Heilpflanzen-Extrakt für funktionelle Magen-Darm-Beschwerden überzeugt im Labor

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Ein bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden bewährtes pflanzliches Vielstoffgemisch zeigt auch in Laborexperimenten mehrere günstige Effekte. Das spricht für das breite klinische Wirkspektrum.
Das untersuchte Heilpflanzen-Präparat enthält traditionell bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzte Extrakte aus bitterer Schleifenblume, Angelikawurzel (Engelwurz), Kamillenblüten, Kümmelfrüchten und Mariendistelfrüchten, Melissenblättern, Schöllkraut, Süßholzwurzel und Pfefferminzblättern. In klinischen Studien zur Behandlung von Patienten mit funktionellen Magen-Darm-Beschwerden, besonders bei Reizmagen und Reizdarm, hat das Phytotherapeutikum bereits überzeugt.
Auch konnten inzwischen mehrere schmerzlindernde, motilitätsfördernde, reflux- und entzündungshemmende Wirkmechanismen in Laborexperimenten belegt werden. So wurde beispielsweise in Versuchsanordnungen mit vitalen Muskelpräparaten aus mehreren Regionen des Meerschweinchenmagens gezeigt: Auf Muskelstreifen aus dem Fundus wirkt das Heilpflanzen-Präparat entspannend. In vivo (im Organismus) erleichtert dies die Volumenadaptation des Magens bei der Nahrungsaufnahme und vermindert so das Völlegefühl. Muskelstreifen aus dem Antrum kontrahieren dagegen unter der Einwirkung des Phytotherapeutikums. Klinisch heisst dies, dass die Pumpfunktion des Magens verstärkt und so einer gestörten Magenentleerung entgegengewirkt wird. Ein durch das Heilpflanzen-Präparat gesteigerter Tonus von Muskelstreifen aus dem Bereich des Ösophagussphinkters macht wiederum die Antirefluxeigenschaften des Vielstoffgemisches plausibel.
Im Rattenmagen konnten nach Applikation des standardisierten Vielstoffgemischs eine signifikante Zunahme von Prostaglandin E2 in der Magenwand, ein Anstieg der Mucinsekretion und eine Verminderung der Säuresekretion nachgewiesen werden. Dies untermauert das mukosaprotektive Potenzial des Heilpflanzen-Präparates. Für die klinische Wirksamkeit gegen die bei Reizmagen und Reizdarm oft bedeutsame gastrointestinale Hypersensitivität (Überempfindlichkeit im Magen-Darm-Bereich) sprechen Tierversuche, die eine verminderte Aktivität afferenter Nerven auf experimentelle Darmdehnungsreize belegen.
An vitalen humanen Dünndarmpräparaten wurde unter Einfluss des Heilpflanzen-Präparates über eine Aktivierung mehrerer Chloridkanäle die Sekretion erhöht und gleichzeitig eine Entspannung der Darmmuskulatur erreicht. Mit diesem dualen Effekt ahmt das Phytopharmakon bekannte Eigenschaften mehrerer natürlich im Darm vorkommender Neurotransmitter nach.

Quelle:
http://www.aerztezeitung.de

Kommentar & Ergänzung:

Laborexperimente an isolierten Organen oder tierexperimentelle Ergebnisse lassen sich nicht so einfach auf kranke Menschen übertragen. Sie geben allenfalls Ideen dazu, wie eine Wirkung zustande kommen könnte. Entscheidend für die Beurteilung der Wirksamkeit sind daher die direkten Studien mit Patientinnen und Patienten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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