Anistee gegen Blähungen

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Die Zeitschrift „Die Apotheke“ (Nr. 8 / 2012) publizierte einen Artikel zum Thema „Blähungen“ und empfiehlt darin unter anderem Anistee:

„Anistee ist bei Blähungen und Bauchkrämpfen – auch bei Säuglingen und Kleinkindern – sehr zu empfehlen. Die ätherischen Öle lösen Krämpfe und regulieren den Fluss der Verdauungssäfte. Anis ist deshalb fester Bestandteil vieler Verdauungstees. Zur pflanzlichen Therapie bei Blähungen eignen sich neben Anis auch Fenchel und Kümmel.“

Kommentar & Ergänzung:

Anis (Pimpinella anisum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die Pflanze stammt vermutlich aus dem Orient. Sie wird heute in Südeuropa, im Mittelmeergebiet, im Vorderen Orient und Indien angebaut. Sie kommt bei uns nicht wild vor.

Anisfrüchte enthalten ätherisches Öl (Anisöl) mit süß schmeckendem trans-Anethol (Hauptbestandteil), das auch für den charakteristischen Geruch der Heilpflanze  verantwortlich ist; außerdem fettes Öl und Proteine.

Neben der Anwendung bei Verdauungsbeschwerden werden Anisfrüchte auch als schleimlösendes Mittel (Expectorans) bei produktivem Husten eingesetzt.

Anisfrüchte soll man vor der Zubereitung von Anistee zerquetschen, damit sich das ätherische Anisöl besser im Teewasser lösen kann.

Anis wird auch zur Herstellung von Spirituosen verwendet:

„ In der westlichen Küche wird Anis heute vor allem in Brot und Backwaren verwendet. Hauptsächlich wird Anis jedoch Spirituosen und Likören beigemischt, wie etwa Sambuca, Rakı, Ouzo, Absinth, Pastis, Aguardiente, Chinchon und Anisette (siehe Anisee). Anis wird hier jedoch zunehmend vom ertragreicheren Sternanis (Illicium verum) abgelöst, der aus China kommt. Sternanis hat aufgrund der ähnlichen Zusammensetzung des ätherischen Öls einen ähnlichen Geschmack, sieht aber anders aus und ist nicht näher mit dem echten Anis verwandt.“

Quelle: Wikipedia

Anis, Kümmel und Fenchel sind botanisch verwandt ähnlich in ihren Wirkungen. Gegen Blähungen könnte auch als weiterer Verwandter der Dill (= Anethum graveolens, Gurkenkraut) eingesetzt werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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