Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät dringend von der Einnahme des Produktes „Miracle Mineral Supplement“ („MMS“) ab. Die im Internet von diversen Händlern angebotenen Produkte können gemäss Meldungen aus dem In- und Ausland nach dem Konsum zu gastrointestinalen Störungen (Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall) oder bei direktem Hautkontakt der unverdünnten Lösungen zu Verätzungen führen.
Seit 2008 wird „Miracle Mineral Supplement“ von diversen Anbietern aus dem In- und Ausland über das Internet angepriesen. Je nach Anbieter soll „MMS“ zur Wasserdesinfektion eingesetzt werden oder es wird als „Nahrungsergänzungsmittel mit heilenden oder vorbeugenden Wirkungen gegen pathogene Keime“ propagiert. Vereinzelt wurde es sogar zur Krebsbehandlung oder als AIDS-Therapie angeboten. Der Name des Produktes ist irreführend, d.h. es werden beim Konsum von „MMS“ dem menschlichen Organismus keine Mineralstoffe im ursprünglichen Sinn zugeführt.
„MMS“ wird in der Regel in 2 Fläschchen angeboten: In einem der Fläschchen ist eine etwa 30 %M Natriumhypochlorit-Lösung enthalten, im zweiten Fläschchen entweder eine wässerige Lösung von Weinsäure oder Zitronensäure oder verdünnte Salzsäure als sogenannter „Aktivator“. Von beiden Lösungen sollen einige Tropfen in etwas Wasser gegeben und in dieser Form konsumiert werden. Beim Zusammengeben beider „MMS“-Lösungen entwickelt sich elementares Chlor, ein sehr aggressives und toxisches Gas, das zum Teil im Wasser gelöst bleibt. Die Angaben auf den Produkten entsprechen gemäss erhaltenen Informationen der Lebensmittelvollzugsbehörden weder dem schweizerischen Lebensmittel- noch dem Chemikalienrecht.
Gesundheitsbehörden der Vereinigten Staaten (FDA), Kanada (Health Canada), von Grossbritannien (Food Standards Agency) und zuletzt von Frankreich (L’Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé, Afssaps) haben schon vor der Verwendung von „MMS“ gewarnt. Der Konsum von „MMS“ kann gastrointestinale Störungen unterschiedlichen Schweregrades auslösen bis hin zu Hospitalisation wegen lebensbedrohlichen Zuständen. In der Schweiz hat das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (STIZ) ebenfalls verschiedene Meldungen über gesundheitliche Störungen nach der Einnahme von „MMS“ erhalten.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät darum vom Konsum von „MMS“ dringend ab. Allfällige noch bei Konsumentinnen und Konsumenten vorhandene Warenbestände sollten der Vernichtung in einer Alt-Chemikaliensammelstelle zugeführt werden.
Quelle:
http://www.bag.admin.ch/themen/lebensmittel/04861/11249/index.html?lang=de
Kommentar & Ergänzung:
Alle Jahre wieder kommt irgendein Wundermittel auf und heilt alle Krankheiten der Welt. Jedes mal wird der absolute Durchbruch versprochen gegen Krebs, Aids und alles, woran Menschen sterben können. Seit einiger Zeit also das Miracle Mineral Supplement (MMS). Erschütternd ist, wie unkritisch viele Leute auf solche angeblichen Wundermittel fliegen. Was unter dem Label Komplementärmedizin oder Alternativmedizin segelt, gilt offenbar ohne jede Nachfrage als heilsam.
Noch erschütternder ist, wie leichtfertig das Wundermittel MMS von vielen Therapeutinnen und Therapeuten aus Naturheilkunde, Komplementärmedizin und Alternativmedizin propagiert wurde, von Naturärzten und Naturärztinnen, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern. Es fehlt hier über weite Strecken jedes kritische Denken – und es fehlt seit Jahren an einer soliden Qualitätssicherung.
„Naiv und leicht täuschbar zu sein, ist unverantwortlich, besonders heute, wo Lügen zu einer Katastrophe führen können, weil sie für echte Gefahren wie auch für reale Möglichkeiten blind machen.“
Zitat aus: Erich Fromm, Vom Haben zum Sein, Band 1, Beltz Verlag 1989
Erich Fromm, 1900 – 1980, deutsch-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialphilosoph.
Nicht genug, dass das Miracle Mineral Supplement (MMS) riskant ist. Es fehlt auch jeder auch nur ansatzweise handfeste Hinweis auf eine heilende Wirkung. Aber natürlich gibt es schon zahllose Wunderberichte von Leuten, die dem Produkt sagenhafte Heilwirkungen zuschreiben, und dabei wieder einmal den Placeboeffekt, die Selbstheilungskräfte des Organismus oder die natürlichen Schwankungen im Verlauf von chronischen Erkrankungen ausblenden.
Siehe dazu auch:
Artikel „Warum wir gesund werden“ in der Zeitschrift „Natürlich“.
Warum werden unsere Kranken eigentlich wieder gesund? – ein Buch von Asmus Finzen im Buchshop.
Und was bitte sehr hat Chlorgas mit Naturheilkunde zu tun?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch




die angstmache vor MMS schreit zum himmel. während in der BRD jährlich fast 60000 menschen an behördlich zugelassener medizin sterben, gibt es keinen einzigen todesfall weltweit durch MMS. die einnahmedosis und konzentration liegt in der nähe der werte die mit der trinkwasser-verordnung harmonieren. für trinkwasser ist die entkeimung mit chlordioxid schon seit 70 jahren bekannt und erfolgreich in anwendung. es ist übrigens nicht das chlor das die desinfektion bewerkstelligt sondern der sauerstoff. das chlor am ClO2 wird zum harmlosen kochsalz gebunden.
die einnahmekonzentrationen liegen um den faktor 100 bis 1000 von den tödlichen dosen entfernt, während sehr viele zugelassene arzneimittel oft nur wenige 10% unter der tödlichen dosis verabreicht werden!
deshalb sollte man den krieg gegen das multitalent ClO2 sofort einstellen!
@ Feustle:
Die Geschichte der Medizin ist voll von sogenannten Panaceen, von Mitteln also, die angeblich alle Krankheiten oder jedenfalls eine grosse Zahl davon heilen können. Diese Hoffnung hat sich immer wieder als Täuschung herausgestellt. Offenbar besteht also bei vielen Menschen immer wieder ein grosses Bedürfnis nach einem solchen Wundermittel. Menschen werden krank und sterben, und sie sind sich dieser Tatsache im Gegensatz zu den Tieren auch sehr bewusst. Schwer auszuhalten manchmal, diese Zumutung. Aus der mit dieser Situation verbundenen Ohnmacht versprechen Panaceen offenbar Rettung.
Das Miracle Mineral Supplement (MMS) hat meines Erachtens alle Kennzeichen einer solchen Panacee.
Mich stimmt schon ausserordentlich skeptisch, dass ein so simples Mittel wie MMS gegen alle möglichen Krankheiten heilen soll, Krankheiten notabene mit ganz unterschiedlichen Ursachen.
Wenn Sie also von MMS als einem „Multitalent“ schreiben, dann drücken Sie damit genau diesen „Allesheiler“-Anspruch aus, der mir hoch suspekt erscheint.
Auch wenn Sie vom „Krieg“ gegen MMS schreiben, halte ich das für sehr überzogen. Sie scheinen der Ansicht zu sein, dass kritische Argumente zur Infragestellung von Heilungsversprechungen gar nicht publiziert werden sollten. Aber wo kommen wir denn da hin? Selbstverständlich müssen gegenüber von Heilungsversprechungen auch kritische Einwände und allenfalls Warnungen veröffentlicht werden. Nur so können sich am Thema interessierte Menschen eine eigene Meinung bilden. Daran scheinen Sie aber nicht interessiert zu sein.
Auch die Herkunft der MMS-Story und de Art, wie MMS propagiert wird, sind nicht gerade vertrauenserweckend.
Mal ganz abgesehen davon, dass bezüglich allfälliger Heilwirkungen nur Wunderberichte und Anekdoten zirkulieren. Wir wär’s denn nur schon mit ein paar sorgfältig dokumentierten Krankheitsverläufen mit allen dazu nötigen Angaben und publiziert in einer ernsthaften Fachzeitschrift? Wer Behauptungen und Heilungsversprechungen in die Welt setzt ist auch verpflichtet, sie plausibel zu begründen.
„Naiv und leicht täuschbar zu sein, ist unverantwortlich, besonders heute, wo Lügen zu einer Katastrophe führen können, weil sie für echte Gefahren wie auch für reale Möglichkeiten blind machen.“
Erich Fromm, Vom Haben zum Sein, Band 1, Beltz Verlag 1989
Detailliert setzt sich Esowatch mit dem Phänomen MMS auseinander (aber auch das wird Ihrer Meinung nach wohl Teil des „Krieges“ gegen MMS sein):
„Miracle Mineral Supplement (MMS bzw. aktivierter Sauerstoff oder Vitamin O2, MMS1, E 926) ist der Handelsname eines Nahrungsergänzungsmittels mit so genanntem aktiviertem Sauerstoff. Tatsächlich enthalten MMS-Produkte Natriumchlorit, welches unter bestimmten Bedingungen das Desinfektionsmittel Chlordioxid freisetzt. MMS wurde von dem amerikanischen Ingenieur Jim Humble erfunden. Von Humble ist keinerlei Qualifikation auf dem Gesundheitsgebiet bekannt. Der selbsternannte “Bischof” Humble ist auch eine Art Religionsstifter einer eigenen Kirche “Genesis II Church of Health and Healing”, die wertlose Doktor- und Pastor-Scheintitel vermarktet.
Zu Miracle Mineral Supplement ist keine wissenschaftliche Studie oder zitierbare Literatur bekannt, die zeigen würde, dass es als Mittel zur Behandlung von Krankheiten irgendeiner Art geeignet sei. Befürworter von MMS verweisen dagegen auf angeblich erfolgreiche Menschenversuche an Gefangenen in einem Gefängnis im afrikanischen Malawi, die das Desinfektionsmittel einnehmen mussten,[1][2] und auch in Uganda seien erfolgreich Menschenversuche bei AIDS unternommen worden. Zitierbare Fachliteratur, die die Wunderwirkungen belegen könnten, werden aber dazu nicht genannt. MMS wird völlig unkritisch und verantwortungslos in verschiedenen deutschsprachigen Esoterikzeitschriften wie NEXUS Magazin, Zeitenschrift[3] und dem Mobiwell Verlag (Thomas Kirschner) sowie bei Bewusst.TV von Jo Conrad und Lnc-2010 beworben.
Um das Produkt trotz fehlenden Eignungsnachweises als “Krankheitskiller” plausibler zu machen, müssen die üblichen Verschwörungstheorien um staatliche Unterdrückung her. Im Falle des MMS hätten sich sogar die international operierenden Bilderberger abgesprochen, das rettende Mittel zu unterdrücken, um damit einen Beitrag zu einem weltweiten Bevölkerungsreduktionsprogramm zu leisten. Damit ist ein weiteres Kriterium der Zehn Indizien für Quacksalberei erfüllt.“
Quelle und weitere Informationen zum Miracle Mineral Supplement (MMS):
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Miracle_Mineral_Supplement
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
http://www.phytotherapie-seminare.ch
Lieber Admin,
ich würde mich erst mal besser einlesen, bevor ich dementsprechende Ergüsse von mir gebe.
Bei MMS geht es nicht um elementares Chlor…..der eigentliche Wirkstoff ist Chlordioxid. Dies ist ein wesentlicher Unterschied.
Es wird ausserdem nie behauptet, dass das MMS dem Körper irgendwelche Mineralien zuführt.
Das MMS hat das Leben meines Hundes gerettet, und mir meine Gesundheit zurück gegeben. Keiner konnte uns helfen. In unserer Umgebung sehen wir die Grippe verschwinden, Wunden abheilen, jemand hat bei seinem Hund sogar die Demotex Milbe weggebracht. Es ist mir persönlich ein Fall von geheiltem Krebs bekannt!
