Archive for November, 2011
Mittwoch, November 30th, 2011
Im Phyto-Forum der „Aerztezeitung“ wurde vor kurzem die Frage gestellt, ob es bei Allergien phytotherapeutische Alternativen zu synthetischen Antihistaminika gibt.
Professor Karin Kraft (Lehrstuhl für Naturheilkunde, Universität Rostock) antwortete darauf als Expertin (Zwischenkommentare kursiv von mir):
„Es gibt pflanzliche Alternativen zu den äußerlich gegen Juckreiz wirksamen synthetischen Antihistaminika. Prinzipiell müssen sie allerdings häufiger als Antihistaminika angewendet werden. Zunächst sollte die Behandlung mit Pfefferminzöl oder Minzöl beginnen, die hinsichtlich ihrer Wirkung (kühlend, reizlindernd) ähnlich sind. Mit diesen beiden ätherischen Ölen kann man sich direkt einreiben, bei starken Hautentzündungen wird allerdings eine verdünnte Anwendung (1:10) empfohlen. “
Pfefferminzöl und Minzöl wirken durch ihren Mentholgehalt gut juckreizstillend, lindern aber wohl kaum die Hautentzündung.
Erwähnenswert sind meines Erachtens noch Salben auf der Basis von Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum). Sie wirken entzündungshemmend und leicht juckreizlindernd bei Hauterkrankungen mit Juckreiz, z.B. Sonnenallergie, Nesselfieber, Dermatitis (Ekzeme).
„Als weitere Applikationsformen sind Bäder möglich: Maximal 10 Tropfen des Öls mit wenigen Millilitern Sahne verrühren und in das Badewasser geben. Man kann mehrmals täglich ein derartiges Bad nehmen. Einreibungen der betroffenen Hautregionen mit 5- bis 10-prozentigem ätherischem Öl können mehrmals täglich je nach Bedarf vorgenommen werden.“
Vollbäder mit Pfefferminzöl oder Minzöl scheinen mir nicht so empfehlenswert. Menthol reizt die Kälterezeptoren in der Haut und bei einem Vollbad sind das dann eben alle Kälterezeptoren, was ziemlich unangenehm werden kann.
„Man kann sich auch mehrmals täglich mit Wasser waschen, in dem man durch heftiges Schütteln Minz- oder Pfefferminzöl gelöst hat (5 bis 10 Tropfen auf 1 Liter Wasser). Bei Säuglingen und Kleinkindern darf man die beiden Öle nicht im Bereich des Gesichtes, speziell der Nase, auftragen, da es zum Stimmritzenkrampf mit anschließendem Atemstillstand kommen kann.“
Menthol und mentholhaltige ätherische Öle wie Pfefferminzöl, Minzöl, Japanisches Pfefferminzöl, JHP Roedler Öl generell nicht bei Säuglingen anwenden.
„Eine weitere Möglichkeit ist die äußerliche Anwendung von Capsaicin-haltigen Medikamenten (hergestellt aus Cayennepfefferfrüchten). Sie dürfen nicht bei entzündeter Haut aufgetragen werden, da sie die Entzündung eventuell verstärken können.“
Capsaicin-Anwendungen zeigen gute Wirkungen gegen Juckreiz und Schmerzen. Bei Allergien würde ich sie allerdings nicht empfehlen, weil sie die Entzündung verstärken. Aber vielleicht müsste man da noch genauer definieren, um welche Art von Allergie es sich handelt.
„Wichtig ist, dass der Capsaicingehalt der Salben und Cremes 0,075 Prozent nicht überschreitet. Sie werden 2- bis 3-mal am Tag angewendet. Bei Überempfindlichkeit gegenüber Paprikazubereitungen sollten sie nicht eingesetzt werden. Bei Anwendung von Pflastern kann es innerhalb weniger Tage zu Schädigungen der Hautnerven und zu Hautveränderungen wie Geschwür- und Blasenbildung kommen.“
Quelle der Zitate:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/664045/phyto-forum-phytos-allergien-moeglich.html?sh=10&h=-1654632450
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Mittwoch, November 30th, 2011
Kampfer ist ein lipophiler (= fettliebender) Wirkstoff, der im ätherischen Öl des Kampferbaums Cinnamomum camphora vorkommt und heute meist synthetisch produziert wird. Kampfer hat durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Eigenschaften und wird unter anderem zur äusserlichen Behandlung von Erkältungskrankheiten sowie bei Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen eingesetzt. Kampfer soll nicht eingenommen und nicht bei Säuglingen oder Kleinkindern angewendet werden. Eine Überdosierung führt zu einer Vergiftung und kann einen fatal enden.
Kampfer ist in der Schweiz vor allem in äusserlich anzuwendenden Arzneimitteln wie Salben, Badezusätzen und Inhalationslösungen im Handel und wird oft mit anderen Wirkstoffen und ätherischen Ölen kombiniert.
Zu den bekanntesten Präparaten, die Kampfer enthalten, zählen zum Beispiel Dul-X®, Inhalant®, Leucen®, Pulmex®, Sulgan®, Tiger Balsam®, der Vicks® Inhaler und Vicks® VapoRub.
Kampfer wird aber auch für die Herstellung verschiedener Magistralrezepturen wie Camphergeist, Campheröl, Camphersalbe und Nasensalbe Rüedi verwendet.
In Arzneimitteln kommt Kampfer (C10H16O, Mr = 152.2 g/mol) entweder als racemischer Kampfer oder als D-Kampfer vor.
Natürlicher D-Kampfer wird durch Wasserdampfdestillation aus dem ätherischen Öl des Kampferbaums Cinnamomum camphora Sieb. gewonnen, der in Südostasien heimisch ist.
Der racemische Kampfer wird synthetisch produziert. Kampfer ist ein weisses, kristallines Pulver oder eine krümelige, kristalline Masse mit brennend-kühlendem Geschmack und charakteristischem Geruch. Er sublimiert und ist schon bei Raumtemperatur sehr flüchtig. Kampfer ist in Wasser und Glycerol schwer löslich, löst sich hingegen leicht in organischen Lösungsmitteln wie Ethanol 96% und fetten Ölen.
Wirkungen des Kampfers
Kampfer gilt als hyperämisierend, lokal betäubend, auswurffördernd, schmerzlindernd, juckreizlindernd, antiseptisch und zentral analeptisch. Die medizinische Anwendung beruht zum grössten Teil auf Überlieferung und nicht auf kontrollierten wissenschaftlichen Studien. Kampfer wird von den Patienten nur schon wegen seiner wärmenden Eigenschaften und seines Geruchs als wirksam empfunden.
Indikationen des Kampfers
Zu den möglichen Anwendungsgebieten zählen unter anderem rheumatische Beschwerden, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Juckreiz, Hämorrhoiden, Hauterkrankungen und Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten und Nebenhöhlenentzündung.
