Lavendelöl reduziert Angst und bessert den Schlaf

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Bei Behandlung mit einem speziellen Lavendelöl bessern sich Angstsymptome und auch Schlafstörungen deutlich. Das zeigt eine aktuelle placebokontrollierte Studie mit mehr als 200 Patienten.

Bei ängstlicher Unruhe reduziert eine Behandlung mit Lasea® nicht nur die Angst-Symptome, sondern es wird auch die Schlafqualität positiv beeinflusst. Das Phytopharmakon (Heilpflanzen-Präparat) enthält ein spezielles Lavendelöl (Silexan).

Die Wirksamkeit konnte unter anderen in einer Placebo-kontrollierten Studie mit 221 Patienten aus Praxen von Allgemeinärzten oder Psychiatern gezeigt werden.

Alle Teilnehmenden litten an ängstlicher Unruhe und wiesen einen Score-Wert von mindestens 18 Punkten in der Hamilton Anxiety Scale (HAMA) auf und über 5 Punkte im Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI).

Der Score HAMA kommt bei ängstlicher Unruhe und Angststörungen zur Anwendung; die Ausprägung der Symptome wird mit 0 bis 56 Punkten (maximal ausgeprägte Symptome) eingestuft.

Der zur Beurteilung der Schlafqualität verwendete Score PSQI reicht von 0 bis 21 Punkten (schlechte Schlafqualität). Behandelt wurde mit dem Lavendelöl-Präparat Lasea® (80 mg täglich) oder Placebo.

Nach zehn Wochen dokumentierten die Wissenschaftler um Professor Siegfried Kasper von der Universität in Wien bei Verum-Patienten (Lavendelöl) einen Rückgang der Angst-Symptome entsprechend durchschnittlich 16 Punkten im HAMA-Score und eine Minderung der Schlafstörungen entsprechend 5,5 Punkten im PSQI-Score – jeweils verglichen mit den Ausgangswerten (Int Clin Psychopharmacol 2010; 25(5): 277).

Für Placebo lagen die Resultate 9,5 (HAMA) und 3,8 Punkte (PSQI) unter den Ausgangswerten. Remissionen wurden mit dem Lavendelöl-Präparat bei 61 und mit Placebo bei 43 Prozent der Patienten festgestellt.

Lasea® ist ein in Deutschland zugelassenes pflanzliches Arzneimittel, das als Wirkstoff 80 mg Lavendelöl (Silexan) aus dem schmalblättrigen Arzneilavendel (Lavandula angustifolia Mill.) enthält.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Lavendelöl – Linalool und Linalylacetat –  können pharmakologisch am besten als Kalziumantagonisten an speziellen Kalziumkanälen der Nervenzellen beschrieben werden, wie Dr. Traugott Ullrich, Geschäftsführer der Spitzner Arzneimittel GmbH, bei einer Veranstaltung des Herstellers in Hamburg erklärt hat.

Durch eine Drosselung des Einstroms von Kalziumionen in Nervenendigungen werde die Ausschüttung erregender Botenstoffe hemmt und so die natürliche Reizfilterfunktion zwischen den Nervenzellen bei der Informationsweitergabe verbessert.

Das Lavendelöl-Präparat habe kein Abhängigkeitspotenzial, mache nicht müde und weise nicht die für chemisch-synthetische Arzneimittel typischen unerwünschten Effekte auf, sagte Ullrich.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/angst/article/636129/spezielles-lavendeloel-mindert-angst-bessert-schlaf.html?sh=7&h=-559005752

http://journals.lww.com/intclinpsychopharm/toc/2010/09000

Kommentar & Ergänzung:

Lavendelöl ist eines der vielfältigsten ätherischen Öle in Phytotherapie und Aromatherapie und in der Regel auch gut verträglich.

Wenn Sie sich für Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Lavendelöl interessieren, dann schauen Sie sich doch noch folgende Broschüre an:

Ätherische Öle in der Pflege – Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Lavendelöl

Inhalt:

Grundlagen der Ätherischen Öle, Gewinnung, Wirkungen, Anwendungsmöglichkeiten.

Lavendelöl: Wirkung, Anwendungsmöglichkeiten, Praktische Anwendungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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