Archive for Juli, 2009

Phytotherapie für Nervensystem und Psyche

Freitag, Juli 31st, 2009

Hier als Überblick eine überarbeitete und gekürzte Zusammenstellung aus der Universität Duisburg-Essen mit den wichtigsten Heilpflanzen bei Schlaflosigkeit, Depression, Stress, Erschöpfung und ähnlichem:

Die Heilpflanzen in diesem Bereich werden in fünf Indikationsgruppen eingeteilt: Nachtsedativa, Tagessedativa, Antidepressiva, Nootropika und Medikamente gegen Erschöpfung. Bei den Phytotherapeutika dieser Gruppe ist oft eine längere Therapie notwendig, bevor eine Wirkung offensichtlich wird.

Nacht- und tagessedativ (schlafanstoßend und teilweise thymoleptisch) wirken:
- Baldrianwurzel (Valerianae radix, Valeriana officinalis)
- Hopfenzapfen (Lupuli strobulus, Humulus lupulus)
- Melissenblätter (Melissae folium, Melissa officinalis)
- Passionsblumenkraut (Passiflorae herba, Passiflora incarnata)
Vorwiegend nachtsedativ wirken
- Lavendelblüten (Lavandulae flos, Lavandula angustifolia)

Antidepressiv wirkt vorrangig Johanniskraut (Hyperici herba, Hypericum perforatum). Hierzu liegen etliche Studien vor.
Auch Hopfen entfaltet zum Teil eine antidepressive Wirkung. Für
Präparate aus dem hauptsächlich anxiolytisch (= angstlösend) wirkenden Kava-Kava-Wurzelstock wurde die Zulassung wegen zum Teil schwerer lebertoxischer Wirkung widerrufen.

Nootrop wirken hauptsächlich Extraktpräparate aus Gingkoblättern (Ginkgo folium, Ginkgo biloba). Ihre durchblutungsfördernde Wirkung wird genutzt bei beginnender Demenz, Vertigo, Tinnitus und pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit).

Gegen psychophysische Erschöpfung wirken
- Ginsengwurzel (Ginseng radix, Panax ginseng)
- Taigawurzel (Eleutherococci radix, Eleutherococcus senticosus)
Sie erhöhen die Stressresistenz und wirken gegen Müdigkeit, Schwäche, nachlassende
Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
Koffeinhaltige Pflanzen wie Kaffee, Guarana,
Tee, Mate machen zwar wacher, verstärken aber bei unkritischer Anwendung auf kurze
oder längere Sicht die Erschöpfung.

Kommentar & Ergänzung:

- Mit “nootrop” ist eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit gemeint.
Ein Nootropikum wie Ginseng oder Ginkgo ist also ein Mittel zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit. Es handelt sich um einen unscharf definierten Begriff. Im weitesten Sinne geht es dabei um Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder andere Substanzen, denen eine vorteilhafte Wirkung auf das zentrale Nervensystem zugesprochen wird, wobei auch überspitzt von “Gehirndoping-Mittel” geredet wird. Im engeren und wissenschaftlich-pharmakologischen Sinne sind Nootropika Arzneimittel, welche als so genannte Antidementiva für die Behandlung einer Demenz zugelassen sind. In der Phytotherapie steht dabei eindeutig Ginkgo-biloba-Extrakt im Zentrum.

- Nicht sehr überzeugend scheint mir der Hinweis auf antidepressive Effekte bei Hopfen. Dazu gibt es meines Erachtens keine überzeugenden Argumente. Johanniskraut ist bei leichten und mittleren Depressionen zweifellos das Mittel der Wahl in der Phytotherapie. Allenfalls könnten noch ätherische Öle wie Melissenöl oder Lavendelöl günstig wirken bei leichten depressiven Verstimmungen (rascher eintretende Wirkung verglichen mit Johanniskraut, das erst nach 10 – 14 Tagen zur Wirkung kommt).

- Die Abgenzung von Lavendelblüten als vorwiegend nachtsedativ scheint mir fraglich. Sinnvoller wäre meiner Ansicht nach eher eine Unterscheidung von Heilpflanzen, die eher nach mehrtägiger (10 – 14 Tage) Einnahme ihre Wirkung voll entfalten (Baldrian) und Heilpflanzen, welche innert Minutenfrist wirken (ätherische Öle wie Melissenöl und Lavendelöl).

