Kräutertees gegen Erkältungen: Thymian, Malve Lindenblüten

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Thymian, Malve oder Lindenblüte zählen zu den altbekannten Hausmitteln.

Sie können bei der Überwindung einer  Erkältung helfen.

Bei einer Erkältung müssen Erkrankte nicht unbedingt zu Medikamenten greifen. Die Beschwerden lassen sich oft auch mit Hausmitteln wie Tees aus Heilpflanzen lindern.

Darauf hat die Apothekerkammer Niedersachsen in Hannover hingewiesen. Um die Atemwege von Schleim zu befreien, könne Thymiantee helfen.  Bei Reizhusten lindere Malventee die Beschwerden. Empfehlenswert sei es zudem bei Erkältungen immer, viel warme Flüssigkeit wie Tee zu trinken.

Die Apothekerkammer empfiehlt, feuchte Tücher in der Wohnung aufzuhängen, um die Luftfeuchtigkeit zu steigern. Dadurch werden die Schleimhäute befeucht. Eine Schwitzkur mit Lindenblüten- oder Holunderblütentee helfe gegen Frösteln. Auch ein Bad mit ätherischen Ölen könne eine Erkältung lindern. Bei Fieber sollten die Betroffenen jedoch besser inhalieren.

Quellen:

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/erkältung__thymiantee_kann_helfen-9930.html

Kommentar & Ergänzung:

Thymian enthält ätherisches Thymianöl und dieses wirkt tatsächlich schleimlösend bei Husten. Allerdings sind ätherische Öle schlecht wasserlöslich und gehen daher nur beschränkt ins Teewasser über. Thymiantee ist daher wohl nicht die optimale Zubereitungsform, obwohl man die Löslichkeit des Thymianöls mit Zugabe von etwas Vollmilch fördern kann. Thymianöl könnte aber auch als Inhalation angewendet werden und kommt dann von aussen direkt in die Atemwege.

Malventee enthält Schleime und lindert trockenen Reizhusten. Empfehlen würde ich Malvenblüten von Malva silvestris.

Lindenblütentee soll schweisstreibend und dadurch fiebersenkend wirken, doch ist diese Wirkung nicht geklärt. Lindenblüten enthalten aber auch Schleim mit reizlindernder Wirkung bei trockenem Husten und etwas ätherisches Öl, das leicht beruhigend wirken soll.

Im Text wird empfohlen, ätherische Öle für ein Erkältungsbad zu verwenden. Dazu wäre zu ergänzen, dass auf eine Badewanne gerechnet nur ein paar wenige Tropfen (etwa 8) eines ätherischen Öles verwendet werden. Das ätherische Öl muss zudem emulgiert werden, zum Beispiel durch Mischung mit Vollmilch oder Kaffeerahm. Ungeeignet für ein Erkältungsbad ist Pfefferminzöl, weil sein Hauptinhaltsstoff Menthol die Kälterezeptoren in der Haut stimuliert, was zu „Schlotteranfällen“ führen kann. Am besten geeignet für ein Erkältungbad sind Thymianöl oder Eukalyptusöl.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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www.phytotherapie-seminare.ch

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