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Hopfen bei Schlafstörungen

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Die österreichische Zeitung „Kurier“ berichtet über Kräuter gegen Schlafstörungen.

Zum Stichwort „Hopfen“ heisst es da:

„Stammt von den Hanfgewächsen ab und kommt, wie der Baldrian, auf feuchtem Boden im Halbschatten vor. Einen Aufguss von Hopfenblüten und Tinkturen zur Förderung eines gesunden Schlafes kann man selber herstellen. Hopfen regt auch die Verdauung an.“

Quelle:

https://kurier.at/wellness/die-fuenf-besten-schlafkraeuter/252.547.803

Kommentar & Ergänzung:

Die Formulierung „Stammt von den Hanfgewächsen ab“ ist etwas sonderbar. Hopfen gehört zur Pflanzenfamilie der Hanfgewächse (Cannabaceae), die beinahe weltweit verbreitet ist. Sie umfasst etwa 170 Pflanzenarten in etwa elf Gattungen, darunter die Gattungen Hanf (Cannabis) und Hopfen (Humulus).

Hopfen (Humulus lupulus) wächst als Kletterpflanze gerne in Auenwäldern. Wer Hopfen in der Natur kennenlernen möchte, kann das zum Beispiel auf meinen Kräuterwanderungen in die Rheinschlucht (Graubünden), in die „Petite Camargue“ bei Basel und in die Thurauen am Zusammenfluss von Rhein und Thur zwischen den Kantonen Zürich und Schaffhausen.

Hopfen ist zweihäusig – das heisst, es gibt weibliche und männliche Hopfenpflanzen. Nur die weiblichen Hopfenpflanzen entwickeln Blütenstände (Hopfenzapfen), die zur Bierproduktion und als Heilpflanze verwendet werden.

Hopfentee als Aufguss von Hopfenblüten lässt sich tatsächlich gut selber herstellen. Er enthält allerdings starke Bitterstoffe und wird darum nicht gerade von vielen Menschen gerne getrunken.

Hopfentinktur ist dem Hopfentee bezüglich Wirkstoffgehalt unterlegen.

Eine weitere Anwendungsform ist das Hopfenkissen als Einschlafhilfe. Am häufigsten zum Einsatz kommt aber Hopfenextrakt in Kombination mit Baldrianextrakt (in der Schweiz als Redormin®), oder in Kombination mit Passionsblume oder Melisse.

Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) hat eine Kombination von Hopfen und Baldrianwurzel in Form von Trockenextrakten zur Besserung von Schlafstörungen als „medizinisch allgemein anerkannt“ (well established use“) akzeptiert.

ESCOP und Kommission E bestätigen als Anwendungsgebiete von Hopfen Unruhe, Angstzustände und Schlafstörungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Fragwürdiger Hype um Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

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Häufige Ursachen für Darmerkrankungen sind Stress und falsche Ernährung. Von Nahrungsmittel-Allergien sind aber Fachleuten zufolge nur ein bis drei Prozent der Erwachsenen betroffen.

Mitte Oktober fand in Wien der europäische Kongress der Gastroenterologen statt. Dabei betonten Experten, dass viel zu viele Menschen glauben, an Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu leiden.

Die Angst vor Nahrungsmittelunverträglichkeiten sei nicht angebracht.

Alexander Moschen von der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin:

„Wissenschaftlich erwiesen ist: Der Darm hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Doch der Hype ist nicht gerechtfertigt. Nicht jeder Mensch, der hin und wieder Verdauungsprobleme hat, hat automatisch eine Unverträglichkeit – geschweige denn eine Allergie.“

Überschätzt werde auch die Häufigkeit von Glutenintoleranzen, Laktoseintoleranzen oder Histaminintoleranzen. Es stelle sich die Frage, ob es sich dabei nicht um Trendthemen handle, die von der Lebensmittelindustrie als Profitquelle benutzt würden. Gemäss den Zahlen des Experten sind nur ein bis drei Prozent der erwachsenen Österreicher tatsächlich von einer Nahrungsmittelallergie betroffen.

Die Darmgesundheit werde insbesondere durch natürliche Lebensmittel, bewusste Zubereitung und ausreichend Bewegung gefördert.

Die derzeit von verschiedensten Firmen angebotenen Allergie-Tests auf Immunglobuline im Blut (IgG4) hält der Experte nicht für hilfreich.