Kontraindikationen des Kampfers
Kampfer soll bei Überempfindlichkeit selbstverständlich gemieden werden. Vorsicht ist vor allem bei Kindern nötig, da diese schneller eine Überdosierung erleiden. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die nasale Anwendung von Kampfer zu einem Stimmritzenkrampf und zum Kollaps führen. Wegen der systemischen Toxizität des Kampfers sollten generell folgende Punkte beachtet werden:
- Kampfer nicht einnehmen.
- Kampfer nicht grossflächig auftragen. Er wird aufgrund seiner Lipophilie gut durch die Haut absorbiert.
- Kampfer nur auf gesunde Haut verabreichen.
- Kampfer nicht auf verletzte Haut, Wunden, Verbrennungen oder Schleimhäute auftragen.
- Kampfer bei Kindern nicht oder nur mit Vorsicht einsetzten:
Nicht bei Kindern unter 3 Jahren anwenden, keine Inhalationen bei Kindern unter 7 Jahren.
- Kampfer wie alle Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Vorsicht ist auch bei Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale und Lungenentzündung nötig, da Kampfer eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur auslösen kann.
Unerwünschte Wirkungen des Kampfers
Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen zählen Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische Kontaktdermatitis und lokale Hautreizungen. In der Fachliteratur sind viele Vergiftungsfälle beschrieben, die bei Kindern häufig als Folge einer versehentlichen systemischen Exposition mit grösseren Mengen auftreten. Symptome einer Überdosierung sind ein Brennen im Mundraum, Schwindel, Erbrechen, Schmerzen, Krämpfe, Koma und Atemlähmung. Eine Vergiftung kann tödlich enden.
Quelle:
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Kampfer
Kommentar & Ergänzung:
Kampfer ist vor allem verbreitet als Bestandteil von Erkältungssalben.
Kampfer ist ein interessanter Wirkstoff, doch weißt Pharmawiki sehr zu Recht darauf hin, dass die grossflächige Anwendung vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern gefährlich sein kann. Diese Seite des Kampfers wird unterschätzt.
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Dienstag, November 29th, 2011
Die „Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von bekannten Heilpflanzen und ihren Wirkungen. Hier der Abschnitt zur Kamille:
„Der Klassiker und bekanntester aller Heiltees: Wirksam ist die Kamille bei Entzündungs- und Reizzuständen der Atemwege oder aber auch bei allgemeinen Magen-Darm Beschwerden wie Aufstoßen, Völlegefühl oder Sodbrennen.“
Quelle:
http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=38495&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story
Kommentar & Ergänzung:
Das ist eine eher magere Beschreibung der vielfältigen Kamille. Eine detailliertere Beschreibung findet sich bei Wikipedia:
„Die Kamillenblüten werden eingesetzt als Entzündungshemmer, zur Krampflösung, gegen Blähungen und als Magenmittel. Sie haben auch eine wundheilungsfördernde, desodorierende und antibakterielle Wirkung. Hauptanwendungsgebiete sind bei innerlicher Anwendung Magen- und Darmbeschwerden wie Gastritis, Enteritis, Colitis, Blähungen, krampfartige Beschwerden im Verdauungstrakt und Menstruationsbeschwerden. Äußerliche Anwendung findet die Echte Kamille bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei bakteriellen Hauterkrankungen, auch der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege werden Inhalationen vorgenommen. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich werden Bäder und Spülungen vorgenommen. Von einer Anwendung des Aufgusses im Augenbereich wird abgeraten.
Im Bereich der Volksmedizin wird Kamillentee besonders in romanischen Ländern als Schlaftee und als Beruhigungsmittel verwendet.“
(Quelle: Wikipedia)
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Dienstag, November 29th, 2011
„Alkaloide sind im Pflanzenreich sehr verbreitet, von heilsam bis tödlich ist dabei alles vertreten. So reichen schon fünf bis zehn Milligramm des aus dem Eisenhut gewonnenen Aconitin, um einen Menschen zu töten. Das gleiche Gift entfaltet jedoch in geringeren Dosen durchaus eine heilsame Wirkung: Es kann beispielsweise als schweißtreibendes Mittel eingesetzt werden. Ebenso giftig, aber dabei auf das Nervensystem wirkend, sind Alkaloide wie Strychnin. Die in den Samen der Brechnuss enthaltene Verbindung führt bei Säugetieren und beim Menschen zu heftigsten Krämpfen. Das Gift führt dazu, dass die hemmenden Synapsen, im Nervensystem gewissermaßen die ‚Sicherungen’ gegen Überreizungen, ausfallen. Umgekehrt bewirkt das Chelidonin aus dem Milchsaft des Schöllkrauts das Gegenteil: Es lindert Krämpfe bei Epilepsie und wird auch als Schmerzmittel eingesetzt.
Ein ‚Januskopf’ unter den Alkaloiden ist das Opium, gewonnen aus dem getrockneten Milchsaft des Schlafmohns. Als Suchtmittel verschrien, geht in der modernen Schmerzmedizin jedoch kaum mehr etwas ohne Opiate. Nahezu jede Narkose oder örtliche Betäubung beruht auf der Wirkung eines Opium-Abkömmlings. Opium, das Rohmaterial sowohl für Suchtmittel als auch für Schmerzmittel, ist zu 20 bis 25 Prozent ein Gemisch verschiedener Alkaloide, darunter Morphin (Morphium), Noskapin, Thebain, Codein, Papaverin und Narcein.
Weitere bekannte Alkaloide sind die Solanine, die in den grünen Teilen der Nachtschattengewächsen, wie in den Früchten der Kartoffelpflanze oder vergrünten Kartoffelknollen, in unreifen, grünen Tomate oder der Tollkirsche, enthalten sind. Tödlich, wenn geschluckt oder getrunken, helfen sie rein äußerlich angewendet jedoch gut gegen Ekzeme.
Und auch in unserer täglichen Tasse Tee oder Kaffee geht es nicht ohne Alkaloid: Auch Koffein und Teein gehören zu diesen Pflanzeninhaltsstoffen.
Quelle:
http://www.scinexx.de/dossier-detail-340-8.html
Kommentar & Ergänzung:
Alkaloide sind wichtige Pflanzeninhaltsstoffe, doch haben viele Alkaloide eine kleine therapeutische Breite. Das heisst: Die wirksame und die giftige Dosis liegen nahe beieinander. Viele Alkaloid-Pflanzen eigenen sich daher nicht für die Selbstbehandlung. So soll bitte niemand auf die Idee kommen, mit Eisenhut bzw. Aconitin zu experimentieren. Blauer Eisenhut wird nur in der Homöopathie verwendet. Dort wird die Giftpflanze aber so stark verdünnt, dass gar nicht mehr drin ist, was auf der Etikette drauf steht.
