr erleichternd sein kann.
Da sich die einzelnen Mondkalender mit ihren Angaben aber auch widersprechen, sollte man nur ein Buch konsultieren, sonst ist man wieder gleich weit wie ohne kosmische Anweisungen.
Mehr Details hier:
http://dermond.at/mondphasen.html
Im übrigen gibt es ja auch Menschen, die Heilpflanzen nach dem Mond ernten und einsetzen. Solche Regeln geben zweifellos Orientierung in einer zunehmend unübersichtlicheren Welt.
Mit den Heilpflanzen oder gar mit dem Mond haben sie wohl kaum zu tun.
Ich finde, wir sollten auf andere Art lernen, mit der Unübersichtlichkeit der Welt umzugehen. Sich an vorgesetzte, scheinbar vom Kosmos präsentierte Regeln zu halten, ist allenfalls eine Krücke. Selber laufen ist vorzuziehen.
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch
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