Völlegefühl mit Heilpflanzen lindern

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Rechtzeitig auf die Festtage hin publiziert die Nachrichtenagentur dpa eine Meldung unter dem Titel

„Völlerei mit Heilpflanzen begegnen“.

Da möchte ich doch vorgängig noch den schüchternen Einwand erheben, dass Völlerei nicht so schicksalhaft mit Weihnachten verbunden ist, wie es manchmal aussehen mag. Auch dosierte „Futterzufuhr“ bringt Genuss und ist der nachträglichen „Pannenbehebung“ mit Heilpflanzen vorzuziehen.

Hier aber nun eine modifizierte Zusammenfassung der an sich durchaus sinnvollen Meldung:

Verdauungsproblemen durch fettreiche Mahrzeiten kann durch Heilpflanzen mit Bitterstoffen vorgebeugt werden. Die Bitterstoffe steigern die Säurebildung im Magen und regen den Appetit an.

Damit beispielsweise Tees oder Extrakte aus Enzianwurzel oder Löwenzahn gut wirken können, sollten sie eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit eingenommen werden, empfiehlt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin.

Ein bitterer Tee soll laut Fink am besten einige Zeit im Mund belassen werden. Dadurch können die Geschmacksknospen auf der Zunge gut aktiviert werden. Wer unter Magenschmerzen durch zu viel Säure leidet, sollte allerdings Bitteres meiden und stattdessen zu synthetischen Säurebindern greifen.

Hilfreich bei Völlegefühl sind auch verschiedene Heilpflanzen mit ätherischen Ölen wie zum Beispiel Fenchelfrüchte. Sie können krampflösend oder verdauungsfördernd wirken und lindern dadurch die Beschwerden. Unmittelbar bevor man einen Tee aus Fenchelfrüchten zubereitet, sollten die Pflanzenteile leicht angequetscht werden, etwa in einem Mörser oder mit der Außenseite eines Löffels. Dadurch geben sie ihr ätherisches Öl besser in das Aufgusswasser ab.

Quelle:

http://de.news.yahoo.com/26/20101222/thl-vllerei-mit-heilpflanzen-begegnen-b930478.html

Kommentar & Ergänzung.

Das ätherische Öl aus den Fenchelfrüchten löst sich auch besser im Fencheltee, wenn ein Teil des Wassers durch Vollmilch ersetzt wird. Das ist allerdings geschmacklich für viele Leute etwas gewöhnungsbedürftig.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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