Archive for Juli, 2010

[Buchtipp] Der neue Kosmos Heilpflanzenführer, Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas – von Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Verlagsbeschreibung

Der Bestseller unter den Heilpflanzenführern – jetzt in erweiterter Neuauflage mit neuen Texten und neuer Bebilderung. Er beschreibt alle wichtigen bei uns verwendeten Heilpflanzen, einschließlich der zu Heilmitteln und homöopathischen Präparaten verarbeiteten Pflanzen. Die Kenntnisse über die Inhaltsstoffe und Namen der Arzneimittel sind auf dem neuesten Stand. Ein unentbehrlicher Führer für Natur- und Pflanzenfreunde, Pharmaziestudenten und Apotheker.

Prof. Dr. Peter Schönfelder studierte Biologie und Geografie und arbeitet an der Universität Regensburg als Dozent für Botanik. Seine Frau Ingrid Schönfelder studierte Pharmazie. Beide haben als Autorenteam bei Kosmos mehrere erfolgreiche Naturführer veröffentlicht. Zum Shop

Kommentar:

Der neue Kosmos Heilpflanzenführer

Ingrid und Peter Schönfelder ergänzen sich als Apothekerin und Botaniker perfekt als Autoren für ein solches Heilpflanzen-Buch. Das zeigt sich in phytotherapeutisch und botanisch fundierten Texten, auf die man sich verlassen kann. Dadurch wird dieses Buch zu einer guten Informationsquelle, wenn man kurz und prägnant Auskunft haben will über eine der über 600 beschriebenen Heilpflanzen oder Giftpflanzen. Es werden auch weniger gebräuchliche Heilkräuter beschrieben.

Die Pflanzen sind geordnet nach der Blütenfarbe und der Zahl und Anordnung der Kronblätter. Dadurch vermittelt der Heilpflanzenführer den Eindruck eines Buches zur Pflanzenbestimmung. Dazu scheint es mir allerdings weniger geeignet. Wenn jemand in der Natur eine Pflanze trifft und herausfinden möchte, wie sie heisst, dann ist ja noch nicht klar, ob es sich um eine Heilpflanze handelt. Ist es keine Heilpflanze oder Giftpflanze, wird man das Kraut im Heilpflanzenführer aber nicht finden. Daher empfehle ich als Bestimmungsbuch für AnfängerInnen ein Buch wie „Was blüht denn da?“, in dem auch Nicht-Heilpflanzen vorgestellt werden.

Die Anordnung nach Blütenfarben hat auch den Nachteil, dass dieses System weit entfernt ist von der therapeutischen Anwendung. Um eine gutes Verständnis für die Phytotherapie zu entwickeln, braucht man eine Anordnung nach Krankheitsbereichen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch


[Buchtipp] Richtiger Umgang mit pflanzlichen Arzneimitteln – von Reinhard Länger, Heinz Schiller,

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Verlagsbeschreibung

Der Großteil der pflanzlichen Arzneimittel wird von Patienten selbst – ohne ärztliche Verordnung – gekauft. Für all jene Personen, die Phytopharmaka selbst anwenden wollen oder gezielt Arzt oder Apotheker ansprechen wollen, bietet dieses Buch wissenschaftlich fundierte Informationen. Es ist kein weiteres “Kräuterbuch”, sondern legt die Vorteile und Grenzen der Therapie mit pflanzlichen Arzneimitteln dar.

Nach einleitenden Kapiteln werden alle Indikationsgebiete besprochen, in denen pflanzliche Arzneimittel sinnvoll eingesetzt werden können. Die Kapitel sind untergliedert in einen medizinischen (Funktion der betreffenden Organe, Krankheitssymptome, Grenzen der Selbstbehandlung) und einen pharmazeutischen Teil (Stellenwert der Phytotherapie, Pflanzen und ihre Wirkweise, einfache Hausmittel, empfehlenswerte Präparate aus Apotheke und Reformhaus).

