Apfel-Flavonoide fördern Herzgesundheit

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Wissenschaftler der University of Western Australia und dem australischen Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung sind dem alten britischen Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“ auf den Grund gegangen und haben eine aufschlussreiche Studie durchgeführt.

Im Rahmen einer dreijährigen Studie konnte das Wissenschaftlerteam zeigen, dass Äpfel mit einem hohen Gehalt an antioxidativ wirksamen Flavonoiden zu einem gesunden Herzen beitragen können. Die Untersuchungsresultate belegen, dass Äpfel die Gesundheit eines Menschen nachweislich verbessern können. Die Untersuchung wurde vom Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung und dem australischen Forschungsrat finanziert und schafft die Grundlage für die Entwicklung neuer Apfelsorten, die gesundheitliche Vorteile bieten sollen.

Die Wissenschaftler testeten die Wirkung von Äpfeln mit einem hohen Flavonoidgehalt an 30 gesunden Männern und Frauen. Die Testpersonen konsumierten eine Woche lang flavonoidreiche Äpfel oder Äpfel, die arm an Flavonoiden waren. Im Abstand von mindestens einer Woche wurde gewechselt, so dass alle Probanden letztlich Äpfel mit und ohne Flavonoide zu sich genommen hatten. Dabei konnten die Forscher zeigen, dass der Verzehr von Äpfeln mit einem hohen Flavonoidgehalt zu einer Verbesserung der Endothelfunktion und einer Entspannung der Blutgefäße führte und den Blutspiegel des Botenstoffs Stickstoffmonoxid steigerte.

Die Wissenschaftler untersuchten 25 neu entwickelte und sieben im Handel schon erhältliche Apfelsorten auf ihren Gehalt an Flavonoiden. Den höchsten Gehalt fanden die Forscher bei der beliebten Apfelsorte Pink Lady. Die Flavonoide konzentrieren sich hauptsächlich in der Schale.

Quellen:

Hodgson, J.M., et al.: Free Radical Biology and Medicine 2011, Online doi:10.1016/j.freeradbiomed.2011.09.028.

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2011/10/26/aepfel-foerdern-die-gesundheit.html

Kommentar & Ergänzung:

Mich freut es immer, wenn ein einfach erhältliches, billiges Mittel sich als gesund erweist und damit auch sein Konsum propagiert wird, und nicht irgendein exotisches, teures Nahrungsergänzungsmittel mit fragwürdigem Effekt.

Äpfel statt Burgerstein wäre für mich kein schlechtes Motto.

Zur besprochenen Studie sind aber noch einige Fragen offen:

Interessieren würde mich, wie viele Äpfel die Probanden pro Tag konsumierten und ob es eine auf die Länge realisierbare Menge ist.

Einwenden könnte man auch, dass die Veränderung von Messwerten (z. B. Stickstoffmonoxid im Blut) noch nichts darüber aussagt, ob durch den Apfelkonsum die Häufigkeit von Herzkrankheiten verringert und/oder die Lebensdauer verlängert wird. Das wären relevantere Faktoren als veränderte Messwerte.

Und nicht vergessen: Am meisten Flavonoide hat’s in den Apfelschalen.

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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