Bei Aconitum D6 mit einer Verdünnung von 1: 1 Million und auch bei Aconitum D12 mit einer Verdünnung von 1 : 1 000 000 000 000 sind noch minimale Spuren zu finden. Bei Aconitum C30 (30 mal 1: 100 verdünnt) und Aconitum C200 (200 mal 1: 100 verdünnt) ist in dem Präparat kein Molekül aus dem Eisenhut mehr vorhanden.
So verschwindet jede Giftigkeit, allerdings gibt es auch keine Belege für eine spezifische Wirksamkeit.
Sehr giftig ist auch das Alkaloid Colchicin aus der Herbstzeitlose (Colchicum autumnale).
Auch Chelidonin aus dem Schöllkraut gegen Epilepsie und als Schmerzmittel einzusetzen, ist ganz und gar nicht zu empfehlen. Schöllkraut wird aber in der traditionellen Pflanzenheilkunde gern äusserlich gegen Warzen eingesetzt (Schöllkrautsaft auftragen).
Opium wird aus dem Schlafmohn gewonnen und ist ein Gemisch verschiedener Alkaloide.
Tollkirsche (Atropa belladonna) enthält nicht die erwähnten Solanine, sondern die Tropanalkaloide Hyoscyamin (Atropin), Scopolamin, Apoatropin, Belladonnin und Scopoletin.
Zu den Alkaloiden gehört auch die Droge Kokain.
Und bei Koffein und Teein handelt es sich um identische Stoffe.
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Dienstag, November 29th, 2011
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert über das vermeintliche Krebsarzneimittel „Ukrain“, dass derzeit in Deutschland und in anderen EU-Staaten ungesetzlich in den Verkehr gebracht wird.
Nach dem BfArM vorliegenden Informationen werden gegenwärtig große Mengen des vermeintlichen Krebsarzneimittels „Ukrain“ in Deutschland und in anderen EU-Staaten illegal in den Verkehr gebracht. Zusätzlich wird dieses Produkt im Internet mit verschiedenen Heilversprechen propagiert. Hier findet man zum Beispiel folgende Aussagen: „Ukrain could replace chemotherapy in treating almost all cancers“ (Ukrain kann die Chemotherapie bei fast allen Krebsarten ersetzen) oder „Cancer can be reversed“ (Krebs kann rückgängig gemacht werden). Für solche und ähnliche Aussagen sind keine Belege bekannt, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.
Das BfArM warnt dringend vor der Anwendung von Ukrain.
Das Produkt Ukrain stammt von der Firma Nowicky Pharma (mit wechselndem Geschäftssitz, gegenwärtig Lviv, Ukraine oder Vereinigte Arabische Emirate). Bei Ukrain handelt es sich offenbar um ein semisynthetisches Mischpräparat aus dem Zytostatikum Thiotepa und aus Alkaloiden des Schöllkrauts (Chelidonium majus L.). Bezüglich der Zusammensetzung von Ukrain existieren allerdings auch abweichende Angaben.
Ukrain ist weder in Deutschland noch in der übrigen Europäischen Union zugelassen und es gibt gegenwärtig auch keine Zulassungsanträge. Frühere Zulassungsanträge im EU-Ausland scheiterten. Eine Zulassung wurde im Jahr 2001 von der Ukraine erteilt, diese wurde allerdings am 14. November 2011 widerrufen.
Belege für eine angemessene oder genügende Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Ukrain bei Krebserkrankungen sind nicht bekannt. Bei den zugänglichen Publikationen über klinische Untersuchungen mit Ukrain handelt es sich überwiegend um Einzelfallberichte oder um Untersuchungen, die ohne einen Vergleich mit einer Standardtherapie durchgeführt wurden und/oder die andere erhebliche Mängel aufweisen und deren Resultate wegen dieser Mängel nicht beurteilbar sind.
Seit 2002 gibt es Bemühungen in mehreren Verfahren, Ukrain durch die Europäische Kommission als Arzneimittel für seltene Erkrankungen („Orphan Drug“) zu Therapie des Pankreaskarzinoms ausweisen zu lassen. Der für derartige Anträge zuständige „Ausschuss für Arzneimittel für seltene Leiden“ (COMP) der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) lehnte diese Anträge regelmäßig ab, da es der Antragsteller nicht schaffte, die für derartige Anträge nötigen wissenschaftlich bewertbaren und belastbaren Belege zu liefern.
Gegen diese Entscheidungen wurde Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) erhoben. Diese Klage wurde zwischenzeitlich vom EuGH in allen Punkten abgewiesen (Urteil vom 9.9.2010 T-74/08). Durch diesen Entscheid hat der EuGH bestätigt, dass die Sicht des COMP’s über das fehlen relevanter Belege zur Bewertung von Ukrain korrekt ist.
Aus Sicht des BfArM muß vor dem Einsatz von Ukrain als Krebsmittel dringend gewarnt werden. Krebspatienten sollten sich nur mit zugelassenen Arzneimitteln therapieren lassen, deren Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und Qualität nachvollziehbar belegt und bei deren ein günstiges Nutzen-Risiko Verhältnis in einem Zulassungsverfahren geprüft und für akzeptabel befunden wurde.
Quelle:
http://www.bfarm.de/DE/Pharmakovigilanz/risikoinfo/2011/ukrain.html
Kommentar & Ergänzung:
Im Bereich Komplementärmedizin / Alternativmedizin gibt es eine riesige Menge an Versprechungen. Natürlich kann man sich im Modus der Beliebigkeit durch diesen Dschungel wuseln und ungeprüft konsumieren, was einem über den Weg läuft. Ein mündiger Konsument oder eine mündige Konsumentin sehen aber anders aus.
Gegen die Beliebigkeit hilft es, wenn wir lernen, kritische Fragen zu stellen: Wie genau? Wann? Warum? Wo? Wer?
Im Bereich Komplementärmedizin /Alternativmedizin besteht meiner Erfahrung nach ein grosses Manko an kritischen Fragen. Sie werden sehr oft als Bedrohung empfunden, statt als Chance erlebt. Ohne kritische Fragen unterbleibt aber die Weiterentwicklung.
Ohne gesunde Zweifel und mit fragloser Gläubigkeit bleiben wir aber an der Oberfläche.
Wer lernen will, wie man Heilungsversprechungen auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft, kann das in der Phytotherapie-Ausbildung, im Heilpflanzen-Seminar oder im Tagesseminar Komplementärmedizin.