Wie gesagt, ihr alle miteinander könnt die zahlenden Schafe schon noch eine Weile verarschen. Sucht euch aber derweil schon mal eine LieblingsStraßenlaterne aus……schreibt schon mal euren Namen drauf…..nur damit euch der wütende Mob nicht irgendwo aufhängt, nachdem er hinter eure Machenschaften gestiegen ist!
Das MMS werdet ihr nicht aufhalten, die Katze ist aus dem Sack, in absehbarer Zeit könnt ihr eure Produkte selber fressen!
So, und nun aber huschhusch, löscht den Kommentar, bevor ihn die Schafe lesen.
@alex
Ihr Kommentar wirft einige Fragen auf. Ich setze Ihre Aussagen kursiv und füge danach meine Antwort bei.
Sie schreiben:
“ich würde mich erst mal besser einlesen, bevor ich dementsprechende Ergüsse von mir gebe.
Bei MMS geht es nicht um elementares Chlor…..der eigentliche Wirkstoff ist Chlordioxid. Dies ist ein wesentlicher Unterschied.”
Antwort: Ja, aus dem Text geht klar hervor, dass es sich um Chlordioxid-Gas handelt. Wo liegt das Problem?
Sie schreiben:
“Es wird ausserdem nie behauptet, dass das MMS dem Körper irgendwelche Mineralien zuführt.”
Antwort: Es hat auch niemand behauptet, dass jemand behauptet, dass MMS Mineralien zuführt. In der Warnung des BAG wird nur darauf hingewiesen, dass der Name des Produktes irreführend ist: “Mineral Supplement” spiegelt tatsächlich eine Mineralzufuhr vor. “Supplement” bedeutet schliesslich “Ergänzung”, Mineral Supplement daher Mineralien-Ergänzung.
Sie schreiben:
“Das MMS hat das Leben meines Hundes gerettet, und mir meine Gesundheit zurück gegeben. Keiner konnte uns helfen. In unserer Umgebung sehen wir die Grippe verschwinden, Wunden abheilen, jemand hat bei seinem Hund sogar die Demotex Milbe weggebracht. Es ist mir persönlich ein Fall von geheiltem Krebs bekannt!”
Antwort:
Da kommt er schon wieder: Dieser unglaubwürdige Anspruch, alle möglichen Krankheiten zu heilen mit einemd einzigen (simplen) Mittel. Lesen Sie doch nochmals oben unter dem Stichwort Panacee – ist alles medizinhistorisch ein altern Hut.
Ihr Hund lebt noch. Schön. Aber woher nehmen Sie die Gewissheit, dass dies mit MMS zu tun hat? Ihr Hund hat doch auch Selbstheilungskräfte.
Und woher nehmen Sie die Gewissheit, dass es ausgerechnet MMS war, das Ihnen geholfen hat? Dafür können hunderte von Einflüssen verantwortlich sein.
Fixieren Sie sich da nicht ein bisschen auf Ihr Wundermittel? Ich sehe in meiner MMS-freien Umgebeung auch Grippe verschwinden und Wunden abheilen.
Unterschätzen Sie nicht die (Selbst-)-Täuschungsmöglichkeiten, wenn Sie alles der Wirkung von MMS zuschreiben? Anekdoten sind nicht sehr aussagekräftig. Wie wäre es mit einer detailierten, vollständigen Beschreibung eines Krankheitsverlaufs zum Beispiel bei einer Wundheilung (Eingangsdiagnose, Fotografische Dokumentation des Verlaufs, Begleitmassnahmen, Co-Medikation, Schlussbefund). So könnte man sich eine fundierte Meinung bilden. Nur ein paar wunderbare Andeutungen reichen einfach nicht. Und dann die Krebsheilung: Genaue Diagnose? Vorbehandlungen? Co-Medikation? Wer hat die Heilung festgestellt? Mit welchen diagnostischen Mitteln? – Ist Ihnen klar, wieviele angebliche Krebsheilmittel herumgeboten werden? Leo Tolstoi hat einmal geschrieben (sinngemäss, nicht als Zitat): Wenn gegen eine Krankheit unzählige Heilmittel angepriesen werden, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Krankheit unheilbar ist. Wobei heute aktualisiert werden müsste, dass Krebs nicht immer, aber manchmal unheilbar ist.
Aber trotzdem ist der Ausspruch von Tolstoi bedenkenswert. Die grosse Anzahl der angepriesenen Krebsheilmittel zeigt jedenfalls die grossen Schwierigkeiten bei der Behandlung dieser Krankheiten. Aber MMS löst ja Ihrer Ansicht nach jetzt dieses Problem (und ganz, ganz viele andere auch..)
Sie schreiben:
“Wie gesagt, ihr alle miteinander könnt die zahlenden Schafe schon noch eine Weile verarschen. Sucht euch aber derweil schon mal eine LieblingsStraßenlaterne aus……schreibt schon mal euren Namen drauf…..nur damit euch der wütende Mob nicht irgendwo aufhängt, nachdem er hinter eure Machenschaften gestiegen ist!”
Antwort:
MMS-Kritiker werden also von einem wütenden Mob an Strassenlaternen aufgehängt, wenn MMS sich mal durchgesetzt hat. Schöne Aussichten. Allein schon der Fanatismus und die Aggressivität dieser Phantasie zeigt, was für ein hoch fragwürdiges Phänomen MMS ist. Solche Aussagen hört man sonst von Sekten.
Und was meinen Sie genau mit “Machenschaften”? Ich bin sehr interessiert an Iher Verschwörungstheorie. Welche Machenschaften vermuten Sie genau bei mir?
Sie schreiben:
“Das MMS werdet ihr nicht aufhalten, die Katze ist aus dem Sack, in absehbarer Zeit könnt ihr eure Produkte selber fressen!
So, und nun aber huschhusch, löscht den Kommentar, bevor ihn die Schafe lesen.”
Antwort:
Sie sehen MMS auf einem unaufhaltsamem Siegeszug? Mir scheint, Sie überschätzen hier etwas.
Und wen meinen Sie mit “Schafe”. Die Leute, die noch nicht zu den Erleuchteten gehören und noch nichts von MMS wissen?
Noch nie den Gedanken gehabt, dass Sie selbst zur Schafherde des MMS-Gurus Jim Humble gehören könnten?
“MMS wurde von dem amerikanischen Ingenieur Jim Humble erfunden. Von Humble ist keinerlei Qualifikation auf dem Gesundheitsgebiet bekannt. Der selbsternannte ‘Bischof’ Humble ist auch eine Art Religionsstifter einer eigenen Kirche ‘Genesis II Church of Health and Healing’, die wertlose Doktor- und Pastor-Scheintitel vermarktet.” (Quelle: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Miracle_Mineral_Supplement )
Und noch einmal: Schöne Anekdoten reichen nicht. Wer Heilwirkungen verspricht, ist verpflichtet, sie plausibel zu begründen. Wer aussergewöhnliche Heilwirkungen verspricht, muss aussergewöhnlich fundiert begründen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Hallo, ich bin ein Anhänger des CLO2/MMS. Warum ist das so? Es käme mir sehr gelegen, wenn ich hier mit einer oder möglichst gleich mehreren Studien aufwarten könnte, auf deren Fehlen aber sofort mit Ablehnung reagiert wird, als könnte es Leuten wie mir heutzutage überhaupt möglich sein, eine solche aus der Taufe zu heben.
Mich stört die Verwendung des Begriffes “simpel“ zur Kennzeichnung von CLO2. Wahrscheinlich kämen sie, verehrter Admin, auch nicht auf die Idee die Substanz mit der Formel H2O derart zu klassifizieren. Dass Sie sich gegen Behauptungen und Heilsversprechen zur Wehr setzen, ist in Ordnung.
Dass Sie Esowatch zitieren, ist allerdings weniger akkzeptabel. Ich würde das gar nicht tun, weil ich weiss, dass sich dort zum Teil verbohrte Besserwisser (sog. Skeptiker) verbarrikadiert haben, die in teilweise bewundernswerter Sprachakrobatik und in Kenntnis dialektischer Methoden durch Auslassung ganz bewusst lügen. Es wird Ihnen daher aufgefallen sein, dass Esowatch gar nichts über evtl. Erkenntnisse zum Mittel mitteilt sondern durch Beschreibung des Drumherums darauf abzielt, CLO2 runterzuschreiben.
Tatsache ist, dass niemand darauf eingeht, wenn man mitteilt, dass unser Trinkwasser mit CLO2 desinfiziert wird. Natürlich hat es wieder und wieder sowohl Tier- als auch Menschenversuche (schon 1982) gegeben, die erbrachten, dass CLO2 nicht gesundheitsschädlich ist. Diese Untersuchungen waren hochwissenschaftlicher Natur.
Wer sich ernsthaft mit dem Problem weltweiter Seuchen und dem Problem der Superbugs befasst, sollte zumindest insofern einlenken, dass er sich aus seinem “sichern Port” begibt und einfach einmal akkzeptiert, dass es ganz unmöglich ist, schon von dort aus zu erkennen, was an einer Behauptung dran ist und was nicht. Wer die Bereitschaft dazu aufbringt, wird schon bald auf nachvollziehbare und zunächst auch ausreichend belegte Vorgänge stossen, die ihn gleich mir wünschen lassen, das Ganze umfassender zu erforschen.
Mit besten Grüssen
KALLE
Lieber Admin
Lasst doch die Wirkung von MMS mit Hilfe einer seriösen Studie prüfen!
Da ihr MMS weder patentieren,noch damit viel Geld verdienen könnt, begnügt ihr Euch damit auf die toxische Gefahr von NaCl2 hinzuweisen.
@Kalle
Guten Tag Kalle
Ich gehe gerne detailliert auf Ihren Beitrag ein:
Kalle:
„Hallo, ich bin ein Anhänger des CLO2 / MMS. Warum ist das so? Es käme mir sehr gelegen, wenn ich hier mit einer oder möglichst gleich mehreren Studien aufwarten könnte, auf deren Fehlen aber sofort mit Ablehnung reagiert wird, als könnte es Leuten wie mir heutzutage überhaupt möglich sein, eine solche aus der Taufe zu heben.“
Antwort: Als Anhänger von CLO2 / MMS brauchen sie keine Studien durchzuführen. Ein paar plausible Argumente wären aber schon gefordert, wenn Sie mich überzeugen wollen. Wie haben Sie denn die Heilungsversprechungen betreffend CLO2 / MMS geprüft? – Oder glauben Sie einfach, was Ihnen erzählt wird, wenn es nur wunderbar genug ist?
Kalle:
„Mich stört die Verwendung des Begriffes “simpel“ zur Kennzeichnung von CLO2. Wahrscheinlich kämen sie, verehrter Admin, auch nicht auf die Idee die Substanz mit der Formel H2O derart zu klassifizieren.“
Antwort:
Damit meine ich: CLO2 ist eine sehr einfach aufgebaute Substanz. Ich habe gar nichts gegen einfache Substanzen. Dass aber eine solch einfache Substanz gegen fast alle Krankheiten der Menschheit helfen soll, und zwar gegen Krankheiten mit sehr komplexen, unterschiedlichen Ursachen, das halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.
Zur Verdeutlichung: MMS soll gemäss Website von Jim Humble beispielsweise helfen bei Verbrennungen, Krebsfrüherkennung, Krebsbehandlung, Schweinegrippe, saisonale Grippe, Halsschmerzen, Pilzbefall, HIV und Aids, Malaria, Herpes, Tuberkulose, Mund- und Zahnpflege, Zahnfleischentzündung, Entzündungen der Nase, der Nebenhöhlen und der Bronchien, Lungenentzündung, Hauterkrankungen, inkl. schwarzer Hautkrebs, Diabetes….
Wie genau stellen Sie sich das denn vor, dass eine so simple Substanz gegen so unterschiedliche Krankheiten hilft?