Abschliessend zu diesem Überblick der Universität Duisburg-Essen soll noch betont werden, dass es nicht nur darauf ankommt, die richtige Heilpflanze für eine bestimmte Krankheit zu finden. Ebenso wichtig ist es, in welcher Form die Heilpflanze zur Anwendung kommt (z. B. Tee, verschiedene Varianten von Tinktur oder Extrakt).
Es ist nämlich eine ganze Anzahl von Heilpflanzen-Präparaten im Handel, von denen ausgesprochen fragwürdig ist, ob sie überhaupt eine Wirkung haben – neben fundierten Produkten, die es natürlich auch gibt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Phytotherapie: Pfefferminzöl bei Reizdarmsyndrom

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Neuere Untersuchungen belegen, dass Pfefferminzöl eine sinnvolle Möglichkeit in der Behandlung des Reizdarmsyndroms ist. Die krampflösende Wirkung des Pfefferminzöls konnte sowohl in vitro an isolierten Darmsegmenten als auch in vivo an gesunden Versuchspersonen und in der Diagnostik des Verdauungstraktes gezeigt werden. Die Hauptkomponente des ätherischen Pfefferminzöls, Menthol, trägt wesentlich zu seiner krampflösenden Wirkung bei. In der Therapie des Reizdarmsyndroms war Pfefferminzöl in kurz- und mittelfristigen klinischen Studien Placebo überlegen.

Quelle:
Irmgard van Rensen; Pfefferminzöl beim
Reizdarmsyndrom – ein Update;
Zeitschrift für Phytotherapie 2009; 30: 129 -134

Kommentar & Ergänzung:
Die “Zeitschrift für Phytotherapie” stellt in ihrer neusten Ausgabe den Stand der Forschung betreffend Pfefferminzöl und Reizdarm detailliert vor. Obenstehend die Schlussfolgerungen aus diesem Artikel in gekürzter und etwas umformulierter Form.
Pfefferminzöl wird schon seit Jahren intensiv erforscht als Arzneimittel gegen Reizdarm-Beschwerden. Wichtig: Verwendet wird Pfefferminzöl in dünndarmlöslichen Kapseln. Pfefferminzöl in flüssiger Form direkt einzunehmen oder per Inhalation anzuwenden ist bei der Indikation Reizdarm ungeeignet.

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Omega-3-Fettsäuren aus Walnüssen und Fisch: unterschiedliche günstige Effekte

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Das einzigartige Fettprofil der Walnüsse und der hohe Gehalt an pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren kann eine bedeutende Rolle im Schutz von Herz und Kreislauf spielen. Auch fettreiche Fische sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Forscher der Loma Linda Universität in Kalifornien untersuchten, wie sich eine Ernährung mit Walnüssen, jedoch ohne Fisch, und eine Ernährung mit fettreichem Fisch, jedoch ohne Walnüsse auswirken.

Unterschiedlich, so das Resultat. Jeden Tag eine Portion Walnüsse, das lässt “schlechtes” LDL-Cholesterin sinken, 2 Portionen Fisch (Lachs) wöchentlich bringt dagegen den Triglyceridwert im Blut nach unten. Darum sollten auch Fischfans darauf achten, pflanzliche Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel aus Walnüssen, aufzunehmen.

Quelle: http://www.journalmed.de

Originalpublikation:
Walnuts and fatty fish influence different serum lipid fractions in normal to mildly hyperlipidemic individuals: a randomized controlled study
Sujatha Rajaram, Ella Hasso Haddad, Alfredo Mejia
Am J Clin Nutr 89: 1657S-1663S, 2009.
www.ajcn.org

Kommentar & Ergänzung:
Dass Walnüsse und Lachs unterschiedliche Fraktionen der Blutlipide günstig beeinflussen, ist eine interessante Information, die möglicherweise differenziertere Ernährungsempfehlungen möglich macht.
Nach Angaben der “Österreichischen Gesellschaft für Ernährung” sind 10g Walnüsse pro Tag ausreichend.

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Naturheilkunde-Ausbildung: Mehr kritisches Denken – weniger blinden Dogmatismus

Dienstag, Juli 28th, 2009

Ich arbeite seit über zwei Jahrzehnten als Dozent für Phytotherapie in Naturheilkunde-Ausbildungen und Naturheilkunde-Weiterbildungen mit. Und ich habe über Heilpflanzen-Kurse und Heilkräuter-Exkursionen auch häufig Kontakt mit ausgebildeten Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktikern.