Darmexperte Moschen erklärt zudem:

„Meist treten Beschwerden bei Unverträglichkeiten verzögert, also einige Stunden bis zu einem Tag nach der Aufnahme der nicht verträglichen Nahrung auf. Bei Allergien fast immer sehr viel rascher nach Kontakt“,

Eigentlich sei es ganz einfach, sagt Alexander Moschen:

„Für einen gesunden Lebenswandel sollte man Wert auf regionale und natürliche Lebensmittel legen, sich Zeit für die Nahrungsaufnahme nehmen und sich ausreichend bewegen – so kommt der Darm ganz alleine gut zurecht. Unsere Verdauung hat die letzten Jahrtausende ohne viel Aufmerksamkeit funktioniert und wird auch in Zukunft gemeinsam mit unserem Mikrobiom ihre Arbeit machen.“

Unser Lebensstil schlägt sich auf den Darm. Fertigprodukte mit Zusatzstoffen können die Darmschleimhaut schädigen und sie durchlässiger machen für Allergene. Aber auch das typische „Nebenbei-Essen“ wirke sich negativ auf die Darmgesundheit aus. Stress und Convenience-Produkte schädigen das Verdauungssystem, erklären die Darmexperten.

Sie betonen aber auch, dass man Alarmsignale des Darmes nicht ignorieren sollte. Bei länger andauernden Verdauungsproblemen und Durchfall – drei Monate werden hier als ungefährer Richtwert genannt – sowie bei Alarmzeichen wie Blut im Stuhl oder rapidem Gewichtsverlust sollten Betroffene den Arzt konsultieren.

Quelle:

http://derstandard.at/2000046074991/Gastroenterologen-Hype-um-Nahrungsmittel-Unvertraeglichkeiten

 

Kommentar & Ergänzung:

Dieser Hype um Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und Nahrungsmittel-Allergien ist mir schon mehrfach aufgefallen. Es stellt sich die Frage, woher dieser Hype kommt.

Der Hinweis, dass die Lebensmittelindustrie diese Trendthemen möglicherweise als Profitquelle benutzt, erklärt nur einen Teil des Phänomens. Zu untersuchen wäre noch die Frage, weshalb so viele Leute auf diese Trendthemen aufspringen. Warum sind Menschen bezüglich ihrer Ernährung und ihres Darmes so verunsichert, dass sie sich von Meldungen aller Art derart ins Bockshorn jagen lassen?

Meinem Eindruck nach werden oft bereits kleinste Abweichungen von einer idealisierten Norm pathologisiert. Schon das geringste Zucken im Darm löst vielfältige Befürchtungen aus. Woher kommt diese übersteigerte Aufmerksamkeit? Woher diese weitgehend fehlende Toleranz gegen minimale Störungen der Befindlichkeit? Fehlt das Vertrauen in die Kompetenz des eigenen Körpers? Und wenn ja, warum ist das so?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Lavendelöl-Präparat (Lasea®) bei Ängstlichkeit und Unruhe – jetzt auch in der Schweiz zugelassen

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Lasea® ist ein Phytopharmakon auf der Grundlage von Lavendelöl, welches bei Ängstlichkeit und Unruhe zur Behandlung von Erwachsenen angewendet wird.

Lasea® ist schon seit mehreren Jahren in Deutschland als Arzneimittel auf dem Markt und nun auch in der Schweiz zugelassen.

Angstlösende und beruhigende Eigenschaften konnten für das Lavendelöl-Präparat in zwei placebokontrollierten Studien nachgewiesen werden: Patienten, die Lasea® eingenommen hatten, erzielten im Vergleich zur Placebogruppe bessere Resultate in der Hamilton Anxiety Scale (HAMA) bezüglich Ängstlichkeit und Unruhe.

Lasea® löst keine Sedierung aus, ist gut verträglich und frei von Missbrauchspotential.

Literatur:

– Fachinformation Lasea®

– Deutsche Apotheker Zeitung, 2/2010

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=5416&NMID=5417&LANGID=2

 

Kommentar & Ergänzung:

Bei leichten generalisierten Angststörungen ist Lasea® eine gute Option. Hilft vielleicht nicht in jedem Fall, ist aber viel sicherer als Tranquillizer, die bei den Indikationen Ängstlichkeit und Unruhe zu häufig verschrieben werden und oft zu Abhängigkeit führen.