Spezielle Kapitel (Schwangerschaft, Stillperiode, Kinder, …), Bewertungen von “Wundermitteln”, sowie Glossar, Adressteil und Register runden den Inhalt ab. TOC:Inhaltsverzeichnis

Wieso verwenden wir Pflanzen zum Heilen?.- Charakteristika,Vorteile und Grenzen der Phytotherapie.-Nervensystem, Gehirn.- Magen-Darm-Trakt.-Erkrankungen der ableitenden Harnwege.- Immunsystem und Infekte.- Husten.- Erkrankungen des Bewegungsapparates.- Herz, Kreislauf, Blutgefässe.- Frauenkrankheiten und Geburtshilfe.- Erkrankungen der Haut.- Chronische Müdigkeit und psychosomatische Erkrankungen.- Krebsbehandlung mit Pflanzen?.- Ist gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen? Krankheiten, die nicht mit Arzneipflanzen behandelt werden können.- Pflanzliche Neuheiten am Markt?.- Pflanzliche Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit.- Vital durch Kneipp. Zum Shop

Kommentar:

Gesundheit aus der Naturapotheke

Reinhard Länger ist Professor für Pharmakognosie (Heilpflanzenkunde) an der Universität Wien und ein profunder Kenner der Phytotherapie. Heinz Schiller ist Arzt. Das österreichische Autoren-Duo hat ein gut verständliches und fachlich sehr fundiertes Buch geschrieben. Informativ ist das einführende Kapitel über „Charakteristika, Vorteile und Grenzen der Phytotherapie“. Hier wird beispielsweise erklärt, wodurch sich die Phytotherapie von anderen Therapieformen unterscheiden wie Homöopathie, Bach-Blüten-Therapie, Aromatherapie, Anthroposophischer Medizin, Spagyrik oder Hildegard-Medizin. Auch wird der Weg beschrieben von der Pflanze zum Arzneimittel.

Das Buch enthält einen ausführlichen und sorgfältigen Organsystemteil, in dem die Krankheiten beschrieben und die dazu passenden Heilpflanzen erwähnt werden. Eher knapp gehalten sind die Einzelbeschreibungen der Heilpflanzen. Ein separater Bildteil stellt die Heilkräuter mit ausgezeichneten Fotos vor. Von den erwähnten pflanzlichen Arzneimitteln sind die meisten nur in Österreich oder allenfalls in Deutschland erhältlich..

Sehr empfehlenswert, wenn Sie sich ohne medizinische Grundkenntnisse für Pflanzenheilkunde interessieren. Das schliesst aber natürlich nicht aus, dass Personen mit solchen Vorkenntnissen von diesem Heilpflanzen-Buch da und dort auch profitieren könnten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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[Buchtipp] Grüne Apotheke, Selbstbehandlung mit pflanzlichen Heilmitteln und – tees. Ausführliches Beschwerdekapitel, über 100 Pflanzensteckbriefe. Mit wissenschaftlich abgeschichterten Empfehlungen – von Jörg Grünwald, Christof Jänicke

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Verlagsbeschreibung

Gegen (fast) jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen” – man muss nur wissen welches. Doch dabei hilft nun das moderne Standardwerk zur Kräuterheilkunde, in dem neben traditionellen Heiltees auch wirksame pflanzliche Präparate empfohlen werden.Die “Grüne Apotheke” bietet einen Überblick über die Geschichte der Kräuterheilkunde und die Entwicklung der modernen, wissenschaftlich fundierten Phytotherapie, ein umfassendes Beschwerdenkapitel und über 100 ausführliche Kräutersteckbriefe.In dem nach Körperbereichen gegliederten Beschwerdenkapitel findet der Leser für jede Beschwerde mehrere wirksame Heilkräuter. Empfehlungen, Warnhinweise sowie Übersichtstabellen mit Bewertungen am Ende jedes Bereiches machen die Auswahl aber ganz einfach.Ein Muss für alle, die pflanzliche Heilmittel synthetischen vorziehen, aber auch Wert auf wissenschaftliche Wirksamkeits- und Sicherheitsnachweise legen. Zum Shop

Kommentar:

Grüne Apotheke

Die Autoren dieses Buches haben geschafft, was nur wenigen gelingt: Ein Heilpflanzen-Buch zu schreiben, das einerseits gut verständlich und andererseits fachlich fundiert ist. Oft ist es nämlich so, dass die schönen, ansprechenden, gut lesbaren Bücher vom fachlichen Niveau her gesehen sehr vage, unpräzis oder gar schlichtweg fehlerhaft sind. Fachbücher dagegen zwar präzis und differenziert, aber für Laien unattraktiv aufgemacht und schwierig zu verstehen. Dieses Buch ist auch ohne medizinische Kenntnisse verständlich, es ist grafisch ansprechend gestaltet und zugleich fachlich seriös. Über 100 Heilpflanzen werden in Einzelbeschreibungen besprochen und mit Bild vorgestellt. Im Organsystemteil werden die verschiedenen Krankheiten beschrieben und die dazu passenden Heilpflanzen. Ein spezielles Kapitel gilt der Pflanzenheilkunde für Kinder. Gut geschrieben sind auch die Abschnitte zum Thema „Wissenschaft und Forschung“ in der Phytotherapie und zur Geschichte der Kräuterheilkunde.