Kalle:
„Dass Sie Esowatch zitieren, ist allerdings weniger akkzeptabel. Ich würde das gar nicht tun, weil ich weiss, dass sich dort zum Teil verbohrte Besserwisser (sog. Skeptiker) verbarrikadiert haben, die in teilweise bewundernswerter Sprachakrobatik und in Kenntnis dialektischer Methoden durch Auslassung ganz bewusst lügen. Es wird Ihnen daher aufgefallen sein, dass Esowatch gar nichts über evtl. Erkenntnisse zum Mittel mitteilt sondern durch Beschreibung des Drumherums darauf abzielt, CLO2 runterzuschreiben.“
Antwort:
Klartext: Ich halte die Arbeit von Esowatch für ausgesprochen wichtig.
Es geistern unzählige durchgeknallte Heilerinnen und Heiler in der Gegend herum, die alle behaupten, Krebs besiegen zu können.
Selbstverständlich rasch und ohne Nebenwirkungen.
Die Hoffnungen von schwerkranken Patientinnen und Patienten werden schamlos ausgenützt und Geld zu machen oder das eigene Ego mit einer grossartigen Heilerpose aufzublasen.
Wenn Sie Krebs haben – was ich Ihnen nicht wünsche – können Sie nicht alle Methoden selber testen. Sie haben nur schon die Zeit nicht. Im Internet kann jeder und jede behaupten, was ihm oder ihr beliebt. Es fehlt jede Qualitätssicherung. Darum ist es wichtig dass eine kritische Auseinandersetzung mit Heilungsversprechungen auf der Basis von Argumenten stattfindet. Dazu leistet Esowatch einen grossen Beitrag. Oder sind Sie der Meinung, kritische Einwände sollten gar nicht publiziert werden?
Sie werfen Esoblog bewusstes Lügen durch Auslassung vor. Begründen Sie ihren Vorwurf mit konkreten Argumenten! Was wurde Ihrer Meinung nach bewusst verschwiegen? Dass Esowatch keine windigen Heilungsgeschichten veröffentlicht, können Sie den Macherinnen und Machern ja nicht zum Vorwurf machen.
Kritisieren Sie konkrete Aussagen von Esowatch, dann ist eine sinnvolle Diskussion möglich. Leere Schlagworte wie verbohrte Besserwisser, Skeptiker, bewundernswerte Sprachakrobatik, dialektische Methoden…sind einfach nicht sehr diskussionstauglich.
Esowatch belegt Aussagen immerhin mit Quellenangaben, was ich bei den Heilungsgeschichten von MMS-Anhängerinnen und –Anhängern vermisse. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Aber wenn Sie Vorurteile gegen Esowatch haben – hier eine Alternative:
http://www.gesundheit.ch/mms/
Kalle:
„Tatsache ist, dass niemand darauf eingeht, wenn man mitteilt, dass unser Trinkwasser mit CLO2 desinfiziert wird.“
Antwort: Warum trinken Sie dann nicht einfach Trinkwasser? Wäre doch billiger und bei 1 – 2 Litern pro Tag vielleicht sogar eine gute Dosis?
Mein Trinkwasser ist übrigens nicht mit CLO2 desinfiziert. Ihres offenbar schon. Da müsste ja die Krebsrate in Ihrem Wohnort tiefer sein als in meinem. Können Sie dem mal nachgehen?
Kalle:
„Natürlich hat es wieder und wieder sowohl Tier- als auch Menschenversuche (schon 1982) gegeben, die erbrachten, dass CLO2 nicht gesundheitsschädlich ist. Diese Untersuchungen waren hochwissenschaftlicher Natur.“
Antwort:
Wenn diese Untersuchungen so hochwissenschaftlich waren, sind sie in einer Fachzeitschrift publiziert worden. Liefern Sie mir doch bitte noch die Quellenangeben nach.
Kalle:
„Wer sich ernsthaft mit dem Problem weltweiter Seuchen und dem Problem der Superbugs befasst, sollte zumindest insofern einlenken, dass er sich aus seinem “sichern Port” begibt und einfach einmal akkzeptiert, dass es ganz unmöglich ist, schon von dort aus zu erkennen, was an einer Behauptung dran ist und was nicht.“
Antwort: Ich habe nicht das Gefühl in einem sicheren Port zu hocken. Mir fehlt – im Gegensatz zu Ihnen – die Überzeugung, ein Heilmittel zur Verfügung zu haben gegen (fast) alle Leiden. Mir scheint, dass Sie sich in einem sicheren Port eingerichtet haben mit Ihrem zweifelsfreien Glauben an das Wundermittel MMS.
Kommen Sie raus und setzen Sie sich dem Für-und-Wider aus.
Kalle:
„Wer die Bereitschaft dazu aufbringt, wird schon bald auf nachvollziehbare und zunächst auch ausreichend belegte Vorgänge stossen, die ihn gleich mir wünschen lassen, das Ganze umfassender zu erforschen.“
Antwort:
Noch einmal: Bringen Sie Argumente. Ich werde meine Position ändern, wenn Sie mich überzeugen.
Und wie genau gedenken Sie, das Ganze umfassender zu erforschen?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
@Bruno
Guten Tag Bruno
Na hallo, wer Heilungsversprechungen macht, ist selber verantwortlich dafür, sie auch glaubwürdig zu begründen. Studien müssten von denen gemacht werden, die mit MMS Geld verdienen. Überzeugende Argumente wären aber auch schon ein guter Anfang.
Ich selber verdiene kein Geld mit dem Verkauf von irgendwelchen Heilmitteln.
Und betreffend “Toxische Gefahr”: Sollen allfällige Risiken nicht auch zur Sprache kommen und diskutiert werden können?
Mir selber wäre aber wichtiger, überzeugende Argumente für die allumfassenden Heilungsversprechungen zu hören.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Was hier und anderswo stattfindet, ist keine Überraschung.
Die Chinesen und Japaner wurden als “blöde” hingestellt, weil sie mit Akupunktur arbeiten, die immer mehr Einzug in die westliche Medizin hielt. Wer war das mit dem Schimmelpilz? War das ein Trottel, dass der das Penicillin in die Welt setzte. Aber da hat ja dann auch die Pharmalobby ihre Gierkralle eingesetzt.
Wie naiv (oder dähmlich) muss man in der heutigen Zeit sein, wenn man alles verteufelt, nur weil ein paar Sesselfurzer der Pharma (noch) kein Geld damit machen?
Wer heilt, hat Recht. Aber es ist auch “Recht” dass Menschen an wissenschaftlich erforschten Mitteln sterben… oder?!
Hallo, liebe Kritiker !
Eure Texte vermitteln zumindest mir allesamt den Eindruck, als seien die Freunde des Chlordioxids in Euren Augen eine Ansammlung von Idioten, die auch noch den geringsten Unsinn glauben und ihm hinterherrennen.
Ich habe schon viel Zeit damit verbracht, zu überlegen,was an mir so anders ist als bei Euch. Ich weiss es natürlich langst: seit jeher interessieren mich Phänomene
und ich muss nicht unbedingt wissen, ob etwas wahr ist oder nicht. Das Phänomen und seine Anschauung ist es, was mich vorrangig fasziniert. Die Wahrheit ergibt sich schliesslich immer von allein.
Da ich einen medizinischen Beruf ausübe, interessiere ich mich seit Anbeginn meiner Laufbahn für ungewöhnliche Vorgänge, an denen ja in der Medizin kein Mangel ist.
Seitdem ich unter dieser Flagge segele treffe ich auf zwei Sorten von Menschen : die Ungläubigen, die immer wieder gebetsmühlenartig das vorbringen, was unsereiner doch längst abgearbeitet hat und diejenigen, denen das geholfen hat, wofür ich mich gerade interessiere.
Es ist bis in die höchsten Spitzen der Wissenschaft hinein ganz unmöglich,um Verständnis für eine solche Position zu werben. Schaun Sie, lieber herr Koradi, es wäre darum sinnlos, diese Arbeit, die Sie weiter oben belegt haben wollen zu zitieren.
Dass es jede Menge Missbrauch und Abzocke im Medizinalwesen gibt, weiss ich schon seit Jahrzehnten. Sie sollten aber aufhören, Leute wie mich wie Menschen von einem anderen Stern zu betrachten. Ich kann nichts für Jim Humble und ich kann nichts für die ganzen falschen Behauptungen im Umfeld von MMS.
Ich kann Ihnen aber vor Augen halten, dass Sie sich wie viele andere auch über Dinge aufregen, die Sie sich offenbar auf die Schnelle angelesen haben. Wie weiter oben schon bemängelt wurde, entsteht kein elementares Chlor bei der Aktivierung von Natriumchlorit. Auch Letzteres gelingt ihnen noch falsch zu benennen. Wir arbeiten nicht mit Natriumhypochlorit sondern mit Natriumchlorit. Das ist offenbar ein Unterschied, den nicht alle, die darüber schreiben,auch verinnerlicht haben.
Schlussendlich fordere ich dazu auf, mir Personen oder Vorfälle zu benennen,bei denen es zu einem ernsthaften Gesundheitsschaden von Anwendern gekommen ist.
Vielen Dank
KALLE
Antwort @ Kalle von „admin“:
Guten Tag Kalle,
Also: Schritt für Schritt. Ihre Aussage kursiv, dann meine Antwort.
Kalle:
„Eure Texte vermitteln zumindest mir allesamt den Eindruck, als seien die Freunde des Chlordioxids in Euren Augen eine Ansammlung von Idioten, die auch noch den geringsten Unsinn glauben und ihm hinterherrennen.“
M.K.:
Na, von mir haben Sie das Wort „Idiot“ allerdings nicht gehört. Ich versuche jeweils Aussagen zu kritisieren und nicht Personen zu diffamieren.
Allerdings finde ich die Frage interessant, welche Bedürfnisse denn ein solches Wundermittel genau deckt, das angeblich rundum fast alle Krankheiten heilt.
Auch die Verschwörungstheorien, die ziemlich oft mit MMS zusammen geäussert werden, sind es Wert, genauer unter die Lupe genommen zu werden.
Kalle:
„Ich habe schon viel Zeit damit verbracht, zu überlegen,was an mir so anders ist als bei Euch. Ich weiss es natürlich langst: seit jeher interessieren mich Phänomene und ich muss nicht unbedingt wissen, ob etwas wahr ist oder nicht. Das Phänomen und seine Anschauung ist es, was mich vorrangig fasziniert. Die Wahrheit ergibt sich schliesslich immer von allein.“
M.K.:
Beim Interesse an Phänomenen scheinen wir uns nicht gross zu unterscheiden, beim Umgang damit aber schon.
Wer Aussagen macht wie: „Miracle Mineral Supplement heilt Malaria“, verknüpft damit selbstverständlich einen Wahrheitsanspruch. Sonst machen Aussagen keinen Sinn und die Kommunikation könnte sich auf Zurufe wie „Achtung“ beschränken. Und für Malaria-Patienten ist es selbstverständlich relevant, ob diese Aussage wahr ist oder nicht. Die Wahrheit ergibt sich meines Erachtens nicht von allein.
Erstens gehe ich davon aus, dass wir uns der Wahrheit nur annähern können, ohne jemals sicher zu sein, dass wir sie erreicht haben.
‘Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch und wird keiner erkennen
Über die Götter und alle die Dinge, von denen ich spreche.
Sollte einer auch einst die vollkommenste Wahrheit verkünden,
Wissen könnt’ er das nicht: Es ist alles durchwebt von Vermutung.’
(Xenophanes, ca. 570 v.u.Z – ca. 470 v. u. Z.)
Zweitens setzt die Annäherung an die Wahrheit meines Erachtens eine sorgfältige und oft aufwendige Auseinandersetzung voraus und geht nicht von alleine:
‘Nicht von Beginn an enthüllten die Götter den Sterblichen alles.
