Zwiebelsirup gegen Husten

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Gegen Husten und leichter obstruktiver Bronchitis hilft häufig sehr wirksam ein Zwiebelsirup.

Hier also ein Rezept für Zwiebelsirup gegen Husten (ohne Kochen)
in zwei Varianten a) mit Zucker, b) mit Honig

Zutaten: 1 – 2 Zwiebeln, einige Esslöffel Zucker (oder eine entsprechende Menge Honig), ein verschließbares Glas.

Zubereitung des Zwiebelsirups: Die Zwiebeln schälen und klein würfeln, im Glas großzügig mit dem Zucker vermischen. Das Glas verschließen und während mindestens 2 Stunden ruhen und ziehen lassen. Danach die Zwiebelstücke absieben – und der Zwiebelsirup ist fertig.

Anstelle des Zuckers kann man auch Honig einsetzen. Der Zwiebelsirup mit Honig sollte jedoch erst im 2. Lebensjahr angewendet werden.

Dosierung: 1 bis 2 Esslöffel Zwiebelsirup mehrmals pro Tag.

Quelle:

http://www.kinderarzt-volbracht.de/rezept-gegen-husten-zwiebelsirup/

Kommentar & Ergänzung:

Zwiebelsirup gegen Husten ist ein altbewährtes Hausmittel, das sich auch für Kinder eignet. Wie die Wirkung des Zwiebelsirups genau zustande kommt, ist nicht bekannt.

Klar belegt ist eine starke antibakterielle Wirkung der Zwiebel, doch ist fraglich, ob diese bei der Anwendung von Zwiebelsirup gegen Husten relevant ist. Denkbar ist, dass durch die Reizwirkung der Zwiebel die Schleimproduktion in den Bronchien angeregt und damit der Schleim verflüssigt wird.

Lernen Sie mehr über altbewährte Hausmittel bei Erkältungen und erwerben Sie sich Kompetenz im Bereich der Selbstbehandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen.

Einen guten Überblick über die Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen bietet das Tagesseminar zu diesem Thema:

Tagesseminar „Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen“

Ergänzend hier noch die Information dazu, weshalb Honig erst im zweiten Lebensjahr verwendet werden sollte:

Kein Honig für Babys

Eltern sollten Säuglinge nicht mit normalem Bienenhonig füttern – die Kleinen könnten im Extremfall daran sterben. „Im ersten Jahr sollte man ihnen keinen Bienenhonig geben, weil dieser Keime eines bestimmten Bakteriums enthalten kann“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. „Die Keime siedeln sich im Darm an und bilden dort ein gefährliches Gift.“ In seltenen Fällen seien Säuglinge nach dem Verzehr von Honig an einer Atemlähmung erstickt.

Das Gift mit dem Namen Botulinumtoxin ist das gleiche Nervengift, das als Botox bei der Anti-Falten-Behandlung gespritzt wird. Botulinumtoxin verhindert die Übertragung von Impulsen an die Nervenzellen und lähmt so die Muskeln. Panik sei allerdings fehl am Platze, erklärte Gahl. „Dass Kinder an Botulismus sterben, ist in Deutschland nur ganz selten vorgekommen.“

Für Kleinkinder ab einem Jahr sei Bienenhonig ungefährlich, weil der Darm inzwischen so weit entwickelt ist, dass er mit den Bakterien im Zweifelsfall klarkommt. „Die Empfehlung gilt wirklich nur für Säuglinge. Sie gilt auch nicht für Honig als Bestandteil von verarbeiteten Nahrungsmitteln“, betonte Gahl. Wenn beispielsweise Baby-Gläschen mit Honig gesüßt seien, so werde dieser vorher erhitzt, was etwaige Bakterien abtötet.

Quelle:

http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=2873&nodeid=26

Das Bakterium heisst übrigens Clostridium botulinum.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt 2008 zum Botulismus:

„Botulinumtoxin ist eines der tödlichsten Gifte überhaupt. Weniger als 1 Millionstel Gramm des Toxins

vom Typ A reichen, um einen Menschen mit 70 kg Körpergewicht zu töten – dies unabhängig vom

Weg, über den das Gift aufgenommen wird.“

Aber wie häufig kommt denn Botulismus / Säuglingsbotulismus in der Schweiz überhaupt vor?

„Botulismus wird weltweit nur selten verzeichnet. In der Schweiz werden durchschnittlich 2 Fälle von

Lebensmittelbotulismus und 2 Fälle von Wundbotulismus pro Jahr gemeldet.

Seit der Einführung der nationalen Meldesysteme vor rund 25 Jahren sind keine Fälle von

Säuglingsbotulismus mehr bekannt geworden. Säuglingsbotulismus ist deshalb in der Schweiz seit

1.1.2008 nicht mehr meldepflichtig.“ (BAG Mitteilung 1. Juni 2008)

Na, dann scheint das ja ein mehr als seltenes Ereignis zu sein.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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www.phytotherapie-seminare.ch

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