Siehe auch:

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln Lasea® bei Angststörungen

BfArM wehrt sich gegen Kritik an der Zulassung des Lavendelöl-Präparats Lasea®

Arznei-Telegramm kritisiert Lavendelöl-Präparat Lasea®

Lavendelöl-Kapseln gegen Angst und Depressionen

Lavendelöl-Präparat bei Angststörungen

Lavendelöl: Keine Interaktionen mir der „Pille“

 

Lavendelöl-Kapseln reduzieren Angst bei Depressionen (Fallstudie)

Studie: Lavendelöl lindert Angststörungen

Lavendelöl reduziert Angst und bessert den Schlaf

Phytotherapie: Lavendelöl als Angstlöser

 

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ingwer: Wie eine tolle Heilpflanze unseriös als Wundermittel gegen Krebs vermarktet wird

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Angst vor Krebs, das kennen wohl die meisten Menschen mehr oder weniger ausgeprägt.

Toll also, wenn eine Website uns auf ein rein pflanzliches Krebsheilmittel hinweist, das 10 000 mal effektiver ist als Chemotherapie und das zudem noch ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Wie dankbar müssen wir dieser Website sein, die uns solch wertvolle Informationen aufdeckt, die von der bösen Pharmaindustrie natürlich unterdrückt werden.

Ingwer soll 10 000 mal effektiver gegen Krebs wirken als Chemotherapie. So verspricht es ein Webportal für Frauen, dessen Name ich lieber nicht erwähnen will, weil ich für diesen Schrott nicht noch Werbung machen möchte, und weil hunderte Websites im Netz zu finden sind, die solche oder ähnliche Versprechungen verbreiten.

Ingwer sei eine natürliche und schonende Therapie gegen bestimmte Krebsarten, vor allem gegen Brustkrebs. Wer regelmäßig Ingwer esse, könne Krebs sogar vorbeugen. Das bestätige unter anderem die Studie einer spanischen Universität.

Liest man dann, was über die erwähnte Studie geschrieben steht, wird rasch klar: Es geht dabei um Laborexperimente mit Krebszellen von Mäusen und Menschen.

Es ist einfach beelendend mit solchen Websites, die einerseits auf kritisch gegenüber der wissenschaftlichen Medizin machen, aber andererseits jedes wissenschaftliche Ergebnis aus dem Reagenzglas schamlos nutzen, um daraus ein neues Wundermittel gegen Krebs zu machen.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wenn ein pflanzlicher Wirkstoff in Reagenzglas eine Wirkung auf Krebszellen zeigt, heisst das noch lange nicht, dass man damit auch einen Tumor im menschlichen Organismus heilen kann. Die Situation im Körper eines Krebspatienten ist um ein vielfaches komplexer als die Situation im Reagenzglas. Und es ist in diesem Stadium der Forschung immer noch eine Vielzahl von Fragen ungeklärt.

Wie gelangen die Wirkstoffe in den Körper? Werden sie aus dem Darm in genügender Menge resorbiert oder müssen sie gespritzt werden? Gelingt es, im Organismus eine wirksame Konzentration aufzubauen über die nötige Zeit? Wieviel Ingwer müsste ich täglich dazu essen und ist das realistisch?  Und besteht dann, wenn es gelingt, eine wirksame Konzentration im Organismus aufzubauen, die Krebszellen tötet, nicht auch das Risiko von Schädigungen an gesunden Zellen?

Es gibt Tausende von Naturstoffen, die im Reagenzglas eindrückliche Effekte auf Krebszellen zeigen. Und die allermeisten dieser Substanzen scheitern dann, wenn es um den Nachweis von Wirkungen im lebenden Organismus von Krebspatienten geht. Das ist zugegebener massen jedesmal enttäuschend, aber es wäre ehrlich das so zu sagen.

Stattdessen blenden die Heilstrompeter im Internet diese Begrenzungen aus und machen ihre Geschäfte mit den Ängsten und Hoffnungen von gesunden Menschen und Krebskranken.

Darum kann man nur sagen: Lasst Euch nicht an der Nase herum führen und schaut genau hin.

Das ist nötig in jedem Bereich – unabhängig davon, ob die Aussagen und Versprechungen aus den Bereichen Medizin,

Komplementärmedizin, Alternativmedizin, Naturheilkunde oder woher auch sonst kommen.

Und es gilt sich immer wieder klar zu machen, dass es im Internet keine Qualitätskontrolle gibt. Jeder und jede kann dort (fast) alles publizieren. Das hat einerseits Vorteile, bringt aber auch massive Probleme mit sich.

