Schwarztee gegen Hautentzündung

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Schwarztee kann entzündliche Hauterkrankungen stabilisieren, zum Beispiel bei Ekzemen und offenen Beinen. Umschläge mit Schwarztee haben bei verschiedensten Hauterscheinungen gute Erfolge gebracht.

Der Gefässmediziner Dr. Georg Gallenkemper aus Krefeld testete die Wirkung von Schwarztee-Umschlägen in seiner Praxis. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse stellte er auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie vor.
Insgesamt 26 Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen wendeten zwei- bis dreimal täglich Schwarztee-Umschläge an – zusätzlich zur jeweiligen Standardtherapie.
Die Rötung, die Gewebeschäden und die Schmerzen klangen in allen Fällen rasch ab, sagte Dr. Gallenkemper. Auch die Symptome Nässen, Juckreiz und Spannungsgefühl bei Wassereinlagerungen verminderten sich innerhalb von zwei bis drei Tagen. In keinem Fall hatte sich der Befund durch die Schwarztee-Behandlung verschlechtert.
Schwarztee-Umschläge wirken antientzündlich und antimikrobiell, wobei ihre Gerbeffekte auf die Haut entscheidend sein dürften. Dr. Gallenkemper hielt aber fest, dass die ursächliche Therapie, z.B. Antibiotika oder Kompression, weitergeführt werden müsse.
Quelle: Medical Tribune, Ausgabe 49 / 2008

Kommentar:
Schwarztee zählt wohl für die meisten Leute eher zu den Genussmitteln und weniger zu den Heilpflanzen. Immerhin wird seine Wirkung gegen Durchfall inzwischen schon ziemlich häufig genutzt.
Dass man Schwarztee auch äusserlich anwenden kann bei Entzündungen von Haut und Schleimhäuten, ist in der Öffentlichkeit aber kaum bekannt. Aus Sicht der Phytotherapie lässt sich der Bericht von Dr. Gallenkemper gut nachvollziehen. Auch Phytotherapie-Pflegefachleute machen mit Schwarztee-Umschlägen gute Erfahrungen.
Schwarztee hat zudem den Vorteil, dass er in jeder Pflegeinstitution und auch in den meisten Haushalten zur Verfügung steht.
Zum Test von Dr. Gallenkemper wäre noch anzufügen, dass man bei dieser Art von Anwendungsbeobachtung vorsichtig sein sollte mit den Schlussfolgerungen. Konkret kann man nämlich bei keinem der 26 Patienten sagen, wie der Therapieverlauf ohne die Schwarztee-Umschläge gewesen wäre.
Mich überzeugt die Schwarztee-Empfehlung, weil ich positive Rückmeldungen aus verschiedenen Quellen habe und weil die beschriebene Wirkung aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts im Schwarztee plausibel erscheint.
Erst dieses “Puzzle” von Erkenntnissen überzeugt mich vom Nutzen der Schwarztee-Umschläge bei Hautentzündungen.
Zudem spricht viel dafür, dass Schwarztee nicht bei allen Formen von Hautentzündungen gute Effekte zeigt, und dass man hier differenzieren müsste.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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