Mich erschüttert dabei immer wieder, wie unkritisch und zum Teil dogmatisch viele Naturheilkundler nachbeten, was ihnen offenbar in ihrer Ausbildung oder Weiterbildung aufgetischt wurde.
Es ist meiner Erfahrung nach eine klare und kleine Minderheit, welche zu selbstkritischer Reflexion der eigenen Therapiemethoden fähig ist (es gibt aber eine solche Minderheit).

Meines Erachtens deutet dies auf gravierende Mängel in der Naturheilkunde-Ausbildung hin. Dabei geht es weniger um die Inhalte der Ausbildung als um die vermittelte Grundhaltung.

Meiner Ansicht nach wären folgende Punkte wichtig:

- In Naturheilkunde-Ausbildungen sollen vermehrt auch Risiken, Grenzen und Defizite der jeweiligen Methoden thematisiert werden. Es ist zu stark, zu fraglos, zu blind und zu einseitig von wunderbaren Wirkungen die Rede.

- In Naturheilkunde-Ausbildungen braucht es mehr Begründungen und weniger dogmatische Behauptungen.

- Lernende in Naturheilkunde-Ausbildungen sollen vermehrt angeleitet werden, die präsentierten Lerninhalte auch in Frage zu stellen und nicht nur blind nachzubeten (Wer? Was genau? Wie genau? Wo? Warum? etc. ). Eine solche Grundhaltung ist Basis für einen sorgfältigen Umgang mit vermitteltem Wissen.

- Die Bereitschaft zur Kooperation mit der Medizin darf in der Naturheilkunde-Ausbildung nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.
Eine solche Pseudo-Kooperationsbereitschaft liegt meines Erachtens vor, wenn die Medizin im Unterricht permanent und undifferenziert abgewertet wird – im Sinne von Schwarz und Weiss, bzw. Gut und Böse. Meiner Erfahrung nach gibt es im Bereich Naturheilkunde / Komplementärmedizin eine starke Neigung, das eigene Lager fraglos als gut, moralisch überlegen, lebens- und menschenfreundlich zu sehen – im Kontrast zur menschen- und lebensfeindlichen Medizin.

Dieses allzu simple Schwarz-Weiss-Denken ist durch eine differenziertere Betrachtung abzulösen, welche Schwachpunkte und Stärken beider Bereiche präzis thematisiert und gegebenenfalls kritisiert.

Ich bin überzeugt davon, dass eine vermehrte Berücksichtigung dieser Punkte für die Entwicklung der Naturheilkunde fruchtbar wäre.
Zudem scheint mit klar, dass die Naturheilkunde hier auch in der Verantwortung steht gegenüber ihren Patientinnen und Patienten., sind doch die erwähnten Punkte meines Erachtens zentral für die Qualitätssicherung.

Weitere Infos diesem Thema:

Naturheilkunde: Sorgfältig prüfen lernen!

Naturheilkunde: Kritisch nachfragen statt blind glauben!

Naturheilkunde braucht kritische Auseinandersetzung!

Phytotherapie-Ausbildung – Gedanken zur Qualitätssicherung

Naturheilkunde-Ausbildung – was Sie wissen sollten

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie im Vogelnest?

Montag, Juli 27th, 2009

Vögel halten sich Bakterien mit frischen Heilkräutern vom Leib. US-Wissenschaftler untersuchten das Nestmaterial verschiedener Vogelarten und fanden Heilpflanzen mit antibakterieller Wirkung. Jann Ichida von der Ohio Wesleyan Universität schließt daraus, daß Vogeleltern diese Pflanzen in ihr Nest stopfen, um sich und ihren Nachwuchs vor Mikroben zu bewahren.
Unter den gefundenen Heilpflanzen waren etwa Schafgarbe und die Blätter von zwei Eichenarten. Schafgarbe wirkt unter anderem entzündungshemmend und antibakteriell. Und Eichenextrakte hemmen im Laborversuch ebenfalls das Wachstum von Viren und Würmern.
“Solange die frischen Kräuter ausreichend hohe Konzentrationen der Chemikalien bieten, schaffen sie wohl, die Jungen vor schädlichen Erregern zu bewahren”, so Ichida au einer Tagung der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in New Orleans.

Quelle: www.aerztezeitung.de

Kommentar:
Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) enthält tatsächlich ein ätherisches Öl mit antibakterieller Wirkung.
Dass Tiere Heilpflanzen nutzen, ist nicht ungewöhnlich. Die Frage ist nur, ob sie das gelernt haben oder einem Instinkt-Programm folgen.
Solche Berichte über die Nutzung von Heilpflanzen durch Tiere lösen bei manchen Menschen eine Art von Sehnsucht danach aus, dass auch wir Menschen so instinktiv die richtigen Heilpflanzen finden könnten.