Aber im Laufe der Zeit finden wir, suchend, das Bess’re’
(Xenophanes)
Kalle:
„Seitdem ich unter dieser Flagge segele treffe ich auf zwei Sorten von Menschen : die Ungläubigen, die immer wieder gebetsmühlenartig das vorbringen, was unsereiner doch längst abgearbeitet hat und diejenigen, denen das geholfen hat, wofür ich mich gerade interessiere.“
M. K.
Damit stellen Sie eigentlich nur die „Ungläubigen“ als dumm hin, während Sie selbst offenbar schon weiter sind. Diese Interpretation würde ich bezweifeln. Sie machen damit nur das, was Sie oben den Kritikern unterstellen: Sie stellen Ihre Diskussionsgegner als Idioten hin. Bringen Sie doch statt Diffamierungen Argumente.
Kalle:
„Es ist bis in die höchsten Spitzen der Wissenschaft hinein ganz unmöglich,um Verständnis für eine solche Position zu werben. Schaun Sie, lieber Herr Koradi, es wäre darum sinnlos, diese Arbeit, die Sie weiter oben belegt haben wollen zu zitieren.“
M.K.:
Wie genau wollen Sie denn bei der Wissenschaft um Verständnis für Ihre Position werben?
Das geht nur, in dem man sich der kritischen Diskussion stellt und auf die Kraft der besseren Argumente setzt.
Ich zitiere:
“Klinische Studien, die Humble in Malawi durchführte, belegen ihm zufolge die Wirksamkeit des Mittels. Das Land Malawi führte unabhängig von dieser Studie eine eigene Forschungsreihe durch. Ergebnis: eine ‘Heilungsquote von 99 Prozent’, so Jim Humble. Weit über 75.000 Menschen sind Humble zufolge durch das MMS von Malaria befreit worden. Und selbst bei AIDS, Hepatitis A, B und C, Tuberkulose, Herpes und Krebs sind laut Humble schon gute bis großartige Erfolge erzielt wor Klinische Studien, die Humble in Malawi durchführte, belegen ihm zufolge die Wirksamkeit des Mittels. Das Land Malawi führte unabhängig von dieser Studie eine eigene Forschungsreihe durch. Ergebnis: eine „Heilungsquote von 99 Prozent“, so Jim Humble. Weit über 75.000 Menschen sind Humble zufolge durch das MMS von Malaria befreit worden. Und selbst bei AIDS, Hepatitis A, B und C, Tuberkulose, Herpes und Krebs sind laut Humble schon gute bis großartige Erfolge erzielt worden.”
(Quelle:http://www.suite101.de/content/mms-wunderwaffe-gegen-krankheiten-a48446)
Warum sind diese angeblichen Studien nicht veröffentlicht worden? Warum nur Behauptungen? Was soll eine Studie, die geheim bleibt?
Der amerikanische Philosoph John Dewey (1859-1952) formulierte „das erste Erfordernis des wissenschaftlichen Verfahrens – nämlich volle Öffentlichkeit der Materialien und Prozesse“.
(in: Erfahrung, Erkenntnis und Wert, S. 314, Suhrkamp 2004)
Wenn Sie oder Jim Humble Verständnis von Seiten der Wissenschaft erwarten, dann wäre genau das nötig, was John Dewey beschreibt.
Ein weiteres Zitat aus der selben Quelle:
„ Das Chlordioxid unterscheidet laut Humble nicht zwischen Bakterien, Viren, Pilzen und Giften, sondern beseitigt sie ausnahmslos alle.“
Und wie unterscheidet MMS zwischen gefährlichen Bakterien und nützlichen wie der Darmflora oder der Vaginalflora? Oder tötet es letztere auch ab? Dann haben Sie ziemlich schnell massive Verdauungsstörungen und als Frau eine Vaginalinfektion.
Erklären Sie mir diesen Punkt plausibel.
Kalle:
„Dass es jede Menge Missbrauch und Abzocke im Medizinalwesen gibt, weiss ich schon seit Jahrzehnten. Sie sollten aber aufhören, Leute wie mich wie Menschen von einem anderen Stern zu betrachten. Ich kann nichts für Jim Humble und ich kann nichts für die ganzen falschen Behauptungen im Umfeld von MMS.“
M.K.:
Von dem, was ich im MMS-Forum lesen kann, nehme ich an, dass Sie nicht zu denen gehören, die grosse Heilungsversprechungen herumtrompeten.
Das ist aber natürlich kein Grund, die meines Erachtens absurden und zum Teil gefährlichen Behauptungen rund um MMS weniger zu kritisieren.
Kalle:
„Ich kann Ihnen aber vor Augen halten, dass Sie sich wie viele andere auch über Dinge aufregen, die Sie sich offenbar auf die Schnelle angelesen haben. Wie weiter oben schon bemängelt wurde, entsteht kein elementares Chlor bei der Aktivierung von Natriumchlorit. Auch Letzteres gelingt ihnen noch falsch zu benennen. Wir arbeiten nicht mit Natriumhypochlorit sondern mit Natriumchlorit. Das ist offenbar ein Unterschied, den nicht alle, die darüber schreiben,auch verinnerlicht haben.“
M. K.:
Vielleicht haben Sie ja übersehen, dass der Text auf einem Bulletin des Bundesamts für Gesundheit basiert. Beschweren Sie sich dort.
Ich habe aber selbstverständlich zur Kenntnis genommen, dass Chlordioxid entsteht und nicht Chlor.
„Dieses wirkt etwas stärker reizend als Chlor, besitzt aber keine systemische Wirkung.“
(Quelle: http://www.toxcenter.de/stoff-infos/n/natriumchlorit.pdf)
Das Geplänkel um Chlor / Chlordioxid bzw. Natriumhypochlorit / Natriumchlorit geht aber an meiner Kritik völlig vorbei und lenkt von den entscheidenden Punkten ab: Fehlende Argumente für die grandiosen Heilungsversprechungen.
Interessant finde ich übrigens, dass Sie bei der Frage Chlorgas / Chlordioxid und Naturiumchlorit / Natriumhypochlorit auf einer Wahrheit bestehen, während Sie obe schreiben, dass es für Sie nicht unbedingt wichtig ist, ob etwas wahr ist oder nicht.
Kalle:
„Schlussendlich fordere ich dazu auf, mir Personen oder Vorfälle zu benennen,bei denen es zu einem ernsthaften Gesundheitsschaden von Anwendern gekommen ist.“
M. K.:
Wenden Sie sich dazu ans BAG, ans Schweizerische Toxikologische Informationszentrum oder an die amerikanische FDA (siehe: http://www.leberhilfe.org/allgemeines-ausgabe/items/giftiges-wundermittel-fda-warnt-vor-miracle-mineral-solution.html). Aber sorry, die sind ja alle an der grossen Verschwörung gegen MMS beteiligt und stecken mit der bösen Pharmaindustrie unter einer Decke…..
Ich denke, dass bei korrekter Anwendung (!) von MMS wohl kaum akute Vergiftungserscheinungen auftreten sollten. Sonst wären vermutlich schon sehr viele Menschen vergiftet worden. Aber irgendeinen plausiblen Grund, weshalb ich ein potentiell aggressives Wasserdesinfektionsmittel einnehmen sollte, habe ich bisher nicht annähernd gehört.
Meine Kritik betrifft vor allem die grenzenlosen Heilungsversprechungen, die absurden Verschwörungstheorien und den medizinhistorisch gut bekannten „Panazeen-Charakter“ von MMS. Alle 5 – 10 Jahre wird ein neues Wundermittel gegen alle Krankheiten „geboren“ und verschwindet dann allmählich wieder. Dem „Miracle Mineral Supplement – davon bin ich überzeugt, wird es genau so gehen. Bleiben wird das Bedürfnis vieler Menschen nach einfachen Lösungen für komplexe Probleme.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Und an den Früchten werdet ihr sie erkennen.
Ich habe beide Früchte erkennen dürfen. Mediziner, die nicht mehr weiter wußten und sich auch noch anmaßten, mich zu beleidigen.
Und MMS, welches mich innerhalb zwei Tagen wieder gehen ließ, nachdem ich Wochen nur unter übelsten Schmerzen laufen konnte.
Ja, so ist es … an den Früchten werdet ihr sie erkennen.
@ Gina
Schön, dass es Ihnen besser geht. Aber woher nehmen Sie die Gewissheit, dass diese Besserung mit MMS zusammenhängt?
Es könnten unzählige andere Faktoren dafür verantwortlich sein. Sie machen einen Fehlschluss, wenn Sie fraglos einen Zusammenhang konstruieren zwischen einem eingenommenen Mittel und einer eingetretenen Besserung.
Meine Kollegin hatte eine Grippe. Nichts hat geholfen. Da ass sie eine Tiefkühlpizza, was sie sonst nie tut. Und tatsächlich wurde sie gesund.
Hilft nun Tiefkühlpizza gegen Grippe?
Ihre Schilderung hat nicht mehr Aussagekraft bezüglich Heilwirkung von MMS wie meine bezüglich Tiefkühlpizza.
Wenn Sie mir überzeugende Argumente liefern, ändere ich mein Urteil. Dazu wäre aber zum Beispiel eine detaillierte Krankheitsgeschichte mit allen Befunden nötig. Ihre Schilderung enthält aber keinerlei Information, die eine Meinungsbildung zulassen würde.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
@ Kopfschüttel
Sie lenken ab. Es geht hier um die Frage, ob die grossartigen Heilungsversprechungen, mit denen MMS angepriesen wird, glaubwürdig sind. Bringen Sie konkrete Argumente oder kritisieren Sie meine Argumente.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Hallo Allerseits
Ich kenne MMS bisher nur durch Berichte aus dem Internet, die sich logischerweise ( Alles Neue ist umstritten)gegensitig widersprechen.
Ich hätte natürlich gerne die Sicherheit, dass ich mich nicht vergifte wenn ich MMS nehme, wäre dann aber auch so offen es zu probieren. Nur weil es neu ist solllte man es nicht verteufeln.
Aber um Herrn Koradi rechtzugeben:
Es bräuchte schon konkrete Angaben über geheilte Personen und deren Krankeitsverlauf.
Denn wer heilt hat nur Recht, wenn er wirklich geheilt hat.
Hallo lieber Admin ,
Ich selbst habe in der Verwandschaft einen geheilten Krebs durch MMS. Mein Onkel arbeitet als Lackierer und hat über einen Längeren Zeitraum Lackdämpfe eingeatmet. Dadurch entstand Lungenkrebs. Man stellte Stadium I fest und er fing mit einer Chemotherapie an , die allerdings nicht anschlug und sein Zustand verschlechterte sich weiter. Bei Stadium II fing er an MMS zu nehmen und setzte Zeitgleich die Chemo ab. Nach 3 Monaten MMS-einnahme war er Krebsfrei. MMS ist keines Falls humbug , es setzt sich nur wegen der Profitgeilen Pharmaindustrie nicht durch. Die verspotten es lieber als Quacksalberei , weil sie angst haben das sie keine Kohle mehr scheffeln können.
mfg Strigon
@ Strigon
Ihre Schlussfolgerung, dass Ihr Onkel durch MMS geheilt wurde, scheint mir sehr voreilig und basiert wohl auf Ihrem Feindbild „Pharmaindustrie“.
Ich bin nicht Arzt, doch stellen sich mir zu Ihrem Bericht einige Fragen:
1. Ihr Bericht scheint mir nicht vollständig. Bei Lungenkrebs im Stadium I und II ist – laut Wikipedia – die Operation sehr wichtig und auch die Strahlentherapie kommt oft zum Einsatz. Wurde dies bei Ihrem Onkel nicht gemacht? Nur Chemotherapie? Unwahrscheinlich. Wenn doch, könnten ja auch Operation und Strahlentherapie an einer Heilung beteiligt sein. Warum berichten Sie davon nichts?
2. Eine Chemotherapie ist für den Organismus eine starke Belastung und dass sich dabei der Zustand verschlechtert nicht ganz ungewöhnlich. Das heisst aber nicht unbedingt, dass die Chemotherapie nicht anschlägt.
