Archive for the ‘Phytotherapie’ Category
Freitag, Februar 3rd, 2012
Als Perubalsam (Balsamum peruvianum) wird der Balsam aus den eingeritzten, geschwelten Stämmen des Balsambaums Myroxylon balsamum var. Pereirae bezeichnet. Perubalsam wird medizinisch unter anderem zur Förderung der Wundheilung, bei Hauterkrankungen und Erkältungskrankheiten eingesetzt. Perubalsam ist ein bekanntes Kontaktallergen und kann eine allergische Kontaktdermatitis und andere Hauterkrankungen auslösen.
Perubalsam-Produkte in der Schweiz
Perubalsam ist in der Schweiz unter anderem ein Bestandteil in Erkältungssalben, Balsam-Stiften und Lippenbalsamen (Dermophil Indien®, Peru-Stick®), Zugsalben (Leucen®), Nasensalben (H.E.C.®) und Heilsalben (Rapura®, Zeller Balsam®). Es handelt sich dabei überwiegend um traditionelle Arzneimittel, die bereits seit Jahrzehnten im Handel sind.
Inhaltsstoffe des Perubalsams
Perubalsam enthält einen hohen Anteil an Estern, hauptsächlich Benzylester der Benzoesäure und der Zimtsäure. Das Gemisch wird auch Cinnamein genannt.
Wirkungen des Perubalsams
Perubalsam soll antimikrobiell, antiseptisch, wundheilungsfördernd und antiparasitär wirken.
Anwendungsgebiete für Perubalsam
Hauptsächlich Schrunden, Rhagaden, trockene Lippen, Hautaffektionen, schlecht heilende Wunden, Frostbeulen, Scabies, Erkältungskrankheiten,
Hämorrhoiden.
Unerwünschte Wirkungen des Perubalsams
Perubalsam ist ein bekanntes Kontaktallergen und kann eine allergische Kontaktdermatitis, phototoxische und weitere Hautreaktionen verursachen. Er sollte deshalb nur zurückhaltend eingesetzt werden.
Quelle:
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Perubalsam
Kommentar & Ergänzung:
In der Krankenpflege wurde früher Perubalsam zur Behandlung von Dekubitus eingesetzt. Dieser Anwendungsbereich wurde wieder fallengelassen wegen dem hohen Allergisierungspotenzial des Perubalsams.
In Form von Dermophil Indien® und Peru-Stick® ist er aber zur Behandlung von Schrunden und Rhagaden auch heute noch im Einsatz und auch wirksam.
Die Anwendung sollte aber aufgrund des Allergisierungspotenzials nicht länger als eine Woche dauern. Fragwürdig ist daher die Anwendung in Lippenpomaden, weil diese meist täglich über längere Zeit benutzt werden.
Perubalsam wurde (oder wird?) zudem angewendet als Fixateur in der Parfumerie.
Myroxylon balsamum ist übrigens in den Bergwäldern der Küstenregion von San Salvador beheimatet und wird unter anderem auch angebaut auf Jamaika sowie Sri Lanka. Haupterzeugerland für Perubalsam ist aber San Salvador. Interessieren würde mich, wie der Perubalsam zu seinem Namen kommt, wenn er doch nicht aus Peru stammt.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Donnerstag, Februar 2nd, 2012
Thymol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der ätherischen Öle und eine natürliche Komponente des Thymianöls.
Thymol hat antiseptische Eigenschaften und wird vor allem gegen Erkältungskrankheiten sowie als Tierarzneimittel gegen Varroamilben bei Honigbienen angewendet.
In welchen Produkten wird Thymol eingesetzt?
Thymol ist in Kombination mit anderen ätherischen Ölen unter anderem als Salbe, Lösung und Öl vorwiegend in Erkältungsmitteln enthalten (z.B. Vicks VapoRub®).
Als Tierarzneimittel ist Thymol in Form von Verdampfungsplättchen und als Gel erhältlich (Thymovar®, Apiguard®, Api Life Var®).
Thymol wirkt antiseptisch, hautreizend, expectorierend ( = auswurffördernd) und akarizid (milbentötend) gegen die Varroamilben bei Bienen.
Quelle:
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Thymol
Kommentar & Ergänzung:
In Aromatherapie und Phytotherapie kommt Thymol als Bestandteil von Thymianöl zur Inhalation bei Husten und Schnupfen zur Anwendung.
Die Phytotherapie nutzt die Wirkung von Thymol auch in Form von Thymiantinktur. Bei der Herstellung dieser Pflanzentinktur löst sich jedenfalls das Thymianöl mit dem Thymol sehr gut im alkoholischen Lösungsmittel.