Das dürfte eine Illusion sein. Wir Menschen haben einen grossen Teil unserer Instinkt-Steuerung verloren und damit auch die Sicherheit, die eine solche Instinktgebundenheit mit sich bringt. Instinktgebundene Tiere müssen sich nicht viel überlegen und sind frei von Zweifeln, ob eine Entscheidung richtig ist.
Allerdings bringt die Abschwächung der Instinkte dem Menschen auch einen Raum für (mehr oder weniger) freie Entscheidungen. Da gehört als Preis dafür auch dazu, dass wir auf die absolute Sicherheit der Instinktgebundenheit verzichten müssen, auch bei der Auswahl von geeigneten Heilpflanzen. Wir kommen also nicht darum herum, uns mit dem Für und Wider einzelner Heilpflanzen auseinanderzusetzen und eine Wahl zu treffen ohne letztendliche Gewissheit, dass es die richtige ist.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Soja gut für die Lunge

Montag, Juli 27th, 2009

Menschen, die sich sojareich ernähren, haben weniger häufig Atemnot. Das erklären die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) in Hannover und berufen sich dabei auf eine aktuelle Untersuchung, welche in der Fachzeitschrift Respiratory Research (2009, Band 10, Seite 56 ) publiziert wurde.

“Wer viel und häufig Sojaprodukte wie Tofu, Natto (vergorene Sojabohnen), Miso-Suppe (vergorene Sojabohnenpaste), Sojasprossen oder Sojamilch zu sich nimmt, weist bessere Lungenfunktionswerte auf”, stellt Prof. Harald Morr fest, Vorstandsvorsitzender der DLS.

“Das hat eine Studie in Japan ergeben, die den Einfluss der Ernährungsweise auf die Lungenfunktion von über 600 COPD-Patienten und Gesunden untersucht hat. Die besten Ergebnisse erzielten diejenigen Personen, die pro Tag mehr als 75 Gramm reinen Sojas aßen. Doch auch schon mit mindestens 50 Gramm Soja auf dem täglichen Speisezettel lässt sich den Forschern zufolge das Risiko für eine Erkrankung an COPD und das Erleiden von Atemnot verringern.”

Sojaprodukte können fortschreitenden Lungenfunktionsverlust abbremsen

Unter Atemnot haben hauptsächlich Patienten mit einer schweren chronisch, obstruktiven Lungenerkrankung (COPD ) zu leiden. Das ist eine unheilbare, fortschreitende entzündliche Erkrankung der Lunge, die unter anderem mit einem krankhaft beschleunigten Lungenfunktionsverlust einhergeht und zu 90 Prozent durch Rauchen verursacht wird.

“Auf das Rauchen verzichten ist selbstverständlich der wichtigste Schritt, eine COPD zu vermeiden bzw. dem Fortschreiten dieser Erkrankung Einhalt zu bieten”, sagt Morr. “Darüber hinaus lässt sich offenbar aber auch mit einer sojareichen Ernährung der beschleunigte Verlust der Lungenfunktion abbremsen – und zwar auch bei Gesunden, deren Lungenfunktion altersbedingt ebenfalls (wenn auch sehr viel langsamer als bei COPD-Patienten) abnimmt.
Bereits an COPD erkrankte Patienten sollten insofern weniger Atemnot erleiden, wenn sie sich sojareich ernähren. Gesunden bietet diese Ernährungsweise eine Möglichkeit, ihre Lungenfunktion länger zu erhalten, und damit eine Art Anti-Aging-Mittel.”

Welche Inhaltsstoffe Soja so gesund machen, ist noch nicht genau bekannt. Vermutet wird jedoch eine antientzündliche Wirkung der in Sojaprodukten enthaltenen Flavonoide (Isoflavone) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren).

Quelle:

http://www.lungenaerzte-im-netz.de

Kommentar & Ergänzung:

“Soja und verbesserte Lungenfunktion” – dieses Thema ist meines Wissens ziemlich neu und auch interessant, obwohl natürlich bei dieser japanischen Studie noch viele Fragen offen bleiben.
Die Sojabohne enthält reichlich Phytoöstrogene. Deren Hauptvertreter, die Isoflavone Genistein und Daidzein, sind Gegenstand zahlreicher aktueller Forschungsarbeiten und wurden hauptsächlich mit dem geringeren Vorkommen von Gefäßkrankheiten wie der koronaren Herzkrankheit in ostasiatischen Ländern in Verbindung gebracht, wo Soja in viel grösseren Mengen konsumiert wird als in Westeuropa und den USA.