Wer lernen will, wie sich Bullshit von Ernst zu nehmender Information unterscheiden lässt, kann das übrigens mindestens ein Stück weit in meinen Lehrgängen (Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar).

Und Ingwer ist im Übrigen durchaus eine interessante Heilpflanze.

 

Nur damit ich jetzt nicht wieder Vorwürfe bekomme, ich sei ein „Ingwerfeind“ und von der Pharmaindustrie oder der „Krebsmafia“ gekauft – hier ein paar „positivere“ Texte zur Wirkung von Ingwer:

Öko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als „gut“ bewertet

Metaanalyse: Ingwer reduziert Menstruationsschmerzen

Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Ingwer-Extrakt reduziert möglicherweise den Blutzucker

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegenÜbelkeit bei Chemotherapie

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen?

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

(aber eben: in Laborexperimenten an Zellen und in Tierversuchen; das tönt einfach nicht so heiss wie: Ingwer heilt Prostatakrebs)

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer lindert Muskalkater

 

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

 

Huch, das reicht jetzt als Beleg, dass ich kein Ingwerfeind bin…, oder? Solche Vorwürfe kommen nämlich regelmässig, wenn man etwas kritisches über Heilpflanzen schreibt. Es gibt dann immer Leserinnen und Leser, die meinen, sie müssten die angegriffene Heilpflanze verteidigen. Das ist aber ein Missverständnis. Ich kritisiere ja nicht die Heilpflanze Ingwer, sondern die fragwürdigen bis verantwortungslosen Versprechungen, die mit ihr in die Welt gesetzt werden.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Aromatherapie: Ätherische Öle gegen Einsamkeit und Langeweile?

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Beim Recherchieren bin ich gerade auf eine Aromatherapie-Internetseite gestossen, die eine ganze Reihe von fragwürdigen Empfehlungen enthält.

So werden zum Beispiel unter dem Titel „Einsamkeit und Langeweile“ passende ätherische Öle angepriesen:

Bergamotte, römische Kamille, Weihrauch, Rose, Muskatellersalbei, Palo Santo.

Das wirft eine ganze Reihe von grundsätzlichen Fragen auf. Deshalb kommentiere ich es hier:

 

1. Die Grundhaltung ist fragwürdig

Mir scheint es fundamental fragwürdig, für Einsamkeit und Langeweile ätherische Öle als Lösungsstrategie zu propagieren. Da wird das Heil bei persönlichen Herausforderungen in einem Mittel gesehen, das gekauft, von aussen zugeführt und konsumiert wird. Selbst wenn das funktionieren würde, wäre es fragwürdig.

Offenbar braucht es keine eigene Aktivität und Auseinandersetzung – beduften lassen genügt. Von der Haltung unterscheidet sich das nicht gross vom Einwerfen einer Tablette.

 

2. Die Wirksamkeit lässt sich im Einzelfall nicht überprüfen

Angenommen ich wende Muskatellersalbei an und die Einsamkeit bessert sich – was habe ich dann gelernt? Dass Muskatellersalbei gegen Einsamkeit hilft? Das ist keineswegs gewiss – die Einsamkeit könnte auch von selbst oder aus anderen Gründen verschwunden sein.

3. Quellenangaben und Begründungen fehlen

Fragwürdig ist auch, dass zu den aufgeführten ätherischen Ölen jede Erklärung und Begründung dazu fehlt, auf welcher Grundlage die Empfehlungen zustande kommen.

Bergamotte, Muskatellersalbei, Weihrauch, römische Kamille, Palo Santo, Rose – stehen ohne weitere Informationen auf der Liste.

Wie soll ich mir ein Urteil bilden dazu, ob die Angaben fundiert und glaubwürdig sind oder nicht? Das kann ich nur, wenn ich weiss, wie die Empfehlung zustande kommt.

Wer hat das empfohlen und aufgrund welcher Erfahrungen, Experimenten, Studien, Überlieferungen etc.

Solche Quellenangaben fehlen in der Aromatherapie-Literatur auch sonst an allen Ecken und Enden. So kann ich eine Empfehlung nur blind glauben oder blind ablehnen – und das halte ich für unwürdig.

