Wickel helfen gegen Erkältung

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Im Herbst kommt es wieder vermehrt zu Erkältungen. Nicht immer braucht es dabei Medikamente. Bei Erkältungen bewähren sich Wickel um Hals, Brust oder Waden als Hausmittel.

«Bei unkomplizierten Erkrankungen wie einer beginnenden Erkältung sollte man nicht vorschnell zu Medikamenten greifen, sondern zuerst versuchen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken», empfiehlt Friedemann Schmidt von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin.

Wickel wirken physikalisch über die Temperaturdifferenz zwischen Wickel und Haut. Wickel werden in der Regel mit feuchten Tüchern appliziert, die mit warmem oder kaltem Wasser getränkt sind. Zusätze wie zimmerwarmer Quark oder zerquetschte warme Kartoffeln helfen dabei,  die gewünschte Temperatur im Wickel länger halten.

Halswickel lindern Entzündungen und wirken gegen einen verschleimten Hals oder geschwollene Lymphknoten. Ein Leinentuch wird in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und anschliessend um den Hals gelegt. Darüber legt man ein trockenes Leinentuch und schliesst den Halswickel mit einem Wolltuch ab. Der Halswickel bleibt dann etwa eine Stunde liegen und kann bis zu sechsmal pro Tag angewendet werden.

Brustwickel wirken gegen Husten. Ist der Husten krampfartig, sollte man warmes Wasser verwenden – sonst besser kaltes. Der Wickel sollte von den Achselhöhlen bis zu den Rippenbögen reichen, darf jedoch nicht zu eng gewickelt werden. Über das feuchte Leinentuch legt man ein trockenes Handtuch, darüber ein Wolltuch. Nach zirka 90 Minuten, wenn der Schweiß ausbricht, entfernt man den Brustwickel. Danach sollten Erkrankte eine weitere Stunde im Bett ruhen. Brustwickel können ein- bis zweimal pro Tag appliziert werden.

Wadenwickel wirken fiebersenkend. In kaltes Wasser eingetauchte Handtücher werden um die Unterschenkel gewickelt, dann wird mit einem trockenen Handtuch abgeschlossen. Die Tücher bleiben auf der Haut liegen, bis sie sich erwärmt haben. Nach diesem Zeitpunkt leiten sie keine Wärme mehr ab und können entfernt werden. Die Wadenwickel werden so angelegt, dass sie von der Kniekehle bis zu den Fußknöcheln reichen. Im Gegensatz zu den Hals- oder Brustwickeln werden Wadenwickel nicht mit einem Wolltuch abgeschlossen, denn das würde die erwünschte Wirkung der Wärmeableitung verhindern.

Quelle:

http://www.usinger-anzeiger.de/ratgeber/gesundheit/meldungen/11319027.htm

Kommentar & Ergänzung:

Wickel sind bewährte Hausmittel.

Hier eine kurze Beschreibung auf Wikipedia:

„Ein Wickel beschreibt ein oder mehrere zirkulär um den Körper (Ganzkörperwickel) oder einen Körperteil (Teilwickel) angelegte Tücher, die mit einer temperierten Flüssigkeit befeuchtet oder mit einer Substanz bestrichen sind. Zu den Wickeln werden in der Regel auch Auflagen, Kompressen oder Umschläge aus Tüchern gezählt, die auf der Haut angebracht werden. Im Bereich professioneller Pflege zählen Wickel und Auflagen zu den alternativpflegerischen Methoden, eine gesonderte Fortbildung zum Fachmann/frau für Wickelanwendungen ist in Deutschland und der Schweiz möglich. Wickel werden jedoch auch in der nichtberuflichen Pflege als Hausmittel eingesetzt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Wadenwickel. Im Unterschied zu Verbänden und Heilpflastern werden Wickel nur kurzzeitig angelegt und sie werden vor allem zur Applikation von Wirkstoffen oder zum Erreichen physikalischer Wirkungen eingesetzt.“

Wickel können auch mit Heilpflanzen-Anwendungen kombiniert werden. Zum Beispiel bei hyperämisierende (hautreizende) Wickel oder Auflagen:

„Auflagen mit hautreizenden Substanzen bewirken durch Reizung der Haut eine reaktive Hyperämie, die Haut wird durch die Substanz gereizt, die Blutgefäße werden als Reaktion darauf weitgestellt und es findet eine deutlich stärkere Durchblutung des Gewebes statt. Eingesetzt werden diese Auflagen zur Linderung chronischer Erkrankungen wie Asthma oder bei Entzündungen im Bereich der Niere, Blase, Lunge, Stirn- und Kieferhöhle. Diese Art von Wickeln kann zu Hautschädigungen führen und belasten zum Teil sehr stark den Kreislauf. Sie sollten nur von fachkundigen Personen und nach ärztlicher Abklärung möglicher Risiken angewandt werden. Die Anwendungen und werden häufig als unangenehm empfunden. Eingesetzte Substanzen sind Ingwer, Senfkörner und Meerrettich in Form von Kompressen oder kleineren Auflagen.“

(Quelle: Wikipedia)

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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