3. Wieviele Zyklen Chemotherapie hat Ihr Onkel denn gemacht? Offenbar machte er Chemotherapie bis drei Monate vor der Feststellung, dass er „krebsfrei“ sei. Aber die „Krebsfreiheit“ hat natürlich gar nichts zu tun mit den vorher durchlaufenen Chemotherapie-Zyklen und auch nichts mit allfälliger Operation und / oder Bestrahlung. Das ist nur dem Wundermittel MMS zu verdanken, welches den Krebs in drei Monaten ausradiert. Ihre Deutung scheint mir sehr verzerrt.
4. Wie genau und durch wen wurde denn die Krebsfreiheit festgestellt?
5. Wo genau wurde Miracle Mineral Supplement durch die Pharmaindustrie als Quacksalberei verspottet (Quellenangabe bitte)?
Fazit:
1. Miracle Mineral Supplement (MMS) setzt sich nicht wegen der bösen Pharmaindustrie nicht durch – jedenfalls hat mir dafür noch niemand konkrete Belege zeigen können.
2. Miracle Mineral Supplement (MMS) setzt sich nicht durch, weil die MMS-Propagandisten bisher keinerlei auch nur einiger massen überzeugende Argumente auf den Tisch gelegt haben. Nur hoch verzerrte, völlig unvollständige Heilungsanekdoten und Verschwörungstheorien im gleichen Stil, wie Sie sie von Ihrem Onkel berichten.
3. Veröffentlichen Sie den detaillierten Krankheits- und Behandlungsverlauf Ihres Onkels in einer Fachzeitschrift (natürlich mit dessen Einwilligung), inklusive den Berichten der behandelnden Ärzte. Dann können ihn Fachleute unter Einbezug aller Faktoren diskutieren. Und wenn es sich so fraglos um eine MMS-Wunderheilung handelt, wie Sie das darstellen, dann wird sich sicher ein Arzt oder eine Ärztin finden, um Sie darin zu unterstützen, denn der Nobelpreis für Medizin wäre ihm oder ihr sicher.
Oder halten Sie Ärzte generell für Deppen und für gekauft von der Pharmaindustrie?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
@ Von grosses ?
Genau. Wer heilt hat nur Recht, wenn er wirklich geheilt hat, und dies nicht bloss behauptet.
Wer eine Heilwirkung verspricht, steht in der Pflicht, diese so gründlich wie möglich zu begründen und zu belegen. Schöne Anekdoten allein reichen dazu nicht, vor allem wenn es um Krebs, Aids, Malaria, Diabetes etc. geht.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Wer zu dämlich ist, MMS richtig anzuwenden, dem ist eben nicht zu helfen. Habe es sehr erfolgreich gegen extrem hartnäckige Akne eingesetzt (1 Tropfen auf 50ml Wasser) und findes das Zeugs absolut integer. Ebenso hat es meine über Wochen andauernde Zahntaschenentzündung in wenigen Tagen gestoppt. Oral nehme ich es nicht ein, weil ich darin keine Notwendigkeit sehe. Und wer es oral einnimmt, muss die Dosis ganz langsam steigern, sonst kommt es zu den beschriebenen Nebenwirkungen. Ich gehe mal davon aus, das die Tester vom Gesundheitsamt das nicht so gemacht haben, weil sie von vornherein ein Vorurteil gegen MMS hatten.
Lieber Herr Martin Koradi,
stellen sie sich einfach vor MMS hält was es verspricht. Versuchen sie es zu spüren! Stellen sie sich vor, dass sie als Arzt Menschen wirklich helfen können, dass die Leute mit einem Strahlen im Gesicht aus ihrer Praxis laufen!
Die Frage wieso es wirkt, resp. nicht wirkt ist nicht wichtig. Wenn wir unsere Probleme lösen wollen, müssen wir vom Kopf ins Herz kommen. Wir müssen lernen zu fühlen!
Es macht micht traurig und wütend, wenn ich ihre Argumentation lese. So weit weg von Gefühlen, so in nutzloser Argumentation verbohrt. Wieso? Wieso? Es ist so schön einfach Ja zu sagen. Ja zum Leben, Ja zur Schönheit!
Mit freundlichen Grüssen
Regula Berger
@ Jensen
Na ja, ich würde ja nicht ausschliessen, dass MMS eine antibakterielle Wirkung haben könnte. Schliesslich wird diese Substanz zur Wasserdesinfektion in Schwimmbädern genutz. Möglich wäre daher, dass eine antibakterielle Wirkung bei Akne und Zahntaschenentzündung günstig wirken könnte. Fragt sich dann nur noch, ob man diesen Effekt nicht sicherer auf anderem Weg erreichen könnte.
Ausserdem stellt sich bei jedem Einzelfallbericht natürlich die Frage, wie den der Verlauf ohne MMS gewesen wäre. Woher holen Sie sich die Gewissheit, dass die Besserung mit Miracle Mineral Supplement (MMS) zusammenhängt? Zahntaschenentzündungen bessern meist auch ohne Behandlung. Und je länger man sie schon hatte, desto näher rückt dann der Zeitpunkt der Besserung.
Ich kritisiere an MMS aber einen anderen Punkt: Die grenzenlosen Heilungsversprechungen gegen Krebs, Diabetes, HIV, Tuberkulose etc.
Das ist meines Erachtens unethisch und ein Spiel mit den Hoffnungen von schwerkranken Menschen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheikunde
@Regula Berger
Nein Frau Berger. Meiner Ansicht nach brauchen wir Kopf und Herz, wenn wir unsere Probleme lösen wollen. Gefühle sind ein wichtiger Aspekt im Leben. Keine Frage. Sie schreiben aber so, wie wenn Gefühle die unbezweifelbare Wahrheit verkünden würden. Das halte ich für eine grandiose Täuschung. Ich könnte Ihnen 100 Beispiele aufführen, dass Sie damit auf dem Holzweg sind.
Als Adolf Hitler den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich verfügte, begrüsste ein sehr grosser Anteil der Bevölkerung mit Freude und Begeisterung ihren neuen Führer. Einfach Ja sagen……
Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass auch Gefühle in die Irre führen und kulturell geprägt sein können.
Einfach ja sagen zu wunderbaren Versprechungen – und auf keinen Fall ein bisschen Nachdenken. Funktionieren Sie auch so als Konsumentin und als Bürgerin in der Politik? Dann gute Nacht, wenn das Schule machen sollte. Sie diffamieren Argumente. Ich dagegen verteidige die Würde des Arguments. Die Auseinandersetzung um das bessere Argument ist die Basis jeder demokratischen Gesellschaft.
Sie täuschen sich übrigens, wenn Sie glauben, dass ich nur Argumente und keine Gefühle bezüglich MMS habe. Ich bin empört und entsetzt darüber, wie hier durch grandiose Heilungsversprechungen mit den Hoffnungen von schwerkranken Patienten gespielt wird (Krebs, AIDS, Tuberkulose….).
Es geht hier um eine ethische Frage.
„Naiv und leicht täuschbar zu sein, ist unverantwortlich, besonders heute, wo Lügen zu einer Katastrophe führen können, weil sie für echte Gefahren wie auch für reale Möglichkeiten blind machen.“
Erich Fromm, Vom Haben zum Sein, Band 1, Beltz Verlag 1989
Und übrigens: Wie genau fühlen Sie denn, dass MMS hält was es verspricht?
Ihren Slogan „Ja zur Schönheit“ kann ich gut teilen, wenn’s um Kunstwerke, Menschen, Pflanzen, Landschaften geht. Was aber bitte finden Sie schön an MMS?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Hallo,
ich habe mms auch ausprobiert, ganz nach Anweisung, gegen Harnwegsgeschichten. Sowie auch äußerlich gegen einen Ausschlag.
Ich habe mit 1 Tropfen angefange und mit jeder Dosis gesteigert bis ich bei 15 Tropfen angelangt war.
Innerlich genommen, spürte ich erst bei 15 Tropfen eine leichte Übelkeit, Schwindel und Durchfall.
Dies soll ja angeblich der “Reinigungsprozess” sein, ich wußte zwar nicht wieso genau im Magen/Darmtrakt , weil ich hatte es gegen Harnwegsproblemen genommen, aber na ja.
Es war aber noch erträglich doch wollte ich lieber eine Dosis aussetzen und hab erst am nächsten Tag wieder eine Dosis genommen, mir wurde noch schlechter.
Alle Symptome die ich vorher hatte, wurden nur noch verschlimmert.
Ich habe das MIttel sofort abgesetzt und auch jetzt noch, nach mehreren Tagen ohne, ist immer noch das Zeugs in meinem Körper, ich hab immer noch ab und an ein Aufstoßen mit Chlorgeschmack.
So langsam normalisiert sich alles wieder, aber eine Verbesserung kann ich noch nicht bemerken.
Wenn dies wirklich ein Reinigungsprozess war, müßte es mir ja die Tage dann besser gehen, wenn die MMS-Übelkeit nachläßt
Glaub ich allerdings weniger, ich kenne den “Reinigungsstuhlgang” der fühlt sich eigentlich anders an, aber warten wir es ab.
Äußerlich hatte ich es ja auch angwendet, aktiviert und verdünnt, aber dort hatte ich keine Wirkung außer Schmerzen, die sich wie eine Verärzung anfühlten.
Ich glaube eigneltich nciht das es mir noch hilft, falls ich nach nachlassen der Übelkeit (was ganz schön lange dauert finde ich) eine positive Wrikung verspüre, werde ich natürlich Freudestrahlend hier berichten
Achtung Satire
@zero: woher wissen sie so genau, dass die von Ihnen als Nebenwirkungen beschriebenen Symptome tatsächlich vom eingenommenen Mittel verursacht wurden? Haben Sie einen ärztlich dokumentierten Krankheitsverlauf? Dann veröffentlichen Sie ihn gefälligst in einer Fachzeitschrift!
is doch ganz einfach …
@ nordi
An einem Punkt bin ich mit Ihnen einig: Wenn während einer Anwendung von MMS Beschwerden auftreten, ist das noch kein wasserdichter Beleg dafür, dass MMS die Ursache dieser Beschwerden ist. Beschwerden können schliesslich auch aus anderen Gründen auftreten.
Genauso ist es aber auch keinerlei Beleg für die Wirksamkeit von “Miracle Mineral Supplement” (MMS), wenn während einer MMS-Anwendung Beschwerden zurückgehen oder verschwinden. Beschwerden klingen ab oder verschwinden auch aus vielen anderen Gründen (Selbstheilungskräfte, Placebo-Effekt, natürlicherweise schwankender Verlauf bei chronischen Krankheiten etc.).
Ihr Einwand gegen “zero” zieht meines Erachtens trotzdem nicht. Es ist nicht die Aufgabe von Patientinnen und Patienten, Nebenwirkungen von MMS (oder von anderen Produkten) zu beweisen. Es ist ausschliesslich die Aufgabe der Promotoren von MMS, die Sicherheit und Wirksamkeit ihres Präparates zu dokumentieren.
Das weder bezüglich der Sicherheit noch bezüglich der Wirksamkeit bisher auch nur ansatzweise geschehen.
Wer Heilungsversprechungen macht, steht in der Verantwortung, die Wahrheit dieser Versprechungen zu belegen. Die Heilungsversprechungen der MMS-Promotoren sind ziemlich allumfassend und grenzenlos, was der Glaubwürdigkeit nicht gerade zuträglich ist.
@nordi
ich habe mit der kleinsten dosis angefangen, danach verspürte ich auch schon leichte übelkeit, war aber erträglich, und ging auch irgendwann weg.
der nächste schub kam erst bei 15 tropfen. dazu ein saures aufstoßen nach chlor. das ist für mich eindeutig.
mms ist nun einmal ein hammermittel
wie auch immer habe ich es ja trotzdem ausprobiert, ich probiere manchal alternative medizin aus, wenn ich der meinung bin es könnte etwas bringen.
und da chlor sowieso schon in anderen formen in der medizin eingesetzt wird, habe ich dem mittel eine chance gegeben.
leider hat es mir gar nicht geholfen. weder innerlich noch äußerlich.
außer das ich jetzt einen würgereiz bei chlor bekomme
Hallo
kein Mittel ob pflanzlicher oder
chemischer Herkunft kann Heilen,
sondern es kann nur den Körper in die Lage versetzen mit der Krankheit
fertig zu werden.