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Sonntag, November 27th, 2011
Bereits leichte Überdosierungen von Paracetamol über einige Tage hinweg können zu schweren Leberschädigungen mit Todesfolge führen. Das schreiben Forscher um Dr. Kenneth Simpson im «British Journal of Clinical Pharmacology». Entsprechende Patienten hätten häufig unverdächtige Paracetamol-Spiegel im Blut und berichten nur über ein Unwohlsein. Tatsächlich besteht für sie aber sogar eine größere Gefahr, Atembeschwerden, Leberkomplikationen und Hirnkomplikationen zu erleiden, dialysepflichtig zu werden oder zu sterben, als für Patienten, die einmalig eine sehr hohe Paracetamol-Dosis eingenommen haben. Auch Patienten mit tiefen Paracetamol-Spiegeln sollten bei entsprechender Symptompräsentation im Krankenhaus mit dem Antidot N-Acetylcystein behandelt werden, empfehlen die Ärzte.
Es geht hier um Patienten, die nicht eine einzelne, massive Überdosis genommen, wie es Menschen tun, die Suizid zu begehen versuchen. Aber im Laufe der Zeit summiere sich der Schaden, was tödlich enden könne, warnt Simpson von der Universität Edinburgh und der schottischen Lebertransplantations-Einheit. Als leichte Überdosis definierten die Forscher die Einnahme von zwei oder mehr leicht erhöhten Dosen in einem Abstand von mehr als acht Stunden, die sich auf mehr als 4 Gramm pro Tag summieren. 4 Gramm Paracetamol entsprechen der derzeit empfohlenen Tageshöchstdosis für Erwachsene, solange keine anderen Risikofaktoren vorliegen.
Die Wissenschaftler untersuchten die Medikationsgeschichte von 663 Patienten, die zwischen 1992 und 2008 aufgrund von Paracetamol-induzierten Leberschäden in einem schottischen Krankenhaus aufgenommen wurden. 161 dieser Patienten hatten leichte Paracetamol-Überdosen eingenommen, um Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Zahnschmerzen selbst zu behandeln.
Patienten sollen sich in der Selbstmedikation von Schmerzen an die tägliche Höchstdosis von 4 Gramm halten, sagen die Forscher. Und wenn die Patienten mehr als ein Schmerzmittel einnehmen, müssen sie sicherstellen, dass nur eines davon Paracetamol enthält. Bei 6 Gramm und mehr als Einzeldosis kommt es zu Leberzellnekrosen.
Quelle:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=40121&Nachricht_Title=Nachrichten_Paracetamol%3A+Kleine+%DCberdosis%2C+gro%DFer+Schaden&type=0
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Sonntag, November 27th, 2011
Die Boulevardzeitung Blick hat in den letzten Tagen zweimal detailliert über Suizide von bekannten Personen aus Politik und Wirtschaft berichtet (z. B. mit detaillierte Abläufen, Fotos vom Tatort).
Solche Berichte verletzen die Würde der gestorbenen Personen und sie bergen ein Risiko für Nachahmungshandlungen.
Für höhere Klick-Raten im Internet und höhere Verkaufzahlen am Kiosk verletzt die Zeitung die journalistische Sorgfaltspflicht.
Die verantwortlichen Personen in Redaktion und Verlag sollten meines Erachtens zurücktreten.
Hier die Richtlinien des Schweizerischen Presserates zur Suizidberichterstattung:
„Respektierung der Privatsphäre
1. Suizide und Suizidversuche sind eine soziale Realität. Sie können für die Massenmedien grundsätzlich kein Tabu sein.
2. Die Art und Weise, wie Menschen leben und sterben, gehört zu ihrer Privatsphäre. Berichte über den Tod eines Menschen bedeuten daher immer, dass die Grenze zum Intimbereich überschritten wird. Darum müssen die Massenmedien bei Suizidfällen grösste Zurückhaltung üben. Es gilt abzuwägen zwischen dem Schutz der Privatsphäre (Persönlichkeitsrechte der betroffenen Person, Gefühle der Angehörigen) und dem Anspruch der Oeffentlichkeit auf Information. Im Zweifelsfall ist nicht zu berichten.
3. Suizidfälle können Gegenstand der Berichterstattung sein, – wenn sie grosses öffentliches Aufsehen erregen, – wenn sie im Zusammenhang mit einem von der Polizei gemeldeten Verbrechen stehen, – wenn sie Demonstrationscharakter haben und auf ein ungelöstes Problem aufmerksam machen wollen, – wenn dadurch eine öffentliche Diskussion ausgelöst wird – oder wenn Gerüchte und Anschuldigungen im Umlauf sind.
4. Ebenfalls ein Thema journalistischer Behandlung sind Häufungen von Suizidfällen in öffentlichen Institutionen (wie Gefängnissen, Kasernen, Heilanstalten, Heimen), weil sie Fragen aufwerfen, die die Leitung, den Führungsstil, den Umgangston und den psychischen Druck in den betroffenen Institutionen betreffen.
5. In allen Fällen gehören in die Berichterstattung keine Namen und Bilder der Personen, die Suizid begangen oder den Versuch der Selbsttötung unternommen haben, keine Bilder der Tatorte, keine Adressen und keine weiteren Angaben aus dem Bereich der Privatsphäre und der Krankengeschichten.
6. Nehmen sich Personen der Zeitgeschichte das Leben und steht ihr Handeln zumindest in einem vermuteten öffentlichen Zusammenhang, so hat die Oeffentlichkeit einen Anspruch auf Information. In diesem Fall muss der Name genannt werden; auch ein Bild ist zulässig. Aber auch hier ist grösste Zurückhaltung geboten in der Art der Schilderung.
7. Wegen der Gefahr der Nachahmung sind detaillierte Berichte über Suizide und Suizidversuche zu vermeiden. Dies gilt nicht nur für reale Fälle, sondern auch für fiktive in Kriminalfilmen, Beziehungsgeschichten, Milieufilmen usw. Die Frage der Medienwirkung ist beim Entscheid über die Publikation oder Ausstrahlung eines Berichtes über einen Suizidfall mitzuberücksichtigen.“
(Quelle: http://www.presserat.ch/9208.htm)
Die Richtlinie des Deutschen Presserats zur Berichterstattung über Suizidenten hält fest: „Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von öffentlichem Interesse handelt.“
(Quelle: Wikipedia)
Dass vor allem detaillierte Berichte von Suiziden Nachahmungshandlungen fördern können, ist unter dem Ausdruck „Werther-Effekt“ bekannt.
Was ist der Werther-Effekt?
„Als Werther-Effekt wird in der Medienwirkungsforschung, Sozialpsychologie und Soziologie die Annahme bezeichnet, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Suiziden, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde, und einer Erhöhung der Suizidrate in der Bevölkerung besteht.“
(Quelle: Wikipedia)
Woher stammt der Begriff „Werther-Effekt“?
