Archive for August, 2010

[Buchtipp] Tierspuren. BLV Bestimmungsbuch, Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere, von Preben Bang, Preben Dahlström

Freitag, August 27th, 2010

Verlagbeschreibung:

Die Spuren heimischer Tiere erkennen und bestimmen – mit Informationen und Details, die jeden Spaziergang zur Entdeckungsreise machen.

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Kommentar:

Tierspuren

Manchmal zeigen sich beim Gang durch die Natur kaum Tiere. Das kann zum Beispiel mit der Jahreszeit, der Tageszeit oder den Witterungsverhältnissen zusammenhängen. Auch sind viele Tiere ausschliesslich nachtaktiv oder so scheu, dass sie sich beim Näherkommen von Menschen zurückziehen. Praktisch immer belegen dann aber Spuren die Anwesenheit von Tieren.

Heilpflanzen und Wildblumen kann man leicht beobachten und sich an ihnen freuen, weil sie bekanntlich dort bleiben müssen, wo sie einmal Wurzeln geschlagen haben. Tiere aber flüchten oft rasch, kaum dass wir sie gesehen haben. Bei der Suche und Interpretation von Spuren können wir uns jedoch Zeit lassen. Das ist vor allem auch eine spannende Angelegenheit mit Kindern. Das Tierspuren-Buch ist darum allen Eltern und allen naturverbundenen Menschen zu empfehlen.

Das Buch von Bang & Dahlström ist ein bewährter Klassiker (1. Auflage 1973). Es zeigt und erklärt Fussspuren von Säugetieren und Vögeln, Frassspuren an Holzpflanzen, Früchten (z. B. Nüsse) und Sämereien (z. B. Zapfen) sowie Kräutern.

Dargestellt werden zudem Kotspuren und Gewölle.

„Tierspuren“ enthält gute Zeichnungen und Fotos sowie verständliche, informative Texte. Ein anregender Begleiter für Beobachtungen in der Natur.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen

[Buchtipp] Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas, Extra: Süßwasserkrebse, Asseln und Tausendfüßer — von Heiko Bellmann

Freitag, August 27th, 2010

Verlagsbeschreibung

Der umfassende Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas von Heiko Bellmann ist das Standardwerk zu den europäischen Spinnen- und Krebstieren und erscheint nun als aktualisierte und preisgünstige Sonderausgabe. Der mit über 1000 fesselnden Makroaufnahmen reich bebilderte Band stellt die wichtigsten europäischen Spinnen- und Krebstiere vor: Spinnen, Skorpione und Pseudoskorpione, Weberknechte, Milben, Krebse, Asseln und Tausendfüßler. Mit der Abstammung der Spinnen und ihren typischen Lebensräumen, Körperbau, Netzarten und -konstruktion, Paarungsvorgang, Kokonbau, der Brutpflege und ihren Feinden beschäftigt sich die Einführung. Ein doppelseitiger Bildschlüssel erleichtert die sichere und schnelle Bestimmung der verschiedenen Spinnenfamilien. Der Hauptteil des Buches beschreibt die 380 wichtigsten Spinnenarten und 70 sonstige Spinnentiere ausführlich in Wort und Bild und anhand von übersichtlichen Strichzeichnungen. Das nützliche Glossar erklärt alle verwendeten Fachausdrücke.  Zum Shop

Kommentar:

Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas

Spinnen haben keine Lobby. Manche Menschen reagieren auf sie mit Angst, anderen sind sie gleichgültig. Spinnenfreunde oder –freundinnen dagegen sind ausgesprochen seltene Exemplare. Das ist schade, denn Spinnen sind eigentlich sehr faszinierende Lebewesen. Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir: Wer sich für Heilpflanzen und Wildblumen in der Natur interessiert, wird zwischen den Pflanzen immer wieder auf faszinierend gebaute Spinnennetze treffen. Irgendwann realisiert man dann, dass es ganz verschiedenen Netztypen gibt, staunt über diese Kunstwerke und fängt an, sich auch für die Erbauerinnen zu interessieren. Befasst man sich nun ein bisschen näher mit dem Leben der Spinnen, tut sich eine ganz neue Welt auf. Nicht nur der Netzbau, auch das Balz-, Paarungs- und Jagdverhalten der Spinnen sind sehr bemerkenswert.

