Leinsamen bei Verstopfung

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Die Österreichische Apothekerzeitung (Nr. 17 / 2013) hat einen informativen Artikel von Mag. Pharm. Arnold Achmüller publiziert zum Thema „Phytotherapie bei Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt“. Hier den Abschnitt zum Leinsamen als Zitat:

„Die wirksamkeitsbestimmenden Wirkstoffe der Leinsamen (Lini semen) sind neben den unverdaulichen Ballaststoffen die in der Epidermis enthaltenen Schleimstoffe. Diese besitzen ein hohes Quellvermögen und regen auf diesem Wege die Verdauung an. Bei Verstopfung sind Leinsamen dadurch ein Mittel der Wahl, insbesondere wenn diese durch Laxantienabusus ausgelöst werden. Die Schleimstoffe wirken schleimhautprotektiv und eignen sich deshalb auch bei Entzündungen der Magenschleimhaut. Leinsamen besitzen innerlich bei wiederholt auftretender Verstopfung, Colon irritabile, Divertikulitis sowie bei Gastritis und Enteritis eine Positiv-Monographie der ESCOP. Tagesdosis: 2 bis 3 x täglich 10 g. Alternativ kann auch Flohsamen (Psylli semen) verwendet werden.“

Quelle:

http://www3.apoverlag.at/pdf/files/OAZ/OAZ-2013/OAZ-2013-17.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Als mildes Mittel gegen Verstopfung ist der Leinsamen  ziemlich bekannt. Zu diesem Zweck wird Leinsamen am besten ganz mit viel Wasser hinuntergespült. Flohsamen quellt allerdings deutlich stärker als Leinsamen und dürfte daher einen stärkeren Effekt haben.

Die Anwendung des Leinsamens zum Schutz der Magenschleimhaut ist weniger gebräuchlich, ist aber einen Versuch wert. In diesem Fall muss aber der Leinsamen in Wasser vorquellen, damit der Schleim im Magen schon freigesetzt ist. In dieser Form eignet sich Leinsamenschleim auch für Spülungen bei Mundschleimhautentzündungen, beispielsweise infolge von Chemotherapie.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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