Aufgrund der Datenlage gestattet die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA auf Sojaprodukten das Anbringen der werbenden Aussage: “Eine an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin arme Diät, die 25 g Sojaprotein pro Tag enthält, kann das Risiko von Herzerkrankungen reduzieren.”

Auch das geringere Auftreten von Tumorerkrankungen wie dem Brustkrebs sowie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen in diesen Ländern ist in Verbindung mit dem täglichen Phytoöstrogenkonsum gebracht worden, sodass Isoflavon-Produkte aus Soja in jüngerer Vergangenheit auch mit Hinweis auf diese Eigenschaften intensiv beworben werden. Die Belege für diese Indikationen bleiben allerdings dürftig.

Isoflavone aus Soja sollen als Phytoöstrogene auch bei Beschwerden während der Wechseljahre (Klimakterium) wie beispielsweise Wallungen wirksam sein.
Es gibt in der Phytotherapie für diesen Anwendungsbereich allerdings besser gesicherte Heilpflanzen-Präparate.

Zudem gibt es auch Forschungsresultate, die auf eine schädliche Wirkung von Isoflavonen hindeuten. So bewirkten Isoflavone beispielsweise in der Zellkultur eine Zunahme des programmierten Zelltods in Herzmuskelzellen neugeborener Schweine. Andere Forschungsresultate deuten auf einen Zusammenhang mit verringerter Spermienqualität hin. Weil die Übertragbarkeit und Bedeutung dieser Resultate aus der Grundlagenforschung völlig ungeklärt bleiben, lassen sich hieraus keine fundierten Ernährungsempfehlungen ableiten.

Im Grossen und Ganzen scheint Soja durchaus ein gesundes Nahrungsmittel zu sein. Ein Wundermittel, das gegen alle Zivilisationskrankheiten schützt, ist es aber kaum. Es dürfte immer ein Irrweg sein, wenn von einem einzigen Nahrungs- oder Heilmittel die umfassende Sicherung der Gesundheit erwartet wird.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie: Gewürze fördern Verdauung

Montag, Juli 27th, 2009

Dass sich Gewürze günstig auf die Verdauung auswirken, ist in der traditionellen Pflanzenheilkunde und in der wissenschaftlichen Phytotherapie schon lange bekannt.

Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der Technischen Universität München versuchten zu klären, was dabei genau vor sich geht im Verdauungstrakt. Ihre Resultate haben sie in der Fachzeitschrift Gastroenterology publiziert.

Die Wissenschaftler entdeckten, dass die Rezeptoren für Thymol und Eugenol, Bestandteile der ätherischen Öle des Thymians und der Gewürznelken, nicht nur in der Nase vorkommen, sondern auch in den so genannten Sensorzellen der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt. In ihren Untersuchungen stimulierten sie diese Sensorzellen mit den Gewürzen und beobachteten dabei eine Erhöhung der interzellulären Kalzium-Konzentration, welche wiederum zu einer Freisetzung des Botenstoffes Serotonin führte. Serotonin steuert im Verdauungstrakt die Muskelbewegungen und die Sekretion von Verdauungssäften. Die Ergebnisse der Münchener Wissenschaftler ermöglichen völlig neue Ansätze bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden. Demnach könnten Aromastoffe, also Bestandteile von ätherischen Ölen, geeignet sein, Verstopfung, Durchfall oder Darmentzündungen zu beeinflussen.

Als problematisch sehen die Münchener Forscher allerdings die tägliche Allgegenwart von Aromastoffen in Nahrungsmitteln, Kosmetika und Waschmitteln: Sie könnten allenfalls für Reizdarmbeschwerden verantwortlich sein.

Quelle: http://idw-online.de

Kommentar & Ergänzung:

Gewürze stehen am Übergang zwischen Ernährung / Ernährungslehre und Pflanzenheilkunde / Phytotherapie.
Viele Pflanzen sind gleichzeitig Heilpflanzen und Gewürze. Beispiele dafür sind Ingwer, Zimt, Curcuma, Pfeffer, Paprika, aber auch Kümmel, Fenchel, Anis, Sternanis, Dill, Basilikum, Liebstöckel, Gewürznelke, Muskat u. a.