Sehr empfehlenswert, wenn Sie sich ohne medizinische Grundkenntnisse für Pflanzenheilkunde interessieren. Das schliesst aber nicht aus, dass Personen mit solchen Vorkenntnissen von diesem Heilpflanzen-Buch da und dort auch profitieren könnten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Cranberrysaft verhindert Harnwegsinfekte

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Der tägliche Konsum von Cranberrysaft kann Rezidive (Rückfälle) von Harnwegsinfekten (HWI) bei Kindern deutlich vermindern, melden Ärzte in Rom. An einer Studie nahmen 84 Mädchen im Alter zwischen 3 und 14 Jahren mit wiederkehrenden HWI teil.

Innerhalb von 6 Monaten hatten 34 von ihnen ein HWI-Rezidiv: Von den Mädchen, die täglich 50 ml einer Cranberry-Zubereitung getrunken hatten, erkrankten 18,5 Prozent (5/27), von den Mädchen, welche regelmäßig eine probiotische Zubereitung auf Lactobacillus-Basis zu sich nahmen, 42 Prozent (11/ 26) und in der Kontrollgruppe 67 Prozent (18/27).

Quelle:

www.aerztezeitung.de

http://www.informaworld.com/smpp/content~db=all~content=a917221376~frm=titlelink

Kommentar & Ergänzung:

Cranberrysaft stammt von der Großfrüchtigen Moosbeere (Vaccinium macrocarpon), auch niederdeutsch Kraanbeere oder Kranbeere (von kraan, Kranich, ggf. auch Kranichbeere). Davon abgeleitet ist englisch cranberry. Es handelt sich um eine Beerenstrauchart in der Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium) aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Die englische Bezeichnung Cranberry leitete sich aus „crane berries“ („Kranichbeere“) ab, weil die Staubfäden der Blüten einen Schnabel bilden, der die ersten Siedler in Amerika an einen Kranichschnabel erinnerte. Moosbeeren sind in Europa, Asien und Nordamerika heimisch. Die Amerikanische Kranbeere Vaccinium macrocarpum ist robuster und weniger rund als die eurasisch-nordamerikanische Gewöhnliche Moosbeere Vaccinium oxycoccus. Die Früchte der Amerikanischen Kranbeere werden in den USA, vor hauptsächlich in Neuengland, großflächig angebaut und vermarktet. Unter anderem gelten sie als zentraler Bestandteil des Thanksgiving-Menüs. In Deutschland befindet sich die Kranbeere oft unter dem irreführenden Namen „Kulturpreiselbeere“ im Handel, schmeckt jedoch deutlich anders als die bei uns heimische Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) mit ihrem sehr herbsauren Geschmack.

An der oben beschriebenen Studie ist vor allem interessant, dass sie eine günstige Wirkung von Cranberrysaft  bei Kindern zeigt, wobei die Zahl der Teilnehmerinnen allerdings klein ist, was die Aussagekraft etwas einschränkt. Es gibt allerdings inzwischen einige Studien, welche eine günstige Wirkung von Cranberrysaft zur Vorbeugung von Rückfällen nach Blasenentzündung nahelegen.

Zu Wirkung und Wirkungsweise von Cranberryssaft gibt Wikipedia eine gute Zusammenfassung (Literatur dort):

„ Kranbeeren enthalten starke Antioxidantien. Die in verschiedenen Studien nachgewiesene Wirksamkeit von Kranbeerensaft zur Vorbeugung von Mund-, Magen- und Harnwegsinfektionen beruht nicht auf einer bakteriostatischen Wirkung, sondern auf der Eigenschaft bestimmter Inhaltsstoffe, Bakterien an der Bildung eines Biofilms zu hindern. Kranbeerensaft verhindert so die Anhaftung von Bakterien an das Epithel der Harnwege. Die Erreger finden keinen Halt und können so mit dem Harn ausgeschwemmt werden. Im menschlichen Urin konnte bei 15 von 22 Personen bereits nach 1 bis 3 Stunden nach der Einnahme von Cranberrysaft eine signifikante antiadhäsive Wirkung festgestellt werden. Darüber hinaus scheiden Personen, die den Saft trinken, vermehrt Salicylsäure aus, welche entzündungshemmend wirkt.