4. Undifferenzierte Auszählungen sind nicht hilfreich

Eine rein quantitative, undifferenzierte Aufzählung – Bergamotte, Weihrauch, Muskatellersalbei, Palo Santo, römische Kamille, Rose – ist wenig hilfreich. Es müssten dazu qualitative Bewertungen mitgeliefert werden: Welches der aufgeführten ätherischen Öle ist in welcher Situation und in welcher Anwendungsform am wirksamsten? Und das auch noch möglichst mit Begründung.

5. Auf welche Art und Weise die Wirkung zustande kommen soll, ist vollkommen intransparent.

Nehmen wir einmal an, Weihrauch, Bergamotte, Muskatellersalbei, römische Kamille, Palo Santo und Rose hätten tatsächlich eine spezifische Wirkung bei Einsamkeit. Ich halte das für äusserst unwahrscheinlich, aber gehen wir einfach quasi „übungshalber“ davon aus, es sei so.

Dann wäre es wichtig zu wissen, wie genau die Beeinflussung der Psyche stattfindet, weil damit in ein psychodynamisches Kräftefeld eingegriffen wird, was auch negative Konsequenzen haben könnte.

Wird nur das Gefühl der Einsamkeit eliminiert, aber die Situation sonst ändert sich nicht? Das wäre fragwürdig, reine Symptombekämpfung und nicht weit entfernt vom Einsatz eines Tranquilizers. Mit psychischer Abhängigkeit müsste gerechnet werden.

Oder greifen römische Kamille, Bergamotte, Weihrauch, Muskatellersalbei, Rose und Palo Santo ursächlich ein zur Überwindung von Einsamkeit. Schwer vorstellbar, schliesslich gibt es ganz unterschiedliche Ursachen für Einsamkeit. Ist jemand einsam aus Schüchternheit und traut sich infolgedessen nicht, auf andere Menschen zuzugehen? Oder verhält sich jemand so unmöglich, dass niemand mit ihm zu tun haben will, und wird dadurch einsam? Oder ist jemand zwar von vielen Menschen umgeben, hat aber zu niemandem wirklich Kontakt und fühlt sich deshalb allein in der Masse?

Wo setzen da Muskatellersalbei, Bergamotte, Weihrauch, römische Kamille, Palo Santo und Rose genau an? Und könnte dieses Eingreifen nicht unerwünschte Nebenwirkungen haben?

Ähnliche Fragen wären zu stellen bezüglich der versprochenen Wirkungen dieser ätherischen Öle gegen Langeweile.

 

Auf der gleichen Website werden in diesem Aromatherapie-Portal zudem ätherische Öle propagiert bei Ärger, Angst, mangelndem Vertrauen, Depressionen, Müdigkeit, Erschöpfung, Burn-out, Trauer, Reizbarkeit, Unsicherheit, Panik und Panikattacken, Stress, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsmangel, sowie für Frieden und Glück.

Selber schuld, wer noch irgendwelche Probleme hat….

 

Als Fazit kann ich nur feststellen: Hier wird leere Luft verkauft.

Damit will ich aber nicht bestreiten, dass ätherische Öle therapeutische Wirkungen haben können. Es gibt sinnvolle Anwendungsbereiche für ätherische Öle, doch sind diese begrenzt und sollten auch so beschrieben werden.

Aber dieses Allumfassend-heilende, das für jede Befindlichkeitsstörung eine Lösung vorgaukelt, ist zutiefst fragwürdig. Fragwürdig daran ist also vor allem die zugrunde liegende Haltung – und weniger das Produkt.

Konsumentinnen und Konsumenten möchte ich ans Herz legen, solche Empfehlungen und Versprechungen nicht einfach zu schlucken, sondern genau und kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Den Link zu diesem Aromatherapie-Internetportal habe ich im Übrigen absichtlich weggelassen, weil ich für solchen Schrott nicht auch noch Werbung machen will. Sie finden ähnliche Empfehlungen in grosser Zahl im Internet und es geht mir mit diesem Kommentar auch mehr um Grundsätzliches als konkret um dieses Beispiel.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Lavendelöl-Kapseln gegen Angst und Depressionen

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Das Phytopharmakon Lasea®, das den patentierten Lavendelöl-Extrakt Silexan® in Kapselform enthält, ist seit 2009 in Deutschland zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung zugelassen. In der Schweiz liegt noch keine Zulassung vor.

In einer aktuellen Studie im Fachjournal »European Neuropsychopharmacology« zeigte Lasea auch Wirkungen bei Patienten mit gemischter ängstlicher und depressiver Symptomatik (DOI: 10.1016/j. euroneuro.2015.12.002).