Ich bin gerade auf diese Seite gestossen und finde die Argumente beiderseits hoch interessant. Habe im Moment keine Zeit alle Beiträge zu lesen. Verzeihen Sir mir bitte wenn es scheint, dass ich etwas übersehen habe. (Auch mein Deutsch, das nicht meine Muttersprache ist!)
Die Bemerkung von Herrn Koradi “Wer Heilungsversprechungen macht, steht in der Verantwortung, die Wahrheit dieser Versprechungen zu belegen” finde ich äusserst interessant. Wenn ich die Ergebnisse von palliativen Mitteln um Krebs zu heilen betrachte, sehe ich um die 35%-Quote. Von diesen 35% wird nicht gesagt wieviel “spontaneous remission”-Fälle sind. Leider. Weil eine der Forderungen des hippokratischen Eids ist, dass eine Heilung durch eine Behandlung dem Patient nie weh tun soll. In 1983 wurde meine damalige Ehefrau (29 Jahre alt) mit Eierstockkrebs diagnostiziert. Es wurde ganz klar und deutlich gesagt: Ihre Frau wird sterben. Es gibt keine Hoffnung. Sie hat maximal fünf, wahrscheinlich nur drei Jahre noch zum leben.” Danach kam trotz Aussage zwei Chemotherapiebehandlungen und (dazwischen) eine grosse Operation. Anfangs 1986 kam das grüne Licht. Es gab kein Zeichen von Krebs in ihrem Körper. Sie war wieder heil. Für mich war das trotz der Behandlung und NICHT wegen. Ich habe mehrere solchen Instanzen seitdem gehört. Ich habe auch zahlreiche Instanzen von Krebsheilung durch sanfte Mittel gehört, wobei die Erfolgsrate bei 85% liegt. Nun hier liegt das Problem. Das Mittel für solche Heilungen kann nicht von Pharmakonzernen hergestellt werden. Es ist rein pflanzlich und kann nur extrahiert (?) werden. Folge: die Pharmakonzerne geben alles was sie können um solche Heilnethode zu dementieren. Sie sind die einzigen, die in der Lage sind Recherchen von hergestellten Produkten zu bezahlen. Klar dass sie sagen, sie haben kein Interesse Recherchen zu bezahlen, wenn sie nicht davon profitieren können. Sie sind letzendlich profit-motiviert, wobei sie fragliche Methoden verwenden diesen Profit hoch zu halten. Im Fall MMS geht es um Substanzen, die leicht zu finden sind, leicht zu verwenden sind, und bieten wenig Möglichkeit an für Pharmakonzerne viel Geld daraus zu machen. Es ist auch nicht in deren Interesse ein Mittel anzubieten, die tatsächlich ohne Problem richtig heilt. Viel interessanter sind Produkte die Symptome unterdrücken und deswegen täglich genommen werden sollen. Da haben sie denn einen Kunde für den Rest seines Lebens gewonnen.
Auch wenn Herr Koradi sagt, “das ist nur das Placebo-Effekt” Na und! Heilen ist heilen oder? Und auch wenn der Hund wieder heil wird duch eigene Heilungskraft oder durch übertragene Heilungskräfte des Herrchens, das Ergebnis ist das gleiche.
Also, bis irgendeine unabhängiges Organisation eine Studie macht, die ganz klar zeigt, dass MMS für Menschen gefählich / tödlich ist, werde ich solche Dementationen zur Kenntnis nehmen und MMS weiter verwenden, wenn ich es für nötig halte. Es ist mein Körper und ich darf (noch) damit machen was ich möchte. Oder?
Das führt hier alles nur zu Zankereien, ohne Beweis für die skeptischen, sie schreiben das MMS dies oder jenes an Nebenwirkungen hätte, aber gestorben ist noch niemand dran, da es eine Dosierungsvorweis gibt. Medikamente starke haben viel schlimmere Nebenwirkungen als (übelkeit oder Hexheimer Reaktion) Die dann jedoch auftritt wen der Körper mehr Bakterien abtötet die die Leber überfordern.
Medikamente bleiben auf Dauer im Leben vieler Menschen die nicht gesund geworden sind, sondern abhängig, die Krankheit direkt kann nicht mit Zerstörung guter organismen im körper angwendet werden. Es sind jedoch genug spielraum vorhanden, ich denke das es für manche menschen wichtig ist, aber chemische Verbindungen sind nicht immer optimal für den körper…
Da muss einiges passieren…
Aber da muss sich jeder selbst mit auseinandersetzen.
Ist nur meine Ansicht, diese soll nicht dazu veranlassen alles darin gleich zu sehn, es beruht auf Erfahrungen, die jeder selber machen muss.
Ich nehme nie Medikamente, und seid ich MMS nehme fühle ich mich besser, ich zweifle daran das ich mir das Einbilde…
Glaube jeder was er will
Viel spaß noch auf dem Schlachtfeld, von recht und unrecht…
manchmal kann ich über solche ellenlangen streitereien nur lachen im internet, im endeffekt geht es um gesundtheit in eigenenr verantwortung!!!! und da gibt es viele möglichkeiten, es zählt das ergebnis nicht das produkt, intellektuelle beserwisserische agressive klugscheißer, die ihre freizeit mit tippen am pc verbringen brauch keine menschheit! ich bin dankbar für alle ideen die mir zufliegen, dann probiere ich sie achsam aus und ENTSCHEIDE ob es was für mich ist oder nicht.ganz einfach
@ Andrew Broadhurst
Gerne gehe ich auf Ihre Aussagen (kursiv gesetzt) ein.
„Die Bemerkung von Herrn Koradi ‚Wer Heilungsversprechungen macht, steht in der Verantwortung, die Wahrheit dieser Versprechungen zu belegen’ finde ich äusserst interessant.“
Kommentar M.K.:
Ja, Heilungsversprechungen müssen meines Erachtens begründet werden, wenn sie ernst genommen werden wollen. Von Politikern verlange ich das auch. Bestimmt kennen Sie Silvio Berlusconi. Nur leere Versprechungen über 17 Jahre. Wir sehen in Italien wohin es führt, wenn ein grosser Teil der Bevölkerung fraglos leeren Versprechungen hinter her rennt. Ich verlange bei Heilungsversprechungen als Minimum vollständige Angaben, wie diese Idee zustande gekommen ist. Auf welchem Weg (detailliert) kam es zu dieser Ueberzeugung. Nur so kann ich mir eine Meinung bilden. Blind irgendwelche Heilungsversprechungen oder Politversprechungen zu glauben halte ich für unwürdig.
„Wenn ich die Ergebnisse von palliativen Mitteln um Krebs zu heilen betrachte, sehe ich um die 35%-Quote. Von diesen 35% wird nicht gesagt wieviel “spontaneous remission”-Fälle sind.“
Kommentar M.K.:
Sie verwechseln hier offenbar etwas. Palliative Mittel dienen vor allem der Schmerzlinderung in der Endphase einer Krankheit, und nicht der Heilung.
Zudem: Die verschiedenen Krebsarten und Krebsbehandlungsmethoden haben unterschiedliche Erfolgsquoten. Wenn Sie von einer 35%-Quote schreiben ist das nur informativ, wenn sie auch angeben, um welche Krebsart und um welche Behandlungsmethode es sich handelt.
„Weil eine der Forderungen des hippokratischen Eids ist, dass eine Heilung durch eine Behandlung dem Patient nie weh tun soll.“
Kommentar M.K.:
Im Hippokratischen Eid steht, der Arzt soll nicht schaden (Primum non nocere):
„Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.“ (Quelle: Wikipedia)
„Nicht schaden“ ist nicht das selbe wie „Nicht weh tun“.
„In 1983 wurde meine damalige Ehefrau (29 Jahre alt) mit Eierstockkrebs diagnostiziert. Es wurde gang klar und deutlich gesagt: Ihre Frau wird sterben. Es gibt keine Hoffnung. Sie hat maximal fünf, wahrscheinlich nur drei Jahre noch zum leben.” Danach kam trotz Aussage zwei Chemotherapiebehandlungen und (dazwischen) eine grosse Operation. Anfangs 1986 kam das grüne Licht. Es gab kein Zeichen von Krebs in ihrem Körper. Sie war wieder heil. Für mich war das trotz der Behandlung und NICHT wegen.“
Kommentar M.K.:
Die Krankheitsgeschichte Ihrer Frau lässt sich nur seriös beurteilen, wenn die vollständige Dokumentation vorliegt (alle Befunde, Diagnosen, Therapiemassnahmen) und von jemandem, der/die Erfahrung und Wissen hat bezüglich Onkologie (bei mir nicht der Fall). Daher kann ich nicht viel dazu sagen.
Klar ist aber:
- Prognosen können schlecht kommuniziert werden oder auch falsch sein. Ausserdem gibt es in sehr seltenen Fällen auch Spontanremissonen.
- Sie gehen meines Erachtes etwas gar schnell davon aus, dass die Operation und die Chemotherapie an der Genesung ihrer Frau unbeteiligt waren. Was haben Sie denn für Gründe für ihre Annahme?
„Ich habe auch zahlreiche Instanzen von Krebsheilung durch sanfte Mittel gehört, wobei die Erfolgsrate bei 85% liegt.“
Kommentar M.K.:
„Hören sagen“ ist einfach ein schlechtes Argument. Über wie viele Ecken wurde denn Ihre Geschichte weitererzählt? Ein Dutzend? Sie sind sich schon bewusst, wie fehlerträchtig eine herumerzählte Anekdote ist?
Welches Mittel?
Wenn eine Erfolgsrate von 85% vorliegt, muss die ja irgendwer gemessen haben. Wer hat gemessen? Wo? Unter welchen Bedingungen? An welchen Patienten? Welche Tumorarten? Wo wurde diese Studie publiziert?
Ohne diese Angaben von einer Erfolgsrate von 85% zu schreiben bringt nichts. Nur mit den oben erwähnten Angaben kann ich oder jemand anderes sich eine eigene Meinung bilden. Ohne diese Angaben muss ich einfach blind einer ziemlich unwahrscheinlichen Geschichte glauben.
„ Nun hier liegt das Problem. Das Mittel für solche Heilungen kann nicht von Pharmakonzernen hergestellt werden. Es ist rein pflanzlich und kann nur extrahiert (?) werden.“
Kommentar M.K.:
Eigenartig, Pharmakonzerne untersuchen Pflanzen und pflanzliche Wirkstoffe in grosser Zahl bezüglich allfälliger Wirkung gegen Krebs. Wenn Ihr Wundermittel gegen Krebs tatsächlich eine dokumentierte Erfolgsrate von 85% hätte, würden sich unzählige Pharmafirmen darum reissen. Und die Pharmafirma, die zum Zug käme, wäre in kurzer Zeit in der Onkologie Marktführerin. Okay, wahrscheinlich würde die Firma einen Wirkstoff aus der Pflanze isolieren und ihn patentieren lassen, damit sich das Geld für klinische Studien lohnt. Aber auf jedenfall gäbe es schon längst ein riesiges Gerangel um diesen Durchbruch in der Tumortherapie.
„Die Pharmakonzerne geben alles was sie können um solche Heilmethode zu dementieren.“
Kommentar M.K.:
Haben Sie da genauere Hinweise (welche Pharmafirma hat welches Produkt wie und wo unterdrückt) oder handelt es sich um eine abstrakte Verschwörungstheorie.
„Sie sind die einzigen, die in der Lage sind Recherchen von hergestellten Produkten zu bezahlen. Klar dass sie sagen, sie haben kein Interesse Recherchen zu bezahlen, wenn sie nicht davon profitieren können.“
Kommentar M.K.:
Die Entwicklung eines neuen Medikamentes und die damit verbundene Forschung sind sehr teuer und tatsächlich haben vor allem Pharmafirmen die dazu nötigen finanziellen Ressourcen.