Der Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas vermittelt Einblicke in die Welt der Spinnen und ich kenne kein Buch, das dafür besser geeignet wäre. Niemand wird mit diesem Buch zum Spinnenspezialisten, aber darum geht es meiner Ansicht nach auch gar nicht. Vielmehr geht es darum, mehr zu wissen über Tiere, mit denen wir eng zusammenleben, ohne sie auch nur ansatzweise zu kennen.

Dem Autor Heiko Bellmann gelingt es, mit hervorragenden Bildern und spannenden, fundierten und zugleich verständlichen Texten Spinnen Europas vorzustellen. Darunter sind viele Spinnenarten, die wir in Haus und Garten oder auf Wanderungen in der Natur antreffen können. Spinnenarten mit auffälligen und charakteristischen Merkmalen wird man mit dem Spinnenatlas bestimmen können, beispielsweise Kürbisspinnen, Wespenspinnen, Grüne Huschspinnen oder Eichblatt-Radspinne. Andere Spinnen lassen sich mindestens einer Familie zuordnen, wie die Krabbenspinnen oder Wolfspinnen.

Den Schluss des Buches bilden bemerkenswerte Abschnitte über Tausendfüsser und Krebstiere. Für diese Tiergruppen gibt es meines Wissens keine populären Bestimmungsbücher und auch hier bietet der Spinnen-Atlas bemerkenswerte Qualität.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturexkursionen.

[Buchtipp] Fliegen und Mücken. Sauers Naturführer, Nach Farbfotos erkannt. Wiss. Beratung Wolfgang Schacht — von Frieder Sauer

Freitag, August 27th, 2010

Verlagsbeschreibung:

 Keine vorhanden.

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Kommentar:

Fliegen und Mücken

Ein Buch über Fliegen und Mücken – wer interessiert sich denn für so was?

Abgesehen vielleicht von den Wanzen gibt es wohl keine Insektengruppe, die einen desolateren Ruf hat. Diesen schlechten Ruf verdanken die Fliegen und Mücken allerdings nur wenigen lästigen oder gefährlichen Arten. Es gibt in Mitteleuropa aber etwa 8000 (!) verschiedene Arten von Fliegen und Mücken. Viele dieser Arten spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem: als Nahrung für Fische und Vögel, als Humusbildner zum Beispiel bei der Zersetzung von Kuhfladen, als natürliche Feinde von Raupen, Blattwespenlarven und Schnecken, als Bestäuber von Obstblüten und Blumen. In den alpinen Regionen beispielsweise sind viele Fliegen gebirgstauglicher als Bienen und übernehmen dort wichtige Funktionen als Bestäuber. So hat sich zum Beispiel das Edelweiss geradezu auf Fliegen als Gäste spezialisiert. Im Bereich der Heilpflanzen treffen wir Fliegen vor allem als Blütenbesucher auf Doldenblütlern wie Kümmel, Bibernelle oder Engelwurz. Doldenblütler bieten den Nektar sehr offen an, so dass auch Fliegen mit ihren kurzen Rüsseln zum Zug kommen.

Und ob Sie es glauben oder nicht: Viele Fliegen und Mücken sind auch schlicht ein ästhetischer Genuss, wenn man sie von nah anschaut, zum Beispiel mit einem Binocular-Mikroskop.

Sauers Naturführer Fliegen und Mücken ist ein guter Einstieg in diese den meisten Menschen total unbekannte Welt.

Einleitend werden die 45 (!) wichtigsten Familien der Fliegen & Mücken vorgestellt und erklärt. Dazu gehören zum Beispiel:

Waffenfliegen, Bremsen, Ibisfliegen, Schnepfenfliegen, Stinkfliegen, Stilettfliegen, Raubfliegen, Netzfliegen, Wollschweber, Tanzfliegen, Langbeinfliegen, Schwebfliegen, Dickkopffliegen, Schmuckfliegen, Bohrfliegen, Baumfliegen, Schwingfliegen, Schneckenfliegen, Minierfliegen, Halmfliegen, Dungfliegen, Salzfliegen, Taufliegen, Lausfliegen, Kotfliegen, Blumenfliegen, Echte Fliegen, Schmeissfliegen, Fleischfliegen, Raupenfliegen, Rachenbremsen, Dasselfliegen, Schnaken, Stelzmücken, Wintermücken, Schmetterlingsmücken, Stechmücken, Büschelmücken, Gnitzen, Zuckmücken, Kriebelmücken. Haarmücken, Fenstermücken, Langhornmücken, Pilzmücken, Dungmücken, Gallmücken.

