Gefängnis-Experiment: Naturfilme reduzieren Aggressionen

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Naturaufnahmen wirken offenbar beruhigend auf Gefängnisinsassen.

Das legt das Resultat eines Experiments von Psychologen und Therapeuten in den USA nahe. Sie hatten für Häftlinge in Einzelhaft im Fitnessraum einen Bildschirm an die Wand montiert, auf dem ein Jahr lang Naturvideos mit Aufnahmen von Bergseen, Wüsten oder Regenwäldern liefen. Diese Bilder konnten sich die Häftlinge anschauen, während sie vier bis fünf mal die Woche ihr Fitnessprogramm absolvierten.

Die Insassen sagten hinterher, dass die Videos beruhigend auf sie wirkten – und das auch noch Stunden nach dem Sport. Manche berichteten, dass die Erinnerung an die Naturbilder ihnen auch helfe, sich in kritischen Situationen wieder zu beruhigen. Auch die Wärter stellten fest, dass die Naturfilme sich positiv ausgewirkt haben. Im Schnitt habe es ein Viertel weniger Tätlichkeiten von Häftlingen gegeben, die an dem Programm teilnahmen.

Quelle:

http://www.deutschlandfunk.de/gefaengnis-experiment-naturfilme-gegen-aggressionen.2850.de.html?drn:news_id=787273

https://www.eurekalert.org/pub_releases/2017-09/uou-nic082817.php

 

Kommentar & Ergänzung:

Nun ja, sehr überraschend scheint mir dieses Ergebnis eigentlich nicht. Und ich bin sicher, das klappt auch ausserhalb des Gefängnisses – und am besten in der realen Natur…….

Wie wärs mit einer Kräuterwanderung….?

Bewegung in der Natur ist gut für Stressabbau und Burn-out-Prävention. Das sag ich ganz ohne Studien.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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[Buchtipp] Farne, Moose, Flechten von Christian Kainz, Bernhard Marbach

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Farne-Moose-FlechtenVerlagsbeschreibung

Viele Farne, Moose & Flechten sind natürliche Anzeiger für Schadstoffe. Ebenso weisen sie etliche Verbindungen zu unserer Kulturgeschichte auf oder haben gar magische Bedeutung. Dennoch sind die Arten eher unscheinbar. Allen Naturfreunden, die sich mehr mit diesen häufig Schatten liebenden Gewächsen beschäftigen wollen, gibt der Band Farne, Moose & Flechten die Möglichkeit dazu. Darin haben die Biologen Bernhard Marbach und Christian Kainz die häufigsten und auffälligsten Arten zusammengestellt. Bei näherer Betrachtung eröffnet sich dabei eine verblüffende Formenvielfalt. Das praktische Format des Führers ist ideal, um selbst auf Erkundungstour zu gehen. Neben einer detaillierten Beschreibung samt Vorkommen und Besonderheiten machen über 100 brillante Farbfotos und zahlreiche Grafiken die Bestimmung kinderleicht. Verständlich und kompetent werden zahlreiche Themen behandelt, etwa Fortpflanzung und die dazugehörigen Stadien sowie Verwendung der Pflanzen im täglichen Leben. Ob verarbeitet in Kosmetik oder Medizin, als Anzeiger für das Alter von Bauwerken oder den Zustand ihrer Umwelt sind sie von Nutzen. Viel Wissenswertes über diese unauffälligen Gewächse findet sich nachvollziehbar beschrieben in Farne, Moose & Flechten. Zum Shop

 

Kommentar

Moose, Farne und Flechten fallen nicht so auf wie Blütenpflanzen. Sie müssen für ihre Fortpflanzung nicht von Insekten wahrgenommen und gefunden werden. Unscheinbarkeit ist für sie kein Nachteil.  Wer sich aber intensiver mit Moosen, Farnen und Flechten befasst, entdeckt ihre Schönheit. Ein grosser Teil der Moose, Farne und Flechten ist nur von Spezialisten bestimmbar, doch gibt es auch in paar einfacher erkennbare Arten, zum Beispiel Isländisches Moos, Rentierflechte, Wolfsflechte, Adlerfarn.