Etwas schlechter ist die Löslichkeit von Thymianöl / Thymol, wenn ein Thymiantee zubereitet wird. Wasser als Lösungsmittel ist für ätherische Öle nicht optimal, so dass sie nur teilweise in den Kräutertee übergehen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Mittwoch, Februar 1st, 2012
Maisgriffel werden im Internet für die verschiedensten Anwendungsbereiche propagiert: Nierenbeschwerden, Blasenbeschwerden, Cellulite, Fettleibigkeit, Nierensteine, Ödeme, Bluthochdruck, Rheuma, Gicht, Arthritis, Schmerzen……
Immer wieder taucht auch die Empfehlung von Maisgriffel als Schlankheitsmittel auf.
Die Empfehlungen im Internet überborden und sind zum Teil ziemlich abenteuerlich. Dem entgegen steht eine ausgesprochen magere Datenlage. Als glaubwürdig dokumentiert gilt in der Phytotherapie-Fachliteratur nur gerade eine leichte harntreibende Wirkung, wahrscheinlich aufgrund des hohen Kaliumgehalts. That’s it. Davon wird jedenfalls niemand schlank.
Aber mit grossartigen Versprechungen lassen sich gute Geschäfte machen.
Immer wenn es um Heilungsanpreisungen geht, scheint mir ein Rat von Erich Fromm bedenkenswert:
„Da das meiste, was wir hören oder in den Zeitungen lesen, zu Tatsachen verdrehte Interpretationen sind, ist es weitaus am besten, äusserst skeptisch zu sein und von der Annahme auszugehen, dass der grösste Teil von dem, was wir hören, wahrscheinlich eine Lüge oder Verzerrung ist. Wenn dies zu hart und zynisch klingt, so möchte ich beifügen, dass ich dies nicht ganz wörtlich meine. Dennoch möchte ich betonen, dass diese Einstellung viel gesünder ist, als vom Gegenteil auszugehen, nämlich zu meinen, die Leute sagen die Wahrheit, ausser man kann das Gegenteil beweisen. Vielleicht klingt meine Empfehlung weniger menschenfeindlich, wenn ich betone, dass es um den Wahrheitsgehalt von Aussagen geht und nicht um die Frage, ob jemand lügt oder nicht. Aber erwiesenermassen glauben die meisten Menschen, deren Aussagen unwahr oder halbwahr sind, dass sie wirklich die Wahrheit sagen – oder zumindest überreden sie sich selbst dazu.“
Zitat aus: Erich Fromm, Vom Haben zum Sein, Beltz 1989
Hinweise darauf, dass Maisgriffel schädlich wäre, gibt es allerdings keine.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Montag, Januar 30th, 2012
Menthol kommt in Pflanzen der Gattung Mentha (Minzen) vor. Es ist der Hauptbestandteil im ätherischen Öl der Pfefferminze (Mentha piperita, Lamiaceae). Menthol wird synthetisch hergestellt oder aus der japanischen Minze (Mentha arvensis var. piperascens) gewonnen.
Menthol wird in zahlreichen Präparaten eingesetzt, die bei Schnupfen „Luft“ geben sollen. Interessant daran ist, dass nicht wirklich mehr Luft durch die Nase geht, sondern nur die Empfindung einer freieren Nase ausgelöst wird.
„Pharmawiki“ beschreibt diesen Effekt so:
„Bei Schnupfen und verstopfter Nase in Form von Inhalierstiften, Nasenmitteln oder Erkältungsbalsamen. Menthol löst bei der Inhalation ein Frischegefühl in der Nase aus und hat einen subjektiv (aber nicht objektivierbaren) befreienden Effekt. Es sollte nicht bei Säuglingen oder Kleinkindern angewendet werden, da dies zu einem Atemstillstand führen kann.“
Quelle:
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Menthol
Kommentar & Ergänzung:
Menthol reizt die Kälterezeptoren in der Nasenschleimhaut, wodurch der Eindruck entsteht, dass die Nase freier wird:
„Es wirkt am Kälte-Menthol-Rezeptor (TRPM8), daher hat Menthol einen (scheinbar) kühlenden Effekt beim Auftragen auf die Haut, die Körpertemperatur wird jedoch nicht beeinflusst. Diese Wirkung ist vergleichbar mit der von Capsaicin (scheinbar heißer Effekt).“
(Quelle: Wikipedia)
Menthol wird auch eingesetzt als Lokalanästhetikum bei Juckreiz.
Menthol bzw. Pfefferminzöl bewähren sich auch bei Spannungskopfschmerzen.