Es ist sehr zu begrüssen, wenn die Wirkung der Gewürze auf die Verdauung genauer erforscht wird. Dass die Münchener Wissenschaftler eine Beeinflussung der Serotonin-Freisetzung durch Thymol und Eugenol fanden, ist jedenfalls sehr interessant.

Eine ausgezeichnete Informationsquelle über Gewürze ist das Buch “Gewürzdrogen” von Eberhard Teuscher. Sie können dieses Standardwerk anschauen und beziehen in unserem Buchshop.

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“Signaturen der Pflanzen” – fragwürdiger Neuaufguss der Signaturenlehre

Montag, Juli 27th, 2009

Im Umfeld der Naturheilkunde ist in den letzten Jahren eine esoterisch angehauchte Variante der Pflanzenheilkunde entstanden, welche die Wirkungen der Heilpflanzen aus ihren Farben und Formen ableiten will. Als Signaturenlehre war diese Vorstellung in der Renaissance hoch bedeutsam, während der gegenwärtige Neuaufguss sich vor allem durch willkürliches Hineininterpretieren von Heilwirkungen in die Pflanzen auszeichnet.

Dem Zeitgeist entsprechend, werden auch absurdeste Behauptungen von vielen Leuten fraglos geglaubt, so beispielsweise die angebliche Wirkung des Storchenschnabeltees gegen Kinderlosigkeit, weil die Storchenschnabel-Pflanze eine storchenschnabelähnliche Frucht entwickelt. Mehr Infos zum Thema
Info: www.phytotherapie-seminare.ch/index.php

Allerdings soll meines Erachtens auch deutlich gesagt werden: Man kann zwar zu jeder Pflanze unzählige Ähnlichkeiten finden, doch John Ray hat schon im 17. Jahrhundert überzeugend dargelegt, dass kein Zusammenhang besteht zwischen Farben und Formen der Pflanzen und ihren Heilwirkungen.

“Signaturen der Pflanzen” – eine anthropozentrische Theorie

Pflanzen entwickeln ihre Formen und Farben für sich und nicht als Hinweis für uns. Die Signaturenlehre spricht aber die Bedürfnisse vieler Menschen an, indem sie den schönen Eindruck vermittelt, dass die Pflanzen uns etwas zu sagen haben und dass wir gemeint sind. Damit stellt sich der Mensch allerdings sehr stark ins Zentrum der kosmischen Veranstaltung. Die Signaturenlehre wurzelt in einer hoch anthropozentrischen Naturauffassung.

In der Renaissance, auf dem Höhepunkt der Signaturenlehre, verstand sich der Mensch als die Krone der Schöpfung. Pflanzen und Tiere waren um des Menschen willen da. Inzwischen spricht jedoch viel dafür, dass wir nicht so überaus wichtig sind in der Natur, als dass Pflanzen uns durch Formen und Farben mitteilen würden, wozu sie für uns gut sind.

Nur schon durch eine kleine Prise menschlicher Bescheidenheit wird die Signaturenlehre fundamental in Frage gestellt. Weil sie jedoch das Bedürfnis nach einer besonderen Stellung des Menschen so gut bedient, findet die Signaturenlehre wieder Anklang, wird in sehr unhistorischer und oberflächlicher Form propagiert und ziemlich gedankenlos nachgebetet. Das scheint mir ausgesprochen fragwürdig und irreführend.

Wenn es um Gesundheit und Krankheit geht, sind wir verpflichtet, sorgfältig zu prüfen, ob unsere Empfehlungen plausibel begründet und sorgfältig dokumentiert sind. Für die heute herumgereichten, hoch spekulativen Signaturen der Pflanzen trifft das meines Erachtens nicht im Ansatz zu.

Wer im Bereich von Komplementärmedizin / Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde Wirkungen von Heilpflanzen aus Signaturen ableitet, täuscht in meinen Augen
Patientinnen und Patienten und gefährdet möglicherweise sogar ihre Gesundheit.

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Aspirin: Vorbeugende Einnahme nicht sinnvoll bei Gesunden

Samstag, Juli 25th, 2009

Zur Prävention von Herzattacken bei Menschen ohne Vorerkrankungen halten sich die Vor- und Nachteile einer langfristigen Aspirin-Einnahme die Waage. Eine vorbeugende Verabreichung des Medikamentes bei diesen Menschen (Primärprävention) ist demnach nicht sinnvoll. Anders sieht es aus bei Patienten, die schon an einer Gefäßverschlusskrankheit leiden (Sekundärprävention).