Als Anfängerin oder Anfänger sollte man also nicht den Anspruch haben, mit diesem Bestimmungsbuch in kurzer Zeit die Moose, Farne und Flechten botanisch im Griff zu haben. Dieses schöne Werk bietet aber einen sehr ansprechenden Einblick in die Vielfalt der Moose, Farne und Flechten. Ein empfehlenswerter Begleiter auf Naturexkursionen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde in Winterthur (Schweiz)

 

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[Buchtipp] Ulmer Naturführer Orchideen Europas, von Helmut Baumann, Siegfried Künkele und Richard Lorenz

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Orchideen-EuropasVerlagsbeschreibung

Unentbehrlich für jeden Orchideen-Liebhaber.
– umfassend: über 450 Arten und Unterarten wild wachsender Orchideen in Europa und angrenzenden Gebieten
– brillant: über 600 meisterhafte Farbfotos
– nützlich: präzise Artbeschreibungen, umfangreiche Informationen
Faszinierend ist die Vielfalt der wild wachsenden Orchideen, die in zahlreichen Arten und Unterarten vorkommen. Dieser umfassende Naturführer stellt 454 Arten und Unterarten Europas und der angrenzenden Gebiete von den Azoren bis Iran und Nordafrika bis Grönland in Wort und Bild vor. Das Buch enthält – komplett und völlig neu bearbeitet – präzise Artbeschreibungen sowie Angaben zu Synonymen, Blütezeit, Variabilität, Verwechslungsmöglichkeiten, Vorkommen, Areal und Gefährdung.
Meisterhafte Farbfotos zeigen die Arten im natürlichen Lebensraum. Ein unentbehrliches Werk für jeden Botaniker, Hobby-Botaniker,Orchideen- und Pflanzenfreund. Zum Shop

 

Kommentar

Dass es bei uns wild wachsende Orchideen gibt, ist nicht allen Menschen bekannt. Orchideen verbinden manche nur mit dem Blumengeschäft. Viele unserer einheimischen Orchideen stehen aber den Zuchtformen in der Schönheit von Formen und Farben kaum nach. Daneben gibt es allerdings auch sehr unscheinbare Orchideenarten (zum Beispiel die Zwerg-Orchis).

Dieses umfassende und brilliante Buch wird aber Anfängerinnen und Anfänger mit seiner Vielfalt möglicherweise überfordern.

Für den Anfang würde ich ein Buch vorziehen, das sich auf die Orchideen der Schweiz beschränkt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen.

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Weissdornbeeren für Sirup und Kompott

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Wenn der Herbst ins Land zieht, leuchten die Früchte des Weissdorns rot in den Hecken. Dass die Beeren essbar sind, ist nur wenigen bekannt. Roh hat das Fruchtfleisch allerdings eine mehlige Konsistenz. Erst nach der Verarbeitung zu Kompott, Gelee, Saft, Sirup oder Chutney entfalten die Früchte ein angenehm süß-säuerliches Aroma. Sie lassen sich auch gut mit anderem Obst wie Äpfeln, Quitten und Holunderbeeren kombinieren. Ein Mus aus Weißdornbeeren kann als Brotbelag verwendet werden und gibt Müsli, Joghurt und Quark einen speziellen Geschmack. Dafür werden die Weissdornfrüchte in etwas Wasser für acht bis zehn Minuten weichgekocht, danach abgegossen und durch ein Sieb gestrichen. Wer es gerne süsser hat, kann einen Teelöffel Agavensirup oder Honig beigeben.

Auch in der traditionellen Pflanzenheilkunde ist der Weissdorn bekannt. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl den Weißdorn als Heilpflanze für Herz und Kreislauf. Bei Bluthochdruck und Schwindel soll ein Weissdorntee aus den getrockneten Blüten und Blättern helfen. Die Früchte enthalten unter anderem viel Vitamin C und Provitamin A sowie den Ballaststoff Pektin.