An der randomisierten placebokontrollierten Studie beteiligten sich 318 Patienten mit ängstlicher und depressiver Verstimmung. Auf der Hamilton-Angst-Skala (HAMA), einem psychologischen Score zur Ermittlung der Schwere einer Angststörung, mussten die Testpersonen mindestens 18 Punkte erreichen. Die Studienteilnehmer bekamen zehn Wochen lang einmal täglich entweder eine Kapsel mit 80 mg Silexan oder Placebo.

Als primäre Endpunkte der Studie waren Veränderungen auf der HAMA-Skala (angstlösende Wirkung) sowie auf der MADRS (Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale), die die antidepressive Wirkung misst, festgelegt.

Unter Lasea reduzierte sich der HAMA-Score um 10,8 ± 9,6 Punkte, was verglichen mit Placebo (-8,4 ± 8,9) eine signifikante Verminderung der Ängstlichkeit bedeutete (p < 0,01). Gleiches traf auch für den zweiten primären Endpunkt zu: Der MADRS-Score reduzierte sich in der Lasea-Gruppe um 9,2 ± 9,9 Punkte, in der Placebo-Gruppe um 6,1 ± 7,6 Punkte (p < 0,001).

Insgesamt zeigten sich bei den mit Lasea behandelten Patienten Verbesserungen in Alltagskompetenz und Lebensqualität. Das Lavendelöl-Präparat erwies sich als gut verträglich. 10 Prozent der Probanden aus der Lasea-Gruppe berichteten über Aufstoßen.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=63320

 

Kommentar & Ergänzung:

Es geht bei Lasea also um die Einnahme von Lavendelöl in Kapselform, nicht um inhalative Anwendung, wie sie in Phytotherapie und Aromatherapie häufig vorkommt.

Bisher wurde Lasea hauptsächlich als Mittel gegen generalisierte Angststörungen angewendet und untersucht. Dass hier auch ein antidepressiver Effekt gemessen wurde, ist daher interessant.

Siehe auch:

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln Lasea bei Angststörungen

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Vollkornprodukte präventiv gegen Diabetes Typ 2, Hypercholesterinämie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas

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Die präventiven Wirkungen von Vollkornprodukten hinsichtlich Krankheiten, wie Diabetes Typ 2, Hypercholesterinämie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas seien sehr gut belegt, sagt Professor Stefan Lorkowski von der Universität Jena, der zugleich die Sektion Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) leitet.

In den letzten Jahren gab es allerdings Meldungen, dass Weizen etwa Adipositas (Fettleibigkeit) und chronische entzündliche Darmerkrankungen begünstigen soll. Derartige Aussagen seien sehr plakativ und aus wissenschaftlicher Sicht differenzierter zu betrachten, sagt der Jenaer Ernährungsexperte Professor Gerhard Jahreis. Vor allem für Vollkornprodukte, die einen hohen Ballaststoffgehalt aufweisen, gelte dies sicherlich nicht.

Um das Thema „Getreide“ drehte sich eine Ernährungsfachtagung der DGE an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Dort wurden unter anderen die Resultate einer Metaanalyse präsentiert. Darin konnte gezeigt werden, dass eine verminderte Einnahme von Stärke und Zucker durch einen gesteigerten Verzehr von Vollkornprodukten etwa das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen deutlich reduziert.

An der Ernährungsfachtagung wurde für Patienten mit Zöliakie auch auf Haferflocken hingewiesen, die als glutenfrei deklariert sind, und als ein balaststoffreiches und für viele der Betroffenen gut verträgliches Lebensmittel vorgestellt wurden.

Zur Sprache kam auch, dass immer mehr Gesunde auf glutenfreie Lebensmittel zurückgreifen, aus Angst und in dem Glauben, einen gesundheitlichen Vorteil davon zu haben – was jedoch nach Meinung der Fachleute nicht der Fall ist.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/898851/belegt-vollkornkost-wirkt-praeventiv.html?sh=7&h=1324713550

Kommentar & Ergänzung:

Wer die Vollkornzufuhr erhöhen möchte, sollte dies langsam schrittweise tun. Die allzu rasche Erhöhung der Vollkornmenge kann zu Blähungen führen.

Ernährung ist im übrigen ein wichtigerBestandteil der klassischen Naturheilkunde.