Genug?

Sauers Naturführer stellt aus dieser grossen Vielfalt wichtige und auffallende Vertreter der Fliegen und Mücken mit Foto und Text vor.

Dabei darf man allerdings als Neuling in der Welt der Fliegen und Mücken nicht die Erwartung haben, mit einem solchen Buch nun jedes Tier aus diesem Bereich eindeutig bestimmen zu können. Wer die Fliegen und Mücken bestimmungsmässig im Griff haben will, muss sich sehr intensiv mit ihnen befassen und sich auf dieses Gebiet spezialisieren. Hier helfen dann die Entomologischen Gesellschaften und Vereine weiter. Für den Anfänger und die Anfängerin ist dagegen schon interessant, verschiedene Fliegenfamilien auseinander zu halten. Oder noch banaler: Was unterscheidet Fliegen und Bienen in ihrem Aussehen und Verhalten, in ihrer Lebensweise?

Solche Differenzierungen sind immer auch eine gute Schulung für das Auge, ein Reiz genauer hinzusehen, als wir das normalerweise täten.

Für solche ersten Schritte ist Sauers Naturführer Fliegen und Mücken gut geeignet – Sie können sich solche ersten Unterscheidungen aber auch gerne von mir auf Exkursionen zeigen lassen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen

[Buchtipp] Der Kosmos Libellenführer. Kosmos Naturführer, Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen — von Heiko Bellmann

Freitag, August 27th, 2010

Verlagsbeschreibung

Libellen zählen zu den faszinierendsten und farbenprächtigsten Insekten überhaupt. In diesem Naturführer werden 85 Libellenarten Mitteleuropas mit wissenschaftlichem Bestimmungs- und Larvenschlüssel beschrieben. Zum Shop

Kommentar:

Libellen

Libellen faszinieren vor allem durch ihre Flugkünste. Dass sie den grössten Teil ihres Lebens als räuberische Larve im Wasser verbringen, ist dagegen vielen Menschen nicht bekannt. Ein Tier also, das zuerst perfekt ans Wasser und dann perfekt an die Luft angepasst ist. Die Übergangsphase, das Schlüpfen der Libellen, ist eine spannende Angelegenheit und beeindruckt die Zuschauenden immer wieder.

Aber auch das Jagd- und Paarungsverhalten der Libellen ist interessant. Bellmann beschreibt die Lebensweise der Libellen und stellt 85 Libellenarten mit Fotos und Text genauer vor. Das sind gerade auch die Arten, die man in Mitteleuropa antreffen kann. Verglichen mit anderen Insektenordnungen ist also die Zahl der Libellen sehr begrenzt. Dadurch kann man hier als Neuling relativ schnell einen grösseren Teil der Arten in der freien Natur zu erkennen lernen. Dabei hilft das Buch „Libellen“ von Heiko Bellmann. Weil es zudem bezüglich Gewicht und Format handlich ist, eignet es sich gut zum Mitnehmen bei Wanderungen rund um Teiche, Weiher, Seen und Bäche.

Martin Koradi, Dozent für Pflanzenheilkunde / Phytotherapie, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen

[Buchtipp] Die Heuschrecken der Schweiz, Von Bertrand Baur, Christian Roesti

Freitag, August 27th, 2010

Verlagsbeschreibung

Die Heuschrecken der Schweiz> ist ein Exkursionsführer und Nachschlagewerk, in dem erstmals alle Heuschreckenarten der Schweiz umfassend dargestellt werden. Es deckt zudem 90% der Arten Deutschlands und 75% derjenigen Österreichs ab. Ein mit 350 Zeichnungen illustrierter Schlüssel erlaubt die exakte Bestimmung im Feld, mehr als 300 Farbfotos zeigen Männchen und Weibchen sämtlicher Arten und ihre Lebensräume. Die Verbreitungskarten basieren auf den neuesten Daten des Centre suisse de cartographie de la faune (CSCF). Der Text enthält wichtige Angaben zu Kennzeichen, Gesang, Biologie und Lebensräumen. Das Buch richtet sich sowohl an interessierte Laien als auch an Biologen und im Naturschutz tätige Personen. Die Autoren beschäftigen sich seit 20 Jahren mit den Heuschrecken der Schweiz und haben sie auf vielen Exkursionen beobachtet und fotografiert.  Zum Shop