Weissdornfrüchte reifen zwischen August und Oktober. Beim Pflücken sollte man Vorsicht walten lassen und Handschuhe tragen, da Weißdorn sehr dicht wächst und mit zahlreichen Dornen bestückt ist. Ausserdem können die roten Beeren unschöne Flecken auf Textilien hinterlassen. Vor der Zubereitung werden die Weissdornfrüchte vom Stiel abgezogen und vor der weiteren Verarbeitung gründlich gewaschen. Ein paar Früchte sollten jedoch am Strauch bleiben, da sie über 30 verschiedenen Vogelarten als Nahrung dienen. Auch für zahlreiche Insektenarten und kleine Säugetiere ist der Weißdornstrauch eine gute Lebensgrundlage.

Quelle:

https://www.bzfe.de/inhalt/weissdorn-30849.html

 

Kommentar & Ernährung:

Erfreulich, dass das „Bundeszentrum für Ernährung“ (BzfE) die Weissdornfrüchte als Nahrungsmittel vorstellt.

Die Phytotherapie verwendet meistens Weissdornblüten und Weissdornblätter als Weissdorntee, Weissdorntinktur oder Weissdornextrakt.

Weissdornfrüchte (genauer: Scheinfrüchte) werden selten eingesetzt, kaum als Tee, manchmal aber als Tinktur.

Die Weissdornfrüchte enthalten wie Blüten und Blätter die typischen Wirkstoffe des Weissdorns – Flavonoide und oligomere Poranthocyanidine – allerdings tendenziell in geringerer Konzentration. Gemäss den Standardwerken „Biogene Arzneimittel“ und „Teedrogen und Phytophamaka“ nimmt der Wirkstoffgehalt der Weissdornfrüchte mit zunehmender Reife ab.

Das dürfte die Wirksamkeit der Früchte einschränken, zumal Weissdorn über längere Zeit in recht hohen Dosierungen engenommen werden muss.

Diese nötige hohe Zufuhr an Wirkstoffen kann bei Weissdorntee und Weissdornextrakt aus Blüten und Blättern erreicht werden, kaum jedoch mit Weissdorntinktur.

Siehe dazu:

Pflanzentinkturen oder Kräutertees?

Bei Sirup oder Kompott aus Weissdornfrüchten müsste man wohl unrealistisch hohe Dosen täglich über lange Zeiträume einnehmen, um eine relevante Wirkstoffzufuhr zu erzielen. Als Heilmittel für Herz & Kreislauf sind Weissdornkompott und Weissdornsirup sehr fraglich, vor allem auch, weil dazu reife Früchte verwendet werden.

Zurecht weißt der Beitrag der BzfE auf die hohe Bedeutung des Weissdornstrauch als Nahrung für Vögel hin. Weissdorn ist bezüglich des Nutzens für die Tierwelt einer der besten einheimischen Sträucher.

Heikel ist allerdings, dass Weissdorn zu den Wirtspflanzen des Feuerbrands gehört, einer gefählichen Pflanzenkrankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht wird und vor allem Kernobst befällt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Kräuterwanderungen Feldis (Graubünden): Bildergalerie ausgebaut

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Wir haben die Bildergalerie der Kräuterwanderungen in Feldis (Graubünden) ausgebaut auf zurzeit 115 Fotos von Heilpflanzen, Wildkräuter, Alpenblumen und Berglandschaften.

In Feldis führe ich schon seit etwa 25 Jahren Kräuterwanderungen durch – Tagesseminare, Wochenendkurse und Exkursionen mit den Lehrgängen der Phytotherapie-Ausbildung und des Heilpflanzen-Seminars.

Das kleine Bergdorf Feldis liegt auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Domleschg und ist umgeben von eindrücklich vielfältigen und farbenreichen Blumenwiesen.

Hier finden Sie die Bildergalerie Kräuterwanderungen Feldis.

Für den Sommer 2018 ist ein Wochenendkurs in Feldis geplant vom 15. – 17. Juni.