Siehe dazu:

Naturheilkunde – was ist das?

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Palliativmedizin: Cannabinoide gegen Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen

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Wenn schwerkranke Menschen an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen leiden, können Cannabinoide hilfreich in der Palliativtherapie sein.

Lebensqualität sei das herausragende Ziel für Menschen am Lebensende, sagte Professor Dr. Andreas S. Lübbe von der Palliativstation in Bad Lippspringe beim Münchner Fachpresse-Workshop Supportivtherapie.

Starke Schmerzen, Appetitlosigkeit (Anorexie), Fatigue, Erbrechen und Übelkeit belasten zahlreiche Kranke enorm – und auch ihre Angehörigen.

Wenn Patientinnen oder Patienten nicht essen können oder wollen kann das zu starkem Gewichtsverlust und zu krankhafter, starker Abmagerung (Kachexie) führen.

Cannabis kann unter anderem den Appetit anregen. Dronabinol-Tropfen enthalten THC und können deshalb Appetit und Geschmackserleben anregen und Übelkeit vermindern.

Lübbe nannte die Cannabinoide als einen Baustein zur medikamentösen Behandlung der Anorexie (Appetitlosigkeit).

Derzeit gibt es in Deutschland nur ein entsprechendes Fertigarzneimittel auf dem Markt: den Mundspray Sativex® zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Spastik bei MS-Patienten.

Eine Alternative dazu bietet die Dronabinol-Rezeptursubstanz, die in Apotheken gemäß NRF-Vorschrift zu öligen Tropfen (25 mg/ml) oder Kapseln (2,5 oder 5 oder 10 mg/Kapsel) verarbeitet werden kann. Informationen zur Rezeptur stellt der Hersteller unter www.bionorica-ethics.de zur Verfügung.

Das Rezepturarzneimittel muss von einem Arzt oder einer Ärztin auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet werden.

Als Indikationen für Dronabinol gelten unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Anorexie bei Krebs- oder Aidspatienten sowie Spastizität und Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss).

Ebenso gebe es eine hohe Evidenz bei Patienten mit Kachexie-Syndrom, sagte Lübbe. Dronabinol könne Appetit und Geschmackserleben anregen und Übelkeit mildern.

Appetitanregung und Muskelrelaxation sind laut Hersteller die Hauptwirkungen von Dronabinol.

Weniger ausgeprägt sind die Effekte gegen Übelkeit und Erbrechen, gegen Schmerzen und Angst, sowie die beruhigenden und entzündungswidrigen Wirkungen.

Dronabinol kommt darüber hinaus zur Anwendung bei Schmerzen anstelle von oder ergänzend zu Opioiden. Lübbe hält dies vor allem für sinnvoll, wenn Patienten an weiteren Symptomen leiden, gegen die Cannabinoide wirksam sind. Als Beispiele erwähnte er Übelkeit, Anorexie, Spastizität, Hypersalivation und Schlafstörungen.

Zur Appetitstimulation sollte man mit einer tiefen Dosis anfangen und langsam auftitrieren. Das bedeutet: Zu Beginn zweimal täglich einen bis drei Tropfen der öligen Lösung (0,83 bis 2,5 mg) geben und alle drei Tage steigern. Lübbe sagte, dass die meisten Patienten nicht mehr als 10 mg pro Tag brauchen.

Höhere Dosierungen kommen in der Regel zur Anwendung bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen sowie zur Schmerzbehandlung.

Als unerwünschte Wirkungen können typischerweise auftreten: Schwindel (mehr als 10 Prozent der Patienten) sowie Müdigkeit, Amnesie, Dysarthrie (Sprechstörungen) und affektive Störungen.

Kontraindikationen für Dronabinol sind psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen, Panikattacken oder Depression sowie Krampfanfälle und Epilepsie in der Anamnese.

