DFG unterstützt Forschung zu Soja-Isoflavonen

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Soja-Isoflavone sind als Nahrungsergänzungsmittel im Handel und werden mit günstigen Effekten auf die Gesundheit beworben. Trotz intensiver Forschung in den letzten Jahren sind ihre Wirkungen bis heute aber unklar. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert nun vier eng aufeinander abgestimmte Forschungsvorhaben zu Soja-Isoflavonen mit total 1,2 Millionen Euro, um diese Wissenslücken zu füllen.
Ist es für die Wirkung der Isoflavone wichtig, ob sie in einer frühen oder späten Lebensphase aufgenommen werden? Welche Rolle spielen dabei westliche Lebensgewohnheiten, wie zum Beispiel ein hoher Anteil an Fett im Essen? Gibt es Wechselwirkungen zwischen Isoflavonen und den körpereigenen Östrogenen? Was muss bei der Übertragung von tierexperimentell gewonnenen Daten auf den Menschen beachtet werden? Beeinflussen Isoflavone epigenetische Mechanismen wie die Methylierung der DNA und verändern sie dadurch möglicherweise die Genexpression?
Solche und andere Fragen werden die Wissenschaftler, die alle über langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen, in den kommenden drei Jahren erforschen. Die am Forschungsprojekt beteiligten universitären und nicht-universitären Forschungseinrichtungen sind die Deutsche Sporthochschule Köln (Prof. Patrick Diel), die Technische Universität Dresden (Prof. Günter Vollmer), die Universität Würzburg (Prof. Leane Lehmann), das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (Dr. Clarissa Gerhäuser und Prof. Christoph Plass) sowie das Max Rubner-Institut in Karlsruhe (Prof. Sabine Kulling zusammen mit Dr. Achim Bub und Prof. Bernhard Watzl).
Ihr interdisziplinäres und detailliert abgestimmtes Forschungskonzept soll es ermöglichen, die offenen Fragen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu untersuchen, um so komplexe, bisher nicht beachtete Zusammenhänge verstehen zu können.
Die Senatskommission zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln (SKLM) der DFG verfolgt die Aktivität des Forschernetzwerkes mit großem Interesse und wird die Reslutate in ihre Beratungen einbeziehen.
Quellen:
Deutsche Sporthochschule Köln
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=34822
Kommentar & Ergänzungen:
Dieses Forschungsprojekt ist sehr zu begrüssen, weil es tatsächlich viele offene Fragen rund um die Themen Soja und Isoflavone gibt. Interessant an dieser Ankündigung ist vor allem, dass sie einige der offenen Fragen anspricht.
Isoflavone kommen auch in anderen Pflanzen vor wie zum Beispiel im Rotklee oder im Hauhechel. Soja ist aber die wichtigste Quelle.
Siehe auch:
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Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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