Inzwischen ist in klinischen Studien nachgewiesen, dass Kranbeeren und ihr Saft wirksam zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen u. a. mit Escherichia coli sind. Eine Studie, bei der Kosten und Effektivität von verschiedenen Kranbeerenprodukten untersucht wurden, ergab, dass die Anzahl der Harnwegsinfekte bei 150 sexuell aktiven Frauen mit Saft und Trockenextrakt signifikant gesenkt werden konnte.

Laut den aktuellen Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin wird die Studienlage bezüglich Harnwegsinfektionen bemängelt und keine Therapieempfehlung für Cranberryprodukte ausgesprochen. In einer Leitlinie der europäischen Gesellschaft für Urologie werden Cranberryprodukte als Maßnahme zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten erwähnt. Sie werden aber als der Antibiotikagabe unterlegen bewertet.

Als wirksamer Bestandteil kommen sowohl Proanthocyanidine als auch 1-O-Methylgalactose, Prunin und Phlorizin in Frage. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass für die Wirkung auf p-Fimbrien tragende E. coli höhermolekulare Inhaltsstoffe aus der Substanzklasse der Proanthocyanidine (PAC) verantwortlich sind. Diese Proanthocyanidine gehören zur polyphenolischen Gruppe der Flavanole. Speziell handelt es sich in Kranbeeren hauptsächlich um Oligomere des Catechins und Epicatechins, die wegen ihrer eiweißdenaturierenden Eigenschaften auch als kondensierte Tannine bezeichnet werden. Es wurde gezeigt, dass die A-förmigen Kranbeeren-Proanthocyanidine für die Anti-Adhäsions-Wirkungen verantwortlich sind, während B-förmige Proanthocyanidine in anderen Nahrungsmitteln nur geringfügig oder keine Aktivität aufzeigen.

Diese A-förmigen PAC unterscheiden sich strukturell von den PAC in Grüntee oder Schokolade, denen keine Anti-Adhäsions-Effekte zugesprochen werden konnten. Auch bei vielen anderen auf diese Eigenschaft hin untersuchten Früchten konnten Inhaltsstoffe mit vergleichbarer anti-adhäsiver Wirkung nicht nachgewiesen werden.

Laut der Fachzeitschrift Caries Research können Kranbeeren die Bildung von Zahnbelag reduzieren. Die Wirksamkeit bei Mundinfektionen mit Streptococcus mutans beruht auf einer Hemmung der Biofilm-Produktion. Kranbeeren sind nicht wirksam gegen Besiedlung mit Bakterien in den Stirnhöhlen oder im Darm.“

Die oben beschriebene Hemmung der Anheftung von Bakterien an die Schleimhäute der Harnwege durch Proanthocyanidine gilt schon seit einiger Zeit als wesentlicher Wirkungsmechanismus von Cranberrysaft. Darüber hinaus interessant ist der Hinweis auf die vermehrte Ausscheidung von Salicylsäure und die damit möglicherweise verbundene entzündungshemmende Wirkung.

Cranberrysaft kann bei Langzeitanwendung die Bildung von Calciumoxalatsteinen fördern, was bei entsprechender Neigung berücksichtigt werden sollte.

In der Schweiz wir anstelle von Cranberrysaft oft Preiselbeersaft von der einheimischen Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) verwendet.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie: Traubensilberkerze gegen Beschwerden in den Wechseljahren

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Die Diskussion um Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden hat zahlreiche Frauen verunsichert und dazu geführt, dass sich diese nach hormonfreien Alternativen umsehen. Ein Beispiel dafür aus der Phytotherapie sind Extrakte aus Traubensilberkerze, die gegen neurovegetative Symptome im Klimakterium, wie Schweißausbrüche oder Hitzewallungen, angewendet werden.

Für die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) gibt es vielfältige andere Bezeichnungen. Aussehen, Eigenschaften und Verwendung der Pflanze spiegeln sich in der Namengebung wider: Silberkerze, Wanzenkraut, Frauenwurzel, Nordamerikanische Schlangenwurzel oder Schwarze Schlangenwurzel sind einige Beispiele dafür.

Eine Eigenschaft, die maßgeblich zur Namengebung Cimicifuga (lat. Cimex = Wanze und lat. Fuga = flucht) beigetragen hat, ist die Beobachtung, dass Insekten und vor allem Blattwanzen die Pflanze aufgrund ihres strengen Geruchs meiden.

