Phytotherapie bei Hautpilzen

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Im Phyto-Forum der Aerztezeitung ging es vor einiger Zeit um das Thema Hautpilze.

Ätherische Öle oder Eichenrindenbäder könnten bei Hautpilzen als zusätzliche, nicht aber als alleinige, Maßnahme empfohlen werden, schrieb Professor Jürgen Reichling.

In einer Beobachtungsstudie habe beispielsweise Teebaumöl die Symptome einer Nagelpilzinfektion – hauptsächlich Juckreiz und Hautrötung – signifikant vermindert. Der Nagelpilz selbst konnte jedoch nicht abgetötet werden.

Abschliessend kam die Empfehlung, dass in jedem Fall ätherische Öle nur verdünnt (1-3 %) verwendet werden sollten, da sie prinzipiell hautreizend seien.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/mykosen/article/814861/phytotherapie-zusaetzlich-antimykotika.html?sh=8&h=-1011156689

Kommentar & Ergänzung:

Bei diesem Thema braucht es meines Erachtens mehr Differenzierung. Bei einem Nagelpilz bin ich auch sehr skeptisch, was die Erfolgsaussichten einer Behandlung allein mit ätherischen Ölen betrifft. Die Rede ist hier aber auch generell von Hautpilzen. Und da würde ich schon sagen, dass zum Beispiel ein Fusspilz bei konsequenter Behandlung recht oft durch ätherische Öle zu vertreiben ist.

Ich selber würde bei Fusspilz allerdings nicht Teebaumöl empfehlen, sondern Lavendelöl, Korianderöl oder Kümmelöl, die ich für verträglicher halte.

Lavendelöl oder auch Korianderöl lässt sich in der Regel auch unverdünnt auf die Haut auftragen.

Siehe auch:

Verbessert Korianderöl die Wirkung von Antibiotika?

Zur Wirkung von Korianderöl

Korianderöl bekämpft gefährliche Bakterien

Phytotherapie: Zur Wirkung von Koriander / Korianderöl

Jasminöl, Teebaumöl und Minzöl gegen Scheidenpilz untersucht

Ätherische Öle gegen Hefepilze (Candida albicans)

Heilpflanzen bei Pilzerkrankungen (Mykosen)

Lavendelöl wirksam gegen Hautpilze

Der Anwendungsbereich von Eichenrindenbädern müsste noch präziser gefasst werden. Sie eignen sich zum Beispiel, wenn bei einem Fusspilz offene Hautstellen vorhanden sind. Dann macht man zuerst ein paar mal ein Eichenrindenfussbad. Wenn die offenen Stellen sich geschlossen haben, kommen ätherische Öle zur Anwendung.

Die Phytotherapie verwendet Eichenrindenbäder vor allem bei nässenden Wunden und nässenden Ekzemen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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