Lübbe hält Cannabinoide für eine Bereicherung in der Palliativmedizin und verlangte »mehr Mut zum Einsatz«.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=57248

Kommentar & Ergänzung:

Weitere Informationen zu Dronabinol, Sativa-Öl und Sativex finden Sie hier:

Dronabinol / THC vermindert Dickdarmbewegungen bei Reizdarmpatienten

Cannabis-Medikamente bereichern Schmerztherapie und Palliativmedizin / Palliative Care

Neues Cannabismedikament in der Schweiz (Sativa-Öl)

Cannabis für Patienten in der Schweiz legal erehältlich (Dronabinol / Cannabistinktur)

Cannabis-Wirkstoffe neben THC zunehmend auch Cannabidiol (CBD) im Fokus

Cannabis-Kapseln besser wirksam als ein Joint

 

Cannabis-Wirkstoff gegen Epilepsie erforscht

Cannabis als Heilmittel – Zulassung für Sativex-Spray in Deutschland

Cannabis als Heilpflanze – es tut sich was

Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie begrüsst erleichterte Zulassung für Cannabis-Medikamente

 

 

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Lavendelöl-Präparat bei Angststörungen

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An der Pharma World in Düsseldorf kommentierte Dr. Mario Wurglics von der Goethe-Universität Frankfurt Forschungsergebnisse zum Lavendelöl-Präparat Silexan.

Das Präparat aus Lavandula angustifolia sei ein rationales Phytopharmakon zur Therapie von Angststörungen bei Erwachsenen. Es habe eine belegte Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit, löse keine Sedierung aus und verbessere die Schlafqualität.

In der S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen werde Silexan bei den pflanzlichen Präparaten genannt. Es enthält ein spezielles Lavendelöl mit einem Gehalt an Linalool und Linalylacetat von etwa 80 Prozent. Das sei extrem hoch, sagt Wurglics.

In zwei Studien zeigte sich Silexan laut Wurglics dem Placebo deutlich überlegen und war vergleichbar wirksam zu Lorazepam. 2014 wurde eine dritte Studie veröffentlicht, bei der Silexan (80 oder 160 mg) sowohl dem Paroxetin als auch einem Placebo überlegen war.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=60027

Kommentar & Ergänzung:

Silexan ist ein „optimiertes“ Lavendelöl mit einem besonders hohen Gehalt an den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen Linalool und Linalylacetat. Die Kapseln sind in Deutschland unter dem Namen Lasea® im Handel. In der Schweiz können sie von Apotheken aus Deutschland besorgt werden.

Siehe auch:

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln Lasea bei Angststörungen

Arznei-Telegramm kritisiert Lavendelöl-Präparat Lasea

Bfarm wehrt sich gegen Kritik an der Zulassung des Lavendelöl-Präparats Lasea

Lavendelöl-Kapseln reduzieren Angst bei Depressionen (Fallstudie)

Studie: Lavendelöl lindert Angststörungen

 

 

 

Lavendelöl reduziert Angst und bessert den Schlaf

Phytotherapie: Lavendelöl als Angstlöser

 

Phytotherapie: Lavendelöl gegen Unruhe

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

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Wutausbrüche steigern Herzinfarktrisiko

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Emotionale Ausnahmesituationen wie Wutausbrüche oder große Angst könnten das Risiko für einen Herzinfarkt kurzfristig um ein Vielfaches vergrössern. Dies berichten Wissenschaftler der University of Sydney. Die Arbeitsgruppe um Thomas Buckley publizierte ihre Resultate im European Heart Journal (doi: 10.1177/2048872615568969).

Forscher der Harvard University berichteten bereits 2014 im European Heart Journal über den Zusammenhang zwischen Wutausbrüchen und einem nachfolgend angestiegenen Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Das Risiko für einen Schlaganfall steige zwei Stunden nach dem Erregungszustand um das Dreifache, für einen Herzinfarkt sogar um das Fünffache.

Die Wissenschaftler um Buckley wollten im Rahmen ihrer Studie diesen Zusammenhang weiter überprüfen und untersuchen, ob auch andere emotionale Zustände wie große Angst einen Myokardinfarkt triggern könnten.

Die Forscher aus Sydney konnten mit ihrer Studie nach ihrer eigenen Bewertung die Resultate der Harvard-Forscher weiter untermauern.

Stressverminderung und Anti-Aggressionsübungen könnten nach Ansicht der Wissenschaftler für Patienten mit einer Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und einem hohen kardiovaskulären Risiko wichtige Präventionsmaßnahmen sein.

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62006/Wutausbrueche-erhoehen-Herzinfarktrisiko

Studie im European Heart Journal:

http://acc.sagepub.com/content/early/2015/02/20/2048872615568969.full

 

Kommentar & Ergänzung:

Falls Sie sich für das Thema „Symbolik des Herzens“ interessieren, finden Sie hier einen Artikel von mir in der Zeitschrift „Reflexe“:

Symbolik des Herzens

Vielleicht hat das ja auch einen präventiven Effekt…..

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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