Das Wort „racemosa” bedeutet traubig und bezieht sich auf den Blütenstand.

Die Traubensilberkerze ist in den nährstoffreichen Wäldern Kanadas und der USA heimisch. Das Hahnenfußgewächs wächst in Wäldern, an Waldrändern, auf Lichtungen sowie an Böschungen.

Das Ausgangsmaterial für die Produktion von Traubensilberkerze-Präparaten stammt meist aus Wildsammlungen. Wenigen Herstellern ist es bisher gelungen, Cimicifuga für den großflächigen Arzneipflanzenanbau gezielt anzubauen.

Cimicifuga racemosa wird als Arzneipflanze schon lange verwendet. Eingesetzt werden die nach der Fruchtreife gesammelten und zerschnittenen Wurzelstöcke und Wurzeln. In der Volksmedizin vergangener Jahrhunderte finden sich viele Anwendungsgebiete für die Traubensilberkerze.

Neben der gegenwärtigen arzneilichen Verwendung bei Wechseljahresbeschwerden behandelten die Indianer Nordamerikas Infektionen der Bronchien, Rheuma, Verstopfung, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder Schlangenbisse mit Extrakten aus Cimicifuga racemosa.

Im 20. Jahrhundert etablierte sich das Phytotherapeutikum zur Behandlung bestimmter Erkrankungen in der Gynäkologie. Die Kommission E des Bundesgesundheitsamtes in Deutschland bewertete 1989 Cimicifuga-Extrakte aus dem Wurzelstock bei Menstruationsbeschwerden (prämenstruell und dysmenorrhoisch) sowie bei neurovegetativen Begleiterscheinungen, welche durch die Wechseljahre bedingt sind, als positiv.

Die Monografien der WHO (World Health Organisation) aus dem Jahre 2002 und der ESCOP (The European Scientific Cooperative on Phytotherapy) von 2003 führen nur noch klimakterische Symptome als Indikation auf.

Quelle:

http://www.springer-gup.de

Kommentar & Ergänzung:

Für Beschwerden in den Wechseljahren sind die günstigen Wirkungen von Heilpflanzen-Präparaten aus Traubensilberkerze-Extrakten  inzwischen gut erforscht und dokumentiert.  Sie eignen sich vor allem bei Hitzewallungen, weniger dagegen im Frühklimakterium. Zu beachten ist allerdings, dass es Traubensilberkerze-Präparate in sehr unterschiedlicher Qualität gibt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Johanniskraut & Sonnenlicht

Montag, Juli 26th, 2010

Das photosensibilisierende Potenzial von Johanniskraut (Hypericum perforatum) werde dramatisch überschätzt, schreibt die Firma Steigerwald in einer Pressemitteilung.

Nur bei wiederholter Einnahme sehr hoher Hypericum-Extrakt-Konzentrationen, wie sie beispielsweise in der antiviralen Therapie von HIV-Patienten zum Einsatz kommen, könnte mit einer gesteigerten Lichtempfindlichkeit der Haut, also einer Photosensibilisierung, zu rechnen sein. Dieser spezifische Indikationsbereich benötigt allerdings ein Mehrfaches der für Johanniskraut zugelassenen Tagesdosis, nämlich mindestens 2000 mg. Die für die Therapie von Depressionen behandlungsrelevanten Dosierungen seien hingegen in aller Regel viel zu tief, um eine phototoxische ­Reaktion hervorrufen zu können.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=34095&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Dieser Text basiert zwar auf einer Pressemitteilung von Steigerwald, einem Hersteller von Heilpflanzen-Präparaten auf der Basis von Johanniskraut-Extrakt. Es gibt aber schon seit einiger Zeit Hinweise aus anderen Quellen, wonach die Photosensibilisierung durch Johanniskraut-Extrakte nicht so stark ist, wie dies oft dargestellt wird.

Klar ist aber, dass sinnvollerweise während einer Johanniskraut-Behandlung intensive Sonnenbestrahlung vermieden werden sollten – das ist sowieso empfehlenswert auch ohne Johanniskraut-Einnahme.

Der Hinweis im Text auf eine antivirale Therapie bei HIV-Patienten mit Hypericum-Extrakt ist meines Erachtens fragwürdig, weil er falsche Hoffnungen machen kann.

