[Buchtipp] „Smartphone-Demokratie“, von Adrienne Fichter

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smartphone-demokratieVerlagsbeschreibung

Fake News, Facebook, Bots, Populismus, Weibo, Civic Tech

Facebook, Twitter und Google bieten die zentrale Architektur für politische Debatten. Doch Microtargeting, die zunehmende „Messengerisierung“ unserer digitalen Kommunikation und polarisierende Algorithmen führen dazu, dass wir immer mehr in unseren eigenen politischen Realitäten leben. Verschiedene Autoren analysieren die wachsende Bedeutung von Social Media für den politischen Diskurs. Sie präsentieren Strategien und Lösungsansätze und stellen zukunftsträchtige Technologien der digitalen Demokratie vor.
Mit Beiträgen von Ingrid Brodnig, Sarah Bütikofer, Adrienne Fichter, Martin Fuchs, Daniel Graf, Dirk Helbing, Anna Jobin, Stefan Klauser, Colin Porlezza, Adrian Rauchfleisch, Mike S. Schäfer, Robin S. Schwarz und Thomas Willi. Zum Shop

 

Zur Herausgeberin und Autorin Adriene Fichter

Adrienne Fichter (* 1984) wirkte als Social-Media- und Community-Managerin beim Aufbau des ersten Schweizer Polit-Start-ups politnetz.ch mit. Sie war Social-Media-Redakteurin und Medienverantwortliche bei der Gruppe Orell Füssli Wirtschaftsinformationen (OFWI) und Zuständige für die Social-Media-Strategie. Von 2014 bis 2016 leitete sie die Social-Media-Redaktion der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Kommentar von Martin Koradi

Dieses Buch thematisiert aus verschiedenen Blickwinkeln eine der grössten Herausforderungen demokratischer Gesellschaften in der Gegenwart.

Digitalisierung, Social Media und weitere moderne Technologien verändern die Politik rasant. Wie funktioniert Wahlkampf online und welchen Einfluss haben Social Bots imd Big Data. Helfen Faktenchecks gegen Manipulation, Desinformation und Propaganda? Weshalb sind Populisten im Internet so erfolgreich?

Adrienne Fichter schreibt in der Einleitung:

„2016 war in der Tat das Jahr der Filterblasen, Bots, Troll-Armeen, des Populismus, der Twitter-Exzesse und Falschnachrichten. Doch einige dieser Phänome waren im Grunde genommen antizipierbar. Sie sind Folge oder Resultat der Beschaffenheit oder des Geschäftsmodells der sozialen Medien. Es erstaunt daher, dass sich die Politik erst jetzt mit Bot-Scharen, Informationskriegen und organisierten Troll-Armeen ernsthaft zu beschäftigen begonnen hat.

Dieses Buch erklärt, wie diese Phänomene entstanden sind. Wir möchten aus Expertensicht die vergangenen Ereignisse einordnen, kommentieren und wagen auch einen Blick in die Zukunft……..

Wir haben uns gefragt: Sind Bots wirklich so schlecht wie ihr Ruf (Martin Fuchs)? Wie können etablierte Medienhäuser den Kampf gegen Fake News gewinnen (Colin Porlezza)? Wie ideologisch abgeschottet bewegen wir uns wirklich auf Facebook & Co (Colin Porlezza)? Warum tummeln sich auf den sozialen Medien so viele Populisten (Ingrid Brodnig)? Hat Donald Trump wirklich wegen personalisierter Wahlkampfwerbung im Netz gewonnen (Adrienne Fiechter)? Wie konnte es so weit kommen, dass rechtsextreme verspielte Nerds das soziale Netz eroberten (Robin Schwarz)? Lassen sich mit den richtigen Hashtags auch Abstimmungen in der Schweiz gewinnen (Sarah Bütikofer und Thomas Willi)? Wie beeinflussen Algorithmen unsere politische Meinungsbildung (Anna Jobin)?………

Was lässt sich totalitären Algorithmus-Utopien entgegensetzen und wie müssen demokratiefördernde Netzwerke beschaffen sein (Stefan Klauser / Dirk Helbing) Weshalb ist die Digitalisierung der Demokratie nicht gleichzusetzen mit Klicktivismus (Daniel Graf)?…………

Wie können wir all die positiven Petenziale des Internets zur Stärkung (und nicht zur Schwächung) der Demokratie nutzen?“

Dieses Buch bietet Informationen und Denkanstösse für eine dringend nötige Auseinandersetzung.  Es ist allen zu empfehlen, die sich für gesellschaftliche Entwicklungen interessieren (und allen anderen auch).

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

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