Weiteres zu Menthol:
Pfefferminzöl lindert Spannungskopfschmerzen
Hilft Menthol gegen medikamenteninduzierte Polyneuropathie bei Chemotherapie?
Pfefferminzöl bei Reizdarm schmerzlindernd
Menthol & Kampfer – warum nicht zusammen mit Homöopathie?
Schnupfen: Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Latschenkiefernöl
Spannungskopfschmerzen lindern mit Pfefferminzöl oder Tigerbalsam
Phytotherapie: Pfefferminzöl bei Reizdarmsyndrom
Pflanzenheilkunde: Pfefferminze lindert Übelkeit
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Sonntag, Januar 29th, 2012
Heilpflanzen-Anwendungen eignen sich gut zur Linderung zahlreicher Beschwerden, die als Begleiterscheinung der Tumorerkrankung oder als Folge von Chemotherapie oder Strahlentherapie auftreten. In der Palliative Care ermöglichen Heilpflanzen-Anwendungen Pflegenden in Situationen, in denen sie wenig zur Linderung des Leidens beitragen können, oft noch positive Veränderungen. Auch können sie dadurch den Angehörigen sinnvolle Instrumente in die Hand geben, womit diese im alltäglichen Umgang mit ihren Verwandten ebenfalls handlungsfähiger werden.
Ein Weiterbildungstag in Winterthur liefert dazu das nötige Wissen.
Als Zielgruppe angesprochen sind vor allem Berufsleute aus der Krankenpflege, zum Beispiel aus Onkologie-Stationen oder aus Palliative Care Diensten, aber auch Spitex und Pflegeheimen. Die Seminare sind aber gut verständlich, so dass auch Krebspatienten und ihre Angehörigen sowie weitere Interessierte daraus Nutzen ziehen können. Ebenso willkommen sind Teilnehmende aus Naturheilkunde und Medizin.
Es geht in diesem Weiterbildungstag um Themen wie:
Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit / Erbrechen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Stimmungseinbrüche, Blasenentzündung, reduzierte Abwehrkraft, erhöhte Blutungsneigung, Hautschäden / Entzündungen….und um Ihre Fragen zum Thema.
Kursleitung: Martin Koradi
Datum: 14. November 2012
Der Weiterbildungstag basiert auch dem Workshop, den ich über mehrere Jahre an den Tumortagen des Kantonsspitals Winterthur gehalten habe.
Weitere Informationen hier:
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Sonntag, Januar 29th, 2012
Es gibt gute Tipps und gutgemeinte Tipps.
Gutgemeinte Tipps gegen den Knoblauch-Geruch gibt das Internetportal „madonna“.
Zuerst wird der Knoblauch als eines der universellsten Heilmittel gelobt. Er halte Herz- und Kreislauf jung, bekämpfe Viren, Bakterien und Entzündungen, beuge Herzkreislauferkrankungen vor, unterstütze die Verdauung und schütze vor Krebs.
Sein einziges Manko sei der strenge Geruch. Nicht nur via Atemluft mache er sich bemerkbar, er finde auch den Ausgang über die Drüsen der Haut.
Dann geht der Text auf „madonna“ konkreter auf den Knoblauch-Geruch ein:
„Verantwortlich für den penetranten Geruch ist das Allicin im Knoblauch. Es enthält Schwefel, der unseren Geruchssinn reizt. Das Allicin wandert über den Blutkreislauf in den ganzen Körper.“
Milch neutralisiere den Knoblauch-Geruch, schreibt „madonna“:
„Milch soll einer US-Studie der Ohio State University zufolge, das beste Mittel gegen die Knoblauchfahne sein. Sie neutralisiert 50 Prozent der Schwefelverbindungen im Atem. Trinken Sie ein Glas Milch beim Essen oder danach.“
So wie Milch binde auch Chlorophyll Geruchsstoffe. Wer beides miteinander kombinieren wolle, solle einen halben Bund gehackte Petersilie in die Milch geben und alles gemeinsam pürieren.
Als Tipps für kurzfristige Abhilfe nennt „madonna“ noch: Schokolade lutschen, Kaffeebohnen zerkauen und die Finger nach dem Knoblauchschneiden an einem Chromstahlstein reiben.
Quelle:
http://madonna.oe24.at/gesund/Knoblauch-Geruch-wegmachen-Das-hilft/53344090?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+oe24-Gesund+%28oe24+-+Gesund%29
Kommentar & Ergänzung:
Milch und Chlorophyll binden also schwefelhaltige Inhaltsstoffe, die für den Knoblauch-Geruch verantwortlich sind. Schön und gut. Erwähnen müsste man in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Knoblauchs nach gegenwärtigem Wissensstand auch zum grössten Teil für die therapeutischen Wirkungen dieser Heilpflanze verantwortlich sind.