Aber gerade beim Miracle Mineral Supplement (MMS) gibt es ja gar keine Entwicklungskosten. Das Produkt liegt schon vor. Und bei der Forschung muss es doch zu Beginn nicht schon die grosse, aufwendige Doppelblind-Studie sein. Zehn vollständig dokumentierte und publizierte Krankheitsverläufe wären doch bereits etwas. Dann könnten Fachleute dazu Stellung nehmen. Warum kommt sowas nicht?
Wenn die Ergebnisse tatsächlich so sensationell sind, findet sich vielleicht ein staatliches Forschungsprogramm. Gerade in den USA, wo der MMS-Erfinder Jim Humble ja herkommt, gibt es ein staatliches Forschungsprogramm für Alternativmedizin, dem hunderte von Millionen Dollar Forschungsgelder zu Verfügung stehen. Es stimmt einfach nicht, dass forschungsmässig nichts geht, weil die bösen Pharmafirmen es nicht wollen. Die MMS-Propagandisten bieten nichts, das Forschung rechtfertigen würde.
„ Es ist auch nicht in deren Interesse ein Mittel anzubieten, die tatsächlich ohne Problem richtig heilt. Viel interessanter sind Produkte die Symptome unterdrücken und deswegen täglich genommen werden sollen. Da haben sie denn einen Kunde für den Rest seines Lebens gewonnen. “
Kommentar M.K.:
Das ist ein bisschen gar pauschal, aber auch wenn es in der Pharmaindustrie kritikwürdige Punkte gibt, folgt daraus doch nicht, dass MMS wirksam ist bei AIDS, Krebs, Diabetes, Malaria….
„ Auch wenn Herr Koradi sagt, “das ist nur das Placebo-Effekt” Na und! Heilen ist heilen oder?“
Kommentar M.K.:
Ich schätze den Placeboeffekt sehr, nur bei Krebs, Diabetes, AIDS und Malaria reicht einfach ein Placebo-Effekt nicht.
„Also, bis irgendeine unabhängiges Organisation eine Studie macht, die ganz klar zeigt, dass MMS für Menschen gefählich/tödlich ist, werde ich solche Dementationen zur Kenntnis nehmen…“
Kommentar M.K.
Die Sicherheit und Wirksamkeit eines Produktes müssen in erster Linie die Propagandisten und Verkäufer dieses Produktes belegen. Vor kurzem traf ich an einem Kurs eine Dame, die von wochenlangen schweren Nebenwirkungen durch MMS berichtet hat (Atemproblemen, Verdauungsstörungen, immer noch anhaltend).
Ich selber halte diesen Bericht für nicht sehr plausibel. Ich glaube nicht, dass ein Zusammenhang besteht zwischen den Beschwerden und der MMS-Einnahme. Genauso wenig wie ich bei den MMS-Heilungsgeschichten an einen Zusammenhang glaube zwischen der Besserung und der MMS-Einnahme.
Sie müssten aber diesen Bericht sehr ernst nehmen. Sie glauben ja die positiven Anekdoten auch kritiklos, also müssten Sie die negativen auch glauben. Oder machen Sie eine einseitige Buchhaltung: Die positiven Geschichten glauben, die negativen bestreiten.
„…und MMS weiter verwenden, wenn ich es für nötig halte. Es ist mein Körper und ich darf (noch) damit machen was ich möchte. Oder?“
Kommentar M.K.:
Klar, hat das jemand bestritten?
Nur: Was haben Sie eigentlich gegen kritische Argumente?
Sie scheinen der Ansicht zu sein, dass kritische Argumente zur Infragestellung von Heilungsversprechungen gar nicht publiziert werden sollten. Aber wo kommen wir denn da hin? Selbstverständlich müssen gegenüber von Heilungsversprechungen auch kritische Einwände und allenfalls Warnungen veröffentlicht werden. Nur so können sich am Thema interessierte Menschen eine eigene Meinung bilden. Dafür scheinen Sie aber kein Interesse zu haben.
@ Silvermoon
Es gibt unterschiedliche Medikamente mit unterschiedlichen Risiken. Sie werfen alles in einen Topf.
Ich kritisiere die riesigen Heilungsversprechungen, mit denen Miracle Mineral Supplement (MMS) propagiert wird (AIDS, Tuberkulose, Diabetes, Krebs, Malaria……), ohne dass nur der Schimmer einer plausiblen Begründung vorgelegt wird. Nur leere Behauptungen. Was sagen Sie dazu?
Was meinen Sie mit „Zankereien“?
Sind kritische Einwände für Sie „Zankereien“?
Wie stellen Sie sich das denn vor. Freie Bahn den grossartigen Heilungsversprechungen – aber bitte keine kritischen Einwände.
Freie Macht der Propaganda – darauf läuft Ihre Haltung doch hinaus. Wie soll jemand sich eine unabhängige Meinung zu Miracle Mineral Supplement (MMS) bilden, wenn nicht durch abwägen von Pro- und Kontraargumenten?
Oder wollen Sie gar keine freie Meinungsbildung? Nur gläubige Anhänger für den „Bischof“ Jim Humble?
Wenn Sie MMS nehmen und sich besser fühlen, habe ich keinen Einwand. Ich habe auch schon Vitaminpräparate genommen und mich sogleich besser gefühlt, obwohl mir klar ist, dass solche Vitamine nur ein eine spezifische Wirkung haben, wenn ein Mangel vorliegt. Auch MMS wird eine solche unspezifische Wirkung haben.
Das ist aber Lifestil. Bei Krebs, AIDS, Malaria, Tuberkulose etc geht es aber um Leben und Tod. Krebspatienten haben in der Regel auch nicht die Zeit, um die mehrere tausend Wunderheilmittel gegen Krebs auszuprobieren. Wie also sollen sie sich entscheiden, wenn nicht auf der Basis von Pro- und Kontraargumenten?
Statt „glaube jeder, was er will“, würde ich vorschlagen: Prüfet alles, das gute behaltet (das steht irgendwo in der Bibel, weiss aber nicht wo).
Und mit „prüfen“ meine ich nicht einfach „ausprobieren“, denn das bringt alles andere als eine fundierte Antwort.
Ich denke, dass die Beschreibung der Eigenschaften von Natriumchlorit / Chlordioxid und die Wirkung auf lebende Organismen eindeutig genug ist, um sich diesen Substanzen mit dem größten Respekt zu nähern.
Ob bei einer Abweichung vom gesunden Zustand ein Mangel an Chlordioxid vorliegt, müsste mit geeigneten Verfahren ermittelt werden.
In der Welt, in der ich lebe, ist so ein Mangel genauso schwer vorstellbar wie ein Mangel an Chemotherapeutika,.Die ja auch wie starke Oxidationsmittel wirken.
Bevor z.B. eine Krebserkrankung entsteht, geraten einige Systeme, die zur Gesundheit beitragen, ins Ungleichgewicht. Das kann andauernder seelischer Schmerz sein, mehr Disstress als Eustress, mehr Schadstoffe als der Körper entgiften kann ( ist das Symptom Tumor möglicherweise eine körpereigene Giftmülldeponie? ), diverse Nährstoffmangelzustände, Elektrosmog, usw.
Alle diese Ungleichgewichte können meiner Meinung nach nicht durch ein Oxidationsmittel behoben werden, ob es sich nun um ein Chemotherapeutikum oder um Chlordioxid handelt. Zur Chemotherapie vielleicht eine Basiszahl: sie trägt nur mit 2 Prozent zur 5-Jahres-Überlebenszeit bei, wie Meta-Analysen für Australien und die USA ergaben. Das ist laut den Autoren der Studie die obere Grenze der Effektivität von Chemotherapie.
Wenn man sich die komplexen Zusammenhänge überlegt, die zu so einer starken Dysbalance führen wie bei einer Krebserkrankung, dann ist es auch kein Wunder, dass ein Senfgas Abkömmling – der selbst krebserregend ist – das Gleichgewicht nicht wiederherstellen kann.
Den logischsten Weg sehe ich in der Umkehr: den Nachschub an Giftstoffen in Nahrung, Zahnfüllungen, Körper”pflege”mitteln zurückfahren, ( Mikro- ) Nährstoffe und frische, ökologisch angebaute Nahrungsmittel erhöhen, Eustress erhöhen usw.
Quelle:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15630849
@ robiniawood
Sie interpretieren die Studienlage zum Thema Chemotherapie sehr selektiv und einseitig, wenn Sie nur auf die Studie von Morgan, Wart und Barton (2004) abstellen.
Wikipedia schreibt zu dieser Studie:
„ Die Wirksamkeit einer Chemotherapie hängt sehr stark von der Art des Tumors und seines Stadiums ab. Während es sehr viele Studien zu der Wirkung spezifischer Zytostatika auf entsprechende Tumorarten gibt, existiert bisher lediglich eine einzige Metastudie, welche den Nutzen der Chemotherapie bei allen Krebsfällen untersucht. Laut dieser wird der Gesamtbeitrag adjuvant angewandter zytotoxischer Chemotherapien zur Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Erwachsenen auf 2,3 % in Australien und 2,1 % in den USA geschätzt. Die Studie bestätigt jedoch auch, dass bei bestimmten Krebsarten wie z. B. Hodenkrebs, Hodgkin-Lymphomen oder Zervixkarzinomen eine adjuvant angewandte Chemotherapie eine um zehn bis 40 Prozent verbesserte Prognose bringt.“
Die Studie weißt einige gravierende Schwachpunkte auf. Beispielsweise wurden Tumorarten, bei denen Chemotherapie schlecht wirkt, übergewichtet, während Krebsarten, bei denen Chemotherapie erfolgreiche ist (z. B. Leukämien) darin nicht vorkommen. Siehe dazu bei Wikipedia:
„ Die Studie wurde von australischen Onkologen stark kritisiert. Die Autoren haben die verschiedenen Krebsarten nicht gewichtet (die Fallgruppe der Krebsarten bei welchen die Chemotherapie schlecht wirkt und somit oft auch nicht angewendet wird ist am größten) und es gibt methodische Mängel. Bei Anwendung sauberer Methodik würde aus dem gleichen Datenmaterial die Effektivität auf sechs Prozent über alle Fälle steigen. Außerdem wurden einige Krebsarten, welche hauptsächlich durch Chemotherapie behandelt werden (z. B. Leukämie) und dort sehr effektiv sind, nicht betrachtet. Mittlerweile sind die Daten auch veraltet, da sie aus den 1990er Jahren stammen. Da die Wirkung einer Chemotherapie von der Art des Tumors abhängig ist, ist ein solcher Zusammenwurf aller Tumorarten nicht zielführend, da es nichts über den Einzelfall aussagt.
Tatsache ist, dass hochwirksame Zytostatika dazu beigetragen haben, die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate bei bestimmten Krebsarten in den letzten 20 Jahren signifikant – mit verbesserten Prognosen im zweistelligen Prozentbereich – zu erhöhen. Dies gilt einerseits bei der adjuvanten Anwendung beispielsweise bei Brustkrebs, Hodenkrebs und Lungenkrebs, sowie andererseits bei der primären Anwendung der Chemotherapie als Mittel der ersten Wahl, wie beispielsweise bei Hodgkin-Lymphomen und Leukämie.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chemotherapie#Wirksamkeit
Weitere Kritik an der Studie von Morgan et. al. hier:
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Germanische_Neue_Medizin#Angaben_von_Graeme_Morgan_et_al._aus_dem_Jahr_2004
Zum Stellenwert der Chemotherapie siehe auch:
http://www.krebsinformation.de/themen/behandlung/chemotherapie-stellenwert.php
Einig sind wir uns wahrscheinlich darin, dass Chemotherapie nicht den ultimativen Sieg über Krebs bringt. Es gibt mit Chemotherapie gewisse Erfolge, bei bestimmten Tumorarten, in bestimmten Stadien, unter Inkaufnahme von mehr oder weniger starkt ausgeprägten Nebenwirkungen.