Das geht laut dem Fachmagazin “The Lancet” aus einer Analyse von sechs Studien zur Primärprävention und 16 Studien zur Sekundärprävention mit insgesamt 112 000 Teilnehmern hervor, die von Wissenschaftlern der Universität Oxford durchgeführt wurde.

Bei Menschen ohne Vorerkrankungen reduziert Aspirin die Wahrscheinlichkeit, eine Herzattacke zu erleiden, um etwa ein Fünftel. Allerdings steigert der Wirkstoff auch das Risiko innerer Blutungen um etwa ein Drittel. Deshalb ist der langfristige Aspirin-Einsatz zur Prävention wenig sinnvoll. In der Sekundärprävention überwiegen aber die Vorteile gegenüber den geringen Risiken.

Nach Angaben der Wissenschaftler sind darum allgemeine Behandlungsrichtlinien, die den routinemäßigen Einsatz von Aspirin bei allen gesunden Personen befürworten, scheinbar nicht gerechtfertigt. Zudem betonen die Forscher, dass neben der medikamentösen Behandlung die Wichtigkeit geänderter Lebensführung nicht vergessen werden darf. Bei einem erhöhten Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko sollten stets die notwendigen Veränderungen in der Lebensführung vorgenommen werden, dazu zählen das Einstellen des Rauchens, eine Umstellung der Ernährung auf ausgewogene und gesunde Kost sowie regelmäßige körperliche Bewegung.

Quelle:

http://de.news.yahoo.com/12/20090602/thl-aspirin-kein-nutzen-vorbeugender-ein-d343981.html

Kommentar & Ergänzung:

“Vorbeugen ist besser als Heilen”, sagt der Volksmund. Und irgendwie leuchtet dieser Spruch ja auch sofort ein.

Trotzdem ist es aber sehr wichtig, dass wir in jedem Einzelfall prüfen, ob eine präventive Massnahme auch sinnvoll ist. Unter dem Stichwort “Vorbeugung” wird uns nämlich auch jede Menge unnötiger Schrott angedreht. Ich denke da vor allem an die grosse Zahl von Nahrungsergänzungsmitteln auf der Basis von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, von denen immer klarer wird, dass sie gesunden Menschen möglicherweise mehr schaden als nützen.

Die Frage nach Sinn und Nutzen präventiver Massnahmen stellen sich jedenfalls nicht nur bei synthetischen Medikamenten wie dem Aspirin, sondern genauso auch im Bereich Phytotherapie bzw. Pflanzenheilkunde:

In welchen Fällen ist es angemessen, Heilpflanzen vorbeugend anzuwenden?
Dazu ein Beispiel:

Weissdorn wirkt gut bei leichten Formen von Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und bei leichten Formen von Angina pectoris.

Weissdorn wirkt herzstärkend und verbessert die Durchblutung der Herzkranzgefässe. Da steht schon die Frage im Raum, ob Weissdorn auch vorbeugend gegen Herzinfarkt nützlich sein könnte. Macht ja von den Wirkungen her durchaus Sinn. Nur: sollen nun alle Leute über 50 Weissdorn prophylaktisch für ihr Herz Weissdorn einnehmen? Und für‘s Gehirn dann Ginkgo? Für die Venen Rosskastanie und – nur für Männer natürlich – gegen Prostatavergrösserung Sabal oder Kürbissamen?

Ich finde, mit dieser Art der Vorbeugung sollte man zurückhaltend sein, auch wenn es sich im gut verträgliche Heilpflanzen handelt.
Älterwerden ist nämlich für sich allein genommen noch kein behandlungsbedürftiger Zustand. Es scheint mir eine fragwürdige Unsitte, dass das Älterwerden zunehmend medikalisiert wird. Ohne spezielle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Heilpflanzen-Präparate – so lautet eine von der Werbung penetrant verbreitete Botschaft – kann man gar nicht normal älter werden.

Diesem Trip sollten wir auch im Bereich Phytotherapie bzw. Pflanzenheilkunde zurückhaltend begegnen.

Für das Älterwerden allein braucht es jedenfalls nicht ein ganzes Sortiment von Heilpflanzen-Produkten.

Um auf unser Beispiel Weissdorn zurückzukommen:
Liegen relevante Risikofaktoren für das Herz vor, kann man meines Erachtens über die prophylaktische Anwendung von Weissdorn-Präparaten nachdenken. Aber nicht jedes älter werdende Herz braucht generell Weissdorn.

Die beste Prophylaxe gegen Herzerkrankungen ist sowieso ein möglichst herzfreundlicher Lebensstil.