Die Kursausschreibung finden Sie hier:

Kräuterwanderungen Feldis (Graubünden)

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Tipp: Sommerwanderung Klöntalersee (Kanton Glarus)

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Da meine Saison mit den Kräuterwanderungen 2017 nun beendet ist, bin ich zurzeit intensiv am rekognoszieren von Touren für 2018.

Und heute war ich zu diesem Zweck am Klöntalersee im Kanton Glarus.  Es hat dort einen schönen Hirschzungen – Bergahorn – Schluchtwald, einen imposanten Wasserfall, schönen Rittersporn (Delphinium elatum) und eine spezielle Glockenblume mit einer Höhe von 150 cm und 6 cm langen Blüten (Breitblättrige Glockenblume, Campanula latifolia), Mondviole und an den Kalkfelswänden das Vielstenglige Fingerkraut (Potentilla caulescens).  Trotzdem war es mir von der Pflanzenvielfalt her zuwenig ergiebig für eine Kräuterexkursion, Ich möchte diese Gegend aber gerne als Tipp weitergeben für eine Sommerwanderung: Schattig, flach und landschaftlich vor allem im oberen Teil sehr schön (Auenlandschaft Hinteres Klöntal). Viele idyllische Bademöglichkeiten im Bergsee und Plätze zum Grillieren.

Von der Postautohaltestelle Klöntal Plätz hinten im Tal bis zur Postautohaltestelle Klöntal Rhodannenberg vorne bei der Staumauer braucht es als reine Wanderzeit berechnet eine Stunde und 45 Minuten.

Ich war in den letzten Tagen zwecks Rekognoszierung auch in Arosa im Kanton Graubünden. Das waren mir wohl jahreszeitlich bedingt zu viele von den Pflanzen, die ich für eine Kräuterwanderung brauche, von den Kühen abgefressen…..

Ausserdem war ich in Andermatt (Kanton Uri) im Gebiet Gemsstock / Gurschmatt. Das war landschaftlich schön, hat mich aber bezüglich Flora für eine Kräuterwanderung nicht überzeugt.

Sehr gefallen haben mir landschaftlich und von dem Pflanzen her die Region Kiental / Griesalp und das Stockhorn bei Erlenbach im Simmental. Diese beiden Gegenden im Berner Oberland habe ich ins Auge gefasst für das Programm Sommer 2018.

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Natur-Museum und Historisches Museum Luzern von Schliessung bedroht – Petition unterzeichnen

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Der Kanton Luzern droht aufgrund seiner prekären finanziellen Lage mit der Schliessung des Natur-Museums und des Historischen Museums.

Beide Museen sind wertvolle Institutionen und über den Kanton hinaus bekannt. Ihre Schliessung wäre eine Schande für den Kanton Luzern und ein bildungspolitischer und kultureller Verlust.

Eine Online-Petition fordert Regierung und Parlament des Kantons Luzern auf, für die Zukunft ihrer Museen und kulturellen Einrichtungen zu sorgen.

Sie wird getragen vom folgenden Organisationen:

Freunde Historisches Museum Luzern

Verein Freunde des Natur-Museums Luzern

Archäologischer Verein Luzern

BirdLife Luzern

Historischer Verein Zentralschweiz

IG Kultur Luzern

Naturforschende Gesellschaft Luzern

Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen

Pro Natura Luzern

Schweizer Heimatschutz

UNESCO Biosphäre Entlebuch

Verband Museen Schweiz (VMS)

Verein Museen Luzern

 

Die Petition können Sie hier unterstützen:

http://www.sos-museen.ch

Ich selber bin dem Natur-Museum Luzern sehr verbunden und kenne auch das Historische Museum Luzern.

Ergänzt werden müsste noch, dass Regierung und Parlament des Kantons Luzern sich diese prekäre finanzielle Lage selber eingebrockt haben. Im Jahr 2011 hat der Kantonsrat die schon im Jahr 2010 um 25% gesenkte Gewinnsteuer für Unternehmen nochmals halbiert. Seither fehlen Millionen in der Kasse. Diese Löcher sollen nun gestopft werden durch Kürzungen bei Schulen, Familien, Behinderten und Asylbewerber.