„Der Begriff geht zurück auf das Auftreten einer ‚Suizidwelle’ nach der Veröffentlichung von Goethes Roman Die Leiden des jungen Werthers im Jahr 1774 und seiner zahlreichen Nachahmungen (Wertheriaden). Dieses Phänomen wurde in der Wissenschaft kontrovers diskutiert: Während einige Forscher von einer Epidemie sprachen, verweisen andere auf die rückwirkend unzureichende epidemiologische Erfassung. Durch Quellen belegt ist heute lediglich eine zweistellige Anzahl von Suiziden, die nachweislich in Zusammenhang dieser Buchpublikation standen.
Einige der Suizidenten kleideten sich wie die Figur des Werther in der so genannten Werther-Tracht (bestehend aus blauem Tuchfrack, gelber Weste, Kniehosen aus gelbem Leder, Stulpenstiefeln und rundem, grauem Filzhut), andere trugen bei ihrem Suizid Goethes Buch bei sich. Damals wurde vom ‚Wertherfieber’ gesprochen. Goethe selbst hatte mit einer solchen Wirkung seines Werkes nicht gerechnet. Er schrieb später: ‚So verwirrten sich meine Freunde daran, indem sie glaubten, man müsse die Poesie in Wirklichkeit verwandeln […] und sich allenfalls selbst erschießen: und was hier im Anfang unter Wenigen vorging, ereignete sich nachher im großen Publikum’.
Der Stadtrat in Leipzig verbot die Verbreitung des Werther im Januar 1775 nach den ersten bekannt gewordenen Suizidfällen mit der Begründung „es wird hier ein Buch verkauft, welches den Titel führt Leiden des jungen Werthers. Diese Schrift ist eine Empfehlung des Selbst Mordes“. Auch das Tragen der Werther-Tracht wurde verboten. Das Verbot galt in Leipzig bis 1825. Auch in anderen Städten wurde die Verbreitung des Briefromans untersagt, um Nachahmungstaten zu verhindern.
Der Leipziger Rechtswissenschaftler Christian Gottlieb Hommel soll dagegen 1778 geäußert haben: ‚Alle Welt hat dieses Buch gelesen, aber sich noch niemand erschossen.’ Und an anderer Stelle: ‚Ich weiß aber, daß einer sich erhängt hat, der einen theologischen Schrieb gegen Goethe bis zum Ende durchgelesen hat.’“
(Quelle: Wikipedia)
Wissenschaftliche Forschung zum Werther-Effekt
„Für den Wirkungszusammenhang zwischen dem Vorbild-Suizid und den Nachfolgetaten benutzen Wissenschaftler die Begriffe Imitationshypothese, Suggestionstheorie, Enthemmungseffekt oder Ansteckungshypothese. Der ‚Werther-Effekt’ wird nicht nur von Medienforschern und Psychologen untersucht, sondern auch von Wissenschaftlern der Suizidologie.
Der Begriff Werther-Effekt wurde 1974 von dem amerikanischen Soziologen David Philipps eingeführt, der als erster Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Berichterstattung über Suizide prominenter Personen und der Suizidrate der Bevölkerung nachweisen konnte. Er recherchierte, über welche Selbsttötungen Prominenter die New York Times zwischen 1947 und 1967 auf der Titelseite berichtet hatte – es waren 33 Fälle – und untersuchte die amtlichen Statistiken über Todesfälle auf mögliche Auswirkungen auf die Suizidrate. Philipps stellte in allen Fällen einen Anstieg der Rate fest. Die Zahl der Nachahmungstäter war umso höher, je prominenter der Suizident war. Die größte Suizidwelle dieser Untersuchung wurde durch die Berichterstattung über den Tod Marilyn Monroes ausgelöst, obwohl es zu ihrem Tod verschiedene Theorien gab und gibt. Weitere Studien Philipps, in denen er behauptete, Nachahmungen seien auch kausal nach fiktiven Selbstmorden in Seifenopern nachweisbar, gelten jedoch als unzureichend und nicht aussagekräftig.
In Deutschland beobachteten die Psychologen Armin Schmidtke und Heinz Häfner im Zusammenhang mit dem mehrteiligen ZDF-Film Tod eines Schülers im Jahr 1981 eine statistische Häufung der Suizide. Die sechs Folgen erzählen die Vorgeschichte einer Selbsttötung aus verschiedenen Perspektiven, der Moment des Suizids wurde zu Beginn jeder Folge gezeigt. Während der Ausstrahlung der Serie nahm die Suizidrate unter 15- bis 19-jährigen männlichen Schülern im Vergleich zu den Jahren davor und danach um 175 Prozent zu. Die Serie wurde anderthalb Jahre später erneut gezeigt und produzierte wiederum einen Effekt, diesmal betrug die Zunahme der Selbsttötungen bei Jugendlichen 115 Prozent.
Jüngere Studien kommen zu der Feststellung, dass es Nachahmungseffekte bei Suiziden gibt, wobei diese bei der Berichterstattung realer Fälle höher ausfallen als bei fiktionalen Suiziden. Jane Pirkis und R. Warwick Blood werteten 2001 in einer Metastudie 42 Studien aus und gelangen zu ähnlichen Ergebnissen. Nach Schmidke und Schaller sowie anderen sind folgende Einflussgrößen relevant: Publizitätsgrad, Art der Medien, Anzahl und Art der Rezipienten, Eigenschaft der Rezipienten, Art des dargestellten Verhalten, Valenz des Modells (‚Vorbild’), Darstellung der Konsequenzen sowie kurz- und langfristige Effekte der Medienmodelle auf den Rezipienten. Nicht bestätigt sowie teilweise kritisiert wird die Gefahr eines reinen Kausalzusammenhangs: Robert D. Goldney stellte die Beziehung zwischen Medienberichten und Suiziden zwar nicht in Frage, warnte aber davor Medien zum „Sündenbock“ zu machen. Vielmehr seien andere Risikofaktoren wie psychische Störungen mitursächlich.
Neben prominenten Vorbildern spielen bei Suiziden auch der Ort und die Methode des Selbstmords eine Rolle. So gilt die Golden Gate Bridge als Reiseziel von Suizidenten. Ebenso wuchs nach der Berichterstattung über Robert Enke die Zahl der Schienensuizide an, nach Angaben des Leipziger Psychiatrieprofessors Ulrich Hegerl mit viermal so vielen Toten unmittelbar nach der Tat.“
(Quelle: Wikipedia)
(Ergänzung: Blick beschreibt in einem Fall die genaueren Umstände eines Bahnsuizides. Falls es – wie nach der Berichterstattung über den Suizid von Robert Enke – zu einer Vervierfachung der Schienensuizide kommt, trägt „Blick“ Mitverantwortung an diesen auch die Angehörigen und die beteiligten Lokführer tragischen Ereignisse, M.K.)