Kommentar:

Die Heuschrecken der Schweiz

 Dieses Buch ist eine gute Einführung in die Welt der Heuschrecken. Es beschreibt Körperbau, Gesang, Ernährung, Fortpflanzung und Entwicklung der Heuschrecken, dazu ihre Feinde, ihre Lebensräume, ihre Gefährdung. Dann werden alle 106 Heuschreckenarten der Schweiz mit Fotos und Text vorgestellt. Ich persönlich ziehe als Bestimmungsbuch in der Natur den „Bellmann“ aus dem Kosmos-Verlag vor, die Bestimmungstexte sind für mich griffiger und das Buch handlicher. Der grosse Vorteil von „Heuschrecken der Schweiz“ ist aber, dass es zu jeder Heuschreckenart eine Verbreitungskarte gibt. Darin ist aufgeführt, in welchen Regionen der Schweiz die betreffende Heuschreckenart vorkommt. Das ist eine grosse Hilfe bei der Bestimmung, weil sich so der Kreis der in Frage kommenden Arten eingrenzen lässt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen
www.phytotherapie-seminare.ch

[Buchtipp] Der Kosmos Heuschreckenführer. Kosmos-Naturführer, Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen — von Heiko Bellmann

Freitag, August 27th, 2010

Verlagsbeschreibung

 Dieser ehemalige Titel aus dem Naturbuch-Verlag war eines der wichtigsten Bestimmungsbücher für Biologen, Studenten und Kartierer.

Es war das erste und einzige Heuschreckenbuch, das die Bestimmung der vielen Arten im Gelände überhaupt möglich gemacht hatte und wurde in einige Sprachen übersetzt Seit die Naturbuchreihe nicht mehr erhältlich ist, fehlt so ein Buch im deutschsprachigen Raum, da die Heuschrecken immer noch zu einer der wichtigsten und auffälligsten Tiergruppen bei den Kartierern und Planern gehören, da sie großes Aussagekraft über die biologische Qualität eines Biotops bzw. einer Landschaft haben.

Beschrieben werden 225 Heuschreckenarten: alle Mitteleuropas (160) und viele südliche Arten. Zum Shop


Kommentar:

Der Kosmos Heuschreckenführer

Von Heuschrecken haben die meisten Menschen nur ganz vage Vorstellungen.

Das ist schade, denn die Welt der Heuschrecken ist sehr spannend. Wir können Heuschrecken fast in allen Lebensräumen begegnen, auch im Garten und in den Städten – dort singt in warmen Sommernächten das Grüne Heupferd. Der Heuschreckenführer von Heiko Bellmann ist ein guter Einstieg in die Welt der Heuschrecken. Fotos und Texte ermöglichen es auch dem Anfänger und der Anfängerin, häufige und typische Arten zu erkennen. Bellmann beschreibt 225 Heuschreckenarten, darunter alle 160 Arten (!), die in Mitteleuropa vorkommen.

Der Spätsommer und der Herbst ist die Zeit der Heuschrecken.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen

[Buchtipp] Bienen,Wespen, Ameisen. Kosmos-Naturführer, Hautflügler Mitteleuropas. 130 Arten von Heiko Bellmann

Donnerstag, August 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

Bienen, Wespen und Ameisen gehören zu den bekanntesten Hautflüglern, den “Stechwespen”. Von fleißigen Honiglieferanten bis zu den staatenbildenden Ameisen faszinieren diese Tiere alle durch ihr besonderes Verhalten bei Nestbau und Brutpflege.

