Heilpflanzen bei Blasenentzündung

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Schmerzen beim Wasserlassen und ständiger Harndrang sind typische Symptome einer Blasenentzündung (Zystitis).

Ein Betrag in der Fachzeitschrift „Die PTA in der Apotheke“ (08 / 2011) empfiehlt Heilpflanzen-Anwendungen:

„Für die Selbstmedikation eignen sich pflanzliche Aquaretika als fertige Teezubereitungen oder in Form von Kapseln, Dragees und Tropfen. Sie enthalten wassertreibende, teilweise zusätzlich auch krampflösende, entzündungshemmende und desinfizierende Heilkräuter wie beispielsweise Brennnessel-, Birken- und Orthosiphonblätter, Goldruten- und Ackerschachtelhalmkraut.

Bewährt haben sich vor allem Arzneimittel mit Bärentraubenblättern, die antibakteriell und desinfizierend wirken. Raten Sie betroffenen Frauen viel zu trinken, um die Keime schneller wieder loszuwerden – mindestens zwei Liter sollten es täglich sein, sofern keine Herz- oder Nierenerkrankungen dagegen sprechen. Ruhe und lokale Wärmeanwendungen wie Wärmflasche oder Kirschkernkissen helfen zusätzlich, die Schmerzen zu lindern.“

Kommentar & Ergänzung:

Bärentraubenblättertee wirkt antibakteriell in den Harnwegen. Zu beachten ist:

Nur bei aktuter Zystitis anwenden, nicht  länger als eine Woche am Stück einnehmen und nicht mehr als fünf Wochen pro Jahr. Dosierung muss ausreichend hoch sein: 4 Tassen Bärentraubenblättertee pro Tag. Kaltauszug ist magenverträglicher. Nicht für Kinder unter 12 Jahren.

Achtung:

„Von der Selbstmedikation ausgeschlossen sind Diabetikerinnen, Schwangere, Patientinnen mit geschwächtem Immunsystem, mit Niereninsuffizienz sowie grundsätzlich auch Kinder und Männer mit Blasenproblemen……. Bessert sich die Infektion nicht nach wenigen Tagen, sollten Sie zum Arztbesuch raten. Der Mediziner wird gegebenenfalls ein Antibiotikum verordnen. Weisen Sie Ihre Kundinnen bei der Abgabe darauf hin, dass das Präparat nicht vorzeitig abgesetzt werden darf. Denn dies könnte zu resistenten Erregern führen.“

Kommentar & Ergänzung:

Auch wenn gleichzeitig Fieber eintritt oder Schmerzen in der Nierengegend, ist eine ärztliche Abklärung nötig.

Abschliessend ein Tipp zur Vorbeugung von Blasenentzündungen:

„Um Blaseninfekten vorzubeugen, sollten Frauen im Alltag grundsätzlich auf eine ausreichende Trinkmenge achten und ihre Blase immer vollständig entleeren. Gut geeignet, um Bakterien auszuschwemmen, noch bevor es zur Entzündung kommt, sind Produkte mit Cranberries. Die darin enthaltenen Proanthocyanidine verhindern das Andocken der pathogenen Keime an den Wänden des Harnwegtraktes.“

Kommentar & Ergänzung:

Es braucht aber auch hier konsequente Anwendung über längere Zeit und zudem ein Cranberry-Präparat mit ausreichend hohem Gehalt an Proanthocyanidinen.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Quelle der Zitate:

http://www.pta-aktuell.de/praxis/news/7383-Was-tun-wenn-s-brennt/

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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