„Bereits in den 1950er Jahren wurde nach der Berichterstattung über das Pflanzenschutzmittel E 605 eine Zunahme der suizidalen Vergiftungen mit diesem Mittel registriert. Karl-Heinz Ladwig, Professor für Psychosomatische Medizin sagte: „Man muss sich noch nicht einmal mit dem Menschen identifizieren können, um seine Tat nachzuahmen.“ Es genüge bereits, dass sich durch Medienberichte die Methode oder der Ort des Suizids im kollektiven Bewusstsein festsetze.“
(Quelle: Wikipedia)
Zum Umgang von Redaktionen mit dem Werther-Effekt
„Dass das Thema in Redaktionen nicht noch ernster genommen wird, erklärt der Medienjournalist Stefan Niggemeier damit, dass die bisherigen Erkenntnisse der Forschung dem Selbstverständnis von Journalisten entgegenstehen: ‚Schon der Gedanke, dass nur das Berichten einer Tatsache – sogar unabhängig davon, ob man Namen oder andere Details nennt – erhebliche negative Folgen haben kann, ist schwierig für Journalisten.’ Er kommt zu dem Schluss: ‚Natürlich muss es dann auch möglich sein, zu sagen: Das hier ist zwar eine ganz spannende Geschichte, und ich weiß auch 37 Details, die ich gerne erzählen würde, aber ich schreibe trotzdem ganz nüchtern und lasse von den 37 Details 36 weg. Ja, das läuft den normalen Regeln des Journalismus zuwider, aber an der Stelle müssen die Regeln dann halt mal ausgesetzt werden!’“
(Quelle: Wikipedia)
Fazit: Entweder wissen die Verantwortlichen in der Blick-Redaktion nicht, was sie da tun. Dann steht ihre journalistische Qualifikation fundamental in Frage. Oder sie wissen was sie tun. Dann kann daraus eigentlich nur geschlussfolgert werden, dass sie über Leichen gehen für höhere Verkaufzahlen.
P.S. Ich verzichte hier bewusst auf die Nennung der Namen der vom Blick vermarkteten Suizidopfern. Das hat zur Folge, dass dieser Beitrag deutlich weniger über Google gefunden wird.
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Samstag, November 26th, 2011
Das Magazin „focus“ brachte eine Serie zum Thema „ Mit Hausmitteln Erkältungen lindern“.
Ein Abschnitt daraus war der Kapuzinerkresse gewidmet, wobei der Ausdruck „Breitbandantibiotika“ im Titel etwas gar stark aufgetragen ist. Kapuzinerkresse ist aber tatsächlich eine sehr interessante Heilpflanze gegen Infektionen.
Zitat:
„ Kapuzinerkresse
Die Pflanze mit den runden saftigen Blättern und den leuchtenden Blüten steht dem Meerrettich in nichts nach. Ihre antibiotische Wirkung macht sie zu einem hervorragenden Mittel gegen Husten, Bronchitis, Fieber, Hals- und Rachenentzündungen. Wer die Pflanze isst, nimmt die stark antibiotisch wirkenden Öle auf und scheidet sie anschließend über die Harn- und Atemwege wieder aus. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe in einer hohen Konzentration in den Nasen- und Rachenraum und hemmen dort die Vermehrung der Keime.“
Kapuzinerkresse enthält wie die Meerrettichwurzel Glukosinolate (Senfölglykoside) mit antibakterieller Wirkung. Kapuzinerkresse wirkt auch hemmend auf Viren.
Ein weiteres Anwendungsgebiet für Kapuzinerkresse ist die unterstützende Behandlung bei Blasenentzündung.
Zur Anwendung der Kapuzinerkresse wird empfohlen:
„Die Blüten und Blätter kleinhacken und beispielsweise zum Würzen von Salaten, Quark oder Kartoffeln verwenden. Die leicht scharfen Blätter schmecken auch auf Brot.“
Eine weitere Anwendungsform ist die Kapuzinerkressentinktur (1:10, Tagesdosis 90 – 250 Tropfen, am besten in mehreren Portionen über den Tag verteilt, da die Senfölglykoside rasch ausgeschieden werden. In Deutschland gibt es auch ein Kombi-Präparat mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel (Angocin).
Zu Risiken und Nebenwirkungen von Kapuzinerkresse:
„Nicht zu viel essen. In großen Mengen kann Kapuzinerkresse Magen und Darm reizen.“
Ja, die Senfölglykoside können in grösseren Mengen Magenreizungen auslösen.
Eine Kapuzinerkressenbehandlung soll nicht länger dauern als 4 – 6 Wochen.
Wegen der möglichen Schleimhautreizung nicht einnehmen bei akutem Magengeschwür, akutem Darmgeschwür, akuter Nierenentzündung.
Während der Therapie keinen Alkohol trinken, weil die Alkoholtoleranz durch Benzylsenföl reduziert wird.
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-breitbandantibiotika-aus-der-natur_aid_348263.html
Siehe auch:
Kräuter und ihre Wirkung: Kapuzinerkresse
Phytotherapie: Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse bekämpfen Influenza-Viren
Senfölglykoside hemmen multiresistente Erreger
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Freitag, November 25th, 2011
Jeder Blutgruppe ihre eigene Ernährungsweise, so empfiehlt es die Blutgruppendiät und verspricht dadurch Gesundheit und Gewichtsabnahme.
Ich bin Blutgruppe 0 und besitze laut Peter D’Adamo den Stoffwechsel eines Steinzeit-Jägers. Folge ich seinen Ernährungsempfehlungen, dann bin ich von nun ab Fleischfresser in Reinkultur.
Der Amerikaner Peter D’Adamo ist der Erfinder der sogenannten Blutgruppendiät, ein Ernährungsprinzip das nicht nur der Gewichtsabnahme, sondern vor allem auch der Gesundheit dienen soll. Der Naturheilmediziner ist überzeugt davon, dass jede Blutgruppe nach ihrem eigenen Ernährungsverhalten verlangt und glaubt die Basis für seine Theorien in der Evolutionsgeschichte des Menschen gefunden zu haben.
Aus seiner Annahme, dass der Neandertaler zum Beispiel Träger der Blutgruppe 0 war, folgt seine Ernährungsempfehlung für Menschen derselbigen Blutgruppe 40.000 Jahre später: Viel tierische Fette, keine Milchprodukte und wenig Weizen – ganz nach dem Ernährungsplan unserer Vorfahren – zum Schutz vor chronischen Krankheiten und Übergewicht.
Wer seine Blutgruppe nicht kennt und isst was ihm gerade in den Sinn kommt, der hat Glück solange er Träger der Blutgruppe AB ist.
Oder aber er darf sich nicht wundern, wenn der Organismus sich dagegen wehrt. Die Ursache für zahlreiche Zivilisationskrankheiten glaubt D’Adamo in den sogenannten Lectinen gefunden zu haben. Diese Proteine besitzen Ähnlichkeiten mit spezifischen Blutgruppenmerkmalen und erreichen über die Nahrung das menschliche Blut.