* faszinierende Vielfalt: 130 verschiedene Bienen, Wespen und Ameisen

* interessante Zusatzinfos: andere Arten wie Pflanzenwespen, Schlupf- und Gallwespen

* umfassend: sowohl allgemein verbreitete Arten als auch gefährdete Seltenheiten

* brillant: viele großformatige Farbfotos zeigen faszinierende Verhaltensweisen

* praktisch: Tipps zur Beobachtung, Fotografie und Ansiedlung im Garten Das konkurrenzlose Standardwerk zu den Bienen, Wespen und Ameisen Mitteleuropas! Zum Shop


Kommentar:

Bienen, Wespen, Ameisen

Bienen? Darunter versteht man ja in aller Regel einfach die Honigbiene. Ich jedenfalls habe die längste Zeit gar nicht gewusst, dass es noch andere Bienenarten gibt. Und Sie?

Dabei gibt es mehrere hundert Arten von Wildbienen. Die meisten davon leben einzeln und nicht als Volk. Und sie haben sehr unterschiedliche und faszinierende Lebensweisen.

Auch die friedlichen Hummeln zählen zu den Bienen.

Bei den Wespen dasselbe: Nur einige wenige Arten können uns lästig werden – und bestimmen das negative Image dieser Insektengruppe. Aber auch hier gibt es zahlreiche einzeln lebende Arten, die wir im Alltag kaum wahrnehmen.

Heiko Bellmann gelingt es mit diesem Buch, die Leserinnen und Leser mit informativen Texten und faszinierenden Fotos in die Welt der Bienen, Hummeln, Wespen und Ameisen einzuführen. Dadurch wird noch niemand zum Spezialisten, der jede Bienen- oder Wespenart bestimmen kann. Aber etwas vertrauter werden mit dieser Wunderwelt lohnt sich, gerade auch, wenn man sich für Wildpflanzen und Heilkräuter interessiert. Zwischen Pflanzen und Insekten gibt es ja sehr enge Beziehungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen

[Buchtipp] Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft, Honigbienen, Hummeln, Solitärbienen, Wespen, Hornissen — von Helmut Hintermeier

Donnerstag, August 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

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Kommentar:

Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft

Dieses kleine Buch handelt von einer Welt, die den meisten Menschen völlig unbekannt, aber zugleich äusserst nah ist. Bienen? Da denken wir doch an unsere liebe und fleissige Honigbiene. Dabei gibt es in Mitteleuropa über 500 weitere Bienenarten. Die meisten dieser Wildbienenarten leben einzeln. Sie bauen ihre Brutröhren zum Beispiel in hohlen Stängeln oder in leeren Schneckenhäuschen und sind für die Pollenernte zum Teil auf eine ganz bestimmte Pflanzenart spezialisiert. Dieses Buch gibt einen faszinierenden Einblick in die Vielfalt der Wildbienen, schildert aber auch detailliert die Lebensweise der Honigbiene.

Ein spezielles Kapitel ist den Hummeln gewidmet. Wer weiss schon, dass in der Schweiz 31 Hummelarten fliegen und wie sie leben. Und die Wespen: Nur zwei Wespenarten sind es, die uns im Gartenrestaurant und auf der Terrasse lästig werden, die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Mit allen anderen ist eine friedliche Koexistenz problemlos möglich, wenn man sie in Ruhe lässt. Für Deutschland rechnen die Fachleute mit 630 Wespenarten, in der Schweiz dürfte die Zahl in einem ähnlichen Bereich liegen. Auch die Wespen sind mit ihren zu Teil sehr komplexen und faszinierenden Lebensweisen hoch interessant.

Niemand wir mit diesem Buch vom Anfänger zum Bienen-, Hummeln- oder Wespenspezialisten. Helmut und Margrit Hintermeier schaffen es aber exzellent, dem interessierten Laien erste Schritte zum besseren Verständnis dieser Tiere zu ermöglichen, so dass in der Natur zumindestens die grösseren Gruppen unterschieden und damit wohl auch erst gesehen werden können. Das ist bereichernd für unser Naturerleben.

Ausführlich und anregend geht das Buch auch auf den Schutz und die Förderung von Bienen, Hummeln und Wespen im Garten und in der Landschaft ein (Nisthilfen, Futterpflanzen). Wer sich mit Heilpflanzen und Wildblumen befasst, dem bietet das Buch auch spannende Informationen zum Zusammenspiel zwischen Pflanzen und Insekten. 130 Farbfotos, 28 Zeichnungen und 7 Farbtafeln illustrieren das Werk vorzüglich.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen.