Wer auf diese Art den Knoblauch-Geruch vermindert, reduziert wahrscheinlich auch die Wirkung. Wenn man Knoblauch in der Küche als Gewürz verwendet, spielt das keine Rolle, wenn man ihn als Heilpflanze einsetzt allerdings schon. Für diesen Fall ist der „Madonna-Tipp“ wohl eher gutgemeint.
Siehe auch:
Phytotherapie: Knoblauch kann zur Blutdrucksenkung beitragen
Knoblauch – Bärlauch – Zwiebel & Co.
Knoblauch gegen Erkältungen
Knoblauch entspannt Blutgefässe dank Schwefelwasserstoff
Studien bestätigen günstige Wirkungen von Knoblauch-Extrakt auf Herz und Gefässe
Knoblauch: Studien bestätigen günstige Einflüsse auf Herz und Gefässe
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Freitag, Januar 27th, 2012
Arnika (Arnica montana) ist eine der bekanntesten Heilpflanzen. Sie wird vor allem eingesetzt als Arnikagel / Arnikasalbe oder als (verdünnte) Arnikatinktur.
Folgende Anwendungsbereiche gelten in der Phytotherapie als anerkannt:
„Zur äußerlichen Anwendung bei Verletzungs- und Unfallfolgen, z.B. bei Hämatomen, Distorsionen, Prellungen, Quetschungen, Frakturödemen; außerdem bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden. Entzündungen der Schleimhäute von Mund- und Rachenraum; Furunkulose und Entzündungen als Folge von Insektenstichen; oberflächliche Venenentzündung (Kommission E); äußerlich bei Blutergüssen Verstauchungen und Entzündungen infolge von Insektenstichen; bei Mundschleimhautentzündungen, aphthenartigen Geschwüren; zur symptomatischen Behandlung von rheumatischen Beschwerden (ESCOP).“
Quelle: http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/arnika.php
Kommentar & Ergänzung:
Arnika gehört zu den bekanntesten Alpenpflanzen und wächst auf sauren Böden.
Eine gute Übersicht zu den Wirkungen von Arnika gibt Wikipedia:
„Den antiken Schriftstellern war Arnika als Heilpflanze nicht bekannt. Die wohl früheste Erwähnung findet sich bei Hildegard von Bingen. Bei der von ihr als „Wolfsgelegena“ bezeichneten Pflanze könnte es sich um die Arnika handeln. Ab dem 18. Jahrhundert wurde Arnika tatsächlich bei Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Das Anwendungsspektrum war weit gefächert, neben Blutergüssen und allgemeinen Verletzungen wurden auch Krampfadern, Venenentzündungen, Gicht und Rheuma behandelt. Außerdem fand eine Verwendung als Analeptikum und Stimulans statt. Häufig wurde es auch missbräuchlich als Abortivum benutzt.
Heutzutage wird Arnika zur äußeren Anwendung bei Verletzungen und bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet. Die Anwendung ist dabei zugelassen und klinisch belegt.
Bei der äußeren Anwendung wird am häufigsten eine (alkoholische) Tinktur hergestellt. Hierbei gehen die meisten Sesquiterpenlactone in Lösung. Auf Wasserbasis kann man auch einen wässrigen Auszug verwenden, bei dem 75 % der Sesquiterpenlactone in Lösung gelangen. Tinkturen bzw. Auszüge zur äußeren Anwendung wirken antimikrobiell und antiphlogistisch. Arnika-Salben bzw. Arnika-Gele können auch bei Veneninsuffizienz einen therapeutischen Effekt erzielen.
Da die innere Anwendung nicht zugelassen ist, wurden sehr viele Teepräparate vom Markt genommen. Nur zur äußeren Anwendung sind diese erlaubt, wenngleich nicht zum Dauergebrauch. Hierbei wurden Arnikablüten mit kochendem Wasser überbrüht und ausgesiebt. Heutzutage ist die Teebereitung indes nicht mehr so gebräuchlich.
Besonders in der Homöopathie werden Arnika-Potenzen häufig bei Blessuren eingesetzt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten keinen Nutzeffekt dieser Präparate feststellen.“
(Quelle: Wikipedia)
Mit „Arnika-Potenzen“ sind homöopathische Globuli gemeint. Erkennbar sind diese Produkte an den Verdünnungsstufen, die dem Namen “Arnica” folgen. Also zum Beispiel Arnica D6, Arnica C30, Arnica C200.
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