Je nach Blutgruppentyp sollen diese Lebensmittel-Lectine verträglich sein oder eben auch nicht. Bei Unverträglichkeit komme es zu einer Reaktion, die einem Transfusionszwischenfall ähnelt: Rote Blutkörperchen agglutinieren (verklumpen), Zellen sterben ab und die Gesundheit wird dadurch erheblich beeinträchtigt.
D’Adamos Theorien geraten allerdings schon mit der Blutgruppe 0 stark ins Wanken, behaupten doch Humangenetiker, dass der Urzeitmensch zwar Fleischfresser war, jedoch Träger der Blutgruppe A. Was die Lectine angeht, liegt D’Adamo dagegen offenbar nicht ganz so falsch. „Lectine besitzen tatsächlich schädlichen Einfluss auf den Körper. Allerdings verlieren sie diese Wirkung, sobald man diese erhitzt”, erklärt Birgit Beck, Projektleiterin für Ernährung beim Verein für Konsumenteninformation in Wien.
Vor der vermeintlich schädlichen Wirkung der Lectine, braucht sich niemand zu fürchten. Große Wunder, wie die Abheilung von Magengeschwüren oder das Verhindern einer Metastasierung bei Krebs ist von einer Blutgruppendiät auch nicht zu erwarten. Wissenschaftliche Beweise für eine günstige gesundheitliche Wirkung fehlen und Fachleute gehen sogar davon aus, dass die Blutgruppendiät der Gesundheit des Menschen eher abträglich als zuträglich ist. „Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist bei dieser Diät nicht gegeben”, erklärt Birgit Beck und fügt an, dass für sämtliche Blutgruppen der vorgesehene Speiseplan zu fett- und eiweißreich gestaltet ist. Dass diese Diät eine Unterversorgung mit verschiedenen Mikronährstoffen mit sich bringen kann, ist offenbar auch dem Begründer D’Adamo nicht entgangen. Darum rät er zur zusätzlichen Einnahme diverser Nahrungsergänzungsmittel – selbstverständlich blutgruppenspezifisch. Bereits dadurch werden die Grenzen der Blutgruppendiät sichtbar.
Quelle:
http://derstandard.at/1263705442258/Genauer-Betrachet—Skurrile-Diaeten-Zweifelhafte-Blutgruppendiaet
Kommentar & Ergänzung:
Übersichtlich zusammengefasst sind die Empfehlungen der Blutgruppendiät bei Esowatch:
„ Nach D’Adamo richtet sich die Ernährungsempfehlung nach der Blutgruppe.
Blutgruppe 0: Die Träger dieser Blutgruppe sollen täglich Fleisch essen und stattdessen auf Getreide und Milch verzichten. Begründet wird dies damit, dass die Blutgruppe 0 die älteste menschliche Blutgruppe sei.
Blutgruppe A: Träger der Blutgruppe A sollen sich vor allem von Getreide und Gemüse ernähren und auf Fleisch und Milch verzichten.
Blutgruppe B: Träger der Blutgruppe B können nach D’Adamo als „Nomaden-Typ“ Milch, Fleisch und Getreide vertragen.
Blutgruppe AB: Träg er dieser Blutgruppe sollten vor allem Obst und Gemüse essen.“
Und hier weitere Widersprüche und Fehler in der Blutgruppendiät:
„ Abgesehen von einigen exotischen, nur in Ausnahmefällen zur Ernährung gehörenden Pflanzen wie Stechginster, Goldregen und Malven ist kein Lebensmittel bekannt, bei dem je irgendeine negative Wirkung von Lektinen auf den menschlichen Organismus nachgewiesen wurde. Lektine in Lebensmitteln werden zum größten Teil beim Kochen zerstört und gelangen gar nicht in den Darm. Nur im Reagenzglas binden Lektine an Antigene des Blutes.
Welche Blutgruppe die älteste „Urblutgruppe“ ist, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. In der Diskussion sind sowohl Blutgruppe A als auch Blutgruppe 0. Da Menschenaffen ebenfalls die Blutgruppen 0, A und B haben, gilt es als gesichert, dass die Blutgruppen nichts mit menschlichen Wirtschaftsformen zu tun haben.
Manche der Empfehlungen und Verbote sind absolut zufällig oder beruhen auf Fehlern. So ist zum Beispiel die angebliche Milchunverträglichkeit der Blutgruppen 0 und A nur die Folge einer Namensverwechselung. Zur Blutgruppe B gehört die Alpha-N-D-Galaktose, in Milch ist hingegen Beta-N-D-Galaktose enthalten. Die Moleküle dieser Galaktosearten sind zwar ähnlich (daher der ähnliche Name), die Wirkung im Organismus ist aber völlig unterschiedlich. Selbst wenn die Lektin-Theorie richtig wäre, wäre eine negative Wirkung von Milch auf Menschen mit Blutgruppe 0 oder A also völlig ausgeschlossen.
D’Adamo rät den Blutgruppen 0, A und AB, Milch zu meiden. In Deutschland wären das 80 Prozent der Bevölkerung. Nur in Asien ist die Blutgruppe B am stärksten vertreten. Die regionale Verteilung von Laktoseintoleranz widerspricht jedoch seiner Theorie, denn sie ist in Asien weit häufiger als im europäischen Raum. Primäre Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine fehlende Mutation auf dem Chromosom 2.
Es ist nicht verständlich, warum Menschen mit Blutgruppe A, die besonders häufig in Europa ist (in manchen Ländern die Häufigste), die meisten Fleischsorten, Weizen und Milchprodukte nicht konsumieren sollten, die ja schon seit Längerem die Basis der Ernährung darstellen. Stattdessen wird zu vermehrtem Soja-Konsum geraten, was eher zu Trägern der Blutgruppe B passen würde: Diese Blutgruppe tritt am Häufigsten in Asien auf, nur dort ist Soja ein typischer Bestandteil der regionalen Küche. Das Ganze widerspricht auch der Theorie der Abfolge und regionalen Entstehung der Blutgruppen, weil nach D’Adamo die Blutgruppe A in der Kaukasus-Region, B in der Himalaya-Region entstanden ist. Warum dann ausgerechnet Menschen mit Blutgruppe A vermehrt Soja konsumieren und Milch bzw. Milchprodukte (gerade Menschen in der Kaukasus-Region sind für ihren Kefir-Konsum bekannt, Kefir wird für Blutgruppe A als neutral, für B und AB als bekömmlich eingestuft), Fleisch und Weizen vermeiden sollten, entbehrt jeder Logik.