Daher ist immer ein Abwägen im individuellen Fall nötig.
Sie weisen noch darauf hin, dass Chemotherapeutika aus Senfgas entwickelt wurden. Offenbar sind die ersten Chemotherapeutika entwickelt worden aufgrund der Beobachtungen an Senfgas-Verletzten, bei denen sich rasch teilende Zellen besonders stark geschädigt wurden:
„Die Erfahrungen mit der die Zellteilung hemmenden Wirkung von Schwefellost führten dazu, dass nach dem Ersten Weltkrieg die ersten Zytostatika auf der Basis von Stickstofflost entwickelt und in der Krebstherapie eingesetzt wurden. Allerdings waren die originalen Kampfstoffe für die medizinische Verwendung noch viel zu giftig. Beispiele für erfolgreiche Krebsmedikamente auf Lost-Basis sind Cyclophosphamid, Ifosfamid, Melphalan und Chlorambucil.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Loste#Toxizit.C3.A4t
Sie stellen die Situation auch hier sehr selektiv dar, wenn Sie weglassen, dass für die Entwicklung der Chemotherapeutika weniger giftige Stickstoffloste verwendet wurden:
„ Während des Ersten Weltkriegs stellten Ärzte fest, dass der Kampfstoff Schwefel-Lost (Senfgas) antiproliferative (wachstumshemmende) Wirkung hat. Nach dem Krieg wurde der weniger giftige Stickstoff-Lost (= Mechlorethamin) entwickelt und um 1942 als erstes Zytostatikum in der Medizin eingesetzt. Bis heute ist Stickstoff-Lost in den USA zugelassen und seine Derivate sind in zahlreichen modernen Behandlungsschemata enthalten.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zytostatikum
Sie reduzieren die Chemotherapeutika zudem auf die „Senfgas-Schiene“. Es gibt viele neuere Chemotherapeutika, die ganz anderen Ursprungs sind und zum Teil auch auf Naturstoffen basieren (z. B. Taxol aus der pazifischen Eibe).
Warum stellen Sie die Lage derart verzerrt dar?
Sie schreiben, ein Mangel an Chlordioxid sei genauso schwer vorstellbar wie ein Mangel an Chemotherapeutika.
Aber es hat doch zumindestens bei den Chemotherapeutika niemand ernsthaft behauptet, Krebs entstehe durch einen Mangel an Chemotherapeutika und die Chemotherapie sei infolgedessen eine Substitutionstherapie.
Chemotherapeutika dienen auch nicht primär der Wiederherstellung eines Gleichgewichts. Es sind doch schlicht aggressive Substanzen, die aggressiv sich vermehrende Tumorzellen töten sollen. Im glücklichen Fall kann der betroffene Organismus das Gleichgewicht selber wieder herstellen, nach dem der Tumor eliminiert ist.
Sie gehen offenbar davon aus, dass Krebs durch psychische Einflüsse („Disstress“, „seelischer Schmerz“) oder durch Giftstoffe ausgelöst wird.
Dass seelische Belastungen und Konflikte Krebs auslösen, hat sich in Studien nicht bestätigt. Dass dagegen gewisse chemische oder physikalische Noxen Krebs auslösen können, ist gut belegt. Allerdings kann man als Mensch diesen schädlichen Einflüssen nicht immer ausweichen (z. B. Feinstaub). Sie lassen auch hier eine ganze Reihe von anderen Auslösern für Krebserkrankungen weg (z. B. genetische Einflüsse, Viren).
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Krebs_(Medizin)#Theorien_zu_Krebsausl.C3.B6sern
Gesund leben ist gut als Krebsprävention, doch gibt auch das keinen vollständigen Schutz vor Krebs. Krebs kann jeden und jede treffen. Und in den meisten Fällen ist die Ursache nicht mit Sicherheit feststellbar.
Das ist einerseits bedrohlich, andererseits ist diese Erkenntnis aber auch die Basis für Solidarität zwischen den Menschen.
Martin Koradi
@ birgit
So so, „besserwisserische aggressive Klugscheisser“? – Wer ist denn da aggressiv? Beschimpfungen! Wo bleibt Ihre Contenance? Sie urteilen wahnsinnig schnell, wenn es um Menschen geht, die sie gar nicht kennen. Wie ENTSCHEIDEN Sie denn, ob „es“ was für Sie ist? Wie beurteilen Sie das ERGEBNIS? Auch so vorschnell, oberflächlich und „spontan“? – Schon mal gehört, dass Menschen ziemlich anfällig sind für Selbsttäuschung? Vor allem wenn sie isoliert und ganz auf sich selber bezogen urteilen. Eine diskursive Auseinandersetzung mit Argumenten anderer Menschen könnte ein gewisser Schutz vor Selbsttäuschung sein und aus dem “Ich-Kokon” herausführen.
Hier ein paar Tipps:
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/12/20/pflanzenheilkunde-komplementarmedizin-vom-wert-des-zweifels.html
http://www.phytotherapie-seminare.ch/docs_db/115540_Natuerlich-warum-wir-gesund-werden.pdf
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/03/22/komplementarmedizin-wer-heilt-hat-recht-2.html
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2009/01/23/naturheilkunde-braucht-sorgfaeltigeren-umgangn-mit-erfahrung.html
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2010/10/02/naturheilkunde-erfahrung-genugt-nicht-als-begrundung.html
Hallo zusammen,
sehr interessiert verfolge ich ihre Diskussion.
Als erstes möchte ich nochmal darauf hindeuten, dass ich mich für Jeden freue, der durch MMS geheilt wurde.
Dennoch bin ich überzeugt, dass dies hauptsächlich andere Gründe hatte und nichts mit der direkten Wirkung von Chlordioxid auf den Körper hat. Aber dies ist schließlich meine eigene Meinung, die sich auf biochemisches und medizinisches Wissen stützt, dass ich im Laufe meinen Studiums gesammelt habe und ich verlange von Niemandem, dies als einzige und wahrhaftige Wahrheit zu sehen.
Dennoch möchte ich meine Meinung hier äußern.
Ich finde es erstaunlich wie manche Personen MMS glorifizieren und verteidigen. Es erinnerte mich irgendwie von Anfang an stark an Scientology
Naja, egal.
Ich möchte die MMS Aktivisten doch gerne fragen, wie sie sich den die Wirkung vorstellen und vlt. mal die Behandlung mit ihren Vor- und Nachteilen beschreiben.
Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass ich ein Desinfektionsmittel schlucke, dass in gleicher Konz. schon im Trinkwasser vorhanden ist und ich plötzlich alle meine Krankheiten loswerde.
Aber wirklich Interessant ist doch die Frage, wie es das Oxidationsmittel schafft zwischen den “guten” und den “bösen” Zellen zu unterscheiden?? Meines Wissens wirkt Chlordioxid aufgrund seiner oxidativen Wirkung bakterizid, fungizid und viruzid. Oxidationsmittel oder allgemein Redoxmittel “denken” nicht und können erst recht nicht unterscheiden was für eine Zelle es gerade oxidiert.
Es gibt unzählige Fakten, die eher gegen, den medizinischen Gebrauch von MMS sind, als für.
Auch die Langzeitfolgen dürfen (aufgrund der Entstehung von Polychlorierten Kohlenwasserstoffen und der Oxidation von Aminosäuren/Proteinen) nicht vernachlässigt werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Grignard
@ Grignard
Ihre Frage, wie das Oxidationsmittel zwischen “guten” und “bösen” Zellen unterscheiden können soll, trifft einen zentralen Punkt. Dieser Kritikpunkt ist wichtig für Leute, die sich ein eigenes fundiertes Urteil zum Miracle Mineral Supplement (MMS) bilden wollen.
MMS-Anhängerinnen und MMS-Anhänger, die MMS als Wunderheilmittel für alles und jedes sehen, beeindrucken solche Argumente allerdings kaum. Bei ihnen sehe ich oft so etwas wie einen “Erlebnisfundamentalismus” – das eigene Erleben mit MMS wird absolut gesetzt im Sinn von “Wer heilt hat Recht”. Es dreht sich dann alles um die eigene Erfahrung, wobei jedes Bewusstsein dafür fehlt, dass Erfahrung auch täuschen kann. Beispielsweise, weil für eine Besserung verschiedenste Faktoren verantwortlich sein können und die Zuschreibung der Heilung oder Besserung auf das Konto von MMS vorschnell erfolgt.
Dem liegt oft ein post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss zugrunde.
Siehe:
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2010/11/28/komplementarmedizin-wer-heilt-hat-recht.html
(zum post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss)
Ausserdem:
http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/03/22/komplementarmedizin-wer-heilt-hat-recht-2.html
http://www.phytotherapie-seminare.ch/docs_db/115540_Natuerlich-warum-wir-gesund-werden.pdf
@ Martin Koradi
es ist doch gar nicht nötig für krebserzeugende Chemotherapeutika ein zu treten, wenn es genügend Therapiemöglichkeiten mit Pflanzen und Pflanzentrakten gibt. Vor allem mit wesentlich geringeren Gefahren unerwünschter Wirkungen.
Ich meine damit nicht die patentierten Pharmazeutika, die Substanzen enthalten, die vor der chemischen Veränderung in einer Pflanze vorgekommen sein können, sondern Pflanzen und Pflanzenteile als solche.
Worüber wir uns einigen müssten: ist der Tumor der Krebs oder ist der Tumor nur ein Symptom der Krebserkrankung? Ein Symptom, das sich die Medizinindustrie als Maßstab für die “Wirksamkeit” von Therapieformen herausgegriffen hat?
Anders ist nicht zu erklären, dass eine “Behandlung” für erfolgreich erklärt wird, unter der der Tumor verkleinert wurde, der Patient aber starb.
Ich denke, den Patienten, denen Operation, Chemotherapie Bestrahlung und Hormone als Goldstandard verkauft werden, sollte gesagt werden, wie gering ihre Überlebenschancen sind, wenn diese vier auf sie angewendet werden, wie gering ihre Lebensqualität sein wird und dass damit nicht ihre Krebserkrankung geheilt wird.
Wikipedia ist für mich keine Referenz mehr, seit ich erfahren habe, was dort über das Lebenswerk einiger von mir sehr geschätzter Ärzte und Wissenschaftler behauptet wird. Der Nachkomme eines Wissenschaftlern beklagte, dass seine Texte über die Arbeit seines Vaters wieder und wieder von anderen Autoren umgeschrieben wurden.
Als Beispiel können Sie sich durchlesen, was im englischsprachigen wiki über ‘orthomolecular medicine’ steht.
Auch esowatch ist für mich kein Ort, um ungewichtete Informationen zu erhalten, seit ich gelesen habe, wie von dort aus mit Querdenkern umgegangen wird.
Die Studie, die ich oben zitiert habe, hat akribisch genau alle randomisierten klinischen Studien in Australien und den USA erfasst, die von einer statistisch signifikanten Verlängerung der 5-Jahre-Überlebenszeit nach der Anwendung von Chemotherapeutika auf Malignome bei Erwachsenen berichteten.
Wenn Sie weitere Informationen über die ( nicht vorhandene ) Heilkraft von Chemotherapeutika suchen, dann empfehle ich die Arbeit von Dr. Ulrich Abel “Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome”.
Die sogenannten Aidspatienten der ersten Stunde starben alle an den Folgen der Chemotherapie, die sie erhielten. Grund: die Mittel waren viel zu hoch dosiert. Heute überleben mehr Menschen den Medikamentencocktail, auch wenn einige von ihnen genau die Symptome entwickeln, die der Aids-Erkrankung zugeschrieben werden – weil die Medikamente niedriger dosiert werden.
Wie Studien durchgeführt worden sein sollen, in denen nachgewiesen werden konnte, dass ein Leben unter lang andauerndem emotionalem Stress nicht an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt sein kann, würde ich gern erfahren.