Silvesterfeuerwerk: Feinstaub belastet Lungenkranke besonders stark

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Menschen mit einer chronischen Lungenkrankheit bleiben in der Silvesternacht besser zu Hause hinter verschlossenen Fenstern.

Sie können dadurch die Aufnahme von Feinstaub aus abgeschossenen Feuerwerksraketen vermindern und damit ihre Lunge schützen. Das empfiehlt die Deutsche Lungenstiftung in Hannover.

Will jemanden mit Asthma oder einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) dennoch ins Freie, sollte er sich nicht direkt in die Windrichtung des Raketenqualms stellen. Einen Neujahrsspaziergang sollten Betroffene besser erst dann machen, wenn der Rauch ganz abgezogen ist.

Dem Schwarzpulver von Feuerwerkskörpern sind diverse Metallverbindungen beigemischt, welche für die Farbeffekte verantwortlich sind. Die bei der Explosion freigesetzten Feinstoffpartikel können der Stiftung zufolge beim Einatmen tief in die Lunge eindringen und dort zu Entzündungen auslösen. Das kann bei Lungenkrankheiten eine deutliche Verschlechterung bewirken.

Quelle:

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/lungenkranke-bleiben-bei-silvesterfeuerwerk-besser-im-haus,10839396,21324504,view,asTicker.html

Kommentar & Ergänzung:

Ich will ja kein Spielverderber sein.

Und ein kunstvoll komponiertes Feuerwerk gefällt mir oft ausgezeichnet. Aber das wilde Herumgeknalle könnte man von mir aus reduzieren oder abschaffen. Es leiden dabei nicht nur kranke und auch gesunde Lungen unter dem enormen Feinstaub-Ausstoss. Auch für geräuchempfindliche Tiere wie Hunde oder Vögel ist die Knallerei eine Zumutung.

Siehe  auch:

„Prosit Neujahr“ – mit Nerventee

Viele Hundebesitzer behandeln ihre Tiere gegen die Angst während der Knallerei mit Homöopathie (Globuli) oder mit Notfalltropfen (Bachblüten) und sind von einer positiven Wirkung überzeugt. Überprüft man diesen Effekt in einer Doppelblindstudie durch Vergleich mit einem Placebo, sind die Halter allerdings genauso von der Wirkung des Placebos überzeugt:

„Eine beeindruckende und methodisch sehr überzeugende Studie stammt von den britischen Tierverhaltensforschern Nina R. Cracknell und Daniel Mills. Sie berichteten vor zwei Jahren im Veterinary Journal von einem Versuch mit Hunden, die Angst vor Silvesterknallern hatten. Per Zufall wurden zwei Präparate auf die Tiere verteilt: 35 Hunde bekamen Tropfen mit fünf Wirkstoffen in homöopathischer Verdünnung und 20 Prozent Alkohol, 40 Tiere erhielten Tropfen mit reinem Wasser und ebenfalls 20 Prozent Alkohol.

In beiden Behandlungsgruppen gab später die Mehrzahl der Tierbesitzer an, dass ihre Hunde mit dem Medikament weniger ängstlich auf die Böller reagiert hätten – die Unterschiede zwischen beiden Gruppen waren nicht signifikant. Eine Reihe weiterer Studien sind zu demselben Ergebnis gekommen: Homöopathika wirken bei Tieren nicht besser als Scheinpräparate.“

Quelle:

http://www.zeit.de/2010/50/Homoeopathie-fuer-Tiere?page=1

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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1 Antwort
  1. Henny Kilchmann-Kok
    Henny Kilchmann-Kok says:

    Abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt:

    Allein Sydney und Hongkong zusammen haben 7,7 Millionen Franken an Feuerwerk in die Luft geschossen. (TagesAnzeiger online 1.1.13)

    Und wenn ich mir dann den Film (siehe Eintrag: Schmutzige Schokolade – Kindersklaverei in der Kakaoproduktion) in Erinnerung rufe von Kinderhandel und ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Kakaoproduktion in der Elfenbeinküste, dann kann ich locker verzichten auf das Feuerwerk! Und würde sich doch mancher Staat ein Beispiel an Zypern nehmen:

    Auf Zypern wurde angesichts der schweren Schuldenkrise das offizielle Feuerwerk abgesagt. Die dadurch gesparten 16’000 Euro kamen bedürftigen Schulkindern zugute. (TagesAnzeiger online 1.1.13)

    Und auch in der Schweiz gibt es Widersprüche:
    Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte sich die Anzahl Kinder auf dem Notfall, wie das Berner Inselspital heute Morgen mitteilte. Bereits vor Mitternacht sei ein 13-Jähriger wegen Alkoholvergiftung eingeliefert worden.
    In Basel dagegen gab es in der Silvesternacht zum Aufwärmen an drei Orten kostenlos Glühwein… (TagesAnzeiger online 1.1.13)

    es guets Neus!
    Henny

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