Setzt man HIV-verseuchten Blutkonserven den Johanniskraut-Wirkstoff Hypericin zu und setzt man diese anschliessend einer kurzen Lichtbestrahlung aus, so werden die HIV-viren inaktiviert. Was im Labor prompt funktioniert, lässt sich aber nicht so einfach auf HIV-Patienten übertragen. Bereits 1999 wurde eine erste klinische Studie publiziert, in welcher sich unter Hypericin-Therapie die Viruslast bei HIV-Patienten nicht reduzierte, hingegen kam es bei den meisten teilnehmenden Personen zu schweren phototoxischen Reaktionen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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[Buchtipp] Lehrbuch der Phytotherapie, von Volker Fintelmann, Rudolf Fritz Weiss

Montag, Juli 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

Das Lehrbuch regt zu individuell handhabbarer Rezeptur an und nennt dafür viele Beispiele. Es vermittelt das ärztliche Anliegen einer vom Menschen und seiner Krankheit abgeleiteten Therapie. Mit Überzeugung und Konsequenz greift das Lehrbuch die Erkenntnisse der Phytochemie, Phytopharmazie und Phytopharmakologie auf und stellt sie in den Kontext zur ärztlichen Erfahrung. Aus ihr sind die meisten Anwendungsgebiete Arzneimittel geworden. Im Grundlagen- und Anwendungsteil erwirbt der Leser durch kontinuierliches Studium die für die Behandlung und therapeutische Beratung notwendigen Kenntnisse. Eine Vielzahl von Angeboten sind enthalten. Der eilige Leser findet ein der täglichen Beratungssituation angepaßtes umfangreiches Kapitel. Bestimmten Beschwerdebildern oder Diagnosen sind optimale Verordnungen und persönliche Empfehlungen des Autors beigestellt. Mehr als 150 Heilpflanzen und -kräuter sind am Schluß in einer hilfreichen Kurzcharakteristik zusammengetragen. Zum Shop

Kommentar:

Lehrbuch der Phytotherapie

Das „Lehrbuch der Phytotherapie“ ist ein Klassiker. Die 1. Auflage erschien 1944. Autor für die ersten sieben Auflagen war der Internist Prof. Dr. med. Rudolf Fritz Weiss (1895 – 1991). Weiss lehrte ab 1931 als Dozent für Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) an der Berliner Akademie für ärztliche Fortbildung. Sein Anliegen war die wissenschaftliche Begründung der Pflanzenheilkunde, die er später in Anlehnung an den französischen Arzt Henri Leclerc „Phytotherapie“ nannte. Weiss hat über Jahrzehnte sehr viel dafür getan, dass die Kenntnis über die Wirkungen der Heilpflanzen auch in die Medizin Eingang gefunden hat. Sein „Lehrbuch der Phytotherapie“ war über lange Zeit im deutschsprachigen Raum das Fachbuch überhaupt zu diesem Thema. Seit der achten Auflage fungiert Prof. Dr. med. Volker Fintelmann als Mitautor. Als profunder Kenner der Phytotherapie hat er das Buch immer wieder überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Er führt das Werk nach dem Tode von Rudolf Fritz Weiss weiter.

Das „Lehrbuch der Phytotherapie“ ist nach Krankheitsbereichen bzw. Organsystemen aufgebaut. Das ermöglicht ein gutes Verständnis dafür, welche Heilpflanzen bei einer bestimmten Erkrankung in Frage kommen. Im Vordergrund steht also der Weg von einer Krankheit zu den passenden Heilpflanzen. Daneben gibt es auch zusammenfassende Abschnitte zu den Wirkungen der einzelnen Heilpflanzen. Wer aber eher eine systematische, lexikonartige Einzelbeschreibung der Heilpflanzen mit den zugehörigen Wirkungen und Anwendungsbereiche sucht, ist zum Beispiel mit dem Heilpflanzen-Lexikon von Frohne wohl besser bedient.

Das „Lehrbuch der Phytotherapie“ enthält zahlreiche Hinweise zu Rezepturen, Teemischungen und den passenden Zubereitungsformen für die Anwendung der Heilpflanzen. Zur Verbesserung des Überblicks wird der Inhalt des Buches durch verschiedenfarbige Unterlegung strukturiert. Illustriert ist das Werk mit präzisen Zeichnungen der verschiedenen Heilpflanzen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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[Buchtipp] Praktische Tee-Therapie, von Volker Fintelmann

Montag, Juli 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

“Gibt es nicht etwas Pflanzliches?”, fragen Patienten oft ihren Arzt bzw. Apotheker. Ein medizinischer Tee ist bei Beschwerden wie Magenschleimhautentzündung, Laryngitis oder Harnwegsproblemen die optimale Antwort!

