Über Pflanzenheilkunde und die Hormone der Frau…..

Diesen Artikel teilen:
FacebookTwitterGoogle+ Share

Darüber berichtet der „Kurier“ und zitiert dazu Aussagen der Gynäkologin Univ.-Prof. Doris Gruber von der MedUni Wien und des Hormonspezialisten Univ.-Prof. Johannes Huber. Ausdrücklich erwähnt werden Mönchspfeffer (Keuschlamm, Vitex agnus-castus) und Yamswurzel:

„Der nächste Schritt führt in die Welt der Pflanzenheilkunde. ‚Die Nachfrage nach natürlichen Alternativen zu Hormonen nimmt generell zu’, erklärt Gruber. Die Gynäkologin empfiehlt in dem Fall Kombinationspräparate, die etwa Mönchspfeffer enthalten. Studien mit Frauen, die unter Zyklusstörungen leiden, hätten bei mehr als zwei Drittel der Betroffenen Erfolge gezeigt. Doch auch bei solchen Präparaten könne es mitunter zu Nebenwirkungen kommen: Übelkeit, Magenbeschwerden oder Ausschläge etwa. Alternativ empfiehlt Huber die Yamswurzel – sie wirkt ähnlich.“

Quelle:

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/2084320.php

Kommentar & Ergänzung:

Mönchspfeffer zählt in der Phytotherapie zu den wichtigen Heilpflanzen mit Wirkung auf den Hormonhaushalt der Frau.

Allerdings muss hier präzisiert werden, für welche Situationen Mönchspfefferpräparate geeignet sind. Hauptsächlich geht es dabei um Beschwerden im Bereich des Prämenstruellen Syndroms (PMS), im Frühklimakterium, also in der frühen Phase der Wechseljahre, und um Zyklusstörungen auf der Grundlage einer Gelbkörperschwäche (Corpus-Luteum-Insuffizienz).

Wichtig zudem: Bei Mönchspfeffer-Präparaten gibt es grosse Qualitätsunterschiede und nur wenige Produkte sind in ihrer Wirkung belegt. Vor allem bei Mönchspfeffertinktur sind diesbezüglich grosse Zweifel angebracht. Auch bezüglich „Kombinationspräparaten“ wäre ich eher skeptisch. Mono-Präparate, die nur Mönchspfeffer-Extrakt enthalten, sind in der Regel besser belegt und klarer in ihrem Wirkungsprofil.

Die Yamswurzel enthält Diosgenin, ein Stoff, der dem körpereigenen Hormon Progesteron der Frau ähnelt. Die Wirkung der Yamswurzel ist aber noch sehr ungenügend geklärt. Auch gibt es – zumindestens in der Schweiz – keine offiziell als Heilmittel zugelassenen Yams-Präparate. Yamswurzel ist deshalb vor allem als Nahrungsergänzungsmittel im Handel, was bedeutet, dass eine allfällige Heilwirkung nicht geklärt und dokumentiert ist. Es scheint hier wieder einmal so zu sein, dass das „Business“ schon wie geschmiert läuft, bevor auch nur die nötigsten Fragen geklärt sind.

Zur Wirkung der Yamswurzel siehe auch:

Yamswurzel-Gel bei PMS und Wechseljahrbeschwerden

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:
0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>