Kürbis – Symbol, Heilpflanze, Nahrungsmittel

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In dieser Jahreszeit sieht man Kürbisse wieder in verschiedensten Farben und Formen.
Die Kürbis-Pflanzen stammen ursprünglich aus Amerika. Angebaut werden die domestizierten Arten heute aber weltweit in den warmen Gebieten.
Die verschiedenen Kürbis-Arten wurden großteils unabhängig voneinander für die gleiche Verwendung domestiziert. Die Kürbis-Kultivierung hat eine lange Geschichte.

Neuere Funde von Kürbisamen, die von domestizierten Pflanzen stammen, sind auf 8.000 bis 10.000 v. u. Z. zu datieren. Der Garten-Kürbis wurde in Mexiko und im Süden der USA domestiziert, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika, der Riesen-Kürbis in Südamerika. Es wird vermutet, dass ursprünglich die nahrhaften Samen genutzt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Die Auslese nichtbitterer Formen ermöglichte auch die Nutzung als Gemüse. Schon in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt. Bereits früh kamen Kürbissamen auch nach Europa, wo die Kürbisse gerne kultiviert wurden.

Kürbis als Symbol

Als exotisches Gewächs wurde dem Kürbis reichlich Beachtung geschenkt und er kam zu verschiedenen symbolischen Bedeutungen in der abendländischen Kulturgeschichte.
Seit Urzeiten nutzte man Kürbisse als Gefässe für Wasser, Wein oder Salz. Sie dienten auch Wanderern oft als Wasserbehälter. Aus diesem Grund wurde der Kürbis in der Malerei als Attribut für Wallfahrer und heilige Pilger verwendet.
Der Kürbis diente aber auch als Symbol für das Kurze Glück. Cesare Ripa (um 1555 – 1622) ein italienischer Koch, Schriftsteller und Gelehrter, schreibt dazu in seinem Werk “Iconologia”, der Kürbis schiesse rasch in die Höhe, verliere aber ebenso schnell wieder an Kraft und falle zu Boden.
Kürbis-Abbildungen aus der Malerei und weitere Hinweise auf die Kürbissymbole sind zu finden im Buch “Die Natur und ihre Symbole” im Buchshop in Abschnitt zur Kulturgeschichte der Pflanzen.

Kürbissamen in der Phytotherapie bei Prostatabeschwerden

Neben Sabal (Sägepalme) und Brennesselwurzel gehören die Kürbissamen zu den zentralen Heilpflanzen zur Behandlung von Prostatabeschwerden aufgrund gutartiger Prostatavergrösserung. Auch bei Reizblase werden sie eingenommen. Entscheidend bei diesen Anwendungen von Kürbissamen im Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde eine ausreichende Dosierung und eine lange Anwendungsdauer. Das gilt für alle Heilpflanzen-Präparate zur Linderung von Prostatabeschwerden.

Kürbis als Gemüse

Als Gemüse ist der Kürbis mit gerade mal 27 Kalorien auf 100 Gramm Fruchtfleisch ein wirklich gesunder Sattmacher. Kürbisfleisch besteht nämlich zu 93 % aus Wasser. Es liefert aber auch verschiedene wertvolle Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A)., ausserdem wichtige Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium, Kalzium und Phosphor Weiter enthält der Kürbis Nahrungsfasern, die sich als unverdauliche Inhaltsstoffe günstig auf die Verdauung auswirken und ein gutes Sättigungsgefühl bewirken.

Der Kürbis hat also eine ausgesprochen interessante Kulturgeschichte, er gilt zu Recht als eine der wirksamen Heilpflanzen und wird als wertvolles Nahrungsmittel genutzt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
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