Der erfahrene Arzt und langjährige Vorsitzende der Kommission E (Phytotherapie) erläutert

– Grundlagen zur optimalen Anwendung,

– wichtige, für eine Tee-Therapie prädestinierende Indikationen,

– die Zubereitung von offenem Tee, als Einzeldrogen oder in bewährten Mischungen, sowie mithilfe von Teebeuteln anhand von Beispielen der Firma Sidroga.

Heilen und Vorbeugen in großer therapeutischer Breite und guter Verträglichkeit? Medizinische Tees in pharmazeutischer Qualität gehören zum Handwerkszeug von Arzt, Apotheker und Heilpraktiker. Zum Shop

Kommentar:

Praktische Tee-Therapie

Der Arzt Volker Fintelmann ist ein langjähriger und bewährter Experte im Bereich der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde. Die medizinisch-wissenschaftlich ausgerichtete Phytotherapie befasst sich seit einigen Jahrzehnten vor allem mit Extraktpräparaten aus Heilpflanzen, weil dafür Forschungsgelder der Hersteller zu Verfügung stehen, die ihre Extrakte patentieren können. Weil einfache Kräutertees nicht patentierbar sind, werden für diesen Bereich kaum Forschungsmittel bereit gestellt und es wird auch kaum Werbung gemacht für konkrete Wirkungen von Heilkräutern in Teeform. Dadurch ist die Tee-Therapie in vielen Bereichen etwas in den Hintergrund gerückt. In vielen Bereichen haben zwar hoch konzentrierte Extraktpräparate die stärkere Wirkung oder sind jedenfalls viel besser dokumentiert. Heilkräuter-Tees haben aber auch ihre Stärken. Verglichen mit der Einnahme von Heilpflanzen in Kapselform bieten sie sinnliche Erlebnisse (Wärme, Geschmack, Geruch) und ein Teeritual, das durchaus auf unser Wohlbefinden einwirken kann.
Auf diesem Hintergrund ist es begrüssenswert, wenn Volker Fintelmann ein Buch vorlegt, in dem der Heilkräuter-Tee im Zentrum steht.
Fintelmann beschreibt die wichtigen zu Teeanwendung geeigneten Heilpflanzen fundiert und gibt auch Rezepturbeispiele für Teemischungen, welche zum Teil auf den „Altmeister“ der Phytotherapie in Deutschland, den Internisten Rudolf Fritz Weiss, zurückgehen.
Die Beschreibungen der Wirkungen und Anwendungsbereiche der Heilpflanzen enthalten zahlreiche medizinische Fachwörter und sind von Laien wohl nur mit einem medizinischen Wörterbuch nutzbar. Das ist schade, denn vom Thema her wäre das Buch durchaus auch für Laien attraktiv und die meisten dieser Begriffe könnte man ohne Verlust an Information auch in deutscher Sprache ausdrücken.
Unbefriedigend ist es für mich immer, wenn Dosierungsangaben einfach aus den Monografien der Kommission E übernommen werden. Ich zweifle nicht daran, dass die Dosierungen angemessen sind, aber was fängt die Teetrinkerin konkret mit einer Angabe an wie: „Die mittlere Einzeldosis beträgt 1 g Droge, die mittlere Tagesdosis 3 g Droge.“ Brauche ich zur Zubereitung eines Kräutertees nun eine Mettler-Präzisionswaage? Da scheint mir doch die zwar zweifellos ungenauere Angabe in Teelöffeln näher bei der Konsumentin.
Das Buch enthält einige allerdings eher schlichte Fotos der beschriebenen Heilpflanzen.
Und um einem immer wieder auftretenden Missverständnis vorzubeugen: Der Begriff „Droge“ wird hier verwendet in seiner ursprünglichen Bedeutung als „getrocknete Heilpflanze“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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[Buchtipp] Rationale Phytotherapie, Ratgeber für Aerzte und Apotheker – von Rudolf Hänsel, Volker Schulz