Diese miserable Politik können nur die Wahlberechtigten des Kantons Luzern ändern, in dem sie nur Politikerinnen und Politiker wählen, die diesen unverantwortliichen Crashkurs ablehnen. Informieren Sie sich, wenn Sie im Kanton Luzern wahlberechtigt sind.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Bartgeier gesichtet auf Kräuterwanderung in Mürren (Berner Oberland)

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In der Kräuterwanderwoche vom 9. – 14. Juli 2017 in Mürren konnten wir am Freitag im Engetal (Schilthornregion) einen Bartgeier beobachten. Es lohnt sich also, auf Kräuterwanderungen nicht nur zu den Pflanzen am Boden, sondern auch gelegentlich in die Luft zu schauen….

Der Bartgeier wurde lange Zeit als gefährlicher Beutegreifer angefeindet und intensiv verfolgt. In einem Lehrbuch für Naturgeschichte aus dem 19. Jahrhundert  schreibt der Gelehrte Gotthilf Heinrich Von Schubert über den Bartgeier: „ … er besitzt eine ungeheure Muskel-Stärke, so dass er mit Leichtigkeit Lämmer, Ziegen, selbst Kinder in den Krallen von einem Berge zum anderen trägt.“

Inzwischen ist dieses falsche Bild korrigiert. In Wirklichkeit ist der Bartgeier ist nämlich ein harmloser Aasverwerter. Er ernährt sich von toten Tieren.

Nachdem der imposante Vogel im 18. Jahrhundert in den Alpen noch weit verbreitet war, verschwand er zu Beginn des 20. Jahrhunderts  vollständig aus dem Alpenraum.

 

Nun wird der Bartgeier dank einem Wiederansiedlungsprojekt bei uns wieder heimisch. Obwohl das Bartgeier-Projekt inzwischen grosse Fortschritte gemacht hat, ist die Wiederansiedlung noch nicht abgeschlossen.

Infos hier: Bartgeier-Projekt der Stiftung Pro Bartgeier

Einen Bartgeier hätte ich eher in Graubünden und im Wallis erwartet, aber nicht unbedingt in Mürren. Allerdings ist es für einen Bartgeier vom Wallis ins Berner Oberland eine kurze Reise. Auf der Kräuterwanderung in Jeizinen im Wallis konnten wir schon mal einen Bartgeier im Vorbeiflug sehen. Das Tier im Engetal bei Mürren liess sich aber während gut einer halben Stunde beobachten, flog den Felswänden entlang und setzte sich auch mehrmals für Minuten ins Gelände.

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BOTANICA 2017: Über 100 Veranstaltungen in Botanischen Gärten zu bedrohten Wildpflanzen

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Die BOTANICA 2017 präsentiert vom 17. Juni bis 16. Juli ein spannendes Programm rund um das Thema «Die Letzten ihrer Art». Die Vorträge, Ausstellungen, Führungen, und Workshops befassen sich mit der Erhaltung bedrohter Wildpflanzen.

In der Schweiz ist beinahe die Hälfte aller Lebensraumtypen bedroht und knapp ein Drittel der Schweizer Flora gefährdet. In den letzten 100 Jahren hat die Biodiversität Verluste erlitten und intakte, naturnahe, reich strukturierte Flächen sind stark zurückgegangen.

Um die Biodiversität langfristig zu sichern und zu fördern, müssen unterschiedliche Massnahmen umgesetzt werden. Die Förderung von gefährdeten Arten an ihren natürlichen Wuchsorten, das Ausbringen von Pflanzen in ursprüngliche Habitate und die Erhaltung ausserhalb der natürlichen Lebensräume sind heute unvermeidliche Massnahmen, um die Biodiversität langfristig zu erhalten. Die Wahrung und Förderung noch bestehender Bestände gefährdeter Arten durch die Schaffung von Schutzgebieten und die nachhaltige Nutzung der übrigen Landesfläche hat dabei oberste Priorität.

Auch die Botanischen Gärten spielen dabei eine wichtige Rolle, zum Beispiel indem sie gefährdete Wildpflanzen konservieren und wieder ansiedeln, damit sie nicht für immer von der Erde verschwinden.

