Heilpflanzen-Präparate für erholsamen Schlaf

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Für Schlafmittel aus Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume oder Haferkraut  sprechen mehrfache Vorteile.

Schlafmittel mit hoch konzentrierten Heilpflanzen-Extrakten aus Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume oder Haferkraut erleichtern nicht nur das Ein- und Durchschlafen, sie fördern auch eine physiologische Schlafarchitektur, bewirken keinen Hangover und machen die Patienten wach und fit für den nächsten Tag.

Dagegen seien zahlreiche Menschen, die mit Benzodiazepinen als gebräuchlichste synthetische Schlafmittel meist schnell in den Schlaf finden, damit dennoch nicht zufrieden. Darauf hat Dr. Martin Burkart vom Phytopharmaka-Hersteller Dr. Willmar Schwabe bei einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) in München hingewiesen. Denn zusätzlich zu ihrem Abhängigkeitspotenzial, welches die Einnahme von Benzodiazepinen limitiert, veränderten diese Mittel nachweislich die Schlafqualität und ihre sedierende Wirkung überdauert häufig die Nachtruhe. Dies führe dazu, dass man sich mit solchen Schlafmitteln trotz schnellen Ein- und guten Durchschlafens am nächsten Morgen oft unausgeruht und leistungsschwach fühle.

Pflanzliche Schlafmittel mit hoch konzentrierten Heilpflanzen-Extrakten aus Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume oder Haferkraut sowie verschiedenen Kombinationen daraus hätten sich in klinischen Studien als wirksame Ein- und Durchschlafhilfen ohne negative Begleiterscheinungen der Behandlung erwiesen.
Viele pflanzliche Schlafmittel beruhigten und entspannten, ermüdeten jedoch nicht aktiv. Dies sei in Experimenten mit Gesunden bestätigt worden, wonach tagsüber eingenommene pflanzliche Schlafmittel in üblichen Dosierungen im Gegensatz zu vergleichsweise niedrig dosierten Benzodiazepinen weder ein Müdigkeitsgefühl hervorriefen noch zu signifikanten Einschränkungen in Kognitions-, Vigilanz- und Psychomotoriktests führten, erklärte Burkart.

Während die veränderten nächtlichen Wellenmuster im EEG bei Schlafgestörten durch die Einnahme klinisch geprüfter pflanzlicher Schlafmittel in eine physiologische Richtung korrigiert werden, verstärkten Benzodiazepine auffällige Abweichungen eher, so Professor Wilfried Dimpfel aus Gießen. Er begründete diese Aussage mit eigenen Daten, die er dazu erhoben hat.

Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/

Kommentar & Ergänzung:

Die Vorteile pflanzlicher Schlafmittel werden in diesem Beitrag gut dargestellt. Insbesondere bei  älteren Menschen können synthetische Schlafmittel die Sturzgefahr erhöhen, was bei Heilpflanzen-Präparaten nicht der Fall ist.

Ergänzt werden müsste noch, dass die erwähnten Heilpflanzen – Baldrian,  Hopfen, Passionsblume, Melisse, Haferkraut –  in ihrer Wirkung sehr unterschiedlich gut dokumentiert sind.

Während beispielsweise die Wirkung von Baldrian gut untersucht und belegt ist,  fehlen für die Wirksamkeit  von Haferkraut  fundierte Hinweise.

Nicht erwähnt wird im Beitrag  der Lavendel (Lavandula angustifolia). Lavendelblüten enthalten das ätherische  Lavendelöl, welches beruhigende Wirkung hat.

Im übrigen ist es wichtig festzuhalten, dass es grosse Qualitätsunterschiede gibt bei den schlaffördernden Naturheilmitteln. In Apotheken, Drogerien oder im Internet werden auch Naturheilmittel verkauft, deren Wirksamkeit höchst fraglich ist.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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