Je nach Blutgruppe ist der Eiweißanteil der Kost teilweise überhöht, was Gicht oder die Bildung von Harnsteinen zur Folge haben kann. Die Gruppe der „Jäger“ erhält zu wenig Kohlenhydrate und Ballaststoffe.
Teuer ist auch der empfohlene Sekretor-Status (ca. 55€), der zur Verfeinerung des Konzeptes dient. Des Weiteren bietet D’Adamo zahlreiche speziell für Blutgruppen designte Nahrungsergänzungsmittel, die nur über bestimmte Online-Shops bezogen werden können. Abgesehen von den relativ hohen Kosten ist der Nutzen nicht belegt.
Bewertung der Diät durch die Stiftung Warentest: “Da wir trotz jahrhundertelanger Verstöße gegen diese Regeln immer noch am Leben sind, stellt sich die Frage nach dem Sinn und Unsinn der Diät. [...] Eine Verklumpung von Blutzellen (durch Lektine, erg.) wurde bisher in keinem einzigen Fall festgestellt. Und Belege dafür, dass Erkrankungen durch die Blutgruppendiät positiv beeinflusst werden, fehlen ebenfalls.”
Aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): “In keinem Fall ist wissenschaftlich dokumentiert, dass Lectine aus Lebensmitteln im Blut zu Verklumpungen (Agglutinationen) führen. [...] D’Adamo verwendet ungesicherte, verführerisch einfach klingende Annahmen als Fakten und stellt Lectine in Nahrungsmitteln als eine generelle Gefahr dar. [...] Die meisten pflanzlichen Lectine sind unschädlich. (…) Zudem zerstört Erhitzen die Lectinaktivität in fast allen Nahrungsmitteln mit Ausnahme von gerösteten Erdnüssen [...].”
Quelle: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Blutgruppendi%C3%A4t#ixzz1dQBj7geu
Ich bin immer wieder erstaunt, wie man mit völlig willkürlichen, widersprüchlichen, fehlerhaften Behauptungen und Ernährungstheorien einen Bestseller landen kann, nur weil man damit verbreitete Bedürfnisse nach Rat und Orientierung bedient.
Ähnliche Phänomene kann man im übrigen auch in der Pflanzenheilkunde beobachten, zum Beispiel mit den hoch fragwürdigen Fantasien über „Wesen und Signatur der Pflanzen“.
Siehe dazu:
Pflanzenheilkunde – Nebulöse Aussagen vom Wesen der Pflanzen
Zum Wesen der Heilpflanzen – Storchenschnabel gegen Schock
Die fragwürdige Rede vom Wesen der Pflanzen
Pflanzenheilkunde: John Ray zur Signaturenlehre
Wilde Möhre, Leberblümchen und die Signaturen der Heilpflanzen
Von Schopenhauers Feldblume zu den Signaturen der Pflanzen
Wesenhafte Urtinkturen: Genau nachfragen statt blind glauben
Signaturen der Pflanzen: Fragwürdiger Neuaufguss der Signaturenlehre
Naturheilkunde: Hoch fragwürdige Theorie von der Signatur der Pflanzen
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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Donnerstag, November 24th, 2011
Naturnahe Gärten bieten dem Igel für den Winterschlaf Unterschlupf
Jedes Jahr im Herbst und beim Winterbeginn gehen vermehrt Anrufe besorgter Bürger bei Naturschutzverbänden und Tierheimen ein, die vermeintlich zu kleine, herumirrende Igel im Garten gefunden haben und nun wissen wollen, wie man die Tierchen am besten über den Winter bringt. Doch die Sorge um das beliebte Stacheltier ist oft unbegründet. Erst mit dem Wintereinbruch besteht für untergewichtige oder kranke Igel die Gefahr, dass sie für den Winterschlaf nicht genügend gerüstet sind. Der NABU NRW rät deshalb von einem vorsorglichen Einsammeln der Tiere ab. Wer Jungtiere unterstützen wolle, der könne regelmäßig ein Schälchen Katzenfutter bereitstellen und Unterschlupfmöglichkeiten im Garten anbieten.
Während Altigel Ende Oktober bereits ihr Winterquartier vorbereiten, sind viele Jungigel je nach Witterung noch bis weit in den November hinein unterwegs, um sich die nötigen Fettreserven anzufressen. Entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten sind sie dabei auch tagsüber aktiv. Auch im nahrungsärmeren Spätherbst finden die jungen Igel in einem naturnahen Garten meist noch ausreichend Regenwürmer, Schmetterlingslarven oder Schnecken, um den Winter aus eigener Kraft unbeschadet zu überstehen.
Ihre Winterquartiere beziehen Igel erst bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad. Erst ab diesem Zeitpunkt sollten noch herumirrende Igel, die einen kranken oder unterernährten Eindruck machen, aufgenommen werden.
Einen solchen Pflegling sollte man einem Tierarzt oder einer Igelstation vorstellen. Wird dort festgestellt, dass der Igel keiner menschlichen Unterstützung bedarf, so muss er unverzüglich wieder am Fundort freigelassen werden, denn gesunde, kräftige Igel überleben den Winter ohne menschliche Hilfe. Im Haus überwinterte Igel haben nämlich im Frühjahr oft erhebliche Anpassungsschwierigkeiten, wenn sie wieder in die Natur entlassen werden.
Wer einen Garten besitzt, der kann Igeln am besten über den Winter helfen, in dem er den Garten igelfreundlich herrichtet. Gärten sind für die stacheligen Tiere nämlich wichtige Lebensräume. Ein naturnah gestalteter und bewirtschafteter Garten mit Hecken, Teichen, Obstbäumen, Steinmauern oder Wiesen bietet dem Igel ganzjährig einen attraktiven Lebensraum. Der Verzicht auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel sowie eine Bepflanzung mit heimischen Gewächsen sorgen dafür, dass das Stacheltier auch reichlich Nahrung vorfindet. Das ideale Winterquartier lässt sich dann rasch bereitstellen: Es besteht aus einem Haufen totem Holz, Reisig und Laub. Der NABU rät daher, die häufig üblichen herbstlichen Aufräumaktionen in Gärten lieber auf das Frühjahr zu verschieben. Neben den natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten könne man darüber hinaus ein Igelhäuschen aufstellen.
Quelle:
http://nrw.nabu.de/presse/pressemitteilungen/index.php?popup=true&show=651&db=presseservice_nrw
Kommentar & Ergänzung:
Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) setzt sich für Pflanzen, Tiere und Lebensräume ein. Auf der Website www.nabu.de findet man zu diesen Themen reichhaltige Informationen.
Zum Thema Igelschutz gibt es fundierte Informationen bei www.pro-igel.ch.
Wer die Natur in der Natur und nicht nur im Internet kennen lernen möchte, kann das auf erlebnisreichen Naturbeobachtungen an meinen Naturseminaren.
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