Am Veranstaltungsprogramm der BOTANICA 2017 beteiligen sich neun botanische Gärten in der Deutschschweiz, zwölf in der Westschweiz und die Isole di Brissago im Tessin. Beispiele:

Botanischer Alpengarten Meyrin
Botanischer Garten Genf
Isole di Brissago Parco botanico del Canton Ticino
Botanischer Garten der Universität Basel
Sukkulenten-Sammlung Zürich
Sortengarten Erschmatt (Wallis)
Botanischer Garten der Universität Freiburg
Botanischer Garten St. Gallen
Botanischer Garten Grüningen
Botanischer Garten der Universität Bern
Botanischer Garten Neuenburg
Alpengarten Schynige Platte (Berner Oberland)
Botanischer Garten Jurassica Pruntrut
Botanischer Garten der Universität Zürich
Botanischer Alpengarten La Linnaea, Bourg-St-Pierre
Botanischer Alpengarten Flore–Alpe, Champex-Lac
Botanischer Garten Alpinum Schatzalp Davos (Graubünden)
Pont-de-Nant Botanischer Alpengarten La Thomasia

Detailinformationen:

http://botanica-suisse.org

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Auf Kräuterwanderung angetroffen: Das Barbarakraut (Barbarea vulgaris)

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Auf der Kräuterwanderung im Dättnauertal bei Winterthur angetroffen:

Echtes Barbarakraut (Winterkresse).

Foto auf Wikipedia hier.

 

Barbarakraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Es enthält viel Vitamin C und Glukosinolate (Senfölglykoside), eine Wirkstoffgruppe, die für diese Pflanzenfamilie charakteristisch ist.

Barbarakraut kann als Salat oder Gemüse verwendet werden (in Butter gedünstet spinatähnlich). Fischgerichte bekommen dadurch eine scharfe und würzige Note.

Im 16. Jahrhundert wurde Barbarakraut in den Bauerngärten als Salatpflanze kultiviert.

Schon damals war die Pflanze der Heiligen Barbara gewidmet. Die Blattrosetten des Barbarakrauts überwintern und können daher auch um den Barbaratag (4. Dezember) sowie im zeitigen Frühling geerntet werden.

Es gab Versuche, das Samenöl des Barbarakrauts zu nutzen. Früher wurde die Pflanze auch zu Heilzwecken genutzt – als Wundbalsam. Das ist nicht unplausibel, weil Senfölglykoside für antimikrobielle Wirkungen bekannt sind. Allerdings gibt es keine sicheren Erkenntnisse über therapeutische Wirkungen des Barbarakrauts, weil kein Untersuchungen und Studien dazu vorhanden sind.

Von den Senfölglykosiden ist aber bekannt, dass sie nach der Einnahme durch eine Reizwirkung auf die Magenschleimhaut die Magensaftproduktion anregen und vielleicht auch die Magenperistaltik beschleunigen, wodurch verdauungsfördernde und appetitsteigernde Effekte zu erwarten sind.

Senfölglykoside sind auch charakteristische Inhaltsstoffe in vielen Gemüsen wie beispielsweise Radieschen, Rettich, Meerrettich, Brunnenkresse, Gartenkresse, Rucola und alle Kohl-Arten. In Laborexperimenten zeigen Senfölglykoside Eigenschaften, die auf die auf eine Hemmung der Krebsentstehung hindeuten. Ob das beim Menschen auch so läuft wie im Reagenzglas, wieviel von diesen Gemüsen täglich gegessen werden müsste und wie realistisch das ist, lässt sich aber noch nicht konkret aussagen. Senfölglykoside sind aber gewiss ein wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung.

Siehe auch:

Wirkstoffkunde: Was sind Senfölglykoside und welche Wirkung haben sie?

Eine weitere Wildpflanze mit Senfölglykosiden, die sich als Zugabe in Salat eignet, ist das Wiesen-Schaumkraut:

Naturkunde: Was blüht gerade? Wiesen-Schaumkraut

 

 

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