Einen Text zur “Philosophie des Herzens” finden Sie hier.

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Naturheilkunde: Spirulina als Quelle von Vitamin B12?

Samstag, Juli 25th, 2009

Spirulina wird als Nahrungsergänzungsmittel immer wieder in höchsten Tönen gelobt.

So beschreibt beispielsweise ein Anbieter im Internet die “einzigartige Power-Alge” sei “sicherlich eine der bedeutendsten Nahrungspflanzen und wichtigsten (Über-) Lebensmittel unserer Zeit”.
Das sind etwas gar grosse Worte.

Empfohlen wird Spirulina aber auch als ideale Quelle für Vitamin B12 bei vegetarischer Ernährung.
Diese Anpreisung ist sehr fragwürdig. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg haben nämlich Studien “gezeigt, dass das enthaltene Vitamin B12 in einer für den Menschen nicht nutzbaren Form vorliegt”.

Und in “Wikipedia” heisst es zu diesem Punkt:
“Spirulina enthält praktisch ausschließlich eine unwirksame Form des Vitamins (,Pseudovitamin B12‘, ,Vitamin B12 Analoge‘), das die Aufnahme und den Stoffwechsel des physiologischen Vitamin B12 blockieren kann.”

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hält zudem fest:

“Spirulina Algen (Süßwasser-Mikroalgen) bestehen zu 60% aus Eiweiß und enthalten auch Vitamine und Mineralstoffe. Die Dosis, die als Ergänzung aufgenommen wird, ist jedoch so gering, dass sich die ergänzende Eiweißzufuhr in der Regel kaum bemerkbar macht. Darüber hinaus kommt ein Eiweißmangel in westlichen Industrieländern bei einer vielseitigen und ausgewogenen Ernährung kaum noch vor. In der Regel tritt ein Eiweißmangel als Folge extrem einseitiger Diäten oder chronischer Erkrankungen auf. Den Eiweißbedarf können Sie über tierische (Fleisch, Eier, Milch- und Milchprodukte) und pflanzliche Lebensmittel (Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln) decken. Eine Kombination beider, wie z.B. Kartoffeln und Ei, erhöht zudem die Wertigkeit. Wissenschaftliche Belege zum Nutzen von Spirulina fehlen.”

Diese Einschätzung wird auch geteilt von Hanssen / Koch / Richter im Buch “Biogene Nahrungsergänzungsmittel”:

“Dosierung meist zu gering zur Aufnahme ernährungsphysiologisch relevanter Mengen.”

Völlig aus dem Ruder läuft die Spirulina-Geschichte mit Anpreisungen gegen Aids und Krebs, die jeder seriösen Grundlage entbehren.

Die grossen Heilungsversprechungen, die in manchen Kreisen der Naturheilkunde mit der Spirulina-Propaganda verbunden werden, sind meines Erachtens sehr fragwürdig und kommen einer Täuschung von Konsumentinnen und Konsumenten nahe. In diesen eher esoterisch angehauchten Bereichen der Naturheilkunde gibt es meiner Erfahrung nach ein starkes Tabu bezüglich dem Stellen kritischer Fragen. So etwas Wunderbares wie Spirulina darf nicht mit kritischen Fragen in den Schmutz gezogen werden. Solche Denk- und Frage-Tabus sind ein guter Boden für Heilslehren aller Art.

Der grosse Boom, den Spirulina-Produkte und andere Nahrungsergänzungsmittel erleben, dürfte wohl hauptsächlich mit dem schlechten Gewissen zu tun haben, das viele Menschen bezüglich ihres Gesundheitsverhaltens plagt. Uns wird ja ständig eingeredet, was wir alles für unsere Gesundheit tun oder lassen sollten. Kein Mensch kann alle diese Ratschläge auch nur ansatzweise umsetzen.
Daraus entsteht dann leicht ein schlechtes Gewissen, welches sich mit dem Konsum von angeblich ganz besonders gesunden Produkten wie Spirulina immer wieder besänftigen lässt.

Das Buch “Biogene Nahrungsergänzungsmittel” von Hanssen / Koch / Richter” können Sie in unserem Buchshop näher anschauen und beziehen. Neben Spirulina liefert es für über 100 pflanzliche und tierische Nahrungsergänzungsmittel Informationen zu Herkunft, Beschreibung, Inhaltsstoffe, Verwendung und Verzehrempfehlung, gefolgt von einer kritischen Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses jedes Präparates.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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