[Buchtipp] Schmetterlinge, Tagfalter der Schweiz, von Thomas Bühler-Cortesi

Donnerstag, August 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

 Mit diesem Band ist nun erstmals ein handliches Bestimmungsbuch für die Tagfalter der Schweiz erhältlich, das sämtliche Arten von der Alpensüdseite bis in den Jura vorstellt. Die über 200 Schmetterlingsarten sind – mit eindrücklichen und detailgenauen Farbzeichnungen – jeweils in Originalgröße abgebildet und die wichtigsten Bestimmungsmerkmale so hervorgehoben, dass ein rasches Bestimmen möglich ist. Zudem wird von jedem Falter auch ein Farbfoto der Raupe gezeigt. Knappe und fachkundige Texte zu den Merkmalen, den Futterpflanzen der Raupen und dem Lebensraum vermitteln ein umfassendes Bild der Art. Die Verbreitungskarte und eine Tabelle zur jahreszeitlichen Entwicklung von Eier, Raupe, Puppe und Falter ergänzen die wichtigen Informationen. Mit einer Auflistung der ähnlichen Arten und den jeweiligen Unterscheidungsmerkmalen wird das Schmetterlingsporträt abgerundet. Zum Shop

Kommentar:

Schmetterlinge – Tagfalter der Schweiz

Wer sich für Schmetterlinge interessiert, ist mit diesem Bestimmungsbuch sehr gut bedient. Dank handlichem Format und geringem Gewicht ist es ausgezeichnet geeignet als Begleiter auf Wanderungen in der Natur. Es überzeugt aber auch durch präzise Abbildungen und informative Texte. Verbreitungskarten der Schmetterlinge in der Schweiz erleichtern die Bestimmung.

Dem Verlag und dem Autor kann man zu diesem Werk nur gratulieren.

Wer sich umfassend über Lebensweise und Lebensräume der Tagfalter informieren will, greift besser zum Buch „Tagfalter und ihre Lebensräume“, das sich aber aufgrund von Gewicht und Format nicht als Naturführer im Freien eignet.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Naturkursen und Heilpflanzen-Exkursionen

[Buchtipp] Schmetterlinge und ihre Lebensräume Tagfalter und ihre Lebensräume, Band 1, Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz

Donnerstag, August 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

Das Leben der Schmetterlinge und ihre Entwicklung. Die Lebensräume. Der Rückgang der Schmetterlinge. Schutzmassnahmen.
Familien: Papilionidae (Ritter), Pieridae (Weisslinge), Nymphalidae (Edelfalter), Satyridae (Augenfalter), Lycaenidae (Bläulinge).
Umfang: Über 1300 Farbbilder, über 600 Strichzeichnungen, 25 Farbtafeln, XI + 516 Seiten. Zum Shop

Kommentar:

Tagfalter und ihre Lebensräume

Dieses Meisterwerk von einem Buch beschreibt die Tagfalter der Schweiz und ihre Lebensräume fundiert, umfassend und detailliert. Es entstand in jahrelangem Teamwork durch die führenden Schmetterlingskundler der deutschen Schweiz, wobei Fach- und Hobby-Lepidopterologen zusammenarbeiteten (Lepidopterologen = Schmetterlingskundler).

Das Buch stellt alle Lebensphasen der Tagfalter mit ausgezeichneten Fotos und Texten vor: Eier, Raupen, Puppen, Falter.

Auch die Gefährdung der Schmetterlinge, die Ansprüche an ihre Lebensräume und die wichtigen Futterpflanzen werden ausführlich erläutert.

Wer auf Heilpflanzen-Exkursionen mit offenen Augen unterwegs ist, begegnet immer wieder faszinierenden Tagfaltern. Ist nun das Interesse geweckt, bietet dieses Buch eine Fülle von spannenden Informationen über diese Tiere.

Allerdings eignet sich „Tagfalter und ihre Lebensräume“ nicht so gut als Bestimmungsbuch im Gelände, weil es ziemlich gross und schwer ist. Am Schluss des Buches werden aber alle Tagfalter der Schweiz übersichtlich mit Farbtafeln vorgestellt. Farbkopien von diesen Seiten lassen sich gut als Bestimmungshilfe mit ins Freie nehmen, wobei aber dann die präzise Beschreibung der Tagfalter fehlt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Leiter von Heilpflanzen- und Naturkursen