Montag, Juli 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

Der bewährte Ratgeber für die ärztliche Praxis und die Apotheke bietet eine praxisorientierte Einführung in die moderne Phytotherapie. Systematisch nach Organsystemen und Anwendungsgebieten gegliedert, gibt das Buch einen raschen Überblick über Dosierung, Applikationsform und Wirkung der wichtigsten pflanzlichen Arzneimittel. In der 5. Auflage dieses Standardwerkes findet der Leser jetzt auch ein Kapitel über die Zulassung als Arzneimittel sowie eine pharmapolitische Bewertung pflanzlicher Arzneimittel neben synthetischen in der ärztlichen Verordnung. Sämtliche besprochene Drogen wurden im Hinblick auf Wirkung und Zulassung aktualisiert sowie die Tabellen-Inhalten dem Stand von 2002 angepasst. Zum Shop

Kommentar:

Rationale Phytotherapie

Dieses Buch ist nach Anwendungsgebieten aufgebaut. Es fasst die bekannten Fakten zur Wirksamkeit fundiert zusammen und stützt sich dabei auf experimentelle Ergebnisse und auf Studien mit Patientinnen und Patienten. Wer wissenschaftlich belegte Wirkungen der Heilpflanzen sucht, bekommt sie in diesem Buch kompetent vermittelt.

In einem allgemeinen Teil geht es um die Herstellung und Qualitätssicherung bei pflanzlichen Heilmitteln, vor allem um Extrakte, sowie um „Arzneitees heute“ (beispielsweise um die Unterschiede zwischen offenem Teekraut und Tee in Portionenbeuteln).

„Rationale Phytotherapie“ beschreibt ausschliesslich wissenschaftlich belegte Heilpflanzen. Damit sinkt die Zahl der besprochenen Pflanzen gegenüber von Werken, die auch Heilpflanzen aufnehmen, die in der traditionellen Heilkunde verwendet werden, ohne dass sie wissenschaftlich belegt sind. Dafür sind diejenigen Heilpflanzen, die hier aufgeführt sind, sehr präzis dargestellt – mit Quellenangaben zu den jeweiligen Studien.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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[Buchtipp] Phytopharmakologie, Experimentelle und klinische Pharmakologie pflanzlicher Arzneimittel – von Theodor Dingermann, Dieter Loew

Montag, Juli 26th, 2010

Verlagsbeschreibung

Zwei renommierte Wissenschaftler schlagen der rationalen Phytotherapie eine Bresche. Ausgehend von 10 Indikationen bewerten sie die pflanzlichen Arzneimittel auf der Grundlage aktuellster Studien nach den Kriterien – Qualität – gesichert durch ausgewähltes Pflanzenmaterial, standardisierte Herstellungsverfahren und geeignete Lösungsmittel – Wirksamkeit – nachgewiesen in kontrollierten klinischen Studien – Unbedenklichkeit – überprüft anhand unerwünschter Wirkungen, toxischer Effekte und ernster Interaktionen. Ein Lehrbuch für Studierende der Medizin und der Pharmazie, ein Fachbuch für Ärzte und Apotheker.

Die Autoren trennen die Spreu vom Weizen und überzeugen den Leser mit einer wahren Fundgrube an kritischer, zuverlässiger und belegter Information, die in dieser Form zum ersten Mal zusammengetragen wird.  »Zum Shop

Kommentar:

Phytopharmakologie

Dieses Buch ist nach Anwendungsgebieten aufgebaut. Es fasst die bekannten Fakten zur Wirksamkeit fundiert zusammen und stützt sich dabei auf experimentelle Ergebnisse und auf Studien mit Patientinnen und Patienten. Wer wissenschaftlich belegte Wirkungen der Heilpflanzen sucht, bekommt sie in diesem Buch kompetent vermittelt. In einem allgemeinen Teil geht es um Qualitätssicherung bei Phytotherapeutika und den Nachweis von Wirkungen und Wirksamkeit und um das Verhältnis von Phytotherapie und Evidence Based Medicine.

„Phytopharmakologie“ beschreibt ausschliesslich wissenschaftlich belegte Heilpflanzen. Damit sinkt die Zahl der besprochenen Pflanzen gegenüber von Werken, die auch Heilpflanzen aufnehmen, die in der traditionellen Heilkunde verwendet werden, ohne dass sie wissenschaftlich belegt sind. Dafür sind diejenigen Heilpflanzen, die hier aufgeführt sind, sehr präzis dargestellt – mit Quellenangaben zu den jeweiligen Studien.

Aufgrund dieser hohen Standards eignet sich dieses Buch auch sehr gut, wenn Medizinerinnen oder Mediziner von phytotherapeutischen Anwendungen überzeugt werden sollen.

Keine Heilpflanzen-Fotos.

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch