Phytotherapie beliebt bei Erkältungskrankheiten

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Heilpflanzen-Präparate lindern Symptome, sind gut verträglich, kostenneutral, und sie haben hohe Akzeptanz bei den Patienten.

Nach wie vor sind Heilpflanzen gegen Erkältungskrankheiten in der Bevölkerung sehr beliebt. Zur Linderung der Beschwerden werden sie schon seit dem Altertum eingesetzt.
Heute ist das Auswahl an Heilpflanzen-Präparaten (Phytopharmaka) fast unüberschaubar groß. Sie stehen in Form von Säften, Tropfen, Sirupen, Tabletten, Kapseln und Dragees zum Einnehmen, als Salben und Balsame zum Einreiben und zum Inhalieren sowie für begleitende Maßnahmen in Form von Erkältungsbädern oder Tee zur Verfügung. Aus der scheinbaren Fülle kristallisieren sich aber einige wenige therapeutische Ansatzpunkte heraus. Zu den wichtigsten zählt die Hilfe bei quälendem Husten und zähem Schleim.

Spitzwegerich lindert Hustenreiz

Auch bei den Phytopharmaka kann zwischen Antitussiva zur Linderung des Hustenreizes und Expektoranzien zur Förderung eines produktiven Hustens unterschieden werden. Hustenlindernd wirken beispielsweise Spitzwegerich, Eibischwurzel und Huflattich.
Zu den Antitussiva gehören aber auch Pfefferminzöl, Cajeputöl und Eukalyptusöl zu den Antitussiva.
Zu den pflanzlichen Erkältungsmitteln mit schleimlösender Wirkung zählen Zubereitungen aus Thymiankraut, Efeublättern, Eucalyptusöl, Andornkraut, Fichtensprossen oder Fichtenspitzen und Myrtol. Außerdem existieren verschiedene Kombinationen zum Einnehmen, zum Inhalieren, als Badezusätze oder als Tee. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten allerdings stark riechende ätherische Öle nicht angewendet werden. Vor allem Campher, Cineol oder Menthol (z. B. in Pfefferminzöl und Eukalyptusöl) können bei den Kleinen einen Kratschmer-Reflex auslösen.

Salbei beruhigt Schleimhäute

Als schleimlösend und zudem als antiviral und antibakteriell hat sich ein Extrakt aus Pelargonium-sidoides-Wurzeln (Umckaloabo, Kapland-Pelargonie) erwiesen. Auch der hustenlindernde Spitzwegerich soll antibakterielle Eigenschaften besitzen. Schleimhautberuhigende und gleichzeitig entzündungshemmende Eigenschaften zeigen Kamille und Salbei.
Echinacea-Präparate sollen mit ihrem immunstimulierenden Potenzial vor allem in der Infektionsprophylaxe hilfreich sein.

Quelle:
www.aerztezeitung.de

Kommentar & Ergänzung:

Bei trockenem Reizhusten würde ich als Schleimpflanze vor allem noch den Malvenblüten-Tee empfehlen.
Beim Huflattichtee dagegen empfiehlt sich Zurückhaltung. Blätter und Blüten des Huflattichs können Pyrrolizidinalkaloide enthalten, die bei längerer Anwendung beispielsweise die Leber schädigen könnten. Darum Huflattichtee nicht länger als 4 Wochen pro Jahr, nicht während der Schwangerschaft und nicht während der Stillzeit einnehmen. Ich selber empfehle anstelle des Huflattichtees den Malvenblütentee.
Efeublätter sollten nicht als Kräutertee eingesetzt werden, sondern nur in Form von Fertigpräparaten auf der Basis von Efeu-Extrakten (bessere Dosierbarkeit).

Weitere Info:
Tagesseminar Erkältungskrankheiten und grippale Infekte – Prophylaxe und Therapie mit Heilpflanzen: www.phytotherapie-seminare.ch/index.php

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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